image_pdfimage_print

Erfolgreiches Asientreffen der Weltfrauen in Katmandu

Hallo ihr lieben Frauen in Deutschland!

Gerade ging in Katmandu, Nepal, das Asientreffen der “Weltfrauen” am 28./29.Juli 2012 sehr erfolgreich zu Ende. Kämpferische Frauenbewegung aus 8 Ländern war vertreten: die vier mit Delegierten in Caracas (Indonesien, Philippinen, Bangladesch, Indien) sowie vier neue (Pakistan, VR China, Nepal, Sri Lanka).

Das waren Vertreterinnen der 4 Mio. Textilarbeiterinnen Bangladeschs, von Massenorganisationen bzw. Dachverbänden wie Gabriela, von kämpferischen Frauen in NGOs bis hin zu engagierten Revolutionärinnen aus der ICOR. Geradezu historisch war die gemeinsame Teilnahme von Frauen aus 8 Parteien in Nepal. Sie haben sich gemeinsam entschlossen, in den Prozess der Weltfrauenkonferenz einzusteigen. Trotz widriger Umstände haben sie sich  kollektiv auf das Treffen vorbereitet und sich auf zwei stimmberechtigte Delegierte geeinigt. Und das in einem politischen Umfeld in Nepal, in dem sich die solidarische Zusammenarbeit linker Parteien teilweise im freien Fall grundsätzlicher Konflikte, Spaltungen und Zerwürfnisse befindet. Frauen gehen voran!

Nach ausführlichen Länderberichten wurde begeistert, gründlich,  kritisch-selbstkritisch die 1. WFK in Caracas ausgewertet. Die neuen Koordinatorinnen wurden gewählt und kommen aus Philippinen und Nepal, die Stellvertreterinnen aus Bangladesch und Sri Lanka.

Einhellig wird sich für Asien als Austragungskontinent der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 beworben. Frauenorganisationen aus drei (!) Ländern bieten sich als Gastgeberinnen an. Lasst Euch überraschen….

Pläne wurden geschmiedet für die drei Kampftage, die Reise zum 1. Welttreffen der Koordinatorinnen in Deutschland im September und für  gemeinsame Kampagnen in Asien (wie gegen die US Präsenz im pazifisch-asiatischen Raum). Ganz herzliche Grüße gingen an die Frauen in Deutschland und natürlich alle “Weltfrauen”.

Bald geht nun meine Reise durch fünf Länder zu Ende und ich freue mich riesig auf Euch alle und den Frauenpolitischen Ratschlag.

Herzliche Grüße vom Dach der Welt!

Eure Monika Gärtner-Engel

Download Brief: Nepal – Post vom Asientreffen der Weltfrauen

China: Erfolgreicher Massenkampf gegen Umweltzerstörung

Bis zu Hundertausend Frauen und Männer haben in Qidong, einer Küstenstadt in China in der Nähe von Shanghai die Einleitung von
Abwässern aus einer Papierfabrik gestoppt. Die Demonstranten stürmten ein Regierungsgebäude in Qidon in Auseinandersetzung mit der Polizei. Die Menschen wehren sich erfolgreich gegen die Einleitung  von täglich bis zu 150.000 Tonnen verseuchten Wassers aus einem Papierwerk der japanischen Firma Oji Papier. In den vergangenen Jahren gab es in China zunehmend Proteste gegen die Umweltverschmutzung.  Anfang Juli gaben die Behörden in der Provinz Sichuan den Bau eines Stahlwerks auf, nachdem die Bürger über mehrere Tage hinweg gegen die befürchteten Umweltbelastungen demonstiert hatten. Im Sommer 2011 konnten Demonstranten zwei große Industrieprojekte in den Ortschaften Haining (Osten) und Dalian (Nordosten) verhindern.

29. Juli 2012: Tokio – Berlin – Frankfurt: Stilllegung aller Atomkraftwerke – weltweit!

Quelle: www.ausgestrahlt.de: Die japanische Bevölkerung lässt nicht locker. Eine Rückkehr zur Atomenergie kommt für sie nicht in Frage. Am Sonntag, 29. Juli, gehen die Menschen erneut in Tokio auf die Straße und planen für den Abend eine Umzingelung des japanischen Parlaments.

In Berlin und Frankfurt finden am gleichen Tag Solidaritätsaktionen statt:

In Berlin ab 13:30 Uhr eine Demonstration (Treffpunkt: Pariser Platz)

In Frankfurt ab 14 Uhr eine Aktion auf dem Römerberg (Gerechtigkeitsbrunnen)


	

Indonesien: Solidarität an die streikenden Adidas Arbeiterinnen und Arbeiter

18. Juli, Djakarta

Solidaritätserklärung an die streikenden Adidas Arbeiterinnen und Arbeiter

An die Streikenden!

Auf unserer Reise durch mehrere Länder Asiens haben wir von eurem mutigen Streik gehört. Wir sind drei Frauen aus Deutschland und machen diese Reise, um die Lage und den Kampf vor allem der Frauen kennen zu lernen. Denn nach der ersten erfolgreichen Weltfrauenkonferenz 2011 wird aktuell eine zweite Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen – der Arbeiterinnen, Bäuerinnen, Studenten, Hausfrauen – vorbereitet, die 2016 stattfinden soll.

Wir senden und euch unsere volle Solidarität für euren Streik und eure berechtigten Forderungen und werden ihn in Deutschland bekannt machen. Wir bewundern eure Entschlossenheit – lasst euch keine Angst machen, haltet an eurem Streik weiter fest!

Mit vielen solidarischen Grüßen,

Monika Gärtner-Engel,

Stephanie Thomas-Tecklenborg,

Lena Engelhardt

 

Diese Solidaritätsaktion bezieht sich auf folgenden Kampf:

 

Mutige Arbeiterinnen in Jakarta/Indonesien: „… dann streiken wir eben weiter!“

Emelia Yanti, Generalsekretärin der GSBI

Jakarta, 19. 7. 12 (Korrespondenz): Seit nunmehr sechs Tagen steht die Mehrheit der Beschäftigten einer für Adidas produzierenden Fabrik bei Jakarta im Streik. Von den 2.500 Beschäftigten, vor allem Frauen, beteiligt sich die überwiegende Mehrheit an den Streikaktionen. Es wird um ein ganzes Paket von Forderungen gestritten: Mindestlöhne, Wiedereinstellung entlassener gewerkschaftlicher Führer, Bezahlung von Überstunden, Urlaub nach dem Zuckerfest, Neueinstellungen, um die Arbeit zu schaffen.

Geführt wird der Streik von der Gewerkschaft GSBI – der „Föderation unabhängiger Gewerkschaften“. Die Gewerkschaft arbeitet erst seit fünf Monaten in dem Betrieb und führt aktuell Tarifverhandlungen durch. Nach mehreren Verhandlungsrunden hatten die Arbeiterinnen genug von den ergebnislosen Reden und organisierten den Streik.

Das Werk ist belagert und die Streikenden übernachten auf dem Fabrikgelände. Die Gewerkschaft ruft die Ehemänner der Beschäftigten auf, auch am Werk zu übernachten. Sehr viele folgen der Aufforderung, die Kinder werden bei Familienangehörigen untergebracht und die Frauen sind sehr stolz darauf.

Emelia Yanti, Generalsekretärin der GSBI: „Obwohl der Streik sogar nach dem restriktiven indonesischen Streikrecht legal ist – da er während Tarifverhandlungen stattfindet –, geht die Polizei brutal gegen ihn vor. Polizisten versuchten, die Streikenden zu provozieren und setzten Tränengas gegen sie ein. Für die Schwangeren wurde eine Extrazone abseits der Streikposten geschaffen. Dort sollten sie geschützt sein und dennoch ihre Zustimmung zum Streik bekunden können. Doch selbst gegen sie wurde Tränengas eingesetzt! So brach kurzzeitig Panik aus.“ In den folgenden Tagen gin- gen die Sicherheitskräfte noch brutaler vor und es gab mehrere Verletze. Aber die Streikenden bewältigten die Situation und entschieden, weiterzukämpfen.

Schon in der Vorbereitung des Streiks hatte die Gewerkschaft die Belegschaft auf eine harte Auseinandersetzung vorbereitet: Es kann sein, dass die Auseinandersetzung nicht nach drei Tagen beendet ist?! „Dann streiken wir weiter!“. Es kann sein, dass Polizei eingesetzt und Verantwortliche entlassen werden?! „Dann streiken wir auch dagegen!“.

Emelia Yanti: „Es ist der erste Streik der Belegschaft und sie ist noch streikunerfahren – aber es wird eine harte Auseinandersetzung. Es kann sein, dass wir eine internationale Kampagne zu seiner Unterstützung entfalten müssen. Dann setzen wir auch auf die Unterstützung der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus Deutschland.“

Quelle: www.mlpd.de

 

Solidarity Statement to the Triumph Workers in Heubach, Germany

Solidarity Statement to the Triumph Workers in Heubach, Germany 

On behalf of the displaced workers of Triumph International in the Philippines, we from Defend Job Philippines would like to send our highest solidarity to the Triumph International workers and their families in Heubach, Germany as you confront attacks to job security.

We join you in your calls and protest against the cutting of almost ninety (90) jobs due to the relocation of undergarment production  to  Dunaújváros, Hungary.  In the Philippines, we experience the same situation. 1663 workers were laid off on June 27, 2009 in the Philippines due to the abrupt closure (without prior notice to the workers) of two (2) factories, Triumph International Philippines Inc. and Star Performance Inc. The workers defended by setting up a picketline around the Triumph factory. For more than one (1) year in the picket, many times we experienced violent eviction and even court cases against us.  In Thailand, there were 1959 workers who were also laid off on June 28, 2009.  Mass lay off also happened in Austria, Malaysia, South Korea, United Kingdom, China and in other production centers.

All of this are part of the Global Restructuring Program of Triumph International which is no less a Global Cost Cutting and Profit Driven Program of the company.  Worst, this program violates the right to work and to live decently, to enjoy freedom of association and collectively bargain as workers were laid off and unions are busted.  On the other hand, the company’s super profits are growing.

We deem that the Global Restructuring Program is a self vested program in favor of Triumph. The program should not result to the retrenchment and displacement of the workers at the expense of ensuring big profits in the midst of the global economic crisis. It is their multi-million dollar profit and luxurious incentives and benefits for their executives that must be slashed and not the life and future of the workers.   We believe that the workers should not sacrifice and shoulder the brunt of the global economic crisis. Triumph International should always bear in mind and practice that the fruits of labor of the Triumph workers worldwide have contributed to the overall success of the company. Triumph workers in the have served the company for many years and produced wealth for Triumph International

Our genuine and democratic unions unwaveringly fight for our best interests and welfare. And it is very clear that the company wanted to take back all the hard won victories in the collective bargaining agreements and most of all from our collective actions for our rights.   Triumph International should practice what it preaches and on what they have signed in multilateral agreements such as the international labor standards on the protection of labor rights in the International Labor Organization (ILO) and welfare; in the Triumph International Code of Conduct and in the OECD Guidelines.

Thus, from the Philippines, we stand with you in your struggle for the respect of dignified work and the protection of life.  The factory in Heubach Germany is the foundation of Triumph International.  It is where the sweat and blood of the first workers of Triumph built the giant undergarment company.  You should fight for what is yours.  Defend your jobs.  Defend your right to live decently.   Finally, we would like to thank you and your union IG Metal for your warm acceptance to us during our solidarity visit in Germany last November 2011.  We have learned so many things from you especially during our forum in Schwäbisch Gmünd.  We really appreciate the sharing of our struggles and solidarity.   We hope to hear soon updates from your struggle.

Thank you very much and we are sharing your situation and struggles here in the Philippines.

For Defend Job Philippines,

Melona R. Daclan Campaign Director

Download Solidarity Message:

Solidarity Message to Workers of Triumph Heubach from Defend Job Philippines

Weitere Informationen der IG-Metall:

Metallnachhrichten für die Beschäftigten der Firma Triumph Heubach 19.07.12

 

Interessant, erfolgreich und vielversprechend …

… für eine zukünftig engere Zusammenarbeit des weltweit or­ganisierten Zusammenschlusses der kämpferischen Frauenbewe­gung, fand am 26.4. in Gelsenkirchen die Veranstaltung „Welt­frauen im Aufbruch“ statt.

Monika Gärtner-Engel, Initiatorin der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Venezuela hatte anlässlich des Besuches von Liza Maza aus den Philippinen und Vorsitzende der Interna­tional Women’s Alliance (IWA) eingeladen. Weitere internatio­nale Gastfrauen waren Maited Ledesma, Generalsekretärin der IWA, seit 29 Jahren Aktivistin, insbesondere in der Arbeit unter philippinischen Migrantinnen in den Niederlanden und Tasmila Akhter, Frauenaktivistin und Photografin aus Bangladesh, zur Zeit zu Besuch beim Frauenverband Courage.

Gespannt lauschten die Besucherinnen und Besucher dem Vortrag von Liza Maza, deren Aktivität in der kämpferischen Frauenbe­wegung in den 70iger Jahren unter der Diktatur von Präsident Marcos begann. 1984 wurde die Organisation Gabriela als brei­ter Zusammenschluss von Frauenorganisationen auf den Philippi­nen  gegründet. Liza Maza war langjährige Parlamentsabgeordne­te, nachdem Gabriela ab dem Jahr 2000 mehrmals als unabhängige Gabriela-Partei-Liste bei den Wahlen kandierte und bis zu drei Sitze errang. Liza Maza: „Wir sahen, dass die Wahlteilnahme für die Philippinas wichtig war. So gibt es zum Beispiel auf den Philippinen kein Recht auf Scheidung – als einziges Land weltweit. Die Abgeordnetentätigkeit war verwurzelt in den Basisfrauen, das garantierte die Verbindung zu ihren Forderungen.“

Der philippinische Staat geht mit Verhaftungen, Verschwinden­lassen, Töten gegen fortschrittliche Bewegungen vor. 2006 als Präsidentin Arroyo den Notstand ausrief, wurden sechs Vertre­terinnen der Gabriela-Liste des Aufstands beschuldigt. 71 Tage konnten sie nur im Kongressgebäude leben um vor Verhaftung ge­schützt zu sein, hatten ihre Kinder dabei, bekamen große Soli­darität und nutzten die Medienöffentlichkeit für sich, bis sie schließlich vor dem obersten Gericht den Fall gewannen.

Um die Forderungen der einfachen Frauen auf internationaler Ebene zu vertreten und die Rückwirkung auf die lokale Ebenee zu organisieren hat Gabriela die Gründung der IWA im Jahr 2010 initiiert. 2011 fand die erste IWA-Generalversammlung in Mani­la statt, wo Monika Gärtner-Engel und Liza Maza sich kennen  lernten und den Kontakt zwischen IWA und Weltfrauenkonfernez der Basisfrauen knüpften. Liza Maza betonte die Verbindung und den Wunsch nach engerer Zusammenarbeit mit Frauenpolitischem Ratschlag in Deutschland und international dem Weltfrauenkonferenz-Prozess.

Monika Gärtner-Engel spannte im anschließenden bebilderten Vortrag den Bogen vom Kampf um die erste erfolgreiche Welt­frauenkonferenz der Basisfrauen bis zum derezeitigen spannen­den Prozess der Vorbereitung des ersten internationalen Tref­fens des künftigen weltweiten Koordinatorinnenkomitees.

Ermutigend, die Entwicklung nach der Weltfrauenkonferenz: vielfältige internationalistische Initiativen zu den beschlos­senen drei Kampftagen an den Orten, wie zum 25.11., dem Tag gegen Gewalt an Frauen, breit zusammengesetzt am internationa­len Frauentag. Die europäischen Koordinatorinnen gaben zum 8.3. und zum 1.Mai einen Aufruf der Weltfrauen in Europa her­aus. Die homepage wurde wesentlich verbessert und neue berei­chernde Kontakte entstanden. Die europäischen Koordinatorinnen und ein Europakomitee zur Bekanntmachung der Weltfrauenkonfe­renz in Europa wurden im Januar auf der kontinentalen Konfe­renz gewählt. In Asien, Lateinamerika finden in den nächsten Monaten Kontinentalkonferenzen statt und selbst in Afrika ha­ben die Frauen unter schwierigsten Bedingungen einen Weg ge­funden und wollen sich im Juli in Togo treffen. Auch hier sind neue Frauenorganisationen zum Prozess der Weltfrauen dazu ge­stoßen, vor allem aus dem Kreis des Weltsozialforums 2010. Mo­nika Gärtner-Engel voller Vorfreude: „Nach diesen Treffen wird im September am Rande des Frauenpolitischen Ratschlags das Welttreffen aller gewählten Koordinatorinnen der Kontinente tagen. Seine Aufgabe ist die Vorbereitung der 2.Weltfrauenkon­ferenz 2016 in Angriff zu nehmen. Besonders spannend wird der Ort der 2.Konferenz sein.“

In der anschließenden Diskussion wurden vielfältige Fragen aufgeworfen, u.a. nach der US-Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum und den Auswirkungen auf die Frauen mit zunehmender Repression, Vergewaltigungen und Zunahme der Prostitution. Besucherinnen erinnerten sich an die Purple Rose Campaign von Gabriela gegen Frauenhandel und Sexismus und Maited Ledesma berichtete über die Situation der 1,5 Migrantinnen aus den Philippinen, die in Europa getrennt von ihren Familien arbeiten und leben. Viele hätten gerne noch viel länger diskutiert, aber irgendwann musste Schluss gemacht werden. 200,-€ Spenden, leckeres Essen und mit Inbrunst gesungene Lieder – die Besucherinnen und Besucher erlebten einen begeisternden frauenpolitisch bewegten Abend.

Download Artikel mit Fotos: 120504 Veranstaltung mit Liza Maza und Monika Gärtner-Engel

 

Bericht aus Nepal vom Internationalen Frauentag

Hier der Bericht von Christiane aus Deutschland, die sich zur Zeit in Nepal aufhält und der mit den Worten endet: Nepals kämpferische Frauen wollen raus auf die Straße um gehört zu werden mit ihren Forderungen! Nepals kämpferische Frauen wollen die internationale Zusammenarbeit der Frauen, damit wir gemeinsam mit den Männern die Welt verändern! Kathmandu, 12.03.

Bericht lesen:

Internationaler Frauentag in Nepal – Kopie

Presseerklärung IWA zur Zunahme von Frauenhandel (deutsch)

Presseerklärung

4.02.2012

 

 

Im Gedenken an den philippinisch-amerikanischen Krieg

Liza Maza von der Internationalen Frauenallianz warnt:

Zunehmende US-Militärpräsenz verstärkt die Prostitution und den Sexhandel mit Filipinas

Die Internationale Frauenallianz (International Women’s Alliance – IWA) schlägt wegen der Politik der USA Alarm, die Militärpräsenz in den Philippinen und der Pazifik-Region in Asien unter dem Projekt “Pazifisches Jahrhundert  Amerikas” zu erweitern. Dieser erneute Vorstoß zur Militarisierung der Region bedeutet den Einsatz von mehr US-Truppen und Kriegsausrüstung und den Erwerb von mehr Einrichtungen und den Zugang für militärische Übungen, schnellen Einsatz der Streitkräfte und die Ausweitung der Stützpunkt-Rechte.

 

Die IWA-Vorsitzende und ehemalige Vertreterin der Gabriela-Frauenpartei sagte: “Die erhöhte US-Militärpräsenz wird die Prostitution und den Sexhandel mit Filipinas innerhalb und außerhalb der philippinischen Grenzen vergrößern.” Sie fügte hinzu: “Filipinas zusammen mit russischen Frauen umfassen bereits die Mehrheit von ausländischen ‘Unterhaltungskünstlerinnen’, die in so genannten Saftbars in der Nähe von US-Basen in Südkorea arbeiten. Viele Filipinas arbeiten ebenfalls als ‘Sängerinnen’ und ‘Tänzerinnen’ in Unterhaltungsbars in der Nähe der US-Basen in Okinawa und auf dem Festland in Japan.” …

Download vollständige Presseerklärung:

Presseerklärung IWA zu Frauenhandel – deutsch

Aufruf IWA Internationaler Frauentag 2012 – in deutsch

MARCH 8 – INTERNATIONAL WORKING WOMEN’S DAY

STATEMENT

internationalwomensalliance@gmail.com

www.internationalwomensalliance.wordpress.com

 

Frauen gegen  Krise und Krieg! Kämpft für nationale und soziale Befreiung!

(deutsche Übersetzung)

Die gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrisen des zugrunde gehenden kapitalistischen Systems treffen  Frauen am härtesten. Die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen dieser Krisen haben die  Frauen verwundbarer gemacht für die verschiedenen Formen der Unterdrückung, der Diskriminierung und der häuslichen und außerhäuslichen Gewalt.

Frauen aus der Arbeiterklasse trugen die Hauptlast der Krisen. Sie waren die ersten die entlassen wurden  als Fabriken geschlossen wurden oder in den Bankrott gingen. Sie mussten   niedrigere Löhne und schwierige flexible Arbeitsbedingungen hinnehmen wenn sie Arbeit bekamen. Bäuerinnen und Ureinwohnerinnen, die die hauptsächlichen Erzeuger von Nahrungsmitteln auf der Welt  sind, gehören weltweit zu den Ärmsten. Sie leiden unter noch nie da gewesenem Hunger und  Armut infolge des Landraubs von Millionen von Hektar durch internationale Konzerne, einheimische Grundbesitzer und Regierungen im Interesse  der industrialisierten Landwirtschaft, des Bergbaus, von Infrastrukturen, Dämmen, des Tourismus und für den militärischen Gebrauch. Sie werden umgesiedelt und enteignet, sie müssen ihr Land, ihre Gemeinschaften und Lebensweise aufgeben.  …

Download Aufruf (deutsche Übersetzung)

IWA Aufruf deutsch Internationaler Frauentag 2012