Philippinen – Solidariät und Spenden

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Der Deutsch-Philippinische Freundschaftsverein und der Frauenverband Gabriela rufen auf:

Liebe Freunde, Haiyan war der größte und schwerste Taifun, den wir je hatten. Am 8. philippines_typhoon_haiyan_yolanda_10November hat er das philippinische Archipel getroffen.

9 Millionen Menschen in den Philippinen sind betroffen, bis zu 10.000 Menschen sind umgekommen,  800.000 sind auf der Flucht und 300.000 Menschen versuchen in Notunterkünften zu überleben. Tage vor dem erwarteten Taifun berichteten Medien und Wetteragenturen wie stark der Taifun sein wird. Aber die Regierung spielte seine Auswirkung herunter und gab  an „gut vorbereitet“ zu sein und das Ziel „Null Opfer“ anzuvisieren.Die Zerstörung, der Hunger, die Not und das Fehlen sofortiger angemessener Hilfe für die Bevölkerung haben viele dazu gebracht, Verzweiflungsakte zu begehen, wie Essen zu erbeuten, aber auch Tote zu plündern.

Nach der Katastrophe sind philippinische und internationale Truppen in die Gebiete der Verwüstung gesandt worden. Sie sind nicht dort, um dem Volk zu helfen, sie schützen nicht vor Plünderungen und schützen auch nicht die Frauen, die vergewaltigt werden. Unsere Freunde dort fragen.. “sollen wir Polizisten und Soldaten essen?“. Die philippinische Regierung hat den Ausnahmezustand erklärt unsere Freunde sprechen von Kriegsrecht. Wir sind gegen die Entsendung der Bundeswehr in die Philippinen.

Lesen Sie hier den ganzen Aufruf:

20.11.13

Die Weltfrauenkonferenz-Asienkoordinatorin Joms Salvador von der Frauenorganisation GABRIELA antwortet auf den Solidaritätsbrief der Europa-Koordinatorinnen des Weltfrauen-Prozesses Monika Gärtner-Engel, Halinka Augustin und Angelica Urrutia.

Liebe Monika,

vielen, vielen Dank für das Mitgefühl und die Solidarität mit dem philippinischen Volk in diesen schwierigen Zeiten. Wir sind auch dankbar für die angebotene Hilfe. Gerade hat GABRIELA eine intensive Hilfs-Kampagne gestartet, um die unmittelbaren Nöte der betroffenen Gemeinden angehen zu können, sowie eine politische Kampagne um die die philippinische Regierung für ihre Verantwortung für die Geschehnisse festzunageln.

Angesichts unserer geografischen Lage sind den Philippinen starke Taifune und andere Naturkatastrophen wohl vertraut. Auch wenn die Stärke des Taifuns Yolanda (Haiyan) etwas Außergewöhnliches war, haben die schlechte Vorbereitung und darauf folgende Reaktion der philippinischen Regierung gegenüber diesem starken Taifun die Folgen für das Volk schlimmer gemacht.

Monika, ich weise dich hier auf den Link zu unserem Aufruf für Sympathie und Solidarität hin, er führt zu einem Bericht über die Situation der von Taifun betroffenen Gemeinden und und über einige Anstrengungen, ihnen zu helfen. Bitte klicke auf diesen Link:

http://us6.campaign-archive2.com/?u=662278d344efbfe93064d98d8&id=5d2c43894f&e=b53255e1ea

Dir nochmal Dank für deine Solidarität über mehrere Ozeane hinweg

Herzlichste Grüße

Joms

Dear Monika,

Thank you so much for extending sympathy and solidarity with the Filipino people in these difficult times for the Filipino people. We also appreciate your offer of help. Right now GABRIELA has launched a full blown relief campaign to address immediate needs of the affected communities, as well as a political campaign to pin responsibility on the Philippine government for what has occurred.

The Philippines is no stranger to strong typhoons and other natural disasters given our geographic location. Although the strength of Typhoon Yolanda (Haiyan) was something else, the poor preparation and subsequent response of the Philippine government in the face of this strong typhoon has made matters worse for the people.

Monika, I am indicating in this letter a link to our call for sympathy and solidarity, which contains a report on the situation of communities affected by the typhoon and some efforts to assist them. Kindly click on this link:

http://us6.campaign-archive2.com/?u=662278d344efbfe93064d98d8&id=5d2c43894f&e=b53255e1ea

Thank you once again for your solidarity across several oceans.

Warmest regards,

Joms

 

12.11.2013: Joan Salvador vom Frauenverband Gabriela schreibt uns heute:resized_131111-Hilfsaufruf-Plakat-von-Gabriela-und-Bayan-Lingap_Yolanda

„Liebe Freunde in Deutschland, Danke für Eure mitfühlenden Gedanken. Leitet bitte unseren Dank an alle Freunde weiter, besonders bei den Deutsch-Philippinischen Freunden und Solidarität International.

Ja es ist unglücklicherweise so, dass erst jetzt die Regierung und die Medien das Ausmaß des Schadens durch den Taifun wahrnimmt. Während wir Unterstützung sammeln und unser bestes tun, um den dringendsten Bedürfnissen der Opfer nachzukommen, sind wir zornig über die anscheinende Nutzlosigkeit unserer Regierung. Tage vor dem erwarteten Auftreffen des Taifuns berichteten die Medien und Wetter-Agenturen wie stark der Taifun sein wird. Aber die Regierung spielte seine Auswirkungen herunter und gab sogar damit an „gut vorbereitet“ zu sein und das Ziel „Null Opfer“ anzuvisieren. Nun zwei Tage nach dem Taifun gibt es buchstäblich keine Regierung, keine unmittelbare Hilfe oder effektiven Evakuierungs-Plan durch die Agenturen. Jetzt machen beide, die Medien und die Regierung viel Lärm um die Verhängung des Kriegsrechts in den betroffenen Gebieten wegen angenommener Plünderei privater Einrichtungen, weil die Menschen versuchen Essen zu finden und zu überleben, nachdem sie nun drei Tage ohne Essen waren. Sie setzen jetzt auch mehr Polizei und Militär in den Gebieten ein, um Plünderei zu verhindern, aber sie machen sehr wenig um die unmittelbare Not der Menschen zu lindern. Wir fragen wo die Millionengelder aus den Notstandsfonds der Regierung sind und wo die international zusammen gekommenen Hilfgeldern bleiben?

Wir sammeln immer noch Berichte und Informationen von unseren Mitgliedern in den Gebieten. Viele von ihnen haben ihre Unterkünfte verloren, ihre gesamte Lebensgrundlage und einige selbst Mitglieder der Familie, aber sie sind weiter sehr gewillt den Mitbetroffenen zu helfen. Gestern konnten wir Kontakt zu unseren Mitgliedsorganisationen in Roxas, Capiz und Iloilo herstellen und warten immer noch auf Meldung von unseren Mitgliedern in Samar.

Angehängt ist das Plakat für Lingab Gabriela. Ihr könnt es benutzen, um weitere Hilfe, nicht nur für Gabriela, sondern für Organisationen unter dem Dach von Bayan, zu sammeln. Sie organisieren gemeinsam die Hilfe und einen Rehabilitationsplan. Gabriela wird auch psychologische Beratung speziell für Frauen und Kinder organisieren.

Medienanfragen gerne an uns von Gabriela. Ich werde Euch weiter berichten, wenn wir den Kontakt zu unseren Mitgliedsorganisationen in den betroffenen Gemeinden hergestellt haben.

Vielen Dank für Eure Hilfe. Fühlt Euch umarmt, Joan

GABRIELA Philippines
35 Sct. Delgado St, Brgy. Laging Handa
Quezon City, 1103 Philippines
TeleFax: (632) 374 44 23
E-mail: gabwomen@yahoo.com

GABRIELA ist eine Basis Allianz von mehr als 200 Frauen Organisationen, Einrichtungen, Frauen-Beratungen und Programmen in den Philippinen. Wir streben an, den Kampf für die Befreiung von Frauen und den Rest unseres Volkes zu führen.

 

European Coordinators

World Women’s Conference 2016

Halinka Augustin, Monika Gärtner-Engel und Angélica Urrutia (deputy)

Militant Women’s Council Germany

To

Joan Salvador

GABRIELA Philippinen
35 scout Delgado , Brgy . Laging Handa
Quezon City 1103
Philippinen
                                                                                                                      10.11.2013

Dear Joms,

we women in Europe are very concerned about the catastrophic destruction the typhoon “Haiyan” caused in the Philippines. We want to express our deepest compassion and condole with the families of the dead, injured and missing. Our thoughts are with you and we can imagine that you have your hands full to ensure to supply the people with essentials as fast as possible. You have our solidarity.

Dear Joms, in Germany you reported impressively that the women’s organization Gabriela organizes the supply of victims of typhoons and floods. That is why we directly write to you to ask which help is needed the most at the moment. Please let us now as soon as possible, so that we can organize something.

In the light of the rapid climate warming, brutal environmental catastrophes like those in the Philippines arise. Millions of people lose their living environment, what remains it bitter poverty and the fight for their very survival. Especially young girls and women are at risk in such situations. We read in the news that the survivors fight against starvation, desperation and violence.

This emphasizes the importance of the fight for the unity of human life and nature. The international environmental movement has to become better organized and connected to seize the power from the international monopolies, which are the main source of the climate warming on our mother earth.

Exactly at the right time big rallies for the protection of the environment are taking place in Europe on November 16th . They are focused on the resistance against the ignorance and murderous climate politics of economy and governments. NGOs call for rallies with the slogan “Change the system not the climate”, which will take place during the COP19 in the streets of Warsaw to voice the demands for climate protection aloud.

On the 25th of November we women fight against all forms of violence against women and girls. Here as well, activities are planned that deal with the effects of environmental catastrophes on women.

Dear Joms, we would be really glad if you find the time to send us a report.

Our warmest greetings,

European Coordinators of the WWC, Militant Women’s Council Germany

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