Abschlussresolution

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WELTFRAUENKONFERENZ DER BASISFRAUEN –
CARACAS/VENEZUELA – 4. – 8. MÄRZ 2011
Resolution „Über die Zukunft der kämpferischen Weltfrauenbewegung!“
(Konsens des Abschlussplenums am 7. März 2011)
· Wir sind uns einig über die Leitlinie unseres Handelns: für die Befreiung der Frau
und gegen den Imperialismus zu kämpfen – seine Ausbeutung der Arbeiterinnen
und Arbeiter auf der ganzen Welt, gegen den Hunger, gegen die
Massenarbeitslosigkeit, gegen die Zerstörung der natürlichen Umwelt, gegen die
Abhängigkeit die uns, den Völkern und Nationen der Imperialismus
aufgezwungen hat, sowie gegen Neokolonialismus und Kolonialismus.
· Die notwendige historische Veränderung kann keine formelle Angelegenheit sein,
kein reiner Austausch von Personen. Sie bedeutet die Veränderung des
herrschenden kapitalistischen Systems als Ursache der Krisen und der
gravierenden Probleme, die die Menschheit lösen muss.
· Die andere, gerechte Welt, die wir wollen, schließt viele Bewegungen und
Kämpfe, Erfahrungen und Organisationen ein.
· Viele von uns arbeiten für eine sozialistische Alternative als Antwort auf die
Wünsche und Träume von einer besseren Welt. Doch die Vorstellungen davon
sind sehr unterschiedlich. Deswegen halten wir eine große Perspektivdiskussion
für notwendig in den vielfältigen Kämpfen der Frauen: gegen die sexuelle
Ausbeutung, Frauen-/Kinderhandel, für gleiche Löhne und das Recht auf würdige
und sichere Arbeit, soziale Rechte, den Schutz der Umwelt, gegen Rassismus
und Ausländerhass, für das Recht auf gleichberechtigte politische Beteiligung etc.
· Für all das muss die weltweite kämpferische Frauenbewegung eng zusammen
arbeiten, sich zusammenschließen und koordinieren, Freundschaft schließen,
voneinander lernen und gemeinsam kämpfen. Das ist die wichtigste Botschaft
dieser begeisternden ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in
Caracas/ Venezuela.
· Die entscheidende Basis dafür sind die kämpferischen Frauenbewegungen der
einzelnen Länder, die Gewinnung der ausgebeuteten und unterdrückten Frauen,
der fortschrittlichen, demokratischen, intellektuellen Frauen,
Wissenschaftlerinnen, Künstler und jungen Frauen.
· Wir wollen weitere Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen durchführen als
Höhepunkte in der Entwicklung und Stärkung der nationalen, regionalen,
kontinentalen und internationalen Frauenbewegung! Sie sollen künftig alle 5
Jahre in jeweils einem anderen Kontinent oder Region stattfinden.
· Innerhalb eines Jahres werten wir die vielfältigen Erfahrungen dieser 1.
Weltfrauenkonferenz aus, um die erreichten Erfolge und Schwächen im Prozess
der Vorbereitung und Durchführung festzuhalten.
· In dieser Zeit finden nationale ebenso wie regionale/kontinentale Treffen statt. Sie
werden vorbereitet vom bisherigen Initiatorinnenkomitee, das provisorisch weiter
arbeiten wird bis in einem Jahr das endgültige weltweite Komitee feststeht.
· Auf den kontinentalen oder regionalen Treffen (Asien, Afrika, Naher/ Mittlerer
Osten, Europa, Lateinamerika, Nordamerika) werden die Vertreterinnen bestimmt.
Das sind pro Region/Kontinent zwei Hauptvertreterinnen sowie je zwei
Ersatzfrauen. Diese Zusammensetzung kann entsprechend den Notwendigkeiten
in der Vorbereitung der zweiten Weltfrauenkonferenz erweitert werden. Sobald
der Austragungsort für die nächste Weltfrauenkonferenz feststeht, kommen aus
dieser Region/Kontinent zwei Frauen zusätzlich in das weltweite
Vorbereitungskomitee.
· Die Bestimmung der Vertreterinnen für das weltweite Vorbereitungskomitee der
zweiten Konferenz muss Ergebnis eines demokratischen Prozesses sein, der die
kämpferische Frauenbewegung einbezieht und stärkt.
· Das weltweite Vorbereitungskomitee der zweiten Konferenz hat koordinierende
Funktion. Es stellt keine Organisation oder politische Struktur dar. Es arbeitet
demokratisch, auf Augenhöhe und respektiert die Autonomie der teilnehmenden
Länder und Organisationen; es arbeitet aufbauend auf den Prinzipien und den
grundlegenden Dokumenten, die für die erste Weltfrauenkonferenz beschlossen
wurden.
· Wir wollen die kämpferische Frauenbewegung in jedem Land entwickeln und
konzentrieren unsere Zusammenarbeit auf drei weltweite Kampftage der
kämpferischen Frauenbewegung. Darüber hinaus werden wir verschiedene
Formen des Kampfs, der Solidarität und der Mobilisierung entwickeln. Wir werden
die Beschlüsse verbreiten, die von den Frauen während der Generalversammlung
der Delegierten und in den Workshops beschlossen wurden.
· Das ganze Jahr machen wir eine Vorbereitungskampagne zum 8.März, um seine
historische Bedeutung zurück zu erobern als Tag des Andenkens und des
Kampfs der Frauen, die auf der ganzen Welt für ihre Rechte und Befreiung,
gegen die kapitalistische Herrschaft, gegen das Patriarchat, gegen Imperialismus
und für die Befreiung der Menschheit kämpfen.
· Wir beteiligen uns am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der
Arbeiterbewegung. Dort nehmen wir besonders Stellung für die Rechte der
Arbeiterinnen und gegen ausbeuterische Kinderarbeit.
· Am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, bekämpfen wir alle
Formen der Gewalt gegen Frauen! Besonders klagen wir Gewalt als Folge
imperialistischer Aggressionen und Kriege gegen die Völker an, in denen die
Frauen zu Opfern und Kriegstrophäen werden.
· Wir erklären, dass der Kampf der weltweiten kämpferischen Frauenbewegung ein
unabdingbarer Teil des Kampfs der Arbeiter, der Völker und der ganzen
Menschheit für ihre Emanzipation ist.
· Organisieren wir die Frauen! Entwickeln wir gemeinsam die bestehende
Internetseite, damit sie zur attraktiven Seite der Weltfrauenkonferenz wird.
· Arbeiten wir zusammen über Länder- und Sprachgrenzen hinweg! Nutzen wir die
reichhaltigen Potenziale unserer Erfahrungen und Kulturen! Nutzen wir die
unterschiedlichen Formen der Kommunikation, Koordinierung und Kooperation
um unsere gemeinsame Arbeit zu vertiefen und zu erweitern. Durchbrechen wir
alle Schranken mit Hilfe von alternativer Kommunikation und gegenseitiger
Solidarität, um die kämpferische Weltfrauenbewegung zu stärken.
Es leben die Weltkonferenzen der kämpferischen Frauenbewegung!
Vorwärts mit der Befreiung der Frau und der Menschheit!
Das ist unsere Aufgabe und Herausforderung für das 21. Jahrhundert.

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