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Indonesien: Adidas-Panarub bedroht Gewerkschafterin mit Gefängnis

Adidas –  Panarub bedroht indonesische Gewerkschafterin mit Gefängnis

Vom 12.-19.Juli 2012 beginnen 2000 Kolleginnen in einem Tochterbetrieb von Panarub Adidas in Tangerang bei Jakarta   einen spontanen selbständigen Streik für gleiche Bezahlung zum staatlich festgelegten  Mindestlohn.

Panarub  Adidas hat den Betrieb outgesourct um das Lohnniveau , Urlaubsanspruch und die Jahressonderzahlung zu drücken. Die Kolleginnen bekommen 1.684000Rp Monatslohn, also ca. 120 Euro. Das entspricht dem Verkaufspreis von einem Paar  Adidas Schuhen.  Bei Krankheit bekommen sie nur  30.000 Rp,  also 2,50 € pro Tag. 1 Liter Reis kostet 8000 Rp. So bleiben gerade mal 5000 Rp, also 40 Ct für das tägliche Essen.

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Pakistan: Women unite to end gender discrimination and violence

Betreff:  Fw: APTUF Poster 16 DAYS Activism Against Gender Violence

Datum:  Sun, 25 Nov 2012 20:30:29 -0800 (PST)

An:  Monika Gärtner- Engel

Dear sisters, Friends, Comrades,

Greetings from All Pakistan Trade Union Federation!

In attach PDF file you can find APTUF Poster design by workers on “Sixteen Days Activism

Against Gender Violence and message of APTUF General Secretary.

In solidarity,

Yasir Gulzar

Secretary Information

ALL PAKISTAN TRADE UNION FEDERATION

14-N, Industrial Area, Gulberg II, Lahore

 ALL PAKISTAN TRADE UNION FEDERATION

14-N, Industrial Area, Gulberg II, Lahore,

 Liebe Schwestern, Freunde und Genossen,

Wärmste Grüße von APTUF!

Wie ihr wisst, ist Gewalt gegen Frauen ein Verbrechen gegen die Menschheit. In Pakistan nimmt  fast jeder Form von Gewalt gegen Frauen zu. Alle zwei Stunden wurde eine Frau irgendwo im Land vergewaltigt, während Hunderte Opfer wurden von Ehrenmorden, häuslicher Gewalt – die körperliche und seelische Misshandlung umfasst, von Verbrennungen, Morden und Säureattentaten.

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Petition von Gabriela an die Philippinische Regierung zum 25. November deutsch/englisch

Liebe Freunde und Freundinnen,

herzliche Grüße!

Als Teil der Kampagnen zum Internationalen Tag für die Abschaffung von Gewalt an Frauen und die 16 Tage zu Aktivitäten gegen Gewalt auf Grund des Geschlechts, starten wir einen Petitionsbrief, um die philippinische Regierung zum Handeln aufzufordern und die Gräueltaten gegen Frauen zu beenden und ebenso den Einsatz von Vergewaltigung als Kriegsmittel gegen die Menschen.

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Indien: Richter erklärt, Frauen sollen sich an Gewalt und Missbrauch durch Ehemänner anpassen

Ein indischer Richter in Bangalore hat einer misshandelten und missbrauchten Ehefrau am 31. August 2012 erklärt, sie solle sich an die häusliche Gewalt, die von ihrem Ehemann an ihr begangen wurde, anpassen, anstatt sich scheiden zu lassen. Der Richter mit dem Namen Bhaktavatsala Karnataka, Richter am Hohen Gericht in Bangalore/Indien vertrat den Standpunkt, dass Prügel und sexueller Missbrauch des Ehemanns durch seine Fähigkeit, sie finanziell zu versorgen, gerechtfertigt wäre.

Als er sie ihm Gericht ansprach, erklärt der Richter der Frau: „Frauen leiden in allen Ehen. Sie sind verheiratet und haben zwei Kinder, und sie wissen, was es bedeutet, als Frau zu leiden … Ihr Ehemann macht gute Geschäfte, er wird sich um sie kümmern. Warum reden Sie immer noch über seine Schläge?“

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In memory of Lijon Eknilang!

Lijon Eknilang, Aktivistin gegen radioaktive Strahlung, starb letzte Woche im Alter von 66 Jahren. Lijon Eknilang war 8 Jahre alt, als
die USA 1954 die Wasserstoffbombe (Testname “Bravo”) im Bikini Atoll der Marshall-Inseln testeten. Die Bombe verbreitete radioaktive Asche auf der Insel Rongelap, wo Lijon Eknilang und ihre Familie lebten sowie auf Dutzenden anderer Inseln in einem Radius von 100 Meilen.

Die Inselbewohner erlitten sofort radioaktive Verbrennungen am Körper und verloren ihre Haare; im späteren Leben erlitten sie schwerwiegende Krankheiten wie Tumore der Schilddrüse, Krebs, Fehlgeburten und Missbildungen bei ihren Nachkommen.
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Korea: STOP SAMSUNG – NO MORE DEATHS!

International Campaign for Health and Labour Rights of Samsung Electronics Workers: Die südkoreanische Organisation
SHARPS (Supporters for the Health and Rights of  People in the Semiconductor Industry) kämpft für die Interessen von Mitarbeitern, viele davon Frauen, die sich bei der Arbeit für Samsung mit Chemikalien vergiftet haben.

Viele erkranken schwer, viele sterben, zum Beispiel die Arbeiterin Hwang Yumi, die im Alter von 21 Jahren an Leukämie starb. Samsung versucht zu vertuschen und abzuwiegeln, doch Wissenschaftler der Seoul National University konnten blutkrebserregende Stoffe wie Benzole bei Samsung nachweisen. SHARPS macht darauf aufmerksam, dass rund 150 meist sehr junge ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwer erkrankt sind an Leukämie, Lympkrebs oder Multipler Sklerose. 56 von ihnen sind bereits verstorben.

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GABRIELA and Defend Job Philippines: Emergency Relief HELP

Liebe Schwestern, liebe Freunde,

Bis heute sind ungefähr zwei Millionen Filipinos Opfer der Überschwemmungen geworden, die durch einen Südwestmonsun
verursacht sind, der die Regemenge eines Monats in gerade drei Tagen in Metro Manila und nahe gelegene Provinzen in den Philippinen fallen lassen hat. Tausende von Familien drängen sich jetzt in überfüllten Evakuieren-Zentren, weil ihre Häuser überschwemmt sind von Knietief bis zum Hals tiefen Flutwasser nachdem Flüsse und Dämme überliefen.. Sie brauchen dringend Ihrer Hilfe.

Unsere Mitglied-Organisation GABRIELA, Nationaler Zusammeschluss der Frauen, hat “Lingap Gabriela“ angefangen: „Katastrophe-Entlastungsoperationen für Frauen und ihrer Familien”, und haben Nahrungsmittelsachen, sauberes Trinkwasser, Milchpulver für Kinder und stillende Mütter, Grund-Arzneimittel, Erste Hilfe Bedarf, Kleidung, Schlaf-Matten, Decken und Toilettensachen geliefert an betroffene Familien überall in Metro Manila seit Dienstag. Wir appellieren an freundliche Herzen um Hilfe, indem sie entweder Bargeld oder in der Art wie oben aufgeführt spenden. Hier ist die Kontakt-Info von GABRIELA auf englisch:

120807 Gabriela Call for Action Fluthilfe englischer Text

120807 Defend Job Philippines Call for Urgent Relief for Victims of Flood in Metro Manila

120807 Defend Job Philippines Aufruf Hilfe fuer Flutopfer deutsch

Monika Gärtner Engel schrieb an beide Organisationen:

To Melona Daclan, Defend Job Philippines

To GABRIELA Philippines

Liebe Melona,  liebe Joan Salvador,

wir haben euren Bericht über die verheerenden Regenfälle und Überschwemmungen in Metro Manila und anderen Gebieten der Philippinen erhalten und schicken euch solidarische und herzliche Grüße. Es ist gut, dass Defend Jobs und GABRIELA eng mit den Menschen verbunden sind und Versorgung der Bevölkerung mit dem Nötigsten unterstützen.

Unsere Gedanken und unser Mitgefühl ist bei den Opfern der Flut.

Wir fordern, dass die philippinische Regierung alles tut um die Bevölkerung zu versorgen und in Sicherheit zu bringen! Aber ich war auch sehr beeindruckt, bei meinem Besuch in Manila zu hören, wie Gabriela in einem Viertel bei der letzten großen Überschwemmung die volle Verantwortung übernommen hat. Denn auf die regierungen können wir uns nicht verlassen.

Liebe Freundinnen, wir werden euren Aufruf zur Hilfe über unser homepage verbreiten und arbeiten mit den deutsch-philippinischen Freunden zusammen zu eurer Unterstützung.

Wir wünschen euch viel Erfolg in eurem Kampf gegen die Wassermassen ebenso wie gegen korrupte Politik.

Solidarische Grüße

Monika Gärtner-Engel

Die Deutsch-Philippinischen Freunde organisieren folgende Spendeniniative:

Liebe Freundinnen und Freunde,

anbei ein kleiner aktueller Bericht zur Flutkatatstrope in den nördlichen Teilen der Philippinen infolge der dramatischen Klimaveränderungen weltweit.

Falls ihr Sachen zu verschicken habt, wir senden gerade 3 Boxen Balik Bayan von Stuttgart (weitere Stationen gibt es in Heilbronn und Schäbisch Hall im Süden und Düsseldorf, Berlin jenseits des Mains usw.) nach den Philippinen, oder ihr könnt andere Arten von Spenden tätigen für die Flutopfer über uns oder über die Deutsch-Philippinischen Freunde. Meldet euch, wir holen wenn möglich die Sachen ab.

Das wichtigste ist aber, dass wir aktiv werden oder unsere Aktivitäten verstärken gegen die Ursachen dieser Klimaveränderungen mit unabsehbaren Folgen für die Lebensgrundlage der Menschheit und der Natur überhaupt.

Eine Mitgliedschaft bei den Deutsch-Philippinischen Freunden als Mitglied in Solidarität International, der internationalen Hilfs-und Solidaritäts-Organisation, für 1,50 Monat ist beispielsweise eine Art Dauerspende über die aktuelle Situation hinaus.

Herzliche Grüße, Eberhard und Susanne

weitere Informationen siehe:

http://dp-freunde.de/comm/2012/08/flutkatastrophe-in-den-cordilleren-durch-taifun-gener/

Sowie ein weiterer Spendenaufruf zur Unterstützung der Flutopfer auf Englisch:

Appeal-for-support-for-typhoon-victims

 

Gabriela Philippinen: Erklärung zur UN-Konferenz in “Rio”

Verteidigt die Umwelt und die Menschheit mit einem echten Programm, das die Rechte von Frauen, Männern und Kindern auf eine nachhaltige Zukunft schützen wird! Erklärung von GABRIELA Philippinen zur UNO-Konferenz über nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro (Rio+20)


Seit dem Rio-Erdgipfel von 1992 haben die Vereinten Nationen, die auf Geheiß der imperialistischen Mächte arbeiten, die Agenda 21, die Erklärung von Rio, die Waldgrundsätze und das Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen, das Übereinkommen über biologische Vielfalt und andere Instrumente erarbeitet, um die Sprache des Umweltschutzes zur Verschleierung der globalen Ziele des Monopolkapitals zu benutzen, nämlich die natürlichen und menschlichen Ressourcen der Welt für die Profitgier der Konzerne zu kontrollieren, unter sich aufzuteilen und auszuplündern.

Die UN-Weltkommission für Umwelt und Entwicklung und ihre UNO-Partneragenturen sind wieder dabei, die Manöver der industriellen Supermächte in der brasilianischen Hauptstadt Rio de Janeiro vom 20. bis zum 22. Juni zu inszenieren und den ideologischen Kreuzzug des Monopolkapitals abzusegnen, um rechtsverbindliche Vereinbarungen zu verabschieden, die die Opferung der Reichtümer der unterentwickelten Länder an den weiter liberalisierten Handel formalisieren, unser gemeinsames, von unseren Vorvätern ererbtes Land und Wasser privatisieren und alles deregulieren würden, was vom Schutz der Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerung  vor dem Wüten des internationalen Handels übrig bleibt.


Hinter den Alibiworten vom Schutz der Umwelt und der sozialen Gerechtigkeit rammt uns Rio+20 den Ausdruck “Green Economy” in den Schlund als Mantra für nachhaltige Entwicklung. Die werktätigen Massen der philippinischen Frauen und ihre Familien wenden sich gegen dieses irreführende Greenwashing-Programm, da es weitreichende Auswirkungen auf unsere Lebensgrundlagen, unsere Menschenwürde und das ökologische Gleichgewicht unserer Städte, Wälder und in der Landwirtschaft haben wird.


Die genannten Ziele der “Green Economy” beinhalten die effiziente Nutzung von Ressourcen, niedrigeren Ausstoß von Treibhausgasen, neue Quellen wirtschaftlichen Wachstums, soziale Gerechtigkeit und Integration. Der Entwurf der neuen Erklärung von Rio zwanzig Jahre nach dem Scheitern des ersten Dokuments verheißt jedoch mehr Schrecken für Frauen, für das Volk und die Umwelt der Philippinen.



Anstatt die Probleme anzusprechen, die die Abholzung, der Bergbau und die Fischereiunternehmen für unsere Ökologie gebracht haben, drängt die Green Economy auf mehr kapitalistische Investitionen, die Millionen von indigenen Frauen, Bäuerinnen und Fischerinnen und ihre Familien von ihren angestammten Siedlungsgebieten, von ihren Höfen und ihren Fischfanggebieten vertreiben würden, da nun einheimische und ausländische Firmen ermutigt werden, “Emissionsrechte” und andere Finanzinstrumente zu erwerben, die Siedlungsgebiete in Wiederaufforstungsgebiete, in geschützte Gebiete oder in regenerative Energieparks umwandeln, die Einheimische nicht betreten dürfen.



In den kleinen und großen Städten sehen wir voraus, dass sogenannte grüne NGOs mit den Kommunalverwaltungen zusammenarbeiten, um Haushalte dazu zu zwingen, teure grüne Technologien bezahlt aus ihren eigenen Taschen einzuführen wie z.B. schadstoffarme Küchenherde oder gasbetriebene Motorräder, alles im Namen des Klimaschutzes.



Große Mengen fremden Kapitals unter dem Deckmantel grüner Investitionen zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen werden bereits verwandt, um Wasservorkommen wie der Angat-Stausee zu erneuern und zu privatisieren, um sicherzustellen, dass  Wasser und Elektrizität für Millionen von armen Frauen in der Stadt noch teurer werden.



Diese Green Economy, mit der Rio+20 hausieren geht und die jetzt unserem Land vom Marionettenregime von Präsident Noynoy Aquino als Öffentlich-Private-Partnerschaft angedreht wird, ist das gleiche bankrotte neoliberale Wirtschaftsmodell. Im Wesentlichen wurde die Sprache der Welthandelsorganisation in das Dokument kopiert. Es ist nicht überraschend, dass in der endgültigen Fassung des Dokuments jeglicher Bezug auf Geschlechtergleichheit, Stärkung der Frauen und Menschenrechte entfernt wurde. Rio+20 bietet lediglich mehr Armut, mehr Naturkatastrophen, mehr globale Erwärmung, viel weniger Arbeitsplatz-,  Gesundheits- und Einkommenssicherheit für Frauen, während die Massenmigration aus klimatischen Gründen und der Sex-Handel, Gewaltverbrechen gegen Frauen und überhaupt die völlige Zerstörung des Ökosystems verschlimmert werden.


Mit Millionen von Frauen, Männern und Kindern auf der ganzen Welt marschieren wir gemeinsam gegen die falschen grünen Versprechungen von Rio+20 und die Angriffe durch die Gier der Konzerne. Wir machen Euch auf den parallel stattfindenden Gipfel der Völker in Rio aufmerksam, außerdem auf den Protest am 20. Juni vor der US-Botschaft in Manila als Teil des weltweiten Aktionstags zu Rio+20, wo Tausende von Volksorganisationen, Massenbewegungen und fortschrittliche Gruppen wirkliche Pläne zur Rettung des Planeten schmieden. Wir werden die Umwelt und die Menschheit mit einem echten Plan verteidigen, der die Rechte von Frauen, Männern und Kindern auf eine nachhaltige Zukunft schützen wird.

GABRIELA Philippines 


GABRIELA ist eine basis-orientierte Allianz von mehr als 200 Frauenorganisationen, -institutionen, -referaten und -programmen in den Philippinen.  Wir streben danach, den Kampf für die Befreiung der Frau und unseres Volkes zu führen.

Download in English:

120625 Philippinen Gabriela Women March against false green promises; defend the environment and humanity_US

 


Indonesien: Solidarität mit den Panarub / Adidas Arbeiterinnen in Jakarta Tangerang!

Adidas als deutsches Unternehmen profitiert von der Ausplünderung der Kollegen und Kolleginnen in den Schuhfabriken in
Jakarta / Tangerang. Ca. 100 Euro beträgt der staatlich festgelegte Mindestlohn in der Region Jakarta. Davon kann man auch in Jakarta kaum überleben. Mit Outsourcing und Leiharbeit, versucht die Company „Panarub Dwikarya“ im Auftrag von „Brand Adidas & Mizuno“ die Ausbeutung immer mehr zu steigern.

Quelle: www.solidaritaet-international.de

So verdienen diese Kollegen oft nur 50 Euro im Monat und etliche auch ohne jede Krankenversicherung. Am 12. Juli bis zum 23. begannen über 2000 überwiegend Kolleginnen ihren Streik. Dieser wurde mehrfach von der Polizei und bezahlten Schlägern attackiert und etliche Arbeiter, darunter auch schwangere Frauen, verletzt. Anstatt die Forderungen zu erfüllen antwortete der Fabrikbesitzer Herr Hendrik Sasmito am 23.Juli mit der Entlassung von 1300 der Streikenden. Aber diese 1300 Kolleginen und Kollegen, die in der Gewerkschaft Footwear, Textile and Garment Trade Union (SBGTS / GSBI ) organisiert sind, setzen ihren Streik fort und organisieren tägliche Streikpostenaktionen.

Sie fordern von Panarub und den Auftraggebern der Produkte ( Adidas & Minzuno):
die bedingungslose Wiedereinstellung aller Arbeiter, die sich am Streik beteiligt haben.

  • sofortiger Stopp der Einschüchterung aller Arbeiter, die sich an Streikaktionen beteiligt haben
  • Sofortige Bezahlung der festgelegten und vorenthaltenen Mindestlöhne und des Urlaubsgeldes insbesondere für die, die sich am Streik beteiligten.
  • Achtung und Umsetzung der Koalitionsfreiheit und sofortige Beendigung aller Formen der Einschüchterung gegen Beschäftigte, die sich gewerkschaftlich organisiert haben.
  • Uneingeschränkte Erlaubnis der gewerkschaftliche Tätigkeit der GSBI im Betrieb und ein Gewerkschaftsbüro

Die Bundesvertretung von Solidarität International erklärt ihre volle Solidarität und fordert die sofortige Wiedereinstellung der entlassenen Kollegen. Wir werden auch in Deutschland und international die Praktiken der Zulieferer und der Firma Adidas / Mizuno bekannt machen und fordern Adidas / Mizuno auf umgehend dafür zu sorgen, dass alle Forderungen der Kolleginnen und Kollegen erfüllt werden.

Sendet Protestbriefe an die Adidas Zentrale hier in Deutschland und Panarub mit Kopie an die GSBI und die Bundesvertretung von SI ( auch zwecks Übersetzung ins englische)

Panarub email: communication@panarub.co.id und
hendrik.sasmito@panarub.co.id  (Präsident Panarub)

Adidas: Mr. William Anderson William.Anderson@adidas-group.com

Mizuno Corporation: Mr. Yashusi Takashi ystakaha@mizuno.co.jp

Adidas Headquarters Mr. Herbert Hainer / COE

Adi-Dasslerstr. 1. D 91074 Herzogenaurach

Tel: 1-800-966-1211 Fax: 1-770-448-3234

GSBI email: gsbi_pusat@yahoo.com

Download German Information: Solidarität mit den Panarub Adidas Arbeiterinnen in Jakarta Tangerang

English: Calling_to_Support_1.300_Workers_who_maker_Adidas___Mizuno

 

Bangladesh: Film “Living in Darkness”

Der Spanier Miguel Candela, hat mit dem Film „Living in Darkness“ ein besonders abscheuliches Kapitel der sexuellen Ausbeutung von Mädchen
und Frauen dokumentiert. Mädchen ab dem Alter von 9 oder 10 Jahren leben im Bordell, das sie nicht verlassen dürfen und müssen ca. 1 Dutzend Freier pro Tag für 2 Dollar pro Freier über sich ergehen lassen. Zum Beispiel das Mädchen Lima: Bei einem Familienausflug nach Dhaka haben die Eltern sie einfach zurückgelassen. Ein Mann bot ihr an, bei ihm als Hausangestellte zu arbeiten. Doch seine Kinder schlugen und quälten sie. Sie haute ab und fand Unterschlupf in einer Koranschule. Dort wurde sie von zwei Jungen vergewaltigt. Am nächsten Tag stand eine Frau vor ihr und versprach, ihr Essen und Unterschlupf zu geben. Sie nahm sie mit ins Bordell. Ihren ersten Freier hatte sie mit 14, sagte sie. Aber wahrscheinlich war sie erst zehn oder elf. Seitdem kommen am Tag sieben bis zwölf Männer zu ihr, die zwischen 1,30 und 2,50 Dollar zahlen.

Quellen:
http://www.miguelcandela.com/documentary/bangladesh/brothels/
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bordelle-in-bangladesch-miguel-candela-fotografiert-prostituierte-a-847377.html

Auch wenn der Fotograf mit seinen Bildern versucht, die Frauen würdevoll darzustellen, so ist es doch kritisch zu beleuchten, welche Wirkung von solchen Dokumentationen ausgehen, wenn sie die Verhältnisse als gottgegeben und auswegslos dokumentieren.

Die Dokumentation zeigt auf jeden Fall, wie wichtig und dringend der Kampf der internationalen Frauenbewegung gegen Prostitution, zum Beispiel die Kampagne Purple Rose des Frauenverbands Gabriela

http://www.ivowtofightvaw.com/

http://www.ivowtofightvaw.com/the-purple-rose-campaign/

oder auch die Arbeit von Solwodi

www.solwodi.de