Für das Recht auf Abtreibung – Frauen entscheiden!

Europäischer Aufruf des Weltfrauenmarschs in Europa:

Für das Recht auf Abtreibung in ganz Europa! – Frauen entscheiden!

Mobilisierungen in ganz Europa rund um den 28. September 2017

Die Delegationen an der Demonstration in Brüssel 28. September 2017

In Solidarität mit allen Frauen in Europa, nach dem beispielhaften Kampf der spanischen Frauen im Jahr 2014, Polen 2016, fordern wir, dass die Rechte von Frauen, die Freiheit über ihren Körper zu verfügen, das Recht auf Abtreibung und Gesundheit in allen europäischen Ländern respektiert werden und als Grundrecht für die Gleichheit in das europäische Recht aufgenommen werden.

Heute untersteht das Recht auf Abtreibung in Europa der Gerichtsbarkeit der Staaten.

Verboten in Malta, nur unter großen Zwängen möglich in Irland, Ungarn und Polen. Das Recht auf Abtreibung selbst wenn es legalisiert ist, kann in Frage gestellt sein oder ist in Frage gestellt durch die Aufrechterhaltung der Gewissensklausel der Ärzte (Italien), das Fehlen angemessener Krankenhauseinrichtungen (Griechenland, Bayern), persönliche Einschränkungen und durch Schliessung von Abtreibungszentren im Rahmen von Krankenhaus-Umstrukturierung (Frankreich), und in allen Ländern, mit der Wahl von reaktionären konservativer und rückwärtsgewandter Regierungen

Wir bekräftigen, dass:

  • Zugang zu Abtreibung ist ein Recht;
  • Abtreibung eine persönliche Wahl ist – mein Körper gehört mir, ich entscheide über mein Leben; • Die Finanzierung für Zentren muss zur Verfügung gestellt werden, Abtreibung zu praktizieren und Planungszentren müssen auf allen Gebieten zur Verfügung stehen; • Breite öffentlichen Kampagnen sind erforderlich; • Erziehung aller Menschen männlichen und weiblichen Geschlechts in Punkto Sexualleben, damit sie frei und aufgeklärte Entscheidungen treffen können; • Ausbildung in Abtreibungstechnik und -begleitung soll Grundbestandteil der Erstausbildung der Beschäftigten im Gesundheitswesen sein; • Die Gewissensklausel für gesundheits professionelle muss fallen; • Die gesetzliche Frist für die Abtreibung in Europa muss auf dem Niveau der fortschrittlichsten Länder Europas harmonisiert und Abtreibung entkriminalisiert werden.

Wir fordern, eine europäischen Mobilisierung um den 28. September 2017 vorzubereiten, dem

internationaler Tag des Rechts auf Abtreibung, wo jedes Land seine Forderungen aufstellt für eine europäische Harmonisierung der Achtung der Rechte der Frauen.

Die Verbände und Organisationen können sich anmelden auf: avortement- 

 

Marche Mondiale des femmes :

Appel Européen : Pour le droit à l’avortement dans toute l’Europe !

– Les Femmes décident !

Mobilisations partout en Europe autour du 28 septembre 2017 Délégations à la manifestation bruxelloises le 28 septembre 2017 1En solidarité avec l’ensemble des femmes européennes, après la lutte exemplaire des femmes espagnoles en 2014, polonaises en 2016, nous exigeons que les droits des femmes, la liberté à disposer de son corps, le droit à l’avortement et à la santé soient respectés dans tous les pays européens et inscrits comme droits fondamentaux pour l’égalité en Europe.

Aujourd’hui, le droit à l’avortement au sein de l’Europe relève de la compétence de chaque Etat.

Interdit à Malte, sous hautes contraintes en Irlande, en Hongrie et en Pologne. Le droit à l’avortement, même légalisé est, peut ou pourrait être remis en question par le maintien de la clause de conscience des médecins (Italie), l’absence de structures hospitalières adéquat (Grèce, Bavière), les restrictions de personnels et les suppressions des centres pratiquant l’avortement lors de restructurations hospitalières (France), et, dans tous les pays, par l’élection de gouvernements réactionnaires, conservateurs et rétrogrades.

Nous réaffirmons que :

  • L’accès à l’avortement est un droit ;
  • L’avortement est un choix personnel – mon corps m’appartient, je choisis ma vie ; • Des moyens financiers doivent être donnés pour que les centres pratiquant l’avortement et les centres de planification soient accessibles à toutes sur les territoires ; • Des campagnes tous publics sont nécessaires ; • L’éducation à la vie sexuelle doit être prodiguée à toutes et à tous pour qu’elles et ils puissent avoir des choix libres et éclairés ; • La formation aux techniques d’avortement et à l’accompagnement doit faire partie intégrante de la formation initiale des professionnel/les de santé ; • La clause de conscience des professionnel-les de santé doit être supprimée ; • Les délais légaux pour avorter doivent être harmonisés sur ceux des pays les plus progressistes en Europe et les États doivent dépénaliser totalement l’avortement.

Nous appelons à la construction d’une mobilisation européenne autour du

28 septembre 2017,

journée internationale du droit à l’avortement, où chaque pays inscrira ses revendications en vue d’une harmonisation européenne pour le respect des droits des femmes.

Les associations et organisations peuvent signer sur :

Europäischer Aufruf Für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in ganz Europa !


Europäischer Aufruf

Für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in ganz Europa !

Frauenrechte, Recht auf Schwangerschaftsabbruch, Recht auf Gesundheit
(Vorschlag des Collectif Unitaire der Region Paris/Ile de France)

In Solidarität mit den Frauen Europas, nach dem beispielhaften Kampf der spanischen Frauen 2015 und der polnischen Frauen 2016, fordern wir, dass die Rechte der Frauen – die Freiheit, über seinen Körper zu verfügen, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und auf Gesundheit – in ganz Europa gleichermaßen respektiert werden und als Grundrechte der Gleichbehandlung in Europa festgeschrieben werden.

Das Recht auf Schwangerschaftsabbruch innerhalb Europas ist Sache jedes einzelnen Staates. “Europäischer Aufruf Für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in ganz Europa !” weiterlesen

Grußwort Verdi an Garment Workers Trade Union Centre Bangladesch

Am 24. April jährte sich das schreckliche Unglück von Rana-Plaza / Bangladesh zum 4ten Mal. Damals, 2013 stürzte ein ganzes Fabrikgebäude ein und begrub die darin arbeitenden Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter. Profitgier und tiefste Menschenverachtung waren der Grund, warum keine Sicherheitsvorkehrungen, Fluchtwege oder eine stabile Bauweise das Unglück verhinderte. Mehr als 1.100, hauptsächlich junge Arbeiterinnen, starben, ca. 2.500 Menschen wurden sehr schwer verletzt, viele von ihnen kämpfen heute noch um eine Gesundheitsversorgung und Wiedergutmachung.

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Bericht zur Lage von Figen Yüksekdağ

Vorwort:
Vertreterin der Koordinierungsgruppe des Kämpferischen Frauenrats reiste kurz vor dem Referendum als Prozessbeobachterin in die Türkei nach Ankara

Am 16. 04.17 fand in der Türkei das Referendum über die Ausweitung der Macht des Staatspräsidenten Erdogan statt. Sie wurde zu einem Erfolg der „Nein“ Bewegung. Angesichts des Wahlbetrugs, der Manipulation und

 (Depo Photos via AP)

Unterdrückung aller fortschrittlichen, linken und revolutionären Kräfte erreichten die offiziellen Zahlen über 48% der abgegebenen Stimmen. Und das wo vielen Menschen die Abstimmung verweigert oder unmöglich gemacht wurde. Allein die vielen Inhaftierten, die aufgrund der Zerstörung ihrer Häuser durch das türkische Militär bzw Polizei wohnsitzlosen Kurden. Heldenhaft zogen Menschen von Dorf zu Dorf und warben für die „Hayir“ (Nein) Kampagne. Selbst die in Europa lebenden Türken waren abstimmungsberechtigt.

Präsident Erdogan hat sofort den Ausnahmezustand verlängert und die Forderung nach der Todesstrafe ausgerufen.

Auf Einladung unserer kurdischen und türkischen Freundinnen der TJA (free womens movement) reiste Frau Anne Wilhelm, von der Koordinationsgruppe des Kämpferischen Frauenrats Deutschland im Namen des Weltfrauenprozesses als Prozessbeobachterin der Gerichtsverhandlung von Figen Yüksekdag, demokratisch gewählte Co-Vorsitzende der HDP, nach Ankara:

Anne Wilhelm

Koordinierungsgruppe des Kämpferischen Frauenrats

17. 04.2017

Vom 12. – 14. 4. 2017 war ich von den HDP Frauen als Beobachterin zum  Prozess gegen Figen Yüksekdag (inhaftierte Co-Vorsitzende der HDP) nach Ankara eingeladen.

Figen Yüksekdag sitzt seit Herbst 2016 im Gefängnis wegen angeblicher Unterstützung von Terroristen. Ich kam als Vertreterin der kämpferischen Frauenbewegung in Deutschland und als Vertreterin der Weltfrauen.

Der Prozess gegen Figen war insofern ein Erfolg, dass kein Urteil gefällt und er auf Juni vertagt wurde für eine weitere Verhandlung und nicht – wie offensichtlich vom Gericht beabsichtigt – noch vor dem Referendum mit einem Urteil gegen Figen abgeschlossen werden konnte. Dazu trug auch der öffentliche Druck bei vor Ort durch ca. 100 Prozessbeobachter und -beobachterinnen und insbesondere die Anwesenheit verschiedener internationaler Delegationen.

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Brief an die russischen Weltfrauen

Courage Gruppe Berlin Mitte

Karola Kücken, Europadelegierte  Deutschland

Berlin , 4.4.2017

Liebe Ludmilla, liebe kämpferischen Frauen in Russland,

Aus den Medien in Deutschland war in den letzten Tagen zu erfahren, dass  die Duma-Abgeordneten mit nur einer Gegenstimme, ein  Gesetz beschlossen hat, das in Russland  Strafen bei häuslicher Gewalt in bestimmten Fällen als Bagatelldelikt behandelt. Gewalt wird nicht mehr als Straftat, sondern lediglich als Ordnungswidrigkeit gewertet. Bislang waren dafür Strafen von bis zu zwei Jahren Gefängnis vorgesehen, nun sollen nur noch Geldstrafen gelten. Eine härtere Strafe soll nur dann verhängt werden, wenn die Schläge mehr als einmal im Jahr vorkommen, Blutergüsse sichtbar sind oder Knochen brechen.

Das bedeutet für unzählige Frauen grausame und brutale  Gewalt im Alltag erleben zu müssen, ohne dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden und ohne vom Staat geschützt zu werden.  Es ist ein Faustschlag ins Gesicht aller Frauen, die Opfer von Häuslicher Gewalt  waren und sind. Das sind in Russland geschätzte  25 Misshandlungen pro Minute allein im häuslichen Bereich.

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Interview bei der ersten internationalen Konferenz jesidischer Frauen

Interview mit einer Vertreterin der „Plattform für in Gefangenschaft gehaltene Frauen“, und Aktivistin der TJA am 11.3.17 am Rande der Internationalen ezidischen Frauenkonferenz in Bielefeld. Geführt von Susanne Bader, Europakoordinatorin. Beide Frauen kennen sich aus  Diyarbakir vom außerordentlichen Frauenkongress der KJA/TJA.

S: hallo, wie schön dich hier zu treffen, gesund und in Freiheit; wie geht es euch? Sind auch die anderen Frauen wohl auf? Ich habe gelesen, was Besime Konca zu ihrer Anhörung durch das Gericht gesagt hat. Bitte grüße sie und die anderen inhaftierten Frauen ganz herzlich.

K: ich freue mich auch sehr, dich zu sehen. Wir erleben Zeiten großer Repressalien, wir freuen uns über eure Solidarität.

S: Es interessiert mich natürlich brennend, wie der Internationale Frauentag verlaufen ist. Ihr habt zu einer Aktionswoche aufgerufen, kannst du mir berichten? Ich würde das gerne auf der Homepage der Weltfrauenkonferenz bekannt machen und auch in anderen Medien?!

K: ja, sehr gerne.

Sie berichtet:

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Solidaritätserklärung nach Madrid

“An die streikenden Frauen in Madrid! Aus Deutschland und den Niederlande senden wir Euch mutigen Frauen solidarische Grüße! Als Europakoordinatorinnen im Weltfrauenprozess haben wir von unserenWeltfrauen aus Asturien und Barcelona von eurem Hungerstreik und den Repressalien durch die Polizei erfahren! Mit eurer Aktion macht ihr die spanische Öffentlichkeit aufmerksam auf die zunehmende Gewalt und Mord an Frauen. Ihr setzt dabei euere Gesundheit aufs Spiel! Euer Protest trifft auf ein weltweites Problem und wir wünschen euch viel Kraft, Zuversicht und Erfolg! Wir grüßen euch und laden euch ein, Teil der Weltfrauenbewegung zu werden!

Europakoordinatorinnen, Suse Bader/Deutschland; Halinka Augustin/NL;stellvertretende Europakoordinatorin Zaman Masudi/Deutschland

Madrid: Frauen im Hungerstreik

Madrid: Frauen in Hungerstreik

Mujeres in Puerta de Sol gegen Gewalt an Frauen.

Seit dem 9. Februar befinden sich Frauen im Hungerstreik. Damit wollen sie gegen die enorme und zunehmende Gewalt der Männer an Frauen protestieren. Sie fordern die Regierung und alle politischen Parteien auf, ein Gesamtgesetz gegen Gewalt an Frauen zu beschließen. Die Organisation Gallega Ve-la-luz zur Verteidigung von Frauen, Kinder und Überlebenden von Gewalt an Frauen und Missbrauch, begann die Aktion am 9. Februar 2017 offen bis zu einem Tag, über den die Frauen selber entscheiden.

 

Solidaritätsgrüße können unter:

http://www.asociacionvelaluz.es/_noticias/2017/02/06/ve-la-luz-solicita-que-sea-cuestin-de-estado-la-lucha-contra-el-terrorismo

gesendet werden.

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Spendensammlung “Zuflucht in Togo”

Sitsope – „Zuflucht“ für junge Frauen und Mädchen in Togo!

Wir Europakoordinatorinnen rufen auf, die Spendensammlung für ein Frauenprojekt in Togo zu unterstützen!

Der Internationale Frauentag 2017 ist dazu eine hervorragende Gelegenheit – von Kontinent zu Kontinent – von Basisfrauen zu Basisfrauen die internationale Solidarität praktisch zu organisieren.
Sitsope heißt „Zuflucht“ und ist eine Frauenselbstorganisation mit 20 Mitgliedsgruppen in Togo.

Ihre Arbeit ist von zukunftsweisender Bedeutung denn gerade Frauen und Mädchen sind besonders betroffen von Arbeitslosigkeit, Analphabetentum und Armut. Die Lage der Menschen ist katastrophal, es fehlt am Nötigsten. Unter diesen Bedingungen müssen die Frauen das Leben der Familien organisieren. Mädchen können immer seltener zur Schule gehen. Sitsope fördert die wirtschaftliche und soziale Selbständigkeit von Frauen.

Ihr aktuelles Ziel ist, eine Schneiderwerkstatt für die Berufsausbildung zur Schneiderin und im Batikhandwerk aufzubauen.

Lucie Akvouvi von Sitsope erklärt:

So zielen wir darauf ab, es den jungen Mädchen und Frauen zu ermöglichen, über eigene Kaufkraft zu verfügen, ihr Konto zu führen, dank der Alphabetisierung, mit anderen Worten, sich einer wirklichen finanziellen Unabhängigkeit zu erfreuen als Voraussetzung für ihre soziale Unabhängigkeit. Die soziale Unabhängigkeit der Frauen kann nicht vom Kampf für eine tiefgehende Veränderung der togolesischen Gesellschaft getrennt werden. ….“

Unterstützt diese Spendensammlung aktiv am 8. März!

Hier findet ihr den gemeinsamen Flyer zur Spendenkampagne zum Download!

Unser Spendenziel sind 15.000€!

Das Spendenkonto lautet:

Solidarität International (SI) e. V.
IBAN DE 86 5019 0000 6100 8005 84
BIC FFVBDEFF / Frankfurter Volksbank

Stichwort: „Sitsope“

Viel Erfolg! Suse Bader, Zaman Masudi/ Deutschland; Halinka Augustin/Niederlande

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