Kämpferische Neujahrsgrüße aus Peru

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie sowie allen Frauen mit Courage alles Gute für ihren unermüdlichen Kampf für eine gerechtere Gesellschaft und Chancengleichheit. Wir befinden uns derzeit in einem sehr kritischen politischen Prozess in unserem Land, in dem die Rechte (Faschisten m.Anmerkung) einen harten Staatsstreich gegen Professor Pedro Castillo verübt hat, indem sie ihn stürzte und ins Gefängnis steckte.
Wir haben bereits mehr als 30 Tote in verschiedenen Teilen des Landes (02 Kinder) durch die Polizei zu beklagen, und die Repression gegen die Bevölkerung und die verfolgten Führer geht weiter.
Jeden Tag gehen wir auf die Straße, um gegen die Usurpatorenregierung (Rgierung, die widerrechtlich die Gewalt im Staat an sich reißt, m. Anmerkung) und den Verräterkongress zu demonstrieren, und wir werden bis zum Ende kämpfen, bis wir unseren Sieg erringen.
Bis bald, Genossin, wir kämpfen weiter unermüdlich für ein freies und souveränes Heimatland.
GRÜSSE.
EDITHLUZ IRENE. (mehr …)

Statement von Kongra Star zur Ermordung 3er Kurden in Paris am 23.12.2022

Wir verteidigen die Frauenrevolution gegen politischen Feminizide!
Gestern (23. Dezember 2022) wurde eine Kurdin und zwei Kurden bei einem

Terroranschlag in Paris getötet. Der Mörder schoss gezielt auf sie und verletzte drei

weitere Personen an drei verschiedenen Orten, die der kurdischen Gemeinschaft

in Paris angehören. Vor diesem Hintergrund ist dieser Anschlag mehr als ein

rassistischer Anschlag, wie ihn die staatlichen Behörden und die Mainstream-

Medien darstellen, sondern ein politisch motiviertes Attentat, das sich gegen die

kurdische Freiheitsbewegung richtet.

Dieser bewaffnete Angriff fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich die Kurden

und Kurdinnen in Paris auf das Gedenken an drei kurdische Frauen vorbereiteten,

die vor fast 10 Jahren in der Stadt ermordet wurden. Vor einigen Tagen forderten

Vertreter und Vertreterinnen der kurdischen Gemeinschaft in Paris die

französischen Behörden auf, die Wahrheit über die Ermordung von Sakine Cansız,

Fidan Doğan und Leyla Şaylemez am 9. Januar 2013 nicht länger zu verbergen und

die Täter nicht länger unter dem Vorwand des „nationalen Interesses“ zu decken.

Vor fast 10 Jahren ermordete ein vom türkischen Geheimdienst rekrutierter

Attentäter Sakine Cansız, Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK)

und lebende Geschichte der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung. Gestern

wurde Emine Kara, nom de guerre Evin Goyi, eine führende Persönlichkeit der

kurdischen Frauenbewegung, am selben Ort ermordet. Sie kämpfte seit fast drei

Jahrzehnten für die Freiheit der Frauen und ihres Volkes. Sie war eine der Frauen,

die mit ihrem revolutionären Leben und Kampf die Philosophie von Jin Jiyan Azadî –

Frau Leben Freiheit verkörperten.

Wir glauben nicht, dass Emine Kara, die zusammen mit dem kurdischen Künstler

Mir Perwer und dem Aktivisten Abdurrahman Kızıl ihr Leben verlor, zufällig Opfer

dieses Mordes wurde. Vielmehr wurde sie als Vertreterin der kurdischen

Frauenbewegung in Frankreich anlässlich des 10. Jahrestages des Massakers von

Paris gezielt ermordet.

Die französischen Behörden tragen die Verantwortung dafür, da sie den wahren

Grund für den Mord vom 9. Januar 2013 verschweigen. Indem sie die eigentlichen

Täter schützen, haben sie den Weg für das zweite Massaker von Paris an Kurden

und Kurdinnen geebnet. Wenn die Erklärungen der staatlichen Vertreter in

Frankreich und anderswo aufrichtig sind, dann müssen sie handeln und die

wahren Mörder vor Gericht bringen. Das kurdische Volk und die kurdische

Frauenbefreiungsbewegung warten auf die vollständige Aufklärung der beiden

Massaker und auf Gerechtigkeit. Solange aber die wahren Täter geschützt bleiben,

sind Verurteilungen durch französische Behörden und andere staatliche Vertreter

nur leere Phrasen.

Egal, wer der Schütze ist, wir kennen die Mörder.
Vor fast 10 Jahren hat der türkische Staat mit systematischen Attentaten auf führende

Persönlichkeiten der kurdischen Frauenbewegung begonnen. Das 1. Massaker von Paris

ist der Ausgangspunkt dieser strategischen Angriffe, die darauf abzielen, die

Führungsrolle der Frauen in der Revolution in Kurdistan zu zerstören. Der

frauenfeindlich-faschistische türkische Staat ist sich der führenden Rolle der autonom

organisierten kurdischen Frauenbefreiungsbewegung im Widerstand durchaus bewusst.

Jin Jiyan Azadî, das in der ganzen Welt Widerhall findet, ist die Parole einer

Frauenrevolution, die in der autonomen organisierten Frauenbewegung zur Befreiung

des Lebens wurzelt.

Durch die gezielte Ermordung führender Persönlichkeiten der kurdischen

Frauenbewegung versucht der türkische Staat, die Frauenrevolution zu ersticken, deren

Ziel die Befreiung aller Unterdrückten und Ausgebeuteten ist.

Als Kongra Star, als die kurdische Frauenbewegung von Rojava und Syrien, verurteilen

wir den mörderischen türkischen Staat und seine politischen Femizide aufs Schärfste.

Wir fordern den französischen Staat auf, die Ermordung von Emine Kara, Mir Perwer und

Abdullah Kızıl lückenlos aufzuklären, die unmittelbaren Täter zur Rechenschaft zu ziehen

und nicht zum wiederholten Mal die Gerechtigkeit politischen Interessen und

zwischenstaatlichen Beziehungen zu opfern.

Wir bekräftigen unsere Entschlossenheit zur Frauenrevolution und zum Aufbau eines

freien Lebens trotz aller frauenfeindlichen und faschistischen Angriffe. Wir werden nicht

zulassen, dass der türkische Staat und seine Söldner unseren Kampf durch die

Ermordung unserer Genossinnen und die Liquidierung von revolutionären, führenden

Frauen, zerstören.

Wir rufen die Frauen der Welt, die antikapitalistischen und antifaschistischen

Bewegungen und die nach Freiheit strebenden Menschen auf, ihre Stimme gegen die

türkischen völkermörderischen Angriffe auf die Kurden und Kurdinnen zu erheben. Lasst

uns die Selbstverteidigung der Frauen stärken, indem wir die internationale Solidarität

und die revolutionäre Schwesternschaft stärken.

Kongra Star

Komitee für demokratische Beziehungen und Allianzen

24. Dezember 2022

25.11.2022: Aufruf zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Weltkoordinatorinnen
Europa, Afrika, Asien,
Mittlerer Osten  Lateinamerika             

Women and girls of the world! Our time has come!

Der 25. November, der Kampftag gegen Gewalt an Frauen lebt! In immer mehr Länder gehen Frauen gegen alle Formen von Gewalt an Frauen auf die Straße. Der Tag hat seinen Ursprung in Lateinamerika. Zum Gedenken an die Ermordung der Mirabal-Schwestern im Jahr 1960, die gegen den faschistischen Diktator Trujillo der Dominikanischen Republik kämpften. Bei der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Venezuela haben wir verabredet, den 25. November zu einem der drei Internationalen gemeinsamen Kampftagen zu machen. (mehr …)