BERICHT DER 1. AFRIKANISCHEN KONFERENZ DER BASISFRAUEN

Vom 10. bis 14. Juli 2012 fand in Lomé (Togo) das erste Treffen der Pionierinnen der Konferenz der Basisfrauen Afrikas statt, mit Frauen aus 6 afrikanischen Ländern: Südafrika, Marokko, Demokratische Republik Kongo, Burkina Faso, Mali und Togo. Im Hotel Acropolis Guest House trafen sich die Frauen in kleiner Runde und diskutierten über den Start der Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent zur Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Caracas/Venezuela vom 4. bis 8. März 2011.

 

Aufgrund der unterschiedlichen Ankunftszeiten der Delegierten konnten die Arbeiten, die am 10. Juli beginnen sollten, schließlich erst am nächsten Tag, dem 11. Juli gegen 16 Uhr unter Anwesenheit fast aller Teilnehmerinnen beginnen.

 

Mittwoch, 11. Juli

Die Eröffnungsrede wurde von Clariste Moube gehalten, der Delegierten aus Mali, sie begrüßte alle und rief zunächst die Ziele der Konferenz in Erinnerung, bevor die Eindrücke aller Teilnehmerinnen gesammelt wurden.

Nach dieser Kurzauswertung stellte jede Delegierte in der Runde sich selbst und ihre Organisation vor. So konnten wir uns eine nach der anderen gegenseitig kennen lernen und eine herzliche Arbeitsatmosphäre schaffen.

  • Mariam CHIABI, Delegierte aus Marokko ; von der marokkanischen Menschenrechtsvereinigung, ehemalige marxistisch-leninistische Aktivistin an der Universität;
  • Clariste SOH-MOUBE, Delegierte aus Mali ; Forschungsassistentin am Centre Amadou Hampâté BA (CAHBA) und Globalisierungsgegnerin,
  • Marie France BAYEDILA BAWUNINA aus der Demokratischen Republik Kongo, Pastorin der Evangelischen Gemeinschaft im Kongo, Koordinatorin mehrerer Gemeinden (7), Gründerin und Präsidentin des CLEF, (Cercle de Liaison et d’Entraide Féminine, Kreis für Verbindung und gegenseitige Hilfe der weisen Frauen): « die weise Frau baut ihr Haus » ;
  • Marie Paula LOGOSU-TEKO, Delegierte aus Togo, Präsidentin des CLEF; Schulleiterin,
  • Micheline Wendyam KABORE, Delegierte aus Burkina Faso, Präsidentin des Vereins Frauen und Entwicklung, technische Assistentin  für die Handwerkervereinigung Burkina Fasos;
  • Charlie BULELWA, Delegierte aus Südafrika, Aktivistin der radikalen Linken, Gründerin der Bewegung Abanobi (1999), Gewerkschaftsaktivistin.

 

Nach dieser Vorstellung erfolgte eine Definition des Konzepts: Clariste, die an der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Caracas teilgenommen hatte, gab einen kurzen historischen Abriss. Im Anschluss daran gab es zahlreiche Verständnisfragen und Gespräche; danach wurden die Beschlüsse der 1. Konferenz im März 2011 in Caracas vorgelesen.

Nach Klärung des Konzepts und der Ziele der Konferenz wurde ein Programm für das Treffen aufgestellt.

Im Konsens befürworteten alle Delegierten die Idee, am Ende der Arbeiten ein Ablaufblatt, einen Plan für die jährlichen Aktionen und eine Geschäftsordnung zu erstellen. Mit der Erstellung des Programms endete der erste Tag.

 

Donnerstag, 12. Juli

Die Arbeit wurde zeitig am Morgen mit organsatorischen Fragen wieder aufgenommen.

So bestimmten wir entsprechend den Beschlüssen von Caracas

zwei (02) Koordinatorinnen mit einem Mandat von zwei (02) Jahren:

•           Clariste SOH-MOUBE, Delegierte aus Mali; und

            •           Charlie BULELWA, Delegierte aus Südafrika.

zwei (02) Stellvertreterinnen:

•           Mariam CHAIBI, Delegierte aus Marokko; und

            •           Micheline Wendyam KABORE, Delegierte aus Burkina Faso.

Weiterhin wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe pro Region vorgeschlagen, um die Organisation und die Umsetzung der Aktivitäten in jedem Land und zwischen den verschiedenen Teil-Regionen zu erleichtern.

 

Damit wurde eine räumliche Aufteilung Afrikas mit einem Brennpunkt pro Region vorgenommen:

•           Norden: Mariam CHAIBI,

•           Mitte: Marie France BAYEDILA,

            •           Westen: Marie Paula LOGOSU-TEKO

            •           Osten: Milka ISINTA,

            •           Süden: Charlie BULELWA.

 

Die Koordinierung der Tätigkeiten der afrikanischen Konferenz geschieht über Skype-Treffen von 1,5 Stunden an jedem 1. Samstag im Monat ab 10 Uhr WEZ

Alle 2 Jahre ist ein Treffen zur Auffrischung der Koordinierung im Vorfeld der afrikanischen Konferenzen vorgesehen. Die Frauen aus Südafrika und Marokko haben ihr Land für die Durchführung der nächsten afrikanischen Konferenz der Basisfrauen im Jahr 2014 vorgeschlagen; das Ergebnis wird Ende Dezember 2012 erwartet.

All diese Vorschläge werden in der Geschäftsordnung, im Aktionssplan und im Ablaufblatt im Anhang des vorgelegten Berichts aufgeführt.

 

Um 15.30 Uhr fand im Konferenzsaal des Acropolis-Hotels in Lomé ein Treffen zum Gespräch mit der togolesischen Zivilgesellschaft statt. Bei diesem Treffen waren auch etwa 10 Vertreter der Audio-, Radio- und Fernsehsender Togos anwesend.

 

Dieses Treffen fand mit bedeutender Beteiligung und einem freimütigen und vorwärtstreibenden Gespräch statt. Die verschiedenen Vertreter der anwesenden Organisationen bekundeten ihr Interesse und Engagement für das Konzept der Konferenz. Es gab viel Interesse am einzigartigen Charakter der Konferenz und vor allem an ihrem Eintreten für die Interessen der Basisfrauen. Mit großer Hoffnung warten sie auf die Schlussfolgerungen der Arbeiten und die Umsetzung des künftigen Aktionsplans. Auch wurde der Wunsch nach Beteiligung der Männer an dieser hervorragenden Aufgabe geäußert.

In diesen zwei langen Stunden des Austauschs wurden viele Fragen gestellt und diskutiert, unter anderem Fragen bezüglich der Ziele der Konferenz:

  • Wie werden die Bedürfnisse der Basisfrauen in der Umsetzung der Konferenz berücksichtigt?
  • Über welche Mittel werden die Frauen für diese Aktivitäten verfügen?
  • Was wird sich mit der neuen Bewegung im täglichen Leben der Frauen verändern?
  • Welche Aktivitäten sollen in jedem Land durchgeführt werden?
  • Wie wird die Information verbreitet?
  • Welche Hilfsmittel und Strategien werden für die Umsetzung der Aktivitäten eingesetzt, nachdem bei gewissen Strategien bereits vor Ort ihre Begrenztheit deutlich wurde? Und so weiter.

Das Treffen endete gegen 17.30 Uhr mit einem Cocktail, bei dem die TeilnehmerInnen mit den Delegierten sprechen und sich ein wenig über die Erfahrungen in ihren jeweiligen Ländern informieren konnten.

 

Freitag, 13. Juli

Der dritte Arbeitstag sollte für die Ausarbeitung der verschiedenen Dokumente genutzt werden, die zur Beendigung des Treffens vorgesehen waren. So hatten zu Beginn des Nachmittags das Ablaufblatt und der Entwurf für den Aktionsplan schon Form angenommen und der Entwurf der Geschäftsordnung war begonnen. Dann mussten die Konferenzteilnehmerinnen jedoch ihre Arbeit unterbrechen, um der Ministerin für Frauenförderung in Togo einen Besuch abzustatten.

Um 16 Uhr wurden wir von Ihrer Exzellenz Frau H. Olivia AMDJOGBE-KOUEVI, Ministerin für Frauenförderung, in ihrem Büro empfangen. Das Gespräch drehte sich um die afrikanische Konferenz der Basisfrauen, die Ziele der Konferenz und die Wahl des Tagungslandes Togo sowie das Engagement der Vereinigung CLEF und ihre Tätigkeit zur Förderung der Frau in Togo. Frau Ministerin sagte, sie fühle sich durch den Besuch geehrt und beglückwünschte die Konferenzteilnehmerinnen zu ihrer Initiative und ihrem Mut. All diese Ermutigungen und ihre Unterstützung begleiten uns, denn sie schätzt die Zivilgesellschaft und insbesondere die Bewegungen der Frauen als bedeutende Verbündete, die für die Erreichung der Förderungs- und Entwicklungsziele für die afrikanische Frau unumgänglich sind.

Die Konferenzteilnehmerinnen verabschiedeten sich von der Ministerin für Frauenförderung gegen 17 Uhr nach einem Familienfoto und Adressenaustausch.

 

Samstag 18. Juli

 

Die afrikanische Konferenz der Basisfrauen 2012 endete wie sie begann in guter Laune und fröhlicher Stimmung mit einem Festessen bei Frau LOGOSU-TEKO, unserer Gastgeberin, die uns alle nacheinander zu unseren Flugzeugen für den Rückflug begleitete.

Wir verabredeten uns in zwei (2) Jahren in Südafrika oder Marokko.

GABRIELA and Defend Job Philippines: Emergency Relief HELP

Liebe Schwestern, liebe Freunde,

Bis heute sind ungefähr zwei Millionen Filipinos Opfer der Überschwemmungen geworden, die durch einen Südwestmonsun
verursacht sind, der die Regemenge eines Monats in gerade drei Tagen in Metro Manila und nahe gelegene Provinzen in den Philippinen fallen lassen hat. Tausende von Familien drängen sich jetzt in überfüllten Evakuieren-Zentren, weil ihre Häuser überschwemmt sind von Knietief bis zum Hals tiefen Flutwasser nachdem Flüsse und Dämme überliefen.. Sie brauchen dringend Ihrer Hilfe.

Unsere Mitglied-Organisation GABRIELA, Nationaler Zusammeschluss der Frauen, hat „Lingap Gabriela“ angefangen: „Katastrophe-Entlastungsoperationen für Frauen und ihrer Familien“, und haben Nahrungsmittelsachen, sauberes Trinkwasser, Milchpulver für Kinder und stillende Mütter, Grund-Arzneimittel, Erste Hilfe Bedarf, Kleidung, Schlaf-Matten, Decken und Toilettensachen geliefert an betroffene Familien überall in Metro Manila seit Dienstag. Wir appellieren an freundliche Herzen um Hilfe, indem sie entweder Bargeld oder in der Art wie oben aufgeführt spenden. Hier ist die Kontakt-Info von GABRIELA auf englisch:

120807 Gabriela Call for Action Fluthilfe englischer Text

120807 Defend Job Philippines Call for Urgent Relief for Victims of Flood in Metro Manila

120807 Defend Job Philippines Aufruf Hilfe fuer Flutopfer deutsch

Monika Gärtner Engel schrieb an beide Organisationen:

To Melona Daclan, Defend Job Philippines

To GABRIELA Philippines

Liebe Melona,  liebe Joan Salvador,

wir haben euren Bericht über die verheerenden Regenfälle und Überschwemmungen in Metro Manila und anderen Gebieten der Philippinen erhalten und schicken euch solidarische und herzliche Grüße. Es ist gut, dass Defend Jobs und GABRIELA eng mit den Menschen verbunden sind und Versorgung der Bevölkerung mit dem Nötigsten unterstützen.

Unsere Gedanken und unser Mitgefühl ist bei den Opfern der Flut.

Wir fordern, dass die philippinische Regierung alles tut um die Bevölkerung zu versorgen und in Sicherheit zu bringen! Aber ich war auch sehr beeindruckt, bei meinem Besuch in Manila zu hören, wie Gabriela in einem Viertel bei der letzten großen Überschwemmung die volle Verantwortung übernommen hat. Denn auf die regierungen können wir uns nicht verlassen.

Liebe Freundinnen, wir werden euren Aufruf zur Hilfe über unser homepage verbreiten und arbeiten mit den deutsch-philippinischen Freunden zusammen zu eurer Unterstützung.

Wir wünschen euch viel Erfolg in eurem Kampf gegen die Wassermassen ebenso wie gegen korrupte Politik.

Solidarische Grüße

Monika Gärtner-Engel

Die Deutsch-Philippinischen Freunde organisieren folgende Spendeniniative:

Liebe Freundinnen und Freunde,

anbei ein kleiner aktueller Bericht zur Flutkatatstrope in den nördlichen Teilen der Philippinen infolge der dramatischen Klimaveränderungen weltweit.

Falls ihr Sachen zu verschicken habt, wir senden gerade 3 Boxen Balik Bayan von Stuttgart (weitere Stationen gibt es in Heilbronn und Schäbisch Hall im Süden und Düsseldorf, Berlin jenseits des Mains usw.) nach den Philippinen, oder ihr könnt andere Arten von Spenden tätigen für die Flutopfer über uns oder über die Deutsch-Philippinischen Freunde. Meldet euch, wir holen wenn möglich die Sachen ab.

Das wichtigste ist aber, dass wir aktiv werden oder unsere Aktivitäten verstärken gegen die Ursachen dieser Klimaveränderungen mit unabsehbaren Folgen für die Lebensgrundlage der Menschheit und der Natur überhaupt.

Eine Mitgliedschaft bei den Deutsch-Philippinischen Freunden als Mitglied in Solidarität International, der internationalen Hilfs-und Solidaritäts-Organisation, für 1,50 Monat ist beispielsweise eine Art Dauerspende über die aktuelle Situation hinaus.

Herzliche Grüße, Eberhard und Susanne

weitere Informationen siehe:

http://dp-freunde.de/comm/2012/08/flutkatastrophe-in-den-cordilleren-durch-taifun-gener/

Sowie ein weiterer Spendenaufruf zur Unterstützung der Flutopfer auf Englisch:

Appeal-for-support-for-typhoon-victims

 

Gabriela Philippinen: Erklärung zur UN-Konferenz in „Rio“

Verteidigt die Umwelt und die Menschheit mit einem echten Programm, das die Rechte von Frauen, Männern und Kindern auf eine nachhaltige Zukunft schützen wird! Erklärung von GABRIELA Philippinen zur UNO-Konferenz über nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro (Rio+20)


Seit dem Rio-Erdgipfel von 1992 haben die Vereinten Nationen, die auf Geheiß der imperialistischen Mächte arbeiten, die Agenda 21, die Erklärung von Rio, die Waldgrundsätze und das Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen, das Übereinkommen über biologische Vielfalt und andere Instrumente erarbeitet, um die Sprache des Umweltschutzes zur Verschleierung der globalen Ziele des Monopolkapitals zu benutzen, nämlich die natürlichen und menschlichen Ressourcen der Welt für die Profitgier der Konzerne zu kontrollieren, unter sich aufzuteilen und auszuplündern.

Die UN-Weltkommission für Umwelt und Entwicklung und ihre UNO-Partneragenturen sind wieder dabei, die Manöver der industriellen Supermächte in der brasilianischen Hauptstadt Rio de Janeiro vom 20. bis zum 22. Juni zu inszenieren und den ideologischen Kreuzzug des Monopolkapitals abzusegnen, um rechtsverbindliche Vereinbarungen zu verabschieden, die die Opferung der Reichtümer der unterentwickelten Länder an den weiter liberalisierten Handel formalisieren, unser gemeinsames, von unseren Vorvätern ererbtes Land und Wasser privatisieren und alles deregulieren würden, was vom Schutz der Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerung  vor dem Wüten des internationalen Handels übrig bleibt.


Hinter den Alibiworten vom Schutz der Umwelt und der sozialen Gerechtigkeit rammt uns Rio+20 den Ausdruck „Green Economy“ in den Schlund als Mantra für nachhaltige Entwicklung. Die werktätigen Massen der philippinischen Frauen und ihre Familien wenden sich gegen dieses irreführende Greenwashing-Programm, da es weitreichende Auswirkungen auf unsere Lebensgrundlagen, unsere Menschenwürde und das ökologische Gleichgewicht unserer Städte, Wälder und in der Landwirtschaft haben wird.


Die genannten Ziele der „Green Economy“ beinhalten die effiziente Nutzung von Ressourcen, niedrigeren Ausstoß von Treibhausgasen, neue Quellen wirtschaftlichen Wachstums, soziale Gerechtigkeit und Integration. Der Entwurf der neuen Erklärung von Rio zwanzig Jahre nach dem Scheitern des ersten Dokuments verheißt jedoch mehr Schrecken für Frauen, für das Volk und die Umwelt der Philippinen.



Anstatt die Probleme anzusprechen, die die Abholzung, der Bergbau und die Fischereiunternehmen für unsere Ökologie gebracht haben, drängt die Green Economy auf mehr kapitalistische Investitionen, die Millionen von indigenen Frauen, Bäuerinnen und Fischerinnen und ihre Familien von ihren angestammten Siedlungsgebieten, von ihren Höfen und ihren Fischfanggebieten vertreiben würden, da nun einheimische und ausländische Firmen ermutigt werden, „Emissionsrechte“ und andere Finanzinstrumente zu erwerben, die Siedlungsgebiete in Wiederaufforstungsgebiete, in geschützte Gebiete oder in regenerative Energieparks umwandeln, die Einheimische nicht betreten dürfen.



In den kleinen und großen Städten sehen wir voraus, dass sogenannte grüne NGOs mit den Kommunalverwaltungen zusammenarbeiten, um Haushalte dazu zu zwingen, teure grüne Technologien bezahlt aus ihren eigenen Taschen einzuführen wie z.B. schadstoffarme Küchenherde oder gasbetriebene Motorräder, alles im Namen des Klimaschutzes.



Große Mengen fremden Kapitals unter dem Deckmantel grüner Investitionen zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen werden bereits verwandt, um Wasservorkommen wie der Angat-Stausee zu erneuern und zu privatisieren, um sicherzustellen, dass  Wasser und Elektrizität für Millionen von armen Frauen in der Stadt noch teurer werden.



Diese Green Economy, mit der Rio+20 hausieren geht und die jetzt unserem Land vom Marionettenregime von Präsident Noynoy Aquino als Öffentlich-Private-Partnerschaft angedreht wird, ist das gleiche bankrotte neoliberale Wirtschaftsmodell. Im Wesentlichen wurde die Sprache der Welthandelsorganisation in das Dokument kopiert. Es ist nicht überraschend, dass in der endgültigen Fassung des Dokuments jeglicher Bezug auf Geschlechtergleichheit, Stärkung der Frauen und Menschenrechte entfernt wurde. Rio+20 bietet lediglich mehr Armut, mehr Naturkatastrophen, mehr globale Erwärmung, viel weniger Arbeitsplatz-,  Gesundheits- und Einkommenssicherheit für Frauen, während die Massenmigration aus klimatischen Gründen und der Sex-Handel, Gewaltverbrechen gegen Frauen und überhaupt die völlige Zerstörung des Ökosystems verschlimmert werden.


Mit Millionen von Frauen, Männern und Kindern auf der ganzen Welt marschieren wir gemeinsam gegen die falschen grünen Versprechungen von Rio+20 und die Angriffe durch die Gier der Konzerne. Wir machen Euch auf den parallel stattfindenden Gipfel der Völker in Rio aufmerksam, außerdem auf den Protest am 20. Juni vor der US-Botschaft in Manila als Teil des weltweiten Aktionstags zu Rio+20, wo Tausende von Volksorganisationen, Massenbewegungen und fortschrittliche Gruppen wirkliche Pläne zur Rettung des Planeten schmieden. Wir werden die Umwelt und die Menschheit mit einem echten Plan verteidigen, der die Rechte von Frauen, Männern und Kindern auf eine nachhaltige Zukunft schützen wird.

GABRIELA Philippines 


GABRIELA ist eine basis-orientierte Allianz von mehr als 200 Frauenorganisationen, -institutionen, -referaten und -programmen in den Philippinen.  Wir streben danach, den Kampf für die Befreiung der Frau und unseres Volkes zu führen.

Download in English:

120625 Philippinen Gabriela Women March against false green promises; defend the environment and humanity_US

 


USA: „We are Women“ organisiert landesweite Demonstration in Washington am 18. August 2012

Ein Bündnis vieler amerikanischer Frauenorganisationen ruft für den 18. August 2012 zu einer landesweiten Demonstration unter dem Motto
„Wir sind Frauen“ auf. Zu diesem Bündnis gehören große amerikanische Frauenverbände wie NCWO/National Council of Women’s Organizations (entspricht dem deutschen Frauenrat), NOW  (National Organization for Women“), einer der größten Frauenverbände oder auch CODEPINK/Women for Peace (Frauen für Frieden) oder CLUW/Coalition of Labor Union Women (Dachverband der Gewerkschaftsfrauen).

Laut eigenem Bekunden will „We are women“ zurückschlagen gegen das, was sie als „Krieg gegen die Frauen“ bezeichnen. Diesen Krieg gegen die Frauen sehen sie in vielen aktuell verabschiedeten und geplanten Regierungsgesetzen bezogen auf Gesundheit und Empfängnis, gleicher Lohn und allgemeine Rechten von Frauen, das die gegenwärtigen Gesetze unverhältnismäßig stark Frauen benachteiligen und negativ betreffen.

Im „Mission Statement“ zur Demonstration heißt es unter anderem:

„Unser Anliegen ist es, landesweite Aufmerksamkeit gegen den andauernden Krieg gegen Frauenrechte zu richten, der von konservativen Abgeordneten in nationalen und bundesstaatlichen Legislativen quer durchs Land geführt wird. Wir glauben, dass Frauen das Recht haben, ihren eigenen Körper zu kontrollieren, ihre eigenen Entscheidungen über Gesundheitsfürsorge zu treffen, gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu erhalten und dass sie mit Respekt behandelt werden von den Männern und Frauen, die sie in den Bundesstaaten und in Washington vertreten.“

Mehr Informationen unter:

www.wearewoman.us

 

Frankreich: Männer sagen NEIN zur Prostitution

Das Netzwerk Zéromacho (null Machos) präsentiert:

Weil wir für sexuelle Freiheit sind,
werden wir kein Freier sein!

Männer sagen NEIN zur Prostitution

Ist Prostitution ein « Mannsrecht »? Eine « Freiheit der Frauen »? Eine unausweichliche Realität um auf die « ununterdrückbaren Bedürfnisse » der Männer zu antworten?

NEIN! Schluss mit dieser Propaganda!

Wir, die Unterzeichner dieser Erklärung, Männer jeden Alters, jeder Herkunft, und aus allen materiellen Verhältnissen, lehnen es ab, unsere Sexualität durch bezahlte Beziehungen zu erleben. Für uns ist Sexualität vor allem eine menschliche Beziehung, die mit Gleichheit und Respekt des anderen, seiner Freiheit und seinem Verlangen einhergeht.

Wir laden Sie dazu ein, mit uns zu handeln und öffentlich zu sagen

PROSTITUTION: NICHT MIT UNS!

NICHT IN UNSEREM NAMEN!

NEIN zu diesem Markt des Elends, der die Verletzbarsten dazu bringt, ihren Mund oder ihre Vagina zu vermieten!

NEIN zu der Machokultur, die die Sexualität benutzt, um andere zu dominieren und zu entwürdigen!

NEIN zu Bordellen, selbst vom Staat anerkannte Bordelle, wo versklavte und von Zuhältern ausgebeutete Frauen zum Dienste der Männer eingepfercht werden!

JA zur sexuellen Freiheit!
JA zu geteiltem Verlangen und geteiltem Vergnügen!

« Die Wahl treffen, sich zu prostituieren » hört man manchmal. Aber wer « wählt », mehrmals am Tag unerwünschten Geschlechtsverkehr mit Unbekannten zu haben?

Wer ist frei in seiner Prostitution? Wer hat die Wahl? Wer sucht sein Vergnügen, ohne sich um den anderen Gedanken zu machen? Nur derjenige, der die Macht des Geldes hat.

Die Freiheit, die Prostituierte fordern, ist illusorisch, denn sie wird von den Zuhältern eingeschränkt, durch Drogen, durch Gewalt. Jedes Jahr zerstört die Prostitution das Leben von Millionen neuer Opfer, vor allem von Frauen und Kindern, meist gehören sie zu den Ärmsten.

Jeder Mann kann sich behaupten, ohne den anderen zu leugnen, und sich akzeptieren, ohne andere zu dominieren.

In Anwendung des Prinzips der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau fordern wir von den Machthabern:

– aufzuhören, die Prostituierten zu bestrafen, soziale, Bildungs- und hygienische Vorbeugung weiter zu entwickeln und auch Alternativen zur Prostitution weiter zu entwickeln, um das Recht geltend zu machen, keine Prostituierte sein zu müssen.

– die Zuhälterei zu bekämpfen indem sämtliches Entgegenkommen gegenüber deren diversen Formen (Straßenprostitution, Bordelle, Massagesalons, Hotessenbars, Lastwagen, Eskorten, Internetseiten, kleine Anzeigen, Flate Rate Bordell, usw.) aufhört.

– von der Schule an eine nicht sexistische Sexual- und Gefühlserziehung einzuführen oder zu stärken mit dem Respekt für den anderen, seiner Freiheit, seiner Entscheidungen und seiner Bedürfnisse.

– gegen die Prostitutionskunden eine gestaffelte strafrechtliche Bestrafung einzuführen wie in Schweden, wo diese Politik ihre Wirkung gezeigt hat.

– es abzulehnen, diese Männer « Kunden » oder « Freier » zu nennen, die viel mehr Prostituierende sind.

Bezahlen, um Zugang zu Sex, zu einem Körper, zur Intimsphäre einer Person zu haben, die kein Verlangen danach empfindet, hat nichts mit einem Vertrag zu tun, der sich auf Freiheit und Gleichheit gründet. Hier ist die Freiheit illusorisch und die Gleichheit wird mit Füßen getreten.

Lassen Sie uns zusammen eine Welt aufbauen, wo niemand auf die Idee kommt, den Zugang zum Körper eines anderen zu kaufen und wo die Vergnügen der Sexualität weder mit Geld noch mit Gewalt verbunden sind!

Diese Welt ist möglich und ihr Aufbau hat schon begonnen. 1999 nach einem halben Jahrhundert Erziehung zur Gleichberechtigung war Schweden das erste Land, das den Kauf von « sexuellen Diensten » von Prostituierenden bestrafte – aber ohne die Prostituierten zu ahnden. 2009 zogen Norwegen und Island nach. Mehrere Dutzend Männer wurden zu Geldstrafen verurteilt und der Staat hilft den Prostituierten eine andere Zukunft vorzubereiten.

Diese Politik ist fortschrittlich:

– die Prostitutionsnetze haben sich von diesen Orten abgewendet, da sie weniger rentabel wurden (offizieller schwedischer Bericht, 2010, siehe Referenzen in französischen Text)

– die Kinder lernen, dass man den Körper anderer Menschen nicht kaufen kann.

Im Gegensatz dazu wissen die Jungen in Deutschland und in den Niederlanden, wo Bordelle legal sind, dass ihnen Frauen zur Verfügung gestellt werden. Wie können sie also im dem Fall Mädchen als gleichberechtigt anerkennen?

Für uns stellt das skandinavische Modell, Garant für Humanität und für Demokratie, die Hoffnung auf eine Welt ohne Prostitution dar.

Welches Europa wollen wir aufbauen?

In was für einer Welt wollen wir leben?

Download Erklärung: Männer sagen nein zur Prostition

 Sie können den Text unterzeichnen : http://bit.ly/zeromacho

 

Erfolgreiches Asientreffen der Weltfrauen in Katmandu

Hallo ihr lieben Frauen in Deutschland!

Gerade ging in Katmandu, Nepal, das Asientreffen der „Weltfrauen“ am 28./29.Juli 2012 sehr erfolgreich zu Ende. Kämpferische Frauenbewegung aus 8 Ländern war vertreten: die vier mit Delegierten in Caracas (Indonesien, Philippinen, Bangladesch, Indien) sowie vier neue (Pakistan, VR China, Nepal, Sri Lanka).

Das waren Vertreterinnen der 4 Mio. Textilarbeiterinnen Bangladeschs, von Massenorganisationen bzw. Dachverbänden wie Gabriela, von kämpferischen Frauen in NGOs bis hin zu engagierten Revolutionärinnen aus der ICOR. Geradezu historisch war die gemeinsame Teilnahme von Frauen aus 8 Parteien in Nepal. Sie haben sich gemeinsam entschlossen, in den Prozess der Weltfrauenkonferenz einzusteigen. Trotz widriger Umstände haben sie sich  kollektiv auf das Treffen vorbereitet und sich auf zwei stimmberechtigte Delegierte geeinigt. Und das in einem politischen Umfeld in Nepal, in dem sich die solidarische Zusammenarbeit linker Parteien teilweise im freien Fall grundsätzlicher Konflikte, Spaltungen und Zerwürfnisse befindet. Frauen gehen voran!

Nach ausführlichen Länderberichten wurde begeistert, gründlich,  kritisch-selbstkritisch die 1. WFK in Caracas ausgewertet. Die neuen Koordinatorinnen wurden gewählt und kommen aus Philippinen und Nepal, die Stellvertreterinnen aus Bangladesch und Sri Lanka.

Einhellig wird sich für Asien als Austragungskontinent der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 beworben. Frauenorganisationen aus drei (!) Ländern bieten sich als Gastgeberinnen an. Lasst Euch überraschen….

Pläne wurden geschmiedet für die drei Kampftage, die Reise zum 1. Welttreffen der Koordinatorinnen in Deutschland im September und für  gemeinsame Kampagnen in Asien (wie gegen die US Präsenz im pazifisch-asiatischen Raum). Ganz herzliche Grüße gingen an die Frauen in Deutschland und natürlich alle „Weltfrauen“.

Bald geht nun meine Reise durch fünf Länder zu Ende und ich freue mich riesig auf Euch alle und den Frauenpolitischen Ratschlag.

Herzliche Grüße vom Dach der Welt!

Eure Monika Gärtner-Engel

Download Brief: Nepal – Post vom Asientreffen der Weltfrauen

Spanien: Frauen fordern „Priester und Richter – weg von meinem Körper!“

Hunderte Demonstranten, die meisten davon Frauen, haben am 29. Juli in der spanischen Hauptstadt Madrid gegen eine geplante
Neuregelung des Abtreibungsrechts protestiert. Eine junge Frau schrieb sich auf den Bauch: „Priester und Richter – weg von meinem Körper.“ Mit dieser Forderung wendet  sich die Frau gegen Justizminister Alberto Ruiz-Gallardón, der im Parlament einen Gesetzentwurf einbringen will, der das Abtreibungsrecht wieder verschärfen würde.

Zu der Kundgebung am Sonntag hatten mehrere Organisation aufgerufen. In ihrem Aufruf heißt es, das geplante neue Gesetz führe Spanien zurück in eine „Epoche nahe der Franco-Diktatur“ und lasse das Land bei den Frauenrechten vom größten Teil Europas abdriften.

Quelle/weitere Informationen unter „http://www.dw.de/dw/article/0,,16130599,00.html“