Monika Gärtner-Engel gratuliert Alice Schwarzer zum 70. Geburststag


Monika Gärtner-Engel

gaertner.engel@t-online.de

Gelsenkirchen, den 4.12.2012

Liebe Alice Schwarzer!

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 70. Geburtstag!

Sie haben in Ihrem Leben, Ihrer Aktivität, Ihrer journalistischen Tätigkeit sehr viel dazu beigetragen, dass ein ganzer Berg von Tabus rund um die Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen durchbrochen  und die Fesseln der bürgerlichen Familienordnung aufgezeigt und kritisiert wurden.

Die „neue Frauenbewegung“ der 1970er und 80er – und Sie mittendrin – hat hier viel bewirkt und bewusst gemacht. Das hat Ihnen jede Menge ätzende Kritik und diffamierende Beschimpfungen eingebracht, gegen die Sie damals echt Rückgrat gezeigt haben. So haben Sie mit dazu beigetragen, dass in Deutschland eine selbstständige und streitbare Bewegung für Frauenrechte entstanden ist.

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Deutscher Frauenrat politisch gerüstet für Bundestagswahl 2013

PRESSEMELDUNGEN: Berlin,  Dienstag 13. November 2012 – Beschlüsse und Forderungen der Mitgliederversammlung 2012 –
Politisch gerüstet für die Bundestagswahlen 2013    

Die Mitgliederversammlung 2012 hat für das kommende Geschäftsjahr ein umfangreiches Arbeitsprogramm beschlossen. Im Vorfeld der Bundestagswahlen 2013 stehen auf der Agenda der Frauenlobby arbeitsmarkt- und sozialpolitische Forderungen ganz oben.

Arbeitsmarktpolitik

Der Deutsche Frauenrat hat seine grundsätzliche Ablehnung geringfügig entlohnter Arbeitsverhältnisse, sogenannter Minijobs dahingehend aktualisiert und konkretisiert, dass er als Sofortmaßnahmen folgende Gesetzesänderungen im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitssuchende fordert: für eine zumutbare Arbeit nach § 10 SGB II muss mindestens ein tariflicher oder branchenspezifischer Mindestlohn gezahlt werden; beim Hinzuverdienst gemäß § 30 SGBII muss der volle Lohn tatsächlich an die Beschäftigten ausgezahlt werden. Denn nur so kann die Arbeitsagentur unter Berücksichtigung des gültigen Freibetrages eine Anrechnung auf die Regelleistung vornehmen. Damit wird die Gemeinschaft der SteuerzahlerInnen entlastet.

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1. Samstag im Dezember – Weltklima-Tag – Frauen besonders betroffen

Der Klimawandel bzw. die Klimakatastrophen verstärken bestehende Ungleichheiten zwischen Gesellschaften und Ländern und zwischen den
Geschlechtern. Ohnehin sozial und wirtschaftlich schlecht gestellte Menschen werden am härtesten getroffen.

Gleichzeitig sind arme Menschen aufgrund ihrer schlechten Ausgangslage weniger gut in der Lage, die Folgen zu bewältigen. 70 % der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, sind weiblich.

So beeinflusst der Klimawandel grundsätzlich zwar jeden Menschen, Frauen aber in besonderer Weise. Die Auswirkungen klimatischer Veränderungen zeigen sich unmittelbar in den Lebensbereichen, für die Frauen überwiegend die Verantwortung tragen. Sie kümmern sich für die Ernährungssicherung um die Felder, sie sind zuständig für die Gesundheitssorge und für die Wasser- sowie Energieversorgung.

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1. Dezember – Welt-AIDS-Tag

Die Abkürzung HIV steht für „Human Immunodeficiency Virus“, was übersetzt „Menschliches Immunschwäche-Virus“ bedeutet. Wenn HI-Viren in
den Körper eindringen, bricht nach einer Weile das Immunsystem zusammen, was zum Krankheitsbild AIDS (Acquired Immudeficiency Syndrom = Erworbenes Immunschwäche-Syndrom) führt. Wie viel Zeit zwischen der HIV-Infektion und dem Ausbruch von AIDS vergeht, kann sehr unterschiedlich sein. Moderne Medikamente schaffen es, die HI-Viren lange in Schach zu halten. Doch völlig aus dem Körper entfernen lässt sich das Virus nicht: HIV und AIDS sind noch immer unheilbar.

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Nigeria: Literaturpreis für Chika Unigwe („On Black Sister’s Street)

Die nigerianinische Schriftstellerin   Chika Unigwe  erhielt
am 1. November auf Victoria Island, Lagos, den nigerianischen
Literaturpreis für ihren Roman, „On Black Sister‘s Street. Der nigerianische Literaturpreis gilt als einer der bedeutendsten afrikanischen Literaturpreise. Der deutsche Titel ihres Romans ist „Schwarze Schwestern“. Chika Unigwe erzählt das Schicksal von vier nigerianischen Frauen, die aus Gründen der Armut und Perspektivlosigkeit nach Europa wollen und als Prostituierte in einem europäischen Rotlichtviertel (Antwerpen) landen. Sie hofften auf ein besseres Leben – und erlebten die Hölle. Doch die Frauen erleben auch, wie sie sich durch ein großes Unglück unverhofft näherkommen.

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Paris, 25.11.2012: Tausende demonstrieren gegen Gewalt an Frauen

Über 5.000 Frauen und Männer zogen bei strahlendem Himmel über die Pariser Boulevards – kämpferisch, guter Stimmung und offen für den Austausch. Das nationale Komitée für Frauenrechte hatte dazu aufgerufen. Es war ein bunter Zug, der eine ganze Palette von Forderungen für mehr Frauenrechte mit Liedern und Sprechchören zum Ausdruck brachte.

Viele stellten das kürzlich gefällte Skandalurteil gegen die Vergewaltiger zweier Frauen in den Mittelpunkt, die nach Jahren den Mut gefasst hatten, Anklage zu erheben. Die Schuldigen kamen viel zu schnell und viel zu leicht davon. Gesetze, Richter, der Paternalismus der gesellschaftlichen Institutionen wurden angeklagt.

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Köln, 25.11.2012: Femen-Protest gegen Prostitution

Mit dem Motto „Der deutsche Staat ist der Zuhälter Europas“ protestierten Frauen der Frauenorganisation „Femen“ am 25.11.2012
vor einem Kölner Bordell mit dem Namen „Pascha“. Man kann über die Protestform der Femen-Frauen mit nacktem Oberkörper geteilter Meinung sein. Was die Frauen jedoch erreichen wollen – die Aufmerksamkeit der Medien – erreichen sie.

 

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