Bericht vom Besuch des 2. Kongresses des Frauenrats der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) in Ankara

Am 28. April versammelten sich 8.000 bis 10.000 Frauen zum 2. Kongress des Frauenrates der Kurdische FrauenPartei für Frieden und Demokratie (BDP) in Ankara. Hier der Bericht von Anne Wilhelm und Halinka Augustin vom Kämpferischen Frauenrat:

Halinka Augustin

Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen

Anne Wilhelm

Kämpferischer Frauenrat

Koordinierungsgruppe

 

18.6.2013

 

Bericht vom Besuch des 2. Kongresses des Frauenrats der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) in Ankara

 

Beeindruckender Kongress der kurdischen Frauen in Ankara!

Eingeladen vom Frauenrat der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) kommen wir, Halinka Augustin, Europakoordinatorin im Weltfrauenprozess aus den Niederlanden,  Monika Gärtner-Engel, stellvertretende Parteivorsitzende der MLPD und Anne Wilhelm vom Kämpferischen Frauenrat und unsere Dolmetscherin Gülsen, am Sonntag, den 28. April, in eine große Sporthalle in der türkischen Hauptstadt Ankara. 14.000 Frauen (Angaben der Veranstalterinnen)  erwarten uns dort, alle festlich gekleidet in ihren bunten kurdischen Kleidern. Nicht nur die Halle ist total voll, auf der Wiese rund herum lagern weitere Frauen, sogar auf den umliegenden Straßen warten Frauen auf Einlass. Sie sind aus der ganzen Türkei, vor allem aus den kurdischen Gebieten. nach Ankara gekommen und nahmen z.T. zwölfstündige Busfahrten auf sich. Beeindruckend!

(mehr …)

Gemeinsame Erklärung von Frauen und Frauenverbänden – Kampf um den Gezi Park

Sofortiges Ende der brutalen PolizeigewaltBund der Migrantinnen

Solidarisch mit den (Frauen)Stimmen für Demokratie, Gleichberechtigung und Menschenrechte

Stand: 26.06.2013

Der Kampf um den Erhalt des Gezi Parks hat sich zu einem grundsätzlichen Widerstand gegen die undemokratische und autoritäre AKP-Regierung um Recep Tayyip Erdogan entwickelt. Die Protestbewegung wird von breiten Bevölkerungsteilen und unterschiedlichen sozialen Bewegungen getragen. Und – eben auch von Frauen. In den Straßen von Istanbul und anderen Städten, trotzen (junge) Frauen der massiven Polizeigewalt, die seit Tagen nicht abreißen will. Sie besetzen öffentliche Plätze und Straßen – dort, wo sie jahrelang nicht geduldet und ausgeschlossen wurden. Frauen erheben ihre Stimmen für Gleichberechtigung, für Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit. Sie sind ein unzertrennlicher Teil des landesweiten Volksaufstandes.

Ministerpräsident Erdogan agiert als vollstreckender Henker der Frauenrechte, denn

Frauen und ihre Rechte werden mit Füßen getreten:

 Seit seiner Regierungsübernahme im Jahr 2002 sind Fälle von Gewalt gegen Frauen um 1.400 Prozent gestiegen!

 72% der schutzsuchenden Frauen sind von staatlichen Hilfesystemen ausgeschlossen.

(mehr …)

Amsterdam: Kämpferische Demonstration von Pflegerinnen am 8. Juni 2013

Korrespondenz von Halinka aus Rotterdam:Comité stop afbraak zorg - 2

Mehr als 5000 Pflegerinnen und Pfleger (Frauen (und einige Männer),  die ältere Leute pflegen, die dadurch weiter zuhause leben können und Kolleginnen und Kollegen, die in Altersheimen und Heimen für Behinderte arbeiten sind am Samstag, den 8. Juni nach Amsterdam gekommen. Viele sind mit Dutzenden von Bussen aus allen Teilen der Niederlande gekommen und nehmen teil an der Demonstration zum Oosterpark.

Dort ist eine Kundgebung. Einer der Losungen ist: „Hände weg, Rutte“ – (der Premierminister der Niederlande Mark Rutte) soll aufhören mit den Sparmaßnahmen gegen die Pflege. Aber viele Frauen haben eigene Transparente bei sich und rufen Losungen gegen die Regierung. Aus allem wird klar,  dass sie den angekündigten Abbruch der Pflege nicht akzeptieren werden. Das Geld soll nicht nach zu den Banken, zur Krankenversicherung und zu den Prämien für Manager gehen, sondern an die Leute, die Pflege brauchen und die Leute, die im Pflegebereich arbeiten.

(mehr …)

Unterstützt die Kampagne „Schwere Wege leicht machen“

„Schwere Wege leicht machen“Logo Frauenhaus Kampagne

So lautet das Motto der Kampagne, die die Frauenhäuser in Deutschland am 8. März 2013  begonnen haben und die bis zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2013 fortgesetzt wird.

Ziel der Kampagne ist es, von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern überall in Deutschland schnellen und unbürokratischen Zugang zu Schutz und kompetenter Hilfe zu gewährleisten – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrer Nationalität, ihrem Wohnort oder ihrer beruflichen Situation.

(mehr …)

Offener Brief Zaman Masudi an OB der Stadt Hamburg zur Situation von Flüchtlingsfrauen

Zaman Masudi images

Offener Brief an den Bürgermeister der Stadt Hamburg Herrn Olaf Scholz anlässlich der Verleihung der Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes am 22. 05. 2013

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

ich möchte mich bei Ihnen für die Einladung zur Verleihung der Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes bedanken. Insbesondere würde ich mich auch bei den Menschen bedanken, die meine ehrenamtliche Arbeit kennen und anerkennen und mich deshalb für diese Medaille vorgeschlagen haben. Sie setzen sich wie ich für benachteiligte Menschen in dieser Stadt ein und sind über deren schwierige Lebenssituation informiert. Da ich davon ausgehe, dass ich bei dieser Begegnung mit Ihnen nicht so viel Zeit habe, um über die Probleme der Flüchtlinge ausreichend mit Ihnen zu sprechen, möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um Sie mit diesem Schreiben auf die unwürdige Situation vieler Flüchtlinge, besonders der Frauen, aufmerksam zu machen.

(mehr …)

Frau sein in Kolumbien

Von Julieta Romero GüetoJulieta Romero Güeto

Quelle: www.solwodi.de

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Schönheitswettbewerb – er fand im Kindergarten statt. Ich war gerade fünf, trug ein rosa Kleidchen und wurde ermahnt, mich elegant zu bewegen.

Ich komme aus Kolumbien. Seit über 80 Jahren findet in meiner Heimatstadt  Cartagena die Miss-Kolumbien-Wahl statt. Es ist das Medienereignis des Jahres.

Kolumbianischen Mädchen ist von klein auf klar, wie eine Frau auszusehen, wie sie sich zu benehmen hat – und dabei gleichermaßen erfolgreich ist als Mutter wie im Beruf. Und auch die Jungen lernen früh: Männer weinen nicht, Männer kochen nicht und auf Kinder passen Männer schon gar nicht auf.

(mehr …)

Presseerklärung des 1. bundesweiten Vorbereitungstreffen für den 11. Frauenpolitischen Ratschlag

Medieninformation Nr. 01/2013Frauenpolitischer Ratschlag

Gelsenkirchen, den 01.07.2013

1. Bundesweite Vorbereitungstreffen des Frauenpolitischen Ratschlags in

Chemnitz – Wie wollen Frauen in Zukunft leben?!

Rund 50 Frauen und 5 Männer aus der Frauenbewegung, Organisationen und Vereinen diskutierten am 29. und 30. Juni 2013 über die aktuelle Lage und Zukunftsvisionen der Frauen. Sie waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist.

Eingeladen nach Chemnitz hatte der Kämpferische Frauenrat, der die Vorbereitung des Frauenpolitischen Ratschlags, einer internationalen, frauenpolitischen und kulturellen Plattform, seit 1997 koordiniert. Anlass dieses Treffens war der Start für die Arbeit zum 11. Frauenpolitischen Ratschlag im Oktober 2014 in Chemnitz sowie die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 in Asien.

Die Begegnungen im Frauenzentrum „Lila Villa“ und im „Club der Kulturen“ der Technischen Universität Chemnitz waren geprägt von Offenheit und einem intensiven Erfahrungsaustausch, umrahmt mit kulturellen Beiträgen. Die vielfältigen Themen reichten von Umwelt, Bildung für alle, insbesondere junge Frauen, dem besseren Zugang zur Erwerbstätigkeit, über gewerkschaftliches Engagement von Frauen bis zu Fragen der Organisiertheit in der internationalen Frauenbewegung, dem Widerstand gegen Ausbeutung und besserer Lebens- und Arbeitsbedingungen.

(mehr …)