Das EU-Gleichstellungsinstitut hat einen „Gender Equality Index“ ausgearbeitet. Dieser zeigt,
dass die Hälfte des Weges zur Gleichstellung noch vor uns liegt. Bisher war es alles andere als leicht, den Status Quo in Sachen Gleichstellung der Geschlechter in der Europäischen Union zu beziffern: Wie ein ökonomisch gut entwickeltes Land wie Deutschland mit einem kleinen Staat wie Malta vergleichen, wie den vielen verschiedenen Dimensionen von Geschlechtergleichheit gerecht werden? Dies soll sich nun mit dem „Gender Equality Index“ ändern, der im Juni erstmals in Brüssel präsentiert wurde. Basierend auf Daten aus allen (damals noch) 27 Mitgliedsstaaten bestimmt dieser das Ungleichverhältnis zwischen Männern und Frauen anhand eines Index:
Genitale Verstümmelung trifft 125 Millionen Mädchen und junge Frauen
Weltweit sind 125 Millionen Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen. Das
berichtet der britische Guardian unter Berufung auf Angaben von Unicef. So bestehe für jährlich drei Millionen Mädchen die Gefahr, an den Genitalien verstümmelt zu werden. In Ägypten, Dschibuti, Guinea oder Somalia würden mehr als 90 Prozent der Mädchen beschnitten.
Weitere Informationen (in englisch):
Den vollständigen Bericht von UNICEF (englisch) können downloaden unter:
http://www.unicef.org/media/files/FGCM_Lo_res.pdf
„Bewegung für Europa“ nominiert Monika Gärtner-Engel als eine von 5 Kandidatinnen „Frau Europas 2013“
Aktuelle Ergänzung:
Eine Brosche für den „Ring Europäischer Frauen“: Daniela Topp-Burghardt ist „Frau Europas“ 2013
Sie ist „Netzwerkerin für das Zusammenwachsen der Europäischen Union“: Für ihren ehrenamtlichen Einsatz im „Ring Europäischer Frauen“ wird Daniela Topp-Burghardt mit dem „Preis Frauen Europas“ geehrt. Die Jury des Preises wählte die Kölnerin am Montag aus fünf Kandidatinnenvorschlägen aus. Im „Europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger 2013“ geht die EBD-Auszeichnung für zivilgesellschaftliches Engagement damit an ein europäisches Bürgerprojekt und seine Initiatorin.
Bericht vom Besuch des 2. Kongresses des Frauenrats der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) in Ankara
Am 28. April versammelten sich 8.000 bis 10.000 Frauen zum 2. Kongress des Frauenrates der
Partei für Frieden und Demokratie (BDP) in Ankara. Hier der Bericht von Anne Wilhelm und Halinka Augustin vom Kämpferischen Frauenrat:
Halinka Augustin
Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen
Anne Wilhelm
Kämpferischer Frauenrat
Koordinierungsgruppe
18.6.2013
Bericht vom Besuch des 2. Kongresses des Frauenrats der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) in Ankara
Beeindruckender Kongress der kurdischen Frauen in Ankara!
Eingeladen vom Frauenrat der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) kommen wir, Halinka Augustin, Europakoordinatorin im Weltfrauenprozess aus den Niederlanden, Monika Gärtner-Engel, stellvertretende Parteivorsitzende der MLPD und Anne Wilhelm vom Kämpferischen Frauenrat und unsere Dolmetscherin Gülsen, am Sonntag, den 28. April, in eine große Sporthalle in der türkischen Hauptstadt Ankara. 14.000 Frauen (Angaben der Veranstalterinnen) erwarten uns dort, alle festlich gekleidet in ihren bunten kurdischen Kleidern. Nicht nur die Halle ist total voll, auf der Wiese rund herum lagern weitere Frauen, sogar auf den umliegenden Straßen warten Frauen auf Einlass. Sie sind aus der ganzen Türkei, vor allem aus den kurdischen Gebieten. nach Ankara gekommen und nahmen z.T. zwölfstündige Busfahrten auf sich. Beeindruckend!
Gemeinsame Erklärung von Frauen und Frauenverbänden – Kampf um den Gezi Park
Sofortiges Ende der brutalen Polizeigewalt
Solidarisch mit den (Frauen)Stimmen für Demokratie, Gleichberechtigung und Menschenrechte
Stand: 26.06.2013
Der Kampf um den Erhalt des Gezi Parks hat sich zu einem grundsätzlichen Widerstand gegen die undemokratische und autoritäre AKP-Regierung um Recep Tayyip Erdogan entwickelt. Die Protestbewegung wird von breiten Bevölkerungsteilen und unterschiedlichen sozialen Bewegungen getragen. Und – eben auch von Frauen. In den Straßen von Istanbul und anderen Städten, trotzen (junge) Frauen der massiven Polizeigewalt, die seit Tagen nicht abreißen will. Sie besetzen öffentliche Plätze und Straßen – dort, wo sie jahrelang nicht geduldet und ausgeschlossen wurden. Frauen erheben ihre Stimmen für Gleichberechtigung, für Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit. Sie sind ein unzertrennlicher Teil des landesweiten Volksaufstandes.
Ministerpräsident Erdogan agiert als vollstreckender Henker der Frauenrechte, denn
Frauen und ihre Rechte werden mit Füßen getreten:
Seit seiner Regierungsübernahme im Jahr 2002 sind Fälle von Gewalt gegen Frauen um 1.400 Prozent gestiegen!
72% der schutzsuchenden Frauen sind von staatlichen Hilfesystemen ausgeschlossen.
Amsterdam: Kämpferische Demonstration von Pflegerinnen am 8. Juni 2013
Korrespondenz von Halinka aus Rotterdam:
Mehr als 5000 Pflegerinnen und Pfleger (Frauen (und einige Männer), die ältere Leute pflegen, die dadurch weiter zuhause leben können und Kolleginnen und Kollegen, die in Altersheimen und Heimen für Behinderte arbeiten sind am Samstag, den 8. Juni nach Amsterdam gekommen. Viele sind mit Dutzenden von Bussen aus allen Teilen der Niederlande gekommen und nehmen teil an der Demonstration zum Oosterpark.
Dort ist eine Kundgebung. Einer der Losungen ist: „Hände weg, Rutte“ – (der Premierminister der Niederlande Mark Rutte) soll aufhören mit den Sparmaßnahmen gegen die Pflege. Aber viele Frauen haben eigene Transparente bei sich und rufen Losungen gegen die Regierung. Aus allem wird klar, dass sie den angekündigten Abbruch der Pflege nicht akzeptieren werden. Das Geld soll nicht nach zu den Banken, zur Krankenversicherung und zu den Prämien für Manager gehen, sondern an die Leute, die Pflege brauchen und die Leute, die im Pflegebereich arbeiten.
Unterstützt die Kampagne „Schwere Wege leicht machen“
So lautet das Motto der Kampagne, die die Frauenhäuser in Deutschland am 8. März 2013 begonnen haben und die bis zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2013 fortgesetzt wird.
Ziel der Kampagne ist es, von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern überall in Deutschland schnellen und unbürokratischen Zugang zu Schutz und kompetenter Hilfe zu gewährleisten – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrer Nationalität, ihrem Wohnort oder ihrer beruflichen Situation.


