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Verschiedene Dokumente Europakonferenz Januar 2012

Hier finde Sie die “Spielregeln” zur Durchführung der Europakonferenz sowie den Rechenschaftsbericht der europäischen Koordinatorinnen:

Vorschlag für Spielregeln der 3. Europakonferenz-US-k    in Englisch

Rechenschaftsbericht deutsch:

a 120105 Rechenschaftsbericht HA und MGE zur Europakonferenz text deutsch

Rechenschaftsbericht englisch:

b 120105_Rechenschaftsbericht_HA_und_MGE_zur_Europakonferenz-englisch

Rechenschaftsbericht französisch:

c 120105_Rechenschaftsbericht_-f_-_HA_und_MGE_zur_Europakonferenz französisch

Resolution 2 der Europakonferenz Januar 2012

Download in deutsch:      Resolution für Demokratie und Freiheit 07-01-2012B
Download in Englisch:     120119_Resolution_for Democracy_and_Freedom english

 

Für Frauenrechte, Demokratie und Freiheit!

Weltfrauen im Widerstand gegen Repression und Staatsterror

Wo immer die Frauen der Welt aufstehen, rebellieren – da zeigen die herrschenden Systeme ihr wahres Gesicht: Unterdrückung, Mobbing, Vergewaltigung, Inhaftierung, Morddrohungen sind brutale Realität. Brennpunkte diese Repression mit Massakern und zahlreichen politischen Gefangenen sind derzeit weltweit Länder wie Syrien, Ägypten, Palästina, die Philippinen und Kurdistan.

Wir sind mit allen Kämpfen und Kämpferinnen für Demokratie und Freiheit solidarisch! Was als “arabischer Frühling“ bezeichnet wird ist für uns eine demokratische Aufstandsbewegung, die unsere ganze Solidarität genießt. Wir sind empört, wenn die Errungenschaften der demokratischen Aufstandsbewegung und die Rolle der Frauen darin inzwischen mit Füßen getreten wird.

Die Frauen und Mädchen der Welt werden sich niemals mit ihrer Unterdrückung abfinden!

Ein Brennpunkt der Repression ist aus der Sicht von uns Weltfrauen in Europa derzeit Kurdistan. In der Türkei und Nordkurdistan werden täglich 5 Frauen von ihren Liebhabern, Männern oder Familienmitgliedern ermordet. Gegenüber dieser Gewalt und Ungerechtigkeit ist die türkische Regierung nicht nur untätig, sondern selbst Akteurin der Gewalt. In der Türkei und Nordkurdistan gibt es gegen die kurdische Befreiungsbewegung und insbesondere gegen die Frauen massive Unterdrückung durch die Regierung. Allein im Jahr 2011 wurden 700 Frauen verhaftet, weil sie politische Aktivitäten unternommen haben. Diese Frauen sind Lehrerinnen, Journalistinnen, Anwältinnen und Professorinnen, Hausfrauen und Arbeiterinnen.

Der türkische Staat hat eine grausame Kriegsmethode gegen Kurdistan verwendet. Kurdistan, wo es 12.000 „Verschwundene“ gibt. Wo man chemische Waffen an Guerillas testet. Der vorläufige grausame Höhepunkt ist die Ermordung von 35 Bauern, davon 19 noch Kinder. Das kann nur als Massaker bezeichnet werden, wogegen wir entschieden protestieren.

1. Wir verurteilen die Haltung der türkischen Regierung bzgl. seiner Unterdrückung und der Zufügung des Leids

2. Als Europakonferenz protestieren wir gegen die politische Unterdrückung der Frau, gegen das Machtgehabe des Landes Türkei.

Als erste Europakonferenz der Frauen nach der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Caracas protestieren wir gegen diese Repression und fordern, dass die Schuldigen aus allen Ämtern entlassen und streng bestraft werden.

Gelsenkirchen, den 07. Januar 2012

Grußewort von Courage zum Internationalen Frauentag 2012

Zum Internationalen Frauentag, 8. März

 

Herzliche und solidarische Grüße an die Frauen der Welt!

 

Hallo, liebe Frauen, 23.2.12

der Frauenverband Courage sendet euch herzliche und solidarische Grüße zum

Internationale Frauentag 2012!

Es ist der erste 8. März nach der erfolgreichen Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in

Venezuela. Dort wurde beschlossen: „Das ganze Jahr machen wir eine Kampagne

zum 8. März, um seine historische Bedeutung zurückzuerobern als Tag des

Andenkens und des Kampfs um die Befreiung der Frauen, die auf der ganzen Welt für

ihre Rechte und Befreiung, gegen kapitalistische Herrschaft, Patriarchat, Imperialismus

und für die Befreiung der Menschheit kämpfen.“

Machen wir ihn zu einem gemeinsamen kämpferischen Tag, in solidarischer

Verbundenheit mit den Frauen und Mädchen weltweit!

Weltweit hat sich ein heftiger Kampf für Freiheit und Demokratie Bahn

gebrochen, oft stehen Frauen in den ersten Reihen:

Nach der Atom-Katastrophe im japanischen Fukushima kämpfen vor allem Frauen für

die Entgiftung der Region und die Evakuierung der Kinder. Textilarbeiterinnen in

Kambodscha streiken für eine Bezahlung, von der sie leben können, Triumph-

Arbeiterinnen auf den Philippinen gegen die Schließung des Werkes. Afrikanische

Frauen engagieren sich gegen die immer noch weit verbreitete Genitalverstümmelung.

Auch hier in Deutschland ist eine kämpferische Frauenbewegung im Aufbruch:

Viele Frauen und Mädchen sind aktiv gegen Atomkraft und Kürzungen im

Gesundheitsbereich, für Umweltschutz, Arbeitsplätze und Übernahme nach der

Ausbildung. Ganz aktuell sind auch von der Schließung vieler Läden der

Drogeriemarkt-Kette Schlecker überwiegend Frauen betroffen.

Unser Frauenverband Courage geht am 8. März in zahlreichen Städten auf die Straße

und gestaltet mit anderen Frauen/Organisationen zusammen vielfältigste Aktionen –

mit internationaler Kultur und Musik, Demonstrationen, Festen oder Ausstellungen.

Besonders nehmen wir uns vor, noch mehr Frauen zu gewinnen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr unsere Grüße an eure Frauen übermittelt und

uns auch kurz berichtet, wie es euch geht und was in eurem Land am 8. März geplant

ist. Seit genau 100 Jahren singen Frauen das Lied „Brot und Rosen“:

Her mit dem ganzen Leben – wir wollen Brot und die Rosen dazu!

Frauenverband Courage, Bundesvorstand

Magdalena Kurzeja und Martina Stalleicken

Bundesvorstandssprecherinnen: Brigitte Gebauer

Download:

grußwort frauentag courage

Deutschland: Zweite Rote Karte für Jörg Kachelmann am 30. Januar

Legt schon mal die warmen Wintermäntel raus, denn unser nächster Protest gegen rape culture, justizielle Untätigkeit in Sachen Sexualdelikten und vor allem Kachelmanns routinemäßiger Diffamierung von Betroffenen finden während einer angekündigten Kältewelle statt. Anders als in Indien werden wir hier Minusgrade haben, was uns aber nicht vom Demonstrieren abhalten wird. Denn was viele bei der Berichterstattung über die Vergewaltigungsfälle in Indien und den darauffolgenden Protesten übersehen, nicht wahrhaben wollen oder schlicht nicht wissen, ist, dass die Zustände hierzulande ebenfalls desaströs sind.

Wir wollen nicht relativieren, was in Indien passiert ist und weiter passiert, aber wir wollen deutlich machen, dass ein gesellschaftliches Umdenken auch hierzulande notwendig ist. Wir wollen einen Wandel hin zu einem Bewusstsein, das nicht nur die extremen Gewaltexzesse verurteilt und ablehnt, sondern jegliche Übergriffigkeit. Und wir wollen einen Rechtsstaat, der seine Verpflichtung zum Schutz sexueller Unversehrtheit ernst nimmt: einen, der nicht über 80% aller Vergewaltigungs-Anzeigen einstellt, wie es derzeit der Fall ist. Wir wollen ein Bewusstsein, das diese Übergriffe wahrnimmt und vor allem Konsequenzen daraus zieht: Hilfe und Solidarität mit den Betroffenen, Ächtung der Täter.

Kachelmanns Botschaften, die er über sämtliche Medien verbreitet, sind eine ungehemmte Förderung der Vergewaltigungskultur, in der Betroffene weiter zum Schweigen gebracht werden sollen. Denn anders als von Kachelmann behauptet, haben Frauen hierzulande mitnichten ein sogenanntes „Opfer-Abo“, ganz im Gegenteil. Das hat jetzt auch die Jury der sprachkritischen Aktion “Unwort des Jahres” gewürdigt und “Opfer-Abo” zurecht zum Unwort des Jahres 2012 ernannt.

Am 30.1.2013 findet der nächste Termin von Kachelmanns Schadensersatzprozess statt. Er verklagt die Nebenklägerin des Vergewaltigungsprozesses auf Schadensersatz für Gutachten, die er selbst in Auftrag gegeben hat. Wir haben seine Äußerung und die Unwort-Aktion aufgegriffen und werden vor Ort „Opfer-Abos“ an alle Interessierten verteilen.

Proteste gegen sexuelle Gewalt: jetzt auch in Deutschland!

Termin: 30.1.2013, Treffen 13:00 (Prozessbeginn: 14:00)

Ort: Landgericht Frankfurt, Gebäude E

Kommt zum Prozess, bringt Plakate und Trillerpfeifen oder einfach euch selbst mit und lasst uns gemeinsam ein Statement gegen rape culture und ihre Auswüchse in Form von Kachelmann’schen Falschbehauptungen abgeben. Jede Person, die kommt, stärkt durch ihre Anwesenheit den Erfolg dieses nötigen Protests!

Bitte meldet euch aus organisatorischen Gründen vorher bei uns, unter dem Betreff „Protest“. Wir helfen euch auch gerne, Fahrgemeinschaften zu organisieren:

http://ifgbsg.org/

 

 

 

 

Der ehemals beliebte Talkshow- und Wettermoderator Jörg Kachelmann zieht derzeit vor Gericht. Er will über 13.000 Euro „Schadenersatz“ von seiner ehemaligen
Freundin. Diese hatte ihn wegen schwerer Vergewaltigung angezeigt. Er wurde im Mai 2011 freigesprochen, weil es begründete Zweifel an seiner Schuld gegeben habe. Gleichzeitig betonte der damalige Richter Manfred Seidling vom Landgericht Mannheim, die Kammer sei nicht von der Unschuld des Angeklagten überzeugt.

Kachelmann will nun von seinem mutmaßlichen Opfer das Geld zurück haben für Gutachten, die er selbst in Auftrag gegeben hat und die vermutlich die Grundlage der „begründeten Zweifel“ gebildet haben. Damit jedoch nicht genug.

Zugleich lanciert er über Buchveröffentlichung, Spiegel-Interview und Talkshow den Vergewaltigungsmythos der rachsüchtigen Falschbeschuldigerin. Gekrönt wird das durch Aussagen von ihm und seiner Frau Miriam, es gäbe eine „Opferindustrie“, und Frauen hätten das „Opfer-Abo“: „Richter verurteilen lieber mal einen Unschuldigen, als sich sagen lassen zu müssen, dass einem vermeintlichen Opfer keine Gerechtigkeit widerfuhr“, behauptet Kachelmann (Spiegel 41/2012), der nach dem Prinzip „im Zweifel für den Angeklagten“ freigesprochen wurde.

Dieser Feldzug verhöhnt und diffamiert alle Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt oder Belästigungen geworden sind und werden. Tatsächlich wird nach Schätzung von Experten in Deutschland nur jede 20. Vergewaltigung zur Anzeige gebracht, in gerade 13 Prozent der verhandelten Fälle werden die Angeklagten verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen. Die Quote der Falschanschuldigungen bei Vergewaltigungen liegt bei 3 %, ähnlich wie die bei anderen Delikten.

Die „Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt“ organisiert Protestaktionen zu Kachelmanns Gerichtsterminen. Der nächste Termin findet statt am:

30.01.2013 Landgericht Frankfurt, Gebäude E, Hammelsgasse 1,  Frankfurt.

Die Initiative schreibt auf ihrer Homepage:

Wir bitten Euch, uns zahlreich vor Ort zu unterstützen – und somit ein klares Zeichen gegen die Verbreitung von solch gefährlichen Ansichten zu setzen. Wir laden dazu ein, unsere Initiative zu unterstützen und persönlich zu erweitern. Unsere Treffen finden alle 14 Tage abwechselnd in Frankfurt und Mainz mittwochs statt. Nächster Termin:  voraussichtlich 09. Januar 2013 in Mainz.

Weitere Informationen und Kontakt:

http://fuer-gerechtigkeit.jimdo.com/

 

 

 

Resolution 1 der Europakonferenz Januar 2012 4 languages

Download:  120109 Resolution der Europakonferenz vom 07-01-2012   in deutsch

120122 Resolution of the European Conference english        in englisch

120131 resolution europakonferenz tuerkisch                          in türkisch

Резолюция Европейской конференции женщин мира in russisch 120615 Resolution europ Frauenkonferenz jan 2012 russisch

 

Resolution der Europakonferenz der Weltfrauen
Wir europäische Delegierte der Weltfrauenkonferenz sind stolz und begeistert über das erfolgreiche Pilotprojekt der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen im März 2011 in Caracas, trotz aller Widrigkeiten, Fehler und Probleme. Die  Weltfrauenkonferenz hat unsere Herzen erwärmt und unseren Geist angeregt. Auch wenn die Basisfrauen materiell arm sind, sind sie doch reich an Kraft, Erfahrungen und Visionen. Wir werden als Weltfrauen in Europa an der Umsetzung der Resolution von Caracas arbeiten und insbesondere  mit der Arbeit zu den drei gemeinsamen Kampftagen 8. März, 1. Mai und 25. November die kämpferische Frauenbewegung in unseren Ländern stärken.
Das Positive dieser Konferenz werden wir bewahren, höher entwickeln  und die Fehler überwinden:
•    Wir bekräftigen die Dokumente – Aufruf und Prinzipien – der Weltfrauenkonferenz und werden auch in Zukunft auf dieser Grundlage arbeiten.
•    Die Teilnahme am Massenprogramm und Generalversammlung muss jeweils für alle möglich sein. Sie dürfen sich nicht überschneiden. Für beides muss ausreichend Zeit sein, z. B. jeweils zwei Tage. Zuerst die Workshops, dann die Generalversammlung.
•    Wir bestehen auf klaren Meinungsbildern und auf die Möglichkeit, durch Abstimmungen demokratische Entscheidungen herbei zu führen.
•    Von Sitzungen des weltweiten Komitees müssen Protokolle beschlossen und veröffentlicht werden. Sie müssen auch aufgetauchte Meinungsverschiedenheiten fest halten.
•    Wir kritisieren die Verfälschung des Konsensprinzips,  wodurch Minderheiten den Anderen – der Mehrheit –  ihre Meinung aufzwingen konnten. Z. B. standen 225 kolumbianische Frauen in 6 Bussen an der Grenze und die venezolanische Regierung ließ sie nicht passieren. Die große Mehrheit der Generalversammlung wollte eine Resolution dazu, aber sie wurde nie geschrieben, weil einige wenige Frauen der Meinung waren, das würde die venezolanische Regierung provozieren. Das war ein undemokratisches Verhalten, das wir kritisieren.
•    Wir kritisieren das undemokratische Verhalten derjenigen, die die Kurdinnen und ihre Kritik auf der Weltfrauenkonferenz unterdrückt haben. Das hat gegen unsere Prinzipien verstoßen und wir erwarten von den Verantwortlichen, dass sie sich dazu noch selbstkritisch äußern. Das darf nie wieder vorkommen. Dieser Fehler muss wie Feuer brennen. Spaltung von uns Frauen dient immer nur den Herrschenden.
•    Wir bestehen auf einem gleichberechtigten und multilateralen Vorbereitungs- und Organisationsprozess für die Vorbereitung und Durchführung der Weltfrauenkonferenz 2016. Gastgeberinnen müssen sich künftig bei ihrer Bewerbung verpflichten, gleichberechtigt, multilateral und solidarisch mit allen Trägerinnen der Weltfrauenkonferenz zusammen zu arbeiten sowie über die Entwicklung in ihrem Land zu informieren und über Probleme zu berichten.
•    Die Initiatorinnen bzw. Koordinatorinnen müssen künftig gegenüber den Frauen offen sein, sie auch über Konflikte informieren, Publizität herstellen und sich mit den Frauen aus ihren Ländern oder Kontinenten beraten.
•    Wir möchten für die zweite Weltfrauenkonferenz  ausdrücklich auch organisierte Frauen und ihre Organisationen ansprechen. Wir müssen den Eindruck vermeiden, dass mit „Basisfrauen“ nur die unorganisierten Frauen gemeint sind. Organisationen müssen auf der Weltfrauenkonferenz die Möglichkeit haben, sich darzustellen und zusammenschließen zu können. Wir wollen noch mehr Frauen und Organisationen aus ganz Europa gewinnen.  (Linke, revolutionäre) Parteien werden bei uns nicht ausgegrenzt, sondern sind willkommener Bestandteil, wenn sie gleichberechtigt und überparteilich arbeiten.
Wir arbeiten daran, europaweit in jedem Land Komitees der Weltfrauen zu fördern und uns gegenseitig zu informieren. Wir schlagen den Komitees in den einzelnen Ländern vor, Jahresprogramme ihrer Arbeit zu machen und die anderen Länder über die Website darüber zu informieren.
Wir bilden ein Europakomitee. Seine Aufgabe besteht in der Koordinierung der europaweiten Arbeit. Sie ist an die Beschlüsse der Europakonferenzen gebunden.
Wir streben ein europaweites einheitliches Auftreten an den drei Aktionstagen an, ggf. mit einem einheitlichem Aufruf, Slogans, Emblemen … Das künftige Europakomitees soll rechtzeitig Vorschläge machen und ein Meinungsbild herstellen.
Die Ergebnisse der Weltfrauenkonferenz und des Europatreffens sollen breit publiziert und bekannt gemacht  werden, aber auch an die UNO und unsere Regierungen gegeben werden, um unserer Bewegung eine starke Stimme zu verleihen.
Die neue Webseite, die bisher in Deutschland geführt wurde, wird einfach zu bedienen und mehrsprachig sein und im Lauf des nächsten Jahres sollen alle Komitees der Weltfrauen in Europa das Recht bekommen Beiträge einzustellen. Dafür werden wir eine Ausbildung anbieten.
Wir sollten eine Hymne der Frauen der Welt komponieren und eine große Ausstellung über Leben und Kampf der Frauen erstellen. Wir schlagen einen internationalen Songcontest auf der Weltfrauenkonferenz 2016 vor, um dort das schönste Lied zur Hymne der Frauen der Welt zu wählen.
Die EU ist weltweit eine Region riesigen Reichtums, aber durch die Herrschaft der mächtigen europäischen Konzerne und ihrer Regierungen ein mächtiger reaktionärer Pol und wir Weltfrauen in Europa bieten ihr die Stirn. Die EU wälzt brutal die Lasten der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Massen, insbesondere auf die Frauen, Arbeiter und Kinder ab. Am brutalsten merken wir das bisher in Griechenland.  Die EU und der ganzen „Schengen-Raum“ schottet sich ab gegen Migrationsströme aus anderen Ländern ab, obwohl Armut, Hunger und Unterdrückung in diesen Ländern oftmals durch die imperialistischen Staaten verursacht sind. Die EU-Konzerne und Regierungen zerstören die Umwelt & bauen erkämpfte Errungenschaften wieder ab. Sie betrügen die Menschen und unterdrücken die Kämpfe der Massen mit repressiver Staatsgewalt. Mit Hilfe der  antikommunistischen Kampagne der EU wird versucht, sie davon abhalten, über gesellschaftliche Alternativen und revolutionäre Veränderungen nachzudenken.
Die Masse der Frauen steht im Visier dieser reaktionären Politik. Sie wird doppelt ausgebeutet und unterdrückt, Frauen werden vergewaltigt oder getötet, viele sind zur Flucht gezwungen.
Aber die Frauen stehen auf und organisieren sich, stehen im Zentrum der Kämpfe.  Der  „Arabische Frühling“ als Aufstand für Demokratie und Freiheit hat uns begeistert und beeindruckt. Inzwischen sehen wir mit Sorge, dass die Ziele dieser Aufstände, erste Errungenschaften und insbesondere die zentrale Rolle der Frauen wieder mit Füßen getreten werden. Damit werden sich die Frauen in den arabischen Ländern niemals abfinden und wir sind solidarisch und zutiefst verbunden mit ihnen.  Wir sind solidarisch mit allen Frauen der Welt, die besonders unterdrückt sind und das bringen wir in einer extra Resolution zum Ausdruck.
Wir würden es begrüßen, wenn die nächste Weltfrauenkonferenz in Asien stattfindet, wo sich Millionen von Frauen für ihre Rechte organisieren. Wir werden dafür kämpfen, dass überall auf der Welt die Ziele der Weltfrauenkonferenz bekannt und ernst genommen werden.
In diesem Sinne wollen wir zusammenarbeiten mit allen Frauenorganisationen und Strömungen der internationalen Frauenbewegung, wo diese Ziele auf offene Ohren stoßen. Erfüllen wir die Schlussresolution von Caracas mit Leben: Der Internationalismus muss Leitlinie in unserem ganzen Alltag werden.
Einstimmig und ohne Enthaltung beschlossen von den anwesenden Delegationen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schweiz am 07.02.2012

Rückschau von Terre de Femmes auf den 25.11.2011

Rund 6300 „frei leben – ohne Gewalt“-Fahnen wurden in
diesem Jahr zum 25. November, dem internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an
Frauen“ gehisst. Im Rahmen der TERRE DES FEMMES-Fahnenaktion, die sich nun
schon zum 11. Mal jährt, fanden wieder die unterschiedlichsten und vielseitigsten
Aktionen statt. Mit nachdenklichen, kreativen und fachlichen Veranstaltungen wurde
gegen Gewalt an Mädchen und Frauen ein Zeichen gesetzt. An vielen Orten in
Deutschland und weltweit wurde der Opfer von Gewalt mit Lichteraktionen,
Nachtwanderungen oder Gottesdiensten gedacht. Etliche Ausstellungen
thematisierten und beleuchteten historische und aktuelle Aspekte der
Frauenbewegung.

„Rückschau von Terre de Femmes auf den 25.11.2011“ weiterlesen

Kritische Diskussion farbiger Frauen mit der Bewegung der Slut Walks.

Kritische Diskussion schwarzer Frauen / farbiger Frauen mit der Bewegung der Slut Walks.
Im Anhang die englischen Dokumente.

Stellungnahme von AF3IRM in Englisch – bitte hier klicken
Zusammenfassung der AF3IRM Antwort zu den SlutWalks:
AF3IRM Mitglieder (Im/Migranten aus Lateinamerika, Asien und Afrika) haben den Aufruf
zu den Slutwalks lange diskutiert. Zwar begrüßte man den Aufwand der Veranstalter, fühlte
sich aber unsicher bezüglich der Antwort.
Sie sehen sich selbst als Hauptopfer von Gewalt an Frauen, von sexueller Gewalt, Verschleppung,Prostitution.

„Kritische Diskussion farbiger Frauen mit der Bewegung der Slut Walks.“ weiterlesen