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Bericht zur Veranstaltung mit Melona in Schwäbisch Gmünd: „Fight violence against women“

Eine Vertreterin der Triumpf-Textilarbeiterinnen von den Philippinen berichtet

Melona Duclan spricht langsam und deutlich. Ihr Englisch haben viele der über 30 Anwesenden schon übersetzt, ehe sie zu Ende gesprochen hat. Ihre Hände begleiten ihren Bericht über den Kampf der Textilarbeiterinnen von Triumpf International in Manila, Philippinen, mit schüchterner Bewegung: „1663 Beschäftigte, hauptsächlich Frauen, erhielten am 4. Juli 2009 den Brief mit ihrer Entlassung. Sie traten in den Streik, der über ein Jahr dauerte.“ Melona berichtet, wie die Näherinnen zuerst, während sie Streikposten standen, mit alten Nähmaschinen der Firma Solidaritätstaschen nähten. Dann wurden Polizei und Schlägertrupps auf sie gehetzt. Die Maschinen wurden zerstört, die Frauen von den Werkstoren vertrieben. Sie nähten zuhause weiter. Über den Frauenverband Courage werden die Taschen auch in Deutschland vertrieben. Der Erlös hat einer Frau geholfen, die Miete zu bezahlen. „Der Verkauf der Taschen“, betont sie, „dient als Einnahmequelle während des Streiks, aber auch der Verbreitung ihres Kampfgeistes und der Idee der Solidarität.“

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