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Resolutions preparatory meeting in Berlin

Frauenpolitischer Ratschlag

Kämpferischer Frauenrat- Koordinierunsggruppe

i. A. Anne Wilhelm

13.06.2014

Folgende Resolutionen wurden auf dem 2. Bundesweiten Vorbereitunsgtreffen des 11. FPR 2014Frauenpolitischen Ratschlags, der vom 3.-5-10.2014 in Chemnitz stattfinden wird, einstimmig verabschiedet.

Resolution zu Soma/Türkei

Wir Teilnehmerinnen des 2. Bundesweiten Vorbereitungstreffens des 11. Frauenpolitischen Ratschlags solidarisieren uns mit Frauen und Familien der Bergarbeiter in Soma/Türkei, die ihre Ehemänner, Söhne und weitere Verwandten durch die Folgen der Explosionunter Tage verloren haben. Am 13. Mai 2014 sind über 300 Bergarbeiter durch einen Brand, der durch die Explosion entstanden ist, ums Leben gekommen. Dieses Ereignis ist Mord durch „Resolutions preparatory meeting in Berlin“ weiterlesen

Interview mit Gönül Kaya – Kurdische Frauenbewegung

Die Weltfrauenkonferenz wird uns gegenseitig stärken in der Überzeugung: die Freiheit wird gewinnen!

Interview Monika Gärtner-Engel am 19.03.2014 mit Gönül Kaya von der gönül kaya

internationalen Vertretung der kurdischen Frauenbewegung.

Monika Gärtner-Engel: Wie ist die Situation der kurdischen Frauenbewegung?

Gönül Kaya:  2005 hat ein  Prozess der  Neustrukturierung der kurdischen Frauenbewegung begonnen. Eine demokratische Basisorganisation wurde in allen vier Teilen Kurdistans gegründet. Sie beruht auf Basisdemokratie durch die Volksräte, Frauenräte und Akademien, Fraueneinrichtungen, Frauenbildungszentren, aber auch im Jugendbereich. Kurz gesagt in allen Bereichen des Lebens institutionalisieren und organisieren sich die Frauen. Seit 2005 wurde auch sehr im weltanschaulichen, ideologischen Bereich gearbeitet. Es wurden Frauen ausgebildet, die wirklich eine Führungsrolle in dieser Demokratisierungsphase spielen.

Wir bewerten die jüngste Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten als eine Art „3. Weltkrieg“. Die kapitalistischen Mächte haben sich ausgebreitet. Die Angriffe werden militärisch, auf gesellschaftlicher Ebene, ideologisch-anschaulich, aber auch körperlich durchgeführt. Aber jetzt weiten sich die Angriffe auch auf die Denkweise aus. Die kurdische Frauenbewegung hat sich als legitime Selbstverteidigung gegründet. Unser Ziel ist, dass jede Frau auf dieser Erde, egal wie alt sie ist, das Recht hat, sich gegen jeden derartigen Angriff zu verteidigen. Die Selbstverteidigung ist nicht militärisch, sondern unsere wichtigste Verteidigung ist die Organisierung. In den Dörfern, in den kleinen Städten, in den ganzen Regionen – überall haben Frauen angefangen, sich zu organisieren.

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Massaker von Paris: Indizien deuten auf Beteiligung der Türkei

> Betreff: Massaker von Paris: Indizien deuten auf Beteiligung der TürkeiBild von Ceni

> Mehr als elf Monate nach den Morden an den kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez in Paris, erklärt Antoine Comte, dass die Untersuchungen vorankommen. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Firat (ANF) erklärt der Anwalt der Angehörigen der drei ermordeten Frauen, dass viele Indizien auf die Beteiligung des türkischen Staates beim Massaker vom 9. Januar hindeuten. Im Folgenden geben wir die Übersetzung des Interviews wieder:

> Hinsichtlich des Massakers an den drei kurdischen Frauen vom 9. Januar 2013 in Paris gibt es noch viele unbeantwortete Fragen. Wie verlaufen die Untersuchungen? Gibt es Fortschritte?

> Ja, die gibt es. Aber Sie müssen wissen, dass nach französischem Recht der Anwalt in der Phase der Untersuchungen einer Schweigepflicht unterliegt. Alle an den Untersuchungen beteiligten Anwälte unterliegen also der Schweigepflicht. Was ich Ihnen allerdings sagen darf, ist, dass die Untersuchungen Fortschritte machen und dass vieles auf eine Verantwortung der Türkei bei den Morden hindeutet. Das ist wichtig.

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CENI-Frauen: Es lebe der organisierte Kampf und die internationale Frauensolidarität!

Zum 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, grüßen wir alle Logo CeniFrauen im Sinne des Kampfes um Freiheit, Demokratie und gesellschaftlicher Gerechtigkeit. Am 25. November 1960 wurden die drei Mirabal-Schwestern, die einen aktiven Platz in dem Kampf gegen die Trujillo-Diktatur der Dominikanischen Republik einnahmen, ermordet. Dieses Datum steht genauso für den Widerstand gegen ein 5000 Jahre andauerndes patriarchales System der Frauen-Vernichtung. Indem wir mit Respekt den Mirabal-Schwestern gedenken, grüßen wir auch alle sich organisierenden, kämpfenden Frauen der vier Himmelsrichtungen. In der heutigen Realität durchleben alle Kräfte des kapitalistischen Systems einen Prozess des großen Chaos. Während alle kapitalistischen Staaten – zu Anfang die USA. – für die von ihnen geschaffenen sozialen, politischen, ökonomischen u. a. Krisen keine Lösung haben, zahlen den Preis dieser Krisen wieder einmal die Frauen, die Völker, die Jugend, und wollen sie überhaupt alles die Gesellschaft bezahlen lassen.

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Solidarität mit den Frauen und Familien in Nordsyrien/Westkurdistan

Nachfolgend veröffentlichen wir einen Spendenaufruf für Westkurdistan/ Rojava durch die Ceni-solidarität rojavaFrauen. Wir unterstützen ihr berechtigtes Anliegen. An materieller Solidarität werden im Moment v.a. Medikamente gebraucht.

Weitere Informationen über die Lage dort und die aktive Rolle der Frauen in einem Dossier der Ceni-Frauen (download am Schluss dieses Artikels)

Solidarität in allergrößter Not:

Medizinische Hilfe für Nordsyrien / Westkurdistan (Rojava)

Syrien brennt: seit zwei Jahren herrscht in diesem Land Bürgerkrieg, der bisher Zehntausenden Menschen das Leben gekostet hat und etwa zwei Millionen Menschen zur Flucht in benachbarte Länder zwang.

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Bericht vom Besuch des 2. Kongresses des Frauenrats der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) in Ankara

Am 28. April versammelten sich 8.000 bis 10.000 Frauen zum 2. Kongress des Frauenrates der Kurdische FrauenPartei für Frieden und Demokratie (BDP) in Ankara. Hier der Bericht von Anne Wilhelm und Halinka Augustin vom Kämpferischen Frauenrat:

Halinka Augustin

Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen

Anne Wilhelm

Kämpferischer Frauenrat

Koordinierungsgruppe

 

18.6.2013

 

Bericht vom Besuch des 2. Kongresses des Frauenrats der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) in Ankara

 

Beeindruckender Kongress der kurdischen Frauen in Ankara!

Eingeladen vom Frauenrat der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) kommen wir, Halinka Augustin, Europakoordinatorin im Weltfrauenprozess aus den Niederlanden,  Monika Gärtner-Engel, stellvertretende Parteivorsitzende der MLPD und Anne Wilhelm vom Kämpferischen Frauenrat und unsere Dolmetscherin Gülsen, am Sonntag, den 28. April, in eine große Sporthalle in der türkischen Hauptstadt Ankara. 14.000 Frauen (Angaben der Veranstalterinnen)  erwarten uns dort, alle festlich gekleidet in ihren bunten kurdischen Kleidern. Nicht nur die Halle ist total voll, auf der Wiese rund herum lagern weitere Frauen, sogar auf den umliegenden Straßen warten Frauen auf Einlass. Sie sind aus der ganzen Türkei, vor allem aus den kurdischen Gebieten. nach Ankara gekommen und nahmen z.T. zwölfstündige Busfahrten auf sich. Beeindruckend!

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Gemeinsame Erklärung von Frauen und Frauenverbänden – Kampf um den Gezi Park

Sofortiges Ende der brutalen PolizeigewaltBund der Migrantinnen

Solidarisch mit den (Frauen)Stimmen für Demokratie, Gleichberechtigung und Menschenrechte

Stand: 26.06.2013

Der Kampf um den Erhalt des Gezi Parks hat sich zu einem grundsätzlichen Widerstand gegen die undemokratische und autoritäre AKP-Regierung um Recep Tayyip Erdogan entwickelt. Die Protestbewegung wird von breiten Bevölkerungsteilen und unterschiedlichen sozialen Bewegungen getragen. Und – eben auch von Frauen. In den Straßen von Istanbul und anderen Städten, trotzen (junge) Frauen der massiven Polizeigewalt, die seit Tagen nicht abreißen will. Sie besetzen öffentliche Plätze und Straßen – dort, wo sie jahrelang nicht geduldet und ausgeschlossen wurden. Frauen erheben ihre Stimmen für Gleichberechtigung, für Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit. Sie sind ein unzertrennlicher Teil des landesweiten Volksaufstandes.

Ministerpräsident Erdogan agiert als vollstreckender Henker der Frauenrechte, denn

Frauen und ihre Rechte werden mit Füßen getreten:

 Seit seiner Regierungsübernahme im Jahr 2002 sind Fälle von Gewalt gegen Frauen um 1.400 Prozent gestiegen!

 72% der schutzsuchenden Frauen sind von staatlichen Hilfesystemen ausgeschlossen.

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Petition: Für ein Ende der Gewalt und die Freilassung der Verhafteten

Im Internet gibt es eine mehrsprachige Resolution zu den Ereignissen im Zusammenhang mit dem Gezi-Park mit folgendem Wortlaut:Türkei Proteste
Wir verfolgen den Widerstand in der Türkei, der mit den Protesten im Gezi-Park am Taksim-Platz begann und das ganze Land erfasste, aus nächster Nähe. Wir, die unterzeichnenden Einzelpersonen und Institutionen sind besorgt über die Gewalt, die gegen den Kampf der Völker der Türkei angewendet wird und verurteilen diese. Wir fordern, dass die Forderungen der Völker der Türkei angenommen, die Staatsgewalt und Repressionen beendet und die Festgenommen sofort freigelassen werden.
Hier kann unterzeichnet werden:

http://www.change.org/en-GB/petitions/to-turkish-prime-minister-recep-tayip-erdogan-end-the-suppression-release-all-people-in-custody-immediately

 

Abschlussresolution der 1. Frauenkonferenz des Mittleren Ostens

Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.MO_Kadin_Konf_1
Corneliusstr.125, D-40215 Düsseldorf
tel. +49 (0) 211 59 89 251, fax: +49 (0) 211 59 49 253
Email : Ceni_Frauen@gmx.de, www.ceni-kurdistan.org
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Abschlussresolution der 1. Frauenkonferenz des Mittleren Ostens
Vom 31. Mai bis zum 2. Juni fand in Amed (Diyarbakir) die 1. Frauenkonferenz des Mittleren
Ostens statt. Die von der DÖKH (Demokratische Freie Frauenbewegung) organisierte
Veranstaltung stand unter dem Motto “Jin Jiyan Azadi” (Frauen – Leben – Freiheit) und war
den drei am 9. Januar in Paris ermordeten kurdischen Politikerinnen Sakine Cansız, Fidan
Doğan und Leyla Şaylemez gewidmet. Drei Tage diskutierten 250 Frauen aus 26 Ländern des
Mittleren Ostens sowie Nordafrikas über ihre Erfahrungen und Perspektiven im Kampf für
die Befreiung vom patriarchalen Herrschaftssystem und über die aktuellen politischen
Entwicklungen in der Region.
Am zweiten Tag der Konferenz wurde im Namen der Teilnehmerinnen mit einer vor dem
Tagungsort verlesenen Presseerklärung die Polizeigewalt in Istanbul verurteilt. „Der Taksim-
Platz gehört allen“, hieß es in der Erklärung: „Die Angriffe richten sich gegen demokratisch
legitimierte Rechte der Bevölkerung, wie das Recht auf Protest und Einspruch. Wir Frauen
unterstützen alle Menschen, die sich für Bäume, die Natur und das Recht zu atmen
einsetzen.“
„Abschlussresolution der 1. Frauenkonferenz des Mittleren Ostens“ weiterlesen