Gedenken an Auschwitz muss Mahnung für Heute sein!

Susanne Bader, Europakoordinatorin / Deutschland

  1. Januar 2020

Am 27. Januar 1945 wurden die Konzentrationslager von Auschwitz in Polen von der Roten Armee befreit. Etwa 1,5 Millionen Menschen waren dort zwischen 1940 und 1945 durch die Hitlerfaschisten systematisch ermordet worden.

Auschwitz steht für mehrere Lager in denen Polen, Tschechen, russische Kriegsgefangene, Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen, Roma uvm gefoltert und ermordet wurden.

Ende 1940 hatte das Unternehmen IG Farben, damals der größte Chemiekonzern der Welt, den Bau eines neuen Werks für synthetisches Benzin und Gummi beschlossen – in Auschwitz mit Zwangsarbeitern aus dem Lager.

Das Lager Auschwitz-Birkenau wurde 1941 errichtet als Vernichtungslager für Juden.

Seit 1996 ist der 27. Januar Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus.

Für mich bedeutet Gedenken auch Mahnung und Verantwortung für Heute und Morgen. Als Europakoordinatorin aus Deutschland liegt mir deshalb der „Erfurter Aufruf“ am Herzen:

Es ist der kleinste, aber ein dringend notwendiger gemeinsamer Nenner!

Macht mit, unterzeichnet den Aufruf für eine engere, überparteiliche Zusammenarbeit auf antifaschistischer Grundlage – denn:

„Im Bewusstsein unserer Geschichte haben wir besondere Verantwortung. Die Anfänge, denen wir wehren müssen, haben schon begonnen“. (Erfurter Aufruf)

Ihr könnt den Aufruf hier unterzeichnen:

www.frauenpolitischerratschlag.de

 

***

Erfurter Aufruf:

  1. Frauenpolitischer Ratschlag in Erfurt – 03.11.2019

 Es ist der kleinste, aber ein dringend notwendiger gemeinsamer Nenner!

Angesichts der Rechtsentwicklung vieler Regierungen und angesichts des Erstarkens faschistoider, faschistischer und rassistischer Parteien wie der AfD innerhalb der Gesellschaften, sehen wir Frauen die Notwendigkeit: Lasst uns als Teil der bereits existierenden antifaschistischen Bewegung bewusst und noch besser überparteilich zusammenzuarbeiten, um der faschistischen Gefahr etwas entgegen zu setzen.

Das propagierte rechte Gedankengut zielt auf ein Rollback gegen die bereits erkämpften Fortschritte für die Frauen in unserer Gesellschaft.

Lasst uns jetzt ein Zeichen setzen – und zwar ein deutliches!

Wir erklären, dass wir uns im Hinblick auf politische Inhalte in vielen Punkten nicht einig sind.

Wir erklären, dass wir diese Widersprüche nicht verwischen werden – und darüber weiter diskutieren und streiten werden.

Aber wir erklären auch, dass das alles kein Grund ist, in dieser Situation nicht
gemeinsam dazu unsere Stimme zu erheben, worüber wir uns einig sind:

Wir stehen gegen ultrareaktionäre, faschistoide und faschistische Kräfte. Wir stehen für fortschrittliche, demokratische und konsequent antifaschistische Werte und Politik. Wir wenden uns gegen die Verharmlosung der Gefahren von rechts. Wir stehen solidarisch mit Migrantinnen und Migranten, und wir wissen (frei nach Maria Noichl): „Mit den Braunen kommt der Krieg!“

Im Bewusstsein unserer Geschichte haben wir besondere Verantwortung. Die Anfänge, denen wir wehren müssen, haben schon begonnen.

Trotz dieser Erfahrungen und vieler antifaschistischer Menschen in allen demokratischen Parteien ist es auf Parteiebene bzw. über die Grenzen von Organisationen und Institutionen hinweg immer noch schwer, überparteilich zusammen zu arbeiten. Immer wieder gibt es Spaltung, unzureichende Zusammenarbeit im antifaschistischen Kampf oder sogar „Kritik“, wenn man neue Wege der Zusammenarbeit geht. Das akzeptieren wir nicht mehr! Weil wir diese Situation ernst nehmen und auch weil wir wissen, dass wir nur in der Überwindung der Spaltung stark sind.

Wir wollen nicht in 5, 10 oder 20 Jahren zurückblicken und feststellen, dass wir es wieder nicht rechtzeitig verstanden haben, eine breite antifaschistische Einheit zu bilden. Deshalb machen wir Frauen heute einen Anfang.

Wer zurück will, der muss erst mal an uns vorbei!

Wir setzen auf viele weitere Unterzeichnerinnen aus Parteien und anderen Institutionen – aber auch darüber hinaus!

  • Zeynep Caliskan, YENI KADIN – Neue Frau
  • Ruth Dahl, SPD-Mitglied, im Vorstand der AsF des Saarpfalz-Kreises
  • Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD, Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands
  • Brigitte Rücker, Rüsselsheim, Stadtverordnete von DIE LINKE/Liste Solidarität
  • Yvonne Fegert, Vorsitzende des ver.di Frauenrats Saar-Trier
  • Alrun Fischer, IG Metallerin aus Dresden, Beratung für Betriebsräte
  • Karin Linnemann, Dortmund, Mitglied in DIE LINKE, Courage, DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft-Verband der Kriegsdienstgegnerinnen) und Bündnis Dortmund gegen Rechts
  • Zaman Masudi, Mitglied in DIE LINKE, Hamburg
  • Sabine Zimmer, Berlin, ver.di, ehemalige Gewerkschaftssekretärin Fachbereich Handel
  • ADKH, Demokratische Frauenbewegung in Europa

Sowie*:
Frauenverband Courage e. V. Ortsgruppe Essen; Jürgen Riflin, Recklinghausen; Christine Schaaf; Ruth Rath; Sonja Ringer, Eisenach; Linda Weißgerber, Wuppertal, Frauenverband Courage/Mitarbeiterin Redaktion; Gerlinde Rupprecht, Ver.di, Nürnberg; Astrid Miederer-Madani, Nürnberg; Gabriele Schmücker, Nürnberg; Waltraut Bleher, Mitglied des Bundesvorstandes von Solidarität International e. V; Marion Schmidt, Vorstandsfrau INTER-BÜNDNIS München, Mitglied VVN/BDA, München; Kämpferisches Frauenbündnis Köln; Aline Gottschalk, Ver.di Augsburg; Astrid Urbank, Umweltgewerkschaft Augsburg;  Ute Kellert, Bundesvorstand von Solidarität-International e. V., Duisburg; Artur Wailersbacher, Hirschaid; Bernhard Trautvetter, Essen, Essener Friedensforum; Platform Wereldvrouwen, Niederlande; Halinka Augustin, Europakoordinatorin Weltfrauenkonferenz, Niederlande; Sabina Fillinger, Wuppertal; Carola Horn, Mitglied in VVN BdA, Bündnis Bochum gegen Rechts, Friedensplenum Bochum, Courage, Ver.di; Annegret Seufert, Nürnberger Menschenrechtszentrum e. V.; Topuz Ulker, IG-Metall; Frauenverband Courage e. V., Bundesvorstand; Ruth Rieß, Ovelgönne; Marion Kolbe, Frauenverband COURAGE und GEW, Wuppertal; Stefanie Jahn, 1. Bevollmächtigte IG Metall Oranienburg und Potsdam; Astrid Knüttel, Projektleiterin Projekt Zukunft Ost, IG Metall Vorstand; Antje Blöcker, Undogmatische Linke in der IG Metall; Franziska Wolf, Gewerkschaftssekretärin IG Metall Jena-Saalfeld und Gera; Sissy Morgenroth, Ver.di-Mitglied, Beratung für Betriebsräte Dresden; Silke Sachse, Beratung für Betriebsräte, Dresden; Kristin Sachse, Leipzig; Heike Marx, Ortsfrauenausschuss IG Metall Nordhausen; Bettina Davids, Betriebsrätin und aktive Gewerkschafterin in der IG BCE; Zöhre Göcmen, (SYKP Frauenrat) Partei der sozialistischen Wiedergründung  – Europa, München;

Brigitte Ziegler, Frauenverband Courage München; Bärbel Beuermann, Ex -Fraktionsvorsitzende DER LINKEN im Landtag von NRW; Gabi Heise, IGM Vertrauensfrau und Delegierte, Infineon, München, Anne Wilhelm, Brigitte Gebauer, Stefanie Neuerburg, Anna Vöhringer, Koordinierungsgruppe des Frauenpolitischen Ratschlags; Suse Bader, Europakoordinatorin Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen,
Deutschland;
Sabine Weiße, Dresden, Vertrauensfrau der GEW – Grundschullehrerin;
Heike Meyer, IG Metall Zwickau – Frauennetzwerk; Claudia Hennig, IG Metall Zwckau – Frauennetzwerk; Jane Zahn, Kabarettistin, Rheinsberg; Chung Noh, Berlin, Mitglied der Koreanischen Frauengruppe in Deutschland; Elke Zwinge, Berlin, Freidenker; Christine Hammer, Berlin; Estella F. Korthaus-Tuczeck, Omas gegen Rechts Freiburg; A. Kehr, Eisenach; Heide Rohrmann, Eisenach (Rentnerin, früher Lehrerin); Ulrike Liebetrau, Eisenach; Thomas May, Eisenach (Stadtrat in Eisenach für den Eisenacher Aufbruch); Latife Cenan-Adigüzel, Ehm. Vorsitzende der Anatolische Federation; Dagmar Krznar, Düsseldorf;  Anguie De la Cruz Castillón, Die Linke, Bad Oldesloh; Mariuxi Guevara, Hamburg; Heidrun Reichelt, Ebersbach-Neugersdotf – Rentnerin und Aktivistin in der kirchlichen Frauenbewegung zu DDR – Zeiten; Renate Riedel-Fischer, Dresden, Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche in Dresden; Xeysa NaS, Bremen; Tayyibe Demir, Bremen; Harald Braun, Bremen, MLPD; Nomazulu Thata, Bremen, Ntomhi Langa Radio, MLPD; Sore Goonaz, Bremen, Yezidischer Frauenverband; Ömer Badilli, Bremen; Akghar Fou, Bremen, Frauenorganistion 8.März Iran / Afghanistan; Leyla Cimen, Bremen, IG Metall, Courage; Heide Kreuzinger-Janik, Oldenburg, SI, Verdi, Courage; Rihani, Oldenburg, Koma Saca Schadia, Oldenburg ; Kundgebung der Stadtfrauenkonferenz am 25. November 2019 in Bremen gegen Gewalt an Frauen sowie die Stadtfrauenkonferenz Bremen; Angélica Urrutia Garrido, Ortsvorstand Frauenverband Courage Hattingen, Ver.di ; Brigitte Fröhlich, Frauenverband Courage Hattingen; Dr. med. Thomas Nowotny, Sprecher der Initiative Erinnerungskultur – Stolpersteine für Rosenheim, Mitglied von VVN und IPPNW; Frauenverband Courage e.V Ortsgruppe Freiburg;  David Baltzer, IG Metall Betriebsrat bei Volkswagen; Kristin Oder, IG Metall Frauennetzwerk Zwickau; Kristina Algeer, Mitarbeiterin bei VWMandy Vogt, IG Metall Betriebsrätin bei Volkswagen; Julia Zipfel, IG Metallerin bei VolkswagenMandy Krautsieder, IG Metallerin bei Volkswagen; Mandy Anding, IG Metall Betriebsrätin bei Volkswagen; Lisa Koischwitz, VKL Volkswagen Sachsen GmbH; Ulrich Heuer, IG Metall Betriebsrat bei Volkswagen; Uwe Seifert, IG Metall Betriebsrat bei VolkswagenRolf Uhlig, Schwerbehindertenvertreter (VW); Elisabeth Wörner, Balingen-FrommernSeyran Cenan, Bergarbeiterfrauen AG im FV Courage e.V.; Beate Ehms, Die LINKE. Leipzig, Stadträtin, Mitglied ver.di, VVN-BdA; Kristin Oder, IG Metall Fauennetzwerk Zwickau; Kristina Algeer, Mitarbeiterin bei VW; Mandy Vogt, IG Metall Betriebsrätin bei Volkswagen; Julia Zipfel, IG Metallerin bei Volkswagen; Mandy Krautsieder, IG Metallerin bei Volkswagen; Mandy Anding, IG Metall Betriebsrätin bei Volkswagen; Lisa Koischwitz, VKL Volkswagen Sachsen GmbH; Ulrich Heuer, IG Metall Betriebsrat bei VolkswagenUwe Seifert, IG Metall Betriebsrat bei Volkswagen; Rolf Uhlig, Schwerbehindertenvertreter (VW); Ronald Fischer, Mitglied der Partei die “Linke”, Mitglied im Ältestenrat des Stadtverbandes Dresden, Rentner; Birgit Said, Leipzig; Klaudia Scholz, Stadtverordnete für die Partei Die Linke, Herne; 

*(Stand 10.01.20 – wird laufend ergänzt)

 Wenn Ihr diese Erklärung ebenfalls unterzeichnen möchtet, sendet bitte eine
E-Mail an: frauenpolitischerratschlag@gmx.de

V.i.s.d.P.: Anne Wilhelm, Karl-Meyer-Str.13, 45884 Gelsenkirchen




Grüße aus Erfurt und Einladung zum Frauenpolitischen Ratschlag

Hallo, liebe Frauen aus Erfurt!

Als langjährige Teilnehmerin am Frauenpolitischen Ratschlag kann ich euch wärmsten empfehlen vom 1. – 3. November 2019 an diesem Event in Erfurt teilzunehmen.

Wir könnten uns auch gerne vorher mal zusammensetzen und eure Fragen und eure Vorschläge besprechen .  Vielleicht können wir gemeinsam etwas zum “Ratschlag” beitragen. Meine Adresse:

mariannekroeger1@t-online.de

 

herzlich, Marianne Kröger

 

Weitere Informationen unter: https://frauenpolitischerratschlag.de

 

 

 




Erklärung der Europakoordinatorinnen anlässlich der Europawahlen vom 23. – 29. Mai 2019

1905 Erklärung der Europakoordinatorinnen zur Europawahl 2019

An die Frauen Europas! Ein Europa – ohne Nationalismus!

Dafür gingen am Wochenende europaweit Tausende Menschen auf die Straße. Sie stehen auf fürFrieden, Völkerfreundschaft und gegen Nationalismus. Ihr Anliegen – bei den Europawahlen keineStimme für rechte Parteien. Die kämpferische Frauenbewegung war kritischer Teil davon. Kritischwarum?! Glaubt man den Wahlplakaten der bürgerlichen Parteien, den Worten vonRegierungsvertretern so genügt unser Kreuz am Wahltag für die Schaffung eines einigen und friedlichen Europas.

Wir sollen „das kleinere Übel“ wählen, damit die rechten, faschistoidenParteien nicht ins Europaparlament einziehen. Was aber bringen die Versprechungen derbürgerlichen Parteien und Regierungen für die Masse der Frauen – wir nehmen Stellung: Europa – grenzenlos! Die EU verschärft die Asylgesetze, stellt die Seenotrettung „Sophia“ ein und baut die Grenzpolizei„Frontex“ von 2000 auf 10.000 Soldaten aus! Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR nennt dieÜberfahrt von Libyen in die EU “die tödlichste Meeresüberquerung der Welt”. Das Mittelmeer ist ein Massengrab geworden. Die EU – (k)eine Friedensmacht!

Die EU steht für massive Aufrüstung und Mehrausgaben aller nationalen Verteidigungsbudgets.Für die Einrichtung eines Verteidigungsfond mit 13 Milliarden Euro, für „militärische Mobilität“.Dafür sollen zivilen Entwicklungsprojekten wie z. B. „Brot für die Welt“ Gelder gekürzt werden. Die EU liefert weiterhin Waffen nach Saudi-Arabien. Ihr Satelliten-Navigationssystem „Galileo“ istals Konkurrenzprojekt zum USA GPS-System entwickelt worden und dient auch militärischenZwecken. Europa – für die Gleichstellung der Frau!Europaweit verdienen Frauen im Durchschnitt 16 Prozent weniger als Männer. Frauen sind imkapitalistischen System hauptverantwortlich für die private Haushalts- und Familienführung. Das istdie Grundlage, warum in Europa rund 31 Prozent der Frauen in Teilzeit arbeiten. Die Vereinbarkeitvon Beruf und Familie ist eine Illusion. Kinderbetreuungsplätze sind teuer und das Angebot nichtausreichend. Real ist die tägliche Zerreißprobe der Frauen.Europa – frauenfreundlich!Frauen in Europa haben kein Recht auf selbstbestimmte Schwangerschaft bzw.Schwangerschaftsabbruch – Gesetze, Kirchen und Staat bevormunden Frauen. Europa – grenzenlos, friedliebend, für die volle Emanzipation der Frau – das geht nicht mitden bürgerlichen Parteien und ihren Vertretern. Sie alle haben doch schon lange bewiesen, dasssie dem Wohl der Monopole dienen! Um unsere Forderungen durchzusetzen, müssen wir unsorganisieren und uns viel enger zusammenschliessen. Das Frauenbewusstsein ist auf breiter Fronterwacht. Die kämpferische Frauenbewegung in Europa ist sichtbar, hörbar, aktiv an der ganzenBandbreite des Lebens und Arbeitens. Grenzenlos – organisieren Frauen allen Alters Aktionen,Kämpfe und Kampftage:•in Frankreich 250.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in 150 Städten, viele Frauen,gegen Präsident Macrons „Reformpläne“•in Spanien am Internationalen Frauentag sechs Millionen gegen Gewalt an Frauen

•in Belgien fand die Europakampagne für das selbstbestimmte Recht aufSchwangerschaftsabbruch und gegen die Bevormundung von Kirche und Staat statt•in Deutschland erkämpften Krankenschwestern der Celenus-Klinik in Bad Langensalza(Thüringen) nach 220 Streiktagen gegen Aussperrung, Kündigungsdrohungen einenTarifvertrag.
•In den Niederlande kämpfen Pflegekräfte, Krankenschwestern •europaweit sind junge Frauen, Mädchen und Jungs aktiv für die Umwelt und die Zukunftin der Fridaysforfuture Bewegung
Die kämpferische Frauenbewegung in Europa ist Teil der Weltfrauenbewegung. Mit zweiWeltfrauenkonferenzen und einem Theorieseminar zur Befreiung der Frau haben wir eineinternationale Basisbewegung geschaffen die über Ländergrenzen und Kontinente hinweg ihreZusammenarbeit koordiniert und kooperiert. Wir rufen euch zu: „Lasst uns über Alternativen zu diesem kapitalistischen System diskutieren, sie finden unddafür kämpfen! Es kann keine radikale Änderung der Lage der Frauen geben, ohne drastischeund grundsätzliche Änderungen im politischen, wirtschaftlichen und sozialen System. DieBewegung für die Befreiung der Frau muss sich mit dem Kampf für grundsätzlichegesellschaftliche Veränderungen vereinen“….“Wir leisteneinen Beitrag am Aufbau einerneuen Friedensbewegung.“mit besten Grüßen,Halinka Augustin/ NiederlandeSusanne Bader/ DeutschlandEuropakoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen



Bundesweites Vorbereitungstreffen für Frauenstreiktag 2019

Bundesweites Vorbereitungstreffen für die Organisierung eines Frauenstreiktages 2019 am 8.3.19.

Am 10./11. November findet in der Uni Göttingen ein bundesweites Vernetzungstreffen für einen Frauenstreiktag 2019 statt. Nach dem Vorbild des großen Frauenstreiktags 2018 in Spanien bereiten in vielen Städten Deutschlands (und auch in anderen europäischen Ländern) Frauen einen Frauenstreiktag vor. Das Vernetzungstreffen dient der bundesweiten Koordinierung.

Es beginnt am 10. Nov. um 11:00h und endet am 11.Nov. um 14:00h

Mehr Infos findet ihr unter https://frauenstreik.org/  hier kann man den Aufruf Frauen*streik am 8. März 2019 lesen.

Auf facebook https://www.facebook.com/events/327702347778223/
Das Vorbereitungsteam schreibt:
“Für die Planungen bitten wir um Anmeldung unter anmeldungfrauenstreik2019@riseup.net.
Bitte gebt an, ob ihr einen Schlafplatz und/oder Kinderbetreuung braucht und schreibt, wenn ihr weitere Dinge braucht.”

Susanne Bader, Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen

18. Oktober 2018

Neues zum Frauenstreiktag 2019 in Frankreich – unsere Weltfrau Gaby schreibt:

“In den letzten zwei Jahren war der 8. März in Frankreich bereits Frauenstreiktag ab 15 h und einige Minuten – entsprechend der niedrigeren Löhne und Gehälter der Frauen, sozusagen ab der Uhrzeit, wo sie umsonst arbeiten – verglichen mit den Löhnen und Gehältern der Männer.

Die Streikenden – nicht alle können sich das erlauben – ziehen durch Läden in kleineren oder grösseren Trupps durch Orte, wo es viele Frauenarbeitsplätze gibt und versammeln sich auf zentralen Plätzen in den großen Städten und Umgebung zu einer Kundgebung bevor die Demonstration losgeht.

Dieses Konzept gefiel sehr und wird sicher auch 2019 verwirklicht.

Gruss !   Gaby




Bundesweites Vorbereitungstreffen für die Organisierung eines Frauenstreiktages 2019 am 8.3.2019

Am 10./11. November findet in der Uni Göttingen ein bundesweites Vernetzungstreffen für einen Frauenstreiktag 2019 statt. Nach dem Vorbild des großen Frauenstreiktags 2018 in Spanien bereiten in vielen Städten Deutschlands (und auch in anderen europäischen Ländern) Frauen einen Frauenstreiktag vor. Das Vernetzungstreffen dient der bundesweiten Koordinierung.

Es beginnt am 10. Nov. um 11:00h und endet am 11.Nov. um 14:00h

Mehr Infos findet ihr unter https://frauenstreik.org/  hier kann man den Aufruf Frauen*streik am 8. März 2019 lesen.

Auf facebook https://www.facebook.com/events/327702347778223/
Das Vorbereitungsteam schreibt:
Für die Planungen bitten wir um Anmeldung unter anmeldungfrauenstreik2019@riseup.net.
Bitte gebt an, ob ihr einen Schlafplatz und/oder Kinderbetreuung braucht und schreibt, wenn ihr weitere Dinge braucht.”

Susanne Bader, Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen




Aufruf zum 1. September – Antikriegstag

Susanne Bader, Europakoordinatorin
der Weltfrauenkonferenzen
Deutschland

1. September 2018

Aufruf anlässlich des Antikriegstag in Deutschland

An die Frauen und Mädchen in Deutschland und Europa, der 1. September 1939 ist der Tag des Überfalls deutscher Truppen auf die Stadt Danzig in Polen. Im Namen des Kapitals und unter Befehlsführung Hitlers ging damit zum zweiten

Mal von deutschem Boden ein imperialistischer Krieg aus. Das Datum markiert den Beginn des II. Weltkriegs. Der Hitlerfaschismus mit seiner Barbarei kostete weltweit über 50 Millionen Menschen das Leben. Die Verbrechen des Faschismus haben sich tief in das Bewusstsein großer Teile der deutschen Bevölkerung eingegraben. Deshalb wurde der 1. September für Antifaschisten, Demokraten, Gläubige,Gewerkschafter uvm. zum Antikriegstag erklärt.

Auch für die kämpferische Frauenbewegung

Download vollständiger Aufruf   Aufruf Antikriegstag 2018




Bericht vom 1. Mai 2018/Bosnien: „Resultat von der Internationalen Solidarität – kleiner Sieg der bosnischen Arbeiterinnen“

4.5.18 Grüße aus Bosnien

Auf der 8. Europakonferenz im April wurde eine Delegation zu den streikenden Fortuna-Arbeiterinnen in Gračanica, Bosnien und Herzegowina beschlossen. Zwei Vertreterinnen des Frauenverbands Courage reisten zum 1. Mai dorthin. In einem Bericht heißt es:

Den Frauen geht es gut. Die Moral ist gut. Gestern hatten sie einen kleinen Sieg. Die Regierung von der Federation Bosnien wird allen Arbeitern/innen die in die Rente gehen können, alle Benefits bezahlen. Sie, die Arbeiterinnen, müssen jetzt noch mal die Liste durchgehen, dass sie sicher sind, dass alle auf der Liste sind und niemand vergessen wird. Alle sind sich einig, dass dieser Sieg ……das Resultat der Internationalen Solidarität ist. …. Am 1.Mai Protest waren ca 100 Menschen, nicht viel, weil Jahr und Jahre zuvor mehr Menschen da waren. Aber, …es waren sehr gute Proteste. Moa aus Deutschland hat eine Rede gehalten und wurde von TV-Sendern interviewt. Die beiden Couragefrauen werden euch sicher selbst erzählen! Liebe Grüße aus Bosnien“




Courage – Bergarbeiter AG: Aufruf zur Spendensammlung für die Familien streikender Bergleute in der Ukraine

Hier der Spenden-Aufruf als PDF Download

Liebe Frauen, Männer und Kinder,

uns Bergarbeiterfrauen im Frauenverband Courage ist es eine Herzensangelegenheit den  Bergarbeiterfamilien in der Ukraine mit Geldspenden zu unterstützen.

Wir rufen deshalb alle unsere Schwestern im Frauenverband Courage auf, sich an der Spendensammlung zu beteiligen. Seit Monaten erhalten die Bergleute auf verschiedenen Zechen  ihre Löhne  nicht bzw. immer nur rückwirkend und teilweise. Sie kämpfen auf allen vier Gruben des staatlichen Bergbaunternehmens. Sie und ihre Familien kämpfen mit Hunger und Kälte. Deshalb sind die Kumpel auf den Gruben des staatlichen Unternehmens in den Streik gegangen, in den „Hungeraufstand“, wie die Kumpel sagen.

Ein Gewerkschafter aus der Ukraine schrieb uns: „Die Leute fordern den Lohn für Januar dieses Jahres, den das Unternehmen ihnen schuldig ist. Für die letzte Periode wurden die Steuern und die Beiträge für den Fonds für Sozialversicherung und in die Rentenversicherung nicht in vollem Umfang eingezahlt, was sich ebenfalls auf die soziale Lage der Beschäftigten auswirkt. Auch Krankenhausausgaben werden nicht rechtzeitig erstattet. Die Kollegen können nicht rechtzeitig in Rente gehen und verlieren ihren Status als Krankenversicherte. Eine weitere Forderung ist die vollständige Bezahlung der ausstehenden Löhne und ihre Erhöhung. Es hungern nicht nur die Kumpel selbst, sondern auch ihre Familien… Wir bedanken uns dafür, dass ihr uns in dieser schweren Zeit helfen wollt.“

Wir haben schon von ersten Spenden ein Paket mit Hustensaft etc. für die Kinder zusammengestellt, das auf die Reise nach Kiew gegangen ist.

Da die Zollbestimmungen sehr kompliziert und nicht alle Gebiete in der Ukraine erreichbar sind, bitten wir um Geldspenden auf folgendes Konto:

Frauenverband Courage

Stadtsparkasse Wuppertal

IBAN: DE 41 3305 0000 0000 497537

Stichwort: Ukraine   (Wichtig!!!)

 Kontaktadresse: Ingrid Dannenberg, Carl-Duisberg-Str. 8, 45772 Marl, Tel: 02365-44027, Email: ingrid-d@gmx.de




Weltfrauen aus Europa rufen auf zum 1. Mai „Ohne uns steht die Welt still!”

180424 Maiaufruf der Europakoordinatorinnen als PDF zum Download

Der 1. Mai ist seit der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela 2011 ein Kampftag der Weltfrauenbewegung. An diesem Tag sind wir über Ländergrenzen vereint in der Tradition der kämpferischen Frauen- und Arbeiterbewegung. Mit Würde und Stolz begehen wir diesen Tag der Arbeiterinnen und Arbeiter. “Ohne uns steht die Welt still!” Unter diesem Motto streikten 5,3 Millionen Frauen in Spanien am Internationalen Frauentag. Frauen managen das Gros der Hausarbeit, stellen die Pflege und Betreuung von Familienmitgliedern sicher. Sie sorgen für preisgünstige Nahrungsmittel, kochen, waschen, putzen – kurzum, sie verbrauchen Arbeitskraft ohne dafür bezahlt zu werden. Umgekehrt arbeiten Frauen in vielen europäischen Ländern ohne Sozial-, Kranken- oder Rentenversicherung. Sie stellen das Gros in Teilzeitarbeit und Minijobs. Sie zerreißen sich oftmals zwischen mehreren schlecht bezahlten Jobs und der Hausarbeit, Pflegearbeit und Kindererziehung. Selbst gut bezahlte Facharbeiterinnen in großen Monopolbetrieben können sich dieser Verantwortung für die Organisierung des Lebens nicht entziehen. Frauen sind in vielen europäischen Ländern Hauptbzw. Alleinverdienerinnen.

Und trotzdem: Frauen erhalten nach wie vor weniger Lohn bei gleicher Arbeit wie ihre männlichen Kollegen – Deutschland ist mit 22% Lohndiskriminierung Spitzenreiter in Europa vor Tschechien und Estland! Weltfrauen Europas fordern: Schluss mit dieser Form der doppelten Ausbeutung und Unterdrückung der Masse der Frauen. Wir fordern gleichen Lohn bei gleicher Arbeit. “Ohne uns steht die Welt still!” Europaweit gleichen sich die Programme der Regierungen: Einsparungen staatlicher Leistungen bei Kinderbetreuung, Gesundheitswesen, Bildung, sozialer Versorgung. Erhöhung des Rentenalters und der Massensteuern. Gleichzeitig bekommen die großen Konzerne großzügig Subventionen aus Staatskassen, Korruption und Gewalt gegen streikende und kämpfende Frauen und Männer nimmt zu. Die rechten und faschistoiden Kräfte in Europa werden immer dreister weil die Regierungen ebenfalls nach Rechts gerückt sind. Die Kirchen fordern jeglichen Schwangerschaftsabbruch zu verbieten, Frauenärzt*innen werden kriminalisiert. Gleichzeitig sind die Kriegsverbrechen gegen Frauen durch Massenvergewaltigung nach wie vor frei während ihre Opfer für ihr Leben gezeichnet sind. Weltfrauen Europas fordern: Schluss mit der Umverteilung von unten nach oben. Freie Entscheidungen von Frauen und Mädchen. Keinen Fußbreit faschistischen Kräften! Wehret den Anfängen. “Ohne uns steht die Welt still!” rufen Frauen in vielen Ländern Europas selbstbewusst. Ihre Wut und der Unmut richten sich immer öfter gegen Regierungen, Staat und rechte Politik. Besonders junge Frauen stehen auf und fordern ihre volle Gleichberechtigung. So in den Warnstreiks für Tariferhöhung und Anerkennung ihrer Arbeit in Industrie und öffentlichen Einrichtungen, für eine Rente in Würde, für die freie Entscheidung zu Kindern, für staatliche Versorgung, Vollzeitarbeitsplätze und Tariflöhne. Besonders am Herzen liegt der kämpferischen Frauenbewegung der Schutz der natürlichen Umwelt und der Weltfrieden. Weltfrauen Europas fordern: Schluss mit der Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Schluss mit imperialistischen Kriegen. Der Kampf für Demokratie und Freiheit und Frauenrechte in Rojava muss leben. “Ohne uns steht die Welt still!” Organisiert sind wir eine Kraft! Nur organisiert werden wir eine gesellschaftsverändernde Kraft! Deshalb: Frauen, Mädchen – organisiert euch in eurem Land in der kämpferischen Frauenbewegung. Werdet Weltfrauen. 1919 Jahren haben unsere Ahnen das Wahlrecht erstritten. 2018 diskutieren Weltfrauen über Wege und Ziel der Befreiung der Frau. Für eine lebenswerte Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung – für die Befreiung der Frau.




Soli-Erklärung: Solidarität der Weltfrauen Europas mit den streikenden Fortuna-Arbeiterinnen und ihren Kollegen – Solidarität mit dem Kampf der Gewerkschaft >Sindikat Solidarnosti<

Bitte besucht auch unsere neue Plattform Arbeitswelt unter https://worldwomensconference.org/blog/category/plattformen/arbeitswelt/

 

Europakoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenzen    der Basisfrauen

Erklärung hier als PDF Datei zum Download

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Fortuna Gracanica-Fabrik

Wir, über 60 Teilnehmerinnen aus ca. 15 Ländern haben auf unserer Europakonferenz der Weltfrauenkonferenzen von eurem Kampf erfahren. Eure mutigen Frauen, Aida, Dita, Borac haben uns berichtet, wie die Rechte der Arbeiter*innen mit Füßen getreten werden, wie ihr kriminalisiert und gedemütigt werdet.

Wir senden euch unsere herzlichsten solidarischen Grüße. Euer Protest und Kampf um eure Arbeitsplätze, die Bestrafung des Direktors wegen Korruption und Betrug die zur Vernichtung eurer Existenzen führte sind gerechtfertigt.

Ebenso ist die Bestrafung der Konkursverwalter die sich als Handlanger des Kapitals erwiesen, gerechtfertigt.

Euer Kampf ist einer von vielen Kämpfe international, deshalb müssen wir unsere gegenseitige Beratung, Informiertheit stärken und uns koordinieren. Das war ein Ergebnis unserer Europakonferenz der Weltfrauen.

Wir Frauen, Arbeiterinnen, Angestellte, Mütter, Kämpferinnen wünschen euch viel Erfolg!

Wir freuen uns, dass zwei eurer mutigen Frauen zu einem Treffen vieler Arbeiter*innen nach Deutschland kommen werden. Das ist der Anfang einer festeren Verbindung über Ländergrenzen hinweg.

 

Es lebe die internationale Solidarität! Die einzig wirkliche Kraft der Arbeiterinnen und Arbeiter!

 

Europakoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenzen    der Basisfrauen

Halinka Augustin/ Niederlande, Susanne Bader/ Deutschland

Zaman Masudi/ Deutschland