Presseerklärung IWA zur Zunahme von Frauenhandel (deutsch)

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Presseerklärung

4.02.2012

 

 

Im Gedenken an den philippinisch-amerikanischen Krieg

Liza Maza von der Internationalen Frauenallianz warnt:

Zunehmende US-Militärpräsenz verstärkt die Prostitution und den Sexhandel mit Filipinas

Die Internationale Frauenallianz (International Women’s Alliance – IWA) schlägt wegen der Politik der USA Alarm, die Militärpräsenz in den Philippinen und der Pazifik-Region in Asien unter dem Projekt “Pazifisches Jahrhundert  Amerikas” zu erweitern. Dieser erneute Vorstoß zur Militarisierung der Region bedeutet den Einsatz von mehr US-Truppen und Kriegsausrüstung und den Erwerb von mehr Einrichtungen und den Zugang für militärische Übungen, schnellen Einsatz der Streitkräfte und die Ausweitung der Stützpunkt-Rechte.

 

Die IWA-Vorsitzende und ehemalige Vertreterin der Gabriela-Frauenpartei sagte: “Die erhöhte US-Militärpräsenz wird die Prostitution und den Sexhandel mit Filipinas innerhalb und außerhalb der philippinischen Grenzen vergrößern.” Sie fügte hinzu: “Filipinas zusammen mit russischen Frauen umfassen bereits die Mehrheit von ausländischen ‘Unterhaltungskünstlerinnen’, die in so genannten Saftbars in der Nähe von US-Basen in Südkorea arbeiten. Viele Filipinas arbeiten ebenfalls als ‘Sängerinnen’ und ‘Tänzerinnen’ in Unterhaltungsbars in der Nähe der US-Basen in Okinawa und auf dem Festland in Japan.” …

Download vollständige Presseerklärung:

Presseerklärung IWA zu Frauenhandel – deutsch

IWA: Women Resist Crisis and War! Fight for National and Social Liberation

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MARCH 8 – INTERNATIONAL WORKING WOMEN’S DAY

STATEMENT

 

www.internationalwomensalliance.wordpress.com

 


Women Resist Crisis and War! Fight for National and Social Liberation!

The current economic and financial crises of the crumbling capitalist system hit women the hardest. The economic and ecological repercussions of these crises increased the vulnerability of women to the different forms of oppression, discrimination and violence inside and outside the home.

Women of the working class were the first to suffer the brunt of the crises. They were the first to be laid off when factories closed down or went bankrupt and had to suffer lower wages and difficult flexible working conditions when hired.  Peasant and indigenous women who are the world’s number one food producers have become the world’s poorest facing unprecedented hunger and poverty as transnational corporations, local landlords and governments rush to steal away millions of hectares of lands for corporate farming, mining, infrastructures, dams, tourism and military use.  They are dislocated and dispossessed from their lands, communities and way of life.

 

Unemployment, lack of social security, and budgetary cuts for social services put women in dangerous positions:  they were forced to leave their families to work as domestic or factory workers in other countries where they face exploitation and abuse, in addition to discrimination and xenophobia immigrant workers are subjected to in host countries.  Many poor women were also forced into prostitution or become victims of trafficking.

Download full press release:

IWA-Aufruf englisch Internationaler Frauentag 2012

Aufruf IWA Internationaler Frauentag 2012 – in deutsch

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MARCH 8 – INTERNATIONAL WORKING WOMEN’S DAY

STATEMENT

www.internationalwomensalliance.wordpress.com

 

Frauen gegen  Krise und Krieg! Kämpft für nationale und soziale Befreiung!

(deutsche Übersetzung)

Die gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrisen des zugrunde gehenden kapitalistischen Systems treffen  Frauen am härtesten. Die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen dieser Krisen haben die  Frauen verwundbarer gemacht für die verschiedenen Formen der Unterdrückung, der Diskriminierung und der häuslichen und außerhäuslichen Gewalt.

Frauen aus der Arbeiterklasse trugen die Hauptlast der Krisen. Sie waren die ersten die entlassen wurden  als Fabriken geschlossen wurden oder in den Bankrott gingen. Sie mussten   niedrigere Löhne und schwierige flexible Arbeitsbedingungen hinnehmen wenn sie Arbeit bekamen. Bäuerinnen und Ureinwohnerinnen, die die hauptsächlichen Erzeuger von Nahrungsmitteln auf der Welt  sind, gehören weltweit zu den Ärmsten. Sie leiden unter noch nie da gewesenem Hunger und  Armut infolge des Landraubs von Millionen von Hektar durch internationale Konzerne, einheimische Grundbesitzer und Regierungen im Interesse  der industrialisierten Landwirtschaft, des Bergbaus, von Infrastrukturen, Dämmen, des Tourismus und für den militärischen Gebrauch. Sie werden umgesiedelt und enteignet, sie müssen ihr Land, ihre Gemeinschaften und Lebensweise aufgeben.  …

Download Aufruf (deutsche Übersetzung)

IWA Aufruf deutsch Internationaler Frauentag 2012

Grußewort von Courage zum Internationalen Frauentag 2012

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Zum Internationalen Frauentag, 8. März

 

Herzliche und solidarische Grüße an die Frauen der Welt!

 

Hallo, liebe Frauen, 23.2.12

der Frauenverband Courage sendet euch herzliche und solidarische Grüße zum

Internationale Frauentag 2012!

Es ist der erste 8. März nach der erfolgreichen Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in

Venezuela. Dort wurde beschlossen: „Das ganze Jahr machen wir eine Kampagne

zum 8. März, um seine historische Bedeutung zurückzuerobern als Tag des

Andenkens und des Kampfs um die Befreiung der Frauen, die auf der ganzen Welt für

ihre Rechte und Befreiung, gegen kapitalistische Herrschaft, Patriarchat, Imperialismus

und für die Befreiung der Menschheit kämpfen.“

Machen wir ihn zu einem gemeinsamen kämpferischen Tag, in solidarischer

Verbundenheit mit den Frauen und Mädchen weltweit!

Weltweit hat sich ein heftiger Kampf für Freiheit und Demokratie Bahn

gebrochen, oft stehen Frauen in den ersten Reihen:

Nach der Atom-Katastrophe im japanischen Fukushima kämpfen vor allem Frauen für

die Entgiftung der Region und die Evakuierung der Kinder. Textilarbeiterinnen in

Kambodscha streiken für eine Bezahlung, von der sie leben können, Triumph-

Arbeiterinnen auf den Philippinen gegen die Schließung des Werkes. Afrikanische

Frauen engagieren sich gegen die immer noch weit verbreitete Genitalverstümmelung.

Auch hier in Deutschland ist eine kämpferische Frauenbewegung im Aufbruch:

Viele Frauen und Mädchen sind aktiv gegen Atomkraft und Kürzungen im

Gesundheitsbereich, für Umweltschutz, Arbeitsplätze und Übernahme nach der

Ausbildung. Ganz aktuell sind auch von der Schließung vieler Läden der

Drogeriemarkt-Kette Schlecker überwiegend Frauen betroffen.

Unser Frauenverband Courage geht am 8. März in zahlreichen Städten auf die Straße

und gestaltet mit anderen Frauen/Organisationen zusammen vielfältigste Aktionen –

mit internationaler Kultur und Musik, Demonstrationen, Festen oder Ausstellungen.

Besonders nehmen wir uns vor, noch mehr Frauen zu gewinnen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr unsere Grüße an eure Frauen übermittelt und

uns auch kurz berichtet, wie es euch geht und was in eurem Land am 8. März geplant

ist. Seit genau 100 Jahren singen Frauen das Lied „Brot und Rosen“:

Her mit dem ganzen Leben – wir wollen Brot und die Rosen dazu!

Frauenverband Courage, Bundesvorstand

Magdalena Kurzeja und Martina Stalleicken

Bundesvorstandssprecherinnen: Brigitte Gebauer

Download:

grußwort frauentag courage

Aufruf Ceni zur Frauendelegation nach Kurdistan im Sommer 2012

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25. Februar 2012

Aufruf zur Unterstützung der Frauenakademie in Amed und zur Frauendelegation im Sommer 2012 nach Kurdistan!

Seit mehreren Jahren werden in Nordkurdistan in Zusammenarbeit mit Frauenorganisationen und der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) Frauenakademien – und Zentren aufgebaut. Hierüber ist bislang nur wenig in der deutschen Öffentlichkeit bekannt. Wir möchten mit einer Frauendelegation die Frauenakademien- und Zentren besuchen, um diese Arbeiten kennenzulernen, uns auszutauschen und voneinander zu lernen.

Die „Frauenakademie Diyarbakir“ ist eines der Projekte, die wir besuchen wollen. Sie wurde am 30. Juni 2010 im Stadtteil Sûr der kurdischen Stadt Amed (türkischer Name: Diyarbakir) gegründet. In einer Selbstdarstellung erklärt die Frauenakademie ihre Ziele, Prinzipen und Lehrinhalte folgendermaßen:

Download:

Aufruf_Frauendelegation_2012

 

Deutschland: Zweite Rote Karte für Jörg Kachelmann am 30. Januar

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Legt schon mal die warmen Wintermäntel raus, denn unser nächster Protest gegen rape culture, justizielle Untätigkeit in Sachen Sexualdelikten und vor allem Kachelmanns routinemäßiger Diffamierung von Betroffenen finden während einer angekündigten Kältewelle statt. Anders als in Indien werden wir hier Minusgrade haben, was uns aber nicht vom Demonstrieren abhalten wird. Denn was viele bei der Berichterstattung über die Vergewaltigungsfälle in Indien und den darauffolgenden Protesten übersehen, nicht wahrhaben wollen oder schlicht nicht wissen, ist, dass die Zustände hierzulande ebenfalls desaströs sind.

Wir wollen nicht relativieren, was in Indien passiert ist und weiter passiert, aber wir wollen deutlich machen, dass ein gesellschaftliches Umdenken auch hierzulande notwendig ist. Wir wollen einen Wandel hin zu einem Bewusstsein, das nicht nur die extremen Gewaltexzesse verurteilt und ablehnt, sondern jegliche Übergriffigkeit. Und wir wollen einen Rechtsstaat, der seine Verpflichtung zum Schutz sexueller Unversehrtheit ernst nimmt: einen, der nicht über 80% aller Vergewaltigungs-Anzeigen einstellt, wie es derzeit der Fall ist. Wir wollen ein Bewusstsein, das diese Übergriffe wahrnimmt und vor allem Konsequenzen daraus zieht: Hilfe und Solidarität mit den Betroffenen, Ächtung der Täter.

Kachelmanns Botschaften, die er über sämtliche Medien verbreitet, sind eine ungehemmte Förderung der Vergewaltigungskultur, in der Betroffene weiter zum Schweigen gebracht werden sollen. Denn anders als von Kachelmann behauptet, haben Frauen hierzulande mitnichten ein sogenanntes „Opfer-Abo“, ganz im Gegenteil. Das hat jetzt auch die Jury der sprachkritischen Aktion “Unwort des Jahres” gewürdigt und “Opfer-Abo” zurecht zum Unwort des Jahres 2012 ernannt.

Am 30.1.2013 findet der nächste Termin von Kachelmanns Schadensersatzprozess statt. Er verklagt die Nebenklägerin des Vergewaltigungsprozesses auf Schadensersatz für Gutachten, die er selbst in Auftrag gegeben hat. Wir haben seine Äußerung und die Unwort-Aktion aufgegriffen und werden vor Ort „Opfer-Abos“ an alle Interessierten verteilen.

Proteste gegen sexuelle Gewalt: jetzt auch in Deutschland!

Termin: 30.1.2013, Treffen 13:00 (Prozessbeginn: 14:00)

Ort: Landgericht Frankfurt, Gebäude E

Kommt zum Prozess, bringt Plakate und Trillerpfeifen oder einfach euch selbst mit und lasst uns gemeinsam ein Statement gegen rape culture und ihre Auswüchse in Form von Kachelmann’schen Falschbehauptungen abgeben. Jede Person, die kommt, stärkt durch ihre Anwesenheit den Erfolg dieses nötigen Protests!

Bitte meldet euch aus organisatorischen Gründen vorher bei uns, unter dem Betreff „Protest“. Wir helfen euch auch gerne, Fahrgemeinschaften zu organisieren:

http://ifgbsg.org/

 

 

 

 

Der ehemals beliebte Talkshow- und Wettermoderator Jörg Kachelmann zieht derzeit vor Gericht. Er will über 13.000 Euro „Schadenersatz“ von seiner ehemaligen
Freundin. Diese hatte ihn wegen schwerer Vergewaltigung angezeigt. Er wurde im Mai 2011 freigesprochen, weil es begründete Zweifel an seiner Schuld gegeben habe. Gleichzeitig betonte der damalige Richter Manfred Seidling vom Landgericht Mannheim, die Kammer sei nicht von der Unschuld des Angeklagten überzeugt.

Kachelmann will nun von seinem mutmaßlichen Opfer das Geld zurück haben für Gutachten, die er selbst in Auftrag gegeben hat und die vermutlich die Grundlage der „begründeten Zweifel“ gebildet haben. Damit jedoch nicht genug.

Zugleich lanciert er über Buchveröffentlichung, Spiegel-Interview und Talkshow den Vergewaltigungsmythos der rachsüchtigen Falschbeschuldigerin. Gekrönt wird das durch Aussagen von ihm und seiner Frau Miriam, es gäbe eine „Opferindustrie“, und Frauen hätten das „Opfer-Abo“: „Richter verurteilen lieber mal einen Unschuldigen, als sich sagen lassen zu müssen, dass einem vermeintlichen Opfer keine Gerechtigkeit widerfuhr“, behauptet Kachelmann (Spiegel 41/2012), der nach dem Prinzip „im Zweifel für den Angeklagten“ freigesprochen wurde.

Dieser Feldzug verhöhnt und diffamiert alle Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt oder Belästigungen geworden sind und werden. Tatsächlich wird nach Schätzung von Experten in Deutschland nur jede 20. Vergewaltigung zur Anzeige gebracht, in gerade 13 Prozent der verhandelten Fälle werden die Angeklagten verurteilt – überwiegend zu Bewährungsstrafen. Die Quote der Falschanschuldigungen bei Vergewaltigungen liegt bei 3 %, ähnlich wie die bei anderen Delikten.

Die „Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt“ organisiert Protestaktionen zu Kachelmanns Gerichtsterminen. Der nächste Termin findet statt am:

30.01.2013 Landgericht Frankfurt, Gebäude E, Hammelsgasse 1,  Frankfurt.

Die Initiative schreibt auf ihrer Homepage:

Wir bitten Euch, uns zahlreich vor Ort zu unterstützen – und somit ein klares Zeichen gegen die Verbreitung von solch gefährlichen Ansichten zu setzen. Wir laden dazu ein, unsere Initiative zu unterstützen und persönlich zu erweitern. Unsere Treffen finden alle 14 Tage abwechselnd in Frankfurt und Mainz mittwochs statt. Nächster Termin:  voraussichtlich 09. Januar 2013 in Mainz.

Weitere Informationen und Kontakt:

http://fuer-gerechtigkeit.jimdo.com/

 

 

 

Resolution 1 der Europakonferenz Januar 2012 4 languages

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Download:  120109 Resolution der Europakonferenz vom 07-01-2012   in deutsch

120122 Resolution of the European Conference english        in englisch

120131 resolution europakonferenz tuerkisch                          in türkisch

Резолюция Европейской конференции женщин мира in russisch 120615 Resolution europ Frauenkonferenz jan 2012 russisch

 

Resolution der Europakonferenz der Weltfrauen
Wir europäische Delegierte der Weltfrauenkonferenz sind stolz und begeistert über das erfolgreiche Pilotprojekt der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen im März 2011 in Caracas, trotz aller Widrigkeiten, Fehler und Probleme. Die  Weltfrauenkonferenz hat unsere Herzen erwärmt und unseren Geist angeregt. Auch wenn die Basisfrauen materiell arm sind, sind sie doch reich an Kraft, Erfahrungen und Visionen. Wir werden als Weltfrauen in Europa an der Umsetzung der Resolution von Caracas arbeiten und insbesondere  mit der Arbeit zu den drei gemeinsamen Kampftagen 8. März, 1. Mai und 25. November die kämpferische Frauenbewegung in unseren Ländern stärken.
Das Positive dieser Konferenz werden wir bewahren, höher entwickeln  und die Fehler überwinden:
•    Wir bekräftigen die Dokumente – Aufruf und Prinzipien – der Weltfrauenkonferenz und werden auch in Zukunft auf dieser Grundlage arbeiten.
•    Die Teilnahme am Massenprogramm und Generalversammlung muss jeweils für alle möglich sein. Sie dürfen sich nicht überschneiden. Für beides muss ausreichend Zeit sein, z. B. jeweils zwei Tage. Zuerst die Workshops, dann die Generalversammlung.
•    Wir bestehen auf klaren Meinungsbildern und auf die Möglichkeit, durch Abstimmungen demokratische Entscheidungen herbei zu führen.
•    Von Sitzungen des weltweiten Komitees müssen Protokolle beschlossen und veröffentlicht werden. Sie müssen auch aufgetauchte Meinungsverschiedenheiten fest halten.
•    Wir kritisieren die Verfälschung des Konsensprinzips,  wodurch Minderheiten den Anderen – der Mehrheit –  ihre Meinung aufzwingen konnten. Z. B. standen 225 kolumbianische Frauen in 6 Bussen an der Grenze und die venezolanische Regierung ließ sie nicht passieren. Die große Mehrheit der Generalversammlung wollte eine Resolution dazu, aber sie wurde nie geschrieben, weil einige wenige Frauen der Meinung waren, das würde die venezolanische Regierung provozieren. Das war ein undemokratisches Verhalten, das wir kritisieren.
•    Wir kritisieren das undemokratische Verhalten derjenigen, die die Kurdinnen und ihre Kritik auf der Weltfrauenkonferenz unterdrückt haben. Das hat gegen unsere Prinzipien verstoßen und wir erwarten von den Verantwortlichen, dass sie sich dazu noch selbstkritisch äußern. Das darf nie wieder vorkommen. Dieser Fehler muss wie Feuer brennen. Spaltung von uns Frauen dient immer nur den Herrschenden.
•    Wir bestehen auf einem gleichberechtigten und multilateralen Vorbereitungs- und Organisationsprozess für die Vorbereitung und Durchführung der Weltfrauenkonferenz 2016. Gastgeberinnen müssen sich künftig bei ihrer Bewerbung verpflichten, gleichberechtigt, multilateral und solidarisch mit allen Trägerinnen der Weltfrauenkonferenz zusammen zu arbeiten sowie über die Entwicklung in ihrem Land zu informieren und über Probleme zu berichten.
•    Die Initiatorinnen bzw. Koordinatorinnen müssen künftig gegenüber den Frauen offen sein, sie auch über Konflikte informieren, Publizität herstellen und sich mit den Frauen aus ihren Ländern oder Kontinenten beraten.
•    Wir möchten für die zweite Weltfrauenkonferenz  ausdrücklich auch organisierte Frauen und ihre Organisationen ansprechen. Wir müssen den Eindruck vermeiden, dass mit „Basisfrauen“ nur die unorganisierten Frauen gemeint sind. Organisationen müssen auf der Weltfrauenkonferenz die Möglichkeit haben, sich darzustellen und zusammenschließen zu können. Wir wollen noch mehr Frauen und Organisationen aus ganz Europa gewinnen.  (Linke, revolutionäre) Parteien werden bei uns nicht ausgegrenzt, sondern sind willkommener Bestandteil, wenn sie gleichberechtigt und überparteilich arbeiten.
Wir arbeiten daran, europaweit in jedem Land Komitees der Weltfrauen zu fördern und uns gegenseitig zu informieren. Wir schlagen den Komitees in den einzelnen Ländern vor, Jahresprogramme ihrer Arbeit zu machen und die anderen Länder über die Website darüber zu informieren.
Wir bilden ein Europakomitee. Seine Aufgabe besteht in der Koordinierung der europaweiten Arbeit. Sie ist an die Beschlüsse der Europakonferenzen gebunden.
Wir streben ein europaweites einheitliches Auftreten an den drei Aktionstagen an, ggf. mit einem einheitlichem Aufruf, Slogans, Emblemen … Das künftige Europakomitees soll rechtzeitig Vorschläge machen und ein Meinungsbild herstellen.
Die Ergebnisse der Weltfrauenkonferenz und des Europatreffens sollen breit publiziert und bekannt gemacht  werden, aber auch an die UNO und unsere Regierungen gegeben werden, um unserer Bewegung eine starke Stimme zu verleihen.
Die neue Webseite, die bisher in Deutschland geführt wurde, wird einfach zu bedienen und mehrsprachig sein und im Lauf des nächsten Jahres sollen alle Komitees der Weltfrauen in Europa das Recht bekommen Beiträge einzustellen. Dafür werden wir eine Ausbildung anbieten.
Wir sollten eine Hymne der Frauen der Welt komponieren und eine große Ausstellung über Leben und Kampf der Frauen erstellen. Wir schlagen einen internationalen Songcontest auf der Weltfrauenkonferenz 2016 vor, um dort das schönste Lied zur Hymne der Frauen der Welt zu wählen.
Die EU ist weltweit eine Region riesigen Reichtums, aber durch die Herrschaft der mächtigen europäischen Konzerne und ihrer Regierungen ein mächtiger reaktionärer Pol und wir Weltfrauen in Europa bieten ihr die Stirn. Die EU wälzt brutal die Lasten der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Massen, insbesondere auf die Frauen, Arbeiter und Kinder ab. Am brutalsten merken wir das bisher in Griechenland.  Die EU und der ganzen „Schengen-Raum“ schottet sich ab gegen Migrationsströme aus anderen Ländern ab, obwohl Armut, Hunger und Unterdrückung in diesen Ländern oftmals durch die imperialistischen Staaten verursacht sind. Die EU-Konzerne und Regierungen zerstören die Umwelt & bauen erkämpfte Errungenschaften wieder ab. Sie betrügen die Menschen und unterdrücken die Kämpfe der Massen mit repressiver Staatsgewalt. Mit Hilfe der  antikommunistischen Kampagne der EU wird versucht, sie davon abhalten, über gesellschaftliche Alternativen und revolutionäre Veränderungen nachzudenken.
Die Masse der Frauen steht im Visier dieser reaktionären Politik. Sie wird doppelt ausgebeutet und unterdrückt, Frauen werden vergewaltigt oder getötet, viele sind zur Flucht gezwungen.
Aber die Frauen stehen auf und organisieren sich, stehen im Zentrum der Kämpfe.  Der  „Arabische Frühling“ als Aufstand für Demokratie und Freiheit hat uns begeistert und beeindruckt. Inzwischen sehen wir mit Sorge, dass die Ziele dieser Aufstände, erste Errungenschaften und insbesondere die zentrale Rolle der Frauen wieder mit Füßen getreten werden. Damit werden sich die Frauen in den arabischen Ländern niemals abfinden und wir sind solidarisch und zutiefst verbunden mit ihnen.  Wir sind solidarisch mit allen Frauen der Welt, die besonders unterdrückt sind und das bringen wir in einer extra Resolution zum Ausdruck.
Wir würden es begrüßen, wenn die nächste Weltfrauenkonferenz in Asien stattfindet, wo sich Millionen von Frauen für ihre Rechte organisieren. Wir werden dafür kämpfen, dass überall auf der Welt die Ziele der Weltfrauenkonferenz bekannt und ernst genommen werden.
In diesem Sinne wollen wir zusammenarbeiten mit allen Frauenorganisationen und Strömungen der internationalen Frauenbewegung, wo diese Ziele auf offene Ohren stoßen. Erfüllen wir die Schlussresolution von Caracas mit Leben: Der Internationalismus muss Leitlinie in unserem ganzen Alltag werden.
Einstimmig und ohne Enthaltung beschlossen von den anwesenden Delegationen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schweiz am 07.02.2012

Rechenschaftsbericht und Beschlüsse 1. Welttreffen für die 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien (Deutsch, Francais)

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Europa-Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, Monika Gärtner-Engel und Halinka Augustin, 2. November 2012
An das Europakomitee der Weltfrauenkonferenz
An den Kämpferischen Frauenrat in Deutschland
Rechenschaftsbericht der Europa-Koordinatorinnen
über das 1. Welttreffen der gewählten Koordinatorinnen für die 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien

Teilnehmerinnen an diesem Welttreffen waren:

aus Afrika Clariste Soh-Moube und Bulelwa Charlie,

aus Asien Joms Salvador aus den Philippinen (Shiela aus Nepal hatte kein Visum erhalten),

aus Europa Halinka Augustin und Monika Gärtner-Engel,

aus Lateinamerika Cecilia Jaramillo und Susana Galli,

als Beobachterinnen  zwei Vertreterinnen aus dem Nahen und Mittleren Osten

Das Treffen war  insgesamt sehr erfolgreich.

Die wesentlichen Ergebnisse:

  • Eine verabschiedete Auswertung der Weltfrauenkonferenz 2011
  • Einhellig ist auch der Beschluss, die nächste Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien durchzuführen. Über die Auswahl zwischen den drei Ländern entscheidet das nächste Welttreffen. Bis dahin sollen sich die Länder mit einer ausführlichen Präsentation vorstellen. Asien soll eine Empfehlung an das nächste Welttreffen geben.
  • Das nächste 2. Welttreffen 2013 findet in Afrika statt.
  • Die von uns Europa-Koordinatorinnen vorgelegten Dokumente zu den Aufgaben und Arbeitsweise der Koordinatorinnen konnten noch nicht verabschiedet werden.
  • Am Schluss wurden Resolutionen verabschiedet zur Solidarität mit politischen Gefangenen und der Situation im Nahen/Mittleren Osten, Philippinen, Bergarbeiter und Bergarbeiterfrauen Südafrika, Kämpfe in Europa gegen die Abwälzung der Krisenlasten und ein Brief an Anna Soto zur Würdigung ihrer Rolle und herzliche Grüße von der Konferenz.

Das Welttreffen begann mit einem festlichen Empfang am Sonntag den 16. September. Es gab  Kultur, Grußworte von Organisationen, Vorstellung der Koordinatorinnen, sowie der Helfer und Übersetzer.  Es war ein ganz toller Auftakt, auch mit einem  köstlichen Buffet. .

Am Montag, den 17. September, wurde die vorgeschlagene Tagesordnung mit einigen Modifikationen angenommen.

Claristes  Begrüßung war eine sehr bewegende Eröffnung. Sie sagte, wir müssen vor der Geschichte der kämpferischen Weltfrauenbewegung den Anspruch einlösen, die kämpferische Frauenbewegung der Welt zusammenzubringen. Was wir vor allem brauchen ist Respekt, Vertrauen und Grundsätze.

Dann folgte ein Power-Point-Vortrag „Ein schneller Flug zu den Kämpfen der Frauen der Welt“ von Monika.

Beim Tagesordnungspunkt der Länderberichte, Regionalberichte, Kontinentalberichte  hatte jeder 15 Minuten Zeit und  dann blieben 15 Minuten für Fragen und Diskussion.

Dann wurde die Resolution von Caracas verlesen und dann in die Auswertung der ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen übergegangen. Das war eine sehr lange Diskussion, die sehr viele gute und vereinheitlichte Punkte in der positiven Würdigung der Weltfrauenkonferenz beinhaltete. Zugleich gab es verschiedene Kritiken, die im Wesentlichen von Europa, Afrika, Asien und Naher/Mittlerer Osten gemeinsam kamen. Vor allem an großen Problemen in der Logistik, Unklarheiten über die politische Situation in Venezuela, undemokratisches Verhalten gegenüber den Kurdinnen usw. Das ist im einzelnen in den einzelnen Teilen festgehalten. Kontrovers dazu wurde eine Darstellung der Arbeit von Ana Soto/ von Lateinamerika diskutiert, und außerdem, dass sich die zwei Säulen nicht bewährt hätten. Nicht zuletzt wurde doch tatsächlich das Dokument der WFK („Caracas Resolution“) in Frage gestellt. Ebenso, dass am 9.3. ein erstes Auswertungstreffen, notgedrungen ohne Ana Soto und Susana stattfand. Dem sind wir entschieden entgegen getreten. Von der Lateinamerika-Konferenz wurde vertreten, dass die Generalversammlung für künftige Weltfrauenkonferenzen abgelehnt wird. Dem wurde entgegengehalten, dass das überhaupt nicht in der Macht der Koordinatorinnen steht, sondern ein klarer Beschluss von Caracas ist, dass auf den grundlegenden Organisationsstrukturen usw. weiter gearbeitet wird. Alle anderen hatten Kritiken an der parallelen Durchführung von Generalversammlung und Massenprogramm. Es wurde  eine Kommission gebildet, die das Dokument „Auswertung der 1. Wetfrauenkonferenz“ zur späteren Beschlussfassung vorbereitete. Für uns machte da dankenswerter Weise Halinka mit.

Am zweiten Tag, am Dienstag, 18. September folgte die Diskussion über den Kontinent der 2. Weltfrauenkonferenz. Einhellig wurde Asien und der Entscheidungsprozess über die drei Länder beschlossen.

TOP 7 war die Beschwerde von Karin Scheller. Sie war zur Kontinentalkonferenz Lateinamerika nach Brasilien eingeladen worden, aber dann beim Diskussionspunkt „Auswertung der 1.Weltfrauenkonferenz“ durfte sie nicht teilnehmen. Es gab keine einheitliche Stellungnahme des Treffens, aber es war ein wichtiger Punkt. Clariste sagte  zusammenfassend,  es sei sehr wichtig, dass Karin diese Beschwerde vorgebracht hat, denn so kann man nicht zusammenarbeiten und insofern war das für den Respekt wichtig.

Der TOP Aufruf zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz wurde nicht durchgeführt, weil es am Schluss der Auswertung einen Abschnitt „Schlussfolgerungen“ gibt. Ein extra Aufruf soll später verabschiedet werden.

Im TOP über die Aufgaben der Koordinatorinnen wurde ein erster Gedankenaustausch dazu begonnen. Aber es konnte noch keine vereinheitlichte Konzeption beschlossen werden. Es wurde auch erörtert, ob gegebenenfalls ein Büro der Welt-Koordinatorinnen eingerichtet werden soll. Bei der ersten Erörterung der Geschäftsordnung ging es vor allem um das Konsensprinzip kontra Vetoprinzip und Verfälschung. Wir haben von Europa aus  eine Ausgestaltung des Konsensprinzips vorgeschlagen – Ringen um Einvernehmlichkeit, am Ende Meinungsbild und gegebenenfalls Abstimmung. Hier wurde besprochen, dass unsere Vorschläge in den Kontinenten und Regionen diskutiert werden und beim nächsten Treffen verabschiedet werden.

Beim TOP finanzielle Unabhängigkeit der Konferenz wurde eine sehr gute Übereinkunft erreicht, dass alle in der Kleinarbeit sammeln und Anstrengungen unternehmen. Ihr könnt sie dem Beschlussblatt entnehmen.

Ein TOP befasste sich mit der Ausgestaltung der drei Kampftage und der interkontinentalen und kontinentalen Zusammenarbeit.

Ein Höhepunkt der Konferenz war die Beschlussfassung und Unterzeichnung des Ergebnisprotokolls des 1. Welttreffens. Wir hatten die neue Methode, dass ständig die Beschlüsse mitgeschrieben werden. Dadurch wurde am Ende ein Beschlussprotokoll vorgelegt, das bereits in alle Sprachen übersetzt war und die Verabschiedung dieses Beschlussprotokolls ging sehr schnell vor sich. Wir bestanden darauf, dass es alle persönlich unterzeichnen.

Das Dokument Auswertung der 1. Weltfrauenkonferenz ist das Schlüsseldokument. Darüber gab es auch die Hauptdiskussion. Hier legte die Kommission das Dokument in englischer Sprache vor. Das war relativ kompliziert und es kamen viele Änderung und Ergänzungen. Widersprüchlich wurde erneut die Frage der Säulen, der Dokumente und der Bewertung von Anna Soto aufgeworfen. Nachdem abzusehen war, dass die Bewertung der Stärken und Schwächen nicht vereinheitlicht werden kann, machte Monika den Vorschlag, das “erweiterte Konsensprinzip” aus den Prinzipien anzuwenden. Das bedeutet, sowohl die vereinheitlichte Position als auch die Widersprüche festzuhalten. Über die Bewertung der Stärken der Konferenz waren wir uns einig. Die Schwächen werden unterschiedlich bewertet. In der Tendenz sind sich aber Asien, Afrika, naher und mittlerer Osten sowie Europa einig – gegen die Positionen von Lateinamerika.

Das Dokument enthält so im 1.Teil eine Würdigung der 1.Weltfrauenkonferenz und im 3.Teil einen vereinheitlichten Ausblick. Diese Teile sind gemeinsamer Standpunkt. Dazwischen im 2.Teil sind die Standpunkte der einzelnen Kontinente aufgeführt. Nach der redaktionellen Schlussbearbeitung wurde das Dokument einhellig verabschiedet und von allen ausgedruckt und auf jeder Seite des Dokumentes (!) persönlich unterzeichnet und auf einer CD auch in allen Sprachen ausgegeben. Das ist ein großer Erfolg und eine gute Vorbeugung, dass nicht wieder die Dokumente infrage gestellt werden.

Das Ziel, die Dokumente in dieser Weise zu verabschieden und festzuhalten erforderte allerdings Nachtarbeit bis drei Uhr, bzw. bis fünf Uhr von den Übersetzern. Für diesen Prozess müsste man eigentlich einen ganzen Tag einplanen!

Der Mittwoch folgte noch ein wunderschönes Kulturprogramm. Wir gingen zuerst zum  antifaschistischen Mahnmal. Dort wurden bewegende Ansprachen gehalten über die Novemberrevolution in Stuttgart und die Rolle der Arbeiter dabei. Ein Beitrag würdigte Clara Zetkin in Stuttgart und ein Beitrag die Antifaschistin und Kommunistin Lilo Hermann. Am antifaschistischen Denkmal wurde ein Gesteck niedergelegt „Koordinatorinnen des ersten Welttreffens – Clara wir tragen die Fackel weiter“. Lieder wurden gesungen, wir waren alle sehr begeistert und gerührt. Eine Aktivistin von Stuttgart 21, ging mit uns zum Hauptbahnhof und erzählte über Stuttgart 21. Nach einem schönen Mittagessen ging es in die Weinberge. Dort erzählte ein Daimler-Kollege sehr beeindruckend über den internationalen Konzern Daimler, seine kämpferische Belegschaft und die B10-Besetzung. Im Arbeiterbildungszentrum, bei Kaffee und Kuchen kamen weitere Daimler-Arbeiter zum gemeinsamen Gespräch. Abschließend nach zwei Liedern fuhren alle nach Hause.

Zu danken bleibt noch allen, die mit halfen, dass das Treffen erfolgreich durchgeführt wurde.   Das Arbeiterbildungszentrum war ein sehr guter Rahmen und die Mitarbeiter haben sich größte Mühe gegeben. Die Vorbereitungsgruppe hat sehr sorgfältig, mit viel Liebe zum Detail und auf einem hohen Niveau das Treffen vorbereitet. Übersetzerinnen und Protokollantinnen haben eine sehr engagierte, kompetente und unermüdliche Arbeit geleistet. Kämpferischer Frauenrat und Helfer, alle haben wunderbar gut zusammengearbeitet. Insgesamt war es eine gute und herzliche Atmosphäre.

Die Weichen für die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 sind gestellt!

Download Rechenschaftsbericht: 

121102 Bericht der EU-Koord. ueber das 1. weltweite Koordinatorinnen Treffen zur 2.WFK – end – DE

en francais: 120918 Rencontre mondiale des coordinatrices evaluation 1ere CMF – FR

 

Download Beschlüsse: 121106 Beschluesse für Homepage – DE

en Francais: 120918 Rencontre mondiale des coordinatrices – Procès-verbal des décisions – FR

Protokoll der Beschlüsse:

Weltweites Treffen der Koordinatorinnen zur Vorbereitung der 2.Weltfrauenkonferenz 2016

am 17./18.September.2012 in Stuttgart/Deutschland

 

Teilnehmerinnen Liste
Kontinent Koordinatorin Land
Afrika Clariste Mali
Afrika Bulelwa Südafrika
Asien Joms Philippinen
Asien Nicht anwesend
Lateinamerika Cecilia Ecuador
Lateinamerika Susana Argentinien
Europa Halinka Niederlande
Europa Monika Deutschland
Als Beobachterinnen:
Naher/Mittlerer Osten Anna
Naher/Mittlerer Osten Delsha

 

Protokoll der Beschlüsse
I. Die vorgeschlagene Tagesordnung (s. Anlage) wird angenommen mit  Änderungen bzw. Präzisierungen (…)
II. Der Teilnahme der Beobachterinnen aus dem Nahen und Mittleren Osten wird begrüßt.Am 1. Tag – insbesondere bei Punkt 4 und Punkt 6 – sind sie gleichberechtigte Diskussionspartnerinnen.Am 2. Tag, an den TOP die zukünftige Fragen und Entscheidungen zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz behandeln, nehmen sie ausdrücklich als Beobachterinnen teil. Wenn es gewünscht wird, sind sie bereit, ihre persönlichen Meinungen kundzutun.
III. Ein Aufruf zur Vorbereitung der 2.Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 und die genaue Ausgestaltung der Weltfrauenkonferenz, sowie Datum und Land der Konferenz sollen auf dem nächsten weltweiten Treffen der Koordinatorinnen besprochen und entschieden werden.Die unterschiedlichen Vorschläge werden allen Kontinenten/Regionen mit den dazu gehörigen Argumenten und Diskussionen übermittelt. (innerhalb von 3 Monaten)In diesem Zusammenhang hat das Welttreffen eine koordinierende Funktion, die auf der Grundlage der Resolution von Caracas wahrgenommen wird.
IV. Das Koordinatorinnen-Treffen beglückwünscht Asien für seine frühzeitige Bewerbung Austragungsort der nächsten Weltfrauenkonferenz zu sein.Es stimmt zu, dass Asien Kontinent der nächsten Weltfrauenkonferenz ist.Für die Entscheidung, in welchem Land in Asien die Weltfrauenkonferenz statt finden soll,  bitten das Koordinatorinnen-Treffen die Vertreterinnen aus den drei Ländern Nepal, Sri Lanka und Indien bis in sechs Monaten je eine detailreiche Präsentation zu erstellen, um sie  besser kennen zu lernen.Darin sollen vorgestellt werden: die Länder, die politischen Bedingungen in diesen Ländern, die Organisationen, ihre Kapazitäten der Vorbereitung, der Logistik (Räume, Unterbringung, Strom, Wasser, usw.) eine Weltfrauenkonferenz auszutragen.

Vorrangig soll sich das kontinentale Komitee in Asien über den Austragungsort einigen und ihn dem nächsten Welttreffen vorschlagen.

Die Entscheidung soll auf dem nächsten Koordinatorinnen-Treffen getroffen werden.

V. Die Koordinatorinnen tragen die beiden Vorschläge der Europakoordinatorinnen zur Arbeitsweise und Aufgabenstellung der Koordinatorin und zur Geschäftsordnung in ihre Kontinente und Regionen.Sie fördern die Meinungsbildung dazu bis zum nächsten Welttreffen.Die europäischen Koordinatorinnen werden beauftragt, den Vorschlag eines Büros bis zum nächsten Welttreffen genauer zu begründen und in seinen Zielen und Arbeitsweisen zu präzisieren.
VI. Das weltweite Vorbereitungskomitee der 2. WFK 2016 besteht aus den je zwei gewählten Koordinatorinnen der Kontinente und Regionen mit je zwei  Stellvertreterinnen. Zur Vorbereitung der 2. WFK 2016 in Asien kommen ab dem 2. Welttreffen zwei weitere Koordinatorinnen aus Asien hinzu.Die Einladung von Gästen soll offen und flexibel gehandhabt werden. Insbesondere sollen die jeweiligen Gastgeberinnen einer WFK zur anschließenden Auswertungskonferenz eingeladen werden.Die Ursprungsinitatorinnen bzw. ihre Organisationen bleiben wertvolle Begleiterinnen und Beraterinnen und sind als Gäste stets willkommen.
VII. Afrika wird Gastgeberin des 2. Welttreffens der Koordinatorinnen sein. Bis Ende Oktober 2012 teilen die afrikanischen Koordinatorinnen mit, in welchem Land das Treffen stattfinden wird und welchen genauen Zeitpunkt im Jahr 2013 sie vorschlagen.Das 1. weltweite Koordinatorinnen-Komitee erklärt sich kollektiv dafür verantwortlich, dieses Treffen solidarisch zu finanzieren.
VIII. Zusammenfassung FinanzenDie finanzielle Unabhängigkeit ist von fundamentaler Bedeutung für den Weltfrauenkonferenz-Prozess und wurde auf der 1. Weltfrauenkonferenz erfolgreich praktiziert.Alle entwickeln Anstrengungen zur Sammlung von Geld unter den Massen und wenn es kleine und kleinste Beiträge sind. Wir wollen nie abhängig sein von großen Geldgebern, NGOs oder UNO – Organisationen.Geldfragen sind sehr sensibel und Vertrauensfragen! Deshalb müssen wir geeignete Rechts- und Organisationsformen finden um alle Geldgeschäfte ohne Verluste und sicher zu tätigen. Wir müssen sehr sparsam sein.

Solidarität und Geldspenden sind gut, aber Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen ist besser. Hier bringt jeder seine besonderen Ressourcen ein und stärkt das Selbstbewusstsein und die Selbstachtung.

Wir arbeiten schon jetzt mit Zielstrebigkeit und Kreativität  auf einen gemeinsamen solidarischen Fond und die unabhängige Finanzierung der 2.Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien hin. Das ist eine gemeinsame Verantwortung.

IX. Zusammenfassung zur ZusammenarbeitDie drei internationalen Kampftage sind vorrangig im Prozess der Weltfrauen­konferenz. Es gibt weitere in den einzelnen Ländern wie den Gedenktag an Soweto von Afrika oder den Umwelttag von Europa.Es ist wichtig die Kommunikation untereinander weiter zu entwickeln mit einer geschützten Mailingliste und Skype-Konferenzen je nach den Erfordernissen.Wir nutzen jedenfalls das Internet mit Wachsamkeit und Vorsicht.

Alle sind dringend aufgefordert, die Website (www.conferenciamondialdemuje­res.org)mit ihren Beiträgen zu bereichern. Alle Koordinatorinnen können die Zu­gangsdaten erhalten.