Resolution 1 der Europakonferenz Januar 2012 4 languages

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Резолюция Европейской конференции женщин мира in russisch 120615 Resolution europ Frauenkonferenz jan 2012 russisch

 

Resolution der Europakonferenz der Weltfrauen
Wir europäische Delegierte der Weltfrauenkonferenz sind stolz und begeistert über das erfolgreiche Pilotprojekt der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen im März 2011 in Caracas, trotz aller Widrigkeiten, Fehler und Probleme. Die  Weltfrauenkonferenz hat unsere Herzen erwärmt und unseren Geist angeregt. Auch wenn die Basisfrauen materiell arm sind, sind sie doch reich an Kraft, Erfahrungen und Visionen. Wir werden als Weltfrauen in Europa an der Umsetzung der Resolution von Caracas arbeiten und insbesondere  mit der Arbeit zu den drei gemeinsamen Kampftagen 8. März, 1. Mai und 25. November die kämpferische Frauenbewegung in unseren Ländern stärken.
Das Positive dieser Konferenz werden wir bewahren, höher entwickeln  und die Fehler überwinden:
•    Wir bekräftigen die Dokumente – Aufruf und Prinzipien – der Weltfrauenkonferenz und werden auch in Zukunft auf dieser Grundlage arbeiten.
•    Die Teilnahme am Massenprogramm und Generalversammlung muss jeweils für alle möglich sein. Sie dürfen sich nicht überschneiden. Für beides muss ausreichend Zeit sein, z. B. jeweils zwei Tage. Zuerst die Workshops, dann die Generalversammlung.
•    Wir bestehen auf klaren Meinungsbildern und auf die Möglichkeit, durch Abstimmungen demokratische Entscheidungen herbei zu führen.
•    Von Sitzungen des weltweiten Komitees müssen Protokolle beschlossen und veröffentlicht werden. Sie müssen auch aufgetauchte Meinungsverschiedenheiten fest halten.
•    Wir kritisieren die Verfälschung des Konsensprinzips,  wodurch Minderheiten den Anderen – der Mehrheit –  ihre Meinung aufzwingen konnten. Z. B. standen 225 kolumbianische Frauen in 6 Bussen an der Grenze und die venezolanische Regierung ließ sie nicht passieren. Die große Mehrheit der Generalversammlung wollte eine Resolution dazu, aber sie wurde nie geschrieben, weil einige wenige Frauen der Meinung waren, das würde die venezolanische Regierung provozieren. Das war ein undemokratisches Verhalten, das wir kritisieren.
•    Wir kritisieren das undemokratische Verhalten derjenigen, die die Kurdinnen und ihre Kritik auf der Weltfrauenkonferenz unterdrückt haben. Das hat gegen unsere Prinzipien verstoßen und wir erwarten von den Verantwortlichen, dass sie sich dazu noch selbstkritisch äußern. Das darf nie wieder vorkommen. Dieser Fehler muss wie Feuer brennen. Spaltung von uns Frauen dient immer nur den Herrschenden.
•    Wir bestehen auf einem gleichberechtigten und multilateralen Vorbereitungs- und Organisationsprozess für die Vorbereitung und Durchführung der Weltfrauenkonferenz 2016. Gastgeberinnen müssen sich künftig bei ihrer Bewerbung verpflichten, gleichberechtigt, multilateral und solidarisch mit allen Trägerinnen der Weltfrauenkonferenz zusammen zu arbeiten sowie über die Entwicklung in ihrem Land zu informieren und über Probleme zu berichten.
•    Die Initiatorinnen bzw. Koordinatorinnen müssen künftig gegenüber den Frauen offen sein, sie auch über Konflikte informieren, Publizität herstellen und sich mit den Frauen aus ihren Ländern oder Kontinenten beraten.
•    Wir möchten für die zweite Weltfrauenkonferenz  ausdrücklich auch organisierte Frauen und ihre Organisationen ansprechen. Wir müssen den Eindruck vermeiden, dass mit „Basisfrauen“ nur die unorganisierten Frauen gemeint sind. Organisationen müssen auf der Weltfrauenkonferenz die Möglichkeit haben, sich darzustellen und zusammenschließen zu können. Wir wollen noch mehr Frauen und Organisationen aus ganz Europa gewinnen.  (Linke, revolutionäre) Parteien werden bei uns nicht ausgegrenzt, sondern sind willkommener Bestandteil, wenn sie gleichberechtigt und überparteilich arbeiten.
Wir arbeiten daran, europaweit in jedem Land Komitees der Weltfrauen zu fördern und uns gegenseitig zu informieren. Wir schlagen den Komitees in den einzelnen Ländern vor, Jahresprogramme ihrer Arbeit zu machen und die anderen Länder über die Website darüber zu informieren.
Wir bilden ein Europakomitee. Seine Aufgabe besteht in der Koordinierung der europaweiten Arbeit. Sie ist an die Beschlüsse der Europakonferenzen gebunden.
Wir streben ein europaweites einheitliches Auftreten an den drei Aktionstagen an, ggf. mit einem einheitlichem Aufruf, Slogans, Emblemen … Das künftige Europakomitees soll rechtzeitig Vorschläge machen und ein Meinungsbild herstellen.
Die Ergebnisse der Weltfrauenkonferenz und des Europatreffens sollen breit publiziert und bekannt gemacht  werden, aber auch an die UNO und unsere Regierungen gegeben werden, um unserer Bewegung eine starke Stimme zu verleihen.
Die neue Webseite, die bisher in Deutschland geführt wurde, wird einfach zu bedienen und mehrsprachig sein und im Lauf des nächsten Jahres sollen alle Komitees der Weltfrauen in Europa das Recht bekommen Beiträge einzustellen. Dafür werden wir eine Ausbildung anbieten.
Wir sollten eine Hymne der Frauen der Welt komponieren und eine große Ausstellung über Leben und Kampf der Frauen erstellen. Wir schlagen einen internationalen Songcontest auf der Weltfrauenkonferenz 2016 vor, um dort das schönste Lied zur Hymne der Frauen der Welt zu wählen.
Die EU ist weltweit eine Region riesigen Reichtums, aber durch die Herrschaft der mächtigen europäischen Konzerne und ihrer Regierungen ein mächtiger reaktionärer Pol und wir Weltfrauen in Europa bieten ihr die Stirn. Die EU wälzt brutal die Lasten der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Massen, insbesondere auf die Frauen, Arbeiter und Kinder ab. Am brutalsten merken wir das bisher in Griechenland.  Die EU und der ganzen „Schengen-Raum“ schottet sich ab gegen Migrationsströme aus anderen Ländern ab, obwohl Armut, Hunger und Unterdrückung in diesen Ländern oftmals durch die imperialistischen Staaten verursacht sind. Die EU-Konzerne und Regierungen zerstören die Umwelt & bauen erkämpfte Errungenschaften wieder ab. Sie betrügen die Menschen und unterdrücken die Kämpfe der Massen mit repressiver Staatsgewalt. Mit Hilfe der  antikommunistischen Kampagne der EU wird versucht, sie davon abhalten, über gesellschaftliche Alternativen und revolutionäre Veränderungen nachzudenken.
Die Masse der Frauen steht im Visier dieser reaktionären Politik. Sie wird doppelt ausgebeutet und unterdrückt, Frauen werden vergewaltigt oder getötet, viele sind zur Flucht gezwungen.
Aber die Frauen stehen auf und organisieren sich, stehen im Zentrum der Kämpfe.  Der  „Arabische Frühling“ als Aufstand für Demokratie und Freiheit hat uns begeistert und beeindruckt. Inzwischen sehen wir mit Sorge, dass die Ziele dieser Aufstände, erste Errungenschaften und insbesondere die zentrale Rolle der Frauen wieder mit Füßen getreten werden. Damit werden sich die Frauen in den arabischen Ländern niemals abfinden und wir sind solidarisch und zutiefst verbunden mit ihnen.  Wir sind solidarisch mit allen Frauen der Welt, die besonders unterdrückt sind und das bringen wir in einer extra Resolution zum Ausdruck.
Wir würden es begrüßen, wenn die nächste Weltfrauenkonferenz in Asien stattfindet, wo sich Millionen von Frauen für ihre Rechte organisieren. Wir werden dafür kämpfen, dass überall auf der Welt die Ziele der Weltfrauenkonferenz bekannt und ernst genommen werden.
In diesem Sinne wollen wir zusammenarbeiten mit allen Frauenorganisationen und Strömungen der internationalen Frauenbewegung, wo diese Ziele auf offene Ohren stoßen. Erfüllen wir die Schlussresolution von Caracas mit Leben: Der Internationalismus muss Leitlinie in unserem ganzen Alltag werden.
Einstimmig und ohne Enthaltung beschlossen von den anwesenden Delegationen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schweiz am 07.02.2012

Rechenschaftsbericht und Beschlüsse 1. Welttreffen für die 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien (Deutsch, Francais)

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Europa-Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, Monika Gärtner-Engel und Halinka Augustin, 2. November 2012
An das Europakomitee der Weltfrauenkonferenz
An den Kämpferischen Frauenrat in Deutschland
Rechenschaftsbericht der Europa-Koordinatorinnen
über das 1. Welttreffen der gewählten Koordinatorinnen für die 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien

Teilnehmerinnen an diesem Welttreffen waren:

aus Afrika Clariste Soh-Moube und Bulelwa Charlie,

aus Asien Joms Salvador aus den Philippinen (Shiela aus Nepal hatte kein Visum erhalten),

aus Europa Halinka Augustin und Monika Gärtner-Engel,

aus Lateinamerika Cecilia Jaramillo und Susana Galli,

als Beobachterinnen  zwei Vertreterinnen aus dem Nahen und Mittleren Osten

Das Treffen war  insgesamt sehr erfolgreich.

Die wesentlichen Ergebnisse:

  • Eine verabschiedete Auswertung der Weltfrauenkonferenz 2011
  • Einhellig ist auch der Beschluss, die nächste Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien durchzuführen. Über die Auswahl zwischen den drei Ländern entscheidet das nächste Welttreffen. Bis dahin sollen sich die Länder mit einer ausführlichen Präsentation vorstellen. Asien soll eine Empfehlung an das nächste Welttreffen geben.
  • Das nächste 2. Welttreffen 2013 findet in Afrika statt.
  • Die von uns Europa-Koordinatorinnen vorgelegten Dokumente zu den Aufgaben und Arbeitsweise der Koordinatorinnen konnten noch nicht verabschiedet werden.
  • Am Schluss wurden Resolutionen verabschiedet zur Solidarität mit politischen Gefangenen und der Situation im Nahen/Mittleren Osten, Philippinen, Bergarbeiter und Bergarbeiterfrauen Südafrika, Kämpfe in Europa gegen die Abwälzung der Krisenlasten und ein Brief an Anna Soto zur Würdigung ihrer Rolle und herzliche Grüße von der Konferenz.

Das Welttreffen begann mit einem festlichen Empfang am Sonntag den 16. September. Es gab  Kultur, Grußworte von Organisationen, Vorstellung der Koordinatorinnen, sowie der Helfer und Übersetzer.  Es war ein ganz toller Auftakt, auch mit einem  köstlichen Buffet. .

Am Montag, den 17. September, wurde die vorgeschlagene Tagesordnung mit einigen Modifikationen angenommen.

Claristes  Begrüßung war eine sehr bewegende Eröffnung. Sie sagte, wir müssen vor der Geschichte der kämpferischen Weltfrauenbewegung den Anspruch einlösen, die kämpferische Frauenbewegung der Welt zusammenzubringen. Was wir vor allem brauchen ist Respekt, Vertrauen und Grundsätze.

Dann folgte ein Power-Point-Vortrag „Ein schneller Flug zu den Kämpfen der Frauen der Welt“ von Monika.

Beim Tagesordnungspunkt der Länderberichte, Regionalberichte, Kontinentalberichte  hatte jeder 15 Minuten Zeit und  dann blieben 15 Minuten für Fragen und Diskussion.

Dann wurde die Resolution von Caracas verlesen und dann in die Auswertung der ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen übergegangen. Das war eine sehr lange Diskussion, die sehr viele gute und vereinheitlichte Punkte in der positiven Würdigung der Weltfrauenkonferenz beinhaltete. Zugleich gab es verschiedene Kritiken, die im Wesentlichen von Europa, Afrika, Asien und Naher/Mittlerer Osten gemeinsam kamen. Vor allem an großen Problemen in der Logistik, Unklarheiten über die politische Situation in Venezuela, undemokratisches Verhalten gegenüber den Kurdinnen usw. Das ist im einzelnen in den einzelnen Teilen festgehalten. Kontrovers dazu wurde eine Darstellung der Arbeit von Ana Soto/ von Lateinamerika diskutiert, und außerdem, dass sich die zwei Säulen nicht bewährt hätten. Nicht zuletzt wurde doch tatsächlich das Dokument der WFK („Caracas Resolution“) in Frage gestellt. Ebenso, dass am 9.3. ein erstes Auswertungstreffen, notgedrungen ohne Ana Soto und Susana stattfand. Dem sind wir entschieden entgegen getreten. Von der Lateinamerika-Konferenz wurde vertreten, dass die Generalversammlung für künftige Weltfrauenkonferenzen abgelehnt wird. Dem wurde entgegengehalten, dass das überhaupt nicht in der Macht der Koordinatorinnen steht, sondern ein klarer Beschluss von Caracas ist, dass auf den grundlegenden Organisationsstrukturen usw. weiter gearbeitet wird. Alle anderen hatten Kritiken an der parallelen Durchführung von Generalversammlung und Massenprogramm. Es wurde  eine Kommission gebildet, die das Dokument „Auswertung der 1. Wetfrauenkonferenz“ zur späteren Beschlussfassung vorbereitete. Für uns machte da dankenswerter Weise Halinka mit.

Am zweiten Tag, am Dienstag, 18. September folgte die Diskussion über den Kontinent der 2. Weltfrauenkonferenz. Einhellig wurde Asien und der Entscheidungsprozess über die drei Länder beschlossen.

TOP 7 war die Beschwerde von Karin Scheller. Sie war zur Kontinentalkonferenz Lateinamerika nach Brasilien eingeladen worden, aber dann beim Diskussionspunkt „Auswertung der 1.Weltfrauenkonferenz“ durfte sie nicht teilnehmen. Es gab keine einheitliche Stellungnahme des Treffens, aber es war ein wichtiger Punkt. Clariste sagte  zusammenfassend,  es sei sehr wichtig, dass Karin diese Beschwerde vorgebracht hat, denn so kann man nicht zusammenarbeiten und insofern war das für den Respekt wichtig.

Der TOP Aufruf zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz wurde nicht durchgeführt, weil es am Schluss der Auswertung einen Abschnitt „Schlussfolgerungen“ gibt. Ein extra Aufruf soll später verabschiedet werden.

Im TOP über die Aufgaben der Koordinatorinnen wurde ein erster Gedankenaustausch dazu begonnen. Aber es konnte noch keine vereinheitlichte Konzeption beschlossen werden. Es wurde auch erörtert, ob gegebenenfalls ein Büro der Welt-Koordinatorinnen eingerichtet werden soll. Bei der ersten Erörterung der Geschäftsordnung ging es vor allem um das Konsensprinzip kontra Vetoprinzip und Verfälschung. Wir haben von Europa aus  eine Ausgestaltung des Konsensprinzips vorgeschlagen – Ringen um Einvernehmlichkeit, am Ende Meinungsbild und gegebenenfalls Abstimmung. Hier wurde besprochen, dass unsere Vorschläge in den Kontinenten und Regionen diskutiert werden und beim nächsten Treffen verabschiedet werden.

Beim TOP finanzielle Unabhängigkeit der Konferenz wurde eine sehr gute Übereinkunft erreicht, dass alle in der Kleinarbeit sammeln und Anstrengungen unternehmen. Ihr könnt sie dem Beschlussblatt entnehmen.

Ein TOP befasste sich mit der Ausgestaltung der drei Kampftage und der interkontinentalen und kontinentalen Zusammenarbeit.

Ein Höhepunkt der Konferenz war die Beschlussfassung und Unterzeichnung des Ergebnisprotokolls des 1. Welttreffens. Wir hatten die neue Methode, dass ständig die Beschlüsse mitgeschrieben werden. Dadurch wurde am Ende ein Beschlussprotokoll vorgelegt, das bereits in alle Sprachen übersetzt war und die Verabschiedung dieses Beschlussprotokolls ging sehr schnell vor sich. Wir bestanden darauf, dass es alle persönlich unterzeichnen.

Das Dokument Auswertung der 1. Weltfrauenkonferenz ist das Schlüsseldokument. Darüber gab es auch die Hauptdiskussion. Hier legte die Kommission das Dokument in englischer Sprache vor. Das war relativ kompliziert und es kamen viele Änderung und Ergänzungen. Widersprüchlich wurde erneut die Frage der Säulen, der Dokumente und der Bewertung von Anna Soto aufgeworfen. Nachdem abzusehen war, dass die Bewertung der Stärken und Schwächen nicht vereinheitlicht werden kann, machte Monika den Vorschlag, das “erweiterte Konsensprinzip” aus den Prinzipien anzuwenden. Das bedeutet, sowohl die vereinheitlichte Position als auch die Widersprüche festzuhalten. Über die Bewertung der Stärken der Konferenz waren wir uns einig. Die Schwächen werden unterschiedlich bewertet. In der Tendenz sind sich aber Asien, Afrika, naher und mittlerer Osten sowie Europa einig – gegen die Positionen von Lateinamerika.

Das Dokument enthält so im 1.Teil eine Würdigung der 1.Weltfrauenkonferenz und im 3.Teil einen vereinheitlichten Ausblick. Diese Teile sind gemeinsamer Standpunkt. Dazwischen im 2.Teil sind die Standpunkte der einzelnen Kontinente aufgeführt. Nach der redaktionellen Schlussbearbeitung wurde das Dokument einhellig verabschiedet und von allen ausgedruckt und auf jeder Seite des Dokumentes (!) persönlich unterzeichnet und auf einer CD auch in allen Sprachen ausgegeben. Das ist ein großer Erfolg und eine gute Vorbeugung, dass nicht wieder die Dokumente infrage gestellt werden.

Das Ziel, die Dokumente in dieser Weise zu verabschieden und festzuhalten erforderte allerdings Nachtarbeit bis drei Uhr, bzw. bis fünf Uhr von den Übersetzern. Für diesen Prozess müsste man eigentlich einen ganzen Tag einplanen!

Der Mittwoch folgte noch ein wunderschönes Kulturprogramm. Wir gingen zuerst zum  antifaschistischen Mahnmal. Dort wurden bewegende Ansprachen gehalten über die Novemberrevolution in Stuttgart und die Rolle der Arbeiter dabei. Ein Beitrag würdigte Clara Zetkin in Stuttgart und ein Beitrag die Antifaschistin und Kommunistin Lilo Hermann. Am antifaschistischen Denkmal wurde ein Gesteck niedergelegt „Koordinatorinnen des ersten Welttreffens – Clara wir tragen die Fackel weiter“. Lieder wurden gesungen, wir waren alle sehr begeistert und gerührt. Eine Aktivistin von Stuttgart 21, ging mit uns zum Hauptbahnhof und erzählte über Stuttgart 21. Nach einem schönen Mittagessen ging es in die Weinberge. Dort erzählte ein Daimler-Kollege sehr beeindruckend über den internationalen Konzern Daimler, seine kämpferische Belegschaft und die B10-Besetzung. Im Arbeiterbildungszentrum, bei Kaffee und Kuchen kamen weitere Daimler-Arbeiter zum gemeinsamen Gespräch. Abschließend nach zwei Liedern fuhren alle nach Hause.

Zu danken bleibt noch allen, die mit halfen, dass das Treffen erfolgreich durchgeführt wurde.   Das Arbeiterbildungszentrum war ein sehr guter Rahmen und die Mitarbeiter haben sich größte Mühe gegeben. Die Vorbereitungsgruppe hat sehr sorgfältig, mit viel Liebe zum Detail und auf einem hohen Niveau das Treffen vorbereitet. Übersetzerinnen und Protokollantinnen haben eine sehr engagierte, kompetente und unermüdliche Arbeit geleistet. Kämpferischer Frauenrat und Helfer, alle haben wunderbar gut zusammengearbeitet. Insgesamt war es eine gute und herzliche Atmosphäre.

Die Weichen für die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 sind gestellt!

Download Rechenschaftsbericht: 

121102 Bericht der EU-Koord. ueber das 1. weltweite Koordinatorinnen Treffen zur 2.WFK – end – DE

en francais: 120918 Rencontre mondiale des coordinatrices evaluation 1ere CMF – FR

 

Download Beschlüsse: 121106 Beschluesse für Homepage – DE

en Francais: 120918 Rencontre mondiale des coordinatrices – Procès-verbal des décisions – FR

Protokoll der Beschlüsse:

Weltweites Treffen der Koordinatorinnen zur Vorbereitung der 2.Weltfrauenkonferenz 2016

am 17./18.September.2012 in Stuttgart/Deutschland

 

Teilnehmerinnen Liste
Kontinent Koordinatorin Land
Afrika Clariste Mali
Afrika Bulelwa Südafrika
Asien Joms Philippinen
Asien Nicht anwesend
Lateinamerika Cecilia Ecuador
Lateinamerika Susana Argentinien
Europa Halinka Niederlande
Europa Monika Deutschland
Als Beobachterinnen:
Naher/Mittlerer Osten Anna
Naher/Mittlerer Osten Delsha

 

Protokoll der Beschlüsse
I. Die vorgeschlagene Tagesordnung (s. Anlage) wird angenommen mit  Änderungen bzw. Präzisierungen (…)
II. Der Teilnahme der Beobachterinnen aus dem Nahen und Mittleren Osten wird begrüßt.Am 1. Tag – insbesondere bei Punkt 4 und Punkt 6 – sind sie gleichberechtigte Diskussionspartnerinnen.Am 2. Tag, an den TOP die zukünftige Fragen und Entscheidungen zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz behandeln, nehmen sie ausdrücklich als Beobachterinnen teil. Wenn es gewünscht wird, sind sie bereit, ihre persönlichen Meinungen kundzutun.
III. Ein Aufruf zur Vorbereitung der 2.Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 und die genaue Ausgestaltung der Weltfrauenkonferenz, sowie Datum und Land der Konferenz sollen auf dem nächsten weltweiten Treffen der Koordinatorinnen besprochen und entschieden werden.Die unterschiedlichen Vorschläge werden allen Kontinenten/Regionen mit den dazu gehörigen Argumenten und Diskussionen übermittelt. (innerhalb von 3 Monaten)In diesem Zusammenhang hat das Welttreffen eine koordinierende Funktion, die auf der Grundlage der Resolution von Caracas wahrgenommen wird.
IV. Das Koordinatorinnen-Treffen beglückwünscht Asien für seine frühzeitige Bewerbung Austragungsort der nächsten Weltfrauenkonferenz zu sein.Es stimmt zu, dass Asien Kontinent der nächsten Weltfrauenkonferenz ist.Für die Entscheidung, in welchem Land in Asien die Weltfrauenkonferenz statt finden soll,  bitten das Koordinatorinnen-Treffen die Vertreterinnen aus den drei Ländern Nepal, Sri Lanka und Indien bis in sechs Monaten je eine detailreiche Präsentation zu erstellen, um sie  besser kennen zu lernen.Darin sollen vorgestellt werden: die Länder, die politischen Bedingungen in diesen Ländern, die Organisationen, ihre Kapazitäten der Vorbereitung, der Logistik (Räume, Unterbringung, Strom, Wasser, usw.) eine Weltfrauenkonferenz auszutragen.

Vorrangig soll sich das kontinentale Komitee in Asien über den Austragungsort einigen und ihn dem nächsten Welttreffen vorschlagen.

Die Entscheidung soll auf dem nächsten Koordinatorinnen-Treffen getroffen werden.

V. Die Koordinatorinnen tragen die beiden Vorschläge der Europakoordinatorinnen zur Arbeitsweise und Aufgabenstellung der Koordinatorin und zur Geschäftsordnung in ihre Kontinente und Regionen.Sie fördern die Meinungsbildung dazu bis zum nächsten Welttreffen.Die europäischen Koordinatorinnen werden beauftragt, den Vorschlag eines Büros bis zum nächsten Welttreffen genauer zu begründen und in seinen Zielen und Arbeitsweisen zu präzisieren.
VI. Das weltweite Vorbereitungskomitee der 2. WFK 2016 besteht aus den je zwei gewählten Koordinatorinnen der Kontinente und Regionen mit je zwei  Stellvertreterinnen. Zur Vorbereitung der 2. WFK 2016 in Asien kommen ab dem 2. Welttreffen zwei weitere Koordinatorinnen aus Asien hinzu.Die Einladung von Gästen soll offen und flexibel gehandhabt werden. Insbesondere sollen die jeweiligen Gastgeberinnen einer WFK zur anschließenden Auswertungskonferenz eingeladen werden.Die Ursprungsinitatorinnen bzw. ihre Organisationen bleiben wertvolle Begleiterinnen und Beraterinnen und sind als Gäste stets willkommen.
VII. Afrika wird Gastgeberin des 2. Welttreffens der Koordinatorinnen sein. Bis Ende Oktober 2012 teilen die afrikanischen Koordinatorinnen mit, in welchem Land das Treffen stattfinden wird und welchen genauen Zeitpunkt im Jahr 2013 sie vorschlagen.Das 1. weltweite Koordinatorinnen-Komitee erklärt sich kollektiv dafür verantwortlich, dieses Treffen solidarisch zu finanzieren.
VIII. Zusammenfassung FinanzenDie finanzielle Unabhängigkeit ist von fundamentaler Bedeutung für den Weltfrauenkonferenz-Prozess und wurde auf der 1. Weltfrauenkonferenz erfolgreich praktiziert.Alle entwickeln Anstrengungen zur Sammlung von Geld unter den Massen und wenn es kleine und kleinste Beiträge sind. Wir wollen nie abhängig sein von großen Geldgebern, NGOs oder UNO – Organisationen.Geldfragen sind sehr sensibel und Vertrauensfragen! Deshalb müssen wir geeignete Rechts- und Organisationsformen finden um alle Geldgeschäfte ohne Verluste und sicher zu tätigen. Wir müssen sehr sparsam sein.

Solidarität und Geldspenden sind gut, aber Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen ist besser. Hier bringt jeder seine besonderen Ressourcen ein und stärkt das Selbstbewusstsein und die Selbstachtung.

Wir arbeiten schon jetzt mit Zielstrebigkeit und Kreativität  auf einen gemeinsamen solidarischen Fond und die unabhängige Finanzierung der 2.Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien hin. Das ist eine gemeinsame Verantwortung.

IX. Zusammenfassung zur ZusammenarbeitDie drei internationalen Kampftage sind vorrangig im Prozess der Weltfrauen­konferenz. Es gibt weitere in den einzelnen Ländern wie den Gedenktag an Soweto von Afrika oder den Umwelttag von Europa.Es ist wichtig die Kommunikation untereinander weiter zu entwickeln mit einer geschützten Mailingliste und Skype-Konferenzen je nach den Erfordernissen.Wir nutzen jedenfalls das Internet mit Wachsamkeit und Vorsicht.

Alle sind dringend aufgefordert, die Website (www.conferenciamondialdemuje­res.org)mit ihren Beiträgen zu bereichern. Alle Koordinatorinnen können die Zu­gangsdaten erhalten.

Unterstützt die “Comfort Women”

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

999 Mal standen sie bereits dort, immer mittwochs, auch bei Regen und Schnee, bei Hitze und bei Kälte. Sie sind hochbetagt, manche sind von Krankheit gezeichnet. Doch sie wollen nicht aufgeben.

Diese Frauen sind Überlebende des sogenannten “Comfort Women”-Systems der japanischen Armee während des Asien-Pazifik-Krieges von 1931 bis 1945. Schätzungsweise über 200,000 Frauen wurden in japanisch besetzten Asien als Zwangsprostituierte durch die japanische Armee zum Teil bis zum Tode missbraucht.

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Rückschau von Terre de Femmes auf den 25.11.2011

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Rund 6300 „frei leben – ohne Gewalt“-Fahnen wurden in
diesem Jahr zum 25. November, dem internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an
Frauen“ gehisst. Im Rahmen der TERRE DES FEMMES-Fahnenaktion, die sich nun
schon zum 11. Mal jährt, fanden wieder die unterschiedlichsten und vielseitigsten
Aktionen statt. Mit nachdenklichen, kreativen und fachlichen Veranstaltungen wurde
gegen Gewalt an Mädchen und Frauen ein Zeichen gesetzt. An vielen Orten in
Deutschland und weltweit wurde der Opfer von Gewalt mit Lichteraktionen,
Nachtwanderungen oder Gottesdiensten gedacht. Etliche Ausstellungen
thematisierten und beleuchteten historische und aktuelle Aspekte der
Frauenbewegung.

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Pakistan: Kampagne gegen Gewalt gegen Frauen

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All Pakistan Trade Union Federation
(APTUF, Pakistanische Allgemeine Gewerkschaftsföderation)
Liebe Freunde,
viele Grüße von der Pakistanischen Allgemeinen Gewerkschaftsföderation!
Wie Ihr wisst ist es anerkannt, dass Gewalt gegen Frauen einen weit verbreiteten und groben
Verstoß gegen die Menschenrechte darstellt, der in allen Ländern und allen sozialen Schichten der Gesellschaft verbreitet ist. Das machte auch auf die Tatsache aufmerksam, dass Gewalt gegen Frauen nicht das Ergebnis ist von zufälligem, individuellem Fehlverhalten, sondern vielmehr seine tiefen Wurzeln in den strukturellen Verhältnissen der Ungleichheit zwischen Frauen und Männern hat. Der Bericht warf ein Licht darauf, was in großem Maße verheimlicht und aus subjektiven oder scheinbar kulturellen Gründen akzeptiert wurde, da geeignete Menschenrechtsstandards fehlen.

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Bericht zur Veranstaltung mit Melona in Schwäbisch Gmünd: „Fight violence against women“

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Eine Vertreterin der Triumpf-Textilarbeiterinnen von den Philippinen berichtet

Melona Duclan spricht langsam und deutlich. Ihr Englisch haben viele der über 30 Anwesenden schon übersetzt, ehe sie zu Ende gesprochen hat. Ihre Hände begleiten ihren Bericht über den Kampf der Textilarbeiterinnen von Triumpf International in Manila, Philippinen, mit schüchterner Bewegung: „1663 Beschäftigte, hauptsächlich Frauen, erhielten am 4. Juli 2009 den Brief mit ihrer Entlassung. Sie traten in den Streik, der über ein Jahr dauerte.“ Melona berichtet, wie die Näherinnen zuerst, während sie Streikposten standen, mit alten Nähmaschinen der Firma Solidaritätstaschen nähten. Dann wurden Polizei und Schlägertrupps auf sie gehetzt. Die Maschinen wurden zerstört, die Frauen von den Werkstoren vertrieben. Sie nähten zuhause weiter. Über den Frauenverband Courage werden die Taschen auch in Deutschland vertrieben. Der Erlös hat einer Frau geholfen, die Miete zu bezahlen. „Der Verkauf der Taschen“, betont sie, „dient als Einnahmequelle während des Streiks, aber auch der Verbreitung ihres Kampfgeistes und der Idee der Solidarität.“

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