Vorschläge Europakoordinatorinnen für die Weltfrauenkonferenz 2016

Die europäischen Koordinatorinnen wurden am 6. Mai 2012 von den 80 delegierten Frauen aus 34 Städten Deutschlands gebeten folgende Beschlussvorschläge auf dem internationalen Koordinatorinnentreffen am 17. und 18. September 2012 einzubringen:

Wir bekräftigen die Gültigkeit der Grundlinie der bestehenden Dokumente der Weltfrauenkonferenz (Aufruf, Grundsätze und Abschlussresolution von Caracas).

Weiterentwicklungen aufgrund der Erfahrungen sind sinnvoll und können im Koordinatorinnenkomitee beschlossen werden: bitte unten weiter lesen

Download „Vorschläge der Europakoordinatorinnen“‚
auf Deutsch: 120509 Vorschlaege fuer internationales Koordinatorinnentreffen bestaetigt bei bw Vorbtreffen FPR

Download „Propositions de coordinatrices européennes“
en Francais: 120509 Europakoord und KoGr KFRV Vorschläge fuer Beschluesse Welt Koordinatorinnentreffen FR

 

Das bundesweite Vorbereitungstreffen zum 10. FPR am 6. Mai 2012 in Stuttgart

bestätigte folgende Vorschläge der Europa-Koordinatorinnen

Monika Gärtner-Engel und Angélica Urrutia

 

Die europäischen Koordinatorinnen wurden am 6. Mai 2012 von den 80 delegierten Frauen aus 34 Städten Deutschlands gebeten folgende Beschlussvorschläge auf dem internationalen Koordinatorinnentreffen am 17. und 18. September 2012 einzubringen:

Wir bekräftigen die Gültigkeit der Grundlinie der bestehenden Dokumente der Weltfrauenkonferenz (Aufruf, Grundsätze und Abschlussresolution von Caracas).

Weiterentwicklungen aufgrund der Erfahrungen sind sinnvoll und können im Koordinatorinnenkomitee beschlossen werden:

  1. Die Teilnahme am Massenprogramm und Generalversammlung sollte künftig jeweils für alle möglich sein. Sie sollten sich deshalb nicht überschneiden. Wir beantragen die getrennte Durchführung, z. B. jeweils zwei Tage, zuerst die Workshops, dann die Generalversammlung.
  2. Das Konsensprinzip wird im Anliegen, Kampfabstimmungen zu vermeiden, beibehalten. In seiner Durchführung werden zur Herstellung eines Meinungsbildes Abstimmungen durchgeführt. Bei tagespolitischen Fragen ist eine Mehrheit von über 50 % ausreichend, bei Fragen, die die Grundlinie betreffen 80 %. Bei Workshops betrifft dies Beschlüsse zum Thema des Workshops, bei der Generalversammlung die Grundlinie der Weltfrauenkonferenz und ihrer Vorhaben.
  3. Das weltweite Koordinatorinnenkomitee soll nur aus den tatsächlich auf Kontinental-/ Regionalkonferenzen gewählten, in der Regel je zwei Vertreterinnen bestehen. Gäste können als Zuhörerinnen teilnehmen, aber nicht/ oder nur in einem klar umrissenen Rahmen mit-diskutieren und nicht abstimmen. Das weltweite Koordinatorinnenkomitee soll sich eine Geschäftsordnung geben und konsequent auf dieser Grundlage arbeiten.
  4. Die WFK sollte künftig als weitere Säule die Vorstellung, den Meinungs- und Erfahrungsaustausch von Frauenorganisationen aus aller Welt beinhalten. Ob ein Forum dazu parallel zu den Workshops angeboten oder ein eigener Tag dem gewidmet werden sollte, muss diskutiert und vom Koordinatorinnenkomitee im Dialog mit den Kontinentalkonferenzen entschieden werden. (Linke, revolutionäre) Parteien werden bei uns nicht ausgegrenzt, sondern sind willkommener Bestandteil, wenn sie gleichberechtigt und auf der Grundlage der Prinzipien der WFK teilnehmen.
  5. Wir halten die Einrichtung eines internationalen, multilateralen Organisationskomitees, das gleichberechtigt arbeitet, zur Vorbereitung der nächsten Weltfrauenkonferenz für unverzichtbar. Es ist eine Art Stab für die Koordinatorinnen, an deren Aufträge und Weisungen gebunden, und ihnen gegenüber rechenschaftspflichtig.
  6. Bewerberinnen für den künftigen Ort der 2. WFK/die zukünftigen Gastgeberinnen müssen sich künftig bei ihrer Bewerbung verpflichten, gleichberechtigt, multilateral und solidarisch mit den anderen gewählten Koordinatorinnen sowie allen Trägerinnen der Weltfrauenkonferenz zusammenzuarbeiten sowie über die Entwicklung in ihrem Land zu informieren und über Probleme zu berichten.
  7. Von Sitzungen des weltweiten Komitees müssen Protokolle beschlossen und veröffentlicht werden. Sie müssen auch aufgetauchte Meinungsverschiedenheiten festhalten. Die Initiatorinnen bzw. Koordinatorinnen müssen gegenüber den Frauen offen sein, sie auch über Konflikte informieren, Publizität herstellen und sich mit den Frauen aus ihren Ländern oder Kontinenten beraten.
  8. Für die Generalversammlung muss ein Protokoll erstellt und von den Koordinatorinnen nach Fertigstellung beschlossen werden. Für alle Workshops müssen Leiterinnen und Protokollantinnen bestimmt werden. Die Leiterinnen sind für die Richtigkeit des Protokolls verantwortlich.
  9. Wir schlagen die Gründung von Kontinentalkomitees vor. Diese haben sich als unentbehrlich in Europa gezeigt und fördern die Entwicklung neuer Kontakte für den Prozess der WFK Sie dienen der gegenseitigen Information und Koordinierung der Arbeit auf dem jeweiligen Kontinent, insbesondere zu den drei frauenpolitischen Tagen (8. März, 1. Mai und 25. November) und zur Koordinierung von Entscheidungsprozessen mit dem weltweiten Komitee.

10. Wir schlagen die Entwicklung von kontinental betreuten Homepages des Prozesses der Weltfrauenkonferenz vor, die untereinander verlinkt sind oder die Umgestaltung der europäischen Website zu einer weltweiten vor durch Mitarbeit aller Kontinente.

11. Die Initiative zur UN-Weltfrauenkonferenz 2015 nehmen wir als Kompliment! Wir wissen aber auch, dass es Gegenwind bedeutet. Das nutzen wir, um unser überzeugendes und weltumspannendes Konzept der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen bekannt zu machen und neue Unterstützerinnen zu gewinnen.

12. Wir schlagen einen internationalen Songcontest auf der Weltfrauenkonferenz 2016 vor, um dort das schönste Lied zur Hymne der Frauen der Welt zu wählen.

13. Wir wünschen Asien uns als Austragungskontinent für die Weltfrauenkonferenz 2016!

Bericht vom 1. Confemec-Kongress – Ecuador – am 28. April 2012

Bericht des 1. Confemec – Kongress                                                               29.04.12

Am 28.04.12 fand der erste Kongress der ecuadorianischen Frauenorganisation CONFEMEC (Confederación nacional de mujeres ecuatorianas por el cambio) statt. CONFEMEC bedeutet nationale Vereinigung von ecuadorianischen Frauen für die  Veränderung.

Nachdem seit der Gründung 1998 fünf nationale Treffen stattgefunden haben sollte mit diesem ersten Kongress die Organisation gestärkt werden und klarere Linien der politischen Aktivitäten gezogen werden, um ihre Ziele und Prinzipien zu verwirklichen.

Dazu gab es im Vorfeld ein Diskussionspapier der Nationalen Leitung, die breit in der ganzen Organisation diskutiert wurde.

Gegen 7 Uhr kamen die Delegierten aus den unterschiedlichsten Regionen des Landes an, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zum Teil die ganze Nacht durchgefahren. 17 Regionen hatten Delegierte und Ersatzdelegierte geschickt, zu dem waren noch Gäste von 18 anderen Organisationen eingeladen. Sehr diszipliniert erfolgte die Anmeldung und die Frauen nahmen Platz in dem schön geschmückten Saal der Elektrizitätsarbeiter.

Außer mir als Vertreterin der Kämpferischen Frauenrats aus Deutschland waren noch zwei Frauen aus Kolumbien angereist. Die internationale Beteiligung war dieses Mal nicht so groß, aufgrund der Amerikakonferenz der Weltfrauenkonferenz, die in drei Wochen in Sao Paulo stattfinden wird. Umso mehr Grußadressen waren eingegangen, die über den ganzen Kongress hin erwähnt und zitiert wurden.

Nach einer kurzen Begrüßung, Wahl der Versammlungsleitung und verlesen der Regeln des Kongresses ging es sofort in 4 Workshops, die sich je mit einem Teil des Diskussionspapiers befassen sollten.

Die Themen waren:

  1. Die Krise des Kapitalismus und der Kampf der Frauen
  2. Die Situation der Frauen in Ecuador und die Frauenbewegung
  3. zur Arbeit der nationalen Führung von Confemec
  4. Aufgaben und Plattformen

Nach zwei Stunden intensiver Diskussion in den Arbeitsgruppen wurden die Ergebnisse vorgestellt. (Siehe unten)

Danach fand eine sehr beeindruckende Ehrung einer Compañera statt. Einer Bergarbeiterin, die ihr Leben lang gekämpft hat, mit 15 wurde sie verheiratet und bekam 4 Kinder. Sie trennte sich von ihrem gewalttätigen Mann und und kämpfte sich durch als Bergarbeiterin. Sie heiratete erneut und bekam weitere 6 Kinder von denen eines starb. Heute ist sie Vorsitzende einer Vereinigung von Bergarbeitern und beteiligte sich an dem „Marsch für das Wasser“ vom 8.-20.03.12 wo sie vom Süden Ecuadors mehr als 800 km bis nach Quito marschiert sind und immer mit der Fahne von Confemec in der Hand.

Bei den Wahlen des neuen Vorstands wurde Cecilia Jaramillo einstimmig als neue Vorsitzende gewählt. Cecilia ist auch eine der Initiatorinnen der Weltfrauenkonferenz.

Des weiteren wurden 3 Stellvertreterinnen aus den verschiedenen Regionen gewählt, eine Schriftführerin, eine Sekretärin für politische Bildung, eine für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, eine für Finanzen und eine für junge Frauen.

Die Diskussion wurde leider etwas gestrafft, weil die Räumlichkeiten ohne Absprache früher vergeben waren als geplant. Das trübte aber nicht die Stimmung und den Enthusiasmus der Frauen, die mit ihrer ersten Konferenz deutlich machten, dass sie weiter hartnäckig für ihre Forderungen kämpfen und sich dabei als Teil der internationalen Frauenbewegung sehen.

Inhaltliche Schlussfolgerungen:

1. Die Krise des Kapitalismus und der Kampf der Frauen

ñ die Krise des Kapitalismus ist international, bedeutet, dass wir auch den Kampf international führen müssen

ñ Confemec ist eine Organisation mit internationalen Visionen

ñ kämpft für die Perspektive des wissenschaftlichen Sozialismus

ñ für die nationale Souveränität  gegen die Ausbeutung der imperialistischen Mächte

ñ Kampf und Verteidigung der Rechte

ñ Zurückweisung der Kriminalisierung von sozialen Bewegungen

ñ Solidarität mit den verhafteten Compañeras

ñ wachsende Bedeutung  des Umweltkampf vor allem in Verbindung mit den Bergarbeitern (Kampf ums Wasser)

ñ Ziele für die nächste Weltfrauenkonferenz: Gewinnung von mehr Indigenen, Afroamerikanischen Frauen und Mestizas

2. Die Situation der Frauen in Ecuador und die Frauenbewegung

ñ soziale Klassen werden diskriminiert, dass erfordert Solidarität

ñ Kampf für die gesetzlichen Rechte und Respekt der erkämpften Rechte

ñ Gegen die Kriminalisierung der Frauen in sozialen Bewegungen

ñ das wichtigste: Frau – organisier Dich!

3. zur Arbeit der nationalen Führung von Confemec

ñ Verbesserung der Kommunikation

ñ Einrichtung einer Schule für politische Bildung

ñ Plan über Aufgaben und Aktivitäten mit genauen Daten,etc.

ñ Forderung an die Regierung für die Rente nach 25 Berufsjahren

ñ Bessere Einbeziehung von Frauen mit Behinderung

4. Aufgaben und Plattformen

ñ größeres Gewicht auf politische Bildung

ñ Organisierung der Bergarbeiter gegen die Vergiftung des Wassers

ñ Absicherung und Altersversorgung von Hausfrauen

ñ zurückweisen der repressiven Politik der Regierung

ñ Errichtung eines gemeinsamen Kontos zur gegenseitigen Unterstützung

ñ Workshops mit anderen Organisationen

ñ den Kampf führen für die Veränderung und für den Sozialismus

ñ weiter Arbeit zur Vorbereitung der nächsten Weltfrauenkonferenz, Teilnahme an der Amerikakonferenz in Sao Paulo

Download Bericht mit Fotos: Bericht des Confemec Kongress

Interessant, erfolgreich und vielversprechend …

… für eine zukünftig engere Zusammenarbeit des weltweit or­ganisierten Zusammenschlusses der kämpferischen Frauenbewe­gung, fand am 26.4. in Gelsenkirchen die Veranstaltung „Welt­frauen im Aufbruch“ statt.

Monika Gärtner-Engel, Initiatorin der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Venezuela hatte anlässlich des Besuches von Liza Maza aus den Philippinen und Vorsitzende der Interna­tional Women’s Alliance (IWA) eingeladen. Weitere internatio­nale Gastfrauen waren Maited Ledesma, Generalsekretärin der IWA, seit 29 Jahren Aktivistin, insbesondere in der Arbeit unter philippinischen Migrantinnen in den Niederlanden und Tasmila Akhter, Frauenaktivistin und Photografin aus Bangladesh, zur Zeit zu Besuch beim Frauenverband Courage.

Gespannt lauschten die Besucherinnen und Besucher dem Vortrag von Liza Maza, deren Aktivität in der kämpferischen Frauenbe­wegung in den 70iger Jahren unter der Diktatur von Präsident Marcos begann. 1984 wurde die Organisation Gabriela als brei­ter Zusammenschluss von Frauenorganisationen auf den Philippi­nen  gegründet. Liza Maza war langjährige Parlamentsabgeordne­te, nachdem Gabriela ab dem Jahr 2000 mehrmals als unabhängige Gabriela-Partei-Liste bei den Wahlen kandierte und bis zu drei Sitze errang. Liza Maza: „Wir sahen, dass die Wahlteilnahme für die Philippinas wichtig war. So gibt es zum Beispiel auf den Philippinen kein Recht auf Scheidung – als einziges Land weltweit. Die Abgeordnetentätigkeit war verwurzelt in den Basisfrauen, das garantierte die Verbindung zu ihren Forderungen.“

Der philippinische Staat geht mit Verhaftungen, Verschwinden­lassen, Töten gegen fortschrittliche Bewegungen vor. 2006 als Präsidentin Arroyo den Notstand ausrief, wurden sechs Vertre­terinnen der Gabriela-Liste des Aufstands beschuldigt. 71 Tage konnten sie nur im Kongressgebäude leben um vor Verhaftung ge­schützt zu sein, hatten ihre Kinder dabei, bekamen große Soli­darität und nutzten die Medienöffentlichkeit für sich, bis sie schließlich vor dem obersten Gericht den Fall gewannen.

Um die Forderungen der einfachen Frauen auf internationaler Ebene zu vertreten und die Rückwirkung auf die lokale Ebenee zu organisieren hat Gabriela die Gründung der IWA im Jahr 2010 initiiert. 2011 fand die erste IWA-Generalversammlung in Mani­la statt, wo Monika Gärtner-Engel und Liza Maza sich kennen  lernten und den Kontakt zwischen IWA und Weltfrauenkonfernez der Basisfrauen knüpften. Liza Maza betonte die Verbindung und den Wunsch nach engerer Zusammenarbeit mit Frauenpolitischem Ratschlag in Deutschland und international dem Weltfrauenkonferenz-Prozess.

Monika Gärtner-Engel spannte im anschließenden bebilderten Vortrag den Bogen vom Kampf um die erste erfolgreiche Welt­frauenkonferenz der Basisfrauen bis zum derezeitigen spannen­den Prozess der Vorbereitung des ersten internationalen Tref­fens des künftigen weltweiten Koordinatorinnenkomitees.

Ermutigend, die Entwicklung nach der Weltfrauenkonferenz: vielfältige internationalistische Initiativen zu den beschlos­senen drei Kampftagen an den Orten, wie zum 25.11., dem Tag gegen Gewalt an Frauen, breit zusammengesetzt am internationa­len Frauentag. Die europäischen Koordinatorinnen gaben zum 8.3. und zum 1.Mai einen Aufruf der Weltfrauen in Europa her­aus. Die homepage wurde wesentlich verbessert und neue berei­chernde Kontakte entstanden. Die europäischen Koordinatorinnen und ein Europakomitee zur Bekanntmachung der Weltfrauenkonfe­renz in Europa wurden im Januar auf der kontinentalen Konfe­renz gewählt. In Asien, Lateinamerika finden in den nächsten Monaten Kontinentalkonferenzen statt und selbst in Afrika ha­ben die Frauen unter schwierigsten Bedingungen einen Weg ge­funden und wollen sich im Juli in Togo treffen. Auch hier sind neue Frauenorganisationen zum Prozess der Weltfrauen dazu ge­stoßen, vor allem aus dem Kreis des Weltsozialforums 2010. Mo­nika Gärtner-Engel voller Vorfreude: „Nach diesen Treffen wird im September am Rande des Frauenpolitischen Ratschlags das Welttreffen aller gewählten Koordinatorinnen der Kontinente tagen. Seine Aufgabe ist die Vorbereitung der 2.Weltfrauenkon­ferenz 2016 in Angriff zu nehmen. Besonders spannend wird der Ort der 2.Konferenz sein.“

In der anschließenden Diskussion wurden vielfältige Fragen aufgeworfen, u.a. nach der US-Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum und den Auswirkungen auf die Frauen mit zunehmender Repression, Vergewaltigungen und Zunahme der Prostitution. Besucherinnen erinnerten sich an die Purple Rose Campaign von Gabriela gegen Frauenhandel und Sexismus und Maited Ledesma berichtete über die Situation der 1,5 Migrantinnen aus den Philippinen, die in Europa getrennt von ihren Familien arbeiten und leben. Viele hätten gerne noch viel länger diskutiert, aber irgendwann musste Schluss gemacht werden. 200,-€ Spenden, leckeres Essen und mit Inbrunst gesungene Lieder – die Besucherinnen und Besucher erlebten einen begeisternden frauenpolitisch bewegten Abend.

Download Artikel mit Fotos: 120504 Veranstaltung mit Liza Maza und Monika Gärtner-Engel

 

À nous la vie entière – du pain et des roses !

Les femmes du monde appellent au 1er Mai 2012 :

En 1890, une année après que le 1er Mai a été adopté à Paris comme Journée mondiale de fête des travailleurs, une jeune ouvrière a exprimé ses sentiments sur le 1er Mai : « Quelle idée fantastique de savoir que les exploités, les opprimés du monde entier sont liés entre eux par leurs âmes, qu’ils posent leurs revendications aux dirigeants par tous les moyens dont ils disposent. »

 

Dans ce sens, et dans l’esprit de la Conférence mondiale des femmes en 2011 à Caracas/Venezuela, les « femmes du monde » en Europe appellent toutes les femmes à participer le 1er Mai 2012 aux marches et aux manifestations des syndicats avec leurs demandes, leurs souhaits, leurs revendications et leurs visions d’un monde sans exploitation ni oppression. Les femmes du monde européennes sont actives dans le travail concernant les femmes dans les syndicats, dans le mouvement des travailleurs.

 

À nous la vie entière : du pain et des roses !

 

L’UE est une région de richesses immenses, mais par la domination des puissants groupes industriels européens et de leurs gouverne-ments, elle est un puissant pôle réactionnaire. Le mouvement des travailleurs et le mouvement des femmes lui font front ensemble.

 

Les travailleuses d’Europe, les ouvrières et les femmes syndiquées dans un nouvel essor !

 

D’importantes luttes et les grèves des années passées auraient été impensables sans les femmes des usines, des hôpitaux, des jardins d’enfants, des bureaux, dans le commerce de détail ou dans le service de nettoyage. Au centre du 1er Mai, se trouvent donc les travailleuses et les femmes de travailleurs ainsi que leurs intérêts pour le mouvement combatif des femmes, puisqu’elles font le lien entre les mouvements sociétaux !

 

La part des femmes augmente dans la classe ouvrière. En UE, 58,6 % des femmes font partie de la vie active. De plus en plus de femmes ne sont financièrement plus uniquement dépendantes de l’homme et  deviennent plus indépendantes et plus sûres d’elles. En même temps, les emplois à plein temps sont réduits, et les petits boulots et les boulots à temps partiel moins rémunérés sont étendus et liés à une flexibilisation extrême du temps de travail. 31,1 % des femmes ont travaillé à temps partiel en 2008, contre 7,9 % chez les hommes. Les salaires horaires des femmes sont de 17 % inférieurs aux salaires des hommes. En 2006, 23 % des femmes travaillant à plein temps étaient occupées dans la tranche des bas salaires. La pauvreté féminine augmente ; 15 % des femmes vivent officiellement au-dessous du seuil de la pauvreté ; parmi les femmes élevant seules leurs enfants, même 32 %. Cette spirale négative d’attaques contre les femmes atteint de plus en plus tous les travailleurs en Europe.

 

Femmes du monde en Europe : pour une augmentation drastique des salaires et des emplois, permettant de vivre dignement !

 

Officiellement 25 millions d’hommes et de femmes en Europe étaient au chômage en février 2012, c’est le niveau maximum depuis 1997 ! L’Espagne est en tête avec 23,6 %. Les jeunes femmes de moins de 25 ans sont particulièrement touchées. Dans le secteur sanitaire, une masse de femmes est en migration permanente pour assurer les soins des gens.

 

Femmes du monde en Europe : contre la suppression d’emplois et pour la réduction des heures de travail avec pleine compensation du salaire – plus de temps pour vivre, apprendre, aimer !

Les femmes du monde en Europe ne veulent pas être des travailleuses migrantes !

 

Ce sont les femmes qui portent le gros de la décharge de tâches sociétales sur les familles ; elles consacrent en moyenne plus de 4,6 heures par jour aux travaux ménagers non rémunérés. Une femme sur trois est au moins une fois dans sa vie victime de violence dans ses relations ou au poste de travail. Les pays de l’Est sont considérés comme « pays d’origine » de la traite de femmes à des fins d’exploitation sexuelle. Suscités par la culture de masse bourgeoise et quotidienne, l’obses-sion de beauté et le sexisme prolifèrent.

 

Femmes du monde en Europe : contre le sexisme et la violence faite aux femmes !

 

Tout cela démontre que le mythe de l’égalité entre l’homme et la femme en Europe est un des mensonges vitaux essentiels du système. Une véritable libération de la femme n’est possible que lorsque les causes sociétales sont également surmontées. Donc :

 

Femmes du monde en Europe : pour la libération de la femme dans des sociétés libérées !

 

On nous présente à l’exemple de la Grèce comment l’UE décharge brutalement le poids de la crise économique et financière sur les masses, en particulier sur les femmes, les travailleurs et les enfants. Toujours plus de gens en Europe remettent en question le système ! Dans des pays d’Europe, un mouvement de jeunes démocratique et écologique se révolte, avec des jeunes femmes courageuses au premier rang.

 

Femmes du monde en Europe : pour la solidarité internationale avec les luttes des masses en Grèce, au Portugal, en Espagne et dans d’autres pays !

 

Femmes du monde en Europe : contre le travail exploiteur d’enfants et pour un avenir de la jeunesse !

 

Femmes du monde en Europe : pour l’arrêt définitif de toutes les centrales nucléaires, pour 100 % d’énergies renouvelables et pour la protection de l’environnement naturel !

 

Dans la résolution finale de la Conférence mondiale des femmes de 2011, « nous déclarons que la lutte du mouvement combatif mondial des femmes est une partie indispensable de la lutte des travailleurs, des peuples et de l’humanité entière pour leur émancipation ». Engageons-nous ensemble, femmes et hommes, contre les licenciements massifs et la suppression d’emplois, organisons la résistance combative.

Inspirons le courage de nous dresser contre les conditions sociétales qui sont responsables de ce que les femmes sont doublement exploitées et opprimées !

 

Nous voulons coopérer plus étroitement en Europe et bien nous organiser.

 

C’est pourquoi nous appelons particulièrement lors de ce 1er Mai à fortifier par de nombreuses initiatives de dons le fondement financier les femmes du monde européennes!

 

Pour un 1er Mai 2012 combatif

À nous la vie entière – du pain et des roses !

 

Pour s’informer davantage sur les femmes du monde et la Conférence mondiale des femmes, voir www.conferenciamundialdemujeres.org

 

Adresse locale de contact :

Protokoll und Dokumente Generalversammlung Weltfrauenkonferenz

Hier finden Sie wichtige Dokumente zur Generalversammlung der Weltfrauenkonferenz:

C. Vorbereitungstreffen der Generalversammlung

A. Tagesordnung der Generalversammlung

B. Regelwerk der Delegiertenversammlung

1. Protokoll WFK- GV Samstag, 5.3.2011, 15.-18.00 Uhr

2. Protokoll WFK- GV Sonntag 6.3.201115.-18.00 Uhr

3. Protokoll WFK- GV Montag 7.3.2011

4. Protokoll WFK Plenum, Montag, 7.3.2011