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Genitale Verstümmelung trifft 125 Millionen Mädchen und junge Frauen

Weltweit sind 125 Millionen Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen. Dasstop_fgm berichtet der britische Guardian unter Berufung auf Angaben von Unicef. So bestehe für jährlich drei Millionen Mädchen die Gefahr, an den Genitalien verstümmelt zu werden. In Ägypten, Dschibuti, Guinea oder Somalia würden mehr als 90 Prozent der Mädchen beschnitten.

Weitere Informationen (in englisch):

http://www.theguardian.com/society/sarah-boseley-global-health/2013/jul/22/female-genital-mutilation-unitednations

Den vollständigen Bericht von UNICEF (englisch) können downloaden unter:

http://www.unicef.org/media/files/FGCM_Lo_res.pdf

 




Auswertung der 1. Weltfrauenkonferenz durch das 1. Treffen der weltweiten Koordinatorinnen

Auswertung der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Caracas/Venezuela durch das 1. Treffen des weltweiten Koordinatorinnenkomitees

                                                                                                          Stuttgart, 18. September 2012

I.

Die 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen fand in einer weltpolitischen Situation statt, in der die Menschen und ganz
besonders die Frauen auf der ganzen Welt nach einem Ausweg aus den Krisen des Imperialismus suchten. Es war eine Situation der tiefsten Wirtschafts- und Finanzkrise. Es war eine Situation der Kriege, der Katastrophe von Fukushima – aber auch des Frühlings der Völker im Nahen und Mittleren Osten und in Nordafrika und wachsender Kämpfe gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiterklasse und das Volk.

Vom 4. bis 8. März 2011 nahmen insgesamt 3.500 Menschen aus 43 Ländern und fünf der sechs Weltkontinente an der Weltfrauenkonferenz teil, unter ihnen 102 Delegierte zur Generalversammlung von 90 verschiedenen Organisationen; 56 Frauenorganisationen und -bewegungen; 17 Gewerkschaften; 15 Parteien und linke Bewegungen; acht NGOs; zwei staatliche Organisationen (Venezuela, Eritrea); sieben Migrantenorganisationen; fünf Volksbewegungen; sieben Vertreterinnen der nationalen Vorbereitungskomitees für die WFK.

Die Anwesenheit von jungen Menschen aus den verschiedenen Ländern war wichtig. Die Frauen vereinigten ihre Stimmen und Erfahrungen auf der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen. Diese hat aufgrund ihres unabhängigen Charakters eine besondere Bedeutung, auch weil sie das Ergebnis der harten Arbeit der Frauen ist, die sich finanziell nicht von irgendwelchen Regierungen, Unternehmen oder Beihilfen abhängig machten.

Zahlenmäßig war die größte Delegation die aus Venezuela; auch gab es große Delegationen aus Deutschland, Ecuador und Argentinien. Wichtig war die Anwesenheit vieler Delegationen mit Frauen aus verschiedenen Nationen, Völkern und Organisationen, die auf der Grundlage der Prinzipien der Konferenz teilnahmen.

Wir sehen in der 1. Weltfrauenkonferenz einen neuen Meilenstein der kämpferischen internationalen Frauenbewegung. Wir sind stolz und begeistert über die erfolgreichen Ergebnisse, trotz aller Widrigkeiten, Mängel und Probleme. Die Weltfrauenkonferenz hat unsere Herzen erwärmt und unseren Geist angeregt. Auch wenn die Basisfrauen materiell arm sind, sind sie doch reich an Kraft, Erfahrungen und Visionen. Unsere Dokumente der Weltfrauenkonferenz – Aufruf und Prinzipien – waren ebenso wie die zwei Säulen eine hervorragende erste Grundlage und haben sich in ihren Grundlinien für die Zukunft bewährt. Wir haben viel gelernt. Wir haben Informationen bekommen, die wir nicht aus den Medien erfahren. Wir haben auch die Mentalität, Kultur, Gefühle, Stärke und Kämpfe, Initiativen und Organisationsformen der Weltfrauen besser kennen gelernt. Dadurch wuchsen unser Zusammengehörigkeitsgefühl, unser gegenseitiger Respekt und unser Kampfgeist. Die im Konsens verabschiedete Abschlussresolution gibt eine ausgezeichnete Orientierung für die Zukunft.

Wir möchten den Frauen und den Arbeiterorganisationen aus Venezuela unseren Dank aussprechen, insbesondere der Frauenbewegung “Ana Soto”, die dem weltweiten Initiatorinnen-Komitee angehörte, den Vorsitzenden und Mitgliedern, die mit großem Engagement und großer Entschlossenheit bei der Vorbereitung und Entwicklung der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen zusammengearbeitet haben.

Die Auswertungen der verschiedenen kontinentalen und regionalen Frauentreffen kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Erfolge in den folgenden Punkten zeigen:

  • die Vertretung der Länder und Organisationen;
  • die mit Unterstützung der Mehrheit der Länder und Delegationen erarbeiteten Resolutionen; diese tragen zur Stärkung der beteiligten kämpferischen, antiimperialistischen, demokratischen Frauenbewegung bei, welche mit den Kämpfen der Völker für Freiheit und den fortschrittlichsten Losungen der Frauen der Arbeiterklasse und den Frauen aus den verschiedenen ausgebeuteten Klassen verbunden ist;
  • die breite Bekanntmachung der wichtigen Kampferfahrungen der Frauen von allen Kontinenten;
  • Festhalten an den Prinzipien; auch weil es möglich war, sich gegen den durch politische und staatliche Organisationen angezettelten Boykott der Organisierung der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen zu wehren, mit dem die Konferenz fertig werden musste;
  • die Tatsache, dass die Arbeit zusammen mit anderen Organisationen aus Afrika, Asien und Europa koordiniert und vorangetrieben wurde – was den Geist des Respekts und der Zusammenarbeit ausdrückt; die stabilen Grundlagen für die Einheit der Frauen wurden so weiter gefestigt;
  • aktive Beiträge der Teilnehmerinnen während der Diskussionen; diese bestätigten die fortschrittlichsten Thesen und Vorschläge der Frauen der Welt im Kampf für ihre Menschenrechte sowie für ihre Befreiung;
  • es war eine ganz neue Erfahrung für die Frauen, die an der Weltkonferenz teilnahmen, aber auch für die, die zwar nicht teilnehmen konnten, aber mitgeholfen hatten, die Entscheidungen in jedem Land voranzutreiben. Deswegen sagen wir: Die Weltfrauenkonferenz fand nicht nur in Caracas statt, sondern in jedem beteiligten Land;
  • wir lernten von den Kampferfahrungen der Frauen der Welt, von ihrer Schöpferkraft, ihrem Widerstand und ihrer Selbstverpflichtung zur Befreiung der Frau und der ganzen Menschheit;
  • es war ein Ereignis, bei dem wir die Frauen der Arbeiterklasse, die von diesem ungerechten System doppelt ausgebeuteten und unterdrückten Frauen, verstehen lernten; wir begriffen dabei, dass wir einen Großteil der Frauen der Welt repräsentieren, dass wir gemeinsame Beweggründe haben, was die Berechtigung von uns Weltfrauen und unseres Kampfes bestätigt.

 

II. Kritiken und Herausforderungen aus Sicht der kontinentalen/regionalen Konferenzen

Afrika:

  • Schlechte Kommunikation
  • Logistik
  • Die Gleichzeitigkeit der zwei Säulen
  • Die zwei Säulen müssen getrennt werden und zu verschiedenen Zeiten stattfinden
  • Klare, verständliche Vorschläge an alle Koordinatorinnen
  • Alle Koordinatorinnen müssen den gleichen Informationsstand haben und verpflichtet sein, anderen auf der E-Mail-Liste zu antworten
  • Vorschlag, den 16. Juni, den Tag des Aufstands der Schüler von SOWETO, als internationalen Gedenktag zu begehen. Der 16. Juni ist der Tag des afrikanischen Kindes, er erinnert an die Erschießung der Kinder von Soweto.

Asien:

Die Frauen der Welt sollten sich alle bemühen, die Plattform mit großer Entschiedenheit durch einen ständigen Prozess von offener Diskussion, Auswertung und Selbstkritik zu stärken, damit Herausforderungen bewältigt werden wie zum Beispiel:

  1. Technische und logistische Schwächen in Bezug auf Tagungsort, Unterkünfte, Gastgeberpflichten, Übersetzung und Kommunikationsprozesse, die sich auf die befriedigende Durchführung unserer Austausches und die Entwicklung der Solidarität auswirken;
  2. die Notwendigkeit, unter den Frauen der Welt den gegenseitigen Respekt zu fördern für unsere mannigfaltigen Standpunkte, Kulturen, Meinungen, Gefühle, Lage und Dynamik im Zusammenhang mit unseren eigenen nationalen, regionalen und kontinentalen Bedingungen und Erfahrungen;
  3. die Notwendigkeit sicherzustellen, dass Planung und tatsächliche Durchführung des Programms der Weltfrauenkonferenz eine positive, aufbauende Atmosphäre fördern, so dass die Frauen sich frei und selbständig beteiligen können; das betrifft auch die notwendige Förderung der Diskussion, Zusammenarbeit und Vereinheitlichung zu politischen und theoretischen Fragen;
  4. die Förderung der Konsensbildung in Wort und Tat, so dass Einvernehmlichkeit nicht nur zahlenmäßig erreicht wird, sondern, was noch wichtiger ist, als Prozess, der die Unabhängigkeit, Initiative und gegenseitige Zusammenarbeit respektiert;
  5. die praktische Beschlussfassung zu Fragen, wie wir zur Teilnahme verschiedenster Frauen einschließlich der Frauen aus NGOs stehen; das betrifft auch die Notwendigkeit, ein stärkeres Gewicht auf die Teilnahme von armen, landlosen Bäuerinnen zu legen, die einen beträchtlichen Teil der unterdrückten und kämpferischen Frauen insbesondere in Asien ausmachen.

Europa:

Wir sehen wichtige Kritiken als Herausforderungen für die Zukunft:

  • Massenprogramm und Generalversammlung haben sich überschnitten. Aber die Teilnahme an beidem muss jeweils für alle möglich sein. Für beides muss ausreichend Zeit sein.
  • Die organisatorische Vorbereitung vor allem von Logistik, Transport, Unterbringung und Übersetzung im Schlussplenum war teilweise chaotisch, weil nicht gleichberechtigt in der Vorbereitung zusammengearbeitet wurde und nicht alle Erfahrungen zum Zuge kamen. Der Prozess für die Vorbereitung und Durchführung der Weltfrauenkonferenz 2016 muss gleichberechtigt und multilateral sein.
  • Punktuell wurde das Konsensprinzip zum Vetorecht verfälscht, wodurch eine kleine Minderheit eine Blockade von Entscheidungen erreicht. Wir halten am Konsensprinzip entsprechend den beschlossenen Prinzipien fest. Aber die Konferenz braucht klare Entscheidungen. In geeigneter Form muss ein Meinungsbild auch durch Abstimmungen möglich sein.
  • Vorgänge wie die Unterdrückung der Kritik der Kurdinnen dürfen sich niemals wiederholen. Die Konferenz muss respektvoll und offen für Kritiken durchgeführt werden. Die Koordinatorinnen müssen gegenüber den Frauen offen sein, sie auch über Konflikte informieren, Publizität herstellen und sich mit den Frauen aus ihren Ländern oder Kontinenten beraten. Wesentliche Entscheidungen müssen auf der Konferenz von den Delegierten getroffen werden.

Lateinamerika:

  1. Wir sind nicht einverstanden mit den Kritiken mancher Frauen an den Organisatorinnen in Bezug auf die Rolle, die diese als Gastgeberinnen der Weltfrauenkonferenz spielten; denn hier werden Methoden angewandt, die keine gemeinsame und positive Debatte garantieren, um die Hindernisse und Probleme zu überwinden, welche sie bei der Vorbereitung und Entwicklung der Konferenz vorfanden.
  2. Die bei den Vorbereitungstreffen erzielten Vereinbarungen über die Unterstützerbrigaden aus verschiedenen Ländern wurden nicht eingehalten: Diese Brigaden sollten maximal 10 Personen umfassen.
  3. Während der Vorbereitung der Konferenz gab es einige Schwierigkeiten bei der Vereinheitlichen und Bearbeitung der Dokumente; sie führten zu Problemen für die Vereinheitlichung des Denkens und Handelns zwischen Initiatorinnen einerseits und Weltkonferenz andererseits.
  4. Verstoß gegen das Konsensprinzip, als bei einem bestimmten Anlass darauf bestanden wurde, mit verschiedenfarbigen Karten abzustimmen.
  5. Übertriebene politische Bewertung des möglichen Beitrags der Chavéz-Regierung zur Durchführung der Konferenz.

Vorschläge:

  1. Das Koordinierungskomitee für Lateinamerika wird eingerichtet; es wird bestehen aus je einer Vertreterin aus jedem Land, das am Kontinentaltreffen Lateinamerika teilnahm, und wird offen sein für neue Länder. Es ist eine horizontale Einrichtung mit vollständig gleichen Rechten und Pflichten der Mitglieder; seine Aufgabe ist die Koordinierung von Tätigkeiten und Initiativen, die in die Schlussfolgerungen der Kontinentaltreffen einfließen. Das besagt nicht, dass das Komitee eine Organisation bzw. politische Struktur ist; auch ist es nicht parteigebunden; es wird auf eine demokratische Weise arbeiten, horizontal, und unter Beachtung der Autonomie der teilnehmenden Länder und Organisationen.
  2. Die Einbeziehung in den Prozess der Weltfrauenkonferenz wird die große Rolle der Frauen als Handelnde zum Ausdruck bringen, was die die Einforderung ihrer Rechte sowie ihren Beitrag zur Diskussion und zur Festlegung von Aktionen betrifft.
  3. Die 2012 in Sao Paulo durchgeführte Lateinamerika-Konferenz beschloss, dass ihre Schlussfolgerungen und Resolutionen bei dem weltweiten Auswertungstreffen vorgebracht werden sollen, das im September 2012 in Deutschland stattfindet, und zwar durch die drei Initiatorinnen der Weltfrauenkonferenz: Venezuela, Ecuador und Argentinien.
  4. Die 2012 in Sao Paulo durchgeführte Lateinamerika-Konferenz brachte ihre Zustimmung zu den grundsätzlichen Prinzipien und Zielen der Weltfrauenkonferenz 2011 in Caracas zum Ausdruck. Diese repräsentieren die fortschrittlichsten Vorschläge zur Organisierung und für den Kampf der unterdrückten und ausgebeuteten Frauen auf der ganzen Welt. Andererseits ist eine Veränderung der Konferenzstruktur geplant, um eine demokratische und horizontale Beteiligung zu garantieren ohne jeden Unterschied unter den Frauen.
  5. Arbeit in allen Ländern und auf kontinentaler Ebene zur Stärkung und Verbreiterung der Frauenbewegung gegen den Imperialismus; die demokratischen und linken Kräfte sollen sich verpflichten, politische Rechte für werktätige Frauen und verschiedene Schichten des Volkes zu erkämpfen. Ebenfalls alle Organisationen und Bewegungen, die bereit sind, für die vollständige Gleichberechtigung der Frau zu kämpfen, Frauenrechte in der Krise des Kapitalismus zu erkämpfen, gegen imperialistische Ausbeutung und für den Aufbau einer neuen, gerechten Ordnung, für die Freiheit in Lateinamerika und in der Welt.
  6. Fördern wir die Grundlage für die Einheit der Frauen in Lateinamerika, indem wir Solidaritätsaktionen mit den in jedem Land sich entwickelnden Kämpfen initiieren.
  7. Entscheidungen werden durch eine demokratische und einvernehmliche Methode gefällt, wobei die Vorschläge aller Teilnehmerinnen bekannt gegeben werden.
  8. Dieses Treffen wird ein Sieg sein für die demokratischen und revolutionären Kräfte in Lateinamerika und in der Welt.

III. Schlussfolgerungen

Seit der Weltfrauenkonferenz in Caracas haben die Weltfrauen weitere Fortschritte gemacht bei der Koordinierung der drei Kampftage am 8. März, 1. Mai und 25. November. Wir sind noch enger zusammengewachsen und haben die kämpferische Frauenbewegung gestärkt.

Wir haben eine kritische und selbstkritische Auswertung der Weltfrauenkonferenz in unseren Ländern, Regionen, Kontinenten und weltweit durchgeführt, und das im Geiste der Offenheit und gegenseitigen Achtung.

Mit der in Caracas einvernehmlich beschlossenen Abschlussresolution als Leitlinie haben wir das erste Treffen der weltweiten Koordinatorinnen zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz im Jahre 2016, die in Asien stattfinden wird, erfolgreich durchgeführt.

Wir gehen jetzt auf die 2. Weltfrauenkonferenz zu. Lasst uns den Kampf der Frauen der Welt vorantreiben!

¡Vamos mujeres!

Anhang

Auswertung durch Beobachterinnen von den Organisationen Ceni (Türkei-Kurdistan) und Yekitiya Star (Syrien-Kurdistan):

In der Auswertung der Vorbereitung und Durchführung der Weltfrauenkonferenz zieht die kurdische Frauenbewegung folgende Schlussfolgerungen:

Es fehlte an Transparenz, der Informationsfluss war unzureichend, so dass nicht alle Teilnehmerinnen in der Lage waren, das politische Umfeld und die aufgekommenen Schwierigkeiten bei der Durchführung der Caracas-Konferenz zu verstehen, sich eine eigene Meinung dazu zu bilden und sich an der Lösungssuche zu beteiligen. In dieser Hinsicht ist es wichtig, dass zukünftige Konferenzen in einer Atmosphäre der Transparenz, des Respekts und der Offenheit stattfinden.

Wir haben Kritik daran, dass eine Delegierte aus Kurdistan daran gehindert wurde, ihre Meinung zu sagen: Sie wollte zu Beginn der Generalversammlung Kritiken und Vorschläge vorbringen, die mit den Delegierten aus dem Nahen und Mittleren Osten vereinheitlicht worden waren. Sie wurde diskriminierend behandelt und fälschlich beschuldigt. Was diesen Vorfall angeht, müssen wir die Solidarität bei der Behandlung solcher Probleme bestärken; soziale Beziehungen, Einfühlungsvermögen und gegenseitiger Respekt für die verschiedenen Herangehensweisen sind vonnöten; wir müssen einen anderen Umgang mit kulturellen und politischen Differenzen unter den Frauen und Frauenbewegungen fördern. Wir dürfen offene Kritik nicht fürchten, sondern sollten Kritik als Mittel zur Weiterentwicklung und Stärkung unseres Kampfes nutzen.

Ab Beginn der Konferenz trugen alle Teilnehmerinnen gemeinsam die Verantwortung für den Erfolg der Konferenz. Wir begreifen das als Ausdruck des Vertrauens und der demokratischen Teilhabe auf Augenhöhe. Ab Beginn der Konferenz in Caracas hätte es deshalb keine hierarchische Beziehung zwischen den Initiatorinnen und den Konferenzteilnehmerinnen geben dürfen. Die Konferenzteilnehmerinnen hätten Anteil an dem Informationsaustausch und den Grundsatzentscheidungen haben müssen.

Wir kritisieren, dass gemeinsame Beschlüsse des Initiatorinnen-Komitees nicht umgesetzt wurden. Zum Beispiel wurde vereinbart, dass ein Frauenlied zur Eröffnung der internationalen Frauenkonferenz gespielt werden sollte, und nicht die Nationalhymne von Venezuela.

Besonderheiten und Mannigfaltigkeit der beteiligten Frauenbewegungen, Länder und Kontinente/Regionen und deren besondere wirtschaftliche, politische und geographische Bedingungen müssen respektiert werden; das heißt., die lokale, nationale und regionale/kontinentale Dynamik der Basisdemokratie ist die Grundlage für die Stärkung des internationalen Kampfs der Frauen. Es muss besser möglich sein, andere Standpunkte, Bedürfnisse, politische und kulturelle Verhaltensweisen zum Ausdruck zu bringen. Dominierenden, eurozentristischen oder nationalistischen Verhaltensweisen muss während des gesamten Prozesses entgegengetreten werden.

Schwerwiegende logistische und infrastrukturelle Schwierigkeiten in Caracas (wie z.B. bei Übersetzung, Unterbringung und Verpflegung der Teilnehmerinnen) waren Mängel, welche die ankommenden Frauen daran hinderten, sich in kollektiver und würdiger Weise, auf Augenhöhe zu beteiligen. In dieser Hinsicht waren die Vorbereitungen ungenügend. Der Tagungsort der zukünftigen Konferenz sollte so gewählt werden, dass es für die Teilnehmerinnen möglich ist, die Konferenz auf der Basis von Eigeninitiative so kostengünstig wie möglich zu organisieren.

Die Analyse der Beweggründe und Auswirkungen von Sexismus und patriarchalischer Dominanz sowie Perspektiven für die Befreiung der Frau sollten im zukünftigen Prozess und während der nächsten Konferenz vertieft werden.

121030 Welt-Koordinatorinnentreffen Auswertung 1 WFK in Caracas – end – DE




Resolutionen des 1. Welttreffens der Koordinatorinnen

1Das 1. Welttreffen der Koordinatorinnen zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 in Asien
erklärt sich solidarisch mit den bedeutenden Kämpfen der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie der breiten Massen in Europa.

Die imperialistische Troika aus EU, IWF und Weltbank arbeitet eng mit den Regierungen der imperialistischen europäischen Länder zusammen. Sie wollen die  zur Abwälzung der Krisenlasten aus der tiefsten Weltwirtschafts- und Finanzkrise in der Geschichte des Kapitalismus auf die breiten Massen. Dafür werden Milliarden an die Großbanken und Konzerne verschachert.

Doch sie bekommen die richtige Antwort: Die Stahlarbeiter in Griechenland, die Bergarbeiter in Spanien, Massendemonstrationen in ganz Südeuropa setzen Zeichen.

Den internationalisierten Attacken der Herrschenden setzen sie den internationalen Klassenkampf und Kampf der Massen entgegen.

Hoch die Internationale Solidarität!

120918 Resolution zur Solidarität mit den Kämpfen in Europa- DE

 

Solidaritätserklärung

Das Treffen der Weltkoordinatorinnen der 2. Weltfrauenkonferenz erklärt sich mit Dr. Mariana Vargas solidarisch, eine bekannte Rechtsanwältin, Verteidigerin und Kämpferin der Frauen und ihrer Rechte. Dabei geht es um die Manöver und falschen Anschuldigungen durch den Rechtsanwaltsverband der Jujuj-Provinz, um sie aus ethischen Gründen zu verklagen mit dem Ziel, ihr die Erlaubnis zur Berufsausübung zu entziehen, weil sie an einer Demonstration gegen einen Vergewaltiger teilgenommen hat, der frei war.

Stuttgart, 18. September 2012

Download in deutsch, englisch, spanisch: 120918 Solidaritätserklärung mit Mariana Vargas_DE_ES_US

 

Vorschlag für Solidaritätsbotschaft
Wir erklären uns solidarisch und grüßen die Frauen, die in Kurdistan, in Syrien, der Türkei und im Iran gegen Sexismus, Militarismus, gegen imperialistische und kapitalistische Herrschaftsinteressen, gegen die anti-demokratische Regime und religiösen Fundamentalismus in diesen Ländern Widerstand leisten. Der entschlossene und organisierten Kampf der Frauenbewegung und der Aufbau von Selbstverwaltungsstrukturen in Kurdistan geben uns die Hoffnung auf die Verwirklichung von Frauenbefreiung und Selbstbestimmung im Rahmen einer freien, demokratisch-ökologischen Gesellschaft. Da sich das herrschende System vor dieser Kraft der Frauen fürchtet, versucht es, kämpferische Frauen über reaktionäre Politik, Repressionen und den Einsatz von Religion als Herrschaftsmittel aus der Politik und dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Aus diesem Grund werden derzeit Tausende kurdischer Aktivistinnen in den Gefängnissen der Türkei, Syriens und des Irans als politische Gefangene gefangengehalten. Wir grüßen diese Frauen und fordern ihre Freiheit.

Stellvertretend für die Tausenden gefangenen kurdischen Frauenrechtsaktivistinnen, Journalistinnen, Gewerkschafterinnen, Anwältinnen, Bürgermeisterinnen, Abgeordneten und Politikerinnen erklären wir unsere Solidarität mit:

–       Nazli Kecel, die vor 8 Jahren durch den syrischen Geheimdienst bei einer politischen Kundgebung in Westkurdistan verhaftet und verschleppt wurde. Sie ist seitdem verschwunden. Wir fordern eine Aufklärung ihres Aufenthalts und ihre Freilassung!

–       Zeynep Celaliyan, die im Iran zum Tode verurteilt wurde und schwer krank in Gefangenschaft ist. Wir fordern ihre medizinische Behandlung sowie Freilassung!

–       Den mehr als tausend gefangenen Aktivistinnen der kurdischen Frauenbewegung in der Türkei, die vor wenigen Tagen mit der Forderung „Freiheit für Abdullah Öcalan und alle politischen Gefangenen!“ in den Hungerstreik getreten sind.

18.09.2012

Download: 120918 Resolution zur Solidarität mit kurd. Frauen in Gefängnissen- DE

 

Solidarity with Marikana Lonmin mine workers, who were killed by South African Police Force. When they took place on the strike of increament of their salaries.

South African protests concerning with their service delivery – also they where killed by the police.

South African Police must stop killing the ordinary people when they protest for their rights.

18.09.2012

Download: 120918 Resolution gegen das Massaker in Lonmin SA – US

 

LA CONFERENCIA MUNDIAL DE MUJERES DEMANDA LA LIBERTAD DE LAS PRESASY PRESOS POLITICOS DE ECUADOR

Las integrantes del Comité Mundial de Coordinación de la Conferencia Mundial de Mujeres reunidas en Stutgartt – Alemania, se solidariza con la lucha de las organizaciones sociales  y políticas democráticas, progresistas y de izquierda del Ecuador  por la defensa y aplicación de los derechos humanos vigentes en la Constitución del país y  por el respeto a los derechos fundamentales de los trabajadores, campesinos, maestros, de la juventud, de las mujeres y pueblos del Ecuador..

Rechaza la posición del Gobierno ecuatoriano y su doble discurso, que ante la opinión pública internacional se presenta como defensor de los derechos humanos pero, que en su gestión aplica políticas y medidas antipopulares; de manera especial, impulsa una política de criminalización de la lucha social, de división de las organizaciones y movimientos políticos y populares que se oponen a sus políticas.

Demanda la libertad inmediata y sin condiciones de las presas y presos políticos, que se encuentran detenidos acusados de terrorismo: los 10 jóvenes detenidos en Luluncoto entre los cuales se encuentran las jóvenes luchadoras por los derechos de las mujeres: FADUA TAPIA, ABIGAIL HERAS Y CRISTINA CAMPAÑA; esta última compañera, participó en la Primera Conferencia Mundial de Mujeres realizada en Marzo de 2011 en Caracas; de igual manera, la libertad para Marcelo Rivera, dirigente juvenil universitario y el cese a la persecución a los cientos de dirigentes populares y políticos de izquierda, como es el caso de MERY ZAMORA, dirigente del Movimiento Popular Democrático.

Saludamos a las mujeres ecuatorianas y las convocamos a participar en la preparación de la Segunda Conferencia Mundial de Mujeres Combativas a realizarse en el año 2016

Stuttgart, 18 de septiembre de 2012

Download: 12091 DEMANDA LA LIBERTAD DE LAS PRESASY PRESOS POLITICOS DE ECUADOR- ES

 

Resolution on the heightened US military presence in Asia

We oppose the intensifying military presence of the US in the Asia-Pacific region as part of its new defense strategy outlined the vision of the American Pacific Century. As proven by the experiences of the peoples of Asia and the Pacific, as well as the Middle East and Africa, the presence of US military troops and bases have disastrous impacts on the lives of the people and has intensified sexual abuse and prostitution of women and children. We call for the immediate pull out US soldiers and personnel and the abolition of US bases and facilities in Asia-Pacific.

Stuttgart, September 18, 2012

Monika Gaerner – Engels y Halinka Augustin                                Coordinación Europa

Anna – Deisha – CENI                                                                     Medio Oriente

Bulelwa Charlie – Clariste Soh- Moube                                          Africa

Joan May Salvador                                                                           Asia

Susana Galli – Cecilia Jaramillo                                                      América Latina

Download: 120918 Resolution on the heightened US military presence in Asia

 

Solidarity with Shiela of Nepal on the issue of visa refusal by the German government

The World Coordinators of the World Women’s Conference stand in solidarity with our co-coordinator, Shiela of the ANWA-R (Nepal), whose application for a Schengen visa was refused by the german emba, thereby denying her free exercise of her democratic right to participate in this important process of the World Women’s Conference as co-coordinator for the Asian region. We take such visa refusal as a conscious attack of the German government  on the world’s women’s enduring struggle to forge mutual exchange, support and cooperation towards strengthening our international solidarity.

Stuttgart, September 18, 2012

Download: 120918 Solidarity with Shiela of Nepal on the issue of visa refusal by the German government- US

 




Aufruf, Prinzipien, Prozessplan der WFK in deutsch und spanisch

Aufruf Weltfrauenkonferenz 2011 deutsch:

Aufruf WFK

Grundsätze/Prinzipen der  Weltfrauenkonferenz deutsch:

grundsaetze_deutsch

Prozessplan der Weltfrauenkonferenz deutsch:

Prozess-Plan WFK

los 3 documentos en espanol:

Aufruf Prinzpien und Prozessplan espanol

 

 

 




Abschlussresolution der Weltfrauenkonferenz – 4 languages

Abschlussresolution der Weltfrauenkonferenz in deutsch:

Resolution des Abschlussplenums der WFK 7-3-2011 – DE

Resolution of the World Women’s Conference of Rank-and-File Women in English:

Resolution about the future of the militant world women’s movement us

RESOLUCIÓN SOBRE EL FUTURO DEL MOVIMIENTO COMBATIVO DE
MUJERES DEL MUNDO en esnpanol:

Resolution des Abschlussplenums der WFK 7-3-2011 ES

Résolution finale de la Conférence mondiale des femmes de la base en francais:

Resolution des Abschlussplenums der WFK 7-3-2011 – FR

 

 

 

 




Rechenschaftsbericht und Beschlüsse 1. Welttreffen für die 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien (Deutsch, Francais)

 

Europa-Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, Monika Gärtner-Engel und Halinka Augustin, 2. November 2012
An das Europakomitee der Weltfrauenkonferenz
An den Kämpferischen Frauenrat in Deutschland
Rechenschaftsbericht der Europa-Koordinatorinnen
über das 1. Welttreffen der gewählten Koordinatorinnen für die 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien

Teilnehmerinnen an diesem Welttreffen waren:

aus Afrika Clariste Soh-Moube und Bulelwa Charlie,

aus Asien Joms Salvador aus den Philippinen (Shiela aus Nepal hatte kein Visum erhalten),

aus Europa Halinka Augustin und Monika Gärtner-Engel,

aus Lateinamerika Cecilia Jaramillo und Susana Galli,

als Beobachterinnen  zwei Vertreterinnen aus dem Nahen und Mittleren Osten

Das Treffen war  insgesamt sehr erfolgreich.

Die wesentlichen Ergebnisse:

  • Eine verabschiedete Auswertung der Weltfrauenkonferenz 2011
  • Einhellig ist auch der Beschluss, die nächste Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien durchzuführen. Über die Auswahl zwischen den drei Ländern entscheidet das nächste Welttreffen. Bis dahin sollen sich die Länder mit einer ausführlichen Präsentation vorstellen. Asien soll eine Empfehlung an das nächste Welttreffen geben.
  • Das nächste 2. Welttreffen 2013 findet in Afrika statt.
  • Die von uns Europa-Koordinatorinnen vorgelegten Dokumente zu den Aufgaben und Arbeitsweise der Koordinatorinnen konnten noch nicht verabschiedet werden.
  • Am Schluss wurden Resolutionen verabschiedet zur Solidarität mit politischen Gefangenen und der Situation im Nahen/Mittleren Osten, Philippinen, Bergarbeiter und Bergarbeiterfrauen Südafrika, Kämpfe in Europa gegen die Abwälzung der Krisenlasten und ein Brief an Anna Soto zur Würdigung ihrer Rolle und herzliche Grüße von der Konferenz.

Das Welttreffen begann mit einem festlichen Empfang am Sonntag den 16. September. Es gab  Kultur, Grußworte von Organisationen, Vorstellung der Koordinatorinnen, sowie der Helfer und Übersetzer.  Es war ein ganz toller Auftakt, auch mit einem  köstlichen Buffet. .

Am Montag, den 17. September, wurde die vorgeschlagene Tagesordnung mit einigen Modifikationen angenommen.

Claristes  Begrüßung war eine sehr bewegende Eröffnung. Sie sagte, wir müssen vor der Geschichte der kämpferischen Weltfrauenbewegung den Anspruch einlösen, die kämpferische Frauenbewegung der Welt zusammenzubringen. Was wir vor allem brauchen ist Respekt, Vertrauen und Grundsätze.

Dann folgte ein Power-Point-Vortrag „Ein schneller Flug zu den Kämpfen der Frauen der Welt“ von Monika.

Beim Tagesordnungspunkt der Länderberichte, Regionalberichte, Kontinentalberichte  hatte jeder 15 Minuten Zeit und  dann blieben 15 Minuten für Fragen und Diskussion.

Dann wurde die Resolution von Caracas verlesen und dann in die Auswertung der ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen übergegangen. Das war eine sehr lange Diskussion, die sehr viele gute und vereinheitlichte Punkte in der positiven Würdigung der Weltfrauenkonferenz beinhaltete. Zugleich gab es verschiedene Kritiken, die im Wesentlichen von Europa, Afrika, Asien und Naher/Mittlerer Osten gemeinsam kamen. Vor allem an großen Problemen in der Logistik, Unklarheiten über die politische Situation in Venezuela, undemokratisches Verhalten gegenüber den Kurdinnen usw. Das ist im einzelnen in den einzelnen Teilen festgehalten. Kontrovers dazu wurde eine Darstellung der Arbeit von Ana Soto/ von Lateinamerika diskutiert, und außerdem, dass sich die zwei Säulen nicht bewährt hätten. Nicht zuletzt wurde doch tatsächlich das Dokument der WFK („Caracas Resolution“) in Frage gestellt. Ebenso, dass am 9.3. ein erstes Auswertungstreffen, notgedrungen ohne Ana Soto und Susana stattfand. Dem sind wir entschieden entgegen getreten. Von der Lateinamerika-Konferenz wurde vertreten, dass die Generalversammlung für künftige Weltfrauenkonferenzen abgelehnt wird. Dem wurde entgegengehalten, dass das überhaupt nicht in der Macht der Koordinatorinnen steht, sondern ein klarer Beschluss von Caracas ist, dass auf den grundlegenden Organisationsstrukturen usw. weiter gearbeitet wird. Alle anderen hatten Kritiken an der parallelen Durchführung von Generalversammlung und Massenprogramm. Es wurde  eine Kommission gebildet, die das Dokument „Auswertung der 1. Wetfrauenkonferenz“ zur späteren Beschlussfassung vorbereitete. Für uns machte da dankenswerter Weise Halinka mit.

Am zweiten Tag, am Dienstag, 18. September folgte die Diskussion über den Kontinent der 2. Weltfrauenkonferenz. Einhellig wurde Asien und der Entscheidungsprozess über die drei Länder beschlossen.

TOP 7 war die Beschwerde von Karin Scheller. Sie war zur Kontinentalkonferenz Lateinamerika nach Brasilien eingeladen worden, aber dann beim Diskussionspunkt „Auswertung der 1.Weltfrauenkonferenz“ durfte sie nicht teilnehmen. Es gab keine einheitliche Stellungnahme des Treffens, aber es war ein wichtiger Punkt. Clariste sagte  zusammenfassend,  es sei sehr wichtig, dass Karin diese Beschwerde vorgebracht hat, denn so kann man nicht zusammenarbeiten und insofern war das für den Respekt wichtig.

Der TOP Aufruf zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz wurde nicht durchgeführt, weil es am Schluss der Auswertung einen Abschnitt „Schlussfolgerungen“ gibt. Ein extra Aufruf soll später verabschiedet werden.

Im TOP über die Aufgaben der Koordinatorinnen wurde ein erster Gedankenaustausch dazu begonnen. Aber es konnte noch keine vereinheitlichte Konzeption beschlossen werden. Es wurde auch erörtert, ob gegebenenfalls ein Büro der Welt-Koordinatorinnen eingerichtet werden soll. Bei der ersten Erörterung der Geschäftsordnung ging es vor allem um das Konsensprinzip kontra Vetoprinzip und Verfälschung. Wir haben von Europa aus  eine Ausgestaltung des Konsensprinzips vorgeschlagen – Ringen um Einvernehmlichkeit, am Ende Meinungsbild und gegebenenfalls Abstimmung. Hier wurde besprochen, dass unsere Vorschläge in den Kontinenten und Regionen diskutiert werden und beim nächsten Treffen verabschiedet werden.

Beim TOP finanzielle Unabhängigkeit der Konferenz wurde eine sehr gute Übereinkunft erreicht, dass alle in der Kleinarbeit sammeln und Anstrengungen unternehmen. Ihr könnt sie dem Beschlussblatt entnehmen.

Ein TOP befasste sich mit der Ausgestaltung der drei Kampftage und der interkontinentalen und kontinentalen Zusammenarbeit.

Ein Höhepunkt der Konferenz war die Beschlussfassung und Unterzeichnung des Ergebnisprotokolls des 1. Welttreffens. Wir hatten die neue Methode, dass ständig die Beschlüsse mitgeschrieben werden. Dadurch wurde am Ende ein Beschlussprotokoll vorgelegt, das bereits in alle Sprachen übersetzt war und die Verabschiedung dieses Beschlussprotokolls ging sehr schnell vor sich. Wir bestanden darauf, dass es alle persönlich unterzeichnen.

Das Dokument Auswertung der 1. Weltfrauenkonferenz ist das Schlüsseldokument. Darüber gab es auch die Hauptdiskussion. Hier legte die Kommission das Dokument in englischer Sprache vor. Das war relativ kompliziert und es kamen viele Änderung und Ergänzungen. Widersprüchlich wurde erneut die Frage der Säulen, der Dokumente und der Bewertung von Anna Soto aufgeworfen. Nachdem abzusehen war, dass die Bewertung der Stärken und Schwächen nicht vereinheitlicht werden kann, machte Monika den Vorschlag, das “erweiterte Konsensprinzip” aus den Prinzipien anzuwenden. Das bedeutet, sowohl die vereinheitlichte Position als auch die Widersprüche festzuhalten. Über die Bewertung der Stärken der Konferenz waren wir uns einig. Die Schwächen werden unterschiedlich bewertet. In der Tendenz sind sich aber Asien, Afrika, naher und mittlerer Osten sowie Europa einig – gegen die Positionen von Lateinamerika.

Das Dokument enthält so im 1.Teil eine Würdigung der 1.Weltfrauenkonferenz und im 3.Teil einen vereinheitlichten Ausblick. Diese Teile sind gemeinsamer Standpunkt. Dazwischen im 2.Teil sind die Standpunkte der einzelnen Kontinente aufgeführt. Nach der redaktionellen Schlussbearbeitung wurde das Dokument einhellig verabschiedet und von allen ausgedruckt und auf jeder Seite des Dokumentes (!) persönlich unterzeichnet und auf einer CD auch in allen Sprachen ausgegeben. Das ist ein großer Erfolg und eine gute Vorbeugung, dass nicht wieder die Dokumente infrage gestellt werden.

Das Ziel, die Dokumente in dieser Weise zu verabschieden und festzuhalten erforderte allerdings Nachtarbeit bis drei Uhr, bzw. bis fünf Uhr von den Übersetzern. Für diesen Prozess müsste man eigentlich einen ganzen Tag einplanen!

Der Mittwoch folgte noch ein wunderschönes Kulturprogramm. Wir gingen zuerst zum  antifaschistischen Mahnmal. Dort wurden bewegende Ansprachen gehalten über die Novemberrevolution in Stuttgart und die Rolle der Arbeiter dabei. Ein Beitrag würdigte Clara Zetkin in Stuttgart und ein Beitrag die Antifaschistin und Kommunistin Lilo Hermann. Am antifaschistischen Denkmal wurde ein Gesteck niedergelegt „Koordinatorinnen des ersten Welttreffens – Clara wir tragen die Fackel weiter“. Lieder wurden gesungen, wir waren alle sehr begeistert und gerührt. Eine Aktivistin von Stuttgart 21, ging mit uns zum Hauptbahnhof und erzählte über Stuttgart 21. Nach einem schönen Mittagessen ging es in die Weinberge. Dort erzählte ein Daimler-Kollege sehr beeindruckend über den internationalen Konzern Daimler, seine kämpferische Belegschaft und die B10-Besetzung. Im Arbeiterbildungszentrum, bei Kaffee und Kuchen kamen weitere Daimler-Arbeiter zum gemeinsamen Gespräch. Abschließend nach zwei Liedern fuhren alle nach Hause.

Zu danken bleibt noch allen, die mit halfen, dass das Treffen erfolgreich durchgeführt wurde.   Das Arbeiterbildungszentrum war ein sehr guter Rahmen und die Mitarbeiter haben sich größte Mühe gegeben. Die Vorbereitungsgruppe hat sehr sorgfältig, mit viel Liebe zum Detail und auf einem hohen Niveau das Treffen vorbereitet. Übersetzerinnen und Protokollantinnen haben eine sehr engagierte, kompetente und unermüdliche Arbeit geleistet. Kämpferischer Frauenrat und Helfer, alle haben wunderbar gut zusammengearbeitet. Insgesamt war es eine gute und herzliche Atmosphäre.

Die Weichen für die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 sind gestellt!

Download Rechenschaftsbericht: 

121102 Bericht der EU-Koord. ueber das 1. weltweite Koordinatorinnen Treffen zur 2.WFK – end – DE

en francais: 120918 Rencontre mondiale des coordinatrices evaluation 1ere CMF – FR

 

Download Beschlüsse: 121106 Beschluesse für Homepage – DE

en Francais: 120918 Rencontre mondiale des coordinatrices – Procès-verbal des décisions – FR

Protokoll der Beschlüsse:

Weltweites Treffen der Koordinatorinnen zur Vorbereitung der 2.Weltfrauenkonferenz 2016

am 17./18.September.2012 in Stuttgart/Deutschland

 

Teilnehmerinnen Liste
Kontinent Koordinatorin Land
Afrika Clariste Mali
Afrika Bulelwa Südafrika
Asien Joms Philippinen
Asien Nicht anwesend
Lateinamerika Cecilia Ecuador
Lateinamerika Susana Argentinien
Europa Halinka Niederlande
Europa Monika Deutschland
Als Beobachterinnen:
Naher/Mittlerer Osten Anna
Naher/Mittlerer Osten Delsha

 

Protokoll der Beschlüsse
I. Die vorgeschlagene Tagesordnung (s. Anlage) wird angenommen mit  Änderungen bzw. Präzisierungen (…)
II. Der Teilnahme der Beobachterinnen aus dem Nahen und Mittleren Osten wird begrüßt.Am 1. Tag – insbesondere bei Punkt 4 und Punkt 6 – sind sie gleichberechtigte Diskussionspartnerinnen.Am 2. Tag, an den TOP die zukünftige Fragen und Entscheidungen zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz behandeln, nehmen sie ausdrücklich als Beobachterinnen teil. Wenn es gewünscht wird, sind sie bereit, ihre persönlichen Meinungen kundzutun.
III. Ein Aufruf zur Vorbereitung der 2.Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 und die genaue Ausgestaltung der Weltfrauenkonferenz, sowie Datum und Land der Konferenz sollen auf dem nächsten weltweiten Treffen der Koordinatorinnen besprochen und entschieden werden.Die unterschiedlichen Vorschläge werden allen Kontinenten/Regionen mit den dazu gehörigen Argumenten und Diskussionen übermittelt. (innerhalb von 3 Monaten)In diesem Zusammenhang hat das Welttreffen eine koordinierende Funktion, die auf der Grundlage der Resolution von Caracas wahrgenommen wird.
IV. Das Koordinatorinnen-Treffen beglückwünscht Asien für seine frühzeitige Bewerbung Austragungsort der nächsten Weltfrauenkonferenz zu sein.Es stimmt zu, dass Asien Kontinent der nächsten Weltfrauenkonferenz ist.Für die Entscheidung, in welchem Land in Asien die Weltfrauenkonferenz statt finden soll,  bitten das Koordinatorinnen-Treffen die Vertreterinnen aus den drei Ländern Nepal, Sri Lanka und Indien bis in sechs Monaten je eine detailreiche Präsentation zu erstellen, um sie  besser kennen zu lernen.Darin sollen vorgestellt werden: die Länder, die politischen Bedingungen in diesen Ländern, die Organisationen, ihre Kapazitäten der Vorbereitung, der Logistik (Räume, Unterbringung, Strom, Wasser, usw.) eine Weltfrauenkonferenz auszutragen.

Vorrangig soll sich das kontinentale Komitee in Asien über den Austragungsort einigen und ihn dem nächsten Welttreffen vorschlagen.

Die Entscheidung soll auf dem nächsten Koordinatorinnen-Treffen getroffen werden.

V. Die Koordinatorinnen tragen die beiden Vorschläge der Europakoordinatorinnen zur Arbeitsweise und Aufgabenstellung der Koordinatorin und zur Geschäftsordnung in ihre Kontinente und Regionen.Sie fördern die Meinungsbildung dazu bis zum nächsten Welttreffen.Die europäischen Koordinatorinnen werden beauftragt, den Vorschlag eines Büros bis zum nächsten Welttreffen genauer zu begründen und in seinen Zielen und Arbeitsweisen zu präzisieren.
VI. Das weltweite Vorbereitungskomitee der 2. WFK 2016 besteht aus den je zwei gewählten Koordinatorinnen der Kontinente und Regionen mit je zwei  Stellvertreterinnen. Zur Vorbereitung der 2. WFK 2016 in Asien kommen ab dem 2. Welttreffen zwei weitere Koordinatorinnen aus Asien hinzu.Die Einladung von Gästen soll offen und flexibel gehandhabt werden. Insbesondere sollen die jeweiligen Gastgeberinnen einer WFK zur anschließenden Auswertungskonferenz eingeladen werden.Die Ursprungsinitatorinnen bzw. ihre Organisationen bleiben wertvolle Begleiterinnen und Beraterinnen und sind als Gäste stets willkommen.
VII. Afrika wird Gastgeberin des 2. Welttreffens der Koordinatorinnen sein. Bis Ende Oktober 2012 teilen die afrikanischen Koordinatorinnen mit, in welchem Land das Treffen stattfinden wird und welchen genauen Zeitpunkt im Jahr 2013 sie vorschlagen.Das 1. weltweite Koordinatorinnen-Komitee erklärt sich kollektiv dafür verantwortlich, dieses Treffen solidarisch zu finanzieren.
VIII. Zusammenfassung FinanzenDie finanzielle Unabhängigkeit ist von fundamentaler Bedeutung für den Weltfrauenkonferenz-Prozess und wurde auf der 1. Weltfrauenkonferenz erfolgreich praktiziert.Alle entwickeln Anstrengungen zur Sammlung von Geld unter den Massen und wenn es kleine und kleinste Beiträge sind. Wir wollen nie abhängig sein von großen Geldgebern, NGOs oder UNO – Organisationen.Geldfragen sind sehr sensibel und Vertrauensfragen! Deshalb müssen wir geeignete Rechts- und Organisationsformen finden um alle Geldgeschäfte ohne Verluste und sicher zu tätigen. Wir müssen sehr sparsam sein.

Solidarität und Geldspenden sind gut, aber Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen ist besser. Hier bringt jeder seine besonderen Ressourcen ein und stärkt das Selbstbewusstsein und die Selbstachtung.

Wir arbeiten schon jetzt mit Zielstrebigkeit und Kreativität  auf einen gemeinsamen solidarischen Fond und die unabhängige Finanzierung der 2.Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien hin. Das ist eine gemeinsame Verantwortung.

IX. Zusammenfassung zur ZusammenarbeitDie drei internationalen Kampftage sind vorrangig im Prozess der Weltfrauen­konferenz. Es gibt weitere in den einzelnen Ländern wie den Gedenktag an Soweto von Afrika oder den Umwelttag von Europa.Es ist wichtig die Kommunikation untereinander weiter zu entwickeln mit einer geschützten Mailingliste und Skype-Konferenzen je nach den Erfordernissen.Wir nutzen jedenfalls das Internet mit Wachsamkeit und Vorsicht.

Alle sind dringend aufgefordert, die Website (www.conferenciamondialdemuje­res.org)mit ihren Beiträgen zu bereichern. Alle Koordinatorinnen können die Zu­gangsdaten erhalten.




Auswertung 2011: Alle Beschlüsse der Generalversammlung

Beschluesse der Generalversammlung

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