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Presserklärung Bundesvorstand Courage zur Entwicklung in der Türkei

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Frauenverband Courage/ Bundesvorstand
Martina Stalleicken
martinastalleicken@web.de
+49 179-5211330; 0201-6461260
www.fvcourage.de

12. November 2016 161027-frauen-polizeigewalt-diyarbakir

> Mitten in unserem Vorstandstreffen des Frauenverbands Courage erreicht uns die Nachricht durch die Ceni- Frauen, dass die faschistische Regierung in der Türkei unter Präsident Erdogan erneut in unglaublicher Weise von sich reden macht:

> 370 eingetragene Vereine wurden durchsucht, geräumt, versiegelt. Darunter auch insbesondere fortschrittliche, demokratische, kurdische Frauenvereine. Einer von den Razzien betroffenenen Vereinen ist der Kongress der Freien Frauen (KJA), die größte Dachorganisation der Kurdischen Frauenbewegung in Nordkurdistan und der Türkei. Wir kennen einige von ihnen persönlich als mutige und engagierte Frauen und versichern ihnen unsere ganze Solidarität!

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Freiheit für Gultan Kışanak, Ayla Akat Ata und für alle Frauen in Kurdistan

Delegation der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen nach Diyarbakırfreedom

Wir, die offizielle Delegation der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen nach Nordkurdistan, fordern die sofortige Freilassung der in Nordkurdistan inhaftierten Mitglieder von Stadtverwaltungen sowie die Wiedereinsetzung aller ihrer Ämter enthobenen Co-Bürgermeister*innen!

Die Frauen und Männer sind demokratisch gewählte Vertreter ihres Volkes. Die Zwangsverwaltung von Städten und Gemeinden durch den türkischen Staatsapparat ist ein weiterer Schritt in Richtung einer faschistischen Diktatur. Die europäischen und die amerikanische Regierung dürfen nicht länger zusehen, wie die türkische Regierung ihre  Machtbestrebungen ausführt und damit Volksgruppen und Glaubensgemeinschaften wie die Kurden, Aleviten und Jesiden zum wiederholten Male einer ungerechtfertigten Verfolgung mit fadenscheinigen Begründungen aussetzt, mit dem Ziel diese Völker zu unterdrücken oder sogar auszulöschen.

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Aktionen und Demonstrationen zum Welt-Kobane-Tag

Kundgebungen/Demonstrationen zum Welt-Kobanê-Tag – eine kleine Auswahl:1-november-weltkobanetag

  1. November:

Düsseldorf: ” Düsseldorf für Kurdistan” ab13 Uhr eine Kundgebung zum Weltkobanetag, vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof.

Hamburg: Kundgebung Gegen die türkische Kriegspolitik in Rojava und Nord-Kurdistan |Bakur|18.00 Uhr am türkischen Konsulat Tesdorpfstrasse 18

Frankfurt: Kundgebung 18 Uhr, Paulsplatz

Oldenburg: Infostand 12-18 Uhr, Zentrum Oldenburg (vor der OLB)

Bremen: Demo 16 Uhr, Bahnhof

Berlin: Demo 18 Uhr, U-Bahnhof Kleistpark “Aktionen und Demonstrationen zum Welt-Kobane-Tag” weiterlesen

Freiheit für alle widerständigen Frauen

Freiheit für alle widerständigen Frauen im Namen vonverhaftetete-frauen

AYLA AKAT ATA and GÜLTAN KIŞANAK

Die weitreichende Staatsgewalt durch Angriffe, Verhaftungen und Inhaftierungen gegen die Menschen und ihre demokratischen VertreterInnen in Kurdistan seit dem Juli 2015 hat in den letzten drei Tagen seinen Höhepunkt erreicht.

Gültan Kışanak, als erste Co- Bürgermeisterin von Diyarbakır des kommunalen Großstadtgebietes, sie leistete schon während ihrer zwei jährigen Inhaftierung während der Militärdiktatur in den 80ger Jahren im berüchtigten Gefängnis in Diyarbakir Widerstand gegen Folter, wurde nun am 25. Oktober 2016 währden das Gemeindegebäude blockiert und von hunderten Polizisten überfallen wurde, in Untersuchungshaft genommen.

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1. November – Welt-Kobane-Tag

Überall ist Rojava, überall ist Widerstand!weltkobanetag
Der Name Kobane trat im September 2014 mit dem Angriff des Islamischen Staats (IS) plötzlich ins Zentrum der Weltöffentlichkeit. Am 13. September 2014 wurde Kobane, welches in Nordsyrien/Westkurdistan liegt, aus fünf Fronten vom IS umzingelt und auf barbarische Weiseangegriffen. Kobane aber leistete mit all seiner Existenz Widerstand gegen die schwarze Pest und ihre barbarischen Angriffe. Die KämpferInnen von den Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG und YPJ, gemeinsam mit internationalistischen Brigaden, haben in Kobane ganze 134 Tage epischen Widerstand geleistet und den IS aus der Stadt vertrieben.

Am 19. Juli 2012 wurde in Kobane die demokratische Autonomie ausgerufen. Durch eine friedliche Revolution konnte Kontrolle über die Stadt gewonnen und die Verwaltung an die Bevölkerung übertragen werden. Die Welle der Revolution hat nach Kobane die kurdischen Regionen Afrin und Cizre erreicht. In diesen drei Regionen wurde das System Demokratischer Autonomie, welches auf Pluralismus und Basisdemokratie basiert, ausgerufen. Es wurden regionale Kantone und demokratischen Selbstverwaltungsstrukturen etabliert….

Hier der Aufruf von CENI – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e. V. – zum Weltkobane-Tag zum Download:
161026-ceni-welt-kobane-tag-pdf

30. Juli: Demonstration zum Jahrestag des Genozids an den Ezidinnen

Korrespondenz:
anbei senden wir Ihnen/Euch im Anhang die erstellten Informationsmaterialien vom Dachverband des Ezidischen Frauenrats e.V. zu.Jahrestag Genozid Yesidinnen

Gerne möchten wir Ihnen/Euch mitteilen, dass die geplante Protestdemonstration anlässlich des 2. Jahrestages des Genozids/Feminizids an die Eziden am 30.07.2016 um 13:00 Uhr in Bielefeld (Universität Bielfeld) statt finden wird.
Über eine rege Teilnahme als Mitunterstützung würden wir uns freuen.
Herzliche Grüße
Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.

Download:
Erklärung zu Sengal
Erklärung Şengal 03.08.16-1
Flugblatt zu Sengal:
Flugblatt Şengal 03.08.16
Informationsdossier zum Genozid an den Esidinnen:
Informationsdossier Şengal 03.08.16

Stellungnahme des Kämpferischen Frauenrats zur Lage in der Türkei

Kämpferischer Frauenrat / Koordinierungsgruppe

22.07.2016
Stellungnahme des KFR gegen die brutale Unterdrückung der türkischen Regierung an kurdischen und demokratischen Kräften in der Türkei und Nord-Kurdistan.

Wir Frauen des Kämpferischen Frauenrats in Deutschland verurteilen zutiefst die totalitäre und faschistische Politik des Staatspräsidenten der Türkei Erdogan!
Die massiven Verhaftungen, Massenentlassungen im öffentlichen Dienst, Einschüchterungen und Beschneidung der Meinungsfreiheit bis auf die Wiedereinführung der Todesstrafe machen jetzt noch deutlicher welche kriminellen Potentiale in Erdogan und seinen Komplizen stecken. Unterdrückungsmethoden der türkischen Regierung gegen aktive Frauen, Journalisten, Lehrer, Professoren und tausende von Menschen sind lange bekannt. Dieses systematische, unmenschliche Vorgehen treiben sie jetzt auf die Spitze, in dem sie für sich beanspruchen die Menschenrechtskonventionen vorübergehend nicht beachten zu müssen. Die Türkei beachtet diese schon lange nicht mehr und zerstört systematisch die kurdischen Gebiete, zerstört ganze Städte wie Cizre unter den Deckmantel des Antiterrorkampfs! Diese Verbrechen müssen aufhören und die Verantwortlichen gehören verurteilt!
Durch den mörderischen jahrelangen Krieg gegen die eigene kurdische Bevölkerung wandte die türkische Regierung schon lange faschistoide Methoden an, die sie jetzt gegen ihre eigenen demokratisch denkenden Menschen einsetzt. Das ist Faschismus!
Wir verurteilen das Schweigen der Bundesregierung Deutschland zu den Ermordungen, den sexuellen Angriffen, den brutalen Vergewaltigungen und der gezielten Zerstörung der Lebensräume vor allem an kurdischen Frauen und ihren Familien wie in der von der türkischen Regierung zerbombten Stadt Cizre.
Wir schweigen nicht, sondern kämpfen gemeinsam mit den Frauen und Männern für ihre Befreiung und wir werden uns weiterhin stärker dafür einbringen!
Wir fordern die Freilassung der verhafteten Demokraten und ihre Wiedereinstellung!
Wir fordern die Freilassung aller politischen kurdischen Gefangenen!
Echte Demokratie und Freiheit für das türkische und kurdische Volk und die Wahrung alle Menschenrechte, die die Türkei schließlich unterschrieben hat!
Stopp das Morden am kurdischen Volk!
Hoch die Internationale Solidarität!

Download:
160723 Stellungnahme des KFR zur Türkei

Die kurdische Frauenbewegung auf der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Nepal: Viele möchten von den Erfahrungen der kurdischen Frauen lernen …

Meral Çiçek

Die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen fand vom 13. bis 18. März 2016 in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu statt. Motto der Konferenz war »Frauen erklimmen die höchsten Berge«. Befindet sich der höchste Berg der Erde, der Everest, doch in Nepal. An der Konferenz nahmen insgesamt 1300 Frauen aus 48 Ländern teil. In 10 Workshops diskutierten 560 Teilnehmerinnen zentrale Themen der Frauenbewegung. Die zwei Tage dauernde Generalversammlung der Basisfrauen bildeten 74 Delegierte sowie 8 Koordinatorinnen aus 40 Ländern.

Auch die kurdische Frauenbefreiungsbewegung, welche Teil der Koordination des Mittleren Ostens für die Weltfrauenkonferenz ist, war mit einer Delegation in Kathmandu vertreten. Aus allen vier Teilen Kurdistans sowie aus Europa war eine 8-köpfige Delegation angereist. Darüber hinaus haben weitere in Europa lebende kurdische Frauen an der Konferenz teilgenommen. Insgesamt waren so über 15 kurdische Frauen anwesend.

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