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Resolution der europäischen Weltfrauen zu Mali

Resolution der europäischen Weltfrauen zu Mali: Die 2. Europakonferenz der Weltfrauen malifemmes2blickt mit großer Sorge nach Mali. Dort wirken Kräfte religiöser, frauenfeindlicher, faschistischer Fundamentalisten, die Demokratie, Frauen- und Menschenrechte mit Füßen treten.

Es ist ein Krieg entstanden, der auf dem Rücken der Masse der Frauen und der Bevölkerung insgesamt ausgetragen wird. Der Krieg ist in den Reis-Anbaugebieten des Landes angelangt und zerstört die Ernährungsgrundlage der Menschen. Die Frauen, die jungen Mädchen werden vergewaltigt. Darüber sind wir empört, protestieren und kämpfen dagegen.

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Post aus Mali

Ein Frau aus Mali schreibt uns: Ein gutes und glückliches Neues Jahr 2013! Hier in Bamako sind
resized_resized_mali wir hunderte von Kilometern von der Front entfernt. Angst beherrscht hier das Leben, aber zurzeit hören wir noch keinen Waffenlärm. Auch sind wir genauso wenig wie der Rest der Welt über das informiert, was sich bei uns abspielt. Die Information ist Eigentum der herrschenden französischen Medien, die Alles unter Verschluss halten.

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Nigeria: Literaturpreis für Chika Unigwe (“On Black Sister’s Street)

Die nigerianinische Schriftstellerin   Chika Unigwe  erhielt
am 1. November auf Victoria Island, Lagos, den nigerianischen
Literaturpreis für ihren Roman, „On Black Sister‘s Street. Der nigerianische Literaturpreis gilt als einer der bedeutendsten afrikanischen Literaturpreise. Der deutsche Titel ihres Romans ist „Schwarze Schwestern“. Chika Unigwe erzählt das Schicksal von vier nigerianischen Frauen, die aus Gründen der Armut und Perspektivlosigkeit nach Europa wollen und als Prostituierte in einem europäischen Rotlichtviertel (Antwerpen) landen. Sie hofften auf ein besseres Leben – und erlebten die Hölle. Doch die Frauen erleben auch, wie sie sich durch ein großes Unglück unverhofft näherkommen.

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Tunesien: Studentin nach 3-facher Vergewaltigung wegen Unsittlichkeit angeklagt

Eine junge Tunesierin, Studentin, die mit ihrem Verlobten zusammen in einem Auto war, wurde von Polizisten angehalten, 
angesprochen und als „unsittlich“ beschimpft und bedroht. Die Polizisten verlangten Schweigegeld. Als das Paar sich weigerte zu zahlen, hielt einer der drei Polizisten den Mann mit Gewalt fest, während jeweils die zwei anderen die junge Frau vergewaltigten, insgesamt dreimal.

Solche ungeheuren Verbrechen passieren, sagen tunesische Frauenrechtlerinnen, immer wieder. Neu ist, dass dieses Mal das Opfer nicht geschwiegen hat, sondern öffentlich über das Verbrechen gesprochen und die Polizisten angezeigt hat.

Das Justizministerium des Landes brachte zum Ausdruck, die Polizisten hätten “ein Verbrechen begangen, allerdings ändere das nichts an den Verfehlungen der Frau“. Die junge Frau wurde tatsächlich vor Gericht gezerrt wegen unsittlichen Benehmens. Die Frauenbewegung in Tunesien kämpft für die Einstellung des Verfahrens gegen die junge Frau und für Gerechtigkeit durch ein Urteil gegen ihre Peiniger; auch international gibt es Solidaritätsaktionen.

Auf Grund der landesweiten Proteste scheint das Gericht zu erwägen, die Anklage gegen die vergewaltigte Frau zurück zu ziehen, zumindest sehen die Anwälte dafür Chancen. Erst im August haben Tausende von Tunesierinnen für die Rechte von Frauen demonstriert und unter anderem „eine zweite Revolution“ gefordert, entgegen einer Tendenz in der tunesischen Gesellschaft, dass islamistisch-fundamentalistische Kräfte stetig mehr Einfluss bekommen. Zurzeit wird eine neue Verfassung ausgearbeitet und die tunesischen Frauen sind nicht gewillt, die in der Zeit des sogenannten „Arabischen Frühlings“ erkämpften Rechte wieder herzugeben. Auch darin liegt – neben der Ungeheuerlichkeit, ein Vergewaltigungsopfer wegen Unsittlichkeit anzuklagen – die Brisanz dieses Falles.

Marokko: Frauen organisieren Seminar zur Trennung von Kirche und Staat

Die Bewegung der kämpferischen Frauen von Marokko im Schoß der „Marokkanischen Vereinigung der Menschenrechte“
hat am Samstag und Sonntag, den 29./30. September in der Stadt Bouznika (70 km südlich von Rabat) ein landesweites Seminar organisiert zum Thema „Trennung von Kirche und Staat, Demokratie und Gleichheit zwischen den Geschlechtern“.

Die Bedeutung dieses Seminars liegt darin, dass es in einer politischen Situation stattfindet, die charakterisiert ist vom Vormarsch religiös-fundamentalistischer Kräfte in der Regierung/der politischen Macht in Marokko, was gleichermaßen in fast allen anderen Ländern des Maghreb (Tunesien, Algerien) und den arabischen Ländern geschieht. Diese Entwicklung geht einher mit der Unterdrückung demokratischer Freiheiten und der Menschenrechte der Frauen.

 

Le mouvement des femmes militantes au Maroc au sein de l’Association Marocaine des droits humain a organisé le Samedi 29 et le Dimanche 30 septembre à la ville de Bouznika (70 km au sud de Rabat) un séminaire national sur la laïcité et la démocratie et l’égalité entre les deux sexes. L’importance de ce séminaire c’est qu’il se déroule dans une conjoncture politique qui se caractérise par la monté des courants religieuses intégristes au pouvoir au Maroc ainsi que dans presque tout les autres pays Maghrébines et Arabes, et qui s’est accompagné par la répression des liberté démocratiques et les droits humain des femmes.

South Africa: Solidarity to the Marikana mine workers and their families!

Südafrika: ein Teil der verhafteten Minenarbeiter ist wieder frei! Nachdem die Polizei in der südafrikanischen Platinmine
Marikana in Südafrika bei einem barbarischen Polizeieinsatz 34 gegen Entlassungen streikende Bergarbeiter erschossen hat und 78 weitere verwundet, hatte sie anschließend 270 Bergleute verhaftet und ihnen (!) die Tötung ihrer erschossenen Kumpels zur Last gelegt. Auf dem Hintergrund weltweiter Proteste sind jetzt zunächst 162 dieser Kumpels wieder freigelassen worden. Dieser ungeheuerliche Vorgang, erst streikende Arbeiter zu erschießen und dann deren Tod den überlebenden Kollegen zur Last zu stellen, erfordert die weltweite Solidarität aller Arbeiterinnen und Arbeiter sowie der internationalen Frauenbewegung. Der Richter hatte die Anklage nicht begründet. Juristen gehen jedoch davon aus, dass er sich bei der Verhaftung der Bergleute auf ein Gesetz aus der Zeit des Apartheidsregimes beruft, wonach bei einer Schießerei unter Beteiligung der Polizei alle Menschen angeklagt werden, die vor Ort festgenommen wurden.

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Togo: Sexstreik der Frauen gegen jahrzehntelange Präsidentenherrschaft

Neun verschiedene gesellschaftliche Gruppen und sieben Oppositionsparteien rufen die Frauen zum Sexstreik für eine
Woche auf. Mit dieser Kampfmethode sollen die Männer dazu mobilisiert werden, gegen die jahrzehntelang Herrschaft der Präsidentenfamilie Gnassingbe aufzubegehren und den Präsidenten zum Rücktritt zu zwingen. Der Sexstreik wurde 2003 von liberianischen Frauen als Kampfmittel in einer Kampagne für den Frieden in ihrem Land eingesetzt. Dem Aufruf zum Sexstreik gingen mehrere Demonstrationen gegen den Präsidenten voraus, bei der die Polizei Tränengas einsetzte und über 100 Demonstranten verhaftet wurden.

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BERICHT DER 1. AFRIKANISCHEN KONFERENZ DER BASISFRAUEN

Vom 10. bis 14. Juli 2012 fand in Lomé (Togo) das erste Treffen der Pionierinnen der Konferenz der Basisfrauen Afrikas statt, mit Frauen aus 6 afrikanischen Ländern: Südafrika, Marokko, Demokratische Republik Kongo, Burkina Faso, Mali und Togo. Im Hotel Acropolis Guest House trafen sich die Frauen in kleiner Runde und diskutierten über den Start der Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent zur Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Caracas/Venezuela vom 4. bis 8. März 2011.

 

Aufgrund der unterschiedlichen Ankunftszeiten der Delegierten konnten die Arbeiten, die am 10. Juli beginnen sollten, schließlich erst am nächsten Tag, dem 11. Juli gegen 16 Uhr unter Anwesenheit fast aller Teilnehmerinnen beginnen.

 

Mittwoch, 11. Juli

Die Eröffnungsrede wurde von Clariste Moube gehalten, der Delegierten aus Mali, sie begrüßte alle und rief zunächst die Ziele der Konferenz in Erinnerung, bevor die Eindrücke aller Teilnehmerinnen gesammelt wurden.

Nach dieser Kurzauswertung stellte jede Delegierte in der Runde sich selbst und ihre Organisation vor. So konnten wir uns eine nach der anderen gegenseitig kennen lernen und eine herzliche Arbeitsatmosphäre schaffen.

  • Mariam CHIABI, Delegierte aus Marokko ; von der marokkanischen Menschenrechtsvereinigung, ehemalige marxistisch-leninistische Aktivistin an der Universität;
  • Clariste SOH-MOUBE, Delegierte aus Mali ; Forschungsassistentin am Centre Amadou Hampâté BA (CAHBA) und Globalisierungsgegnerin,
  • Marie France BAYEDILA BAWUNINA aus der Demokratischen Republik Kongo, Pastorin der Evangelischen Gemeinschaft im Kongo, Koordinatorin mehrerer Gemeinden (7), Gründerin und Präsidentin des CLEF, (Cercle de Liaison et d’Entraide Féminine, Kreis für Verbindung und gegenseitige Hilfe der weisen Frauen): « die weise Frau baut ihr Haus » ;
  • Marie Paula LOGOSU-TEKO, Delegierte aus Togo, Präsidentin des CLEF; Schulleiterin,
  • Micheline Wendyam KABORE, Delegierte aus Burkina Faso, Präsidentin des Vereins Frauen und Entwicklung, technische Assistentin  für die Handwerkervereinigung Burkina Fasos;
  • Charlie BULELWA, Delegierte aus Südafrika, Aktivistin der radikalen Linken, Gründerin der Bewegung Abanobi (1999), Gewerkschaftsaktivistin.

 

Nach dieser Vorstellung erfolgte eine Definition des Konzepts: Clariste, die an der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Caracas teilgenommen hatte, gab einen kurzen historischen Abriss. Im Anschluss daran gab es zahlreiche Verständnisfragen und Gespräche; danach wurden die Beschlüsse der 1. Konferenz im März 2011 in Caracas vorgelesen.

Nach Klärung des Konzepts und der Ziele der Konferenz wurde ein Programm für das Treffen aufgestellt.

Im Konsens befürworteten alle Delegierten die Idee, am Ende der Arbeiten ein Ablaufblatt, einen Plan für die jährlichen Aktionen und eine Geschäftsordnung zu erstellen. Mit der Erstellung des Programms endete der erste Tag.

 

Donnerstag, 12. Juli

Die Arbeit wurde zeitig am Morgen mit organsatorischen Fragen wieder aufgenommen.

So bestimmten wir entsprechend den Beschlüssen von Caracas

zwei (02) Koordinatorinnen mit einem Mandat von zwei (02) Jahren:

•           Clariste SOH-MOUBE, Delegierte aus Mali; und

            •           Charlie BULELWA, Delegierte aus Südafrika.

zwei (02) Stellvertreterinnen:

•           Mariam CHAIBI, Delegierte aus Marokko; und

            •           Micheline Wendyam KABORE, Delegierte aus Burkina Faso.

Weiterhin wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe pro Region vorgeschlagen, um die Organisation und die Umsetzung der Aktivitäten in jedem Land und zwischen den verschiedenen Teil-Regionen zu erleichtern.

 

Damit wurde eine räumliche Aufteilung Afrikas mit einem Brennpunkt pro Region vorgenommen:

•           Norden: Mariam CHAIBI,

•           Mitte: Marie France BAYEDILA,

            •           Westen: Marie Paula LOGOSU-TEKO

            •           Osten: Milka ISINTA,

            •           Süden: Charlie BULELWA.

 

Die Koordinierung der Tätigkeiten der afrikanischen Konferenz geschieht über Skype-Treffen von 1,5 Stunden an jedem 1. Samstag im Monat ab 10 Uhr WEZ

Alle 2 Jahre ist ein Treffen zur Auffrischung der Koordinierung im Vorfeld der afrikanischen Konferenzen vorgesehen. Die Frauen aus Südafrika und Marokko haben ihr Land für die Durchführung der nächsten afrikanischen Konferenz der Basisfrauen im Jahr 2014 vorgeschlagen; das Ergebnis wird Ende Dezember 2012 erwartet.

All diese Vorschläge werden in der Geschäftsordnung, im Aktionssplan und im Ablaufblatt im Anhang des vorgelegten Berichts aufgeführt.

 

Um 15.30 Uhr fand im Konferenzsaal des Acropolis-Hotels in Lomé ein Treffen zum Gespräch mit der togolesischen Zivilgesellschaft statt. Bei diesem Treffen waren auch etwa 10 Vertreter der Audio-, Radio- und Fernsehsender Togos anwesend.

 

Dieses Treffen fand mit bedeutender Beteiligung und einem freimütigen und vorwärtstreibenden Gespräch statt. Die verschiedenen Vertreter der anwesenden Organisationen bekundeten ihr Interesse und Engagement für das Konzept der Konferenz. Es gab viel Interesse am einzigartigen Charakter der Konferenz und vor allem an ihrem Eintreten für die Interessen der Basisfrauen. Mit großer Hoffnung warten sie auf die Schlussfolgerungen der Arbeiten und die Umsetzung des künftigen Aktionsplans. Auch wurde der Wunsch nach Beteiligung der Männer an dieser hervorragenden Aufgabe geäußert.

In diesen zwei langen Stunden des Austauschs wurden viele Fragen gestellt und diskutiert, unter anderem Fragen bezüglich der Ziele der Konferenz:

  • Wie werden die Bedürfnisse der Basisfrauen in der Umsetzung der Konferenz berücksichtigt?
  • Über welche Mittel werden die Frauen für diese Aktivitäten verfügen?
  • Was wird sich mit der neuen Bewegung im täglichen Leben der Frauen verändern?
  • Welche Aktivitäten sollen in jedem Land durchgeführt werden?
  • Wie wird die Information verbreitet?
  • Welche Hilfsmittel und Strategien werden für die Umsetzung der Aktivitäten eingesetzt, nachdem bei gewissen Strategien bereits vor Ort ihre Begrenztheit deutlich wurde? Und so weiter.

Das Treffen endete gegen 17.30 Uhr mit einem Cocktail, bei dem die TeilnehmerInnen mit den Delegierten sprechen und sich ein wenig über die Erfahrungen in ihren jeweiligen Ländern informieren konnten.

 

Freitag, 13. Juli

Der dritte Arbeitstag sollte für die Ausarbeitung der verschiedenen Dokumente genutzt werden, die zur Beendigung des Treffens vorgesehen waren. So hatten zu Beginn des Nachmittags das Ablaufblatt und der Entwurf für den Aktionsplan schon Form angenommen und der Entwurf der Geschäftsordnung war begonnen. Dann mussten die Konferenzteilnehmerinnen jedoch ihre Arbeit unterbrechen, um der Ministerin für Frauenförderung in Togo einen Besuch abzustatten.

Um 16 Uhr wurden wir von Ihrer Exzellenz Frau H. Olivia AMDJOGBE-KOUEVI, Ministerin für Frauenförderung, in ihrem Büro empfangen. Das Gespräch drehte sich um die afrikanische Konferenz der Basisfrauen, die Ziele der Konferenz und die Wahl des Tagungslandes Togo sowie das Engagement der Vereinigung CLEF und ihre Tätigkeit zur Förderung der Frau in Togo. Frau Ministerin sagte, sie fühle sich durch den Besuch geehrt und beglückwünschte die Konferenzteilnehmerinnen zu ihrer Initiative und ihrem Mut. All diese Ermutigungen und ihre Unterstützung begleiten uns, denn sie schätzt die Zivilgesellschaft und insbesondere die Bewegungen der Frauen als bedeutende Verbündete, die für die Erreichung der Förderungs- und Entwicklungsziele für die afrikanische Frau unumgänglich sind.

Die Konferenzteilnehmerinnen verabschiedeten sich von der Ministerin für Frauenförderung gegen 17 Uhr nach einem Familienfoto und Adressenaustausch.

 

Samstag 18. Juli

 

Die afrikanische Konferenz der Basisfrauen 2012 endete wie sie begann in guter Laune und fröhlicher Stimmung mit einem Festessen bei Frau LOGOSU-TEKO, unserer Gastgeberin, die uns alle nacheinander zu unseren Flugzeugen für den Rückflug begleitete.

Wir verabredeten uns in zwei (2) Jahren in Südafrika oder Marokko.

Namibia: Erster Erfolg im Kampf gegen Zwangssterilisationen wegen AIDS

Jennifer Nghatsi, Frauenrechtlerin aus Namibia, klagt die Gesundheitsbehörden in Namibia an, im Jahr 2005 etwa 40 Frauen zwangsweise
sterilisiert zu haben, weil sie sich mit HIV infiziert hatten. Dieser Eingriff wurde ohne das Wissen der Frauen, bei einer Untersuchung durchgeführt. Ein oberstes Gericht in der Hauptstadt Windhuk hat am Montag in einem Urteil bei einer Klage von drei Frauen dem Gesundheitsministerium des südwestafrikanischen Landes “grobe Fahrlässigkeit” vorgeworfen.

Allerdings weigert sich das Gericht bisher, offen zuzugeben, dass es um Zwangssterilisationen wegen AIDS ging. Denn das würde bedeuten, dass den Frauen ein hohes Schmerzensgeld zusteht. Dafür sieht das Gericht bisher „keinen Beweis“.

Die drei Frauen, um deren Klage es ging, fordern vom Staat Entschädigung und Schmerzensgeld in Höhe von einer Million Namibia Dollar (etwa 100.000 Euro).