Bericht aus Kenia von Sophie Ogutu

Suse Bader/Hamburg/15. Mai 2020

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich sende euch einen Bericht von heute, 15.05.20 aus Kenia von Sophie Ogutu, Führerin der World Womens March Bewegung für Afrika, den sie an mich, Europakoordinatorin geschickt hat. Sie schreibt über die aktuelle Situation:
” Vielen Dank, dass du dich nach unserer Schwester erkundigst.

Dies ist die schwierigste Zeit unserer Zeit. Überschwemmungen, Hunger, Pandemie, Heuschrecken….. Dies ist die Zeit, in der wir unsere knappen Ressourcen als Frauen einsetzen und mit allen teilen.

Mir persönlich geht es gut, der Familie geht es gut… aber die meisten meiner Genossinnen-Schwestern brauchen dringend Unterstützung. Wir streben weiter! Eigentlich scheuen wir uns jetzt nicht, Schwestern, die internationale Solidarität geben wollen, dazu aufzurufen, es einfach zu tun…es ist die härteste Zeit überhaupt.

Das ist es, was wir getan haben… die Schwächsten zu unterstützen…

Grüße Sophie

 

Herzliche Grüße, Suse /Europakoordinatorin




Frauentag 2020 in Kenia




Internationale praktische Solidarität – ein Gruß aus Togo

Unter dem Motto “Wirtschaftliche Selbstbestimmung ist notwendig für Soziale Selbstbestimmung!” organisierten Vertreterinnen der kämpferischen Frauenbewegung in Deutschland und Solidarität International, eine Solidaritäts- und Hilfsorganisation, eine Spendensammlung zur Unterstützung des Aufbaus von Sitsope – übersetzt „Zuflucht“. Diese besondere Frauenorganisation holt junge Mädchen und Frauen von der Straße und bietet ihnen eine Ausbildung als Schneiderin oder Friseurin. Sitsope macht auch eigene Stoffdrucke deren Muster die eigne afrikanische Tradition zum Ausdruck bringt. Die meisten Stoffe die wir in Europa kaufen, kommen aus den Niederlanden und ihre Muster haben nichts gemein mit denen der Bevölkerung. Unsere Freundinnen in Togo leisten mit dem Projekt Sitsope eine wichtige Basisarbeit. Herzlichen Glückwunsch an Ama und Sitsope!

Ama schreibt:

Liebe Freundin, hier senden wir euch einige Bilder von den Workshops der Mädchen und Frauen, die von den Spenden des Sitsope-Projekts profitiert haben…. Deine Freundin AMA

 

Spenden werden gerne weitergeleitet: Spenden unter dem Stichwort „Sitsope“ bitte auf das Spendenkonto von Solidarität International (SI) e.V.  IBAN DE86 5019 0000 6100 8005 84     BIC FFVBDEFF bei der Frankfurter Volksbank




SWAN-Preis für Weltfrau Sohpie Ogutu aus Kenia!

SWAN-Preis für Weltfrau Sophie Ogutu aus Kenia!


Wir gratulieren unserer Weltfrau zu ihrem Engagement und Einsatz!
SWAN Award for World Woman Sophie Ogutu from Kenya! We congratulate our world woman on her commitment and dedication!

click here

Sophie Ogutu: http://stateraarts.org/blog/2019/8/23/sophie-ogutu-receive-2019-visionary-leadership-award

SWAN – Preis
Preisverleihung an Sophie Dowllar Ogutu

                        Martha Richards Visionary Woman in Leadership Award 2019
Am 27. Oktober 2019 wird Sophie Ogutu aus Kenia diese Auszeichnung von der US-amerikanischen Organisation „StateraArts in New York verliehen. Der Preis ist mit 2000 US  $ dotiert. Ziel der Organisation ist, Aufwerten, Verstärken und Fördern von weiblichen Führungskräften in der Kunst.  (“Uplift, amplify, and advance women leaders in the arts.” )

Die Begründung der Preisverleihung für Sophie Ogutu hebt hervor:

  1. sie als unumwundene Verteidigerin von Frauenrechten
  2. ihr Engagement für ihr „5Cs Theatre“ in Kenia und weitere Medien- und Gemeinschaftsprojekte. Das Theaterprojekt ist ein Volkstheater für die Menschen auf der Straße mit politischer Aufklärung, v.a. in Frauenpolitik. Es wird finanziell von IPAT (International Performers Aid Trust), einer NGO unterstützt, damit unabhängig vom Broterwerb überhaupt geprobt und gespielt werden kann.
    Über diese Theatercompany findet sich folgende Beschreibung: Das Theater bietet die beste Möglichkeit, marginalisierte soziale Gruppen zu erreichen, einschließlich Frauen, vor allem an der Basis.In Kenia gibt es keine Theaterhäuser, in denen dies geschehen kann. Die wenigen Theatereinrichtungen, die es gibt, konzentrieren sich auf die städtischen Städte, ihr Repertoire ist hauptsächlich elitär und ihre Ticketpreise sind für das normale Kenia unerreichbar. … Der 5Cs ist die Stimme der Stimmlosen mit der Kraft, den menschlichen Geist zu bereichern.

In der Begründung wird sie auch erwähnt

  • als Mitbegründerin des Mamma Africa Community Centre, das u.a. über Nähkurse Frauen ein bescheidenes Einkommen und Selbstwertgefühl vermittelt und
  • als Vorstandsmitglied des Kenya Community Media Network (KCOMNET), das mit 23 Radiostationen und 300 Journalisten ein „Non-Profit Gemeinderadio“ (Community Radio) betreibt, von NGOs unterstützt.
  • als Hauptorganisatorin des SWAN – Day (s.o) in Kenia
  • und als Mitglied des Internationalen Komitees des Weltfrauenmarschs

Sophie selbst sagt zur Verleihung dieses Preises: „Ich arbeite weiterhin mit Frauen in der Kunst und werde immer unterstützen, wo immer ich kann. Die Rolle, die die Kunst als Kommunikationsmedium spielt, hat es mir ermöglicht, viele verletzliche Herzen von Frauen zu erreichen, die Wege suchen, ihre Notlagen zu teilen und über sie zu sprechen. Frauen in der Kunst bleiben meine wichtigste Form der Interaktion und Verbindung zu diesen vielen Herzen.”

Ausgewählte Statements zur Preisverleihung an Sophie:

Since 1995, the 5C Human Rights Theatre has been doing progressive, interactive and open participatory theatre pieces for social change.”
“Sophie’s theatre collective, the 5Cs, which is a women led human rights group, is one of the most progressive groups with community social change approaches.”
“Sophie is selfless in her endeavors to support women all over and empower them to become holistically strong. She has come to the rescue of battered women. She has cried out when human rights activists have been murdered or jailed or gone missing. She is a tower of strength and a beacon of light to many.”




Post aus Afrika

Suse Bader/Europakoordinatorin:

Aus Afrika haben wir folgende Post bekommen:

Aus Afrika schreibt Micheline, Afrikakoordinatorin aus Burkina faso:

“Ich hoffe, es geht allen couragierten Frauen in Deutschland gut. Vielen Dank für den Geldtransfer, der es Marie-Paula ermöglicht hat, die Vorbereitungen für die 3. Afrika-Konferenz fortzusetzen. Noch einmal ein großes Dankeschön und unsere Glückwünsche und Ermutigung an alle Frauen, die das Buchprojekt zu einem Erfolg gemacht haben. Danke, danke, danke.

Mes salutations à toutes,

Bises, Micheline

 

Und von Marie-Paula, Organisatorin der 3. Afrikakonferenz, Togo:

“Noch einmal vielen Dank an alle mutigen Menschen, die Sie sind und unermüdlich für die Verwirklichung des afrikanischen Buchprojektes und für seine Verkäufe gearbeitet haben; die es der Bewegung auf afrikanischer Ebene heute ermöglichen werden, die organisatorischen Kosten der dritten Konferenz zu decken.”

Solidairement

Paula

 




Saarbrücken: Afrikafest am 18. Juli 2018

Der Frauenverband Courage Saarbrücken, Fairtrade, Diakonie und AWO laden ein zum Fest:

Reise nach Afrika – ein interkulturelles Fest

Jede & Jeder ist herzlich willkommmen!

am Mittwoch den 18. Juli 2018, ab 18:00 Uhr am Kirchberg, Saarbrücken

Download Plakat/Einladung:

Afrika_Fest – Plakat

 




Erklärung der südafrikanischen Landfrauen zum Internationalen Frauentag 2018

Erklärung der Südafrikanischen Landfrauen-Vereinigung zum Internationalen Frauentag, 8. März 2018 

Heute, am 8. März, findet der Internationale Frauentag statt. Es ist ein historischer Tag, der vor 100 Jahren mit den Kämpfen armer Frauen für den 8-Stunden-Arbeitstag und für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen begann und  der als ein solcher in Erinnerung bleiben muss. Der Internationale Frauentag hat sich im Laufe der Jahrzehnte als Tag für die anhaltenden Kämpfe um existenzsichernde Löhne, gegen Gewalt an Frauen, für Frauenrechte und vor allem gegen das Patriarchat etabliert.

Obwohl inzwischen mehr als 100 Jahre vergangen sind, hat sich seitdem noch nichts Grundlegendes verbessert für Frauen und Mädchen, die auf dem Land leben. Frauen und Mädchen in ländlichen Gebieten der Südafrikanischen Entwicklungskonferenz spielen eine entscheidende Rolle für die Verbesserung der ländlichen Lebensgrundlagen, für das allgemeine Wohlbefinden derer, die auf dem Land leben. Trotzdem erfahren sie wachsende Ungleichheit und sind oft an vorderster Front betroffen, wenn es um die Geringschätzung und Vertreibung infolge des zunehmenden Landraubs in der Region geht, sie haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sind Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt.

All diese Herausforderungen ergeben sich aus der Verbindung der ländlichen Regionen Afrikas und der Verbindung zum Patriarchat und dem Kapitalismus. Dieses System von Patriarchat und Kapitalismus ordnet sich sowohl die Frauen wie auch die Natur unter. Es ist rücksichtslos und gewalttätig, Frauen und Mädchen aus den ländlichen Gebieten zu enteignen, zu unterdrücken und zu vertreiben.

In diesem Jahr wird die Vereinigung der ländlichen Frauen an der UN-Kommission für die Gleichstellung der Frauen (CSW) teilnehmen, um die Situation der Frauen und Mädchen auf dem Land in Afrika zu beleuchten. Das Thema für das diesjährige 62. CSW sind die Herausforderungen und die Chancen zur Erreichung der Gleichstellung und Stärkung der Frauen und Mädchen in ländlichen Gebieten.

Im südlichen Afrika bearbeiten Millionen von Frauen das Land, sind die vielen Produzenten von Lebensmittel für die Haushalte und für die lokale Wirtschaft, aber das Land besitzen sie nicht.

Land und Wasser sind untrennbar miteinander verbunden. Frauen von Ländern niedriger oder mittlerer Einkommen, die auf dem Land leben, tragen eine große Last für das Wasserholen. Eine Studie, die Zeitaufwand und Wasserarmut in 25 Sub-Sahara-Ländern verknüpft, schätzt, dass Frauen mindestens 16 Millionen Stunden pro Tag mit Trinkwasser-Wasserholen verbringen,  Männer 6 Millionen und Kinder 4 Millionen.1 Dies steht im krassen Gegensatz zu Mittelklasse-Frauen in Ländern mit hohem Einkommen, die lediglich den Wasserhahn aufdrehen müssen, der mit der städtischen Wasserversorgung verbunden ist, häufig noch zu subventionierten Wasserpreisen.

Die Arbeit und die Beiträge für die Pflege von Frauen in ländlichen Gebieten bleiben unsichtbar. Wir Frauen auf dem Land setzen mehr Zeit für die reproduktive Arbeit ein als die Frauen in der Stadt und als die Männer, dies schließt Zeit für das Wasserholen und die Brennholz-Beschaffung mit ein, die Pflege der Kinder und der Kranken und für das Produzieren und Verarbeiten von Nahrungsmitteln.

Speziell die Arbeit auf dem Land subventioniert den Staat, der jedoch im Gegenzug sehr wenig staatliche Dienstleistungen bietet und der schlechte bis gar keine Infrastrukturentwicklung leistet.

Gewalt gegen Frauen bleibt ein großes Problem und hat ein hohes Ausmaß erreicht, speziell für Frauen auf dem Land. Frauen auf dem Land sind unter anderem Opfer von häuslicher Gewalt, die oftmals nicht angezeigt wird, weil es im privaten Bereich des Haushalts geschieht. Auf dem Land sind auch die Körper der Frauen Ziel der Gewalt geworden.

Während wir für eine bessere Situation auf dem Land kämpfen, halten wir zugleich auch unseren Wert für die Gesellschaft hoch und wissen, dass die Welt von unserer Abriet, unserer Kreativität und unseren Visionen getragen wird.

Wir sind solidarisch mit den Frauen und Mädchen, die in ländlichen Gebieten leben und würdigen die entscheidende Rolle, die sie für das Wohlergehen der Region der Südafrikanischen Entwicklungskonferenz spielen!

Für weitere Informationen:

Mercia Andrews

+ 27 21 685 3033

Download Erklärung in Englisch:  180308 RWA_Erklärung zum 8. März_IWD STATEMENT_FINALErklärung

 

 

 

 

 

 




Spendensammlung Sitsope – Togo

Unsere Spendensammlung zu Sitsope „Zuflucht“ zeigt Erfolg!

Packen wir einen Endspurt an!

Sammeln wir rund um den Internationalen Frauentag 2018 die fehlende Summe!

Aus Togo erreichte uns folgender Brief: Wir senden Ihnen unsere Glückwünsche für dieses Kampfneujahr für die Befreiung der afrikanischen Frauen und der Welt.” Und weiter schreiben sie, dass am 31.12.18 eine Zeremonie zur Übergabe der Spenden stattgefunden hat bei der die Eltern der Auszubildenden und Gäste anwesend waren.

Kurzer Rückblick:

Vor einem Jahr – zum Internationalen Frauentag 2017 – haben fünf Frauen und fünf Organisationen in Deutschland aufgerufen, gemeinsam ein internationalistisches frauenpolitisches Projekt durchzuführen:

Eine Spendensammlung für eine Frauen- und Mädchenprojekt in Togo! Sitsope, eine Frauenselbsthilfeorganisation, macht seit 1997 Basisabeit gegen Armut, Analphabetentum und Gewalt. Sie möchten mit den Spenden eine Schneiderwerkstatt einrichten um  Mädchen und jungen Frauen in Togo die Möglichkeit einer Ausbildung und für ein eigenständiges Leben zu geben.

Solidarität International  entwickelte federführend einen Flyer. Bundesweit haben Frauen und Männer mit dieser Spendensammlung das tolle Projekt unter vielen Menschen bekannt gemacht. Auf dem Internationalen Pfingsttreffen der Jugend in Gelsenkirchen gab es einen workshop dazu. Ein Gast aus Togo überbrachte Grüße von Sitsope. Er klärte die Zuhörer auf:

Das besondere an den Stoffen, die in dieser Werkstatt gefertigt werden, sind ihre Muster. Traditionelle Muster und Forderungen der togolesischen Bevölkerung werden auf die Stoffe gedruckt. Diese alte Tradition ist auch Teil des Kampfes der Bevölkerung.  Im Gegensatz dazu, werden heute die meisten Stoffe aus Togo durch chinesische Konzerne gekauft, in die Niederlande geschickt und dort bedruckt. „Diese Stoffe sind nicht unsere Stoffe“.

Wir freuen uns, dass mit Hilfe und Unterstützung der bisherigen Spenden das Projekt mit einem enormen Erfolg unter der togolesischen Bevölkerung Fuß fassen konnte.

Genau ein Jahr nach Start der Kampagne rufen wir auf:

Lasst uns gemeinsam vollen Ehrgeiz entfalten, dass wir die restlichen 3010 € bis zum Ziel von 15.000 € möglichst rund um den 8. März schaffen.

Susanne Bader, Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenzen

Hier finden Sie einen Flyer zu “Sitsope”:

http://solidaritaet-international.de/fileadmin/download/LaenderSchwerPunkte/Togo_-_Sitsope/032012_SI_Flyer_Sitsope.pdf

 

 

 

 

 




Grüße aus Kenia

Grüße und Bilder aus Kenia vom 25.11.2017, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.




Hear our Voice – Buch von den Weltfrauen aus Afrika – Neuerscheinung – 15 EUR

Das Buch bei People-to-People bestellen

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Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Mitstreiterinnen und Unterstützer,
ich freue mich sehr, euch heute im Anhang ein wunderbares Buch, eine Neuerscheinung vorstellen zu können:

“Hear our Voice” – Frauen Afrikas erheben sich .

Diese Neuerscheinung ist etwas ganz besonderes. Die Idee für das vorliegende Buch entstand auf der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal. Dort hörten wir interessante Berichte von den Delegierten aus Afrika. Sie zeichneten ein anderes Bild von diesem Kontinent und seinen Menschen. Dieses andere Afrika der mutigen und kämpferischen Frauen und ihrer Basisbewegungen, das wollten wir vielen Menschen näher bringen.

Das Ergebnis ist ein Gemeinschaftswerk von “Weltfrauen” aus Afrika und Deutschland:
Die zehn Autorinnen sind Vertreterinnen von Frauenbewegungen in zehn afrikanischen Ländern. Couragegruppen aus verschiedenen Teilen Deutschlands haben die Texte übersetzt, Bildmaterial gesammelt usw.

Wir, die Redaktion freuen uns sehr, dass die Idee nun Gestalt angenommen hat. Pünktlich zur Weihnachtszeit kann “Hear our Voice” bestellt werden. Der Erlös dient der Finanzierung der kontinentalen Arbeit unserer Weltfrauen in Afrika.

Wir hoffen und wünschen, dass Euch das Buch genauso gut gefällt, wie uns die Erstellung Freude machte.

Bestellungen nehme ich gegen Vorkasse gerne entgegen.

Herzlichst, Suse

(Europa-Koordinatorin/Weltfrauenkonferenz)

Website vom Verlag Neuer Weg:

http://www.neuerweg.de/bucher/hear-our-voice-frauen-afrikas-erheben-sich/hear-our-voice-frauen-afrikas-erheben-sich