Beschluss Verdi zu Weltfrauenkonferenz und Grußwort von Joly

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Liebe Kolleginnen, liebe Weltfrauen!

Am 8./9. Mai fand in Berlin die 4. Bundesfrauenkonferenz von ver.di statt. Wir haben als Delegierte aus Duisburg und Gelsenkirchen einen Initiativantrag zur Unterstützung der Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal eingebracht. Er lautet: „Ver.di unterstützt im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 in Kathmandu in Nepal.“

In unserer Begründung schrieben wir: „Weltweit stehen arbeitende und angestellte Frauen oft international agierenden Konzernen gegenüber. Dem müssen wir Schritt für Schritt unsere Organisationsformen und Vernetzung anpassen, damit wir stärker werden und unsere Interessen vertreten können. … Das Ausmaß der Zerstörung von Leben und Lebensbedingungen durch das verheerende Erdbeben in Nepal wird von Tag zu Tag deutlicher. Basisfrauen der Weltfrauenkonferenz in Europa sammelten sofort Spenden – von Basis zu Basis! Frauen in Nepal sind mit großer Begeisterung und Elan Gastgeberinnen der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016. Frauen aus acht Organisationen haben sich zusammengeschlossen in der United Women’s Alliance. Sie brauchen jetzt jegliche Unterstützung! Ohne die Kontakte und die aktive Unterstützung der Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz wäre unser erfolgreiches Projekt „Joly“ nicht entstanden. Hunderte solcher Kontakte zu Basisfrauen bestehen über die Konferenz, oder entstehen gerade. … Ver.di-Frauen haben sehr viel Engagement und Interesse an internationalen Beziehungen und Organisationserfahrung. Das muss unbedingt eingebracht werden in den Vorbereitungsprozess.“

Das überzeugte die Frauen. Der Antrag wurde mit zwei Enthaltungen von den fast 200 Delegierten angenommen!

Unsere Freundin Joly Talukder, Generalsekretärin des Garment Workers’ Trade Union Center und Initiatorin der 2. Weltfrauenkonferenz aus Bangladesh schrieb ein bewegendes Grußwort an die Konferenz:

„Liebe Schwestern und Kolleginnen,

Worte können unseren tief empfundenen Dank an Eure Organisation nicht zum Ausdruck bringen, die so viel zur Unterstützung und für die Solidarität mit den Arbeiterinnen und Arbeitern in der Bekleidungsindustrie Bangladeschs, insbesondere ihren Arbeiterinnen getan hat. Lebt Ihr doch so weit entfernt von Bangladesch, so seid Ihr unserem Herzen doch so nah und Eure Unterstützung und Eure Solidarität werden uns den langen Weg im Kampf um die Emanzipation der Frauen und der Arbeiterklasse begleiten. Mit Eurer Unterstützung und Ermutigung sind wir schrittweise in der Lage, immer mehr Aktivistinnen in unsere Gewerkschaftsbewegung einzubeziehen, was zur Stärkung und Ausweitung unserer Gewerkschaftsaktivitäten beitragen wird.

Wir wünschen Eurer Konferenz Erfolg und hoffen, dass im Einklang mit Euren internationalistischen Verpflichtungen die Frauenbewegung in Eurem Land weiter voranschreitet.“

In der Aussprache zum Geschäftsbericht gingen wir auf unsere Erfahrungen mit dem Projekt „Joly“ in der gewerkschaftlichen Kleinarbeit ein. Viele Frauen kamen auf uns zu und bekundeten ihr Interesse.

Auf https://frauen.verdi.de/ueber-uns/bundesfrauenkonferenz/++co++1514d7fa-fef6-11e4-8876-525400248a66 kann der Verlauf der Konferenz angesehen werden, dort findet man auch den Antrag. Mit dem Stichwort „Joly“ bekommt man auch zu dem Projekt alle Infos.

Wir würden uns freuen, wenn noch viele ver.di-Frauen zu Weltfrauen werden und umgekehrt.

Viele Grüße

Petra Müller (ver.di-Bezirksfrauenrat Emscher-Lippe) und Nina Dusper (ver.di-Bezirksfrauenrat Duisburg-Niederrhein)

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