Beschlüsse der 2. Europakonferenz der Weltfrauen am 26.01.2013 in Amsterdam

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2. Europakonferenz der Weltfrauen resized_resized_Gruppenbild zum Abschluss 2zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz 2016

vom 26. Januar in Amsterdam/Niederlande

download: 130131 Europakonferenz Beschlussblatt zur Veroeffentlichung – DE                              (Translations will follow soon)

Protokoll der Beschlüsse der 2. Europa-Konferenz
1. Der Rechenschaftsbericht der Koordinatorinnen wird einstimmig angenommen.
2. Unsere Positionen/Vorschläge zur 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien an das 2. Welttreffen der Koordinatorinnen 2013 in Afrika 

  • Die Frauen in Asien werden gebeten, sich einen einvernehmlichen Standpunkt zum Austragungsort zu bilden (Auswahl unter den drei Bewerbungen Nepal, Indien, Sri Lanka) und diesen dem 2. Welttreffen der Koordinatorinnen 2013 in Südafrika zur Bestätigung vorzulegen. Als Entscheidungsgrundlage müssen auch die Lage der Frauen, die Situation der kämpferischen Frauenbewegung, die Trägerinnen der Konferenz und die organisatorischen Voraussetzungen im betreffenden Land dargestellt werden, damit die Weltfrauen eine allseitige Entscheidungsgrundlage haben und sich auf die Bedingungen einstellen können.
  • Die Konferenz 2016 soll aus fünf Hauptbestandteilen bestehen: einer Eröffnungszeremonie; den beiden Programmpunkten der zwei Säulen (Generalversammlung der Delegierten und Massenprogramm mit Workshops und vielfältigster Kultur); einem gemeinsamen Abschlussplenum aller Teilnehmerinnen; einer  großen Abschlussdemonstration.
  • Sie soll sechs Tage dauern. Nach der Eröffnungszeremonie (0,5 Tag) soll sie mit 2 Tagen Workshops beginnen, denen 2 Tage Generalversammlung, ein großes Abschlussplenum (0,5 Tag) und eine Abschlussdemonstration folgen.
  • Parallel zu Workshops und Generalversammlung findet während 6 Tagen ein kulturelles Massenprogramm, möglichst auch mit Exkursionen und Begegnungen in das Gastgeberland statt.
  • Eingeladen sind Frauen, Organisationen und Initiativen der kämpferischen Frauenbewegung der Basisfrauen aus einem breiten demokratischen, antifaschistischen, feministischen und sozialistischen Spektrum. Willkommen sind jede Frau und Frauenorganisation aus der ganzen Bandbreite der kämpferischen Frauenbewegung (Frauen aus Frauenorganisationen und -initiativen, Gewerkschaften, Parteien, aus NGOs und Kirchen), die sich für die Rechte der Frauen einsetzen, sich bewusst und ausdrücklich auf die Grundlage der Resolution von Caracas und die beschlossenen Grundsätze und Prinzipien stellen. Faschisten und religiöse Fundamentalisten sind ausgeschlossen. Unter allen Umständen ausgeschlossen werden muss jegliche Abhängigkeit oder Einmischung von Geldgebern, Stiftungen und Regierungen gegenüber der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen.
  • Die Konferenz wird selbstständig organisiert und unabhängig finanziert. Organisationsarbeit, Finanzierung, Werbung und die einzelnen Programmbestandteile werden in gleichberechtigter Zusammenarbeit verwirklicht.
  • Der ganze Prozess wird in einer demokratischen Streitkultur und Solidarität organisiert.
  • Die Bewegung der Weltfrauen jedes Landes stärkt sich im Vorbereitungsprozess als Teil der kämpferischen Frauenbewegung ihres Landes, mobilisiert Teilnehmerinnen und Beiträge, wählt nach ihrem eigenen Modus bis zu fünf Delegierte für die Generalversammlung der Delegierten und trägt Sorge für die Finanzierung ihrer Arbeit. Dazu ist es notwendig, dass die Weltfrauenbewegung der einzelnen Länder nicht an eine Partei oder Organisation angebunden ist, sondern systematisch eine wirklich überparteiliche Bewegung aufgebaut wird.
  • Die Bewegung der Weltfrauen der Kontinente, Regionen und Länder arbeitet eng zusammen zu den drei Kampf- und Aktionstagen (8. März, 1. Mai, 25. November), an der Gewinnung von immer mehr Frauen aus einer stets wachsenden Zahl von Ländern, bereitet sich systematisch auf die 2. Weltfrauenkonferenz 2016 vor und unterstützt sich gegenseitig.
  • Das Welttreffen der gewählten Koordinatorinnen entsprechend der Resolution von Caracas koordiniert den gesamten Vorbereitungsprozess auf der Grundlage der Resolution von Caracas und entsprechend der dem Weltfrauenprozess zu Grunde liegenden Dokumente. Für die Finanzierung ihrer Koordinatorinnen sind die Kontinente, aber für die Arbeitsfähigkeit des gesamten Komitees auch die solidarische Gemeinschaft der “Weltfrauen” verantwortlich.
  • Die Frauen im Gastgeberland der Weltfrauenkonferenz 2016 tragen besondere Verantwortung, werden dabei von allen besonders unterstützt und arbeiten auf der Grundlage der Resolution von Caracas und gleichberechtigt auf Augenhöhe mit den anderen “Weltfrauen” in einem multilateralen Organisationskomitee zusammen.
  • Aus allen Kontinenten werden Brigadistinnen und Brigadisten aufgerufen, die Frauen im Gastgeberland rechtzeitig und mit ausreichenden Kräften bei ihrer umfangreichen Arbeit zu unterstützen. Die Arbeit der Brigadisten wird vom Welttreffen der Koordinatorinnen zusammen mit den Frauen des Gastgeberlandes angeleitet, kontrolliert und koordiniert.

einstimmig, ohne Enthaltung

3. Erklärung zum Standpunkt der Initiatorinnen/Koordinatorinnen aus Lateinamerika beim 1. Welttreffen der Koordinatorinnen für die 2. Weltfrauenkonferenz 2016Die 2. Europakonferenz erklärt zu den in der  „Auswertung der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Caracas/Venezuela durch das 1. Treffen des weltweiten Koordinatorinnenkomitees“ vom 18. September 2012 in Stuttgart dargelegten Differenzen der beiden lateinamerikanischen Koordinatorinnen:

  • Wir arbeiten auf der Grundlage der Beschlüsse der 1. Weltfrauenkonferenz und halten entsprechend der “Resolution von Caracas” an dem Konzept der zwei Säulen (beschlussfassende Generalversammlung der Delegierten, Workshops und Massenprogramm für alle Teilnehmerinnen) entschieden fest.
  • Die Wahl der Delegierten zur Weltfrauenkonferenz in den kämpferischen Frauenbewegungen der einzelnen Länder ist ein wichtiger demokratischer Prozess, der auch der Vertrauensbildung und der Stärkung der kämpferischen Frauenbewegung im Land dient.
  • Wir weisen einmütig die Behauptung auf dem 1. Welttreffen in Stuttgart zurück, dass es keine einheitliche Formulierung der Caracas-Resolution gäbe. Die auf der 1. Weltfrauenkonferenz einstimmig beschlossene Resolution wurde dort in Bild und Ton festgehalten, sofort von der großen Mehrheit der Initiatorinnen – einschließlich C./Ecuador – schlussbearbeitet, übersetzt, auf CD gebrannt und ausgegeben. Das ist die einzig gültige Version der Schlussresolution und die Grundlage der weiteren Arbeit.
  • Die Kritik, dass zu viele Brigadistinnen zur freiwilligen und unentgeltlichen Vorbereitung nach Caracas gekommen sind, halten wir für völlig abwegig. Ohne diese wäre die Konferenz vollends im Chaos versunken. Wir akzeptieren nicht, dass ihre Arbeit jetzt abgewertet, statt gewürdigt und als Modell für die 2. Weltfrauenkonferenz genommen wird.
  • Die Frauen in Venezuela haben hart für die Konferenz gearbeitet und Wesentliches zu ihrem Erfolg beigetragen. Das würdigen wir von Herzen und danken ihnen für ihren großen Einsatz! Die notwendige Kritik (an ihrer eigenmächtigen Veränderung des Charakters der Konferenz, an Desorganisation, mangelnder Bereitschaft mit anderen gleichberechtigt zusammen zu arbeiten und berechtigte Kritiken zu akzeptieren) mindert diese Würdigung in keiner Weise herab. Sie ist eine unabdingbare Voraussetzung, dass diese Fehler bei der nächsten Konferenz vermieden werden.

einstimmig, ohne Enthaltung

4. Ausweitung des Weltfrauenprozesses in Europa Die bestehenden Zusammenschlüsse der europäischen “Weltfrauen” übernehmen die Verantwortung für jeweils 1 oder 2 Länder, deren Frauenbewegung sie analysieren, Kontakt entwickeln und deren Teilnahme an den folgenden Europakonferenzen sie fördern. Die anwesenden Delegation auf der 2. Europakonferenz teilen  den Koordinatorinnen innerhalb von 2 Monaten mit, welches Land/ welche Länder sie in ihre besondere Verantwortung nehmen.Die europäischen Weltfrauen in jedem Land pflegen und entwickeln vorhandene persönliche Kontakte in alle Länder der Welt und versuchen sie für den Prozess der Weltfrauenkonferenz zu gewinnen.

einstimmig, ohne Enthaltung

Bereits gemeldet haben sich

Schweiz und Frankreich für Italien, was sie gemeinsam wahrnehmen

5. Die Europakonferenz unterstützt die 1. Internationale Bergarbeiterkonferenz vom 1. bis 3. März 2013 in Arequipa/Peru.Sie sendet Esperanza, Bergarbeiterin aus Spanien, als Delegierte der Europafrauen zu dieser Konferenz und finanziert ihre Kosten für die Teilnahme in Verbindung mit einem Eigenanteil von ihr.Die Hauptverantwortung der Finanzierung liegt bei den Frauen aus Deutschland, die die Reise vorfinanzieren. Die anderen Länder beraten, welchen Beitrag sie dazu leisten und teilen dies den Koordinatorinnen innerhalb … mit.

einstimmig, ohne Enthaltung

6. Zu den drei gemeinsamen Aktionstagen (8.03., 1.05., 25.11.) wird von den Europakoordinatorinnen jeweils ein kurzer Aufrufvorschlag erstellt und 6 Wochen vorher an die Weltfrauen Europas verschickt, damit er in den Ländern entsprechend konkretisiert  werden kann.

einstimmig, ohne Enthaltung

7. Es wird ein Starterpaket auf CD erstellt, das neue Frauen informiert über die (Geschichte der) 1. Weltfrauenkonferenz in Caracas, die auch alle wichtigen Dokumenten enthält.Die Europa-Koordinatorinnen werden beauftragt, das zu organisieren.Die CD soll für jede zu erwerben sein, damit jede Frau sie auch persönlich einsetzen kann.

einstimmig, ohne Enthaltung

8. Wir werden nicht nur in anderen Ländern, sondern auch im eigenen Land die Weltfrauenkonferenz vorstellen und verbreitern, z.B. indem Frauen aus unseren Reihen als „Botschafterinnen der Weltfrauenkonferenz“ zu Frauen-Organisationen und Veranstaltungen gehen.

einstimmig, ohne Enthaltung

9. Wir richten mehr Augenmerk auf die Gewinnung junger Frauen für den Weltfrauenprozess. Zur 3. Europa-Konferenz 2014 in Paris laden wir gezielt auch junge Frauen und Mädchen ein, die sowohl mit allen gemeinsam, als auch im Rahmen einer „Konferenz junger Frauen für die Weltfrauenkonferenz“ unter sich beraten, wie die Weltfrauen-Bewegung in der Jugend mehr Verbreitung finden kann.

einstimmig ohne Enthaltung

10. Die 3. Europakonferenz wird in Paris durchgeführt und soll möglichst am Samstag, 25. Januar 2014 stattfinden. Die französischen Frauen klären, ob dieser Termin möglich ist, schlagen ggf. einen Alternativtermin im Januar/Februar vor. In der Vorbereitung und Durchführung der 3. Europakonferenz können sie sich auf die Hilfe der Weltfrauen der anderen Länder verlassen.  Paris, Paris, wir fahren nach Paris!

einstimmig, ohne Enthaltung

11. Die Koordinatorinnen erhalten den Auftrag an SKM zu schreiben: Die Europakonferenz bedauert ihr Ausscheiden aus aktiver Verantwortung im Weltfrauenprozess und möchte sie gerne dafür wieder gewinnen. In verschiedenen Ländern arbeiten SKM-Frauen im Weltfrauenprozess aktiv mit. Die Europakonferenz würde es begrüßen, wenn sie wieder insgesamt aktiv mitarbeiteten oder ihre Gründe erklärten.

einstimmig, ohne Enthaltung

12. Die Koordinatorinnen erhalten den Auftrag, beim 2. Welttreffen in Afrika die notwendige Strategiediskussion der Weltfrauenbewegung als Thema für 2016 einzubringen.

einstimmig, ohne Enthaltung

13. Die Koordinatorinnen erhalten den Auftrag, geeignete Kampagnen und Resolutionen im Internet als Koordinatorinnen zu unterzeichnen, um die Weltfrauen bekannter zu machen.

einstimmig, ohne Enthaltung

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