Kommt zum 8. März – Internationaler Frauentag in Köln

Herzliche Einladung zum 8. März – Internationaler Frauentag

8. März: Kundgebung des Kämpferischen Frauenbündnis Köln mit offenem Mikrofon, Kultur, Kaffee und Kuchen, 17:30 Uhr auf dem Wiener Platz, Köln-Mülheim – im Anschluss gemeinsame Feier im Multikulti-Verein, Frankfurter Straße – alle Frauen sind herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen!

Aufruf der Europakoordinatorinnen zum 8. März 2017

Suse Bader, Deutschland – Europakoordinatorin
Halinka Augustin, Niederlande – Europakoordinatorin
Zaman Masudi, Deutschland – stellvertretende Europakoordinatorin

13.2.17

Aufruf zum Internationalen Frauentag – 8. März 2017

Wir wollen eine Gesellschaft in der die Frauen wirklich befreit sind!

 106 Jahre sind vergangen seit die deutsche Sozialistin Clara Zetkin auf der II. Internationalen Konferenz Sozialistischer Frauen den Internationalen Frauentag ausrief! Frieden, angesichts des drohenden imperialistischen 1. Weltkrieges, Arbeit und das Wahlrecht für Frauen waren damals zentrale Forderungen.

100 Jahre liegt die siegreiche Oktoberrevolution in Russland mit ihren wegweisenden Erfolgen für die Befreiung der Frau im Sozialismus zurück.

10 Jahre lang bauen wir eine überparteiliche, demokratische, finanziell unabhängige Bewegung zur Vorbereitung von Weltfrauenkonferenzen auf! Daraus gingen zwei erfolgreiche selbstorganisierte Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen hervor. „Junge Weltfrauen“ wurden geboren und mischen sich aktiv ein: „Keine weitere Gewalt – keine weiteren Niedriglöhne – kein weiterer Sexismus – stopp an der roten Linie“ ist ihr Motto. In nur 10 Jahren ist eine Bewegung der Weltfrauen entstanden mit festen Wurzeln in Basisbewegungen und Organisationen auf allen Kontinenten. Diese länderübergreifende Koordinierung und Kooperation ist weitsichtig und zukunftsträchtig. Weltweit stehen die Frauen vor großen Herausforderungen. Auf der Masse der Frauen lastet die größte Bürde, weil sie die Lebensverhältnisse oft unter schwierigsten Bedingungen durchstehen müssen.

Weltfrauen Europas berichten, wie die Abwälzung der Krisenlasten Armut, Hunger und Elend in die Familien brachte. Von fehlender bzw. unzureichender medizinischer Versorgung, so müssen Schwangere auf Tischen gebären, Kranke mit dem Traktor ins Krankenhaus gefahren werden. Frauen sind zunehmend sexueller Gewalt ausgesetzt. Frauen von Minderheiten wie Sinti und Roma werden von Arbeitgebern und Polizei als „Freiwild“ angesehen. Der Sexismus unterwirft Frauen, macht sie zu Ware, Sexobjekten. In keinem europäischen Land bekommen Frauen denselben Lohn wie die Männer, überall werden sie diskriminiert im Beruf und Karriere. Im Alter sind sie Arm! Die Masse der Frauen ist doppelt ausgebeutet und unterdrückt! Die besondere Betroffenheit der Frau resultiert aus ihrer gesellschaftlich zugewiesenen Rolle in der Familie. Dazu geraten immer mehr Frauen in Widerspruch. Die kämpferische Frauenbewegung in Europa zeigt ihre Kraft! Frauen sind aktiv in Widerstandskomitees gegen den VW-Konzern und seine kriminelle Abgasmanipulation. Im Tarifkampf fordern Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich mehr Personal oder „Streik am Internationalen Frauentag!“ Diese Forderung kommt aus Italien und den USA. Bergarbeiterfrauen waren Teil der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz in Indien. In Diyarbakir/Kurdistan hielt die kurdische Frauenbewegung einen außerordentlichen Kongress für ihren Kampf für Freiheit und Demokratie ab, mitten in einer faschistischen Diktatur. In Polen, Rumänien, Spanien, Frankreich, Niederlande, ufm. formiert sich Widerstand, Massendemonstrationen, Parlamentsbesetzungen usw. gegen rechte Politik und Regierungen. Über 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, Frauen und Kinder sind in besonderem Maß von Gewalt, Willkür und Misshandlungen betroffen. Der Krieg in Syrien hat eine humanitäre Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes geschaffen. Die Europakonferenz  der Weltfrauen im November 2016 positionierte sich: „Wir Weltfrauen Europas verpflichten uns,…in unseren Ländern eng mit den Geflüchteten zusammenzuschließen,…ihre Forderungen nach Bleiberecht, legalen Papieren, Hilfe zur Existenz und Nachzugsmöglichkeit für ihre Familien unterstützen und gemeinsam mit ihnen für unsere Rechte und unsere Würde kämpfen!“ Den Ursachen imperialistischer Kriege an die Wurzel zu gehen, bedarf einer neuen unabhängigen Weltfriedensbewegung die sich von keinem imperialistischen Land vereinnahmen lässt. Hier müssen die Frauen aufbauend vorangehen.

Das Europa der Herrschenden ist ein Koloss auf tönernen Füßen! Die Bewegung der Weltfrauen ist eine Zukunftsbewegung! Stärkt die kämpferische Frauenbewegung in eurem Land! Werdet Weltfrau! Setzt euch mit uns gemeinsam ein für eine Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, wo Mensch und Natur in Einklang leben! Lasst uns über Alternativen zu diesem Profitsystem diskutieren und austauschen!

„Die Frauen der Welt werden die höchsten Berge erobern! Wir werden eine Gesellschaft aufbauen, in der Frauen nicht diskriminiert, ausgebeutet und unterdrückt werden!“ (Resolution von Kathmandu – 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016)

Download Frauen, die diesen Aufruf Lay-outen können bitte melden!:
170213 Aufruf der Europakoordinatorinnen zum Internationalen Frauentag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Solidaritätserklärung Kämpfererischer Frauenrat mit Sharmistha Choudhury

30.01.2017

Frauenpolitischer Ratschlag Deutschland
,
i.A. Christiane Schröder

Sharmistha Choudhury, politische und Umweltaktivistin, eine der Führerinnen einer Volksbewegung in Indien  “für Land, Lebensgrundlagen, Ökologie und Umweltschutz wurde von der indischen Polizei verhaftet. Gemeinsam mit Tausenden anderen Frauen und Aktivisten protestierte sie gegen die Starkstromtrasse in West Benghalen.

Die Frauen des Kämpferischen Frauenrats in Deutschland, die den Frauenpolitischen Ratschlag – Deutschlands größte selbstorganisierte Veranstaltung, koordinieren, fordern zusammen mit Christiane Schröder, eine der deutschen Delegierten der Europakonferenz der Weltfrauen, die sofortige Freilassung von Sharmistha Choudhury.

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Protesterklärung zur Verhaftung von Sharmista Choudhury!

Europakoordinatorinnen

Suse Bader / Deutschland
Halinka Augustin / Niederlande
28.01.2017



Protesterklärung zur Verhaftung von Sharmista Choudhury! 

Soeben erfuhren wir von der Verhaftung unserer Aktivistin und Mitstreiterin Sharmista Choudhury, eine der Führerinnen der Volksbewegung für „Land, Lebensgrundlagen, Ökologie und Umweltschutz“, durch die indische Polizei! Wir Weltfrauen fordern ihre unverzügliche Freilassung und vollständige Unversehrtheit!

Wir erfuhren vom brutalen und feigen Vorgehen der Polizei gegen die Aktivisten, der Ermordung zweier Aktivisten und Verletzung weiterer.

Wir fordern, dass die Polizisten dafür zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden.

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Erklärung der Europakoordinatorinnen zum Women’s March

Europakoordinatorinnen im Weltfrauenkonferenzprozess
Halinka Augustin / Niederlande
Suse Bader / Deutschland
stellvertretende Europakoordinatorin
Zaman Masudi / Deutschland

24.1.17

 

Womens march on Washington – Amerikas Frauen starten einen Massenmarsch!

Herzlichen Glückwunsch an die Frauen Amerikas zu ihrem powervollen, selbstbewussten und inhaltsreichen Marsch in die Hauptstadt gegen den neuen Präsidenten Donald Trump, sein Kabinett und seine Politik! Mit ca. 1 Million Teilnehmerinnen und Teilnehmern habt ihr Geschichte geschrieben!

Als Europakoordinatorinnen im Weltfrauenprozess senden wir von Kontinent zu Kontinent kämpferische Grüße an alle Akteurinnen des Women´s march on washington!

Diese machtvolle Massendemonstration vereinte Frauen aller Altersgruppen, Schichten, Berufe und Nationalitäten quer durch das ganze Land! Massenhaft sind Frauen aufgestanden!

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Reisebericht: Besuch bei den Bergarbeiterfrauen und Familien in Asturien, Nov. 2016

Die Reise fand statt vom 21.-27.11.2016 aufgrund einer Einladung von den “Mujeres del Carbón en lucha” (Frauen der Kohle im Kampf – Bergarbeiterinnen und Bergarbeiterfrauen) zu ihrer ersten „Internationalen Frauenkonferenz für die Gleichheit bzw. auf „europäischem Niveau“.

Ihr Erkennungszeichen ist das schwarze T-Shirt mit ihrem Logo. Sie haben mutig und unerschrocken gegen die Zechenschließungen gekämpft – haben Demos organisiert, sind 2012 mit nach Madrid marschiert, haben im Parlament lautstark protestiert, bis Sicherheitskräfte sie „vorsichtig“ raus beförderten, haben Straßensitzblockaden durchgeführt und vieles mehr. Sie gehören zum Netzwerk der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen und waren vier Mal bei den Europa-Konferenzen dabei.

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Courage Essen: Solidarität mit dem Streik der Textilarbeiterinnen in Bangladesh

Unsere Freundin Joly Talukder informierte uns über den grandiosen Streik der 5 Millionen TextilarbeiterInnen in Bangladesh für einen  Mindestlohn.

COURAGE ESSEN RUFT ALLE AUF:  SOLIDARISIERT EUCH!

DIESER KAMPF IST AUCH UNSER KAMPF!

Wir stehen an Eurer Seite, fühlen mit Euch und machen Euer Anliegen in Deutschland bekannt, das versprechen wir! Wir fordern von der Regierung in Bangladesh und den Textilunternehmen in Deutschland und Europa Eure Forderung zu erfüllen und dafür zu sorgen, dass ihr  mindestens einen Mindestlohn erhaltet!

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Bericht vom außerordentlichen Kongress am 20.11.16 bei KJA (Free Women’s Congress)

Europakoordinatorin
Suse Bader
Germany

 

„Erzählt aller Welt was ihr gesehen und gehört habt! Wir haben nur Angst unsere Freiheit zu verlieren!“

Unsere Solidarität ist die Stimme unserer kurdischen Schwestern überall auf der Welt!

Meine erste Reise als Europakoordinatorin führte mich nach Diyarbakir/Türkei/Nordkurdistan. Die Frauendachorganisation KJA (Free Women’s Congress) hatte zu einem außerordentlichen Kongress am 20.11.16 eingeladen.

Gerne beschloss die 1. Europakonferenz nach der 2. Weltfrauenkonferenz eine Solidaritätsdelegation. Bereits im Juni 2016 war ebenfalls eine Delegation der Weltfrauen auf Beschluss der 2. Weltfrauenkonferenz nach Diyarbakir gereist. Ihr Reisebericht ist eindrucksvoller Ausdruck der staatlichen Gewalt mittels Militär und Polizei gegen die kurdische Bevölkerung. Schon damals wurden Wohnhäuser systematisch zerstört, die Menschen vertrieben, entrechtet, und teilweise krank und mittellos immer weiter verjagt.

Kurz vor Abreise unserer Solidaritätsdelegation hatte die faschistische Erdogan Regierung 370 Organisationen für 3 Monate verboten, ihre Büros gestürmt, Daten, Mitgliederlisten etc. mitgenommen. Sofort hatten Weltfrauen ihre Solidarität ausgedrückt. Nun gab es also eine Gelegenheit, mit eigenen Augen zu sehen, was sich in diesem Land abspielt. 

Unsere Delegation, bestehend aus zwei Frauen und zwei Männer aus Deutschland, Vertreterinnen des Weltfrauenprozesses, ICOR-Vertretung und Übersetzer, fand an der Grenze zur Türkei, exakt vor dem Passkontrollschalter in Istanbul, ein jähes Ende – zwei Delegationsmitgliedern wurde die Einreise verweigert! Sie wurden postwendend in ein Flugzeug zurück nach Deutschland abgeschoben! Ihre Info erreicht uns nur noch per Handy! Willkommen in der Türkei! Zu zweit flogen wir weiter nach Diyarbakir, einer hauptsächlich von Kurden bewohnten Millionenstadt im Osten des Landes. Hier wurden wir von unseren kurdischen Freundinnen  herzlich willkommen geheißen! Sie berichteten uns, dass inzwischen auch der Kongress verboten wurde. Ständig finden neue Verhaftungen statt bzw. müssen sie damit rechnen. Wir fahren mit dem PKW zum Hotel, überall gepanzerte Polizeifahrzeuge, alle öffentlichen Gebäude sind hermetisch durch Zäune und Mauern abgeriegelt und mit bewaffneten Checkpoints versperrt. Wer hinein will, oder dort arbeitet, braucht einen Ausweis. Selbst um in Parks zu kommen, muss man durch Absperrungen. Wir sehen zerstörte und einsturzgefährdete Häuser in denen Menschen wohnen – ein Ergebnis der Blockade und systematischen Bombardierung einzelner Stadtteile. Unsere Freundinnen berichten, dass es in der Altstadt/ Sur noch viel schlimmer aussieht – das sehen wir einige Tage später! Hier gab es eine 7-wöchige Blockade, Kampfjets griffen die kurdische Bevölkerung aus der Luft, Panzer und Maschinengewehrfeuer am Boden an. Sie zerstörten das Zentrum, Wohnhäuser, Moscheen. Die Polizei hindert die Menschen daran, zurück zu gehen, sie dürfen weder Hab noch Gut holen, sie werden mit Gewalt vertrieben. Inzwischen sind alle Zugänge zum Zentrum in Sur durch Betonblöcke versperrt.  Das ist das eigentliche Ziel Erdogans „die Vernichtung bis auf den letzten Kurden“! Es ist blanker Zynismus und Demagogie wenn vielerorts und insbesondere an den öffentlichen, durch türkische Polizei kontrollierten Gebäuden, Plakate der AKP  hängen, zum Tag gegen Gewalt an Frauen!

Doch zurück zum Kongress! In unserem Hotel trafen wir weitere internationale Gastfrauen. Julie Wards, EU-Parlamentarierin der Labour Party, eine Vertreterin für „peace in Kurdistan“ beide aus Großbritannien. Eine junge Abgeordnete des baskischen Parlaments, eine Abgeordnete der Sinn Fein vom nordirischen Parlament, sowie eine Vertreterin der „women in black“ aus Belgrad! Wir alle waren eingeladen, um Beobachterinnen und Botschafterinnen zu sein: „Was im Mittleren Osten stattfindet, betrifft die ganze Welt. Deshalb haben wir alle Freunde gerufen, was wir in Zukunft tun sollen, wie wir stärker zusammen arbeiten können, unsere Politik entfalten.“ (aus der Eröffnungsrede)

Als wir vor dem Gebäude der Versammlungshalle ankamen, war das Gebäude von Polizisten und gepanzerten Fahrzeugen umringt. Wir konnten aber ungehindert hineingehen. Die Kurden selbst kontrollierten jeden Besucher auf Waffen, Spitzel sind in diesen Zeiten normal! Wir werden in einen großen Saal geführt, der sich nach und nach füllt. Die Stimmung ist kämpferisch, lebensfroh, nicht euphorisch, eher ruhig, aber die Frauen freuen sich, wenn ein Wiedersehen in diesen schweren Zeiten zustande kommt. Zeiten, in denen so viele in Haft, verschwunden oder tot sind. 700 Frauen waren trotz aller Schikane der Einladung gefolgt, sie waren aus den kurdischen Gebieten und der Westtürkei gekommen. Meist sind es Vertreterinnen großer Organisationen wie „mother of peace“, „Rojavahilfe“, usw. und Einzelpersonen, Führerinnen der kurdischen Frauenbewegung.

Die folgenden Stunden dieses Meetings sind geprägt von einer ungeheuren Intensität. In Zeiten, wo, wie eine Kurdin sagte: „Der Faschismus (wird) von Tag zu Tag, Stunde zu Stunde schlimmer! Aber wir leisten Widerstand, lassen uns nicht demoralisieren. Vor den Augen der Welt und Europa findet diese Entwicklung statt.“  Die Frauen eröffnen mit ihrem traditionellen Tanz, ihrer Musik! Sie gedenken derer, die gefangen oder ermordet sind. Die Einleitungsrede führt das Ziel des Meetings aus – Beratung und Beschlussfassung zum weiteren Vorgehen nach dem Verbot der Organisationen. „Wir müssen über unsere Zukunft sprechen!“

Zuerst werden alle Gäste auf die Bühne geholt und vorgestellt – zuerst die internationalen, dann die türkischen  Gastfrauen. Wir füllen die Breite der Bühne, sicher sind wir 30 Vertreterinnen! Alle internationalen Gäste sprechen ein Grußwort. Alle werden mit ehrlichem Beifall bedacht. Sind wir doch die Augen und Ohren hinaus in die Länder! In die Welt! So war es mir eine besondere Ehre, die Grüße der Weltfrauen aus 20 Ländern und von 4 Kontinenten zu überbringen! Wie wertvoll die Zusammenarbeit zur gegenseitigen Unterstützung im Weltfrauenprozess ist, damit keine von uns allein gelassen wird. Später treffe ich Özlem Yasak/Koordinatorin des Mittleren Osten, welch eine Freude! Bedeutend auch die Worte von Fatma zu mir: „die kurdische Frauenbewegung hat viel Unterstützung bekommen, besonders aus Europa und sie will solidarisch sein. Ich bin zufrieden (mit dem Meeting) , besonders, dass die internationalen Gastfrauen dabei waren und davon berichten können und dass so viele Vertreterinnen aus der Westtürkei kamen und ihre Solidarität ausdrückten. Das ist wichtig gegen die Isolierung durch die Türkei.“

Es sprechen viele Frauen und überbringen dem Meeting von der Basis ihrer Organisationen die Entschlossenheit, den Kampf weiter zu führen. „wenn Eine gefangen genommen wird, rückt die Andere nach!“ Am Rande finden viele Gespräche statt, werden Interviews gemacht, viele Frauen kommen und danken für die Teilnahme an ihrem Meeting. Es wird getanzt und gelacht, fotografiert. Dann die Schlussdebatte, und die Abstimmung – wir erleben die Geburtsstunde der Bewegung „Tevgera Jinen Azad“ –  „free womens movement“. Ein wunderschönes kurdisches Lied beendet das Meeting und schlagartig leert sich der Saal. Vor dem Gebäude stehen PKW’s zur Abholung der Frauen bereit. Die Polizei lässt uns gehen.

Wir beenden diesen denkwürdigen Tag mit unseren kurdischen Freundinnen bei einem wunderbaren Essen, heißen Diskussionen und verabschieden uns mit dem Vermächtnis, die Wahrheit in unsere Länder zu tragen.