Hallo, ich habe soeben Post aus Tunesien bekommen, die ich mit Freude an euch weiterleite; Suse Bader, Europakoordinatorin

Tunesien, Frauenkomitee:
Liebe Freundinnen und Freunde,

ich hoffe, es geht Euch und Euren Familien gut. Danke für euren Brief.

Die epidemiologische Situation in Tunesien ist sehr kritisch. Nach der
ersten Welle und der totalen Eindämmung im vergangenen März, die viel
wirtschaftliche und soziale Missstände hinterlassen hat.
Vor einigen Wochen sind wir in eine zweite Welle von Covid 19
eingetreten, die viel schwerwiegender ist als die erste Welle mit einer
sehr hohen Zahl von Todesfällen, und die Infektion ist zu einer
kommunalen und daher sehr, sehr kritischen Situation geworden.
Mit Krankenhäusern in sehr schlechtem Zustand und einer sich ständig
verschlechternden Gesundheitsversorgung ist die Situation wirklich
schrecklich geworden.Nun haben sich die Behörden für eine gezielte Eindämmung für zwei Wochen entschieden.
Eine gescheiterte liberale Regierung…..

Wir hoffen, dass wir bis zum nächsten Frühjahr den Impfstoff gegen
dieses Virus haben werden und dass wir das Blatt wenden und mit den
Vorbereitungen für unser Weltereignis beginnen können.

Das Frauenkomitee hat bereits Kontakte mit möglichen Verbündeten
aufgenommen, die uns in der Organisation zur Seite stehen werden.

Habt ihr eine Schätzung der möglichen Termine für diesen Kongress?
Habt ihr mit den Vorbereitungen begonnen?

Mit freundlichen Grüßen!




Erklärung der Europakoordinatorinnen zum Save Abortion Day am 28.09.20

Abtreibungen müssen Gesundheitsleistungen sein und für die breiten Massen leicht erreichbar, legal, sicher und kostenlos sein.

Der 28. September ist der Internationale Tag der sicheren Abtreibung. Er wurde 1990 zum ersten Mal vom Campaña 28 Septiembre als Aktionstag zur Entkriminalisierung der Abtreibung in Lateinamerika und der Karibik durchgeführt. 2011 wurde der 28. September zum Internationalen Tag erklärt[1]. Das Datum wurde in Anlehnung an das am 28.9.1871 in Brasilien verabschiedete „Gesetz über die freie Geburt” gewählt, das den Kindern von Sklaven in Brasilien die Freiheit gewähren sollte.
Brasilien 2020: Frauen und Mädchen erleben unter Präsident Bolsonaro und dem Einfluss der katholischen Kirche die Wiedergeburt des Mittelalters – jede 15 min wird ein Kind unter 13 Jahren vergewaltigt aber eine legale, sichere Abtreibung ist fast unmöglich. Dafür werden Waisenkinder auf dem Laufsteg[2] zum „vermittteln“ angeboten!
Weltweit erleben wir einen Trend zu ultrareaktionären und faschistoiden Regierungen, Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten u. a. dem Recht auf selbstbestimmte Schwangerschaft.
Weltweit erwachte das Frauenbewusstsein im Kampf gegen die Rechtsentwicklung. Ihr Schrei nach selbstbestimmter Schwangerschaft ist ein Aufbruch gegen patriarchale Strukturen. Die Kontrolle der Sexualität und Fortpflanzung ist Bestandteil der besonderen Unterdrückung der Frau im Kapitalismus. Sie dient der Aufrechterhaltung des Systems. Gepaart mit patriarchalisch-reaktionären Einfluss der Kirche werden Gesetzesverschärfungen durchgesetzt.
Sie heucheln vom „Schutz des ungeborenen Lebens“ und treten bestehendes Leben mit Füßen:
Polens Rechte: „Abtreibung ist eine Pandemie, viel schlimmer als das Coronavirus“[3].
Präsident Trump, USA ist für „Abtreibungsmord“-Paragraphen und lässt bei inhaftierten Einwandererinnen eine Hysterektomie vornehmen![4]
Präsident Erdogan/ Türkei setzt seine Armee gezielt für Vergewaltigung als Kriegswaffe gegen kurdische Frauen und Freiheitskämpferinnen ein.
In Deutschland dürfen sogenannte Lebensschützer Ärztinnen und Ärzte auf der Grundlage eines Paragrafen aus dem Faschismus kriminalisieren.
Dagegen verabschiedete vor 100 Jahren 1920 die ehemalige Sowjetunion ein Sexualstrafrecht mit Straffreiheit für Abtreibungen! Das zeigt, dass der Kampf um selbstbestimmte Schwangerschaft als Bestandteil des Kampfs um die Befreiung der Frau geführt werden muss! Das erfordert auch, den Blick über das herrschende Gesellschaftssystem hinaus zu heben.
Unsere Visionen reichen weit – wie wird die Befreiung der Frau Wirklichkeit?!
Wir rufen euch zu, werdet Akteurinnen der Zukunft, kommt mit zur

3. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2021 nach Tunesien/Tunis!

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[1]  Globales Netzwerk für Frauenrechte für reproduktive Rechte (WGNRR)
[2] Brigitte 27.05.2019
[3] “Stiftung Lebem und Familie”, polnische Organisation, Katja Godek, Mitinitiatorin Gesetzesentwurf
[4] Women’s March 16.09.2020



Internationaler Aufruf zur Corona Pandemie

 

Internationaler Aufruf und Forderungsprogramm der internationalen kämpferischen Frauenbewegung an die Regierungen der Welt

Corona-Pandemie
Wir fordern Schutz – Wir wollen keinen Notstand, aber eine befreite Welt!

Ohne uns Frauen gibt es keine Lösung der brennenden Probleme dieser Zeit. Wir Frauen schließen uns zusammen im Kampf um eine lebenswerte Zukunft der ganzen Menschheit. Wir sind nicht einverstanden damit, wie wir regiert werden. Wir haben aus der Vergangenheit gelernt. Die Weltwirtschafts- und Finanzkrise 2008 brachte den Banken und Monopolen Profite während die Krisenlasten auf Arbeiterinnen und Arbeitern, Frauen und Familien abgewälzt wurden. Mit diesem internationalen Aufruf erheben wir uns. Wir managen diesen ganzen Krisenalltag. Wir stellen unsere Forderungen an die Regierungen und Monopole.
                                                         JETZT !

Die Corona-Pandemie breitet sich über unsere Länder und Kontinente aus. Sie forderte weltweit schon mehr als 100.000 Tote. Wir trauern um diese Menschen und fühlen uns mit ihren Lieben verbunden. Warum müssen so viele Menschen sterben? Weil der Kapitalismus eine weltweite Gesundheitskrise hervorgebracht hat kollabieren Gesundheitssysteme. Es fehlen Schutzausrüstungen für die behandelnde Ärzte, Kranken-schwestern und Pfleger. Es fehlt Schutz für die Bevölkerungen. Alte und kranke und arme Menschen werden nicht behandelt. Das ist ein Skandal. Was für die reichen Industrienationen schon furchtbar ist, das ist in den armen Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerika, Mittlerer Osten sowie für Flüchtlinge eine Katastrophe. Wir kämpfen für ein Gesundheitssystem, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht.

Wir klagen die kapitalistische Profitwirtschaft mit ihrer Losung Profit vor Menschen an. Während einerseits weltweit mit Kontaktverbot und Ausgangssperren die Ausbreitung des Virus gebremst werden soll, müssen in den Industriebetrieben, den Textilfabriken die ArbeiterInnen dicht an dicht weiter arbeiten.

Wir fordern weltweit:

  • Umfangreicher Schutz der Arbeiterinnen und Arbeiter der Textilindustrie, in den Industriebetrieben, Verbot von Entlassungen und Kündigungen, Lohnfortzahlung bei Betriebsschließungen, Erhöhung der Gehälter und Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich!
  • Wirksame Schutzausrüstung für Ärzte, Krankenschwestern und Pflegepersonal!
  • Kostenlose, massenhafte Tests aller Menschen in den Vierteln in denen wir leben!
  • Sofortiger Ausbau der medizinischen Infrastruktur!
  • Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Pflege!
  • Kostenlose Verteilung von Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel!
  • Kostenlose Versorgung und Medikamente für Erkrankte!
  • Das Geld dafür muss von den großen Konzernen und aus den gigantischen Militärhaushalten genommen werden!

Obwohl es schon lange sogenannte „Planspiele“ gibt, die die Länder auf eine Epidemie vorbereiten, hat keine Regierung auf der Welt entsprechende Vorkehrungen getroffen. Alle Regierungen desinformieren, einige verharmlosen die Pandemie mit ernsthaften Folgen.

Wir klagen die Regierenden an, die aus nationalem Egoismus Schutzausrüstungen stehlen, aus Profitgrün-den Schutzausrüstungen exportieren während die eigene Bevölkerung ohne Schutz bleibt oder Pflegeper-sonal aus armen Ländern abwerben.

Wir fordern weltweit koordinierte Forschung und Entwicklung von Impfstoff, Medikamenten, für alle Men-schen! Keine Abwerbung von Fachpersonal!

Die derzeitige Krise zeigt eine überwältigende, länderübergreifende Solidarität der arbeitenden Menschen. Sie zeigt Schöpferkraft, Ideenreichtum und Mut. Im Zentrum der Organisierung dieses Krisen-“Alltags“ stehen weltweit die Frauen: in den Pflegeberufen, im Handel, den Familien. Wir sind bereit, alles für das Leben zu geben, wir unterstützen gesundheitlich notwendige Maßnahmen, aber wir sind wütend wenn unsere Opfer-bereitschaft ausgenutzt wird für den Abbau unserer Rechte und Freiheiten.

Wir fordern breite Informationskampagnen statt staatlicher Gewalt von Militär und Polizei, Verhaftungs-androhungen und Verwarnungen!

Wir lassen uns unsere erkämpften Rechte nicht nehmen! Keine Notstandsübung!

Wir klagen an!

Aufgrund der Ausgangssperre können Frauen in Afrika, Asien, Lateinamerika ihre Waren nicht mehr verkaufen, sie haben kein Geld, keine Nahrungsmittel – in den Armenvierteln der Welt drohen Hungersnöte. Migrantinnen und Flüchtlinge sind besonders betroffen. Tagelöhner, Wanderarbeiter arbeiten in Provinzen die oft weit weg von ihrem zu Hause sind. Die Fabrikbesitzer haben sie ohne Lohn auf die Straße geworfen, auch sie sterben Hungers. Polizei und Militär gehen oft brutal vor. Bäuerinnen und Bauern können ihre Ernten nicht mehr verkaufen.

Wir fordern:

  • Finanzielle Absicherung von Tagelöhnern, Wander- und Leiharbeitern und von Kleinhändlern!

  • Abnahme und Verteilung der landwirtschaftlichen Produkte durch die Regierungen!

  • Kostenlose Ausgabe von Lebensmitteln an arme Familien in Stadt und Land!

  • Fließendes, sauberes Wasser für jeden Haushalt!

  • Umfassende Maßnahmen für besonders Gefährdete: Flüchtlinge, Arme, Obdachlose!

  • Auflösung der Lager der Flüchtlinge und ihre sichere Unterbringung!
  • Bekämpft rassistischen Spaltungsversuche!

Wir klagen an!

Tatsächlich bedeutet Ausgangssperre für die Masse der Bevölkerung ein Zusammenleben auf engem Raum, kaum Ausweichmöglichkeiten oder persönlichen Rückzug. Keine Schule, keine Kita, keine Arbeit. Das verstärkt häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder. Frauen sorgen für die geistige, emotionale und physische Gesundheit aller Familienmitglieder, ohne auf die eigenen Bedürfnisse zu achten.

Wir fordern:

  • Verbot aller Räumungen, Zwangsvollstreckungen
  • Verbot der Wohnungskündigung bei Mietrückstand!
  • Staatliche Hilfe, warmes Essen, Notbetreuung für Kinder und Alte!
  • Lehr- und Lernmaterial, Hilfe für Kinder bei Schulschließungen!
  • Informationen in den Medien für Opfer von Gewalt!
  • Hilfe und Bereitstellung von Räumen für die Aufnahme von Gewaltopfern!
  • Netzwerke nutzen zur Ächtung der geschlechtsspezifischen Gewalt!

Frauen der Welt, die Coronakrise ist eine historische Herausforderung und wir beantworten sie mit einem historischen Schritt. Über Kontinente hinweg haben wir uns verständigt für diesen Aufruf und Forderungsprogramm. Die Coronakrise offenbart eine Systemkrise. Der Kapitalismus ist nicht in der Lage, uns ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Also nehmen wir die Sache in die eigenen Hände. Heute zeigt sich wieder, dass Frauen „systemrelevant“ sind. Und dieses Bewusstsein gibt uns Kraft für unsere Forderun-gen zu kämpfen. Deshalb müssen wir unsere begonnene internationale Zusammenarbeit höherentwickeln:

  • Wir stärken die Solidarität untereinander und koordinieren unsere Aktivitäten über weltanschauliche Differenzen hinweg als internationale Bewegung.
  • Wir teilen Kampfformen wie „Lärm-Demonstrationen“, mit Töpfen schlagen, und finden neue.
  • Für die ärmsten Länder muss ein Schuldenerlass her.
  • Die herrschenden Monopole müssen die Krise bezahlen – nicht die breiten Massen. Das kann über eine Sondersteuer passieren.
  • Bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung müssen wir uns erkämpfen.
  • Nur organisiert sind wir eine Kraft, in Gewerkschaften, in Nachbarschaften, in Frauenverbänden. Eine tolle Möglichkeit dazu ist die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen Ende 2021 in Tunesien.

Lasst uns sein wie ein Olivenbaum

in der Erde fest verwurzelt

nach der Sonne greifend und stark

Keiner und niemand kann uns brechen!

 




Solidarität mit den Reinigungkräften in Spanien!

Am vergangenen Wochenende (24./25.8.19) führten die Reinigungskräfte in den spanischen Touristen-Hochburgen Streiks und Proteste durch. „Las Kellys“, der Zusammenschluss von mehreren tausend „Zimmermädchen“ kämpfen gegen ihre Auslagerung in Zeitarbeitsfirmen, für bessere Bezahlung, Anerkennung ihrer Berufskrankheiten, das Recht auf Vorruhestand und eine respektvolle Würdigung ihrer Arbeit. Rund 70% arbeiten in Zeitarbeitsfirmen, die den Frauen den Mindestlohn von 800 € bezahlen. Die Reinigung der Gästezimmer wird im Akkord bezahlt, pro Zimmer, egal wie groß, gibt es 2,30 € ! Die Beschäftigung der Frauen richtet sich vollständig nach der Belegung des Hotels. Befristete Verträge, unbezahlte Überstunden und kurzfristige Einsätze sind normal.

„Las Kellys“ ist eine Wortschöpfung für „Las que limpian“ : „Die, welche putzen“. Über das Internet hatten sie sich zuerst gefunden, ausgetauscht und Forderungen entwickelt bis sie sich 2016 als Organisation gründeten. Heute sind sie bei den Hotels gefürchtet und im ganzen Land bekannt und die „Zimmermädchen“ sind mit ihren Arbeitsbedingungen national und international sichtbar geworden. Die Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenz sandte der Organisation eine Solidaritätserklärung verbunden mit der Einladung zum 12. Frauenpolitischen Ratschlag vom 1.-3.11.19 in Erfurt! Genau der richtige Rahmen um von ihren Kämpfen zu berichten! 1

Hier unsere Solidariätserklärung (auf deutsch und spanisch) zum Download:

90825 Solidarität mit Las Kellys

 




Weitere internationale Grüße zum Frauentag 2019

Von den Philippinen schickte Sharon Cabusao Silva Grüße:

” Fiery and militant greetings on International Women’s Day!”

Aus Afrika schreibt Mwambu Margaret Jane aus Uganda:
“Thank you so much and wishing you a happy women’s day,  see you soon”.
Yours,   Mwambu Margaret Jane




Grüße aus Spanien zum Frauentag 2019

Aus Spanien schrieb Mari Carmen, Gewerkschafterin an die Weltfrauen:
congratulations for the 8M, I pass the manifesto translated to the compañeras
Feliz día  de la mujer.
Una jornada combativa para visibilizar la falta de igualdad qué todavía hoy existen hacia las mujeres.

Unidas somos más fuertes.
💪💪💪💪💖💖💖

ÜS: Herzlichen Glückwunsch für die 8M, Ich gebe das Manifest (Aufruf der Europakoordinatorinnen) an die Compañeras weiter.
Ein kämpferischer Tag, um den Mangel an Gleichberechtigung, der heute noch gegenüber Frauen besteht, sichtbar zu machen.
Gemeinsam sind wir stärker.      mari carmen

und die Bergarbeiterinnen aus Asturien schickten Blumen und einem Gruß:

Espero veros pronto un saludo….

Grafik ‘Feliz Dia de la Mujer’




Impressionen vom Frauentag 2019 in Lissabon/Portugal




Zeit und Ort: Frauenpolitischer Ratschlag 2019

Frauenpolitischer
Ratschlag frauenpolitischerratschlag@gmx.de

Anne Wilhelm, Karl-Meyer-Straße 13
45884 Gelsenkirchen

Telefon 0209/13 52 31
Handy 0177/1949211
wilhelm.gelsenkirchen@web.de        

Gelsenkirchen, den 15.02.2019

An Solidarität International
An den Frauenverband Courage
An die Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo
An die Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenz

Erfurt wir kommen!

Vom
1. – 3. November 2019 wird der 12. Frauenpolitische Ratschlag in Erfurt stattfinden.
Im Gästehaus „Alte Parteischule“ haben wir freundliche Gastgeber und
geeignete Räumlichkeiten gefunden.

Erfurt,
die Hauptstadt Thüringens, ist für uns ein guter Ort für einen
Frauenpolitischen Ratschlag nachdem der letzte Ratschlag in Chemnitz Sachsen
erfolgreich war, weil wir dort von vielen verschiedenen Frauen und
Frauengruppen besonders auch vom überparteilichen Frauenverband Courage
unterstützt wurden.

Die
Rechtsentwicklung der Regierungen und Parteien weltweit, die mit einem
richtigen „Roll back“ bei Frauenrechten verbunden und die extrem
frauenfeindlich ist, muss diskutiert werden. Darum hat der Ratschlag den
Arbeitstitel „Couragierte Frauen kämpfen gegen rechte Regierungen –
weltweit!“.

Dazu
bietet sich die internationale, kulturelle und überparteiliche Frauenplattform
„Frauenpolitischer Ratschlag“ an.

Es
sind 6 Foren vorgeschlagen, „Frauen und Arbeit“, „Jugend und Bildung“,
„Internationales, Geflüchtete und Migration“, „Natur und Umwelt“, „Familie und
Lebensformen“ und „Gesellschaftliche Perspektiven und Visionen“ können
gleichberechtigt in demokratischer Streitkultur auf der Grundlage
weltanschaulicher Offenheit Erfahrungen ausgetauscht werden.

Wir
möchten Frauen ermutigen sich zu organisieren und die Zusammenarbeit in der
kämpferischen Frauenbewegung zu festigen.

Mitmachen
können alle, die Leitlinien des Ratschlags akzeptieren außer
faschistisch, rassistisch und religiös fanatische eingestellt Menschen.

Der
Ratschlag wird von allen TeilnehmerInnen in vielen großen und kleinen Gemeinschaftsaufgaben
selbst organisiert und finanziert. Jede Einzelfrau oder Organisation sollte
eine Gemeinschaftsaufgabe übernehmen oder sich auf dem Ratschlag direkt für
eine Zeitspende eintragen.

Alle Informationen sind auf der Homepage www.frauenpolitischerratschlag.de zu finden.

Das nächste bundesweite Vorbereitungstreffen des 12. Frauenpolitischen Ratschlags wird am 23.6.2019 in Erfurt stattfinden. Alle Frauen und Frauengruppen, die Interesse haben, sind herzlich eingeladen, gemeinsam diesen 12. Frauenpolitischen Ratschlag weiter mit vorzubereiten.

Kämpferischer
Frauenrat

frauenpolitischerratschlag@gmx.de




Iran – Kampagne: Protest gegen 40 Jahre islamische Dikatatur und Unterdrückung

Vor
40 Jahren, 1979 siegte die iranische Revolution, das Volk stürzte
das reaktionäre Schah-Regime und mit ihm einen der wichtigsten
Staathalter des Imperialismus in dieser Region. Fest glaubten die
mutigen Revolutionärinnen und Revolutionäre an ihren Sieg. Stolz
sangen sie ihr Lied der Freiheit: „Wir tragen das Licht in die
dunklen Wälder
“. Doch die imperialistischen Feinde duldeten
keine Freiheit, viel zu wichtig waren die Ölvorkommen in der Region.
Der im Pariser Exil lebende Ayatollah Chomeini wurde mit ihrer Hilfe
zum Führer der Opposition aufgebaut. Er entpuppte sich als Vertreter
der Konterrevolution, ein Vertreter reaktionärer islamistischer
Kräfte. Chomeini brachte keine Freiheit sondern eine faschistische
Diktatur mit islamischer Scharia und Schleierzwang. Er ließ mehr
als 20000 Gefangene, mehrheitlich Führer und Aktivisten der
Revolution, hinrichten. Andere mussten fliehen. 1979 erhoben sich
Millionen Frauen gegen der Schleierzwang des neuen Regimes. Noch
einmal fluteten Massen von Frauen die Straßen Teherans. Heute, 40
Jahre später, erheben sich wieder junge Frauen gegen den
Schleierzwang. Mutig stellen sie sich mit weißen Tüchern an Straßen
und auf Podeste, schicken Selfies um die Welt. Im Exil lebende
Iranerinnen, ehemalige Teilnehmerinnen der 1979er Revolution, starten
eine „Kampagne gegen die staatliche, gesellschaftliche und
häusliche Gewalt gegen Frauen im Iran“. Mit dieser Kampagne wollen
sie auf den nie geendeten Widerstand der Frauen im Iran aufmerksam
machen. Sie erinnern an die Millionen Frauen die vor 40 Jahren sich
nicht dem Schleierzwang unterwerfen wollten. Mit einem drei-tägigen
Marsch um den Internationalen Frauentag 2019 in drei europäischen
Ländern feiern sie den „40. Jahrestag des Aufstands der Frauen“.

Eine Iranerin berichtet:
Die Frauen im Iran sind Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, die die iranische Diktatur gegen die ganze Bevölkerung ausübt. Darüber hinaus sind sie durch die islamistischen Gesetze Opfer einer systematischen Diskriminierung in allen Lebensbereichen, die zu täglicher Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen führt. Im Iran ist gesetzlich vorgeschrieben, dass alle Frauen und Mädchen ab neun Jahren in der Öffentlichkeit ein Kopftuch sowie lange, weite Kleidung tragen müssen, um Haare und Körperkonturen zu verbergen. Der gesetzliche Schleierzwang verletzt die Rechte der Frauen auf Gleichheit, Privatsphäre, Meinungs-, Glaubens- und Religionsfreiheit. Die Proteste von Frauen gegen den Schleierzwang im Iran nehmen zu. Seit Anfang 2018 zeigen immer mehr Frauen ihre Auflehnung öffentlich, indem sie ihr Kopftuch abnehmen und als Protestfahne schwenken. Die Frauen riskieren dabei, dass sie ins Visier von Polizei und paramilitärischen Milizen geraten und Schikanen, Gewalt und Inhaftierungen ausgesetzt werden. Seit der Machtübernahme der islamistischen Regierung haben sich die Frauen gegen das Unrecht und die Unterdrückung aufgelehnt. Sie verbinden diesen Einsatz mit ihrem Kampf für Gleichberechtigung und gegen die frauenfeindlichen Gesetze. Tausende Iranerinnen haben ihr Eintreten für Demokratie und Menschenrechte mit dem Leben bezahlt. Das Regime im Iran geht mit äußerster Gewalt gegen die Frauen vor, die sich gegen die Menschenrechtsverletzungen auflehnen. Initiativen, die sich für Frauenrechte einsetzen, werden kriminalisiert, Frauenrechtsaktivistinnen werden verhaftet. Zahlreiche Rechtsanwältinnen, Journalistinnen und Studentinnen wurden wegen ihres Eintretens für Frauenrechte zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Folter und sexuelle Gewalt sind in iranischen Gefängnissen an der Tagesordnung.




Statement on the Theoretical Seminar of the World Women’s Conference of grassroots women from 2-4 December 2018, Bengaluru, India

Suse and
Halinka – European coordinators

300 women from 19 countries discussed ways and goals
of the liberation of women!

“For our women’s organisation it is a great
honour to organize this theoretical seminar with so many participants from all
over the world!”
Said one of the organisers of AIRWO (All Indian
Revolutionary Women’s Organisation).

From December 2-4, 18, in Bengaluru – India – in the state of Karnataka, women from 11 states of India, from Nepal, Bangladesh, Togo, Uganda, South Africa, DR Congo, Netherlands, France, England, Germany, Southern Kurdistan, Turkey, Cameroon, Ethiopia, Iran and other countries came together to discuss and exchanges views on theories of the liberation of the woman. Representatives of various women’s organisations and individual women had spared neither long distances, high costs nor strenuous journeys to attend this seminar. The seminar was based on a decision of the 2nd World Women’s Conference of grassroots women that took place in 2016 in Kathmandu in Nepal. The seminar was organised by AIRWO (All Indian Revolutionary Women’s Organisation) and coordinators and world women of other continents.

“I want to share with you my dream of the
liberation of women in a free society!”
said a
participant from India. In the three days a mass discussion arose among the
grassroots women. A common theme was the special oppression of women, their
social inequality towards men and their lower pay. This theme was to be heard
in contributions from all countries. The reports impressively showed how
women’s consciousness of the various forms of special oppression has grown. “I
got a real sense of freedom when I got involved in the fight, that’s why I
organised myself!”

The seminar was a great start and an expression that
the process of theoretical processing of practical experience has already
started. There was unity among the participants that this process must be
continued systematically in the countries and movements.

The next highlight of the ideological debate will be
the third World Women’s Conference of grassroots women. For this to become
reality, the militant world women’s movement needs a good functioning
coordination on all continents.