25.11.2018 – Tag gegen Gewalt an Frauen in Hamburg/Deutschland

Der Frauenverband Courage Hamburg hatte anlässlich des Tag gegen Gewalt an Frauen am 24.11.18 in der Innenstadt zu einer Kundgebung mit Live-Musik aufgerufen. Trotz eisiger Kälte blieben immer wieder Passanten stehen um den Kurzreden und Beiträgen zuzuhören. Einige deckten sich am Infostand mit Materialien ein, Flugblätter wurden gerne genommen.




25.11.2018 – Tag gegen Gewalt an Frauen in Den Haag/Niederlande

Rund 200 Frauen (und Männer) (Niederländische, Kurdische, Iranische, Türkische Frauen) demonstrierten am 25.11 in Den Haag gegen Gewalt an Frauen. Sie riefen Losungen während sie durch die Strassen von Den Haag gingen. Nach der Demo war eine Veranstaltung mit Reden, Musik, Diskussion und internationales Essen/Buffet.

 




Aktivitäten zum Tag gegen Gewalt an Frauen aus Asturien/ Spanien von den Bergarbeiterinnen

Übersetzung

Hallo, guten Tag,
Termine für die Aktivitäten zum 25. November

13.11.: Präsentation der Kampagne im Informationszentrum in Caso. Mit Bus erreichbar.
Bitte teilt uns mit, ob ihr den Bus nehmt, damit wir die Haltestellenschilder aufstellen.

20.11.: Möglicherweise bleibt die Präsentation der Kampagne noch einige Tage länger dort für den Einzelhandelsgeschäfte am Ort.

Unsere Parolen sind:
STILLE IST TÖDLICH. NEIN heißt NEIN. ANZEIGE ERSTATTEN.

27. und 29.11.: Film: “Das grüne Fahrrad” (dt: Das Mädchen Wadjda) von der saudi-arabischen Regisseurin Haifaa Al-Mansour und “Meine Erinnerung, meine Kraft” über die Kalamari, also über Mädchen aus Nepal, die an reiche Familien verkauft und wie Sklavinnen gehalten werden.

26.11.: Außerordentliches Plenum und Aktion der Schule San José um 18:00 Uhr. Frauenzentrum.

Nach der Vorführung der beiden Filme gibt es jeweils eine Diskussion mit einer Mitarbeiterin vom Roten Kreuz, die als Freiwillige in Afrika gearbeitet hat und aus erster Hand über die Situation der Frauen in den Entwicklungsländern berichtet.




Bundesweites Vorbereitungstreffen für den 12. Frauenpolitischen Ratschlag

 

Frauenpolitischer Ratschlag,  frauenpolitischerratschlag@gmx.de

Anne Wilhelm
Karl-Meyer-Straße 13
45884 Gelsenkirchen
Telefon 0209/13 52 31 ca.wilhelm@email.de

Gelsenkirchen, den 19.10.2018                                                                                                                                                                                                                                                            Medieninformation Nr. 01/2018

  1. Bundesweites Vorbereitungstreffen für den 12. Frauenpolitischen Ratschlag – die Frauen bestimmen gemeinsam über seinen Inhalt

Am Sonntag, den 28.10.2018 findet das 1. Bundesweite Vorbereitungstreffen des 12. Frauenpolitischen Ratschlags statt. Das Treffen ist von 11 Uhr bis 15 Uhr im Arbeiterbildungszentrum Gelsenkirchen – Horst, Koststraße 4.

Der Termin des Ratschlags soll der 1.- 3. November 2019 sein

Der Kämpferische Frauenrat, der die Vorbereitung des Ratschlags koordiniert, schlägt vor den Ratschlag unter der Leitlinie „Courage stärken“ durchzuführen. Courage durchaus im doppelten Sinn gemeint: Den Mut der Frauen stärken aber auch den überparteilichen Frauenverband Courage, die Organisiertheit der Frauen, stärken.

Für den Ablauf des Ratschlages liegen schon folgende Ideen vor:

Freitag, 01.11.2019:

Motto „Generationswechsel!“: Podium der Pionierinnen der Frauenbewegung Podium der „jungen Frauen – Zukunft der Frauenbewegung“, abends „Feuerwerk der Frauentalente“ und das beliebte Mitbringbufett.

Samstag, 02.11.2019:

Motto „Courage stärken!“ Demonstration, anschließend vielfältige Foren, die sich in ihrer Ausrichtung am Kampf der Frauen orientieren („Null Toleranz dem Mobbing“, „Omas gegen rechts treffen Rebellinnen“, „Mehr von uns ist besser für alle“, „Bergarbeiterfrauen aktiv“, „Refugees welcome“….). Abends parallel einfaches und günstiges Essen. Danach Candle-light-Cafe und viel Tanz und LiveMusik .

Sonntag, 3.11.2019:

„Auf zur 3. Weltfrauenkonferenz“ Nationales Vorbereitungstreffen,

Plenum zum Abschluss mit Rechenschaftslegung des Kämpferischen Frauenrats und der Wahl des neuen KFR.

Im Namen des Kämpferischen Frauenrats lade ich alle interessierten Frauen zu diesem wegweisenden Treffen ein. Jetzt kann jede auf den Charakter und den Ablauf des Ratschlags Einfluss nehmen. Jede/ jeder ist willkommen! Die Leitlinien unserer Zusammenarbeit und weitere Infos sind zu finden unter www.frauenpolitischerratschlag.de

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Anne Wilhelm

 

 

 

 

 

 




Bundesweites Vorbereitungstreffen für Frauenstreiktag 2019

Bundesweites Vorbereitungstreffen für die Organisierung eines Frauenstreiktages 2019 am 8.3.19.

Am 10./11. November findet in der Uni Göttingen ein bundesweites Vernetzungstreffen für einen Frauenstreiktag 2019 statt. Nach dem Vorbild des großen Frauenstreiktags 2018 in Spanien bereiten in vielen Städten Deutschlands (und auch in anderen europäischen Ländern) Frauen einen Frauenstreiktag vor. Das Vernetzungstreffen dient der bundesweiten Koordinierung.

Es beginnt am 10. Nov. um 11:00h und endet am 11.Nov. um 14:00h

Mehr Infos findet ihr unter https://frauenstreik.org/  hier kann man den Aufruf Frauen*streik am 8. März 2019 lesen.

Auf facebook https://www.facebook.com/events/327702347778223/
Das Vorbereitungsteam schreibt:
“Für die Planungen bitten wir um Anmeldung unter anmeldungfrauenstreik2019@riseup.net.
Bitte gebt an, ob ihr einen Schlafplatz und/oder Kinderbetreuung braucht und schreibt, wenn ihr weitere Dinge braucht.”

Susanne Bader, Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen

18. Oktober 2018

Neues zum Frauenstreiktag 2019 in Frankreich – unsere Weltfrau Gaby schreibt:

“In den letzten zwei Jahren war der 8. März in Frankreich bereits Frauenstreiktag ab 15 h und einige Minuten – entsprechend der niedrigeren Löhne und Gehälter der Frauen, sozusagen ab der Uhrzeit, wo sie umsonst arbeiten – verglichen mit den Löhnen und Gehältern der Männer.

Die Streikenden – nicht alle können sich das erlauben – ziehen durch Läden in kleineren oder grösseren Trupps durch Orte, wo es viele Frauenarbeitsplätze gibt und versammeln sich auf zentralen Plätzen in den großen Städten und Umgebung zu einer Kundgebung bevor die Demonstration losgeht.

Dieses Konzept gefiel sehr und wird sicher auch 2019 verwirklicht.

Gruss !   Gaby




Bundesweites Vorbereitungstreffen für die Organisierung eines Frauenstreiktages 2019 am 8.3.2019

Am 10./11. November findet in der Uni Göttingen ein bundesweites Vernetzungstreffen für einen Frauenstreiktag 2019 statt. Nach dem Vorbild des großen Frauenstreiktags 2018 in Spanien bereiten in vielen Städten Deutschlands (und auch in anderen europäischen Ländern) Frauen einen Frauenstreiktag vor. Das Vernetzungstreffen dient der bundesweiten Koordinierung.

Es beginnt am 10. Nov. um 11:00h und endet am 11.Nov. um 14:00h

Mehr Infos findet ihr unter https://frauenstreik.org/  hier kann man den Aufruf Frauen*streik am 8. März 2019 lesen.

Auf facebook https://www.facebook.com/events/327702347778223/
Das Vorbereitungsteam schreibt:
Für die Planungen bitten wir um Anmeldung unter anmeldungfrauenstreik2019@riseup.net.
Bitte gebt an, ob ihr einen Schlafplatz und/oder Kinderbetreuung braucht und schreibt, wenn ihr weitere Dinge braucht.”

Susanne Bader, Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen




Aufruf zum 1. September – Antikriegstag

Susanne Bader, Europakoordinatorin
der Weltfrauenkonferenzen
Deutschland

1. September 2018

Aufruf anlässlich des Antikriegstag in Deutschland

An die Frauen und Mädchen in Deutschland und Europa, der 1. September 1939 ist der Tag des Überfalls deutscher Truppen auf die Stadt Danzig in Polen. Im Namen des Kapitals und unter Befehlsführung Hitlers ging damit zum zweiten

Mal von deutschem Boden ein imperialistischer Krieg aus. Das Datum markiert den Beginn des II. Weltkriegs. Der Hitlerfaschismus mit seiner Barbarei kostete weltweit über 50 Millionen Menschen das Leben. Die Verbrechen des Faschismus haben sich tief in das Bewusstsein großer Teile der deutschen Bevölkerung eingegraben. Deshalb wurde der 1. September für Antifaschisten, Demokraten, Gläubige,Gewerkschafter uvm. zum Antikriegstag erklärt.

Auch für die kämpferische Frauenbewegung

Download vollständiger Aufruf   Aufruf Antikriegstag 2018




Iran – Aufruf zur gemeinsamen Aktion für den 8. März 2019!

Aufruf zur gemeinsamen Aktion!

Wenn ihr die Zwangsverschleierung (Hejab) durch die Frauen aufheben wollt,

Wenn ihr vereint den Frauenwiderstand der „Enghelab Straße“ gegen die Zwangsverschleierung verteidigen wollt,

Wenn ihr der Armut, Arbeitslosigkeit, Prostitution, Obdachlosigkeit, Feminisierung der Armut, Mittellosigkeit und … Totalausbeutung der Frauen ein Ende setzen wollt,

Wenn ihr all die diskriminierenden Gesetze und islamischen Strafmaßnahmen gegen Frauen aufheben wollt,

Wenn ihr die patriarchalen Strukturen des Kapitalismus in jeder Gestalt und an jedem Ort zerbrechen wollt,

dann kommt zusammen, am 8. März 2019 zur großen Demonstration der Frauenkampagne in drei Ländern, den Niederlanden, Belgien und Deutschland, anlässlich des vierzigsten Jahrestages des »Fünftägigen Aufstands der Frauen am 08. März 1979, gegen die Zwangsverschleierung«!

Warum?

Weil Frauen seit 39 Jahren wahrhaftigen Widerstand gegen die Zwangsverschleierung (Hejab) geleistet haben und aktiv gegen das frauenfeindliche Regime der islamischen Republik vorgegangen sind.

Weil die Frauen, in der derzeitigen Situation und im Zuge der Protestbewegungen der Arbeiter und benachteiligten Bevölkerungsschicht gegen Armut, Rechtlosigkeit,  Inflation,  Korruption, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Prostitution, Sucht, Perspektivlosigkeit, geschlechtsspezifische Benachteiligung, ethnische Diskriminierung, Klassendiskriminierung und …, durch die Enthüllung der Zwangsverschleierung einen wichtigen Widerstandsbeitrag gegen einen der Grundpfeiler der politischen Ideologie der islamischen Republik geleistet haben.

Weil die Frauen einen Hauptnerv der islamischen Republik getroffen haben, diesen bewusst herausgefordert und den 39-jährigen Widerstand gegen die Zwangsverschleierung zu einer öffentlichen Protestaktion gemacht haben.

Weil Frauen derzeit nicht nur ihre grundlegenden einfachen Rechte einfordern, nicht warten, nicht dulden, und nicht als „Bad-Hejab“ (nicht ausreichend verschleiert) sind, sie bitten nicht, sie verhandeln nicht, sie führen keine Kompromisse und … in Wirklichkeit haben sie den engen Radius des Aushaltens und der Reformierung dieser Theokratie durchbrochen; heute fordern sie die bedingungslose Freiheit in der Kleiderwahl und zeigen einen neuen Widerstand gegen die Zwangsverschleierung. Der erste Gegenschlag der islamischen Republik, der zum Zwecke der besseren Kontrolle Angst und Schrecken in der Bevölkerung verbreitete, erfolgte gleich drei Wochen nach ihrer Machterlangung unter dem Motto Zwangsverschleierung gegen die Frauen. Die Attacke der Gründer der islamischen Republik gegen die Frauen war kein Zufall.

Die Zwangsverschleierung wurde auf die ideologische Flagge der islamischen Republik geschrieben, um dem Staat ein Kontrollinstrument über den Willen, den Körper und die Bestimmung der Frau zu ermöglichen. Im Zuge dessen wurden diskriminierende Gesetze und islamische, strafrechtliche Sanktionen gegen Frauen verabschiedet; die Frauen waren die erste Kraft, die die Schritte der islamischen Fundamentalisten, die neu an die Macht gekommen waren, gespürt haben. Zehntausende revolutionäre und widerständige Frauen sind am 08. März 1979 zum Weltfrauentag für fünf Tage auf die Straße gegangen und haben gegen die Kleiderordnung protestiert und einen historischen Widerstand gegen den staatlichen Angriff auf die Frauenfreiheit und die Freiheit der Gesellschaft gezeigt. Und so haben sie den Keim für die Frauenbewegung geschaffen. Seitdem haben die Frauen sowohl vereinzelnd als auch in Gruppen, bewusst oder unbewusst, Widerstand gegen das Regime gezeigt. Der Widerstand der Frauen beschränkt sich nicht nur gegen die Kleiderordnung, sondern sie kämpfen auch für weitere Rechte wie Scheidungs- und Sorgerecht, Recht auf Bildung und Arbeit, Recht auf freie Partnerwahl, Recht auf homosexuelle Partnerwahl und ….

Wir wissen, dass sich der Frauenwiderstand im Iran nicht nur auf die Zwangsverschleierung beschränkt ist, sondern der Widerstand der Frauen ebnet den Weg für einen grundlegenden Kampf für Freiheit, Gleichberechtigung in allen wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Strukturen; es fordert die kapitalistisch-patriarchalen Verhältnisse heraus, in denen der Körper der Frau nur als Sexobjekt zählt.

Deshalb rufen wir alle nach Freiheit strebenden Frauen und Männer, Organisationen, Vereinigungen, oppositionelle und revolutionäre Parteien, alle Kräfte des Widerstandes und  antirassistischen Bewegungen, die Hoffnung auf ein Iran und eine Welt ohne Schrecken haben auf, sich anlässlich des vierzigsten Jahrestages des fünf-tägigen Aufstandes der Frauen im Jahr 1979,  der Kampagne der Frauen und den Reihen der Protestbewegung der Frauen im Iran anzuschließen: wir wollen gemeinsam gestärkt gegen den die Zwangsverschleierung und die Kontrolle über den Körper der Frau, gegen jegliche Bevormundung vorgehen, damit wir den Anschluss des revolutionären Widerstandes der Frauen am 8. März 1979gegen den die Zwangsverschleierung an den heutigen Widerstand der Frauen der Enghelab Straße verdeutlichen und der weltweiten Frauenbewegung offenbaren.

Schließt euch uns an, damit wir gemeinsam rufen „Ich habe das Recht auf die Kontrolle über meinen Körper, nicht die Religion, nicht der Staat und auch kein anderer!“, so werden wir den Weg für den Widerstand der Frauen und weiteren Bevölkerungsschichten zum Zwecke der kompletten Trennung der Religion vom Staat ebnen, und gemeinsam laut rufen, dass der erste Schritt für die Freiheit der Frau und allen Unterdrückten der revolutionäre Niedergang des Regimes der islamischen Republik ist.

Schließt euch unseren Reihen an, damit wir Tür und Tor gegen Opportunismus, Krieg und … Kapitalismus/Imperialismus und die Vereinnahmung des Widerstandes der Frauen und der Bevölkerung im Iran schließen. Der einzelne Widerstand in der Bevölkerung bleibt nicht ohne Anschluss. Der Widerstand der Arbeiter, Lehrkräfte, Lastträger, Studenten, ethnischen Gruppen, Frauen und … gegen das Regime der islamischen Republik muss zu einem Bündnis zusammenkommen, damit alle Mächte überwältigt werden.

Darum verfolgen wir weder den Diskurs zur „nationalen Versöhnung“ mit dem Regime der islamischen Republik, noch hoffen wir auf „die Güte“ der imperialistischen Kräfte; denn sie alle lügen. Diese beiden reaktionären Kräfte, mögen sich auch noch so unterschiedlich sein, stehen in keiner Relation zu den Interessen der Frauen und der Mehrheit der Bevölkerung.

Die Frauenbewegung ist eine globale Bewegung, daher fordern wir alle Frauen, Aktivistinnen und Frauenorganisationen weltweit auf, den Widerstand der iranischen Frauen gegen die Kleiderordnung und sexuelle Diskriminierung zu unterstützen und diesen Widerstand im Sinne der Interessen der Frauen und der Entfaltung der weltweiten Frauenbewegung fortzuführen.

Wir werden nicht dulden,

Wir werden uns nicht fügen,

Wir werden nicht bitten

Die Gesetze der Knechtschaft werden wir selbst aufheben

Das Gesetz zur Freiheit und Gleichberechtigung werden wir selbst verfassen

Die Zwangsverschleierung werden wir niederlegen

Die Zwangsverschleierung werden wir aus den Annalen der Gesellschaft löschen

Wir werden nicht aufgeben, bis wir unser Ziel erreicht haben!

Die Einzelheiten zur Protestroute in den jeweiligen europäischen Ländern werden wir zeitnah mitteilen!

 

Email:Karzar.zanan.2016@gmail.com

 

 

 

 

 

 

 

Kampagne gegen die staatliche, gesellschaftliche und häusliche Gewalt gegen Frauen im Iran

  1. Mai 2018

 




Weltfrauen aus Europa rufen auf zum 1. Mai „Ohne uns steht die Welt still!”

180424 Maiaufruf der Europakoordinatorinnen als PDF zum Download

Der 1. Mai ist seit der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela 2011 ein Kampftag der Weltfrauenbewegung. An diesem Tag sind wir über Ländergrenzen vereint in der Tradition der kämpferischen Frauen- und Arbeiterbewegung. Mit Würde und Stolz begehen wir diesen Tag der Arbeiterinnen und Arbeiter. “Ohne uns steht die Welt still!” Unter diesem Motto streikten 5,3 Millionen Frauen in Spanien am Internationalen Frauentag. Frauen managen das Gros der Hausarbeit, stellen die Pflege und Betreuung von Familienmitgliedern sicher. Sie sorgen für preisgünstige Nahrungsmittel, kochen, waschen, putzen – kurzum, sie verbrauchen Arbeitskraft ohne dafür bezahlt zu werden. Umgekehrt arbeiten Frauen in vielen europäischen Ländern ohne Sozial-, Kranken- oder Rentenversicherung. Sie stellen das Gros in Teilzeitarbeit und Minijobs. Sie zerreißen sich oftmals zwischen mehreren schlecht bezahlten Jobs und der Hausarbeit, Pflegearbeit und Kindererziehung. Selbst gut bezahlte Facharbeiterinnen in großen Monopolbetrieben können sich dieser Verantwortung für die Organisierung des Lebens nicht entziehen. Frauen sind in vielen europäischen Ländern Hauptbzw. Alleinverdienerinnen.

Und trotzdem: Frauen erhalten nach wie vor weniger Lohn bei gleicher Arbeit wie ihre männlichen Kollegen – Deutschland ist mit 22% Lohndiskriminierung Spitzenreiter in Europa vor Tschechien und Estland! Weltfrauen Europas fordern: Schluss mit dieser Form der doppelten Ausbeutung und Unterdrückung der Masse der Frauen. Wir fordern gleichen Lohn bei gleicher Arbeit. “Ohne uns steht die Welt still!” Europaweit gleichen sich die Programme der Regierungen: Einsparungen staatlicher Leistungen bei Kinderbetreuung, Gesundheitswesen, Bildung, sozialer Versorgung. Erhöhung des Rentenalters und der Massensteuern. Gleichzeitig bekommen die großen Konzerne großzügig Subventionen aus Staatskassen, Korruption und Gewalt gegen streikende und kämpfende Frauen und Männer nimmt zu. Die rechten und faschistoiden Kräfte in Europa werden immer dreister weil die Regierungen ebenfalls nach Rechts gerückt sind. Die Kirchen fordern jeglichen Schwangerschaftsabbruch zu verbieten, Frauenärzt*innen werden kriminalisiert. Gleichzeitig sind die Kriegsverbrechen gegen Frauen durch Massenvergewaltigung nach wie vor frei während ihre Opfer für ihr Leben gezeichnet sind. Weltfrauen Europas fordern: Schluss mit der Umverteilung von unten nach oben. Freie Entscheidungen von Frauen und Mädchen. Keinen Fußbreit faschistischen Kräften! Wehret den Anfängen. “Ohne uns steht die Welt still!” rufen Frauen in vielen Ländern Europas selbstbewusst. Ihre Wut und der Unmut richten sich immer öfter gegen Regierungen, Staat und rechte Politik. Besonders junge Frauen stehen auf und fordern ihre volle Gleichberechtigung. So in den Warnstreiks für Tariferhöhung und Anerkennung ihrer Arbeit in Industrie und öffentlichen Einrichtungen, für eine Rente in Würde, für die freie Entscheidung zu Kindern, für staatliche Versorgung, Vollzeitarbeitsplätze und Tariflöhne. Besonders am Herzen liegt der kämpferischen Frauenbewegung der Schutz der natürlichen Umwelt und der Weltfrieden. Weltfrauen Europas fordern: Schluss mit der Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Schluss mit imperialistischen Kriegen. Der Kampf für Demokratie und Freiheit und Frauenrechte in Rojava muss leben. “Ohne uns steht die Welt still!” Organisiert sind wir eine Kraft! Nur organisiert werden wir eine gesellschaftsverändernde Kraft! Deshalb: Frauen, Mädchen – organisiert euch in eurem Land in der kämpferischen Frauenbewegung. Werdet Weltfrauen. 1919 Jahren haben unsere Ahnen das Wahlrecht erstritten. 2018 diskutieren Weltfrauen über Wege und Ziel der Befreiung der Frau. Für eine lebenswerte Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung – für die Befreiung der Frau.




Erklärung der südafrikanischen Landfrauen zum Internationalen Frauentag 2018

Erklärung der Südafrikanischen Landfrauen-Vereinigung zum Internationalen Frauentag, 8. März 2018 

Heute, am 8. März, findet der Internationale Frauentag statt. Es ist ein historischer Tag, der vor 100 Jahren mit den Kämpfen armer Frauen für den 8-Stunden-Arbeitstag und für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen begann und  der als ein solcher in Erinnerung bleiben muss. Der Internationale Frauentag hat sich im Laufe der Jahrzehnte als Tag für die anhaltenden Kämpfe um existenzsichernde Löhne, gegen Gewalt an Frauen, für Frauenrechte und vor allem gegen das Patriarchat etabliert.

Obwohl inzwischen mehr als 100 Jahre vergangen sind, hat sich seitdem noch nichts Grundlegendes verbessert für Frauen und Mädchen, die auf dem Land leben. Frauen und Mädchen in ländlichen Gebieten der Südafrikanischen Entwicklungskonferenz spielen eine entscheidende Rolle für die Verbesserung der ländlichen Lebensgrundlagen, für das allgemeine Wohlbefinden derer, die auf dem Land leben. Trotzdem erfahren sie wachsende Ungleichheit und sind oft an vorderster Front betroffen, wenn es um die Geringschätzung und Vertreibung infolge des zunehmenden Landraubs in der Region geht, sie haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sind Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt.

All diese Herausforderungen ergeben sich aus der Verbindung der ländlichen Regionen Afrikas und der Verbindung zum Patriarchat und dem Kapitalismus. Dieses System von Patriarchat und Kapitalismus ordnet sich sowohl die Frauen wie auch die Natur unter. Es ist rücksichtslos und gewalttätig, Frauen und Mädchen aus den ländlichen Gebieten zu enteignen, zu unterdrücken und zu vertreiben.

In diesem Jahr wird die Vereinigung der ländlichen Frauen an der UN-Kommission für die Gleichstellung der Frauen (CSW) teilnehmen, um die Situation der Frauen und Mädchen auf dem Land in Afrika zu beleuchten. Das Thema für das diesjährige 62. CSW sind die Herausforderungen und die Chancen zur Erreichung der Gleichstellung und Stärkung der Frauen und Mädchen in ländlichen Gebieten.

Im südlichen Afrika bearbeiten Millionen von Frauen das Land, sind die vielen Produzenten von Lebensmittel für die Haushalte und für die lokale Wirtschaft, aber das Land besitzen sie nicht.

Land und Wasser sind untrennbar miteinander verbunden. Frauen von Ländern niedriger oder mittlerer Einkommen, die auf dem Land leben, tragen eine große Last für das Wasserholen. Eine Studie, die Zeitaufwand und Wasserarmut in 25 Sub-Sahara-Ländern verknüpft, schätzt, dass Frauen mindestens 16 Millionen Stunden pro Tag mit Trinkwasser-Wasserholen verbringen,  Männer 6 Millionen und Kinder 4 Millionen.1 Dies steht im krassen Gegensatz zu Mittelklasse-Frauen in Ländern mit hohem Einkommen, die lediglich den Wasserhahn aufdrehen müssen, der mit der städtischen Wasserversorgung verbunden ist, häufig noch zu subventionierten Wasserpreisen.

Die Arbeit und die Beiträge für die Pflege von Frauen in ländlichen Gebieten bleiben unsichtbar. Wir Frauen auf dem Land setzen mehr Zeit für die reproduktive Arbeit ein als die Frauen in der Stadt und als die Männer, dies schließt Zeit für das Wasserholen und die Brennholz-Beschaffung mit ein, die Pflege der Kinder und der Kranken und für das Produzieren und Verarbeiten von Nahrungsmitteln.

Speziell die Arbeit auf dem Land subventioniert den Staat, der jedoch im Gegenzug sehr wenig staatliche Dienstleistungen bietet und der schlechte bis gar keine Infrastrukturentwicklung leistet.

Gewalt gegen Frauen bleibt ein großes Problem und hat ein hohes Ausmaß erreicht, speziell für Frauen auf dem Land. Frauen auf dem Land sind unter anderem Opfer von häuslicher Gewalt, die oftmals nicht angezeigt wird, weil es im privaten Bereich des Haushalts geschieht. Auf dem Land sind auch die Körper der Frauen Ziel der Gewalt geworden.

Während wir für eine bessere Situation auf dem Land kämpfen, halten wir zugleich auch unseren Wert für die Gesellschaft hoch und wissen, dass die Welt von unserer Abriet, unserer Kreativität und unseren Visionen getragen wird.

Wir sind solidarisch mit den Frauen und Mädchen, die in ländlichen Gebieten leben und würdigen die entscheidende Rolle, die sie für das Wohlergehen der Region der Südafrikanischen Entwicklungskonferenz spielen!

Für weitere Informationen:

Mercia Andrews

+ 27 21 685 3033

Download Erklärung in Englisch:  180308 RWA_Erklärung zum 8. März_IWD STATEMENT_FINALErklärung