Philippinen: Warum ein “Vergewaltigungs-Witz” kein Witz ist

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Bürgermeister Rodrigo Dutertes Vergewaltigungswitz, der nach Unsensibilität und Machoismus stank, hat viel Wut und Verärgerung der Öffentlichkeit hervorgerufen. Und obwohl eine Entschuldigung bereits erfolgte, kann nicht abgestritten werden dass Dutertes Bemerkungen in der Verbindung mit der Gruppenvergewaltigung der australischen Missionarin Jaqueline Hamill 1989, Wunden des Missbrauchs geöffnet hat. Seine Aussagen sind eine deutliche Manifestation der Kultur des Machoismus, welche die Gewalt an Frauen ständig aufrecht hält.

Aber mehr noch als gegen diesen „Vergewaltigungs-Witz“ muss sich solche Wut und Empörung gegen die Kultur der Straflosigkeit und Gewalt gegen Frauen richten. Eine solche Kultur der Straflosigkeit ist verantwortlich für die Diskriminierung, die Frauen erleiden und macht sie verletzbarer gegenüber den verschiedenen Formen des sexuellen Missbrauchs. Es ist eben diese Straflosigkeit, die dafür verantwortlich ist, dass eine regelrechteVergewaltigungskultur gefördert und toleriert wird.

 

Unter der Aquino Regierung sind allein in den letzten 6 Jahren die Vergewaltigungsfälle um 92% gestiegen, während die Fälle von häuslicher Gewalt sogar um 219% und die von sexueller Belästigung um 136% gestiegen sind. Von 2010 bis 2015 haben mehr als einhundert weibliche Opfer von Gewalt unsere Hilfe gesucht, in deren Fälle Autoritätspersonen, beispielsweise von der Polizei oder dem Militär, involviert waren. Es hilft nicht weiter, dass die Mühlen der Justiz noch immer sehr langsam mahlen und das Gerichtssystem insgesamt frauenunfreundlich ist.

 

Das Aufstandsbekämpfungsprogramm der Aquino Regierung,  Oplan Bayanihan, nach dem Muster des US-Aufstandsbekämpfungs-Leitfade  ,um die Herzen und die Köpfe der Menschen zu gewinnen, beinhaltete das Umwerben von Frauen, Belästigungen und sogar Missbrauch von Frauen in ihren Gemeinden.

 

Ebenfalls unter der Aquino Administration wurde das erweiterte Verteidigung-Kooperations-Abkommen unterzeichnet, welches die Philippinen als Spielplatz für US-Truppen frei gab und philippinische Frauen und Mädchen zum Spielzeug für die Soldaten machte, das während Pausen und Freizeitphasen immer zum Spielen zur Verfügung stehen mussten.

 

Eine solche Kultur der Straflosigkeit durch die Aquino Regierung ist auch verantwortlich für die Diskriminierung der LGBT Gemeinschaft. Diese Straflosigkeit brachte Jennifer Laude um.

 

Die Daang Matuwid Regierung sorgte für Vergewaltigungen und andere Formen von Gewalt an Frauen durch ihre Wirtschaftspolitik, die Frauen und ihre Familien noch weiter in die Armut trieb, die wiederum zu solcher Gewalt führt. Tatsächlich zeigen Statistiken, dass Regionen mit den höchsten Missbrauchsraten auch die Armutsstatistiken anführen und für Desaster und Katastrophen anfällig sind.

 

Aquino ist letztendlich verantwortlich für diese Straflosigkeit und sie wird zweifellos anhalten wenn wir dem Erben der Daan Matuwid erlauben in dieser Wahl zu siegen. Es muss als Herausforderung für die anderen Präsidentschaftskandidaten aufgefasst werden dies zu beenden, indem Plattformen gefördert werden, die Programme und Strategien gewährleisten, die Armut und Gewalt gegen Frauen zum Thema machen.

 

Redaktion für Öffentlichkeitsarbeit

GABRIELA Frauenverband

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