Abtreibung in Argentinien: Eine erste Etappe ist gewonnen!

Abtreibung in Argentinien: Eine erste Etappe ist gewonnen!

Pressemitteilung des Weltfrauenmarsches 2000 

Der Gesetzentwurf für eine Legalisierung der Abtreibung wurde nach mehr als 20 Stunden Diskussion von der Abgeordnetenkammer angenommen. Zehntausende Frauen hielten sich während der Debatte rund um den Kongress auf unter dem Slogan :”Legale Abtreibung im Krankenhaus”.

Regierung und Kirche hatten zu einer Gegendemonstration der Abtreibungsgegner aufgerufen. Um “Entgleisungen” zu vermeiden, mussten beide Seiten auf jeweils verschiedenen Seiten demonstrieren: Abtreibungsgegner in blau rechts vom Kongress, die “grüne Flut” mit zehntausenden Frauen auf der Linken, mit allen Organisationen der argentinischen Linken. Ein paar hundert von den anderen: offensichtlich mag die katholische Rechte die Kälte des Winters nicht.

Jetzt gilt es, sich auf die zweite Schlacht vorzubereiten: die Diskussion des Gesetzes im Senat. Der Kampf wird hart werden, denn die Befürworter des Gesetzes sind gegenwärtig in der  Minderheit. Präsident Macri hat versprochen, dass er, auch wenn er gegen die Abtreibung sei, die Entscheidung des Kongresses akzeptieren und kein Veto einlegen werde, wenn das Gesetz den Senat passiert.

(Pressemitteilung des Weltfrauenmarschs in Frankreich, Juni 2018)

 

 




Argentinien: Mobilisierung in grün – für sexuelle Aufklärung für Verhütungsmittel und Straffreiheit bei Schwangerschaftsabbruch

Basierend auf der französischen Version:

Der Weltfrauenmarsch ruft auf :

… wenige Tage vor der Abstimmung im Kongress Argentiniens über die Legalisierung der Abtreibung

Mobilisierung in grün – für sexuelle Aufklärun,g für Verhütungsmittel und Straffreiheit bei Schwangerschaftsabbruch

Solidarität auch mit der mexikanischen Frauenaktivistin Susana Chavez, die den Slogan « Nicht eine Frau mehr, nicht eine Tote mehr » 1995 ausgegeben hatte und die 2011 ermordet wurde. Doch ihr Kampf wächst weiter während all der Jahre – heute weltweit bekannt « Nicht eine weniger ! »




Solidarität mit den Familien der getöteten peruanischen Bergleute

Frauenverband Courage, Bergarbeiterfrauen-AG,

Ingrid Dannenberg, Carl-Duisberg-Str. 8, 45772 Marl, Tel. 02365-44027 und
Seyran Cenan, Steinmetzstr. 1, 44629 Herne, Tel. 02323-27003

An die Angehörigen und die Bergleute in Peru

Liebe Angehörige und Bergleute,

wir Bergarbeiterfrauen und Freundinnen des Bergbaus aus der Bergarbeiter-AG im Frauenverband Courage trauern mit euch um die beiden getöteten Bergarbeiter. Wie wir erfahren haben, verloren sie ihr Leben durch das Einatmen von Gas. Wir möchten euch unser tiefes Mitgefühl und unsere Solidarität überbringen.

Wir fordern die Bergwerksleitung und die Experten für Arbeitssicherheit auf, ihre Beschuldigung, dass die Bergleute an ihrem Tod selbst schuld seien, sofort zurückzunehmen. Und notwendigen Maßnahmen einzuleiten, um den Tod von weiteren Bergarbeitern zu vermeiden. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Wir fordern, dass die Familien der getöteten Bergleute weiter Unterhalt bekommen, dass sie würdig leben können.

Wir wollen nicht jeden Tag um das Leben der Kumpel irgendwo auf dieser Welt bangen, nur weil insbesondere heute unter den Bedingungen der Verschärfung des Konkurrenzkampfes um die Rohstoffe die Arbeitssicherheit nicht mehr zählt.

Wir Bergarbeiterfrauen stehen auf, um gemeinsam mit den Bergarbeiterfrauen in aller Welt für eine lebenswerte Zukunft für unsere Männer, Kinder und Jugend zu kämpfen.

In diesem Sinne ein herzliches Glück Auf an die Bergleute und ihre Angehörigen.

Bergarbeiterfrauen-AG im Frauenverband Courage

Download:
171104 Solidarität mit den Familien der getöteten peruanischen Bergleute




Solidaritätsbrief an die Familien ermordeter mexikanischer Bergarbeiter

Frauenverband Courage, Bergarbeiterfrauen -AG

c/o Ingrid Dannenberg, Carl-Duisberg-Str. 8, 45772 Marl, Tel. 02365-44027 und Seyran Cenan, Steinmetzstr. 1, 44629 Herne, Tel. 02323-27003

An:  SNTMMSRM

An die Familien der ermordeten mexikanischen Bergarbeiter und ihre Kollegen,

Liebe Angehörige und Bergleute,

wir Bergarbeiterfrauen und Freundinnen des Bergbaus aus der Bergarbeiter-AG im Frauenverband Courage trauern mit euch um die beiden ermordeten Bergarbeiter. Wie wir erfahren haben, wurden sie von Schlägertruppen der CTM umgebracht. Wir möchten euch unser tiefes Mitgefühl und unsere Solidarität überbringen.

Wir fordern Regierung und Bergwerksleitung auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und zu bestrafen.

Wir fordern, dass die Familien der ermordeten Bergleute weiter Unterhalt von dem Minenbetreiber bekommen, dass sie würdig leben können.

Wir wollen nicht jeden Tag um das Leben unserer Männer und Söhne irgendwo auf dieser Welt bangen. Nur weil in vielen Ländern der Welt die gewerkschaftlichen Rechte der Bergarbeiter angegriffen und Arbeiter und Gewerkschafter auf Anweisung des Industrie- und Finanzkapitals zunehmend bedroht oder ermordet werden.

Wir Bergarbeiterfrauen stehen auf, um gemeinsam mit den Bergarbeiterfrauen in aller Welt für eine lebenswerte Zukunft für unsere Männer, Kinder und Jugend zu kämpfen.

In diesem Sinne ein herzliches Glück Auf an die Bergleute und ihre Angehörigen.

für die Bergarbeiterfrauen-AG im Frauenverband Courage

Ingrid Dannenberg und Seyran Cenan

Download:
171124_Soli-Brief an Familie ermordeter mexikanischer Bergarbeiter

 

 

 

 

 

http://fvcourage.de/




Grußwort aus Lateinamerika an die WFK 2016

GRUSSWORT AN DIE 2. WELTFRAUENKONFERENZ, KATHMANDU, MÄRZ 2016 Delegierte aus Peru

AN UNSERE GENOSSINNEN UND SCHWESTERN ALLER KONTINENTE!

Wir Frauen Lateinamerikas grüßen die 2. Weltfrauenkonferenz, die vom 8.-13. März in Kathmandu in Nepal stattfindet. Wir hoffen, dass alle, die sich dort in einer Atmosphäre der Demokratie und innigen Freundschaft versammelt haben, über die enormen, uns betreffenden Probleme diskutieren und die Erfahrungen austauschen können sowie sich über alle Kämpfe und Aktionen, die gegen das patriarchalische und kapitalistische System und für die Befreiung der Frau geführt wurden, informieren können.

Wir wollen zum Ausdruck bringen, dass wir Frauen Lateinamerikas und der Karibik seit dem Kampf um die Unabhängigkeit gegen den Kolonialismus aktiv am historischen Aufbau und Entwicklung unserer Völker teilgenommen haben, wie z.B. Micaela Bastidas, Juana Azurduy, Manuela Sáenz, María Trinidad Sánchez und Tausende anonymer Kämpferinnen, die wir verehren.

Schon im 20. Jahrhundert traten wir in die Fußstapfen der revolutionären Frauen wie Clara Zetkin, Rosa Luxemburg, die Märtyrerinnen der Textilfabrik Cotton in den USA, zu deren Gedenken der 8. März als Internationaler Tag der werktätigen Frauen eingeführt wurde. Im späteren 20. Jahrhundert ehren wir auch die Märtyrerinnen wie Olga Benario, Lolita Lebrón, Azucena Villaflor, Rosita Paredes und noch viele mehr, die für die Forderung der Frauen- und Völkerrechte gestorben sind.

Neben der engen Verbindung durch eine gemeinsame Geschichte, durch soziale, wirtschaftliche und sprachliche Merkmale, den antikolonialen und antiimperialistischen Kampf und gegen die Unterdrückung der herrschenden Nationalbourgeoisie sind unsere Länder eng vereint auf der Suche nach einer Zukunft und Vision tiefgreifender Veränderungen, die uns die Befreiung und endgültige Unabhängigkeit bringen.

Wir Frauen sind am stärksten von diesem ungerechten und repressiven System betroffen. Wir kämpfen gegen doppelte Ausbeutung und Unterdrückung, gegen Gewalt an Frauen, gegen Diskriminierung von Altersgruppen und aus ethnisch-kulturellen Gründen, für eine Sexualerziehung und Aufklärung über Reproduktion, um Kontrazeptiva kennenzulernen und sich dafür zu entscheiden, um eine Abtreibung zu verhindern sowie für eine legale Abtreibung, um tödliche Folgen zu vermeiden.

Ebenso kämpfen wir für die Schließung internationaler Netzwerke des Menschenhandels, die Frauen, Mädchen und Jungen zur Prostitution und zum Drogenhandel zwingen, d.h. Netzwerke, die in Komplizenschaft mit den kapitalistischen und patriarchalischen Staaten bestehen und den imperialistischen Zielen untergeordnet sind; für das Recht auf Arbeit, gegen jegliche Art der Übergriffe am Arbeitsplatz, für gleichen Lohn für gleiche Arbeit, für die Sicherstellung der Ernährung, für eine qualitativ hochwertige Bildung und Beseitigung des Analphabetismus der Frauen, für ein staatliches Gesundheitswesen, gegen jegliche Art der Diskriminierung, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für die Anerkennung der ethnischen und indigenen Volksgruppen.

Besonders wichtig ist in unseren Ländern der Kampf um das Recht der Bäuerinnen und Bauern auf Land und Garantie der Produktionstätigkeit, um die sozialen Dienstleistungen für die Kinder der arbeitenden Frauen, besonders um Betreuungs- und Aufsichtseinrichtungen für Kinder und um die Herabsetzung des Rentenalters für Frauen.

Für die volle Anerkennung der politischen Mitarbeit und Teilnahme, für Zugang zu Bildung, Kultur, Erholung, Sport der Jugendlichen gegen die Geißel von Drogen und gegen die imperialistische Entfremdung und für die freie Organisierung.

Heute sind wir Frauen auch vom Kapitalismus ausgeschlossen. In Lateinamerika trifft uns die Wirtschaftskrise hart mit starken Währungsabwertungen und hoher Inflationsrate und verschärft so die Lebensbedingungen unserer Völker. Die Zuspitzung in den letzten vier Monaten hat unsere Möglichkeiten, bei der Konferenz anwesend zu sein, erschwert, jedoch fühlen wir uns als Teil der Konferenz und wünschen viel Erfolg.

Wir werden das Material und die Schlussfolgerungen der Konferenz aufmerksam verfolgen und verpflichten uns, den Kampf und die internationale Zusammenarbeit unter den Frauen weiter zu entwickeln.

Schwesterliche und laute Grüße aus Lateinamerika und der Karibik

März 2016

 

Cecilia Jaramillo Ecuador
Susana Galli Argentina
Zulma Rojas Suarez Colombia
Indira Xavier Brasil
Rosemary Villca Casas Perú
Alicia Fernandez Uruguay
Luz Eneida Garcia Santo Domingo




European Coordinators Greetings

Dear World Women! Greetings European Coordinators

Wishing you a wonderful militant year 2016
for the women of the world!

Liebe Weltfrauen!

Auf ein wundervolles, kämpferisches Jahr 2016
für die Frauen der Welt!

Queridas mujeres del mundo!

Por un ano 2016 fantástico y luchador
para las mujeres de todo el mundo!

Chères femmes mondiales!

Pour une année 2016 merveilleuse et militante pour les femmes du monde!

Your European Coordinators

Eure Europakoordinatorinnen

Vuestras Coordinadoras Europeas

Vos Coordinatrices Européennes

Halinka Augustin & Monika Gaertner-Engel

Download Greeting Card
European Coordinators Greetings Gruesse Salutation Saludos 2016




Weihnachts- und Neujahrsgrüße aus Kolumbien

50 Jahre Widerstand
50 Jahre Widerstand

 

 

 

 

 

 

Das Arbeitsteam für die Bildungsforderung und soziale Forschung der Gewerkschaft CEDINS sendet und Weihnachts- und Neujahrsgrüße. Sie schreiben weiterhin: “Lass uns weiterhin arbeiten und kämpfen für eine lebenswerte Zukunft“




Lateinamerika: Nicht Klimawechsel, sondern Systemwechsel!

Korrespondenz aus Ecuador von Cecilia Jaramillo, Kontinentalkoordinatorin für LateinamerikaFrauen für Weltklima Peru zur Vorbereitung der WFK in Nepal 2016.

Im Rahmen des Gipfeltreffen für die Umwelt  in Peru berichtet sie, dass sie dort sehr aktiv waren schon vorab. In Ecuador wurde ein Vertreter der Indigener ermordet dabei ermordet. Auf jeden Fall haben Frauen aus Peru, Bolivien, Brasilien, Kolumbien und Ecuador an den wunderbaren Aktionen in demonstriert und Forderungen gestellt, wie „Nicht Klimawechseln sondern Systemwechsel“.

Wer mehr erfahren möchte kann unter: You Tube, Stichwort:  “El pueblo organizado a una sola voz! Marcha de los Pueblos del Mundo”.

Auch die Frauen aus Perú, Bolivien, Brasilien und Kolumbien waren in diesem Zusammenhang aktiv.

Das kann man in Filmen auf You Tube anschauen,

Stichwort:  “El pueblo organizado a una sola voz! Marcha de los Pueblos del Mundo”.

Zum Beispiel:

https://www.youtube.com/watch?v=6ShSf3Hx_ME

und viele mehr.

 




Solidarität mit Maxima Acuna!

Máxima Acuña lässt sich nicht von den Bedrohungen einschüchtern und kämpft mutig um ihr Land

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes, maxima-braucht-dich-neu

Südamerikas größtes Bergbauunternehmen Yanacocha plant eine neue Goldmine errichten. Doch die Einwohner wie die Bäuerin Máxima Acuña sind gegen das gigantische sogenannte Conga-Projekt. Die Peruanerin lebt mit ihrer Familie auf dem Land, das Yanacocha für den Goldabbau verwüsten will.

Weil die Bäuerin sich weigert, Haus und Hof zu verlassen, wurde sie von der Goldfirma wegen angeblicher Landbesetzung angezeigt. Am 5. August 2014 verurteilten die RichterMáxima Acuña zu fast drei Jahren Gefängnis und der Zahlung einer hohen Geldstrafe an die Goldminenfirma. Auch das Haus und Grundstück der Bäuerin soll nun geräumt werden.

Die Menschen in Peru bitten um unsere Hilfe. Bitte unterstützen Sie Máxima Acuñaund ihre Familie und unterschreiben Sie die Petition an die peruanische Regierung:

https://www.regenwald.org/aktion/965/peru-goldminenkonzern-gegen-mutige-baeuerin

 




Bericht über die mörderische Gewalt gegen Frauen in Lateinamerikas und der Karibik

Aus der Dominikanischen Republik erreichte uns ein Bericht zum 25. November 2012, dem ermordete Fraueninternationalen Weltfrauenkampftag. Es gibt hier eine kurze Zusammenfassung auf Deutsch:

Bericht über die mörderische Gewalt gegen Frauen in zehn Ländern Lateinamerikas und der Karibik

Zusammenfassung des Artikels von José Rafael Sosa vom 24.11.2012 aus EL Nacional:

Laut einem offiziellen Bericht der Beobachtungsstelle zur Gleichstellung der Geschlechter in Lateinamerika und der Karibik steht die Dominikanische Republik an erster Stelle einer Aufstellung über die Anzahl der Frauenmorde im Jahr 2011. Demnach wurden 2011 in neun Ländern Lateinamerikas und zwei der Karibik 436 Frauen ermordet.

Dieser Bericht beurteilt die Tötung von Frauen durch ihren Partner oder Ex-Partner als eine der schlimmsten Erscheinungsformen der Gewalt gegen Frauen. Die Regierungen seien verpflichtet, Anstrengungen zu unternehmen, um das Ausmaß dieser Erscheinung zu erfassen.

Am Erscheinungstag des Artikels haben Hunderte Frauen aus vielen Teilen des Landes gegen jegliche Form der Gewalt demonstriert. Ihr Protest richtet sich gegen ein Gesetzesvorhaben,  wesentliche Paragrafen im Strafgesetzbuch zu streichen, welche die Strafen für Inzest und Gewalt gegen Frauen regeln.