Gedenken an Auschwitz muss Mahnung für Heute sein!

Susanne Bader, Europakoordinatorin / Deutschland

  1. Januar 2020

Am 27. Januar 1945 wurden die Konzentrationslager von Auschwitz in Polen von der Roten Armee befreit. Etwa 1,5 Millionen Menschen waren dort zwischen 1940 und 1945 durch die Hitlerfaschisten systematisch ermordet worden.

Auschwitz steht für mehrere Lager in denen Polen, Tschechen, russische Kriegsgefangene, Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen, Roma uvm gefoltert und ermordet wurden.

Ende 1940 hatte das Unternehmen IG Farben, damals der größte Chemiekonzern der Welt, den Bau eines neuen Werks für synthetisches Benzin und Gummi beschlossen – in Auschwitz mit Zwangsarbeitern aus dem Lager.

Das Lager Auschwitz-Birkenau wurde 1941 errichtet als Vernichtungslager für Juden.

Seit 1996 ist der 27. Januar Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus.

Für mich bedeutet Gedenken auch Mahnung und Verantwortung für Heute und Morgen. Als Europakoordinatorin aus Deutschland liegt mir deshalb der „Erfurter Aufruf“ am Herzen:

Es ist der kleinste, aber ein dringend notwendiger gemeinsamer Nenner!

Macht mit, unterzeichnet den Aufruf für eine engere, überparteiliche Zusammenarbeit auf antifaschistischer Grundlage – denn:

„Im Bewusstsein unserer Geschichte haben wir besondere Verantwortung. Die Anfänge, denen wir wehren müssen, haben schon begonnen“. (Erfurter Aufruf)

Ihr könnt den Aufruf hier unterzeichnen:

www.frauenpolitischerratschlag.de

 

***

Erfurter Aufruf:

  1. Frauenpolitischer Ratschlag in Erfurt – 03.11.2019

 Es ist der kleinste, aber ein dringend notwendiger gemeinsamer Nenner!

Angesichts der Rechtsentwicklung vieler Regierungen und angesichts des Erstarkens faschistoider, faschistischer und rassistischer Parteien wie der AfD innerhalb der Gesellschaften, sehen wir Frauen die Notwendigkeit: Lasst uns als Teil der bereits existierenden antifaschistischen Bewegung bewusst und noch besser überparteilich zusammenzuarbeiten, um der faschistischen Gefahr etwas entgegen zu setzen.

Das propagierte rechte Gedankengut zielt auf ein Rollback gegen die bereits erkämpften Fortschritte für die Frauen in unserer Gesellschaft.

Lasst uns jetzt ein Zeichen setzen – und zwar ein deutliches!

Wir erklären, dass wir uns im Hinblick auf politische Inhalte in vielen Punkten nicht einig sind.

Wir erklären, dass wir diese Widersprüche nicht verwischen werden – und darüber weiter diskutieren und streiten werden.

Aber wir erklären auch, dass das alles kein Grund ist, in dieser Situation nicht
gemeinsam dazu unsere Stimme zu erheben, worüber wir uns einig sind:

Wir stehen gegen ultrareaktionäre, faschistoide und faschistische Kräfte. Wir stehen für fortschrittliche, demokratische und konsequent antifaschistische Werte und Politik. Wir wenden uns gegen die Verharmlosung der Gefahren von rechts. Wir stehen solidarisch mit Migrantinnen und Migranten, und wir wissen (frei nach Maria Noichl): „Mit den Braunen kommt der Krieg!“

Im Bewusstsein unserer Geschichte haben wir besondere Verantwortung. Die Anfänge, denen wir wehren müssen, haben schon begonnen.

Trotz dieser Erfahrungen und vieler antifaschistischer Menschen in allen demokratischen Parteien ist es auf Parteiebene bzw. über die Grenzen von Organisationen und Institutionen hinweg immer noch schwer, überparteilich zusammen zu arbeiten. Immer wieder gibt es Spaltung, unzureichende Zusammenarbeit im antifaschistischen Kampf oder sogar „Kritik“, wenn man neue Wege der Zusammenarbeit geht. Das akzeptieren wir nicht mehr! Weil wir diese Situation ernst nehmen und auch weil wir wissen, dass wir nur in der Überwindung der Spaltung stark sind.

Wir wollen nicht in 5, 10 oder 20 Jahren zurückblicken und feststellen, dass wir es wieder nicht rechtzeitig verstanden haben, eine breite antifaschistische Einheit zu bilden. Deshalb machen wir Frauen heute einen Anfang.

Wer zurück will, der muss erst mal an uns vorbei!

Wir setzen auf viele weitere Unterzeichnerinnen aus Parteien und anderen Institutionen – aber auch darüber hinaus!

  • Zeynep Caliskan, YENI KADIN – Neue Frau
  • Ruth Dahl, SPD-Mitglied, im Vorstand der AsF des Saarpfalz-Kreises
  • Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD, Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands
  • Brigitte Rücker, Rüsselsheim, Stadtverordnete von DIE LINKE/Liste Solidarität
  • Yvonne Fegert, Vorsitzende des ver.di Frauenrats Saar-Trier
  • Alrun Fischer, IG Metallerin aus Dresden, Beratung für Betriebsräte
  • Karin Linnemann, Dortmund, Mitglied in DIE LINKE, Courage, DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft-Verband der Kriegsdienstgegnerinnen) und Bündnis Dortmund gegen Rechts
  • Zaman Masudi, Mitglied in DIE LINKE, Hamburg
  • Sabine Zimmer, Berlin, ver.di, ehemalige Gewerkschaftssekretärin Fachbereich Handel
  • ADKH, Demokratische Frauenbewegung in Europa

Sowie*:
Frauenverband Courage e. V. Ortsgruppe Essen; Jürgen Riflin, Recklinghausen; Christine Schaaf; Ruth Rath; Sonja Ringer, Eisenach; Linda Weißgerber, Wuppertal, Frauenverband Courage/Mitarbeiterin Redaktion; Gerlinde Rupprecht, Ver.di, Nürnberg; Astrid Miederer-Madani, Nürnberg; Gabriele Schmücker, Nürnberg; Waltraut Bleher, Mitglied des Bundesvorstandes von Solidarität International e. V; Marion Schmidt, Vorstandsfrau INTER-BÜNDNIS München, Mitglied VVN/BDA, München; Kämpferisches Frauenbündnis Köln; Aline Gottschalk, Ver.di Augsburg; Astrid Urbank, Umweltgewerkschaft Augsburg;  Ute Kellert, Bundesvorstand von Solidarität-International e. V., Duisburg; Artur Wailersbacher, Hirschaid; Bernhard Trautvetter, Essen, Essener Friedensforum; Platform Wereldvrouwen, Niederlande; Halinka Augustin, Europakoordinatorin Weltfrauenkonferenz, Niederlande; Sabina Fillinger, Wuppertal; Carola Horn, Mitglied in VVN BdA, Bündnis Bochum gegen Rechts, Friedensplenum Bochum, Courage, Ver.di; Annegret Seufert, Nürnberger Menschenrechtszentrum e. V.; Topuz Ulker, IG-Metall; Frauenverband Courage e. V., Bundesvorstand; Ruth Rieß, Ovelgönne; Marion Kolbe, Frauenverband COURAGE und GEW, Wuppertal; Stefanie Jahn, 1. Bevollmächtigte IG Metall Oranienburg und Potsdam; Astrid Knüttel, Projektleiterin Projekt Zukunft Ost, IG Metall Vorstand; Antje Blöcker, Undogmatische Linke in der IG Metall; Franziska Wolf, Gewerkschaftssekretärin IG Metall Jena-Saalfeld und Gera; Sissy Morgenroth, Ver.di-Mitglied, Beratung für Betriebsräte Dresden; Silke Sachse, Beratung für Betriebsräte, Dresden; Kristin Sachse, Leipzig; Heike Marx, Ortsfrauenausschuss IG Metall Nordhausen; Bettina Davids, Betriebsrätin und aktive Gewerkschafterin in der IG BCE; Zöhre Göcmen, (SYKP Frauenrat) Partei der sozialistischen Wiedergründung  – Europa, München;

Brigitte Ziegler, Frauenverband Courage München; Bärbel Beuermann, Ex -Fraktionsvorsitzende DER LINKEN im Landtag von NRW; Gabi Heise, IGM Vertrauensfrau und Delegierte, Infineon, München, Anne Wilhelm, Brigitte Gebauer, Stefanie Neuerburg, Anna Vöhringer, Koordinierungsgruppe des Frauenpolitischen Ratschlags; Suse Bader, Europakoordinatorin Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen,
Deutschland;
Sabine Weiße, Dresden, Vertrauensfrau der GEW – Grundschullehrerin;
Heike Meyer, IG Metall Zwickau – Frauennetzwerk; Claudia Hennig, IG Metall Zwckau – Frauennetzwerk; Jane Zahn, Kabarettistin, Rheinsberg; Chung Noh, Berlin, Mitglied der Koreanischen Frauengruppe in Deutschland; Elke Zwinge, Berlin, Freidenker; Christine Hammer, Berlin; Estella F. Korthaus-Tuczeck, Omas gegen Rechts Freiburg; A. Kehr, Eisenach; Heide Rohrmann, Eisenach (Rentnerin, früher Lehrerin); Ulrike Liebetrau, Eisenach; Thomas May, Eisenach (Stadtrat in Eisenach für den Eisenacher Aufbruch); Latife Cenan-Adigüzel, Ehm. Vorsitzende der Anatolische Federation; Dagmar Krznar, Düsseldorf;  Anguie De la Cruz Castillón, Die Linke, Bad Oldesloh; Mariuxi Guevara, Hamburg; Heidrun Reichelt, Ebersbach-Neugersdotf – Rentnerin und Aktivistin in der kirchlichen Frauenbewegung zu DDR – Zeiten; Renate Riedel-Fischer, Dresden, Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche in Dresden; Xeysa NaS, Bremen; Tayyibe Demir, Bremen; Harald Braun, Bremen, MLPD; Nomazulu Thata, Bremen, Ntomhi Langa Radio, MLPD; Sore Goonaz, Bremen, Yezidischer Frauenverband; Ömer Badilli, Bremen; Akghar Fou, Bremen, Frauenorganistion 8.März Iran / Afghanistan; Leyla Cimen, Bremen, IG Metall, Courage; Heide Kreuzinger-Janik, Oldenburg, SI, Verdi, Courage; Rihani, Oldenburg, Koma Saca Schadia, Oldenburg ; Kundgebung der Stadtfrauenkonferenz am 25. November 2019 in Bremen gegen Gewalt an Frauen sowie die Stadtfrauenkonferenz Bremen; Angélica Urrutia Garrido, Ortsvorstand Frauenverband Courage Hattingen, Ver.di ; Brigitte Fröhlich, Frauenverband Courage Hattingen; Dr. med. Thomas Nowotny, Sprecher der Initiative Erinnerungskultur – Stolpersteine für Rosenheim, Mitglied von VVN und IPPNW; Frauenverband Courage e.V Ortsgruppe Freiburg;  David Baltzer, IG Metall Betriebsrat bei Volkswagen; Kristin Oder, IG Metall Frauennetzwerk Zwickau; Kristina Algeer, Mitarbeiterin bei VWMandy Vogt, IG Metall Betriebsrätin bei Volkswagen; Julia Zipfel, IG Metallerin bei VolkswagenMandy Krautsieder, IG Metallerin bei Volkswagen; Mandy Anding, IG Metall Betriebsrätin bei Volkswagen; Lisa Koischwitz, VKL Volkswagen Sachsen GmbH; Ulrich Heuer, IG Metall Betriebsrat bei Volkswagen; Uwe Seifert, IG Metall Betriebsrat bei VolkswagenRolf Uhlig, Schwerbehindertenvertreter (VW); Elisabeth Wörner, Balingen-FrommernSeyran Cenan, Bergarbeiterfrauen AG im FV Courage e.V.; Beate Ehms, Die LINKE. Leipzig, Stadträtin, Mitglied ver.di, VVN-BdA; Kristin Oder, IG Metall Fauennetzwerk Zwickau; Kristina Algeer, Mitarbeiterin bei VW; Mandy Vogt, IG Metall Betriebsrätin bei Volkswagen; Julia Zipfel, IG Metallerin bei Volkswagen; Mandy Krautsieder, IG Metallerin bei Volkswagen; Mandy Anding, IG Metall Betriebsrätin bei Volkswagen; Lisa Koischwitz, VKL Volkswagen Sachsen GmbH; Ulrich Heuer, IG Metall Betriebsrat bei VolkswagenUwe Seifert, IG Metall Betriebsrat bei Volkswagen; Rolf Uhlig, Schwerbehindertenvertreter (VW); Ronald Fischer, Mitglied der Partei die “Linke”, Mitglied im Ältestenrat des Stadtverbandes Dresden, Rentner; Birgit Said, Leipzig; Klaudia Scholz, Stadtverordnete für die Partei Die Linke, Herne; 

*(Stand 10.01.20 – wird laufend ergänzt)

 Wenn Ihr diese Erklärung ebenfalls unterzeichnen möchtet, sendet bitte eine
E-Mail an: frauenpolitischerratschlag@gmx.de

V.i.s.d.P.: Anne Wilhelm, Karl-Meyer-Str.13, 45884 Gelsenkirchen




New Years Greetings for 2020!

Dear friends and comrades,
I wish you all the best for the new year 2020!
Strength, perseverance and many courageous comrades-in-arms for our struggle for a future worthliving and the liberation of women!

Chers amis et camarades,
je vous souhaite tout le meilleur pour la nouvelle année 2020 !
Force, persévérance et beaucoup de courageux compagnons d’armes pour notre lutte pour un
avenir digne d’être vécu et la libération des femmes !

Queridos amigos y camaradas,
les deseo todo lo mejor para el nuevo año 2020! Fuerza, perseverancia y muchos valientes compañeros de armas para nuestra lucha por un futuro digno de ser vivido y por la liberación de la mujer!
Suse, Germany, europeancoordinator of worldwomensconference

Zum Jahreswechsel erreichten uns Grüße aus aller Welt:

The best of the coming year to you and all our comrades ! Sharon cabusao silva/ Gabriela/ Philippinnes

May the new year take the struggle for a revolutionary transformation of society to hitherto unscaled heights.  More power to us, world women. A very happy new year to all friends and comrades.   Sarmistha Choudhury / AIRWO/ Indien

Qu’il soit de même pour vous, Kiss

Nancy MBUAKANIA / AFACO Democratic Republik Congo

Een gelukkig, gezond, strijdbaar en solidair 2020 gewenst!! Halinka Augustin/ Niederlande

Dear comrades,

attached we send the evaluation and new years greetings of our Kurdistan Organization.

We wish you hope and strength in our new year of struggle! Victory will be ours!

Comradely, MLKP Turkey/Kurdistan

mucha salud y éxito en tus actividades. Gracias, por todo. Illari /Bolivien

Queridas compañeras ,desearos unas Felices Fiestas y Prospero Año Nuevo

Y que nuestra lucha siga con tanta fuerza y que en los años venideros sigamos aún asi de fuertes….🎉🎉🎉🎅🎅

Un saludo compañeras, Mcl del Carbon, Bergarbeiterfrauen aus Asturien/ Spanien

To all my lovely ladies !!!! Solidarity Greetings from Menu/ Sri Lanka

Dear World Coordinators, Asian Coordinators, and Sisters, Revolutionary Salute from Nepal !

This is the season of celebrations and spreading goodwill to all… This is the season for wishing all good things to you .Merry Christmas and a Happy New Year.

Best regards,  Sarita Maharjan

 

 

 




Solidarität mit der kurdischen Frauen- und Freiheitsbewegung in Nordostsyrien

Europakoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz
der Basisfrauen:
Susanne Bader/ Deutschland
Halinka Augustin/Niederlandes
tellvertretende Europakoordinatorin:
Zaman Masudi/Deutschland

  1. Oktober 2019

An die Kontinentalkoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenzen

Solidarität mit der kurdischen Frauen- und Freiheitsbewegung und allen Menschen in den Gebieten Rojava/ Nordostsyrien!

Wir Weltfrauen verurteilen mit aller Schärfe den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Rojava/Nordostsyrien durch den faschistischen Erdogan, seinen Staat und Militär!

Seite an Seite stehen wir mit unseren kurdischen Freundinnen und Freunden in vielen Städten unserer Länder seit Beginn dieses imperialistischen Überfalls auf die befreiten Gebiete.

Rojava ist in der internationalen kämpferischen Frauenbewegung ein leuchtendes Beispiel für große Erfolge auf dem Weg zur Befreiung der Frau, für weitgehende Frauenrechte als Bestandteil der Rojava-Revolution. Auf unserem Auswertungstreffen zur 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 in Kathmandu/Nepal haben wir beschlossen:

„Die Unterstützung des Kampfes in Rojava/Syrien ist nicht nur ein Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen, sondern auch ein Schwerpunkt des weltweiten Kampfes für Demokratie und Freiheit und für die Verwirklichung der Befreiung von Frauen. Rojava ist ein leuchtendes Beispiel dafür, was militante Frauen erreichen können.
Wir verpflichten uns, diesen Kampf weiterhin zu unterstützen und unsere Solidarität gegen die Angriffe der IS/Daesh zu bekunden und gegen die imperialistischen Kräfte und ihre Pläne zur Neugestaltung des Nahen Ostens und insbesondere Syriens entsprechend ihren Interessen zu stehen.

Dieses Versprechen werden wir einlösen! Es lebe unsere internationale Solidarität!

Unterzeichnet:

Susanne Bader, Deutschland
Halinka Augustin, Niederlande
Zaman Masudi, Deutschland
Joan Salvador, in behalf of GABRIELA Alliance of Filipino Women
Joly Talukder, Asien, Bangladesh
Marie-Paula Logosu-teko, Afrika, Togo
Nancy MBUAKANIA, Afrika, DR Congo




Grüße aus Erfurt und Einladung zum Frauenpolitischen Ratschlag

Hallo, liebe Frauen aus Erfurt!

Als langjährige Teilnehmerin am Frauenpolitischen Ratschlag kann ich euch wärmsten empfehlen vom 1. – 3. November 2019 an diesem Event in Erfurt teilzunehmen.

Wir könnten uns auch gerne vorher mal zusammensetzen und eure Fragen und eure Vorschläge besprechen .  Vielleicht können wir gemeinsam etwas zum “Ratschlag” beitragen. Meine Adresse:

mariannekroeger1@t-online.de

 

herzlich, Marianne Kröger

 

Weitere Informationen unter: https://frauenpolitischerratschlag.de

 

 

 




Internationale praktische Solidarität – ein Gruß aus Togo

Unter dem Motto “Wirtschaftliche Selbstbestimmung ist notwendig für Soziale Selbstbestimmung!” organisierten Vertreterinnen der kämpferischen Frauenbewegung in Deutschland und Solidarität International, eine Solidaritäts- und Hilfsorganisation, eine Spendensammlung zur Unterstützung des Aufbaus von Sitsope – übersetzt „Zuflucht“. Diese besondere Frauenorganisation holt junge Mädchen und Frauen von der Straße und bietet ihnen eine Ausbildung als Schneiderin oder Friseurin. Sitsope macht auch eigene Stoffdrucke deren Muster die eigne afrikanische Tradition zum Ausdruck bringt. Die meisten Stoffe die wir in Europa kaufen, kommen aus den Niederlanden und ihre Muster haben nichts gemein mit denen der Bevölkerung. Unsere Freundinnen in Togo leisten mit dem Projekt Sitsope eine wichtige Basisarbeit. Herzlichen Glückwunsch an Ama und Sitsope!

Ama schreibt:

Liebe Freundin, hier senden wir euch einige Bilder von den Workshops der Mädchen und Frauen, die von den Spenden des Sitsope-Projekts profitiert haben…. Deine Freundin AMA

 

Spenden werden gerne weitergeleitet: Spenden unter dem Stichwort „Sitsope“ bitte auf das Spendenkonto von Solidarität International (SI) e.V.  IBAN DE86 5019 0000 6100 8005 84     BIC FFVBDEFF bei der Frankfurter Volksbank




SWAN-Preis für Weltfrau Sohpie Ogutu aus Kenia!

SWAN-Preis für Weltfrau Sophie Ogutu aus Kenia!


Wir gratulieren unserer Weltfrau zu ihrem Engagement und Einsatz!
SWAN Award for World Woman Sophie Ogutu from Kenya! We congratulate our world woman on her commitment and dedication!

click here

Sophie Ogutu: http://stateraarts.org/blog/2019/8/23/sophie-ogutu-receive-2019-visionary-leadership-award

SWAN – Preis
Preisverleihung an Sophie Dowllar Ogutu

                        Martha Richards Visionary Woman in Leadership Award 2019
Am 27. Oktober 2019 wird Sophie Ogutu aus Kenia diese Auszeichnung von der US-amerikanischen Organisation „StateraArts in New York verliehen. Der Preis ist mit 2000 US  $ dotiert. Ziel der Organisation ist, Aufwerten, Verstärken und Fördern von weiblichen Führungskräften in der Kunst.  (“Uplift, amplify, and advance women leaders in the arts.” )

Die Begründung der Preisverleihung für Sophie Ogutu hebt hervor:

  1. sie als unumwundene Verteidigerin von Frauenrechten
  2. ihr Engagement für ihr „5Cs Theatre“ in Kenia und weitere Medien- und Gemeinschaftsprojekte. Das Theaterprojekt ist ein Volkstheater für die Menschen auf der Straße mit politischer Aufklärung, v.a. in Frauenpolitik. Es wird finanziell von IPAT (International Performers Aid Trust), einer NGO unterstützt, damit unabhängig vom Broterwerb überhaupt geprobt und gespielt werden kann.
    Über diese Theatercompany findet sich folgende Beschreibung: Das Theater bietet die beste Möglichkeit, marginalisierte soziale Gruppen zu erreichen, einschließlich Frauen, vor allem an der Basis.In Kenia gibt es keine Theaterhäuser, in denen dies geschehen kann. Die wenigen Theatereinrichtungen, die es gibt, konzentrieren sich auf die städtischen Städte, ihr Repertoire ist hauptsächlich elitär und ihre Ticketpreise sind für das normale Kenia unerreichbar. … Der 5Cs ist die Stimme der Stimmlosen mit der Kraft, den menschlichen Geist zu bereichern.

In der Begründung wird sie auch erwähnt

  • als Mitbegründerin des Mamma Africa Community Centre, das u.a. über Nähkurse Frauen ein bescheidenes Einkommen und Selbstwertgefühl vermittelt und
  • als Vorstandsmitglied des Kenya Community Media Network (KCOMNET), das mit 23 Radiostationen und 300 Journalisten ein „Non-Profit Gemeinderadio“ (Community Radio) betreibt, von NGOs unterstützt.
  • als Hauptorganisatorin des SWAN – Day (s.o) in Kenia
  • und als Mitglied des Internationalen Komitees des Weltfrauenmarschs

Sophie selbst sagt zur Verleihung dieses Preises: „Ich arbeite weiterhin mit Frauen in der Kunst und werde immer unterstützen, wo immer ich kann. Die Rolle, die die Kunst als Kommunikationsmedium spielt, hat es mir ermöglicht, viele verletzliche Herzen von Frauen zu erreichen, die Wege suchen, ihre Notlagen zu teilen und über sie zu sprechen. Frauen in der Kunst bleiben meine wichtigste Form der Interaktion und Verbindung zu diesen vielen Herzen.”

Ausgewählte Statements zur Preisverleihung an Sophie:

Since 1995, the 5C Human Rights Theatre has been doing progressive, interactive and open participatory theatre pieces for social change.”
“Sophie’s theatre collective, the 5Cs, which is a women led human rights group, is one of the most progressive groups with community social change approaches.”
“Sophie is selfless in her endeavors to support women all over and empower them to become holistically strong. She has come to the rescue of battered women. She has cried out when human rights activists have been murdered or jailed or gone missing. She is a tower of strength and a beacon of light to many.”




Erklärung der Europakoordinatorinnen anlässlich der Europawahlen vom 23. – 29. Mai 2019

1905 Erklärung der Europakoordinatorinnen zur Europawahl 2019

An die Frauen Europas! Ein Europa – ohne Nationalismus!

Dafür gingen am Wochenende europaweit Tausende Menschen auf die Straße. Sie stehen auf fürFrieden, Völkerfreundschaft und gegen Nationalismus. Ihr Anliegen – bei den Europawahlen keineStimme für rechte Parteien. Die kämpferische Frauenbewegung war kritischer Teil davon. Kritischwarum?! Glaubt man den Wahlplakaten der bürgerlichen Parteien, den Worten vonRegierungsvertretern so genügt unser Kreuz am Wahltag für die Schaffung eines einigen und friedlichen Europas.

Wir sollen „das kleinere Übel“ wählen, damit die rechten, faschistoidenParteien nicht ins Europaparlament einziehen. Was aber bringen die Versprechungen derbürgerlichen Parteien und Regierungen für die Masse der Frauen – wir nehmen Stellung: Europa – grenzenlos! Die EU verschärft die Asylgesetze, stellt die Seenotrettung „Sophia“ ein und baut die Grenzpolizei„Frontex“ von 2000 auf 10.000 Soldaten aus! Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR nennt dieÜberfahrt von Libyen in die EU “die tödlichste Meeresüberquerung der Welt”. Das Mittelmeer ist ein Massengrab geworden. Die EU – (k)eine Friedensmacht!

Die EU steht für massive Aufrüstung und Mehrausgaben aller nationalen Verteidigungsbudgets.Für die Einrichtung eines Verteidigungsfond mit 13 Milliarden Euro, für „militärische Mobilität“.Dafür sollen zivilen Entwicklungsprojekten wie z. B. „Brot für die Welt“ Gelder gekürzt werden. Die EU liefert weiterhin Waffen nach Saudi-Arabien. Ihr Satelliten-Navigationssystem „Galileo“ istals Konkurrenzprojekt zum USA GPS-System entwickelt worden und dient auch militärischenZwecken. Europa – für die Gleichstellung der Frau!Europaweit verdienen Frauen im Durchschnitt 16 Prozent weniger als Männer. Frauen sind imkapitalistischen System hauptverantwortlich für die private Haushalts- und Familienführung. Das istdie Grundlage, warum in Europa rund 31 Prozent der Frauen in Teilzeit arbeiten. Die Vereinbarkeitvon Beruf und Familie ist eine Illusion. Kinderbetreuungsplätze sind teuer und das Angebot nichtausreichend. Real ist die tägliche Zerreißprobe der Frauen.Europa – frauenfreundlich!Frauen in Europa haben kein Recht auf selbstbestimmte Schwangerschaft bzw.Schwangerschaftsabbruch – Gesetze, Kirchen und Staat bevormunden Frauen. Europa – grenzenlos, friedliebend, für die volle Emanzipation der Frau – das geht nicht mitden bürgerlichen Parteien und ihren Vertretern. Sie alle haben doch schon lange bewiesen, dasssie dem Wohl der Monopole dienen! Um unsere Forderungen durchzusetzen, müssen wir unsorganisieren und uns viel enger zusammenschliessen. Das Frauenbewusstsein ist auf breiter Fronterwacht. Die kämpferische Frauenbewegung in Europa ist sichtbar, hörbar, aktiv an der ganzenBandbreite des Lebens und Arbeitens. Grenzenlos – organisieren Frauen allen Alters Aktionen,Kämpfe und Kampftage:•in Frankreich 250.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in 150 Städten, viele Frauen,gegen Präsident Macrons „Reformpläne“•in Spanien am Internationalen Frauentag sechs Millionen gegen Gewalt an Frauen

•in Belgien fand die Europakampagne für das selbstbestimmte Recht aufSchwangerschaftsabbruch und gegen die Bevormundung von Kirche und Staat statt•in Deutschland erkämpften Krankenschwestern der Celenus-Klinik in Bad Langensalza(Thüringen) nach 220 Streiktagen gegen Aussperrung, Kündigungsdrohungen einenTarifvertrag.
•In den Niederlande kämpfen Pflegekräfte, Krankenschwestern •europaweit sind junge Frauen, Mädchen und Jungs aktiv für die Umwelt und die Zukunftin der Fridaysforfuture Bewegung
Die kämpferische Frauenbewegung in Europa ist Teil der Weltfrauenbewegung. Mit zweiWeltfrauenkonferenzen und einem Theorieseminar zur Befreiung der Frau haben wir eineinternationale Basisbewegung geschaffen die über Ländergrenzen und Kontinente hinweg ihreZusammenarbeit koordiniert und kooperiert. Wir rufen euch zu: „Lasst uns über Alternativen zu diesem kapitalistischen System diskutieren, sie finden unddafür kämpfen! Es kann keine radikale Änderung der Lage der Frauen geben, ohne drastischeund grundsätzliche Änderungen im politischen, wirtschaftlichen und sozialen System. DieBewegung für die Befreiung der Frau muss sich mit dem Kampf für grundsätzlichegesellschaftliche Veränderungen vereinen“….“Wir leisteneinen Beitrag am Aufbau einerneuen Friedensbewegung.“mit besten Grüßen,Halinka Augustin/ NiederlandeSusanne Bader/ DeutschlandEuropakoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen



Grüße zum Frauentag 2019 aus Dhaka/Bangladesh vom Socialist Women’s Forum

Brief des SWF Bangladesh 8 March 2019 als PDF Datei

Dear Sisters & Women Activists,

Solidarity greetings to all on International Women’s Day. On 109th International Women’s Day Socialist Women’s Forum organized a rally at 11am 8th March 2019. Also six leftist women’s organizations including Socialist Women’s Forum observed International Women’s Day jointly. Our call was ‘protest rape-sexual harassment-violence and come on the struggle to establish women with human dignity and equal right’. On this occasion we demanded ‘ Equal right on inheritance’; ‘Equal-wage on equal-work’; ‘Establish uniform civil code’; ‘Economic value of household works in GDP’; ‘Stop violence against women’; ‘Stop gender-base violence at work’ etc.

Please keep us informed about your activities, analysis and keep in touch.

Comradely yours
Shampa Basu
General Secretary/Central Committee
Socialist Women’s Forum

 

deepl Übersetzung:

Solidarische Grüße an Alle am Internationalen Frauentag. Am 109. Internationalen Frauentag organisierte das Sozialistische Frauenforum am 8. März 2019 um 11 Uhr eine Demonstration. Auch sechs linke Frauenorganisationen, darunter das Socialist Women’s Forum, haben gemeinsam am Internationalen Frauentag teilgenommen. Unser Aufruf lautete “Protest gegen sexuelle Belästigung – Gewalt und der Kampf um die Verwirklichung von Frauen mit Menschenwürde und Gleichberechtigung”. Bei dieser Gelegenheit forderten wir ‘ Gleiches Recht auf Erbschaft’; ‘Gleiches Entgelt für gleiche Arbeit’; ‘Einheitliches Zivilgesetzbuch’; ‘Wirtschaftlicher Wert von Haushaltsarbeiten im BIP’; ‘Gewalt gegen Frauen beenden’; ‘Geschlechterbezogene Gewalt am Arbeitsplatz beenden’ usw.
Bitte informieren Sie uns über Ihre Aktivitäten, Analysen und bleiben Sie in Kontakt.




Aufruf der Weltfrauenbewegung zum Internationalen Frauentag 2019

Europakoordinatorinnen

der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen

Halinka Augustin/Niederlande und Susanne Bader/Deutschland

Aufruf der Weltfrauenbewegung zum Internationalen Frauentag 2019

Im Kampf um Befreiung spürte ich zum ersten Mal Freiheit, deshalb habe ich mich organisiert!

Das Frauenbewusstsein ist in vielen Ländern der Welt massenhaft erwacht!

Am Internationalen Frauentag, dem Kampftag der Weltfrauenbewegung blicken wir mit Stolz auf unsere revolutionären Vorkämpferinnen wie Clara Zetkin! Unter dem Eindruck der ersten sozialistischen Revolution in Russland 1917, in deren Folge das Wahlrecht für Frauen auch in anderen Ländern erkämpft wurde, schrieb sie:

Die erste Diktatur des Proletariats ist wahre Bahnbrecherin für die volle soziale Gleichberechtigung der Frau“.

In vielen Ländern wählt die Frauenbewegung am Internationalen Frauentag 2019 in Anlehnung an die Arbeiterbewegung den „Streik“ als Protestform. Der Kampf um die Befreiung der Frau steht im 21. Jahrhundert auf der Tagesordnung. Frauen aller Schichten und Klassen sind im Widerspruch zum kapitalistischen System, seinen Repräsentanten in den bürgerlichen Parteien und Regierungen. Doch der Widerspruch ist oft noch auf einzelne Fragen und Forderungen beschränkt und in seiner Form unverbindlich. Um zu einer gesellschaftsverändernden Kraft zu werden braucht es Klarheit und Organisiertheit.

Das erste theoretische Seminar der Weltfrauenbewegung 2018 in Indien war dafür ein wichtiger Beitrag. In dieser Strategiedebatte zeigte sich:

Von Afrika über Europa bis Asien kämpfen Arbeiterinnen organisiert für ihre Gleichberechtigung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. In Indien, Sri Lanka streiken Teeplantagenarbeiterinnen für gleiche Löhne wie ihre männlichen Kollegen. Textilarbeiterinnen in Bangladesch führen gewerkschaftliche Kämpfe für Löhne, von denen sie und ihre Familien leben können. Bäuerinnen fordern ein Recht auf Land und Boden. Die weltweit ca. 67 Mio. Hausarbeiterinnen fordern Arbeitsverträge und soziale Absicherungen, Schutz vor sexueller Gewalt und ein Ende der Rechtlosigkeit. Pflegekräfte in den Niederlanden und Deutschland kämpfen für die Anerkennung ihrer Arbeit und höhere Löhne.

Feudale Strukturen, Ketten der Moral, der Religionen, Sitten, Gebräuche und Gesetze bilden ein Netz der besonderen Unterdrückung der Frau. Dies wird durch die bürgerliche Staats- und Familienordnung im Kapitalismus organisiert. Weltweit sind Frauen hauptverantwortlich für Hausarbeit, Kindererziehung, Pflege und Versorgung der Alten und Kranken. Die Verschärfung der Allgemeinen Krise des Kapitalismus stellt die Lebensverhältnisse der Massen weltweit zunehmend infrage. Davon berichteten die 300 Teilnehmerinnen aus drei Kontinenten beim Internationalen Theoretischen Seminar der Weltfrauenbewegung in Indien Ende 2018 eindrücklich. „Wir Frauen tragen die größten Lasten, unter sehr schweren Bedingungen. Aber wir Frauen können mehr als Hausarbeit und Kinder, wir stehen mit den Männern im Kampf um unsere Rechte. Der Kapitalismus ist unser Feind, nicht die Männer!“ „Die Organisiertheit ist der Garant für den Erfolg unserer Kämpfe“; „Wir führen einzelne Kämpfe aber zukünftig müssen wir über Grenzen hinweg enger zusammen kämpfen.“

Frauen aller Schichten fordern weltweit ein Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper, ihr Leben. Ausgehend von Argentinien mit ½ Million Frauen hat sich in den Ländern Lateinamerikas eine Welle der Proteste ausgebreitet. Alle 30 Stunden stirbt in Argentinien eine Frau aufgrund häuslicher Gewalt, in Deutschland alle 58 Stunden. In vielen Ländern Europas verweigern Schülerinnen und Schüler freitags den Unterricht für die Rettung der natürlichen Umwelt und ihrer Zukunft. Zunehmend politisieren sich die Kämpfe, richten sich gegen die Politik rechter Regierungen, gegen Faschismus und Krieg. In Brasilien demonstrierten hunderttausende Frauen gegen den faschistischen und extrem frauenfeindlichen Präsident Bolsonaro. In der Türkei und Nordkurdistan stehen Frauen gegen das faschistische Erdogan-Regime auf. In Rojava haben Frauenverteidigungseinheiten führend und hoch organisiert die Befreiung vom faschistischen IS erkämpft und bedeutende Schritte vorwärts zur Befreiung der Frau, Demokratie und Freiheit.

Clara Zetkin rief im Angesicht des heraufziehenden 2. Weltkrieges 1932 als Alterspräsidentin im Reichstag als Gebot der Stunde auf: „die Einheitsfront aller Werktätigen, um den Faschismus zurückzuwerfen“.

Heute steht die Frauenbewegung wieder vor der Herausforderung sich gegen imperialistische Konkurrenz und Kriegsdrohungen zu stellen. Ihr berechtigter Kampf für Befreiung, die volle Emanzipation in einer befreiten Gesellschaft braucht einen länderübergreifenden Zusammenschluss und Koordinierung. Der Prozess zum Aufbau von Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen hat sich seit ihrem Beginn 2006 zu einer internationalen Bewegung der Weltfrauen entwickelt. Das war nur möglich, weil sie organisiert und auf der Grundlage von Prinzipien arbeitet. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Frauenbewegung nachhaltig zu stärken! Der Aufbau der kämpferischen Frauenbewegung im eigenen Land ist ein Maßstab. Dazu muss sich die Organisiertheit der Frauen höherentwickeln und die Koordinierung der Weltfrauen muss verlässlich und kontinuierlich sein.

Wir werden eine Gesellschaft aufbauen, in der Frauen nicht diskriminiert, ausgebeutet und unterdrückt werden!

Vorwärts mit der internationalen kämpferischen Frauenbewegung – vorwärts zur

3. Weltfrauenkonferenz 2021

der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen

Halinka Augustin/Niederlande

Susanne Bader/Deutschland

Aufruf der Weltfrauenbewegung zum Internationalen Frauentag 2019

Im Kampf um Befreiung spürte ich zum ersten Mal Freiheit, deshalb habe ich mich organisiert!

Das Frauenbewusstsein ist in vielen Ländern der Welt massenhaft erwacht!

Am Internationalen Frauentag, dem Kampftag der Weltfrauenbewegung blicken wir mit Stolz auf unsere revolutionären Vorkämpferinnen wie Clara Zetkin! Unter dem Eindruck der ersten sozialistischen Revolution in Russland 1917, in deren Folge das Wahlrecht für Frauen auch in anderen Ländern erkämpft wurde, schrieb sie:

Die erste Diktatur des Proletariats ist wahre Bahnbrecherin für die volle soziale Gleichberechtigung der Frau“.

In vielen Ländern wählt die Frauenbewegung am Internationalen Frauentag 2019 in Anlehnung an die Arbeiterbewegung den „Streik“ als Protestform. Der Kampf um die Befreiung der Frau steht im 21. Jahrhundert auf der Tagesordnung. Frauen aller Schichten und Klassen sind im Widerspruch zum kapitalistischen System, seinen Repräsentanten in den bürgerlichen Parteien und Regierungen. Doch der Widerspruch ist oft noch auf einzelne Fragen und Forderungen beschränkt und in seiner Form unverbindlich. Um zu einer gesellschaftsverändernden Kraft zu werden braucht es Klarheit und Organisiertheit.

Das erste theoretische Seminar der Weltfrauenbewegung 2018 in Indien war dafür ein wichtiger Beitrag. In dieser Strategiedebatte zeigte sich:

Von Afrika über Europa bis Asien kämpfen Arbeiterinnen organisiert für ihre Gleichberechtigung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. In Indien, Sri Lanka streiken Teeplantagenarbeiterinnen für gleiche Löhne wie ihre männlichen Kollegen. Textilarbeiterinnen in Bangladesch führen gewerkschaftliche Kämpfe für Löhne, von denen sie und ihre Familien leben können. Bäuerinnen fordern ein Recht auf Land und Boden. Die weltweit ca. 67 Mio. Hausarbeiterinnen fordern Arbeitsverträge und soziale Absicherungen, Schutz vor sexueller Gewalt und ein Ende der Rechtlosigkeit. Pflegekräfte in den Niederlanden und Deutschland kämpfen für die Anerkennung ihrer Arbeit und höhere Löhne.

Feudale Strukturen, Ketten der Moral, der Religionen, Sitten, Gebräuche und Gesetze bilden ein Netz der besonderen Unterdrückung der Frau. Dies wird durch die bürgerliche Staats- und Familienordnung im Kapitalismus organisiert. Weltweit sind Frauen hauptverantwortlich für Hausarbeit, Kindererziehung, Pflege und Versorgung der Alten und Kranken. Die Verschärfung der Allgemeinen Krise des Kapitalismus stellt die Lebensverhältnisse der Massen weltweit zunehmend infrage. Davon berichteten die 300 Teilnehmerinnen aus drei Kontinenten beim Internationalen Theoretischen Seminar der Weltfrauenbewegung in Indien Ende 2018 eindrücklich. „Wir Frauen tragen die größten Lasten, unter sehr schweren Bedingungen. Aber wir Frauen können mehr als Hausarbeit und Kinder, wir stehen mit den Männern im Kampf um unsere Rechte. Der Kapitalismus ist unser Feind, nicht die Männer!“ „Die Organisiertheit ist der Garant für den Erfolg unserer Kämpfe“; „Wir führen einzelne Kämpfe aber zukünftig müssen wir über Grenzen hinweg enger zusammen kämpfen.“

Frauen aller Schichten fordern weltweit ein Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper, ihr Leben. Ausgehend von Argentinien mit ½ Million Frauen hat sich in den Ländern Lateinamerikas eine Welle der Proteste ausgebreitet. Alle 30 Stunden stirbt in Argentinien eine Frau aufgrund häuslicher Gewalt, in Deutschland alle 58 Stunden. In vielen Ländern Europas verweigern Schülerinnen und Schüler freitags den Unterricht für die Rettung der natürlichen Umwelt und ihrer Zukunft. Zunehmend politisieren sich die Kämpfe, richten sich gegen die Politik rechter Regierungen, gegen Faschismus und Krieg. In Brasilien demonstrierten hunderttausende Frauen gegen den faschistischen und extrem frauenfeindlichen Präsident Bolsonaro. In der Türkei und Nordkurdistan stehen Frauen gegen das faschistische Erdogan-Regime auf. In Rojava haben Frauenverteidigungseinheiten führend und hoch organisiert die Befreiung vom faschistischen IS erkämpft und bedeutende Schritte vorwärts zur Befreiung der Frau, Demokratie und Freiheit.

Clara Zetkin rief im Angesicht des heraufziehenden 2. Weltkrieges 1932 als Alterspräsidentin im Reichstag als Gebot der Stunde auf: „die Einheitsfront aller Werktätigen, um den Faschismus zurückzuwerfen“.

Heute steht die Frauenbewegung wieder vor der Herausforderung sich gegen imperialistische Konkurrenz und Kriegsdrohungen zu stellen. Ihr berechtigter Kampf für Befreiung, die volle Emanzipation in einer befreiten Gesellschaft braucht einen länderübergreifenden Zusammenschluss und Koordinierung. Der Prozess zum Aufbau von Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen hat sich seit ihrem Beginn 2006 zu einer internationalen Bewegung der Weltfrauen entwickelt. Das war nur möglich, weil sie organisiert und auf der Grundlage von Prinzipien arbeitet. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Frauenbewegung nachhaltig zu stärken! Der Aufbau der kämpferischen Frauenbewegung im eigenen Land ist ein Maßstab. Dazu muss sich die Organisiertheit der Frauen höherentwickeln und die Koordinierung der Weltfrauen muss verlässlich und kontinuierlich sein.

Wir werden eine Gesellschaft aufbauen, in der Frauen nicht diskriminiert, ausgebeutet und unterdrückt werden!

Vorwärts mit der internationalen kämpferischen Frauenbewegung – vorwärts zur

3. Weltfrauenkonferenz 2021

(Hier der Text als .odt Datei zum Download)




Für die Befreiung der Frau! * Aufruf zum theoretischen Seminar nach Indien! Das Seminar beginnt morgen!

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Die Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen und das Organisationsteam in Indien informieren über den aktuellen Stand der Vorbereitungen!

Bis heute haben wir Anmeldungen

Vom Dach der Welt aus Nepal/Kathmandu

aus Afrika

aus Lateinamerika

aus Europa

Das Organisationsteam startet eine Werbekampagne in Asien

Und für alle Frauen, die gerne mehr von Indien sehen möchten bietet das Reisebüro People to People  / für Völkerfreundschaft die Möglichkeit einer anschließenden Reise.

Sie sind in Verhandlungen mit einem fortschrittlichen indischen Reiseveranstalter. Das Angebot soll ein Gruppenreiseprogramm sein, nach dem Seminar. Die Dauer: ca. 1 Woche, mit Verlängerungsmöglichkeit von einigen Tagen z.B. Strandurlaub.
Wer daran Interesse hat, sollte sich vor der Flugbuchung mit People to People Reisen in Verbindung setzen über eMail: reisen@people-to-people.de oder telefonisch unter 0209 1776560.
Gerne berät People to People Reisen auch zu euren Flugbuchungen und bucht die Flüge für euch.
Sobald das Reiseprogramm fertig ist, veröffentlichen wir es auf der Homepage. Bei Interesse meldet euch direkt, die Freunde von People to People informieren euch gerne.

Auch die inhaltlichen Vorbereitungen sind in vollem Gange. Das Seminar ist ein Beitrag der internationalen kämpferischen Frauenbewegung zur theoretischen Auseinandersetzung um Wege und Ziel der Befreiung der Frau. Es ist ein Seminar der Basisfrauen. Es wendet sich an jede interessierte Frau, an Fabrikarbeiterinnen, Bäuerinnen, Hausfrauen, Krankenschwestern, Erzieherinnen usw. Ihr müsst nicht studiert haben oder viele Sprachen können. Jede Frau kann hier mitdiskutieren, ihre vielfältigen Erfahrungen einbringen. Die theoretische Verarbeitung der vielfältigen Praxis und Lebenserfahrung wird uns helfen, in diesen aufgewühlten Zeiten einen klaren Blick zu bekommen.