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Aufruf zur 3. Weltfrauenkonferenz in Tunesien 2021

 

Von den Anden, zu den Rocky Mountains, vom Ayers Rock über die Alpen, vom Himalaya zum Ural und Atlas erschallt unser Ruf und wird zum Schrei der sich über die Welt ausbreitet – in den Metropolen widerhallt bis er letztendlich auch jeden Winkel der Erde erreicht! Er erfasst immer mehr Frauen. Lasst uns gemeinsam ein Band der Solidarität weben !

Kommt zur 3. Weltfrauenkonferenz 2021 nach Tunis!

Tunesische Textilarbeiterinnen kämpfen gegen Arbeitshetze, geschlechtliche Diskriminierung und Gewalt am Arbeitsplatz. Mutige Streikführerinnen werden auf schwarze Listen gesetzt. Textilarbeiterinnen in Bangladesch kämpfen gewerkschaftlich organisiert für einen Mindestlohn der zum Leben reicht. Sie trotzen Gefängnis und Gewalt. Sie alle bilden das Rückgrat der kämpferischen Frauenbewegung.

Im Iran ist die Glut der Revolution erneut entfacht, Frauen stehen todesmutig auf gegen die islamistisch-faschistische Mullah-Regierung. Ihre Forderung nach Frauenrechte verbindet sich mit den Kämpfen der Arbeiter. Indigene Frauen Lateinamerikas kämpfen für die Zukunft der Kinder und des Planeten! Sie rufen der Welt zu: Rettet unsere Mutter Erde!

Die mutigen Kämpferinnen von Rojava verteidigen Seite an Seite mit den Männern ihre demokratische Revolution mit den weitest gehenden Frauenrechten gegen die völkerrechtswidrige Invasion durch die Truppen der faschistischen Erdogan-Regierung.

Afrikas Frauen erheben sich gegen das Diktat der Unterdrückung und Ausplünderung ihres Kontinents durch imperialistische Länder vieler Couleur. „Unser Kontinent, seine Rohstoffe kann uns und unsere Kinder ernähren aber nicht die imperialistischen Räuber!“

In Europa kämpfen Frauen mutig, kraftvoll und entschlossen für ihre Interessen. Dagegen erstarken faschistische und faschistoide Kräfte. Gegen diese Rechtsentwicklung stehen Frauen auf, kämpfen für den Erhalt und Ausbau von Frauenrechten, gegen zunehmende Gewalt und Mord an Frauen. Auch die junge Generation hat sich auf den Weg gemacht. Inspiriert von Greta Thunberg wuchs mit der „Fridays for Future“ weltweit eine der größten Jugendbewegungen heran. Ihre Forderung „System change – not climate change“ verbindet Jugend-, Frauen-, Umwelt- und Arbeiterbewegung!

Der Aufbau von Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen seit 2006 ist die Antwort auf die Krisen des Imperialismus:

Mit der 1. Weltfrauenkonferenz 2011 in Caracas (Venezuela) haben wir erste Fäden des Bands der Solidarität geknüpft. Erstmals kamen Basisfrauen der Welt zusammen, tauschten sich aus über Lage, Kämpfe und Frauenbewegung in ihren Ländern.

Mit der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Katmandu (Nepal) wurde das Band gefestigt und zu einer Weltfrauenbewegung gewebt. Angesichts zunehmender Angriffe auf die Frauen der Welt, Morddrohungen gegen unsere Repräsentantinnen, Verhaftungen muss die Weltfrauenbewegung mit der 3. Weltfrauenkonferenz 2021 in Tunis (Tunesien) das Band der Kooperation und Koordinierung unzerreißbar machen. Frauen aller Kontinente sind nicht länger bereit, die ihnen vom Kapitalismus zugeordnete Rolle zu spielen. Mit der 2018 begonnenen Strategiedebatte und dem Theorieseminar in Indien hat die Weltfrauenbewegung Neuland betreten. Das war ein wichtiger Anfang, den wir weiterführen müssen.

  • Wir setzen unsere Strategiedebatte zur Befreiung der Frau fort! Dazu werden wir alle ideologischen Auseinandersetzungen solidarisch austragen, um das Frauenbewusstsein in der kämpferischen Weltfrauenbewegung höher zu entwickeln.
  • Wir übernehmen Verantwortung in unseren Ländern für den dringend notwendigen Kampf gegen Faschismus und Krieg. Wir bauen die kämpferische Frauenbewegung in unseren Ländern zu großen starken und meinungsbildenden Massenbewegungen
  • Wir verstärken unsere internationale Koordinierung und Kooperation.
  • Im Weltfrauenprozess der letzten zehn Jahre haben wir uns ein gutes tragfähiges Fundament geschaffen: unsere Bewegung ist überparteilich, demokratisch, finanziell unabhängig. Unsere Bewegung bündelt die Masse der Frauen der Welt ‘Von Religion bis Revolution’.

Doch das reicht nicht aus! Die kämpferische Weltfrauenbewegung steht vor großen neuen Aufgaben, denn das imperialistische Weltsystem sucht in seiner Krisenhaftigkeit mit Spaltung, ideologischer Verwirrung und Gewalt kämpferische Bewegungen zu zerschlagen. Dagegen müssen wir unsere kämpferische Frauenbewegung ideologisch, politisch und organisatorisch stärken.

Lasst unser Band der Solidarität in den leuchtendsten Farben strahlen, in vielfältigsten Formen erscheinen, mit tausend und abertausend Fäden unzerreißbar werden. Lasst es fliegen im Wind der kommenden Befreiung, hängt es an die Olivenbäume, Symbole der Standhaftigkeit und des Widerstands.

Wir freuen uns über die Einladung des Frauenkomitees von Tunesien. Auf nach Tunesien. Tunis – wir kommen.

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Erklärung der Europakoordinatorinnen zum Save Abortion Day am 28.09.20

Abtreibungen müssen Gesundheitsleistungen sein und für die breiten Massen leicht erreichbar, legal, sicher und kostenlos sein.

Der 28. September ist der Internationale Tag der sicheren Abtreibung. Er wurde 1990 zum ersten Mal vom Campaña 28 Septiembre als Aktionstag zur Entkriminalisierung der Abtreibung in Lateinamerika und der Karibik durchgeführt. 2011 wurde der 28. September zum Internationalen Tag erklärt[1]. Das Datum wurde in Anlehnung an das am 28.9.1871 in Brasilien verabschiedete „Gesetz über die freie Geburt” gewählt, das den Kindern von Sklaven in Brasilien die Freiheit gewähren sollte.
Brasilien 2020: Frauen und Mädchen erleben unter Präsident Bolsonaro und dem Einfluss der katholischen Kirche die Wiedergeburt des Mittelalters – jede 15 min wird ein Kind unter 13 Jahren vergewaltigt aber eine legale, sichere Abtreibung ist fast unmöglich. Dafür werden Waisenkinder auf dem Laufsteg[2] zum „vermittteln“ angeboten!
Weltweit erleben wir einen Trend zu ultrareaktionären und faschistoiden Regierungen, Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten u. a. dem Recht auf selbstbestimmte Schwangerschaft.
Weltweit erwachte das Frauenbewusstsein im Kampf gegen die Rechtsentwicklung. Ihr Schrei nach selbstbestimmter Schwangerschaft ist ein Aufbruch gegen patriarchale Strukturen. Die Kontrolle der Sexualität und Fortpflanzung ist Bestandteil der besonderen Unterdrückung der Frau im Kapitalismus. Sie dient der Aufrechterhaltung des Systems. Gepaart mit patriarchalisch-reaktionären Einfluss der Kirche werden Gesetzesverschärfungen durchgesetzt.
Sie heucheln vom „Schutz des ungeborenen Lebens“ und treten bestehendes Leben mit Füßen:
Polens Rechte: „Abtreibung ist eine Pandemie, viel schlimmer als das Coronavirus“[3].
Präsident Trump, USA ist für „Abtreibungsmord“-Paragraphen und lässt bei inhaftierten Einwandererinnen eine Hysterektomie vornehmen![4]
Präsident Erdogan/ Türkei setzt seine Armee gezielt für Vergewaltigung als Kriegswaffe gegen kurdische Frauen und Freiheitskämpferinnen ein.
In Deutschland dürfen sogenannte Lebensschützer Ärztinnen und Ärzte auf der Grundlage eines Paragrafen aus dem Faschismus kriminalisieren.
Dagegen verabschiedete vor 100 Jahren 1920 die ehemalige Sowjetunion ein Sexualstrafrecht mit Straffreiheit für Abtreibungen! Das zeigt, dass der Kampf um selbstbestimmte Schwangerschaft als Bestandteil des Kampfs um die Befreiung der Frau geführt werden muss! Das erfordert auch, den Blick über das herrschende Gesellschaftssystem hinaus zu heben.
Unsere Visionen reichen weit – wie wird die Befreiung der Frau Wirklichkeit?!
Wir rufen euch zu, werdet Akteurinnen der Zukunft, kommt mit zur

3. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2021 nach Tunesien/Tunis!

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[1]  Globales Netzwerk für Frauenrechte für reproduktive Rechte (WGNRR)
[2] Brigitte 27.05.2019
[3] “Stiftung Lebem und Familie”, polnische Organisation, Katja Godek, Mitinitiatorin Gesetzesentwurf
[4] Women’s March 16.09.2020



Internationaler Aufruf zur Corona Pandemie

 

Internationaler Aufruf und Forderungsprogramm der internationalen kämpferischen Frauenbewegung an die Regierungen der Welt

Corona-Pandemie
Wir fordern Schutz – Wir wollen keinen Notstand, aber eine befreite Welt!

Ohne uns Frauen gibt es keine Lösung der brennenden Probleme dieser Zeit. Wir Frauen schließen uns zusammen im Kampf um eine lebenswerte Zukunft der ganzen Menschheit. Wir sind nicht einverstanden damit, wie wir regiert werden. Wir haben aus der Vergangenheit gelernt. Die Weltwirtschafts- und Finanzkrise 2008 brachte den Banken und Monopolen Profite während die Krisenlasten auf Arbeiterinnen und Arbeitern, Frauen und Familien abgewälzt wurden. Mit diesem internationalen Aufruf erheben wir uns. Wir managen diesen ganzen Krisenalltag. Wir stellen unsere Forderungen an die Regierungen und Monopole.
                                                         JETZT !

Die Corona-Pandemie breitet sich über unsere Länder und Kontinente aus. Sie forderte weltweit schon mehr als 100.000 Tote. Wir trauern um diese Menschen und fühlen uns mit ihren Lieben verbunden. Warum müssen so viele Menschen sterben? Weil der Kapitalismus eine weltweite Gesundheitskrise hervorgebracht hat kollabieren Gesundheitssysteme. Es fehlen Schutzausrüstungen für die behandelnde Ärzte, Kranken-schwestern und Pfleger. Es fehlt Schutz für die Bevölkerungen. Alte und kranke und arme Menschen werden nicht behandelt. Das ist ein Skandal. Was für die reichen Industrienationen schon furchtbar ist, das ist in den armen Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerika, Mittlerer Osten sowie für Flüchtlinge eine Katastrophe. Wir kämpfen für ein Gesundheitssystem, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht.

Wir klagen die kapitalistische Profitwirtschaft mit ihrer Losung Profit vor Menschen an. Während einerseits weltweit mit Kontaktverbot und Ausgangssperren die Ausbreitung des Virus gebremst werden soll, müssen in den Industriebetrieben, den Textilfabriken die ArbeiterInnen dicht an dicht weiter arbeiten.

Wir fordern weltweit:

  • Umfangreicher Schutz der Arbeiterinnen und Arbeiter der Textilindustrie, in den Industriebetrieben, Verbot von Entlassungen und Kündigungen, Lohnfortzahlung bei Betriebsschließungen, Erhöhung der Gehälter und Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich!
  • Wirksame Schutzausrüstung für Ärzte, Krankenschwestern und Pflegepersonal!
  • Kostenlose, massenhafte Tests aller Menschen in den Vierteln in denen wir leben!
  • Sofortiger Ausbau der medizinischen Infrastruktur!
  • Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Pflege!
  • Kostenlose Verteilung von Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel!
  • Kostenlose Versorgung und Medikamente für Erkrankte!
  • Das Geld dafür muss von den großen Konzernen und aus den gigantischen Militärhaushalten genommen werden!

Obwohl es schon lange sogenannte „Planspiele“ gibt, die die Länder auf eine Epidemie vorbereiten, hat keine Regierung auf der Welt entsprechende Vorkehrungen getroffen. Alle Regierungen desinformieren, einige verharmlosen die Pandemie mit ernsthaften Folgen.

Wir klagen die Regierenden an, die aus nationalem Egoismus Schutzausrüstungen stehlen, aus Profitgrün-den Schutzausrüstungen exportieren während die eigene Bevölkerung ohne Schutz bleibt oder Pflegeper-sonal aus armen Ländern abwerben.

Wir fordern weltweit koordinierte Forschung und Entwicklung von Impfstoff, Medikamenten, für alle Men-schen! Keine Abwerbung von Fachpersonal!

Die derzeitige Krise zeigt eine überwältigende, länderübergreifende Solidarität der arbeitenden Menschen. Sie zeigt Schöpferkraft, Ideenreichtum und Mut. Im Zentrum der Organisierung dieses Krisen-“Alltags“ stehen weltweit die Frauen: in den Pflegeberufen, im Handel, den Familien. Wir sind bereit, alles für das Leben zu geben, wir unterstützen gesundheitlich notwendige Maßnahmen, aber wir sind wütend wenn unsere Opfer-bereitschaft ausgenutzt wird für den Abbau unserer Rechte und Freiheiten.

Wir fordern breite Informationskampagnen statt staatlicher Gewalt von Militär und Polizei, Verhaftungs-androhungen und Verwarnungen!

Wir lassen uns unsere erkämpften Rechte nicht nehmen! Keine Notstandsübung!

Wir klagen an!

Aufgrund der Ausgangssperre können Frauen in Afrika, Asien, Lateinamerika ihre Waren nicht mehr verkaufen, sie haben kein Geld, keine Nahrungsmittel – in den Armenvierteln der Welt drohen Hungersnöte. Migrantinnen und Flüchtlinge sind besonders betroffen. Tagelöhner, Wanderarbeiter arbeiten in Provinzen die oft weit weg von ihrem zu Hause sind. Die Fabrikbesitzer haben sie ohne Lohn auf die Straße geworfen, auch sie sterben Hungers. Polizei und Militär gehen oft brutal vor. Bäuerinnen und Bauern können ihre Ernten nicht mehr verkaufen.

Wir fordern:

  • Finanzielle Absicherung von Tagelöhnern, Wander- und Leiharbeitern und von Kleinhändlern!

  • Abnahme und Verteilung der landwirtschaftlichen Produkte durch die Regierungen!

  • Kostenlose Ausgabe von Lebensmitteln an arme Familien in Stadt und Land!

  • Fließendes, sauberes Wasser für jeden Haushalt!

  • Umfassende Maßnahmen für besonders Gefährdete: Flüchtlinge, Arme, Obdachlose!

  • Auflösung der Lager der Flüchtlinge und ihre sichere Unterbringung!
  • Bekämpft rassistischen Spaltungsversuche!

Wir klagen an!

Tatsächlich bedeutet Ausgangssperre für die Masse der Bevölkerung ein Zusammenleben auf engem Raum, kaum Ausweichmöglichkeiten oder persönlichen Rückzug. Keine Schule, keine Kita, keine Arbeit. Das verstärkt häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder. Frauen sorgen für die geistige, emotionale und physische Gesundheit aller Familienmitglieder, ohne auf die eigenen Bedürfnisse zu achten.

Wir fordern:

  • Verbot aller Räumungen, Zwangsvollstreckungen
  • Verbot der Wohnungskündigung bei Mietrückstand!
  • Staatliche Hilfe, warmes Essen, Notbetreuung für Kinder und Alte!
  • Lehr- und Lernmaterial, Hilfe für Kinder bei Schulschließungen!
  • Informationen in den Medien für Opfer von Gewalt!
  • Hilfe und Bereitstellung von Räumen für die Aufnahme von Gewaltopfern!
  • Netzwerke nutzen zur Ächtung der geschlechtsspezifischen Gewalt!

Frauen der Welt, die Coronakrise ist eine historische Herausforderung und wir beantworten sie mit einem historischen Schritt. Über Kontinente hinweg haben wir uns verständigt für diesen Aufruf und Forderungsprogramm. Die Coronakrise offenbart eine Systemkrise. Der Kapitalismus ist nicht in der Lage, uns ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Also nehmen wir die Sache in die eigenen Hände. Heute zeigt sich wieder, dass Frauen „systemrelevant“ sind. Und dieses Bewusstsein gibt uns Kraft für unsere Forderun-gen zu kämpfen. Deshalb müssen wir unsere begonnene internationale Zusammenarbeit höherentwickeln:

  • Wir stärken die Solidarität untereinander und koordinieren unsere Aktivitäten über weltanschauliche Differenzen hinweg als internationale Bewegung.
  • Wir teilen Kampfformen wie „Lärm-Demonstrationen“, mit Töpfen schlagen, und finden neue.
  • Für die ärmsten Länder muss ein Schuldenerlass her.
  • Die herrschenden Monopole müssen die Krise bezahlen – nicht die breiten Massen. Das kann über eine Sondersteuer passieren.
  • Bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung müssen wir uns erkämpfen.
  • Nur organisiert sind wir eine Kraft, in Gewerkschaften, in Nachbarschaften, in Frauenverbänden. Eine tolle Möglichkeit dazu ist die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen Ende 2021 in Tunesien.

Lasst uns sein wie ein Olivenbaum

in der Erde fest verwurzelt

nach der Sonne greifend und stark

Keiner und niemand kann uns brechen!

 




Introductory speech by the Kurdish Women’s Movement


International Theoretical Seminar on Women’s Liberation
2-4 December 2018 – Bangalore

Dear women, dear comrades, dear sisters,
We are honoured to be in the presence of such revolutionary, struggling women. We are especially grateful to our Indian comrades for hosting us and making this historic gathering possible. On behalf of the Kurdish women’s movement, we salute you and your resistance.
We thank the organizers for dedicating the venue hall to our precious comrade Sakine Cansiz. Sakine Cansiz, nom de guerre Sara, born 1958 in Dersim, was one of the co-founders of the Kurdistan Worker’s Party. She was detained in 1980 in the infamous military prison of Diyarbakir, where she was tortured brutally. As a leading figure of the prisoner’s resistance she became a living legend. After her release in 1991, she joined the Kurdish guerrilla. She played a special role in the founding of the Kurdish women’s guerrilla and the autonomous organisation of women within the Kurdish liberation movement. On January 9, 2013 together with two of her comrades, Fidan Dogan and Leyla Saylemez, she was assassinated by the Turkish intelligence in Paris/France. , Comrade Sara has been a symbol for women’s resistance during her lifetime and continues to drive our struggle beyond her death.


Throughout history, women have played historic roles in the struggles for socialism, democracy and national liberation. Despite their sacrifices, labor, and commitment, they have often been pushed to the background, even by their own male comrades. Our own historical experience as the Kurdish women’s movement shows us that the patriarchal backlash that struggling women often experience is not due to their weakness or lack of will. Rather, we believe that this phenomenon is due to a lack of sufficient theoretical analysis of the depth of patriarchy and its relationship to capitalism and state. Likewise, practically, women’s demands are often compromised and turned into side attachments to the revolutionary work for the so-called „general cause“ due to a lack of autonomous organization and ideological women’s structures. Over a difficult, struggle-ridden period of four decades, we came to a determined conclusion: that all revolutions must be women’s revolutions.
Today, we want to share with you the ways in which our theory and practice went hand in hand. Over decades, we managed to achieve important steps, but our history was determined by immense struggles over gender and class, as well as a profound challenging of our own perspectives on revolution before we could reach this day.
Kurdistan is the homeland of one of the largest nations without a state. One century ago, European imperialist interests arbitrarily re-drew the map of West Asia along colonial interests. As a result, our homeland was divided between four nation-states: Turkey, Iraq, Iran and Syria. In response to the brutality of severe state terror and colonialist violence, inspired by the many powerful Marxist-Leninist and anti-colonial revolutionary national liberation movements of the world, the Kurdish freedom movement around the Kurdistan Workers‘ Party (PKK) was formed in 1978 by Abdullah Öcalan and his comrades. One of the women that attended the foundation of the PKK was Sakine Cansiz. In the mid-1980s, the PKK started guerrilla warfare against the genocidal policies of the Turkish state.
At the time, in the Cold War world, many of the party’s initial assumptions and attitudes, including its perspectives on women’s liberation resembled that of most revolutionary groups of the time. The ideal of socialism provided a framework for a promise of freedom; women in socialist countries had made immense gains. With the collapse of the Soviet Union, however, the movement’s leadership engaged in a deep critical and self-critical analysis to understand the conditions that led to the end of this historic era. As early as the 1990s, Abdullah Öcalan began to question the belief that the attainment of an independent Kurdish state would necessarily lead to the liberation of society. To what extent did national liberation induce social change? Did it necessarily overcome class? How about all the anti-colonial movements and their new nationalist elites that exploit the people? How could we expect patriarchy, a system that is not 500 but 5,000 years old, to be overcome, if it manifests itself in the most private areas of life?
Women were part of the Kurdish freedom struggle from the very beginning. The first women joined the struggle to be part of the fight for socialism and national liberation; the movement’s perspective was internationalist from the very start. In the 1980s, but especially with the 1990s, when the Turkish state began systematically destroying Kurdish villages, thousands of women joined the guerrilla ranks and participated in social and political work. With the perspectives and suggestions of Abdullah Öcalan, who was a comrade of women from the very start, the 1990s marked the beginning of Kurdish women’s autonomous organization in the armed sphere. The increased participation of women in the armed struggle and their leading role in people’s uprisings at the beginning of the 1990s lead to the formation of a women’s army with own headquarters, academies and commandership within the guerrilla ranks. After a process of theoretical, ideological and practical preparation on March 8, 1995 300 female guerrilla fighters came together in a cave in the mountains of Kurdistan to uphold their first women’s congress and to announce the Kurdistan Women’s Freedom Union (YAJK). But this development was not only a result of the growing number of women but also an answer to a challenge within the movement: gender and class conflict.
This was because both, classical class and gender relations were reproduced within the militants. Male militants made use of the class conflicts between the women according to the old imperialist rule “divide and rule”. Therefore it was not just crucial to organize women separately but to strengthen the ideological struggle inside the revolutionary movement, to fight not just the external enemy but also the internal enemy, which reproduces the system we are opposing.
This is what the Women’s Liberation Ideology of the Kurdish Women’s Liberation Movement is about. Women’s liberation ideology plays a strategic role for the ideological struggle between women and men on one side and women and women on the other side. Being a freedom fighter is not only about taking arms and fighting against the occupiers. Being a militant is not only about organizing people for the case. Being a revolutionary is about realizing the revolution in your own personality first. It’s about living the ideals and values of the society you are fighting for. Because otherwise you never can be sure that you don’t reproduce the system you are opposing. Therefore political and ideological struggle cannot be disconnected from each other. And we have to start with ourselves.
But do we, as women need an ideology? In our own struggle we saw: Yes, we as women need an ideology. Because enslavement, exploitation and discrimination of women have an ideological background. By analyzing social history we came to the conclusion that patriarchy marks a counter-revolution against a social order that was developed by women without any forms of exploitation, power and hierarchies. Patriarchy, which has a history of 5 thousand years, is reproducing itself through very ideological arguments and systematic mechanisms that are based on sexism, which is the basic ideology of power. It is crucial to see that ever since the hierarchical order’s enormous leap forward, sexism has been the basic ideology of power. It is closely linked to class division and the wielding of power. Power and sexism in society share the same essence.
What about the relationship between power and masculinity? Power is synonymous to masculinity. If we want to understand the fundamental characteristics of the consequent male-dominant social culture, we need to analyse the process through which woman was socially overcome. Class and sexual oppression develop together; masculinity has generated ruling gender, ruling class, and ruling state.
The woman’s question has mostly been seen as a sub-conflict that will be solved automatically with the revolution or the national liberation. But if we look at the revolutionary experiences of socialist and national liberationist movements in the 20th century unfortunately we see that the situation of women did not really change or that as result of women’s liberation struggles mechanisms for women have been established but sexism itself or the patriarchal mind have not ben shaken in their roots. What is the reason for this phenomenon? Shouldn’t overcoming masculinity as a system be the fundamental principle of socialism?
As movement we came to the conclusion that it is crucial for women’s liberation to analyse masculinity as a system that is not just outside, but effecting and determining both, men and women, in every sphere of life. Masculinity is a system that is well-organised, that is based on an ideology (sexism) and a state of mind (patriarchy). If we really want to overcome it, if we really want to found the basis for a free life of society, we need to struggle in an organised, systematic and ideological way against masculinity. By saying masculinity we do not reject men. But we believe in the need for a transformation of the men, because the question of freedom does not only concern women but also men. That means a male revolutionary or socialist has also the responsibility to liberate itself from patriarchy.
In our movement this issue has been taken on the agenda of the movement by its leader Abdullah Öcalan and the militant Kurdish women’s liberation movement. The project through which the women’s movement developed this issue further practically and ideologically was called “transformation of the men”. At the beginning of the century male guerrilla fighters wrote reports to the women’s leadership, expressing the reasons why they want to join this project, how they think about male power and women’s liberation and how they aim to overcome masculinity. Those chosen by the women’s movement spent nearly one year at the women’s freedom academy, studying and analysing how patriarchy is reproduced in their personality and trying to overcome it.
But before these steps for the transformation of men, the militant women made a radical cut, starting to organise themselves separately. It was needed to create the room for women to educate, organise, train, live separately, in a place of women. This experience to organise the whole life without any help from men, to build own camps, to plan own military actions, to decide as women on women was very crucial as it showed them that women are able to do everything men can. This experience was very important for strengthening women’s will and also to create a new understanding of women’s collectivism. Liberation is a collective process and needs organisation.
This radical step of the women was later theorized as break-off theory. The meaning was not just a physical break-off from men – they were not totally isolated or disconnected, but came together in mixed meetings, educations, military actions etc. – but it was symbolizing ideational and physical breaking off by women from the patriarchal mentality. This theory was later further developed and named “total divorce”, which means the ability of women to divorce from the five thousand years old culture of male domination.
These and other concepts and theories build together the Women’s Liberation Ideology. The women’s liberation ideology is an expression of the need for an ideological ground of women’s liberation struggle. The Women’s Liberation Ideology is based on the several principles. First of all, women’s patriotism. Against male-dominated notions of borders, nations, and states, we express our patriotism as a universal love for humanity and the earth. We are attached to our native lands, forests, waters, languages and cultures. Our identity is indivisible from our concept of life. Women’s patriotism means a fight against colonialism, state terror and other forms of exploitation and oppression. Women’s patriotism is inherently internationalist. This is connected to the second principle, organized-ness. We see organization as the guarantor for women’s struggles to succeed. Without our active participation in all spheres of life, from society to culture, economy to self-defence, we cannot assert ourselves and our demands for freedom. Women’s autonomous organization constitutes the collective expression of women’s willpower, independent from patriarchal concepts and cultures of life. The third principle, free thought and free will, is a commitment for women to develop their independent and autonomous struggle concepts to make sure that they do not reproduce male-dominated structures. We believe that we need to turn upside down the patriarchal meanings of concepts like democracy, revolution, nation, and class. We need to induce a mental social revolution in the realm of thought and theory. The fourth principle is struggle. We cannot expect automatic formulas to magically give us our rights, we cannot pursue standard procedures and expect deeply internalized social mentalities of exploitation and domination to be overcome. We must be in a permanent struggle, against the male-dominated system’s expression among our comrades and even within ourselves. If individual women do not struggle to liberate themselves, they will not be able to act upon society against oppressive conditions. But above all, we must create mechanisms for collective struggle. The fifth principle claims that for women to develop an autonomous and independent understanding of themselves, society and life, an alternative understanding of ethics and aesthetics is necessary. Women’s conduct and appearance, their mentality and bodies, their means of internal and external self-determination have been taken away by patriarchal systems. Women’s bodies are commodified for the further generation of profit and exploitation. But we believe that beauty transcends the physical realm. Beauty concerns primarily the dynamics within women’s mental self-determination. In other words, it is of vital importance for women’s thought and perspectives to be beautiful. Her ethics, informed by a commitment to justice, autonomy, truth and liberation, generate principles by which she can live. With this understanding of beauty and its effects on physical aesthetics, our confidence and inner power will have an aestheticizing effect on our environment to transform ourselves, other women, men, and society a whole.
Without a women’s liberationist ideology, even the most revolutionary women will be dragged into the male-dominated system or be instrumentalized, even by their male comrades. Our own experience has illustrated this. At the same time, we see the ways in which women’s movements can become detached from societal realities, because they create no alternative to the system or lack the militancy to struggle. The women’s liberation ideology can be applied by women in all countries and adapted to their own contexts. It guaranteed our women that our struggle will not defer women’s liberation to a later point. Instead, we believe that to the extent to which women are liberated, revolution will be possible. Women will not merely serve revolutions, which marginalize their freedom. On the contrary, we are the revolution’s pioneers and creative force. Not only is the women’s liberation struggle the guarantee of revolution, it is also the most radical intervention to the 5,000-year-old male dominated system.
In the realm of theory, our women’s liberation ideology provides a radical, ideological perspective, a revolutionary mentality with which we tackle all of our tasks, from the democratization of the family, to the creation of our communes, cooperatives, academies and assemblies, to our strategic relationship building with revolutionary women around the world such as yourselves. Practically, we understand that our women’s revolution is an on-going effort that must be started in the here and now in the most concrete forms. Thus, rather than delaying our liberation to a date in the calendar, or to a distant, uncertain future „after the general revolution“, we are working towards building up a women’s confederal system from our neighbourhoods to our global democratic alliances.
As Kurdistan Women’s Liberation Movement we came to the conclusion that the woman’s question marks the most profound, deep-rooted question in society and history. Women are the first class in history. They are the most oppressed race or nation. All other forms of enslavement have been implemented on the basis of housewifisation. Without an analysis of woman’s status in the hierarchical system and the conditions under which she was enslaved, neither the state nor the classed system that it rests upon can be understood. Without a thorough analysis of women’s enslavement and establishing the conditions for overcoming it, no other slavery can be analysed or overcome. In this sense, we must acknowledge that not only is patriarchy the precondition for all other forms of exploitation and domination such as class to develop, but also that the liberation from all other forms of oppression necessary must go through the liberation of women.
Therefore we believe that each quest for liberation must take women’s liberation in its centre. Because the women’s question is neither a secondary issue nor a side contradiction but the “mother of all issues”. This is the paradigm with which our movement, which started as classical Marxist-Leninist cadre party, entered the 21st century. In this sense, the new century was entered with a commitment to democratic socialism. This, in turn, would only be possible with nothing less but a women’s revolution.
At this point we have to return to the dialectics of women’s liberation and social transformation. The Kurdish Freedom Movement maintained a dialectical understanding, saying that national liberation and women’s liberation must be simultaneous processes. Women’s freedom in turn stands in dialectical relation to the liberation of society. In this sense women must be the main subjects in the struggle for a free, democratic and equal society. In his message to YAJK in 1998, Öcalan described this point with these sentences:
“Woman’s freedom will play a stabilising and equalising role in forming the new civilisation and she will take her place under respectable, free and equal conditions. To achieve this, the necessary theoretical, programmatic, organisational and implementation work must be done. The reality of woman is a more concrete and analysable phenomenon than concepts such as ‘proletariat’ and ‘oppressed nation’. The extend to which society can be thoroughly transformed is determined by the extent of the transformation attained by women. Similarly, the level of woman’s freedom and equality determines the freedom and equality of all sections of society.”
With Abdullah Öcalan’s suggestion to shift in favour of a “Democratic, Ecological, Women’s Liberationist Paradigm” through his proposal of Democratic Confederalism not only the quest to find freedom within a state changed in favour of radical democratic, direct action-based, concrete social, political and economic structures, such as communes, people’s academies, people’s assemblies and cooperatives – this new perspective also further radicalized the women’s movement. Since 2005, in all spheres of life, women organize their everyday needs, theorize their freedom principles and build the concrete conditions for a free, just and beautiful life through the democratic confederal system.
Since 2013, on each level of our political and organizational positions, we implement the principles of equal participation and equal representation. Inside the movement half of the members of each body and executive body are women. They are not only numbers but representatives of the organized collective will of the women’s movement. Therefore, the female candidates are chosen by the women’s movement itself. Men are not able to intervene in the collective will of the women but women can veto men that reject women’s liberation values and principles.
It was with this perspective that in Rojava/North-Eastern-Syria, over the last 7 years, the world has observed a radical women’s revolution unfold, which not only managed to defend entire communities against the fascist patriarchal barbarism of ISIS and similar groups, but also to create the foundations for a new autonomous life. From the smallest commune to federal units in all of our liberated areas, the principle of co-leadership between one woman and one man is formally and practically implemented. Women’s communes solve society’s issues, while women’s autonomous economic efforts, justice systems and educational perspectives attempt to mobilize, organize and educate women in all spheres of life.
To be able to play this leading role and to give revolutionary processes a female character, it is crucial for women to organise autonomously and separately. Only as an autonomous force with an organised collective will that takes its own decisions and can intervene in general decision-making processes we can play a historical role in our own movements and at the first quarter of the 21st century, which we can transform into an era of women’s liberation. An end of patriarchy is possible. Because it constitutes the shortest period in history. Even pre-civilizational matriarchal, primitive communal societies have a longer history than patriarchy. We can overcome it by realising the 2nd women’s revolution everywhere. Without such a radical women’s revolution liberating life from all forms of exploitation, enslavement, violence, oppression will not be possible. But it’s also not possible to make a revolution with enslaved women. The extent to which society can be deeply transformed is determined by the extent of the transformation attained by women. The level of woman’s freedom and equality determines the freedom and equality of all sections of society. Women need to be an organized autonomous force within liberation movements to be able to create real change – starting with themselves. Therefore, let’s realise total divorce from the patriarchal system, with all the attitudes it imposes on women and men, for strengthening women’s leadership in revolutionary processes and by doing so let’s turn the 21st century in an era of women’s liberation.
Jin – Jiyan – Azadi!
Women – Life – Freedom!