29.01.2026

Aufruf zur Solidarität mit Rojava und der demokratischen autonomen Verwaltung Nord-Ostsyrien

Angesichts der groß angelegten Angriffe der faschistisch-dschihadistischen Milizen von Hay’at Tahrir al-Sham (HTS), die eng mit dem imperialistischen Block aus den USA, Israel, der EU, Saudi-Arabien und dem faschistischen türkischen Staat zusammenarbeiten, gegen die Gebiete der Demokratischen Autonomen Verwaltung Nord- und Ostsyriens (DAANES) haben die Kräfte vor Ort ihren selbstopfernden Widerstand des Volkes bekräftigt und zur massenhaften Mobilisation aufgerufen.

Die Angriffe zielen darauf ab, die demokratischen, antikolonialen, frauenbefreienden und ökologischen Errungenschaften der Rojava-Revolution auszulöschen. Angesichts der anhaltenden Angriffe auf Kobanê und umliegende Dörfer hat die Selbstverwaltung eindringlich vor einer humanitären Katastrophe gewarnt. Vertriebene sind in unbewohnbaren Unterkünften untergebracht, Nahrungsmittel und weitere Hilfsgüter reichen nicht aus, gleichzeitig sind andauernde Unterbrechung der Wasser-, Strom- und Kommunikationsinfrastruktur Folgen der Belagerung durch türkisch-syrische Truppen, was die drohende humanitäre Krise verschärft.

Während die faschistischen und dschihadistischen HTS-Milizen mit türkischer Waffen- und Unterstützung ihre Angriffe auf die Frauenrevolution in Rojava fortsetzen, haben Frauen aus Rojava zu den Waffen gegriffen und sind auf die Straße gegangen. Sie betonen ihre gemeinsame Feindschaft gegenüber den imperialistischen Kräften, dem türkischen Besatzungsstaat und den IS/HTS-Milizen. Unter diesen Frauen sind arabische Alevitenfrauen, die die Massaker und brutale Gewaltangriffe der HTS in den letzten Monaten überlebt haben und nun Seite an Seite mit Frauen anderer Nationen für die Verteidigung ihrer Freiheit kämpfen. Der geflochtene Zopf wurde zu einem internationalen Symbol des Frauenwiderstandes. Er zeigt: Der Widerstand lebt weiter, ihr könnt den Kämpfer:innen den Zopf abschneiden, aber niemals ihren Willen zur Befreiung brechen!

Der Widerstand in Rojava ist ein Beispiel für die Entschlossenheit unterdrückter Völker, sich nicht zu Opfern imperialistischer Interventionen und Pläne zu machen, sondern ihre Würde und Freiheit gegen alle Versuche des Völkermords zu verteidigen. Jugendliche stürmten die Grenzen zu Rojava und schließen sich den Mobilisationen an.

Auch auf der ganzen Welt gehen die Menschen in Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf und gegen Faschismus und koloniale Besatzung auf die Straße. Zwischen dem 26. Januar und dem 1. Februar wurde von internationalen Netzwerken eine internationale Aktionswoche ausgerufen, zehntausende Menschen gingen bereits europaweit auf die Straßen, täglich werden Mahnwachen organisiert, Parteizentralen wurden besetzt und vor dem Außenministerium in Berlin protestiert. In den vordersten Reihen stehen junge Frauen, die zeigen: Die Errungenschaften der Frauen in Rojava, sind die Errungenschaften aller!

Am Wochenende des 31.01. und 01.02. wurde zu weiteren Großdemonstrationen und kreativen Protesten weltweit aufgerufen.

Die internationale Solidarität lebt!
Im Rahmen der internationalen Mobilisierungen haben sich Aktivist:innen und Revolutionär:innen auch auf den Weg in Richtung Kurdistan gemacht, um die Proteste vor Ort zu unterstützen und ein Band zwischen Kurdistan und Europa zu spannen. Aktuell wird die „Peoples Caravan to Defend Humanity“, die sich vergangene Woche auf den Weg aus Europa nach Kobanê machte, an der türkischen Grenze von der Polizei aufgehalten, die die Pässe der Internationalist:innen einbehielt. Gleichzeitig wird eine Delegation aus Aktivist:innen und Journalist:innen, die nach Nordkurdistan reisten, in Mardin in Nordkuristan von den Kräften des faschistischen türkischen Staat festgehalten. Ihnen droht die Übersendung nach Istanbul und die Abschiebung. Wir fordern ihre sofortige Freilassung und den ihnen Zustehenden Kontakt mit Anwält:innen.

Als Basisfrauen rufen die Frauen, Jugendlichen und alle Unterdrückten auf, sich den Protesten, Aktionen und Großdemonstrationen am 31. Januar sowie 1. Februar anzuschließen. Die Internationale Solidarität hält den Widerstand am Leben, setzt die imperialistischen, faschistischen und dschihadistischen Staaten unter Druck und ist ein Zeichen, die Würde der Menschheit zu verteidigen.

Es lebe die internationale Solidarität!
Es lebe der Kampf für die Frauenbefreiung!
Gemeinsam verteidigen wir die Revolution in Rojava!

Solidarität mit Rojava und der demokratischen autonomen Verwaltung Nord-Ostsyrien !

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