Beschlüsse des 3. Welttreffens der Koordinatorinnen (German, English, French)

Beschlüsse des

  1. Welttreffens der KoordinatorinnenGruppenfoto Welttreffen Koordinatorinnen 2014

vom 6. bis 9. Oktober 2014 in in Chemnitz/Germany

für die Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz 2016

Beschlüsse
1 Die vorgeschlagene Tagesordnung wird angenommen mit den Ergänzung der Lei­tung der einzelnen Tagesordnungspunkte. Sie beinhaltet den Empfang am Sonntag­abend und das Besuchsprogramm am Mittwoch (8.10.)  (siehe Anhang 1)
2 Der Vorschlag für die Geschäftsordnung wird angenommen mit der Änderung, dass die Stuttgarter Beschlüsse von 2012 ebenfalls als grundlegendes Dokument eingefügt werden müssen. (siehe Anhang 2)
3 Wir bekräftigen den Weg der kontinentalen und regionalen Konferenzen zur Vor­bereitung der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal durchzuführen.Aber der Weg dazu ist für die Basisfrauen schwieriger als gedacht.

Sie haben Probleme mit der Kommunikation. Vor allem ist jeder Kontinent anders und muss den besonderen Weg finden, die Basisfrauen einzubeziehen in den Ge­danken der Weltfrauenkonferenz, die keine Neuauflage von Peking ist. Dabei kommt es weniger auf die Quantität der Beziehungen an als auf die Qualität an.

4 Konkret trafen wir folgende Entscheidungen:

  • Afrika wird die Konferenz durchführen, sobald die Voraussetzungen im Laufe des Jahres 2015 da sind.
  • In Asien ist vorrangig, dass die vier gewählten Koordinatorinnen (Joms und Shiela als Koordinatorin und Joly und Menu als Stellvertreterinnen) eng zusammenarbeiten und die 2. Asien-Konferenz vorbereiten.
  • Wenn eine Koordinatorin ihre Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann, zum Beispiel durch Krankheit, übernimmt eine der schon gewählten Stellvertrete­rinnen des Kontinents deren Aufgaben.
  • Der Vorschlag der weltweiten Koordinatorinnen an die Frauen in Asien ist, die Asien-Konferenz direkt vor dem 4. Welttreffen der Koordinatorinnen vom 10.-16. März 2015 durchzuführen.
  • Auf der Asien-Konferenz sollen die zusätzlichen Koordinatorinnen aus Nepal gewählt und die weitere Arbeit geplant werden. Die Asien-Koordinatorinnen müssen ihre Verantwortung für Vorbereitung, Einladung und Durchführung der Asien-Konferenz wahrnehmen.
5 Die Koordinatorinnen haben den Konflikt der Frauen aus Nordafrika diskutiert, ob sie  zur Region Mittlerer Osten oder zu Afrika gehören. Die Koordinatorinnen kamen zu dem Ergebnis, dass es für das Selbstverständnis des afrikanischen Kontinents wichtig ist, dass die Frauen aus Nordafrika den Weltfrauenprozess in Afrika unter­stützen und in der Afrika-Koordination mitarbeiten sollten.
6 Die Koordinatorinnen beschließen, dass das bisherige Logo der Weltfrauenkonfe­renz  auch für 2016 beibehalten werden soll.Dies wird ergänzt durch Logo Nr. 2 von Gabriela. (siehe Anlage 3)
7 Alle Frauen können Vorschläge und Meinungen an die Koordinatorinnen geben, aber die Skype-Meetings der Koordinatorinnen sollten wirklich unter ihnen statt finden um die Zusammenarbeit und das Vertrauen zu stärken.
8 Die Frauen in Nepal waren nicht über Beschluss Nr. 6 von Johannesburg informiert. Die (anwesenden) Frauen aus Nepal bekräftigen die Entscheidung von Johannes­burg. Es wird bestätigt, die Gastgeberinnen in Nepal werden eine Erklärung/Auf­ruf der acht Organisationen verfassen, Gastgeberin der 2. Weltfrauenkonferenz zu sein, zusätzliche Unterstützerinnen aus vielen Organisationen, Initiativen, Einzelpersonen aus einem breiten Spektrum der Frauen- und Massenbewegung gewinnen, mit dem in der ganzen Welt geworben werden kann.
9 Wir entscheiden, dass die T-Shirts in Bangladesh produziert werden.Jeder Kontinent schickt seine Bestellung, Farben und Größen an Joly.

Die T-Shirts werden mit dem  Logo Nr. 2 von Joms/Gabriela bedruckt sein.

Die Beschlüsse aus Johannesburg werden mit folgenden Erweiterungen bestätigt:
10 Der 7. Beschluss aus Johannesburg wird geändert: die Weltfrauenkonferenz wird mit einer großen Demonstration beginnen die in der Eröffnungs-Zeremonie endet.Am letzten Tag wird es keine große Demonstration geben.
11 Bis zum 1. Dezember 2015 müssen die Kontinente den Frauen in Nepal mitteilen, wie viele Teilnehmer zur Weltfrauenkonferenz in Kathmandu kommen werden (so exakt wie möglich), damit ihre Unterbringung und Verpflegung organisiert werden kann.
12 Sechs Monate vor der Weltfrauenkonferenz sollten die für die Brigadistinnen Verantwortlichen für einige Tage nach Nepal kommen um die nepalesischen Frauen kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten,, um sich mit den Bedingungen vor Ort vertraut zu machen und erste Planungen vorzunehmen. Zwei bis vier Wochen vor der Weltfrauenkonferenz kommen dann die eigentlichen Brigadistinnen um die Frauen in Nepal bei ihrer umfangreichen Arbeit in der Vorbereitung zu unterstützen.
13 Die weltweite Koordination übernimmt die Verantwortung für die Brigadistinnen und die damit verbunden Kosten.
14 Alle Frauen die am Prozess der Weltfrauen beteiligt sind versprechen eine offene, respektvolle und aufrichtige Zusammenarbeit, die Fehler in Venezuela sollen nicht wiederholt werden.Kulturelle Unterschiede, unterschiedliche Arbeitsweisen und der politische Kontext des Gastgeberlandes müssen respektiert werden.
15 Übersetzung: Für die Workshops müssen die Organisatorinnen die Übersetzung für Englisch und Nepalesisch sicherstellen. Wenn jemand weitere Übersetzung benötigt, muss er/sie dies in die Hand nehmen und selbst organisieren.Für die Generalversammlung der Delegierten müssen die weltweiten Koordinatorin­nen die folgende Übersetzung organisieren:

Arabisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Nepalesisch, Russisch, Spanisch.

16 Die Workshops, die in Johannesburg beschlossen wurden, werden bestätigt.Die Kontinental-Koordinatorinnen müssen die Frauen in den verschiedenen Ländern informieren und Personen oder Organisationen etc. finden, die die Verantwortung für die Workshops übernehmen.

Wer für einen Workshop die Verantwortung übernehmen will, muss das den Koordinatorinnen bis zum Welttreffen in März 2015 informieren. Wenn es jemanden gibt, der Verantwortung für einen neuen Workshop übernehmen möchte, muss sie/er dies den Koordinatorinnen bis zum 1. März  2015 mitteilen. Wenn es für einen der Workshops keine Verantwortlichen gibt, wird dieser nicht stattfinden.

17 Bezüglich des Austragungsortes wird beschlossen, dass die weltweiten Koordina­torinnen bei ihrem weltweiten Treffen im März 2015 in Nepal den Austragungsort be­sichtigen und die Entscheidung finalisieren.
18 Es wird bekräftigt, dass die maximale Teilnehmerzahl eines Workshops auf 40  be­grenzt wird. Wenn mehr Leute einen Workshop besuchen möchten, wird ein weiterer mit dem selben Thema angeboten.
19 Für den internationalen Song-Contest (Abendprogramm des 5. Tages) gelten fol­gende Regeln:

  • Die Gruppe soll mehrheitlich aus Frauen bestehen, maximal ein Drittel dürfen Jungen oder Männer sein.
  • Die inhaltliche Leitlinie ist: „Frauen erklimmen die höchsten Berge!“
  • Es gibt keine Begrenzung bezüglich des Alters,
  • bezüglich eigener oder bekannter Melodien
  • bezüglich der Teilnehmerzahl aus einem Land

Die Rebellen von Deutschland werden aufgefordert, dem 4. Welttreffen der Koordi­natorinnen in Nepal im März 2015 einen genauen Vorschlag zum Ablauf zu machen.

20 Alle jungen Frauen und Mädchen werden aufgefordert, einen großen gemeinsa­men Workshop über die Belange der jungen Frauen und Mädchen durchzufüh­ren. Die Generalversammlung der Delegierten wird den jungen Frauen am 2. Tag  eine Stunde Zeit einzuräumen, ihre Arbeitsergebnisse einzubringen mit Resolutio­nen, Liedern, Statements – wie auch immer sie wünschen.Außerdem wird die kämpferische Frauenbewegung der Länder aufgefordert, unbe­dingt auch junge Frauen in die Delegationen für die Generalversammlung der Delegierten zu wählen.
21 Die Länder werden aufgefordert, in ihrer eigenen Sprache Facebook Seiten zu er­öffnen.
22 Es werden künftig bei Bedarf Skype Konferenzen der Weltkoordinatorinnen statt finden. Jede Koordinatorin kann bei Bedarf mit einer schriftlichen Darlegung des Pro­blems und einen Beschlussvorschlag an alle anmelden. Die Antragstellerin schlägt einen geeigneten Termin vor und koordiniert ihn.Jede Teilnehmerin sorgt selbst für ihre notwendige Übersetzung. Monika erinnert we­nige Tage per SMS oder Mail daran.
23 Wir bekräftigen das Prinzip der finanziellen Unabhängigkeit und haben viele Ide­en  ausgetauscht,  wie Spenden gesammelt werden können. Wir werden diese Ideen in unseren Ländern umsetzen und unsere Erfahrungen beim nächsten weltweiten Treffen der Koordinatorinnen in März 2015 austauschen.Unser nächstes Ziel ist es, Geld für die Reise aller Koordinatorinnen zum weltweiten Treffen der Koordinatorinnen in Nepal im März 2015 zu sammeln.

Download Beschüsse

in German: 

Download Decisions of the meeting:

Download en francais: 

 

 




Bericht zum Prozess der Weltfrauenkonferenz

  1. Frauenpolitischer Ratschlag Chemnitz –

nationale Versammlung am Sonntag, 5.10.2014

Europakoordinatorinnen Monika Gärtner-Engel, Halinka AugustinDemo Abschlusskundgebung Monika und Halinka IMG_1800

Bericht zum Prozess der Weltfrauenkonferenz

Der Weltfrauenprozess, die internationale Zusammenarbeit und Koordination der kämpferischen Frauenbewegung hat in den letzten Jahren wichtige Schritte vorwärts gemacht!

Hier die wichtigsten Stationen zur Geschichte der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen

2006: Die Initiative geht vom Frauenpolitischen Ratschlag in Deutschland aus –

gemeinsam mit den dort anwesenden internationalen Gästen, vor allem aus Venezuela, Ecuador und Argentinien.

Danach knüpften wir intensiv Kontakte mit befreundeten Bewegungen und im Internet.

2008: Die Initiatorinnen aus Venezuela, Ecuador, Deutschland und Argentinien konstituieren sich in Venezuela und verabschiedeten nach intensiver Diskussion drei Grundsatzpapiere:

Aufruf, Grundsätze, Prozessplan, die den Weg wiesen zur 1.Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Venezuela und bis heute Gültigkeit als Grundlagendokumente haben. Es folgte eine intensive Vorbereitung.

2011: im März findet im in Caracas Venezuela erfolgreich die erste Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen statt.

An ihr nehmen über 3000 Frauen aus 43 Ländern teil, (auch Männer sind dabei..)

Das Abschlussplenum verabschiedet die Resolution von Caracas!

In ihr bekräftigten wir: .. die weltweite kämpferische Frauenbewegung (muss) eng zusammen arbeiten, sich zusammenschließen und koordinieren, Freundschaft schließen, voneinander lernen und gemeinsam kämpfen. Das ist die wichtigste Botschaft dieser begeisternden ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Caracas/ Venezuela.“

2012: Auf der Grundlage der Resolution von Carcas finden in Asien, Afrika und Europa Kontinentalkonferenzen zur Auswertung der 1. Weltfrauenkonferenz und zur Wahl von je zwei Kontinentalkoordinatorinnen und Stellvertreterinnen statt.

Die Hauptaufgabe der Koordinatorinnen ist

die Koordinierung der Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz in Verbindung mit der Stärkung der kämpferischen Frauenbewegung der Region, des Kontinents

die Verbindung zum weltweiten Komitee

Diese große Herausforderung erfordert einen ständigen internationalen Kontakt, Austausch und Absprachen!

2012: Das 1. Welttreffen der Koordinatorinnen in Stuttgart schließt den Prozess der Auswertung der 1. Weltfrauenkonferenz ab,  nimmt Kurs auf die 2. Weltfrauenkonferenz!

2013: Das 2. Welttreffen der Koordinatorinnen im Oktober in Johannesburg fasst zweieinhalb Jahre vorher schon weitreichende Beschlüsse  für die Vorbereitung der 2.Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal.

Das wichtigste Ergebnis des Treffens;

Die 2. Weltfrauenkonferenz wird 2016 in Kathmandu/Nepal stattfinden!

2014: Ganz Besonders freuen wir uns über den jüngsten Erfolg der beeindruckenden 2. Frauenkonferenz des Mittleren Ostens vor zwei Wochen am 27./28. September in Diyarbakir/ Türkei-Kurdistan bei der die Weltfrauen-Koordination des Mittleren Ostens in mitten heftigster Kämpfe „geboren” wurde!

Diese 2. Konferenz hatte sich das große Ziel gesetzt, die beteiligten Frauen und ihre Organisationen einzugliedern in die Bewegung der „Weltfrauen“ und damit in die aktive Teilnahme am Prozess zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz.

Delegierte aus Ägypten, Tunesien, Iran, Irak, Rojava/ Syrien, Libanon, Palästina, Türkei, Türkei-Kurdistan und Afghanistan waren angereist. Die Delegierten aus Rojava erkämpften sich zu Fuß ihren Weg über die „grüne Grenze“. Ich war eingeladen um die Konferenz zusammen mit Ceylan Bagriyenik von der Organisation DÖKH zu moderieren.

Die Geburtsstunde der Koordination des Mittleren Ostens zur Weltfrauenkonferenz fand inmitten einer historischen Kampfsituation gegen den faschistischen, extrem frauenfeindlichen „Islamischen Staat“ (IS) statt!

Trotz der turbulenten Zeiten wollte man unter keinen Umständen die Konferenz verschieben. So hoch wurde ihre  Bedeutung  angesichts der bevorstehenden 3. Weltkonferenz der Koordinatorinnen zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz eingeschätzt.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg!

Die festliche Eröffnung der Konferenz begann nach einer Gedenkminute für die in Paris ermordeten Kurdinnen Sakine, Leyla und Fidan. In Grußworten von Birsen Kaya Akad, der Bezirksbürgermeisterin sowie der beeindruckenden Rede der Bürgermeisterin von Diyarbakir, Gülten Kisanak wiesen beide auf die große Bedeutung der Weltfrauenbewegung, der Weltfrauenkonferenz und der Rolle der Frauen des Mittleren Ostens hin.

Sehr ernst wurde von beiden die Lage um die vom „Islamischen Staat“ (IS) bedrohte Stadt Kobane eingeschätzt. Ihr eindringlicher Aufruf an alle Weltfrauen, sich mit den Menschen in Kobane und dem Projekt Rojava solidarisch zu zeigen, ging unter die Haut und begleitete die ganze Konferenz.

Ich überbrachte Grüße im Namen der Weltfrauen und betonte v.a. das zukunftsweisende Signal, das aktuell von der Region ausgeht: auch einem übermächtig erscheinenden Feind unterwirft man sich nicht! Nicht nur Männer, gerade auch Frauen stehen an der Spitze des Befreiungskampfes! Es wird nicht nur gegen IS, sondern für eine demokratische, frauenbewegte Zukunft gekämpft. Viel Freude rief ein aus Deutschland mitgebrachtes, auf arabisch geschriebenes Transparent „Willkommen bei den Weltfrauen“ hervor.

Anstatt der ursprünglich geplanten 2-Tage-Konferenz wurde gleich zu Beginn einhellig das Programm geändert:  einer konzentriert durchgeführten Tagung wurden alle Grundlagen für den einhelligen Beschluss zur Teilnahme am Weltfrauenprozess gelegt: Sämtliche Delegationen trugen zunächst schriftlich vorbereitete, exakt 10-minütige Länderberichte vor. Eine beeindruckende Reise durch Leben und Kampf der Frauen des Mittleren Ostens. Ich berichtete über Geschichte, inhaltliche Grundlagen Prinzipien und Durchführung der ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen. Offen sprach ich über den Fehler der Unterdrückung der kurdischen Delegation durch einige Lateinamerikanische Initiatorinnen.

Der Höhepunkt war die Wahl der Koordinatorinnen.

Doch sofort begann der praktische Teil der Konferenz: ein Besuch in einem kommunal errichteten Camp für jezidische Flüchtlingen; am nächsten Tag die Fahrt zur syrisch-türkischen Grenze für die Solidaritätskundgebung für den Kampf um Kobane, gegen den faschistischen IS.

Dazu fuhr die Frauendelegation der Weltfrauen 4 Stunden mit dem Bus zur Grenze. Eine der Abschlussresolutionen ist ein flammender Aufruf an die Frauen der Welt zur Solidarität mit Kobane und dem Zukunftsprojekt Rojava und wurde an der Grenze flammend vorgetragen. Sie sichert ihrerseits allen Weltfrauen volle Solidarität in ihren Kämpfen zu.

Schützt Kobane! Verhindert ein 2. Sengal! Verteidigt das mutige Rojava!

Mit dieser erfolgreichen Konferenz gibt es jetzt in fünf Kontinenten/Regionen gewählte Koordinatorinnen und Ersatzkoordinatorinnen!

Denn im Juli diesen Jahres fand auch in Lateinamerika die Wahl von Koordinatorinnen statt: Susana Galli, Argentinien und Cecilia Jaramillo, Ecuador.

Neu gewählte Koordinatorinnen des Mittleren Ostens sind: Özlem Yasak, die Kurdistan in vier Ländern vertritt und Sana Shalaldah von der Union der palästinensischen Frauenkomitees. Auch drei Ersatzkoordinatorinnen wurden gewählt.

Herzlichen Glückwunsch an die neuen Koordinatorinnen!

Die Koordinatorinnen aus den fünf Kontinenten, bzw. Regionen, vertreten tausende Frauen der kämpferischen Frauenbewegung ihrer Länder und Kontinente im Weltfrauenprozess!

Damit hat die Koordination des Weltfrauenprozesses hin zur 2.Weltfrauenkonferenz in Nepal hat einen großen Schritt gemacht und verkörpert ein wachsendes Potential der kämpferischen internationalen Frauenbewegung! Ein Schwerpunktaufgabe der Welt-Koordinatorinnen liegt jetzt darauf, die Frauen in unseren Ländern und Kontinenten  zu informieren und zu mobilisieren, sowie eine Vielzahl neuer Länder und Frauen zu gewinnen für die 2.Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal.

2014 fand am 8. Februar sehr erfolgreich die 3. Europakonferenz in Paris statt!

Sie befasste sich mit der Lage und den Kämpfen der Frauen in den Ländern Europas und mit den Beschlüssen des Welttreffens von Johannesburg und  sie zog Schlussfolgerungen für die Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz in Europa. Die Konferenz beschloss:

Wir wollen Frauen aus allen Ländern Europas für die 2. Weltfrauenkonferenz 2016 gewinnen!

Und die 4. Europakonferenz wird in Athen 2015 statt finden!

Es waren 29 Delegierte aus 14 Ländern: aus Bosnien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Rumänien, Russland, Schweden, Spanien, der Schweiz und der Ukraine.

Albanien, Serbien und Tschechien sind am Prozess der Weltfrauenkonferenz beteiligt, konnten aber leider nicht teilnehmen. Neue Frauen aus einem breiteren Spektrum nahmen an der Konferenz teil.

Beim Podium junger Frauen nahmen Vertreterinnen aus 6 Ländern teil.

Das zeigt der Weltfrauenprozess in Europa wächst und erweitert sich!

Diese Erweiterung ist keine spontane Entwicklung – jeder neue Kontakt zu Frauen und Frauenorganisationen, jeder Teilnahme einer Delegierten geht einher mit intensiver Kontaktpflege, Beratung, wie Fragen der Finanzierung, des Visa-Prozesses usw. zu lösen sind und braucht Zeit und Kontinuität.  Um die Teilnahme jeder Frau musste gerungen werden!

Hier spielt die grundsätzliche Bedeutung der finanziellen Unabhängigkeit der WFK eine große Rolle.

bei jeder Aktivität finanzielle Beiträge im Auge haben und planen

das Wichtigste ist, mit der Sammlung von Spenden zu den Massen zu gehen.

Jede Frauenbewegung hat besondere Talente, die für die Spenden zum Tragen gebracht werden können.

Dies ist heftig umkämpft – international im Weltfrauenprozess – aber durchaus auch in Europa.

Die Europa-Konferenz in Paris weitreichende finanzielle Beschlüsse zur Unterstützung: für die Asienkonferenz 10.000 €, für die Afrikakonferenz 8000 €, für das 3. Welttreffen 7000 € und für die 4. Europakonferenz im Februar 2015 in Athen 5000 €.

Aus Europa gingen bisher nur aus der Schweiz, Deutschland und aus Griechenland Spenden ein.

Obwohl die Konferenz bekräftigte: „Die finanzielle Unabhängigkeit der Weltfrauenkonferenz ist unsere gemeinsame Aufgabe. Wir entwickeln vielfältige finanzielle Initiativen in unseren Ländern für die Finanzierung unserer eigenen Arbeit und die Unterstützung der Koordinierung in anderen Kontinenten und Regionen.“

Wie man das macht, auch wenn man selbst kein Geld hat, machen uns die griechischen Frauen vor. Sofia schickt uns wunderschöne hand- gestickte Tischdecken, die wir hier amerikanisch versteigern und dabei dreistellige Summen erlösen.

Es scheint also mehr eine Frage der richtigen Einstellung zur finanziellen Unabhängigkeit zu sein um in Verbindung mit Phantasie die eigenen Talente in finanzielle Potentiale umzuwandeln.

Das 2. Welttreffen im Oktober 2013 in Johannesburg in Südafrika fasste weitreichende Beschlüsse.

Die 2. Weltfrauenkonferenz soll sechs Tage dauern vom 13. – 18. 3. 2016.

Am 13.3.2016 (Sonntag) bewegende und kämpferische Eröffnungs-Zeremonie  mit Massenbeteiligung von Frauen aus Nepal statt.

Am 14.3. und 15.3., dem zweiten und dritten Tag finden die Workshops  zu den brennenden Fragen der Frauen der Welt statt, an denen alle teilnehmen können.

Am 16.3. und 17.3.,  dem vierten und fünften Tag findet die Generalversammlung der Delegierten statt.

Am 18.3., dem sechsten Tag findet Vormittags das Abschlussplenum mit  allen Teilnehmerinnen von Workshops und Generalversammlung statt und nachmittags die große Abschlussdemonstration mit Massenbeteiligung.

Die Generalversammlung der Delegierten – mit bis zu 5 Delegierten der kämpferischen Frauenbewegung der einzelnen Länder – berät die Lage und Kämpfe der Frauen der Welt der einzelnen Ländern, fasst Beschlüsse über die künftige gemeinsame Zusammenarbeit.

Die Workshops haben die Aufgabe einer intensiven Diskussion aller brennenden Fragen der Frauen der Welt.

Wir haben eine erste Diskussion zu möglichen Themen der Workshops begonnen.

Dazu gehören,

Frauen im Arbeitsleben, ihre Rolle in Kämpfen und als Teil der Arbeiterbewegung und in den Gewerkschaften

Frauen kämpfen für die Rettung der Mutter Erde, Frauen und Umweltbewegung

Junge Frauen, ihre Lage, in Arbeit, Studium, Sport und Freizeit, ihre Beteiligung an Frauenbewegungen und in der Politik

Höhepunkt im kulturellen Massenprogramm (mit Musik, Sport, Tanz, Gestaltung von Transparenten, Buch-Vorstellungen, Informationsstände usw.) sind die Kulturnächte und der internationale Song-Contest:

Am 5. Abend findet die Präsentation des Song-Contestes statt. Er wird in den Ländern und Kontinenten, ggf. auch als Bestandteil des Massenprogramms auf der Weltfrauenkonferenz vorbereitet. Sein Ziel ist die Einbeziehung der Talente v.a. vieler junger Frauen und Mädchen für eine Hymne der Weltfrauenkonferenz

Die Konferenz ist offen für alle Frauen und Mädchen, die die  Ziele und Prinzipien der Weltfrauenkonferenz akzeptieren und sich entsprechend verhalten.

Ausgeschlossen von der Konferenz sind Faschisten, religiöse Fundamentalisten,

sowie Vertreter aggressiver frauenfeindlicher Organisationen und Verhaltensweisen.

Die Konferenz wird selbstständig und überparteilich in einer demokratischen Streitkultur und Solidarität organisiert und unabhängig finanziert.

Aus allen Kontinenten werden Brigadistinnen und Brigadisten aufgerufen, die Frauen im Gastgeberland rechtzeitig und mit ausreichenden Kräften bei ihrer umfangreichen Arbeit zu unterstützen. Die Arbeit der Brigadisten wird vom Welttreffen der Koordinatorinnen zusammen mit den Frauen des Gastgeberlandes angeleitet, kontrolliert und koordiniert.

Die Koordinatorinnen erklären, dass die drei Weltfrauen-Kampftage – 8. März, 1. Mai und 25. November –  in allen Kontinenten weiter gemeinsam durchgeführt werden sollen. Sie dienen der Stärkung der kämpferischen Frauenbewegung im jeweiligen Land und dem wachsenden Bewusstsein, Teil der weltweiten kämpferischen Frauenbewegung zu sein und den Gedanken der Weltfrauenkonferenz zu verbreiten.

Das 2. Welttreffen der Koordinatorinnen beschloss den Aufruf zur Weltfrauenkonferenz, der inzwischen in neun Sprachen übersetzt ist!

Frauen der Welt erklimmen die höchsten Berge!

… Wir rufen die Frauen zum Dach der Welt! Kommt nach Nepal, wo die Frauen eine sehr bedeutende Rolle in der Geschichte der Kämpfe des Volkes gespielt haben. Frauen stehen in den ersten Reihen der Volksbewegung und des Widerstands, um eine bessere Gesellschaft zu erkämpfen.

Weltfrauen! Nehmt teil an der zweiten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen und setzt ein eindrucksvolles Zeichen gegen die Ursachen unserer Unterdrückung, gegen das System, das uns zu einem Leben in Ausbeutung und Unterjochung zwingt. Lasst uns uns zusammenschließen, uns organisieren und mit allen Befreiungsbewegungen zusammen einen Riesenschritt zur Befreiung der Frau machen!

Frauen der Welt vereinigt euch!

Brecht die Ketten von Ausbeutung und Unterdrückung!

Vorwärts mit dem Kampf um die Befreiung der Frau!

Download Bericht: 




Resolution of the 3rd Worldwide Meeting of the Coordinators

Resolution of the 3rd Worldwide Meeting of the Coordinators

6th to 9th October 2014 in Chemnitz/GermanyGruppenfoto Welttreffen Koordinatorinnen 2014

for preparation of 2nd World Women’s Conference

Resolution  

Active resistance for a ban on fracking – worldwide!

The coordinators of the WWC express their solidarity with all the anti-fracking activists taking part in „Global Frack Down Day“ on 11th October.

Fracking not only destroys whole landscapes, pollutes the water we drink and the air we breathe but also is a major threat to our climate.

We say ban fracking – worldwide!

It only serves the profits of the big energy corporations.

We need renewable energy!

Resolution

in support of the struggle against women’s oppression by Islamic State (IS), today especially the threatening IS massacre in Kobanê and Rojava

In the last years women and children were endangered through wars worldwide, especially in the Middle East states of Syria and Iraq, where now the Islamic-fundamentalists are committing massacres in their attempt to build up the Kalifat. All these forces like Al Kaida were in their origin built up by the imperialist forces, especially the USA. Nowadays they are financed by the income from occupied oil resources in the Iraq, and/ or supported by the governments or very rich people in Qatar, Kuwait, Saudi Arabia and Turkey.

In the whole region women are oppressed by the weapon of sharia. Under this law in the name of Islam women are stoned, raped and driven out from social life in the society, work and political affairs.

In Rojava, the Kurdish part in the north of Syria,  the people are building up new structures of self-determination, democracy, gender equality and liberation.

The so called “Islamic state” (IS), who are in reality fascists, are now attacking the city of Kobanê in Rojava, which is known as the heart of Rojava. When they sieged the city of Shengal they massacred people, raped and killed women and children. It must be prevented that this happens again in Kobanê.

We coordinators of the World-Women’ Conference call upon all people to support the struggle against the IS fascists and we support the proposal for a delegation of women observers to Rojava.

Resolution

in support of the struggles of women and the working class in Europe

After the end of the world economic and financial crisis the companies are even more in competition over who will be the winner of the crisis. Therefore they dismiss many thousands of employees and increase the work rush. The governments, the Troika, IMF and World-bank shift the burden of the crisis onto the masses. We are in solidarity with all fighting workforces and especially with the women like the 595 cleaning women in Athens, who were dismissed in 2013.

Resolution

Ebola

To the people of West Africa, especially women of Liberia, Guinea, Sierra Leone, victims of the epidemic virus of Ebola and the exclusion.

We, women coordinating the World Women Conference, are expressing our solidarity and our concern about the mysterious spread of this disease and the closure of the borders, cities, houses and hearts support by the international community.

We are wondering which connection the Ebola have with the creation of Commandment Africa military base of USA in Liberia?

Resolution

Solidarity with Palestine

We, world women conference coordinators,  express our solidarity with martyr and heroic women and people of Palestine, who have suffered once again the military imperialist aggression of Israel and associates. And we stand with them for their autonomy, self-determination and sovereignty.

Resolution

against Trafficking of Women

Trafficking of women, especially young women by organized criminal gangs is an acute problem all over the world.  As a result of trafficking all these women fall victims of prostitution, forced labour and similar inhumane conditions. Therefore all women of the world are together hand and hand to fight against such criminal acts.

Resolution

The third worldwide meeting of the coordinators for the 2nd World Women’s Conference in Nepal 2016 took place in Chemnitz / Germany.

We were happy about our friendly and very engaged and competent  hosts of the Chemnitz Women’s Network. We heard that their structures are being put into question because of new by-laws such as the new nomination of the representative for gender equality every five years. We support all demands of the women of Chemnitz to guarantee effective structures of work for gender equality. Thank you very much for your hospitality.

Download resolutions: 




3. Welttreffen der Koordinatorinnen zur Vorbereitung Weltfrauenkonferenz 2016

Europa-Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen  

Halinka Augustin und Monika Gärtner-Engel

23.10.2014

An alle Delegierte und -gäste der Europakonferenz 2014 von Paris

An weitere interessierte Einzelpersonen aus dem europäischen Weltfrauenprozesslogo1 wfk 2016

An den Kämpferischen Frauenrat in Deutschland

An die Homepage der Weltfrauenkonferenz

Bericht über das 3. weltweite Treffen der Koordinatorinnen in Chemnitz/Deutschland zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Kathmandu/Nepal

Vom 6. bis 9. Oktober 2014 fand unmittelbar nach dem 11. Frauenpolitischen Ratschlag in Chemnitz sehr erfolgreich, produktiv und begeisternd das 3. Welttreffen der weltweiten Koordinatorinnen statt.

Als gewählte Koordinatorinnen nahmen teil:

Aus Afrika Bulelwa Charlie/Südafrika und Clariste Soh-Moube/Mali.

Aus Asien waren gekommen Joly Talukder/Bangladesh, Menu Nilukshika Thuiyahandige de Silva/Sri Lanka, und als designierte neue zusätzliche Koordinatorinnen aus Nepal Durga Paudel und Sarita Maharjan aus Nepal.

Aus Lateinamerika nahm teil Susana Galli.

Aus der Region Mittlerer Osten wurde der Koordinatorin für Kurdistan Özlem Yasak empörenderweise das Visum verweigert. Aus dem Nordirak kam Meral Cicek, die aber leider erkrankte.

Gastgeberinnen des Welttreffens waren die Europakoordinatorinnen Halinka Augustin/ Niederlande und Monika Gärtner-Engel/Deutschland.

Die Koordinatorinnen insgesamt repräsentieren ein politisches Spektrum von NGO/Sozialforen bis zu revolutionären Frauen.

Das 3. weltweite Treffen. schweißte die Koordinatorinnen zusammen, bekräftigte die Beschlüsse von Johannesburg und konkretisierte ihre Umsetzung. Im Mittelpunkt stand die Vereinheitlichung unter den (zum Teil neuen) Koordinatorinnen, was sich vor allem in der gründlichen Diskussion der Aufgabe der Koordinatorinnen und der finanziellen Unabhängigkeit als zwei wesentliche Methoden der Vorbereitung der Weltfrauenkonferenz konzentrierte.

Die bereits in Johannesburg vereinheitlichte produktive wissenschaftliche Arbeitsweise wurde weiter entwickelt. Eisern rangen alle darum, an der Konferenzsprache Englisch festzuhalten und sich dieser Herausforderung zu stellen.

Wieder wurden die Beschlüsse exakt – diesmal sofort am Ende eines Tagesordnungspunktes – formuliert und im Wortlaut verabschiedet. Standard ist schon die Gepflogenheit, am Ende eine CD mit allen Beschlüssen, den Länderberichten, der Anwesenheitsliste mit allen wichtigen Daten für die künftige Kommunikation und einigen Fotos feierlich gegen Quittung zum persönlichen und vertraulichen Gebrauch auszuhändigen und das ausgedruckte Beschlussprotokoll Seite für Seite persönlich unterschreiben zu lassen.

Nach einem herzlichen Begrüßungsabend am Sonntag startete das 3. Welttreffen der Koordinatorinnen am darauf folgenden Morgen mit dem Besuch von Bettina Bezold, der Gleichstellungsbeauftragten von Chemnitz. Sie wünschte der Konferenz einen guten Verlauf.

In der anschließenden Vorstellungsrunde der Koordinatorinnen wurde deren vielfältigste Schwerpunkte und großen Erfahrungen in ihrer Arbeit in der Frauenbewegung in ihren Ländern deutlich und dass sie Repräsentantinnen für Hunderttausende kämpferische Frauen in den Ländern und Kontinenten sind.

Die Kontinentalberichte  waren sorgfältig erarbeitet und sehr informativ. Sie behandelten die wirtschaftliche und politische Lage in den Kontinenten, wesentliche Kulminationen wie Kriege, Ebola, Umweltkatastrophen und politische Auseinandersetzungen; die Lage der Frauen, ihre Kämpfe und Auseinandersetzungen und die Vorbereitung des Weltfrauenprozesses.

Die Umsetzung der Beschlüsse des 2. Welttreffens in Johannesburg von Oktober 2013 wurde anhand der Beschlussliste sorgfältig kontrolliert. Im Zentrum stand hier die Auseinandersetzung, warum die beschlossenen Kontinentalkonferenzen in Afrika und Asien nicht durchgeführt wurden. Da fünf der anwesenden Koordinatorinnen beim 2. Welttreffen in Johannesburg nicht dabei gewesen waren, wurden diese Beschlüsse bis ins Detail noch einmal durchdiskutiert, vereinheitlicht und bekräftigt. Bei jedem Welttreffen werden die wichtigsten Beschlüsse durchgesprochen, mit den praktischen Erfahrungen durchdrungen und bekräftigt, aber auch weiter entwickelt, konkretisiert und ergänzt werden.

Aufbauend auf den Beschlüssen des 2. Welttreffens wurden diese erweitert und konkretisiert und 23 neue Beschlüsse einstimmig gefasst

Bekräftigt wurde der Weg, zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal kontinentale und regionale Konferenzen durchzuführen. Auf tiefe Anerkennung stieß, dass die Frauen des Mittleren Ostens ihre Konferenz, die ein hervorragendes Niveau hatte, inmitten der Kriegs- und Krisensituation durchkämpfte. Afrika will seine 2. Kontinental-Konferenz im Laufe des Jahres 2015 durchführen, in Asien wollen v.a. die gewählten Koordinatorinnen eng zusammen arbeiten und die 2. Asienkonferenz vorbereiten. Die weltweiten Koordinatorinnen schlagen vor, diese direkt vor dem 4. Welttreffen in Nepal vom 10.-16. März 2015 durchzuführen.

Das 3. weltweite Treffen erweiterte die bisherigen Beschlüsse zur Durchführung der 2. Weltfrauenkonferenz. Das betrifft die Konkretisierung zur Eröffnung mit einer Demonstration (statt zum Abschluss), zu den Workshops, den Übersetzungen, der Durchführung des Song-Contest, der die Leitlinie “Frauen erklimmen die höchsten Berge” haben soll, aber keine Altersbegrenzung, keinen Ausschluss von Jungen und Männern hat und an dem auch nicht nur eine Gruppe von einem Land teilnehmen kann, die Mobilisierung von Brigadistinnen.

Alle jungen Frauen und Mädchen werden aufgefordert, einen großen gemeinsa­men Workshop über die Belange der jungen Frauen und Mädchen durchzufüh­ren. Die Generalversammlung der Delegierten wird den jungen Frauen am 2. Tag  eine Stunde Zeit einzuräumen, ihre Arbeitsergebnisse einzubringen mit Resolutio­nen, Liedern, Statements. Unbedingt sollen junge Frauen in die Delegationen für die Generalversammlung gewählt werden. Nicht zuletzt wurde bekräftigt in einer demokratischen respektvollen und aufrichtigen Weise zusammen zu arbeiten, unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Gastgeberlandes.

Im Zentrum der Diskussion stand die Arbeit der Koordinatorinnen zur Stabilisierung und Verbreiterung der Basis der Weltfrauenkonferenz und die Verwirklichung der finanziellen Unabhängigkeit. Hier wurden sehr konkret Erfahrungen ausgetauscht mit Spendensammeln unter den Massen, Sponsorengewinnung aus Mittelschichten etc.

Zur Werbung für die 2. Weltfrauenkonferenz und als Finanzquelle in den Ländern werden T-Shirts in Bangladesh produziert und mit einem eigenen Logo bedruckt, das die Asien- Koordinatorin Joms aus den Philippinen zum Welttreffen schickte. Die einzelnen Regionen/Kontinente bestellen autonom ihre Farben und Größen, weshalb eine gute Publizierung des Angebots und verbindliche Absprache untereinander notwendig sind.

Mit sieben Resolutionen positionierten sich die Koordinatorinnen zu aktuellen politischen Fragen. Dies waren: Aktiver Widerstand gegen Fracking // Unterstützung des Kampfes gegen die Unterdrückung der Frau durch IS, heute besonders in Rojava und Kurdistan // Unterstützung des Kampfs der Frauen und der Arbeiterklasse in Europa // Ebola // Solidarität mit Palästina // Frauenhandel // Resolution zur 2. Weltfrauenkonferenz in Nepal.

Der dritte Tag war Bildung und Kultur gewidmet mit einem Vortrag von der Kenianerin Rebecca Lolosoli über das kenianische „Dorf der Frauen“. Rebecca Lolosoli interessiert sich für die Weltfrauenkonferenz und möchte im Kontakt bleiben. Der Ausflug zum Geburtshaus der glühenden Revolutionärin und deutschen Kommunistin Clara Zetkin in Wiederau war unbestrittener kultureller Höhepunkt. Die Mitglieder des Heimatsvereins, die das Museum betreiben, ein Vorsitzender und vier Frauen, hatten unseren Besuch liebevoll vorbereitet – inklusive Kaffeetafel, selbst gebackene Kuchen usw. Die Führung war ausführlich und die Koordinatorinnen waren alle sehr berührt und beeindruckt. Menu aus Sri Lanka  schrieb in das Gästebuch: „Dieser Besuch ist ein ganz besonderer Moment in meinem Leben!”

Am Ende der Konferenz stand eine erste schöpferische Auswertung und der Blick auf das in nur sechs Monaten stattfindende 4. Welttreffen der Koordinatorin in Kathmandu, Nepal vom 10. bis 16.03.2015.

Download Bericht: 




Produktives 3. Treffen der Weltkoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz beendet

Produktives 3. Treffen der Weltkoordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz beendet

Am Donnerst, den 9. Oktober 2014 endeten 3,5 Tage produktiver Arbeit der Gruppenfoto Welttreffen Koordinatorinnen 2014Weltkoordinatorinnen zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2016 in Kathmandu/Nepal.

Die Konferenz nimmt immer konkretere Gestalt an und vor allem wuchs das Team der Koordinatorinnen eng zusammen.

Bei aller Arbeit kamen aber auch Bildung und Kultur nicht zu kurz – mit einem Vortag über das kenianische „Dorf der Frauen“ und einem Ausflug zum Geburtshaus von Clara Zetkin in Wiederau.

Das Treffen positionierte sich auch in wichtigen tagespolitischen Fragen mit einer ganzen Fülle von Resolutionen. Aus aktuellem Anlass und vorab veröffentlichen wir im Folgenden die Resolution zum internationalen Kampf gegen Fracking sowie gegen den faschistischen IS und zur Solidarität mit Kobanê/Rojava.

Resolutionen des 3. Weltweiten Treffens der Koordinatorinnen

  1. bis 9. Oktober 2014 in Chemnitz/Germany

zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz

Resolution  

Aktiver Widerstand für ein Verbot von Fracking – weltweit!

Die Koordinatorinnen der WFK drücken ihre Solidarität mit allen Anti-Fracking-Aktivisten aus, die sich am “Global Frackdown Day” am 11. Oktober beteiligen.

Fracking zerstört nicht nur ganze Landschaften, verseucht nicht nur unser Trinkwasser und die Luft, die wir atmen, sondern ist auch eine hauptsächliche Bedrohung unseres Klimas.

Wir sagen Verbot von Fracking – weltweit!

Es dient nur den Profiten der großen Energiekonzerne.

Wir brauchen eneuerbare Energie!

Resolution

zur Unterstützung des Kampfs gegen die Unterdrückung von Frauen durch den Islamischen Staat (IS), heute besonders das drohende IS-Massaker in Kobanê und Rojava

In den letzten Jahren wurden Frauen und Kinder weltweit durch Kriege gefährdet, besonders in den Staaten Syrien und Irak im Mittleren Osten, wo jetzt die islamistischen Fundamentalisten bei ihrem Versuch, das Kalifat aufzubauen, Massaker begehen. All diese Kräfte wie Al Kaida wurden in ihren Ursprüngen von den imperialistischen Kräften, besonders den USA aufgebaut. Heute werden sie von den Einnahmen aus besetzten Ölquellen im Irak finanziert und/oder von den Regierungen oder sehr reichen Leute in Katar, Kuwait, Saudi-Arabien und der Türkei unterstützt.

In der gesamten Region werden Frauen mit der Waffe der Sharia unterdrückt. Unter diesem Gesetz werden Frauen im Namen des Islam gesteinigt, vergewaltigt und aus dem sozialen Leben in der Gesellschaft, aus Arbeit und politischen Angelegenheiten herausgetrieben.

In Rojava, dem kurdischen Teil im Norden Syriens, bauen die Menschen neue Strukturen der Selbstbestimmung, Demokratie, Gleichberechtigung der Geschlechter und Befreiung auf.

Der so genannte “Islamische Staat” (IS), die in Wirklichkeit Faschisten sind, greifen jetzt die Stadt Kobanê in Rojava an, die als das Herz Rojavas bekannt ist. Als sie die Stadt Shegal besetzten, massakrierten sie Menschen, vergewaltigten und töteten Frauen und Kinder. Es muss verhindert werden, dass dies erneut in Kobanê passiert.

Wir Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz rufen alle Menschen auf, den Kampf gegen die IS-Faschisten zu unterstützen und wir unterstützen den Vorschlag einer Frauenbeobachter-Delegation nach Rojava.

 

Resolutions of the 3rd Worldwide Meeting of the Coordinators

6th to 9th October 2014 in Chemnitz/Germany

for preparation of 2nd World Women’s Conference

Resolution  

Active resistance for a ban on fracking – worldwide!

The coordinators of the WWC express their solidarity with all the anti-fracking activists taking part in „Global Frack Down Day“ on 11th October.

Fracking not only destroys whole landscapes, pollutes the water we drink and the air we breathe but also is a major threat to our climate.

We say ban fracking -worldwide!

It only serves the profits of the big energy corporations.

We need renewable energy!

Resolution

in support of the struggle against women’s oppression by Islamic State (IS), today especially the threatening IS massacre in Kobanê and Rojava

In the last years women and children were endangered through wars worldwide, especially in the Middle East states of Syria and Iraq, where now the Islamic-fundamentalists are committing massacres in their attempt to build up the Kalifat. All these forces like Al Kaida were in their origin built up by the imperialist forces, especially the USA. Nowadays they are financed by the income from occupied oil resources in the Iraq, and/ or supported by the governments or very rich people in Qatar, Kuwait, Saudi Arabia and Turkey.

In the whole region women are oppressed by the weapon of sharia. Under this law in the name of Islam women are stoned, raped and driven out from social life in the society, work and political affairs.

In Rojava, the Kurdish part in the north of Syria,  the people are building up new structures of self-determination, democracy, gender equality and liberation.

The so called “Islamic state” (IS), who are in reality fascists, are now attacking the city of Kobanê in Rojava, which is known as the heart of Rojava. When they sieged the city of Shengal they massacred people, raped and killed women and children. It must be prevented that this happens again in Kobanê.

We coordinators of the World-Women’ Conference call upon all people to support the struggle against the IS fascists and we support the proposal for a delegation of women observers to Rojava.

Download: 




Weltfrauen-Koordination des Mittleren Ostens in mitten heftigster Kämpfe „geboren”!

Weltfrauen-Koordination des Mittleren Ostens in mitten heftigster Kämpfe „geboren”!WFK Nahost komprimiert

Am 27./28. September 2014 tagte in Diyarbakir/ Türkei-Kurdistan die 2. Frauenkonferenz des Mittleren Ostens. Diese 2. Konferenz hatte sich das große Ziel gesetzt, die beteiligten Frauen und ihre Organisationen einzugliedern in die Bewegung der „Weltfrauen“ und damit in die aktive Teilnahme am Prozess zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Kathmandu/ Nepal. Delegierte aus Ägypten, Tunesien, Iran, Irak, Rojava/ Syrien, Libanon, Palästina, Türkei, Türkei-Kurdistan (wurde als eigenes Land repräsentiert) und Afghanistan waren angereist. Mit dabei war auch eine der maßgeblichen Initiatorinnen der Bewegung „Eine Million Unterschriften“ aus dem Iran – Parvin Ardalan. Sie muss heute in Schweden leben. Teilweise konnten Delegierte nur unter widrigsten Bedingungen anreisen. So erkämpften sich die Delegierten aus Rojava zu Fuß ihren Weg über die „grüne Grenze“.

Die Geburtsstunde der Koordination des Mittleren Ostens zur Weltfrauenkonferenz fand inmitten einer historischen Kampfsituation gegen den faschistischen, extrem frauenfeindlichen „Islamischen Staat“ (IS) statt! Trotz der turbulenten Zeiten wollte man unter keinen Umständen die Konferenz verschieben. So hoch wurde ihre  Bedeutung   angesichts der bevorstehenden 3. Weltkonferenz der Koordinatorinnen zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz eingeschätzt.

Die festliche Eröffnung der Konferenz begann nach einer Gedenkminute für die in Paris ermordeten Kurdinnen Sakine, Leyla und Fidan. In dem ebenso herzlichen wie ernsten Grußwort von Birsen Kaya Akad, der Bezirksbürgermeisterin sowie der beeindruckenden Rede der Bürgermeisterin von Diyarbakir, Gülten Kisanak. Beide wiesen auf die große Bedeutung der Weltfrauenbewegung, der Weltfrauenkonferenz und der Rolle der Frauen des Mittleren Ostens hin. Sehr ernst wurde von beiden die Lage um die vom „Islamischen Staat“ (IS) bedrohte Stadt Kobane eingeschätzt. Ihr eindringlicher Aufruf an alle Weltfrauen, sich mit den Menschen in Kobane und dem Projekt Rojava solidarisch zu zeigen, ging unter die Haut und begleitete die ganze Konferenz. Gülten Kisanak betonte abschließend jedoch ihre unerschütterliche Sicherheit, dass letztendlich der IS und alle reaktionären Kräfte besiegt werden – vorneweg von der Aktivität und Entschlossenheit der Frauen der Welt.

Monika Gärtner-Engel grüßte im Namen der Weltfrauen und betonte v.a. das zukunftsweisende Signal, das aktuell von der Region ausgeht: auch einem übermächtig erscheinenden Feind unterwirft man sich nicht! Nicht nur Männer, gerade auch Frauen stehen an der Spitze des Befreiungskampfes! Es wird nicht nur gegen IS, sondern für eine demokratische, frauenbewegte Zukunft gekämpft. Viel Freude rief ein aus Deutschland mitgebrachtes, auf arabisch geschriebenes Transparent „Willkommen bei den Weltfrauen“ hervor.

Anstatt der ursprünglich geplanten 2-Tage-Konferenz wurde gleich zu Beginn einhellig das Programm geändert: ein Teil Konferenz im Saal – ein Teil mit ersten praktischen Schritten zur Verwirklichung der beschlossenen Vorhaben …

Moderiert wurde die Konferenz von Ceylan Bagriyenik von der Organisation DÖKH sowie von Monika Gärtner-Engel, die als Initiatorin und Europakoordinatorin von den Gastgeberinnen eingeladen war.

In einer konzentriert durchgeführten Tagung  – mit hervorragender Simultan-Übersetzung in Arabisch, Kurdisch, Türkisch und Deutsch –  wurden alle Grundlagen für den einhelligen Beschluss zur Teilnahme am Weltfrauenprozess gelegt.

Sämtliche Delegationen trugen zunächst schriftlich vorbereitete, exakt 10-minütige Länderberichte vor. Eine beeindruckende Reise durch Leben und Kampf der Frauen des Mittleren Ostens!

Monika Gärtner-Engel informierte mit einem Power-Point-Vortrag über Geschichte, inhaltliche Grundlagen und Prinzipien des Weltfrauenprozesses. Die erste Weltfrauenkonferenz stieß bei allen Delegierten mit ihren großen Errungenschaften, aber auch Problemen und Schwächen auf größtes Interesse.  Wichtige Fragen wurde aufgeworfen und erschöpfend diskutiert: Wird die Tagesordnung von „oben“ oder auch aufgrund demokratischer Vorschläge erstellt? Wer bestimmt, welche Leute die Frauenbewegung eines Landes repräsentieren? Ist wirklich ausgeschlossen, dass bei der 2. Konferenz wieder eine solche undemokratische Unterdrückung wie der Kurdinnen während der 1. Konferenz stattfindet? Wie ist das Verhältnis zu NGOs – ist die Unabhängigkeit gewahrt? Wie kann  man die finanzielle Unabhängigkeit von Staat, UNO, Stiftungen, Kirchen und NGOs erreichen – was von der tunesischen Delegierten als „die wichtigste aller Fragen“ hervorgehoben wurde. Was ist die Verantwortung der Koordinatorinnen?

Deren Wahl war dann Höhepunkt der Konferenz. Prinzipiell waren alle fast Frauen bereit, die große  Verantwortung zu übernehmen. Ganz bewusst wurden schließlich Frauen aus den beiden großen Brennpunkten der Region gewählt: Kurdistan und Palästina. Dabei wurde dem Antrag der Kurdinnen einhellig zugestimmt, dass sie aus dem Kreis der kurdischen Frauen aus vier Ländern die Vertretung durch eine Koordinatorin und eine Stellvertreterin selbst bestimmen. Dies sind Özlem N. und Meral Cicek. Als zweite Koordinatorin wurde Sana Shalaldah  von der Union der palästinensischen Frauenkomitees gewählt. Als weitere Stellvertreterinnen wurden aufgrund der komplexen Region zwei weitere Frauen gewählt: Saloua Guiga von der Coalition pour les femmes de Tunisie sowie Mukaddes Erdogdu Celik von der Organisation SKM aus der Türkei.

Aufgrund der erst kurz vor dem 3. Welttreffen durchgeführten Konferenz werden Özlem und Mukaddes  ein Visum erhalten und teilnehmen können.

Die Konferenz endete mit der Verabschiedung von über 10 weiteren kurzen Resolutionen – wie zur Solidarität mit der Bergarbeitern und ihren Familien in Soma oder gegen die brutalen Gruppenvergewaltigungen in Afghanistan.

Nach dem erfolgreichen Programm – das die Themen für zwei Tage bravourös an einem erledigte – waren alle gleichermaßen zufrieden – und erschöpft!

Doch sofort begann der praktische Teil der Konferenz: ein Besuch in einem kommunal errichteten Camp für jezidische Flüchtlingen; am nächsten Tag die Fahrt zur syrisch-türkischen Grenze für die Solidaritätskundgebung für den Kampf um Kobane, gegen den faschistischen IS.

Schützt Kobane!

Verhindert ein 2. Sengal!

Verteidigt das mutige Rojava!

Dazu fuhr die Frauendelegation der Weltfrauen 4 Stunden mit dem Bus zur Grenze. Fast eine Stunde wurden wir aufgehalten von türkischer Polizei, die von einem Verbot unserer Kundgebung sprach. WOHER WUSSTEN SIE DAVON?? Doch nach der Intervention von Parlamentsabgeordneten ging die Reise ungehindert weiter nach Suruc, wo wir im Büro der BDP aus erster Hand über die Situation informiert wurden. Dann ging es weiter zum Grenzdorf Ali Zer.

Die Anwohner des Dorfes Ali Zer nahe der Stadt Suruc leben in Sichtweite ihres syrischen Nachbardorfes, das bereits von den faschistischen Truppen des Islamischen Staat (IS) besetzt ist. Von drei Seiten ist die Stadt Kobane, die als ‘Herz von Rojava’ bezeichnet wird, belagert. Rojava erregt weltweit Aufsehen durch seine Strukturen demokratischer Selbstverwaltung und  Überwindung patriarchalischer Strukturen. Voller Sorge berichten die Bewohner von Ali Zer von einem möglichen bevorstehenden Vormarsch des IS auf Kobane. „Damit droht nach Sengal ein zweites furchtbares Massaker. Die IS richtet nunmehr ihren Hauptangriff auf Rojava, weil die dort entstandenen demokratischen Strukturen und v.a die Modelle der Gleichberechtigung der Frauen ihnen zutiefst verhasst sind,“ so die jungen Bürgermeisterin Zohal.

Zum Schutz der syrisch-türkischen Grenze haben sich Zehntausend Frauen, Männer und v.a. Jugendliche aus der ganze Türkei oder sogar dem europäischen Ausland zu einem menschlichen Schutzschild entlang der 600 km langen Grenze zusammengefunden. Entgegen anders lautenden Veröffentlichungen unterstützt die türkische Regierung nicht den Widerstand gegen IS, sondern behindert ihn – sogar mit Polizei-/ Militäreinsätzen, bei denen es Verletzte gab.

Besorgt fragen sich die kurdischen Dorfbewohner aber auch, was von der US-amerikanischen Hilfe zu halten ist. „Die USA brüsten sich mit ihren Luftangriffen, bekunden ihre bisherige Unterschätzung des IS – und bombardieren nur Einrichtungen der Öl- und Gasförderung, nicht aber die mörderischen Truppen um Kobane. Warum tolerieren sie die Gefahr eines Massakers an den Bewohnern von Kobane?“   Der Verdacht drängt sich auf, dass das imperialistische Interesse eher den Rohstoffen gilt als den Menschen – und den Menschen dann schon gar nicht, wenn sie mit grundlegenden gesellschaftlichen Alternativen experimentieren.

So fand die Demonstration der Frauendelegation viel Beachtung und Zustimmung bei Bewohnern, solidarischen Unterstützern und Presse. Eine der Abschlussresolutionen ist ein flammender Aufruf an die Frauen der Welt zur Solidarität mit Kobane und dem Zukunftsprojekt Rojava. Sie sichert ihrerseits allen Weltfrauen volle Solidarität in ihren Kämpfen zu. In Al Zer wurde diese Abschlussresolution im Angesicht der Grenze und des von IS besetzten Dorfes verlesen. Engagierte Rednerin war Parvin Ardalan.

Auf der langen Rückreise war noch viel Gelegenheit, sich näher kennenzulernen, Interviews zu machen, Adressen auszutauschen. Die Frauen des Mittleren Ostens sind buchstäblich zusammengerückt – nunmehr als organisierter und verantwortlicher Teil der Bewegung der „Weltfrauen“. Man wird noch viel von ihnen hören!

Download Bericht Monika Gärtner-Engel Weltfrauenkonferenz-Nahost: 

 




Report on 3rd Europaean Conference, Paris, February 2014 (4 languages)

Europa-Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen

Monika Gärtner-Engel und Halinka Augustinresized_00 Podium

Angélica Urrutia, Maria Hagberg – stellvertretende Europa-Koordinatorinnen                                                                                                                                                                     20. Februar 2014

An die Delegierten der 3.Europa-Konferenz

An die weltweiten Koordinatorinnen in Asien, Afrika und Beobachterinnen in Lateinamerika

An den Kämpferischen Frauenrat in Deutschland

Bericht der Europa-Koordinatorinnen

über die 3. Europakonferenz am 8. Februar 2014 in Paris

zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Kathmandu/Nepal

29 Delegierte der 3. Europakonferenz aus 14 Ländern waren:

aus Bosnien eine Vertreterin der Rechtsanwältinnen ohne Grenzen e.V.

aus Dänemark zwei Vertreterinnen des Gender Equality Center und von EMKR/NVKA

aus Deutschland drei Vertreterinnen aus Kämpferischer Frauenrat/Frauenverband Courage,  Frauenkomitee Basta bei Opel und Demokratische Frauenbewegung in Europa/ADKH

aus Frankreich drei Vertreterinnen der Association Femmes de l’Ile, der Femmes en Lutte 93 und der Fédération des Association Kurde de France

aus Griechenland drei Vertreterinnen der Stahlarbeiterfrauen von Aspropyrgos

aus Großbritannien eine Vertreterin des Democratic Women Movement in Europe

aus Niederlande drei Vertreterinnen der Weldfrouwen, der Jong en Strydbaar und von Frouw Schoonmaak/Vorsitzende der Gewerkschaft der Reinigungsfrauen in den Niederlanden

aus Österreich zwei Vertreterinnen von WIDE – Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven und von Women’s Solidarity/Frauensolidarität

aus Rumänien zwei Vertreterinnen RKP/Rumänische Kommunistische Partei

aus Russland eine Repräsentantin der Frauenbewegung

aus Schweden drei Vertreterinnen von Network against honour related violence, international com for woen, KIBELE/Grast rott feminist

aus der Schweiz zwei Vertreterinnen der Weltfrauen in der Schweiz

aus Spanien  eine Vertreterin des Centro Social y Cultural Plataformas Solitarias

aus der Ukraine eine Vertreterin des Koordinationsrats der Arbeiterinnen und Arbeiter

(Namen und E-Mail-Adressen sind den europäischen Koordinatorinnen bekannt)

Frauen aus Albanien, Serbien und Tschechien sind am Prozess der Weltfrauenkonferenz beteiligt, konnten aber leider nicht teilnehmen.

Beim Podium junger Frauen nahmen Vertreterinnen aus 6 Ländern teil (Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Rumänien, Ukraine).

Mit zahlreichen Frauen und einigen Männer als Gäste aus 25 Herkunftsländern nahmen insgesamt 140 Menschen teil.

Herzliche Grüße kamen aus Bulgarien, Tschechien, Spanien, vom Frauenverband Courage  Deutschland, der ICOR Europa und zudem von der asiatischen Koordinatorin Sheila und der afrikanischen Koordinatorin Bulelwa.

Im Rahmen der Eröffnung begrüßte der Bürgermeister von îlle St.Denis die Teilnehmerinnen der Konferenz und traf die Feststellung: „Frankreich muss erst noch das Land der Frauenrechte werden“. „Le Parisien“ als große Tageszeitung schickte einen Journalisten.

Die Frauengruppe der îlle St.Denis von Paris hatte durch monatelange Arbeit mit viel Herzblut, Engagement und Organisationstalent den gesamten Rahmen der Konferenz selbstständig, liebevoll und perfekt vorbereitet. Auch Männer haben die Konferenz unterstützt.

Die 3. Europakonferenz wurde geleitet von den Europa-Koordinatorinnen Monika Gärtner-Engel (Deutschland) und Halinka Augustin (Niederlande) und der Stellvertreterin Angélica Urrutia (Deutschland).

Die Europa-Konferenz war sehr erfolgreich. Der Weltfrauenprozess in Europa wächst und erweitert sich und die Konferenz fasste wichtige Beschlüsse zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz in Nepal. Alle Beschlüsse wurden von den Delegierten einstimmig und ohne Enthaltungen abgestimmt, die Resolutionen einstimmig oder mit großer Mehrheit.

Die wesentlichen Ergebnisse:

  • 50 Prozent der Delegierten waren zum ersten Mal dabei. Frauen aus neuen Ländern (Bosnien, Großbritannien, Rumänien, Schweden) und Organisationen sind eingestiegen. Bisher sind 17-18 Länder Europas im Weltfrauenprozess vertreten.
  • Die Zusammensetzung ist breiter geworden. Die Delegierten repräsentieren mehr als 25 verschiedene Organisationen. Dazu gekommen sind unter anderem die Rechtsanwältinnen ohne Grenzen, die weltweit in 24 Ländern vertreten sind;  WIDE – das Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven, die Women’s Solidarity/Frauensolidarität aus Österreich, die eine aktive Radioarbeit machen, ein Netzwerk von 10 verschiedenen Organisationen in Schweden und weitere Organisationen aus Dänemark, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Rumänien.
  • Bewegend waren Berichte aus den 14 Ländern: von zunehmender Armut vieler Frauen und ihrer Familien wie in Griechenland; von schlechter Situation der Pflege alter und kranker Menschen und der Pflegekräfte; von der Lage von Migrantinnen und Flüchtlingen wie in Schweden; von verschärfter Unterdrückung von Frauen wie in Spanien durch das Abtreibungsverbot; von Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen.
  • Aber die kämpferische Frauenbewegung in Europa stärkt sich: Kämpfe der Reinigung-und Pflegekräfte in den Niederlanden, Volksabstimmung für Abtreibungsfinanzierung durch Krankenkassen in der Schweiz, Bemühungen zum Aufbau überparteilicher Frauenorganisationen in Griechenland. In allen Kämpfen geht es um die Zukunft der Jugend, die den Weltfrauen besonders am Herzen liegt.
  • Neue Erscheinungen sind aber auch eine massive reaktionäre Polarisierung gegen die kämpferische Frauenbewegung, oftmals ausgehend von ultrareaktionären und faschistischen Stoßtrupps wie in der Ukraine, in Griechenland, Frankreich, der Schweiz. Dies soll genauer untersucht werden und wie dagegen der Widerstand entwickelt werden kann.
  • Erstmals gestalteten junge Frauen aus Europa einen in eigener Regie durchgeführten Tagesordnungspunkt. Sie berieten, welchen Beitrag sie in der Vorbereitung der Weltfrauenkonferenz leisten können. Ein Vorschlag an die Weltkoordinatorinnen ist, die Generalversammlung der Delegierten der Weltfrauenkonferenz in Nepal in ähnlicher Weise für junge Frauen zu öffnen. Das zeigte, dass junge Frauen sich durchaus bewusst sind, dass eine weltweite und organisierte Frauenbewegung notwendig ist.
  • Nach Aussprache und einstimmiger Verabschiedung des Rechenschaftsberichts der Europakoordinatorinnen Halinka Augustin (Niederlande), Monika Gärtner-Engel (Deutschland) und der stellvertretenden Koordinatorin Angelica Urrutia stand im Mittelpunkt die Vorbereitung der 2.Weltfrauenkonferenz im März 2016 in Nepal.
  • Die Konferenz begrüßte einhellig die von den Weltkoordinatorinnen im Oktober 2013 beschlossene Weichenstellung zur Weltfrauenkonferenz in Kathmandu/Nepal 2016. Sie beschlossen, zur 2. Weltfrauenkonferenz Frauen aus allen Ländern Europas zu gewinnen und die kämpferische Frauenbewegung zu stärken.
  • Mit Maria Hagberg aus Schweden wurde eine weitere stellvertretende Europakoordinatorin gewählt und so das bisherige gut arbeitende Team verstärkt.
  • Begeistert griffen die Frauen den Vorschlag auf, dass im nächsten Jahr die 4. Europakonferenz im Februar 2015 in Athen stattfinden soll.
  • Die finanzielle Unabhängigkeit ist den europäischen Frauen besonders wichtig und weitere Treffen 2014/2015 sollen finanziell gemeinsam und mit solidarischer Unterstützung gemeistert werden. Für die Asienkonferenz im April 2014 in Kathmandu wurde eine Unterstützung mit 10.000€ beschlossen, für die Afrikakonferenz im August 2014 in Johannesburg 8000€, für das 3. Welttreffen im Oktober 2014 in Deutschland  7000€ und für die 4. Europakonferenz im Februar 2015 in Athen 5000€. Dazu beschloss die Konferenz: „Die finanzielle Unabhängigkeit der Weltfrauenkonferenz ist unsere gemeinsame Aufgabe. Wir entwickeln vielfältige finanzielle Initiativen in unseren Ländern für die Finanzierung unserer eigenen Arbeit und die Unterstützung der Koordinierung in anderen Kontinenten und Regionen.“
  • Die Konferenz beschloss: „Wir verstärken unsere Initiative, in allen unseren Ländern die drei gemeinsamen Aktions- und Kampftage (8. März, 1. Mai, 25. November) durchzuführen, damit wir die kämpferischen Frauenbewegung in unseren Ländern zu stärken, in dem Bewusstsein, Teil der weltweiten kämpferischen Frauenbewegung zu sein. Wir nutzen jede Aktivität, den Gedanken der Weltfrauenkonferenz zu verbreiten und neue Trägerinnen zu gewinnen.“
  • Die europäischen Weltfrauen sind Gastgeberin für das 3. Welttreffen der Koordinatorinnen vom 6. bis 9.10.2014 am Rande des frauenpolitischen Ratschlags in Deutschland und übernehmen gerne gemeinsam die Verantwortung.
  • Es wurde vorgeschlagen, möglichst aus jedem Land eine Frau für ein europäi­sches Homepage-Team zur Verwaltung der Website www.worldwomensconference.org zu gewinnen. Dabei wird auch besonders die Kompetenz und Kreativität junger Frauen gebraucht. Von den Aktivitäten zu den Ak­tions- und Kampftagen sollen eigen-initiativ Beiträge an die Website geschickt werden, ebenso über sonstige wichtige Informationen und Erfahrungen.
  • Eine Foto-Dokumentation der 3. Europa-Konferenz von Florian Aicher aus der Schweiz steht zur Verfügung unter: www.artofax.ch

Ein wunderbares Fest mit Tänzen, Liedern, Gedichten, köstlichem Essen und gemeinsamem Feiern beschloss die sehr erfolgreiche Konferenz.

Wie immer wurde das Treffen abgerundet durch einen Bildungsteil: Am Sonntag wurden die Frauen bei strahlendem Wetter von sachkundigen AktivistInnen  auf den Spuren von Olympe de Gouges und den Frauen der Kommune durch Paris geführt.

Jung und Alt und international sind wir ein weiteres Stück zusammengewachsen für die Befreiung der Frau!

Die Konferenz wurde von ehrenamtlichen Dolmetschern in sechs Sprachen simultan auf hohem Niveau übersetzt: Französisch, Deutsch, Englisch, Russisch, Niederländisch und Griechisch! Unser ganz herzlicher Dank gilt den über 20 ehrenamtlichen Übersetzern, den Studentinnen und Studenten, der Koordinatorin der Übersetzertätigkeit, den unermüdlichen Helfern und nicht zuletzt dem Fahrer, Techniker und Bewacher der Übersetzeranlage.

Download report in German: 

Download report in French: 

Download report in English: 

Download en espanol: 




Presseerklärung: 3. Europakonferenz der Weltfrauen hat statt gefunden

Aktuelle Information   

Monika Gärtner-Engel
Europa-Koordinatorin des Weltfrauenkonferenz-Prozessesresized_00 European conference
Schmalhorststr. 1c
45899 Gelsenkirchen
Tel.  0209/5 48 12
Fax. 0209/5 48 84
e-Mail: gaertner.engel@t-online.de

Gelsenkirchen, 17.2.2014

 Pressemitteilung

Erfolgreiche Europakonferenz der Weltfrauen in Paris stattgefunden!

Am 8. Februar fand in Paris die 3. Europakonferenz der Weltfrauen mit  29 Delegierten aus 14 Ländern und insgesamt 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 25 Herkunftsländern statt.

Die Europakonferenzen der Weltfrauen sind Bestandteil des Prozesses der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen. Die 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen fand im März 2011 in Caracas/Venezuela statt auch anlässlich „100 Jahre internationaler Frauentag“. An ihr nahmen insgesamt 3.500 Frauen aus 43 Ländern, vier Kontinenten und einem breiten Spektrum der weltweiten kämpferischen Frauenbewegung teil. Die Vorbereitung der Weltfrauenkonferenz wird koordiniert durch je zwei Koordinatorinnen und Stellvertreterinnen aus den bisher beteiligten Kontinenten, die auf Kontinentalkonferenzen nach der Caracas-Konferenz gewählt wurden. Es finden weltweite und kontinentale Treffen statt. Die 2. Weltfrauenkonferenz wird im März 2016 in Kathmandu/Nepal statt finden, das hatte ein weltweites Treffen der Koordinatorinnen aus den Kontinenten Asien, Afrika, Europa und einer Beobachterin aus Lateinamerika im Oktober 2013 in Johannesburg/Südafrika beschlossen.

Die Europakonferenz in Paris befasste sich nach der Begrüßung – unter anderem sprach der Bürgermeister von St.Denis ein Grußwort –  mit Berichten der Delegierten aus den 14 Ländern: Berichtet wurde von zunehmender Armut vieler Frauen und ihrer Familien; von schlechter Situation der Pflege alter und kranker Menschen und der Pflegekräfte wie in den Niederlanden; von der Lage von Migrantinnen und Flüchtlingen wie in Schweden; von verschärfter Unterdrückung von Frauen wie in Spanien durch das Abtreibungsverbot; von Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen. Auch über Widerstand und Kämpfe der Frauen wurde berichtet und diskutiert.

Erstmals gestalteten junge Frauen aus Europa einen in eigener Regie durchgeführten Tagesordnungspunkt.

Nach der Aussprache und einstimmigen Verabschiedung zum Rechenschaftsbericht der Europakoordinatorinnen Halinka Augustin (Niederlande), Monika Gärtner-Engel (Deutschland) und der stellvertretenden Koordinatorin Angelica Urrutia stand im Mittelpunkt die Vorbereitung der 2.Weltfrauenkonferenz im März 2016 in Nepal. Die Konferenz begrüßte einhellig die von den Weltkoordinatorinnen im Oktober 2013 beschlossene Weichenstellung zur Weltfrauenkonferenz in Kathmandu/Nepal 2016. Sie beschlossen, zur 2.Weltfrauenkonferenz Frauen aus allen Ländern Europas zu gewinnen und die kämpferische Frauenbewegung zu stärken. An den drei gemeinsamen Aktion- und Kampftagen – Internationaler Frauentag 8. März, 1. Mai, Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November – wollen die Frauen der kämpferischen Frauenbewegung in den Ländern für die Weltfrauenkonferenz werben, neue Trägerinnen und finanzielle Ressourcen gewinnen. Begeistert griffen die Frauen den Vorschlag auf, dass im nächsten Jahr die Europakonferenz in Athen stattfinden soll. Mit Maria Hagberg aus Schweden wurde eine weitere stellvertretende Europakoordinatorin gewählt.

Der Weltfrauenkonferenz-Prozess ist stolz darauf, unabhängig zu sein und vollständig selbst organisiert und finanziert von der Basis kämpferischen Frauenbewegung.

So auch die Europa-Konferenz in Paris. Die Frauengruppe der îll St.Denis von Paris hatte durch monatelange Arbeit mit viel Herzblut, Engagement und Organisationstalent den gesamten Rahmen der Konferenz selbstständig und liebevoll vorbereitet.

Ein wunderbares Fest mit Tänzen, Liedern, Gedichten, köstlichem Essen und gemeinsamem Feiern beschloss die sehr erfolgreiche Konferenz.

Wie immer wurde das Treffen abgerundet durch einen Bildungsteil: am Sonntag wurden die Frauen bei strahlendem Wetter von sachkundigen AktivistInnen  auf den Spuren von Olympe de Gouges und den Frauen der Kommune durch Paris geführt.

Download Presseerklärung deutsch: 




Neu erschienen: Flyer Spendenaufruf für die Weltfrauenkonferenz 2016

Ein wunderschöner neuer Spendenaufruf für die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen ist erschienen! In dem Aufruf heißt es:

Starten wir zum zweiten Mal ein Spendenfeuerwerk! Spedenaufruf WKF 2016

Liebe Mitstreiterinnen, Liebe Mitstreiter!

Die 2. Weltfrauenkonferenz findet nach Beschluss der weltweiten Koordinatorinnen aus Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika vom 13. bis zum 18. März 2016 in Katmandu, Nepal statt. Kontinentale Vorbereitungskonferenzen und die beschlossenen drei Kampftage 8. März, 1. Mai und 25. November verankern sich weltweit weiterhin Schritt für Schritt.

Die Verbundenheit der Menschen mit dem Kampf der Frauen um ihre Befreiung wurde 2011 deutlich mit dem Spendenergebnis von nicht weniger als 300.000 €! Im vollen Vertrauen auf eure Initiative und Power und in der Überzeugung, dass wir Frauen unsere Zukunft in die eigenen Hände nehmen, stellen wir uns mutig erneut dieser gewaltigen Aufgabe. Dazu müssen wir sofort loslegen!

Wir, die Frauen – und solidarischen Männer – aus Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, übernehmen wieder eine besondere Verantwortung dafür, dass die zweite selbst organisierte Weltfrauenkonferenz in ihrer Vorbereitung und in ihrer Durchführung eine wirkliche Konferenz der Basisfrauen der Welt wird.

Der Spendenaufruf kann gedruckt bestellt werden:
Lieferung nur gegen Vorkasse 5,00 €  (bitte gleiche Bestellerin auf Bestellung und Überweisung)
Bestellungen bitte an:
die E-Mailadresse des Frauenpolitischen Ratschlags: frauenpolitischerratschlag@gmx.de

Überweisungen 5,00 € (Versandkosten) bitte auf das Konto:
Frauenpolitischer Ratschlag
Konto-Nummer: 5230851700
Bankleitzahl: 42461435
Volksbank Kirchhellen eG

Download Aufruf: