Resolution des 2. Welttreffens zu den Arbeiterkämpfen in Europa (English, German)

2.Welttreffen der Koordinatorinnen 11.-13.Oktober 2013 in Südafrika

Resolution on working-class struggles in Europe Arbeiterkämpfe

In the course of the world financial and economic crisis, mass dismissals in the super monopolies of Europe as well as a massive shifting of the burdens of the crisis onto the shoulders of the masses are on the agenda.

The number of billionaires and millionaires is sky-rocketing as much as poverty and mass unemployment.

We declare our solidarity with the struggles of workers and their families in Europe and with all peoples’ struggles for social and democratic rights and for protecting the environment against the profit economy.

Resolution zu den Arbeiterkämpfen in Europa

Im Zuge der Weltwirtschafts- und Finanzkrise stehen Massenentlassungen in den Übermonopolen Europas sowie eine massive Abwälzung der Krisenlasten auf die Schultern der Massen auf der Tagesordnung.

Die Zahl der Millionäre und Milliardäre steigt ebenso rasant wie die Armut und die Massenarbeitslosigkeit.

Wir erklären unsere Solidarität mit den Kämpfen der Arbeiter und ihrer Familien in Europa und mit allen Volkskämpfen für soziale und demokratische Rechte und für den Schutz der Umwelt vor der Profitwirtschaft.

Download: 




Bericht über die 2. Europakonferenz am 26. Januar 2013 (in German, English, Spanish, Russian language)

Download Bericht: Bericht EU-Koordinatorinnen von Europakonferenz – end

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Download Report in Spanish: 

Download Report in Russian: 

Fotos von der Konferenz von Florian Aicher/Schweiz findet Ihr auf:resized_resized_250113_eurowfk_040

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Europa-Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen

Monika Gärtner-Engel und Halinka Augustin und Angélica Urrutia

30. Januar 2013

An das Europakomitee der Weltfrauenkonferenz, An den Kämpferischen Frauenrat in Deutschland

Bericht der Europa-Koordinatorinnen über die  2. Europakonferenz am 26. Januar 2013 in Amsterdam

zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien

Delegierte der 2. Europakonferenz waren (in alphabetischer Reihenfolge der Länder):

aus Dänemark eine Vertreterin des Gender Equality Center

aus Deutschland drei Vertreterinnen aus Kämpferischer Frauenrat, Frauenverband Courage und Gewerkschaft

aus Frankreich drei Vertreterinnen der Femmes de l’Ile und des Weltfrauenprozesses

aus Griechenland zwei Vertreterinnen der Stahlarbeiterfrauen von Aspropyrgos

aus den Niederlanden drei Vertreterinnen vom 8. März Komitee

aus Russland eine bekannte Repräsentantin der Frauenbewegung

aus der Ukraine eine Vertreterin des Koordinationsrats der Arbeiterinnen und Arbeiter

aus der Schweiz drei Vertreterinnen aus Gewerkschaften und Migrantinnen-Organisationen

aus Serbien eine Vertreterin der “Frauen in Schwarz”
aus Spanien zwei Vertreterinnen der “Kohlefrauen im Kampf” aus Asturien

(Namen und E-Mail-Adressen sind den europäischen Koordinatorinnen bekannt)

Frauen aus Portugal, Italien, Belgien, England und Österreich sind weiterhin am Prozess der Weltfrauenkonferenz beteiligt, konnten aber leider nicht teilnehmen. Angemeldet war zusätzlich eine Frau aus Island, die wegen eines Sterbefalls jedoch kurzfristig verhindert war.

Gäste waren die CENI-Frauen u.a. Migrantinnen-Organisationen. Ebenfalls kurzfristig verhindert war leider die Vertreterin der International Women’s Alliance, die herzliche Grüße schickte. Auch der Frauenverband Courage/Deutschland überbrachte ein Grußwort.

Ein herzliches Grußwort kam zudem von der asiatischen Koordinatorin Sheila.

Die 2. Europakonferenz wurde geleitet von den Europa-Koordinatorinnen Monika Gärtner-Engel (Deutschland) und Halinka Augustin (Niederlande) und der Stellvertreterin Angélica Urrutia (Deutschland)

Mit zahlreichen Frauen und einigen Männer als Gäste (aus den Niederlanden, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Belgien) nahmen insgesamt 70 Menschen teil.

Das Treffen war sehr erfolgreich und ein guter Schritt vorwärts in der Festigung und Erweiterung des Zusammenschlusses der Weltfrauen in Europa. Alle Beschlüsse und Resolutionen wurden von den Delegierten einstimmig und ohne Enthaltungen abgestimmt.

Die wesentlichen Ergebnisse:

  • Frauen aus neuen Länder sind in den Weltfrauenprozess eingestiegen mit den erstmalig anwesenden Vertreterinnen aus Dänemark, Griechenland, Russland, Ukraine, Spanien. Mit der Delegierten aus Serbien ist auch die Bewegung der Frauen in Schwarz wieder im Weltfrauenprozess vertreten.
  • Die Zusammensetzung der Europafrauen ist breiter geworden: mit den Stahlarbeiterfrauen aus Griechenland und den Bergarbeiterinnen von den „Mujeres del Carbon en Lucha“ (Kohlefrauen im Kampf) aus Spanien, mit einer bekannte und verankerte Repräsentantin der Frauenbewegung in St. Petersburg, Russland und mit den Frauen in Schwarz aus Serbien. Die Verbindung der kämpferischen Frauenbewegung und Arbeiterbewegung hat sich weiter entwickelt.
  • Die Delegierten übernehmen Verantwortung für den Weltfrauenprozess. Nataliya aus der Ukraine will z.B. auf der Krim den Neuaufbau einer kämpferischen Frauenbewegung in die Hand nehmen und sich dabei auf die vielen Erfahrungen von ihren europäischen Schwestern stützen.
  • Beschlossen wurde ein gemeinsamer Vorschlag der Europafrauen zur Vorbereitung und Durchführung der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien in gemeinsamer Verantwortung (s. Beschlussblatt).
  • Die nächste, 3. Europakonferenz findet Anfang 2014 in Paris statt, die französischen Frauen schlagen inzwischen den Samstag, 8. Februar 2014 vor.
  • Einstimmig beschlossen wurde eine Positionierung der Weltfrauen von Europa zum Standpunkt der Koordinatorinnen aus Lateinamerika. Auf von diesen geäußerte Kritiken/ Positionen in der Resolution des Stuttgarter Treffens der Koordinatorinnen  an den europäischen Weltfrauen wurde einmütig geantwortet (siehe Beschluss).
  • Die gemeinsame Verantwortung für die Ausweitung des Weltfrauenprozesses in Europa wurde gestärkt mit der Methode, dass bisherigen Länder für die Gewinnung der kämpferischen Frauenbewegung in neuen Ländern Initiative und Verantwortung übernehmen. Bis zum 26. März werden die Vorschläge dazu abgegeben. (s. Beschlussblatt)
  • Die Weltfrauen aus Europa unterstützen die 1. Internationalen Bergarbeiterkonferenz vom 1.-3. März 2013 in Peru und entsenden die spanische Bergarbeiterin Esperanza als ihre Vertreterin dorthin. Alle Länder beraten, welchen Beitrag sie zu den Reisekosten leisten können, Deutschland hat die Hauptverantwortung übernommen. (s. Beschlussblatt)
  • Zu den drei Kampftagen werden die Koordinatorinnen künftig ca. sechs Wochen vorher kurze Aufrufe vorlegen, die von den Frauen der Länder ergänzt werden;
  • Ein Starterpaket für „Neueinsteiger“ und alle Interessierten im WFK-Prozess wird erstellt mit einem Powerpoint-Bericht von der Weltfrauenkonferenz in Caracas und der weiteren Arbeit danach sowie den Dokumenten von Caracas auf CD;
  • Alle Länderberichte die den Koordinatorinnen gemailt werden, kommen auf die Homepage und werden Stück um Stück – je nach Möglichkeit der Übersetzerinnen – in verschiedene Sprachen übersetzt;
  • Kampagnen und Petitionen im Internet sollen von den Koordinatorinnen unterzeichnet werden, auch um die Weltfrauen bekannter zu machen.
  • Zum Schluss wurden Resolutionen verabschiedet: zur Solidarität mit den europäischen Kämpfen der Arbeiterinnen und Arbeiter und gegen ihre politische Diskriminierung;  gegen den Krieg in Mali; an die Europäische Kommission zum Protest gegen die vorgesehene Kürzung der Lebensmittelhilfe (PEAD) in der EU, gegen die Morde an den drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Söylemez in Paris, gegen den staatlichen Angriff auf die Gemeinnützigkeit des deutschen Frauenverbands Courage..

Die Europakonferenz wurde kulturvoll von unseren niederländischen Gastgeberinnen eröffnet, die die Konferenz hervorragend vorbereitet hatten. Es folgte eine bewegendes Gedenken an die ermordeten Kämpferinnen der Frauenbewegung, die drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Söylemez, unsere iranische Freundin Manijeh aus Hamburg, und die junge Studentin Jyoti Singh Pandey, die in Indien an den Folgen der bestialischen Vergewaltigung starb und zum Auslöser einer Welle des Kampfes gegen Gewalt an Frauen wurde.

Die Beschlüsse zur Tagesordnung, Geschäftsordnung und zu den Protokollantinnen wurden einstimmig gefasst. Dabei wurde der Grundsatz erläutert, dass jede Delegation drei Stimmen hat, unabhängig davon, ob sie aus einer oder drei Frauen besteht. Es wurde nach dem Konsensprinzip gearbeitet, wobei Abstimmungen unabdingbar waren, um das Meinungsbild zu erfassen. Auch die Gäste konnten sich am Meinungsbild beteiligen und die Diskussion wurde zeitweilig für sie mit einer Redezeit von einer Minute geöffnet.

Es folgten die Länderberichte der Delegationen, für die jeweils 10 Minuten Vortrag und 10 Minuten Diskussion vorgesehen war. Dabei erfuhr man Ermutigendes und Erschütterndes und es ergaben sich viele Nachfragen. Die Delegierte aus Dänemark berichtete, dass es kaum möglich ist, als Migrantin und dann noch Muslima einen Arbeitsplatz zu bekommen, auch wenn man sehr gut qualifiziert ist. Sie kritisierte, dass „Integration“ als vollständige Aufgabe der eigenen Kultur und Tradition ausgelegt wird. Die Delegierten aus Deutschland berichteten, dass das Land unter der Kanzlerin Merkel nicht frauenfreundlicher geworden ist, sondern die führende Rolle Deutschlands in der EU und im weltweiten imperialistischen Konkurrenzkampf auf dem Rücken der Massen und besonders der Frauen ausgetragen wird. Die Delegation aus Frankreich berichteten selbstbewusst, wie die Frauen zum Sturz von Sarkozy beigetragen haben und unter der Regierung Hollande trotz vieler Versprechungen ihre Lage weiter verschlechtert wurde. Als eine Begleiterscheinung der Weltwirtschafts- und Finanzkrise nimmt auch die Gewalt in den Familien zu, aber die Frauen heben den Kopf und kämpfen und in Frankreich entwickelt sich eine sehr dynamische Frauenbewegung. Die Frauen aus Griechenland berichteten, wie viele Familien kein Geld mehr haben, Strom und Heizung abgestellt sind und die Regierung im Auftrag der Troika Notstandsgesetze erlässt, wie die Zwangsverpflichtung zur Arbeit. Das Kindergeld wurde gestrichen und stattdessen eine Steuer auf Kinder eingeführt. Die Delegation der Niederlande prangerte die bis um das 3 – 5 fache gestiegene Kosten für Krankenpflege und Gesundheit in den Niederlanden an. Sie konnte von bedeutenden Kämpfen der Arbeiter- und Frauenbewegung berichten, unter anderem der Pflegekräfte, der Mitarbeiter des Hafenmuseums usw. Die kämpferische Frauenbewegung in den Niederlanden hat sich im Weltfrauenprozess erheblich gestärkt und weiter entwickelt. Die Frau aus Russland sieht eine große Gefahr in der geänderten Familiengesetzgebung: Unangemeldete Kontrolleure können unter absurden Vorwänden, wie dass Gegenstände auf dem Boden das Kind gefährdeten, Frauen mit politischer Betätigung die Kinder wegnehmen. Das wird eingesetzt, um politisch aktive Frauen unter Druck zu setzen. Die Frau aus der Ukraine berichtete, in der sowjetischen Gesellschaft gab es zwar mehr Rechte für die Frauen, aber keinen gesellschaftlichen Fortschritt mehr. Das hat mit dazu geführt, dass es heute nur eine sehr schwache Frauenbewegung gibt. Mädchen und junge Frauen stehen unter einem großen Druck des Sexismus, von Frauenhandel und Prostitution – Gleichberechtigung wird mit Füßen getreten. Die Delegation aus der Schweiz berichtete, die Frauen leiden unter fast ausschließlicher Teilzeitarbeit, zu der sie u.a. wegen fehlender Kindergartenplätze gezwungen sind. Das führt zu großer Altersarmut bei Frauen. Es gibt eine starke Frauenbewegung, was damit zusammen hängt, dass der Kampf um das Frauen-Wahlrecht bis 1971 (und 1990) geführt werden musste.  Die Vertreterin der „Frauen in Schwarz“ aus Serbien prangerte an, dass die Frauen ihrer Arbeitsplätze und damit ihrer Würde beraubt werden. Es gibt Teile von Serbien die komplett verarmt und wirtschaftlich ruiniert sind. Das trifft die Frauen besonders hart. Viele suchen in der Religion einen Ausweg, obwohl die Frauenfeindlichkeit der orthodoxen Kirche offensichtlich ist. Die Frauen aus Spanien berichteten von den dramatischen Folgen der Wirtschaftskrise für die Frauen. Eine Arbeitsrecht“reform“ erlaubt den Betrieben, Löhne zu kürzen, Arbeitszeiten zu ändern und Leute zu entlassen. Die Frauen sind mit der Lösung der unmittelbaren Existenzfragen oft so beschäftigt, dass weiter gehende politische und soziale Fragen verdrängt werden. Die „Mujeres del carbon en lucha“ entstanden im Kampf der Bergleute gegen die Zechenstilllegungen in Asturien, spielen eine aktive Rolle und haben sich organisiert.

Der Rechenschaftsbericht der Koordinatorinnen legte Rechenschaft über unsere Arbeit ab und ermöglichte es auch den neuen Frauen, sich ein Bild von den bisherigen Erfolgen und Problemen und den kommenden Herausforderungen der Weltfrauenbewegung zu machen (siehe Anlage). In der Diskussion stellten wir den Gedanken der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen noch einmal  vor, weil eine ganze Reihe der Teilnehmerinnen selbst nicht in Caracas gewesen war. Wir legten Rechenschaft ab über eine umfangreiche Arbeit zur Verwirklichung der Beschlüsse der 1. Europakonferenz und informierten die europäischen „Weltfrauen“ über wesentliche Entwicklungen in der weltweiten Auseinandersetzung zur Vorbereitung der zweiten Weltfrauenkonferenz 2016 (siehe Bericht).

Auf unserer 2. Europakonferenz diskutierten wir auch die Differenzen  beim 1. weltweiten Welttreffen der Koordinatorinnen im September letzten Jahres und wie die Widersprüche der Koordinatorinnen aus Lateinamerika so behandelt werden können, dass die gemeinsame Basis und Arbeit im Weltfrauenprozess gestärkt wird. Einmütig stellten sich die Delegierten auf die Grundlagen der 1. Weltfrauenkonferenz mit den zwei Säulen (beschlussfassende Generalversammlung der gewählten Delegierten und Massenprogramm) aus. Mehrere betonten das Prinzip der gewählten Länder-Delegierten, weil das auch die Demokratie innerhalb der Frauenbewegung des Landes stärkt. In der Diskussion nahmen alle Beiträge dafür Stellung, dass auf den Weltfrauenkonferenzen Beschlüsse gefasst werden. Ein weiteres wichtiges Thema war die Finanzarbeit. Die finanzielle Unabhängigkeit der Frauenbewegungen der einzelnen Länder ist wichtig, waren sich alle einig. Die Diskussion zeigte, dass es schon viele Initiativen gibt: gemeinsame Spendenessen, Verkauf von Kunsthandwerk, Bildern, Spezialitäten, die Griechinnen werden eine CD mit einem Film über den Kampf der Stahlarbeiter und ihrer Frauen produzieren und damit Einnahmen machen. Das soll weiter entwickelt werden.

Die Öffnung der Diskussion für die Gäste bewährte sich durch weitere schöpferische Beiträge und Ideen, unter anderem entstand der Beschluss zu der Jugendkonferenz im Rahmen der 3. Europakonferenz durch den Beitrag einer jungen Gastfrau.

Die Nachwahl einer 2. Stellvertreterin konnte nicht durchgeführt werden, weil keine Kandidatenvorschläge vorlagen. Das soll bis zur 3. Europakonferenz 2104 in den einzelnen Ländern beraten und dann dort nachgewählt werden.

Zum Schluss wurden die oben bereits genannten Resolutionen vorgestellt und verabschiedet – auch diese alle einstimmig. Die Diskussion und Erarbeitung der Resolution gegen den Krieg in Mali war ein Lehrbeispiel für die Handhabung des erweiterten Konsensprinzips – dass die Einheit in der Verurteilung des Krieges und der grauenvollen Folgen für die Frauen und Mädchen und die umstrittene Positionierung zur militärischen Intervention von Frankreich und Deutschland in der Resolution festgehalten werden.

Die Weltfrauenkonferenz-Homepage wird bisher noch allein von einer Frau aus Mannheim mit großem Einsatz bestritten. Dafür dankte ihr die Konferenz, nahm aber auch die Aufforderung mit, nach weiteren Frauen dafür zu suchen.

Zum Schluss gab es liebevolle Gast-Geschenke. Die Niederländerinnen hatten für jede Delegation eine Präsenttasche mit u.a. holländischen Tulpenzwiebeln gepackt – „Wir bringen der Keim der Frauenbewegung zum blühen“. Für ihre Arbeit als fürsorgliche Gastgeberinnen, die durch ihre Vorbereitung wesentlich dazu beigetragen haben, dass diese umfangreiche Pensum in der geplanten Zeit bewältigt werden konnte, wurde ihnen gedankt.

Die Übersetzung wurde wieder mit großem Sachverstand und hervorragender Ausstattung von „Solidarität international“ organisiert. Aufgrund der explodierten Teilnehmerinnenzahlen musste noch in letzter Sekunde die große Übersetzeranlage in die Niederlande gebracht, aufgebaut und bedient werden. Der ehrenamtliche Techniker ebenso wie die überwiegend sehr jungen, ehrenamtlichen Übersetzerinnen haben Immenses geleistet, was von allen gewürdigt wurde.

Im Schlusswort dankten die Koordinatorinnen allen Beteiligten für ihre Beiträge. Es endete „Die Weltfrauenbewegung der Basisfrauen hat eine große Zukunft!“

Mit einem leckeren Abendessen stärkten sich alle für das anschließende Fest, bei dem Frauenbewegung wörtlich genommen wurde. Im Wechsel von Beiträgen eines türkisch-niederländischen Sängers und Gitarristen und einem von den Frauen aus Frankreich mitgebrachten internationalen Musikzusammenschnitt wurde ausgelassen getanzt und die gegenseitige Freundschaft gefestigt.

Für den Sonntagvormittag hatten die niederländischen Gastgeberinnen eine beeindruckende frauenbewegte und antifaschistische Führung durch ein altes Amsterdamer Arbeiterviertel vorbereitet, die trotz Kälte und Regen fesselte. Beim gemeinsamen Abschluss-Mittagessen in einer Pizzeria tauten auch die eingefrorenen Hände und Füße wieder auf, gab es noch viele persönliche Gespräche und der Abschied voneinander fiel sehr schwer.

Mit dem Ruf: Paris, Paris, wir kommen nach Paris!“stimmten wir uns schon auf das Wiedersehen 2014 ein.

 




Beschlüsse der 2. Europakonferenz der Weltfrauen am 26.01.2013 in Amsterdam

2. Europakonferenz der Weltfrauen resized_resized_Gruppenbild zum Abschluss 2zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz 2016

vom 26. Januar in Amsterdam/Niederlande

download: 130131 Europakonferenz Beschlussblatt zur Veroeffentlichung – DE                              (Translations will follow soon)

Protokoll der Beschlüsse der 2. Europa-Konferenz
1. Der Rechenschaftsbericht der Koordinatorinnen wird einstimmig angenommen.
2. Unsere Positionen/Vorschläge zur 2. Weltfrauenkonferenz 2016 in Asien an das 2. Welttreffen der Koordinatorinnen 2013 in Afrika 

  • Die Frauen in Asien werden gebeten, sich einen einvernehmlichen Standpunkt zum Austragungsort zu bilden (Auswahl unter den drei Bewerbungen Nepal, Indien, Sri Lanka) und diesen dem 2. Welttreffen der Koordinatorinnen 2013 in Südafrika zur Bestätigung vorzulegen. Als Entscheidungsgrundlage müssen auch die Lage der Frauen, die Situation der kämpferischen Frauenbewegung, die Trägerinnen der Konferenz und die organisatorischen Voraussetzungen im betreffenden Land dargestellt werden, damit die Weltfrauen eine allseitige Entscheidungsgrundlage haben und sich auf die Bedingungen einstellen können.
  • Die Konferenz 2016 soll aus fünf Hauptbestandteilen bestehen: einer Eröffnungszeremonie; den beiden Programmpunkten der zwei Säulen (Generalversammlung der Delegierten und Massenprogramm mit Workshops und vielfältigster Kultur); einem gemeinsamen Abschlussplenum aller Teilnehmerinnen; einer  großen Abschlussdemonstration.
  • Sie soll sechs Tage dauern. Nach der Eröffnungszeremonie (0,5 Tag) soll sie mit 2 Tagen Workshops beginnen, denen 2 Tage Generalversammlung, ein großes Abschlussplenum (0,5 Tag) und eine Abschlussdemonstration folgen.
  • Parallel zu Workshops und Generalversammlung findet während 6 Tagen ein kulturelles Massenprogramm, möglichst auch mit Exkursionen und Begegnungen in das Gastgeberland statt.
  • Eingeladen sind Frauen, Organisationen und Initiativen der kämpferischen Frauenbewegung der Basisfrauen aus einem breiten demokratischen, antifaschistischen, feministischen und sozialistischen Spektrum. Willkommen sind jede Frau und Frauenorganisation aus der ganzen Bandbreite der kämpferischen Frauenbewegung (Frauen aus Frauenorganisationen und -initiativen, Gewerkschaften, Parteien, aus NGOs und Kirchen), die sich für die Rechte der Frauen einsetzen, sich bewusst und ausdrücklich auf die Grundlage der Resolution von Caracas und die beschlossenen Grundsätze und Prinzipien stellen. Faschisten und religiöse Fundamentalisten sind ausgeschlossen. Unter allen Umständen ausgeschlossen werden muss jegliche Abhängigkeit oder Einmischung von Geldgebern, Stiftungen und Regierungen gegenüber der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen.
  • Die Konferenz wird selbstständig organisiert und unabhängig finanziert. Organisationsarbeit, Finanzierung, Werbung und die einzelnen Programmbestandteile werden in gleichberechtigter Zusammenarbeit verwirklicht.
  • Der ganze Prozess wird in einer demokratischen Streitkultur und Solidarität organisiert.
  • Die Bewegung der Weltfrauen jedes Landes stärkt sich im Vorbereitungsprozess als Teil der kämpferischen Frauenbewegung ihres Landes, mobilisiert Teilnehmerinnen und Beiträge, wählt nach ihrem eigenen Modus bis zu fünf Delegierte für die Generalversammlung der Delegierten und trägt Sorge für die Finanzierung ihrer Arbeit. Dazu ist es notwendig, dass die Weltfrauenbewegung der einzelnen Länder nicht an eine Partei oder Organisation angebunden ist, sondern systematisch eine wirklich überparteiliche Bewegung aufgebaut wird.
  • Die Bewegung der Weltfrauen der Kontinente, Regionen und Länder arbeitet eng zusammen zu den drei Kampf- und Aktionstagen (8. März, 1. Mai, 25. November), an der Gewinnung von immer mehr Frauen aus einer stets wachsenden Zahl von Ländern, bereitet sich systematisch auf die 2. Weltfrauenkonferenz 2016 vor und unterstützt sich gegenseitig.
  • Das Welttreffen der gewählten Koordinatorinnen entsprechend der Resolution von Caracas koordiniert den gesamten Vorbereitungsprozess auf der Grundlage der Resolution von Caracas und entsprechend der dem Weltfrauenprozess zu Grunde liegenden Dokumente. Für die Finanzierung ihrer Koordinatorinnen sind die Kontinente, aber für die Arbeitsfähigkeit des gesamten Komitees auch die solidarische Gemeinschaft der “Weltfrauen” verantwortlich.
  • Die Frauen im Gastgeberland der Weltfrauenkonferenz 2016 tragen besondere Verantwortung, werden dabei von allen besonders unterstützt und arbeiten auf der Grundlage der Resolution von Caracas und gleichberechtigt auf Augenhöhe mit den anderen “Weltfrauen” in einem multilateralen Organisationskomitee zusammen.
  • Aus allen Kontinenten werden Brigadistinnen und Brigadisten aufgerufen, die Frauen im Gastgeberland rechtzeitig und mit ausreichenden Kräften bei ihrer umfangreichen Arbeit zu unterstützen. Die Arbeit der Brigadisten wird vom Welttreffen der Koordinatorinnen zusammen mit den Frauen des Gastgeberlandes angeleitet, kontrolliert und koordiniert.

einstimmig, ohne Enthaltung

3. Erklärung zum Standpunkt der Initiatorinnen/Koordinatorinnen aus Lateinamerika beim 1. Welttreffen der Koordinatorinnen für die 2. Weltfrauenkonferenz 2016Die 2. Europakonferenz erklärt zu den in der  „Auswertung der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Caracas/Venezuela durch das 1. Treffen des weltweiten Koordinatorinnenkomitees“ vom 18. September 2012 in Stuttgart dargelegten Differenzen der beiden lateinamerikanischen Koordinatorinnen:

  • Wir arbeiten auf der Grundlage der Beschlüsse der 1. Weltfrauenkonferenz und halten entsprechend der “Resolution von Caracas” an dem Konzept der zwei Säulen (beschlussfassende Generalversammlung der Delegierten, Workshops und Massenprogramm für alle Teilnehmerinnen) entschieden fest.
  • Die Wahl der Delegierten zur Weltfrauenkonferenz in den kämpferischen Frauenbewegungen der einzelnen Länder ist ein wichtiger demokratischer Prozess, der auch der Vertrauensbildung und der Stärkung der kämpferischen Frauenbewegung im Land dient.
  • Wir weisen einmütig die Behauptung auf dem 1. Welttreffen in Stuttgart zurück, dass es keine einheitliche Formulierung der Caracas-Resolution gäbe. Die auf der 1. Weltfrauenkonferenz einstimmig beschlossene Resolution wurde dort in Bild und Ton festgehalten, sofort von der großen Mehrheit der Initiatorinnen – einschließlich C./Ecuador – schlussbearbeitet, übersetzt, auf CD gebrannt und ausgegeben. Das ist die einzig gültige Version der Schlussresolution und die Grundlage der weiteren Arbeit.
  • Die Kritik, dass zu viele Brigadistinnen zur freiwilligen und unentgeltlichen Vorbereitung nach Caracas gekommen sind, halten wir für völlig abwegig. Ohne diese wäre die Konferenz vollends im Chaos versunken. Wir akzeptieren nicht, dass ihre Arbeit jetzt abgewertet, statt gewürdigt und als Modell für die 2. Weltfrauenkonferenz genommen wird.
  • Die Frauen in Venezuela haben hart für die Konferenz gearbeitet und Wesentliches zu ihrem Erfolg beigetragen. Das würdigen wir von Herzen und danken ihnen für ihren großen Einsatz! Die notwendige Kritik (an ihrer eigenmächtigen Veränderung des Charakters der Konferenz, an Desorganisation, mangelnder Bereitschaft mit anderen gleichberechtigt zusammen zu arbeiten und berechtigte Kritiken zu akzeptieren) mindert diese Würdigung in keiner Weise herab. Sie ist eine unabdingbare Voraussetzung, dass diese Fehler bei der nächsten Konferenz vermieden werden.

einstimmig, ohne Enthaltung

4. Ausweitung des Weltfrauenprozesses in Europa Die bestehenden Zusammenschlüsse der europäischen “Weltfrauen” übernehmen die Verantwortung für jeweils 1 oder 2 Länder, deren Frauenbewegung sie analysieren, Kontakt entwickeln und deren Teilnahme an den folgenden Europakonferenzen sie fördern. Die anwesenden Delegation auf der 2. Europakonferenz teilen  den Koordinatorinnen innerhalb von 2 Monaten mit, welches Land/ welche Länder sie in ihre besondere Verantwortung nehmen.Die europäischen Weltfrauen in jedem Land pflegen und entwickeln vorhandene persönliche Kontakte in alle Länder der Welt und versuchen sie für den Prozess der Weltfrauenkonferenz zu gewinnen.

einstimmig, ohne Enthaltung

Bereits gemeldet haben sich

Schweiz und Frankreich für Italien, was sie gemeinsam wahrnehmen

5. Die Europakonferenz unterstützt die 1. Internationale Bergarbeiterkonferenz vom 1. bis 3. März 2013 in Arequipa/Peru.Sie sendet Esperanza, Bergarbeiterin aus Spanien, als Delegierte der Europafrauen zu dieser Konferenz und finanziert ihre Kosten für die Teilnahme in Verbindung mit einem Eigenanteil von ihr.Die Hauptverantwortung der Finanzierung liegt bei den Frauen aus Deutschland, die die Reise vorfinanzieren. Die anderen Länder beraten, welchen Beitrag sie dazu leisten und teilen dies den Koordinatorinnen innerhalb … mit.

einstimmig, ohne Enthaltung

6. Zu den drei gemeinsamen Aktionstagen (8.03., 1.05., 25.11.) wird von den Europakoordinatorinnen jeweils ein kurzer Aufrufvorschlag erstellt und 6 Wochen vorher an die Weltfrauen Europas verschickt, damit er in den Ländern entsprechend konkretisiert  werden kann.

einstimmig, ohne Enthaltung

7. Es wird ein Starterpaket auf CD erstellt, das neue Frauen informiert über die (Geschichte der) 1. Weltfrauenkonferenz in Caracas, die auch alle wichtigen Dokumenten enthält.Die Europa-Koordinatorinnen werden beauftragt, das zu organisieren.Die CD soll für jede zu erwerben sein, damit jede Frau sie auch persönlich einsetzen kann.

einstimmig, ohne Enthaltung

8. Wir werden nicht nur in anderen Ländern, sondern auch im eigenen Land die Weltfrauenkonferenz vorstellen und verbreitern, z.B. indem Frauen aus unseren Reihen als „Botschafterinnen der Weltfrauenkonferenz“ zu Frauen-Organisationen und Veranstaltungen gehen.

einstimmig, ohne Enthaltung

9. Wir richten mehr Augenmerk auf die Gewinnung junger Frauen für den Weltfrauenprozess. Zur 3. Europa-Konferenz 2014 in Paris laden wir gezielt auch junge Frauen und Mädchen ein, die sowohl mit allen gemeinsam, als auch im Rahmen einer „Konferenz junger Frauen für die Weltfrauenkonferenz“ unter sich beraten, wie die Weltfrauen-Bewegung in der Jugend mehr Verbreitung finden kann.

einstimmig ohne Enthaltung

10. Die 3. Europakonferenz wird in Paris durchgeführt und soll möglichst am Samstag, 25. Januar 2014 stattfinden. Die französischen Frauen klären, ob dieser Termin möglich ist, schlagen ggf. einen Alternativtermin im Januar/Februar vor. In der Vorbereitung und Durchführung der 3. Europakonferenz können sie sich auf die Hilfe der Weltfrauen der anderen Länder verlassen.  Paris, Paris, wir fahren nach Paris!

einstimmig, ohne Enthaltung

11. Die Koordinatorinnen erhalten den Auftrag an SKM zu schreiben: Die Europakonferenz bedauert ihr Ausscheiden aus aktiver Verantwortung im Weltfrauenprozess und möchte sie gerne dafür wieder gewinnen. In verschiedenen Ländern arbeiten SKM-Frauen im Weltfrauenprozess aktiv mit. Die Europakonferenz würde es begrüßen, wenn sie wieder insgesamt aktiv mitarbeiteten oder ihre Gründe erklärten.

einstimmig, ohne Enthaltung

12. Die Koordinatorinnen erhalten den Auftrag, beim 2. Welttreffen in Afrika die notwendige Strategiediskussion der Weltfrauenbewegung als Thema für 2016 einzubringen.

einstimmig, ohne Enthaltung

13. Die Koordinatorinnen erhalten den Auftrag, geeignete Kampagnen und Resolutionen im Internet als Koordinatorinnen zu unterzeichnen, um die Weltfrauen bekannter zu machen.

einstimmig, ohne Enthaltung




Resolution der europäischen Weltfrauen zu Mali

Resolution der europäischen Weltfrauen zu Mali: Die 2. Europakonferenz der Weltfrauen malifemmes2blickt mit großer Sorge nach Mali. Dort wirken Kräfte religiöser, frauenfeindlicher, faschistischer Fundamentalisten, die Demokratie, Frauen- und Menschenrechte mit Füßen treten.

Es ist ein Krieg entstanden, der auf dem Rücken der Masse der Frauen und der Bevölkerung insgesamt ausgetragen wird. Der Krieg ist in den Reis-Anbaugebieten des Landes angelangt und zerstört die Ernährungsgrundlage der Menschen. Die Frauen, die jungen Mädchen werden vergewaltigt. Darüber sind wir empört, protestieren und kämpfen dagegen.

Unterschiedlicher Meinung sind wir über die militärische Intervention von Frankreich und Deutschland.

Einige Frauen, auch aus Mali, sind verzweifelt und sagen: alleine schafft es das Volk in Mali nicht. Deswegen brauchen wir die Hilfe dieser Armeen.

Viele andere lehnen die militärische Intervention der imperialistischen Staaten ab. Kein Krieg der NATO hat Frieden und Frauenrechte gebracht! Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Der Fisch täuscht sich, wenn er glaubt, dass ihn der Fischer ernähren will.“ Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Das sind unsere Differenzen.

Einig sind wir uns wieder: Die Frauen in Mali brauchen die Hilfe der Frauen der Welt! Mali kann überall sein! Friede für Mali! Für Frauenrechte und Menschenrechte! Für das Selbstbestimmungsrecht der Völker! Hoch die internationale Solidarität!

Einstimmig beschlossen

von der 2. Europakonferenz der Weltfrauen in Amsterdam am 26. Januar 2013

Download auf deutsch: 130130 Europakonferenz Resolution zu Mali

Download en francais: Conference Europeenne des Femmes du Monde Résolution Mali – FR

Résolution des Femmes du Monde en Europe concernant le Mali

La 2ème Conférence Européenne des Femmes du Monde regarde avec inquiétude le Mali.

Des forces religieuses, misogynes et fondamentalistes fascistes piétinent la démocratie, les droits des femmes et les droits de l’homme.

Une guerre sur le dos des femmes et de la population a pris naissance. Cette guerre a atteint les régions de riziculture du pays et a ainsi détruit la nourriture de base de la population. Les femmes et les jeunes filles sont victimes de viol. Nous en sommes offusquées.

Nous protestons fermement et nous luttons contre!

Quant à l´appréciation de l’intervention militaire de la France et de l’Allemagne au Mali, nos positions divergent.

 

Il y a des femmes, aussi en provenance du Mali, qui sont désespérées et qui estiment que le peuple malien ne peut pas s’en sortir tout seul. Selon elles, l’aide des armées étrangères est indispensable.

Beaucoup d’autres femmes rejettent l’intervention militaire des États impérialistes. Car aucune guerre de l’OTAN a apporté la paix et a protégé les droits des femmes!

Un proverbe africain dit:

«Le poisson se trompe, s’il croit que le pêcheur veut le nourrir.” Cela dit vrai.

Voilà nos divergences.

Toutefois, nous sommes toutes d´accord sur le fait que les femmes du Mali ont besoin de l’aide des Femmes du Monde! Car la situation du Mali peut se reproduire à tout moment dans n’importe quel autre pays du monde!

 

Pour la paix au Mali!

Pour le respect des droits des femmes et des droits de l’homme!

Pour l’autodétermination des peuples!

Vive la solidarité internationale!

Voté à l’unanimité par la 2ième Conférence Européenne des Femmes du Monde

Amsterdam, le 26 janvier 2013

 

 




2. Europatreffen in Amsterdam: „Diese Frauen verändern die Welt!“

Am 26.01.2013 fand in Amsterdam die 2. Europakonferenz der Weltfrauen statt. Es nahmen rund 70 Frauen und einige Männer teil. Die 20 abstimmungsberechtigten Delegierten kamen aus zehn Ländern: Neu dabei waren zwei Bergarbeiterinnen aus Spanien, zwei Stahlarbeiterfrauen aus Griechenland, eine Vertreterin der „Frauen in Schwarz“ aus Serbien sowie je eine Delegierte aus der Ukraine, Russland und

resized_resized_Totale DelegierteDänemark. Je drei Frauen vertraten die kämpferische Frauenbewegung aus Deutschland, Frankreich, Niederlande, der Schweiz. Der europäische Zusammenschluss der Weltfrauen kommt voran!

Die Europakoordinatorinnen Monika Gärtner-Engel (Deutschland), Halinka Augustin (Niederlande) sowie die stellvertretende Koordinatorin Angélica Urrutia (Deutschland) leiteten durch die Konferenz, die ein umfangreiches Programm hatte. Dank der hervorragenden Vorbereitung der niederländischen Gastgeberinnen wurde alles

wunderbar gemeistert. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

„Eine spannende Reise durch Europa“ …

… folgte nach der kulturvollen Eröffnung. Die andauernde Weltwirtschafts- und Finanzkrise hinterlässt tiefe Spuren: teilweise um das 3 – 5 fache gestiegene Kosten für K

rankenpflege und Gesundheit in den Niederlanden; Abbau von Schutzrechten für Schwangere in Rußland und Spanien; Diskriminierung von Alten, Invaliden und Migrantinnen in Serbien; sinkende Geburtenraten und wachsende Armut in Spanien, wo die Frauen und Massen mitten in der tiefsten Krise des Landes stehen; höhere Kinder-Betreuungskosten in Dänemark, Migrantinnen finden hier kaum Arbeit und werden extrem benachteiligt; fast nur noch Teilzeitarbeit für Frauen in der Schweiz; Sexismus, Frauenhandel und Prostitution in der Ukraine; zahllose Familien in Griechenland sind ohne Geld, Strom, Heizung. Kinder gehen hungrig zur Schule. Das Kindergeld wurde abgeschafft und stattdessen eine „Kindersteuer“ eingeführt (!).  Die deutschen Delegierten berichten von der frauenfeindlichen Politik der Merkel-Regierung. Sie setzt die führende Rolle Deutschlands in der EU durch.

Der weltweite imperialistische Konkurrenzkampf wird auf dem Rücken der Frauen und der Massen in Europa ausgetragen und verlangt gemeinsames Vorgehen und eine starke länderübergreifend verbundene kämpferische Frauenbewegung in Europa.

Einblicke in die  Frauenbewegung Europas

Trotz aller Unterschiede hat die Frauenbewegung in Europa viele Gemeinsamkeiten. In Frankreich beteiligen sich die Frauen aktiv an der Abwahl der Regierung Sarkozy und erhielten mit der neuen Regierungen einige Verbesserungen. Die Frauen „Mujeres del carbon en lucha“ aus Spanien entstanden aus dem Kampf der Bergarbeiterinnen und Bergarbeiter gegen die Zechenschließungen. Sie beteiligten sich aktiv am Kampf. Von einer noch großen Zersplitterung berichten die Frauen aus Russland und der Ukraine – aber auch von neuen Basisgruppen für Frauenrechte und dem Bestreben, diese zusammen zu führen. Überall muss die kämpferische Frauenbewegung auch gegen zunehmende Repressionen kämpfen. In Russland ist ein „beliebtes“ Mittel, kämpferischen Müttern ihre Kinder unter willkürlichen Vorwänden weg zu nehmen und in Heime zu stecken. In den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz, Frankreich gewann die kämpferische Frauenbewegung Stärke, Organisiertheit und Anziehungskraft rund um die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen. Die gemeinsamen Kampftage – Internationaler Frauentag 8. März,  1. Mai und 25. November, Tag gegen Gewalt an Frauen – werden von den bereits aktiven „Weltfrauen“ überall durchgeführt und  stärkten die länderübergreifende Verbundenheit.

Weltfrauenkonferenzen – ein zukunftsweisendes Projekt

Monika Gärtner-Engel und Halinka Augustin legten über ihre umfangreiche Arbeit als Europakoordinatorinnen Rechenschaft ab und stellten die Weltfrauenkonferenz
der Basisfrauen vor. Sie gingen auch auf noch gemeinsam zu überwindende Differenzen mit den Koordinatorinnen Lateinamerikas u. a. zu den „zwei Säulen“ Generalversammlung und Massenprogramm ein. Vor allem machten sie Vorschläge für ein ganzes Feuerwerk an Beschlüssen, die intensiv diskutiert, erweitert und einstimmig verabschiedet wurden.

Paris, Paris –  wir fahren nach Paris!

Die 3. Europakonferenz soll Anfang 2014 in Paris stattfinden und dazu insbesondere junge Frauen gewonnen und in ihrem Rahmen eine Konferenz  junger Frauen für die Weltfrauenkonferenz durchgeführt werden.

Die Delegierten beschlossen die Unterstützung der 1. Bergarbeiterkonferenz in Peru vom 1.-3. März und die spanische Delegierte Esperanza zu entsenden.  Für die 2. Weltfrauenkonferenz wurden Vorschläge beschlossen zum Austragungsort, Ablauf, Dauer sowie zur gleichberechtigten multilateral organisierten Vorbereitung.

Resolutionen wurden beschlossen zur Solidarität mit dem Volk Malis, zum Kampf gegen das EU-Gesetz zur Lebensmittelhilfekürzung, für internationale Unterstützung, Solidarität und gegen Kriminalisierung von Arbeiterkämpfen in Europa wie bei PSA/Aulnay, Opel/Bochum Neupack / Hamburg und am Düsseldorfer Flughafen, gegen die Morde an drei kurdische Revolutionärinnen, gegen Angriffe auf die Überparteilichkeit des Frauenverbands Courage in Deutschland zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit aus antikommunistischen Gründen.
Mit einem ausgelassenen Fest am Abend, einer beeindruckenden frauenbewegten und antifaschistischen Stadtführung in Amsterdam und einem gemütlichen Mittagessen am Sonntag klang sie aus.Hier der Bericht mit mehr Bildern zum Download: 130130 Bericht Europakonferenz