Griechenland: Interview mit der Non-Aligned Women’s Movement – Mata Kaloudaki

Der IWF und die Europäischen Regierungen haben seit 2010, im Auftrag der internationalen Banken und der mörderischen Kreditgeber und über ihre politischen Marionetten in Athen  Griechenland ein «Programm» zur Rettung Griechenlands aufgezwungen. Damit haben sie die Internationalen Konventionen missachtet und gegen die griechische Verfassung verstoßend.

Die Ergebnisse dieses Programms sind tragisch.

Armut, Unsicherheit, Katastrophe der sozialen Fürsorge, unterernährte Kinder, Verlust an sozialen und demokratischen Rechten, Elend und Verzweiflung.

Die Weiterführung und Erfüllung dieses Programms wurde auch von der zuletzt gewählten Griechischen Regierung (SYRIZA-ANEL) verlangt.

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Griechenland: Interview mit Sophia Roditi von den Stahlarbeiterfrauen aus Aspropirgos

  1. Unsere Leser sind sehr interessiert an der Stimmung der Menschen in Griechenland. Was ist Ihre Meinung über die Erpressung durch die EU?Viele Menschen hier in Griechenland, betrachten das Referendum als einen Akt des Widerstands gegen die Kreditgeber. … Nach fünf Jahren des harten Sparens wissen sie jetzt alle, dass die EU falsch aufgebaut ist. Sie wollen in der EU bleiben, aber um Europa zu ändern. Sie wollen Arbeitsplätze und ein produktives Land. Sie können nicht verstehen, dass es keine Wirtschaftsleistung gibt, weil wir in der EU sind. Ihr Vorhaben war von Anfang an gegen das Volk und für das Kapital. In den Köpfen der Bürger ist klar, dass die EU-IWF-EZB Kredithaie, mit Hilfe der älteren Regierungen unsere Demokratie unterdrücken. Meine Meinung ist, dass es einen Bruch mit der EU geben muss, damit die Menschen frei und ohne Einschränkung, über ihr Schicksal zu entscheiden. Sie müssen in der Lage sein, frei zu wählen und zu produzieren, was sie brauchen. Diejenigen von der EU-IWF-EZB erpressen uns und die Medien machen uns Angst, aber ich denke, dass ist der Anfang vom Ende für sie kommen wird.2. Wie hat sich die Situation der vor allem die Familien und Frauen in den letzten Monaten entwickelt?

    Praktisch hat sich nichts geändert. Die Arbeitsbedingungen, das Gesundheitswesen, Bildung, Ernährung ist alles das gleiche. Die Regierung versuchte, Maßnahmen gegen die humanitäre Krise einzuleiten, aber leider betraf das nur sehr wenige Bürger. Es gibt keine Arbeitsplätze und wo welche gefunden werden kann, sind es Bedingungen der Sklaverei. Ohne 8 Stunden-Tag, mit sehr wenig Lohn und Unsicherheit darüber, ob es Arbeit für den nächsten Tag gibt.

    3. Was sind die Kämpfe, die Ihre Initiative / Organisation gegen die Krise Diktat der EU führen?

    Wir versuchen, mit Meetings, Mobilisierungen und Veranstaltungen, die Bürger über die wirklichen Ursachen zu informieren. Wir beteiligen uns an Aktionen (Demonstrationen, Vorträge, Festivals usw.), so dass der Kampf nie verschwendet ist, nur der der nicht geführt wurde.

 

Griechenland: Interview mit Sofia Tzizkou

Hier meine Antworten auf eure Fragen:

  • die griechische Bevölkerung hat durchschaut, wie es von der Troika und den Europäischen Führern erpresst wird, deren unfaires Spiel darauf abzielt durch die wirtschaftliche Asphyxie der griechischen Gesellschaft, die Regierung zu Fall zu bringen.

Wir sollten auch ihre Zusammenarbeit mit den Oppositionsparteien hervorheben, mit welcher sie scheinbar das Ende des „linken Intermezzos“ in Griechenland beschleunigen möchten.

Sie haben die Schließung der Banken provoziert, indem sie den Geldumlauf durch die EZB gestoppt und damit eine Kapitalkontrolle herbeigeführt haben. Die unzureichende Bargeldversorgung verunsichert viele Menschen (vor allem Rentner).

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Griechenland: Interview mit Voula Taki

1. In den vergangenen Wochen sind wir Zeuge eines fortschreitenden „finanziellen Putschversuchs“ in Griechenland durch die EU, EZB und IWF geworden. Besonders nach der Entscheidung der griechischen Regierung ein Referendum durchzuführen, in welchem die griechische Bevölkerung aufgefordert ist mit „Nein“ oder „Ja“ über den Vorschlag der Troika abzustimmen. Aufgrund dieser Entscheidung erleben wir in den Letzen Tagen einen harten, barbarischen und nicht-verhandelbaren Kurs des Kapitals und der EU, die glauben, sie könnten sich wie Kolonialherren verhalten und herrschen (siehe Erklärungen von Juncker, Schäuble, Merkel, etc.). Sie haben diese terroristische Attacke mit Hilfe ihrer „Diener/Beschützer“ organisiert – dem nationalen Kapital, den herrschenden wirtschaftlichen Klassen und den Medien (Banken haben geschlossen, haben die Bargeldauszahlung auf 60€ am Tag beschränkt, ?…,  konstante Einschüchterungsversuche  durch die privaten Medien, Organisierung von Gegendemonstrationen etc.). Es ist wie ein regelrechter Klassenkampf.

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4. Europakonferenz in Elefsina Griechenland (Deutsch, Französisch)

  1. Europakonferenz der Weltfrauen in Elefsina bei Athen in Griechenland:

Bewegend und sehr erfolgreichwfk_athen157

Am 31. Januar und 1. Februar fand in Elefsina bei Athen die begeisternde 4. Europakonferenz der Weltfrauen statt. Das war etwas Neues: Nicht nur, dass das stramme Arbeitsprogramm der europäischen Weltfrauen für die Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen beschlossen wurde.

Ebenso wichtig: Am Vortag fand ein Treffen mit Vertreterinnen von neun Fraueninitiativen aus Griechenland statt. Vertreterinnen der kämpfenden Athener Putzfrauen, von Frauenhäusern und anderen Initiativen berichteten ihre Erfahrungen, folgten sehr aufmerksam einem Vortrag über den Weltfrauenkonferenzprozess, vereinbarten überparteiliche dauerhafte Zusammenarbeit untereinander und sind jetzt begeisterter Teil des Weltfrauenprozesses.

Dieser unmittelbare Beitrag zur Stärkung der organisierten kämpferischen Frauenbewegung im Gastgeberland war Teil der beeindruckende neuen Qualität dieser Konferenz.

In Elefsina waren Delegationen aus acht Ländern (Deutschland, Frankreich, Griechenland, Niederlande, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien) vertreten und aus weiteren neun Ländern lagen Grußbotschaften, Länderberichte oder Erklärungen vor, dass die Frauen Teil der Weltfrauenprozesses sind.

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Griechenland: Wir müssen unsere Kräfte lokal und international aufbauen!

Beim 11. Frauenpolitischen Ratschlag im Oktober 2011 führte Monika Gärtner-Engel ein Sonia Mitralia verkleinertInterview mit Sonia Mitralia aus Athen/Griechenland. Sie  hat die internationale Kampagne zur Solidarität mit den Athener Putzfrauen organisiert. Sonia war zunächst bei den Weltfrauenmärschen engagiert, hat lange dort die Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Inzwischen ist sie aktive Trägerin des Weltfrauenkonferenz-Gedankens und Initiatorin des Treffen der Weltfrauen mit griechischen Aktivistinnen am 30. Januar. Zusammen mit anderen hat sie eine Frauengruppe gegründet, Diese orientiert sich daran, dass die Frauen Griechenlands von der Politik der Troika massiv betroffen sind und dass sie aktiv werden. Sie haben sich vor allem in drei Projekten engagiert: Als erstes für das Frauenhaus in Thessaloniki. Als zweites eine Kampagne der Frauen, deren Krankenversorgungskosten nicht von der Versicherung übernommen werden, bzw. die wegen Arbeitslosigkeit aus der Krankenversicherung geflogen sind. Sie hat für das Recht gekämpft, im Krankenhaus ein Kind auf die Welt zu bringen, ohne zu bezahlen. Es gab Frauen, die ein Kind entbunden hatten und es nicht mit nach Hause nehmen durften, solange sie nicht bezahlt hatten.

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March 8 in Greece

Hallo ihr Lieben! Diese Bilder kamen über die Weltfrauenkontaktadresse zu mir von Sophia. Tolle Sache! Viele Grüße Anne Wilhelm

Betreff: 8 March in Greece!!gynaika 7

Evagelia 57 years old, Dimitra 52 years old….. are only some of the 500 fired  cleaning ladies of  Greek ministries.  Six months are in the streets,  asking for their rights, their work, their life back.

Women’s Day of 8 March,  they  picked an original way to protest for their rights.  Τhey made small banners with their names and their pictures and what they want from the government.

”I want to live to see the sun, I do not want another fog I do not want another black in my life.
Ι give it  back  to them that they brought.  I Struggle to get back what they took from me”.
”I want my job back”
”to deny’ve thought that silent, I deny to drown myself in the mist,”

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Griechenland: Solidaritätspakete bei den Stahlarbeiterfamilien in Aspropirgos angekommen

„Was für ein bewegender Moment“   Mit Unterstützung einer griechischen Spediteurin ging vom Frauenpolitischen
Ratschlag ein LKW – bis unters Dach voll mit Spenden – an die griechischen Stahlarbeiterfamilien. Der Soli-LKW war am Donnerstag den 27. September in Aspropirgos bei den Stahlarbeiterfamilien eingetroffen. Sofia Roditi, die Sprecherin des Frauenkomitees der Stahlarbeiterfamilien berichtete, dass die Pakete beim Entladen kein Ende nahmen. Die Verteilung der Spenden wurde am Dienstag den 2. Oktober durchgeführt. An diesem Tag begrüßten die Stahlarbeiter auch eine IGM Delegation aus Deutschland.

Telefonkorrespondenz aus Athen: „Unter der Leitung von Sofia Roditi packten fünf Tage fünf Helferinnen und Helfer die großartigen Spenden aus Deutschland aus, lasen all die schönen Briefe und strukturierten die Materialien für die Übergabe der Spenden am Dienstag, den 2. Oktober.

124 von 126 der entlassenen Stahlarbeiter kamen mit ihren Familien. Die Übergabe war so würdevoll  organisiert, dass die Arbeiter Gefühle der Scham überwanden und die Tränen in den Augen die Begeisterung über die internationale Solidarität zum Ausdruck brachten.

Das Komittee, das währenddes Streiks die Essenversorgung organisiert hatte, unterstützte die Ausgabe, die folgendermaßen ablief: Die Entlassenen bekamen zwei Säcke mit Lebensmitteln unterschiedlicher Art, die anderen Stahlarbeiterfamilien einen Sack. Die Kosmetikprodukte für Frauen wurden ausgestellt und konnten von den Frauen ausgesucht und mitgenommen werden. Die Utensilien für Babies (Windeln, Milch, Lätzchen etc.) füllten einen ganzen weiteren Pickup zu dem die Familien gingen, die kleine Kinder und Babies haben.

Sofia Roditi berichtete, wie bewegend es war die Briefe zu lesen und ist immer noch überwältigt von der Solidarität aus Deutschland. Sie planen im Dezember eine Ausstellung u. a. mit den Briefen aus Deutschland.

Die Anwesenden Kollegen aus Deutschland waren sichtlich beeindruckt von dem disziplinierten Ablauf, der Kampfmoral und Solidarität der griechischen Stahlarbeiter gegenüber den Deutschen.“

Link: http://db.tt/a47skyeE

 

Griechenland: Solidarität mit den griechischen Stahlarbeitern und ihren Familien!

Am Morgen des 20. Juli stürmten Polizeieinheiten das von den Arbeitern im Kampf um ihre Arbeitsplätze besetzte Stahlwerk in Helliniki Halivourgia in Aspropirgos bei Athen. Noch am gleichen Abend haben sich über 15.000 Menschen an einer Solidaritätsdemonstration und -kundgebung vor dem Werk beteiligt.

Download Sollidaritätserklärung:

120720 Solidarität mit den griechischen Stahlarbeitern

 

Frauenpolitischer Ratschlag-Kämpferischer Frauenrat
Koordinierungsgruppe
Ringstraße 71
45879 Gelsenkirchen
frauenpolitischerratschlag@gmx.de

An die Gewerkschaft PAME
Fax Somation: 0030 210 55 78 360

20.07.2012

Liebe Stahlarbeiter, liebe Frauen, liebe Kinder!

Voller Empörung haben wir Frauen des kämpferischen Frauenrats aus Deutschland gehört, dass euer Stahlwerk von Helliniki Halivourgia in Aspropirgos von Sondereinsatzkräften der Polizei gewaltsam gestürmt wurde, Kollegen von euch brutal geschlagen und einige verhaftet wurden.

Ihr streikt seit 263 Tagen und seid ein Beispiel geworden für den Widerstand gegen brutale Ausbeutung und den Kampf gegen die Krisenprogramme der Regierungen in vielen europäischen Ländern.

Besonders toll und bewundernswert fanden wir, dass eure Frauen und Familien an eurer Seite stehen. Wir haben Sofia Roditi hier in Deutschland gehört, wie sie uns von eurem Kampf und eurem Mut berichtet hat und welche Entbehrungen ihr auf euch nehmt. Euer Kampf hat für uns eine besondere Bedeutung, deshalb haben wir Sofia Roditi  zum 10. Frauenpolitischen Ratschlag, dem größten frauenpolitischen Ereignis in Deutschland, am 15./16.September in Ludwigsburg/Stuttgart hier in Deutschland eingeladen. Diese Einladung bleibt bestehen und unsere Hilfe ist euch gewiss.

Wir wollen unsere Solidarität auch in praktischer Hilfe münden lassen und einen LKW voll Hilfsmittel und Nahrungsmitteln zu euch schicken, weil uns die praktische Unterstützung für die Familien ein großes Bedürfnis ist.

Heute möchten wir unsere Solidarität und jede mögliche Unterstützung von ganzem Herzen zum Ausdruck bringen.

Wir Frauen des kämpferischen Frauenrats aus Deutschland stehen hinter euch, weil euer Kampf berechtigt ist. Wir werden alle unsere Kontakte informieren.

Wir fordern den sofortigen Rückzug der Polizei aus dem Werk!
Wir fordern die sofortige Freilassung aller Verhafteten!
Frauen und Männer, gemeinsam gegen die Krisenprogramme der Regierungen!
Frauenbewegung und Arbeiterbewegung gehören zusammen!
Hoch die internationale Solidarität!

Wir umarmen euch!

Mit kämpferischen und solidarischen Grüßen

i.A. des kämpferischen Frauenrats

Anne Wilhelm, Angelica Urrutia, Christine Stübler, Christiane Schröder