Musikalischer WFK – Sonntagsbrunch am 25.10.2015

Die Frauen der Ludwigsburger Courage-Gruppe laden herzlich ein zumlogo1 wfk 2016

musikalischen Sonntags-Brunch zugunsten der Weltfrauenkonferenz in Nepal

mit internationalen Genüssen und Kultur (Musik, Tanz, Malerei,  Kunsthandwerk, Schmuck)

Zeit: 25. Oktober 2015 um 11 Uhr

Ort: Arbeiterbildungszentrum Stuttgart-Untertürkheim, Bruckwiesenweg 10

Eintritt: 15 €, ermäßigt 10 €, Familien 25 €

Kontakt: fvcourage.lb@gmail.com

Herzlichen Gruß aus dem Wilden Süden (Ludwigsburg)

Gertraude

Download Einladung:
Einladung_Brunch




Sindelfingen: Erfolgreiche Benefizveranstaltung für Weltfrauenkonferenz

Frauen und Kultur –Esmeralda und Claraliz

eine Benefizveranstaltung – kein „Benewitz“ sondern voller Erfolg

Unter dem Motto „Frauen und Kultur“ hatten wir, die Ortsgruppe Courage Sindelfingen/Böblingen, zur Benefizveranstaltung zu Gunsten der Weltfrauenkonferenz geladen. Alle Aktiven traten ohne Gage auf und der Erlös wird für die Weltfrauenkonferenz verwendet.

Es kamen so viele, dass der Programmbeginn verschoben werden und für zusätzliche Stühle Platz in allen zur Verfügung stehenden Ecken gefunden werden musste. Mit dem Lied „Die Kraniche“ stimmten wir auf das Fest ein, spiegelt es doch den roten Faden der Veranstaltung wieder: Jede bringt sich ein, wo und wie sie kann und am Ende haben alle etwas davon – in unserem Fall eine super gelungene Veranstaltung.

Natürlich wurde auch der Frauenverband selbst vorgestellt und mit dem Leporello geworben. Banner an der Wand wiesen auf die 10 Gründe hin, warum es jetzt Zeit ist, Mitglied zu werden. In der Pause gab es Gelegenheit, mit uns zu sprechen, am Infotisch Material mitzunehmen und Kunsthandwerk aus Afrika zu kaufen.

Ein kurzer Schwenk in die Geschichte des Internationalen Frauentages mit Bezug zum aktuellen Jahr zeigte, dass es auch heute wichtig ist, dass Frauen auf die Straße gehen und für unsere Forderungen eintreten. Denn in Sindelfingen fand ausgerechnet am Internationalen Frauentag der verkaufsoffene Sonntag statt und traf somit viele Frauen, die arbeiten mussten. Dies und vieles mehr prangerten wir mit unserem Klassiker „I däds ja wisse…“ an.

Mit einem kurzen Spielstück wurden die unterschiedlichen Gründe dargestellt, die es für Frauen aus verschiedenen Ländern gibt, zur Weltfrauenkonferenz zu fahren. (siehe Extraartikel) Dass sich auch konkret Frauen über ihre Arbeit austauschen wollen, zeigte der Reise- und Projektbericht zweier Couragefrauen, die eine Woche vorher von ihrer 6-wöchigen Afrikareise zurück kamen.

Mit dem Eintritt bekamen die Besucherinnen und Besucher eine Karte überreicht, auf der sie schreiben sollten, warum frau/man sich aus ihrer Sicht für Frauen engagieren sollten. Diese wurden in der Pause aufgehängt und aus ihnen wollen wir in der Gruppe ein neues Banner für weitere Veranstaltungen rund um die Weltfrauenkonferenz gestalten.

Dann kam der erste Höhepunkt: Die Gastsängerin Esmeralda Diaz aus Herrenberg. Sie hatte uns schon drei Jahre vorher mit ihrem Gesang begeistert. Und auch dieses Jahr füllte sie mit ihrer Stimme und lateinamerikanischen Liedern den Raum. Leise oder laut, mal mit Gitarrenbegleitung, mal mit Percussion machte sie ihrem Ruf einer lateinamerikanischen Chansonniere aller Ehre. Wer wollte, konnte sich eine CD- von ihr mitnehmen und wir als Couragegruppe sagen herzlichen Dank für die 5,-Spende pro verkaufte CD von ihr.

Der 2. Höhepunkt war Claraliz Mora, eine Sopranistin und somit eine Sängerin einer ganz anderen musikalischen Richtung. Mit Arien aus der Zauberflöte verzauberte sie das Publikum und selbst Nicht-Opern Fans waren von ihrem Auftritt begeistert.

Zum Abschluss bedankten wir uns mit Rosen bei den beiden Sängerinnen und sangen gemeinsam mit dem Publikum „Brot und Rosen“.

Alle waren der Meinung: dies war eine gelungene Veranstaltung. Die Begeisterung sprang auf das Publikum über. Fazit: Wir kommen gerne wieder – Gäste und Sängerinnen. Bei so viel Begeisterung und mit Spendeneinnahmen von über 700,00 € können wir nur sagen: Wiederholung bzw. Nachmachen ist ratsam.

Download Bericht: 




Aufruf von Courage zum 8. März 2015

8. März – Internationaler Frauentag 2015 – selbstbewusst und kämpferisch auf die Straße!CourageBrotRosen

Vor über 100 Jahren begingen am 18. März 2011 in ganz Europa Hunderttausende von Frauen den 1. Internationalen Frauentag mit Versammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen. 1910 hatte die sozialistische Frauenkonferenz in Kopenhagen auf Anregung von Clara Zetkin und Käthe Duncker die Durchführung eines solchen Kampftags mit internationalem Charakter beschlossen.

Es ging damals um die Erweiterung der sozialen und politischen Rechte der Frauen – wie das Frauenwahlrecht. Den Pionierinnen des internationalen Frauentags war es aber von Anfang an wichtig, die konkreten Forderungen mit der gesellschaftlichen Perspektive der Befreiung der Frauen in einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu verbinden.

Heute  nach über 100 Jahren, in denen sich Frauen viele Rechte erkämpft haben, muss die UNO – 20 Jahre nach ihrer letzten Weltfrauenkonferenz – zugeben, dass Gleichberechtigung für die Mehrheit der Frauen der Welt  höchstens auf dem Papier steht.

Rund um den Erdball stehen Frauen in der ersten Reihe bei vielen Kämpfen um ein besseres Leben und eine bessere Gesellschaft. Im Aufruf des Courage-Bundesvorstands zum Internationalen Frauentag heißt es: „Weltweit ist das unser Tag, wo wir zum Ausdruck bringen, wo wir eigentlich hin wollen: zu Gesellschaften, wo Ausbeutung und Unterdrückung, wo Kriege und Umweltverbrechen nur noch im Geschichtsbuch nachzulesen sind und wir als freie Frauen in freien Gesellschaften leben.“

An diesem 8. März gehört unser Herz besonders  den Frauen und Kämpferinnen in Kobanê/Rojava. Ihnen ist es gemeinsam mit den Männern gelungen dem frauenverachtenden IS eine empfindliche Niederlage zuzufügen, ihm den Mythos der Unbesiegbarkeit zu rauben. Sie haben auch den Mythos gebrochen, Frauen seien vor allem Opfer und schutzbedürftig. Sie haben gezeigt: Organisiert sind Frauen stark und können ihre Sache in die eigene Hand nehmen!

Frauen und Mädchen tragt in diesem Geist und im Geist des Mottos der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen „Frauen der Welt erklimmen die höchsten Berge“ eure Forderungen, Anliegen, Zukunftsvisionen auf die Straße!

Download: Aufruf des Bundesvorstands von Courage: 

 




Call for World March of Women 2015 (English and French)

4th International Action – Call to Action OLYMPUS DIGITAL CAMERA

■ ■ ■

In 2015, we, the activists of the World March of Women, from every continent on the planet, will raise our voices between March 8 and October 17, to declare, loud and strong: “We will be on the march until women are all free!” We will be on the march until all women are free from the oppression engendered by the capitalist, colonialist, patriarchal system. Free from efforts to grab our land, our seeds and our natural resources. Free from the criminalization of our social struggles. Free from the violence that is on the rise due to increased armed conflicts and unconventional warfare conducted by fundamentalist groups, private armies, mafias and organized crime.

We will be on the march until we are all free from the financial markets and multinational corporations that speculate on natural resources, attack our hard-won rights and social gains, and force the State to privatize common goods and public services (like education, healthcare, welfare services and so on).

We will be on the march:

  • Until gender-based, patriarchal violence is eliminated from our lives.
  • Until there is an end to the exploitation, appropriation and commodification of women’s bodies and women’s work.
  • Until a stop is put to the negation of women’s humanity and subjectivity, and until the exploitation of our productive and reproductive work, which are both rendered invisible and devalued, has been eliminated.

We will be on the march until we are all free from all forms of violence of which women are the first victims, but also the first survivors, and the first to defend the rights and the dignity of women and peoples.

We are millions of women struggling all around the world. In addition to caring for our families and our communities, and in addition to performing the majority of the world’s reproductive work, we will be on the march, building proposals and alternatives based on the autonomy of women and on the self-determination of the peoples. We are constructing solidarity networks between us, to promote equality between women, between women and men, and between peoples.

We are building a feminist, solidarity-based economy by changing reproduction and production models, and distribution and consumption models, by developing emancipatory policies based on food sovereignty and popular sovereignty. We recognize domestic and care work as fundamental to the sustainability of life, and as something that must be shared with the men in our families and communities.

We reaffirm that women’s self-organization is our strategy for reinforcing ourselves as political subjects, that we are building a global force in alliance with social movements that share our anti-capitalist, anti-patriarchal and anti-colonialist struggle for a society founded on the principles of solidarity, freedom, equality, justice and peace.

Let us rally around the actions of the World March of Women, until we are all free!

En Francais:

Bonjour, ceci est un appel européen à la Marche Mondiale des Femmes 2015, et parlant particulièrement  du projet de Caravane européenne. Il a été rédigé à l’issue de la réunion européenne de la MMF au Pays Basque en octobre 2014.

L’ACTION INTERNATIONALE de 2015

Marche Mondiale des Femmes

CARAVANE EUROPEENNE

CORPS ET TERRITOIRE

Du 8 mars au 17 octobre

Nous, femmes de la MMF de la Région Europe,  serons en marche du 8 mars au 17 octobre 2015 dans une caravane, qui ira de la Turquie jusqu’au Portugal, pour rendre visibles nos diverses réalités, sexuelles, politiques et économiques dans le cadre de notre 4ème Action Internationale.

Comme nous le faisons  depuis 1998, nous continuerons à travailler à la construction d’un autre monde, en partant de nos stratégies, de nos réflexions et de nos alliances internationales ; en nous réaffirmant dans la résistance, l’affrontement et la construction d’alternatives au modèle patriarcal, capitaliste, raciste, lesbophobe et colonial.

La Caravane européenne des femmes de la MMF2015 diffusera et dessinera des alternatives de femmes, plaçant la solidarité internationale au cœur de nos actions. Notre expérience s’est consolidée comme une force internationale, actualisant le féminisme comme projet qui garantisse l’égalité entre toutes les femmes, dans une société d’hommes et de femmes libres et égaux, sans oppression ethnique ou religieuse, avec le libre-exercice de notre sexualité.

Dans la période actuelle, où l’on assiste à une forte restructuration du capitalisme pour maintenir son niveau maximum d’exploitation et d’oppression, renforcé par la privatisation des services, des espaces et des biens publics, en intégrant  dans la logique du marché tout ce qui peut être commercialisé. Cela rend plus visible le système hégémonique dans lequel nous vivons, basé sur un modèle de croissance illimitée, impossible, injuste et insoutenable.

L’exploitation de la nature, les attaques aux droits et à la souveraineté des peuples, le contrôle sur le corps et la vie des femmes, l’accroissement de la militarisation, la criminalisation et la violence sont des mécanismes qui soutiennent l’accumulation par dépossession, basés sur l’expansion de la marchandisation à  toutes les dimensions de la vie humaine. Cela se confirme particulièrement avec l’exploitation du corps des femmes, contrôlé et régulé à partir de règles morales de sexualité – hétéro-normative, lesbophobe, phalique, centrée sur le plaisir masculin.  De plus, la maternité et le modèle de beauté sont imposés. La violence patriarcale est présente dans la vie quotidienne de toutes les femmes, souvent essentialisée et légitimée, renforcée par les inégalités de classe et de « race », rendant visible le manque de reconnaissance des femmes en tant que sujets autonomes.

Nous construisons une économie féministe et solidaire, modifiant les modèles de reproduction et de production, de distribution et de consommation. De plus, nous reconnaissons et  valorisons  le travail domestique et les soins comme  éléments  fondamentaux  pour une vie humaine durable et soutenable. Pour tout cela, nous exigeons des politiques d’émancipation fondées sur la base d’une souveraineté alimentaire et populaire.

Nous affirmons que l’auto-organisation des femmes est notre stratégie de renforcement en tant que sujets politiques, que nous construisons une force mondiale, en alliance avec les mouvements sociaux qui partagent notre  lutte anti-capitaliste et pour une société basée sur les valeurs de liberté, d’égalité, de justice, de  paix et de solidarité.

Tant que toutes les femmes ne seront pas libres, nous resterons en marche !




Monika Gärtner-Engel – Aufruf zur Solidarität

09.08.2014

Monika Gärtner-Engel – Europa-Koordinatorin der Weltfrauenkonferenz

Gaertner.engel@t-online.de

6.8.2014MGE mit Kurdin

Als  Europa-Koordinatorin der Weltfrauenin Deutschland bin ich zutiefst besorgt und entsetzt über die aktuelle Entwicklung in Südkurdistan /Nordirak, wo am 3. August die faschistisch-islamistische IS (früher ISIS) die Stadt Sengal (Sindschar) im Norden des Iraks eingenommen hat und mit einem Massaker gegen Bevölkerung Sengals droht.

Die Bevölkerung von Sengal gehört der kurdischen Religionsgemeinschaft der Yeziden an. Aufgrund der Furcht vor Massakern durch die Islamisten befinden sich zehntausende Menschen aus der Region auf der Flucht. Viele der Menschen flüchten in Richtung Norden nach Dihok (Dohuk) in die Autonome Region Kurdistan. Diejenigen, die allerdings keine Fahrzeuge mehr finden konnten, flüchteten zu Fuß auf die an die Stadt angrenzenden Sindschar Berge. Auch rund 20.000 turkmenische Schiiten, die nach der Einnahme ihrer Heimatstadt Tal Afar nach Sengal geflohen waren, flüchteten weiter in dasselbe Gebirge. Durch die knappen Lebensmittelvorräte droht eine humanitäre Katastrophe für die Menschen in den Sindschar Bergen.

Ich fordere alle „Weltfrauen“ in Deutschland und alle fortschrittlichen Kräfte auf, Öffentlichkeit herzustellen, sich an Protesten und Demonstrationen zu beteiligen und die mutigen Kämpferinnen und Kämpfer für Demokratie und Freiheit zu unterstützen.

Aktuell ruft das Demokratische Gesellschaftszentrum (NAV-DEM) zu Demonstrationen auf, um auf das drohende Massaker gegen die Yeziden aufmerksam zu machen.

9.08.2014

Hamburg, 15.00, HBF (Hachmann)

Bielefeld, 14.00, HBF (Zentraldemo von Föderation der Êzîdîschen Vereine e.V.)

Weitere Informationen:

http://ezidipress.com/?p=2763

In Deutschland ruft das Demokratische Gesellschaftszentrum (NAV-DEM) zu Demonstrationen auf, um auf das drohende Massaker gegen die Yeziden aufmerksam zu machen. Bislang sind für folgende Städte Demonstrationen angesetzt:

04.08.2014

Düsseldorf, 17.00, Willi-Becker-Allee 10
Bielefeld, 14.00, Jahnplatz
Köln, 13.00, Ebertplatz
Gießen, 18.00, Marktplatz

05.08.2014sengal2-kopie

Dortmund, 15.00, Bornstraße 160
Oldenburg, 16.00, HBF

06.08.2014
Saarbrücken, 18.00, Europagalerie
Berlin, 17.00, Pariser Platz/ Brandenburger Tor
Basel, 18.00, Claramatte

07.08.2014
München, 16:45 Uhr, Karlsplatz

09.08.2014
Hamburg, 15.00, HBF (Hachmann)
Bielefeld, 14.00, HBF (Zentraldemo von Föderation der Êzîdîschen Vereine e.V.)

Pressemitteilung von Civaka Azad, 04.08.2014

IS nimmt yezidische Stadt Sengal (Sindschar) ein – Kurdische Peshmergekräfte ziehen sich zurück – Tausende Menschen flüchten vor drohendem Massaker – YPG rückt für Kampf gegen IS aus Rojava an

Nach zweitägigen Angriffen haben Kämpfer des Islamischen Staates (IS) am 3. August die Stadt Sengal (Sindschar) im Norden des Iraks eingenommen. Kurz vor der Einnahme der Stadt durch die Islamisten wurde vermeldet, dass die südkurdischen Peshmergekräfte sich aus der Region zurückziehen und die Bevölkerung gegen die Islamisten sich selbst überlassen werden.

Die Bevölkerung von Sengal gehört der kurdischen Religionsgemeinschaft der Yeziden an. Aufgrund der Furcht vor Massakern durch die Islamisten befinden sich zehntausende Menschen aus der Region auf der Flucht. Viele der Menschen flüchten in Richtung Norden nach Dihok (Dohuk) in die Autonome Region Kurdistan. Diejenigen, die allerdings keine Fahrzeuge mehr finden konnten, flüchteten zu Fuß auf die an die Stadt angrenzenden Sindschar Berge. Auch rund 20.000 turkmenische Schiiten, die nach der Einnahme ihrer Heimatstadt Tal Afar nach Sengal geflohen waren, flüchteten weiter in dasselbe Gebirge.
Durch die knappen Lebensmittelvorräte droht eine humanitäre Katastrophe für die Menschen in den Sindschar Bergen. Am späten Abend erreichte uns eine Meldung, wonach die Islamisten einen Teil der Flüchtlinge in den Bergen umzingelt hätten und ihnen eine Frist bis zum Morgen gegeben hätten, um zum Islam zu konvertieren. Sollte das nicht geschehen, werde man sie mit dem Tode bestrafen. Um wie viele Menschen es sich hierbei handelt und wie ihre Situation jetzt ist, ist derzeit unklar.

Nach dem Rückzug der Peshmergekräfte aus Sengal gab es Meldungen, dass diese sich nur vorübergehend zurückgezogen hätten, um auf weitere Unterstützung zu warten. Bis gestern Abend bewahrheitete sich diese -Meldung allerdings nicht. Stattdessen erreichten knapp zwei Stunden, nachdem der Einzug der Islamisten in die Stadt vermeldet wurde, Kämpferinnen und Kämpfer der YPG (Volksverteidigungseinheiten) aus Rojava (Nordsyrien) die Region Sengal, um gegen die Islamisten zu kämpfen. Die Kämpfe zwischen beiden Gruppen konzentrieren sich seither im Norden von Sengal auf den Ort Sinunê.

In Sengal sollen die Mitglieder der IS bereits die ersten Massaker an der Zivilbevölkerung verübt haben. Laut Angaben des Pressesprechers der PUK (Patriotische Union Kurdistan) in Mosul Xeyri Sengali sollen die Islamisten im Til Izer bei Sengal zwölf Menschen aus derselben Familie ermordet haben. Zudem seien dutzende Mädchen und junge Frauen von den Islamisten entführt worden.

Die Bevölkerung von Sengal hatte in der jüngeren Vergangenheit mehrfach die politischen Verantwortlichen in der Autonomen Region Kurdistan dazu aufgerufen, die Sicherheitsvorkehrungen für die Stadt zu verstärken, da die dort lebenden Yeziden erklärtes Ziel der Islamisten seien. Ein Angebot der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK) aus den Kandilbergen, dass die Volksverteidigungskräfte der HPG für den Schutz von Sengal sorgen könnten, wurde von der KDP unter der Führung von Barzani nicht gestattet. Im Zuge der aktuellen Angriffe von IS und dem Rückzug der Peshmergekräfte der KDP erneuerten nun die Yeziden aus Sengal mit einem dringenden Aufruf die Bitte um Unterstützung bei der Verteidigung ihrer Heimat.

Die Stadt Sengal gilt als heilige Stätte für die Glaubensgemeinschaft der Yeziden. Sie war bereits im August 2007 Angriffsziel islamistischer Organisationen. Bei mehreren zeitgleichen Bombenanschlägen wurden damals über 700 Zivilisten ermordet.

Neben Sengal sind auch an irakischen Grenze zu Rojava/Nordsyrien im Ort Rabia Auseinandersetzungen zwischen der YPG und IS ausgebrochen. Auch dort zogen sich zunächst die unter der Kontrolle der südkurdischen KDP stehende Peshmergekräfte vor den Gefechten mit den Islamisten zurück. Rund 700 von ihnen verließen ihre Stellungen und flohen über den Grenzübergang Til Koçer (Al Yarubia) nach Rojava. Später erreichten uns allerdings Meldungen, dass Teile der Peshmergekräfte an der Seite der YPG den Kampf gegen die Islamisten aufgenommen haben.

Durch die Angriffe auf Sengal und Rabia beabsichtigt IS von Mosul aus in Richtung Westen über Tal Afar bis zur Grenze nach Rojava einen Korridor unter ihre Kontrolle zu bringen. Über dieses Gebiet könnten die Islamisten auch zu neuen Angriffen gegen den Kanton Cizîre in Rojava ansetzen.

In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen in Südkurdistan forderte Nilüfer Koç, Ko-Vorsitzende des Kurdistan Nationalkongresses (KNK), auf unsere Anfrage, dass die kurdischen politischen Kräfte eine gemeinsame Verteidigungslinie entwickeln müssen. „IS greift die gesamte Gesellschaft an. Sie zwingt die Menschen aus der Region nicht nur ihre Heimat zu verlassen, sie zerstört auch das kulturelle Erbe Mesopotamiens. IS will sich für ihre Niederlage in Kobanê nun in Sengal rächen. Wenn die gesamte Gesellschaft zum Ziel der Angriffe der IS gemacht wird, so müssen die Gesellschaft und die Politik gemeinsam gegen diese Gruppe agieren. Eine gemeinsame Verteidigungslinie aller kurdischen politischen Kräfte ist unabdingbar“, so Koç.

Eziden brauchen schnelle Hilfe – Abgeordnete Ulla Jelpke bricht nach Kurdistan auf

Ulla Jelpke, Innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, 04.08.2014

„Terrorbanden des Islamischen Staates haben am Wochenende das wichtigste Siedlungsgebiet der Eziden um die Provinzhauptstadt Shingal und den Ursprungsort dieser jahrtausendealten monotheistischen Religionsgemeinschaft im Irak erobert. Wenn nicht schnell gehandelt wird, bedeutet dies das physische Ende der Eziden im Irak“, warnt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag Ulla Jelpke.

„Bereits jetzt erreichen uns Berichte von Massakern an Zivilisten. Zweihunderttausend Menschen wurden vertrieben, Zehntausende sind in die umliegenden Berge geflüchtet, einige sind dort schon wegen Versorgungsmangel gestorben. Die Terroristen haben rund hundert Mädchen und junge Frauen verschleppt, von denen weiter jede Spur fehlt“ beschreibt Cindi Tuncel, ezidischer Abgeordneter im Bremer Landtag die katastrophale Situation.

„Nach dem Zusammenbruch der kurdischen Verteidigungsstellungen in Shingal blieb die Zivilbevölkerung den Gotteskriegern schutzlos ausgeliefert. Den seit Sonntag auch im Nordirak kämpfenden YPG gehört meine volle Solidarität, denn sie verteidigen das Überleben aller religiösen und ethnischen Minderheiten der Region“, so Jelpke weiter. Die Abgeordnete ist am Montag zu einer zweiwöchigen Reise in die kurdischen Gebiete der Türkei, Syriens und des Irak aufgebrochen, um sich mit eigenen Augen ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

„Die Bundesregierung ist aufgerufen, sofort humanitäre Hilfe für die Zehntausenden in die Berge von Shingal geflohenen Flüchtlingen zu leisten, sonst droht eine humanitäre Katastrophe“ fordert Tuncel abschließend.

Ulla Jelpke, MdB

Information:

Wo leben die Yesiden?
Die religiöse Minderheit der Jesiden stammt aus dem Irak, Syrien, der Türkei und Iran. Die Jesiden sind Kurden und leben vor allem in der Gegend um die nordirakische Stadt Mossul und im nahe gelegenen Sindschar-Gebirge. Wegen der Verfolgung vor allem im Irak sind viele Anhänger der monotheistischen Religion ins Ausland geflohen. Weltweit soll es nach Schätzungen rund 500.000 bis 800.000 Jesiden geben. Die Gemeinde in Deutschland zählt nach Angaben des Zentralrats der Jesiden rund 60.000 Menschen.

 




25.11.2013 – Aufruf der Europaoordinatorinnen und aktuelle Infos

Die Europakoordinatorinnen der Weltfrauen
rufen auf für den 25.11.2013Logo-FightViolence-negativ

Die Zeiten sind hart – aber die Frauen der Welt kämpfen auch härter!

Beteiligt euch am Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen!

Auf der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Venezuela haben wir verabredet den 25. November zu einem der drei gemeinsamen Internationalen Kampftage zu  machen. Wir Koordinatorinnen der “Weltfrauen” in Europa rufen alle Frauen auf sich an diesem Tag gegen Gewalt an Frauen zu beteiligen!

Vor dem Hintergrund der Weltwirtschafts- und Finanzkrise gewinnt der Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit an Bedeutung. Angesicht der rasanten Klimaerwärmung entstehen brutale Naturkatastrophen wie jetzt auf den Philippinen. Die Menschen verlieren immer mehr ihren Lebensraum, ihnen bleibt in dieser bitteren Armut der nackte Kampf ums Überleben. Besonders gefährdet sind junge Mädchen und Frauen  in dieser Situation. Die Frauenorganisation Gabriela auf den Philippinen organisiert die Versorgung der Taifun- und Überschwemmungsopfer. Diese mutigen jungen Frauen und Mädchen werden auch am 25. November kämpfen gegen alle Formen von Gewalt an Frauen und Mädchen. Dieser doppelte Kampf macht deutlich wie wichtig der Kampf um die Einheit von Mensch und Natur geworden ist. Die vielen Gesichter der Gewalt an Frauen erzeugen viele Gesichter des Widerstands und des Protestes der Frauen rund um den Erdball.  Am „internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, dem 25. November, sind viele Veranstaltungen rund um den Globus geplant.

Überall muss die kämpferische Frauenbewegung auch gegen Einschüchterung, Unterdrückung und Repressionen kämpfen. Als eine Begleiterscheinung der Weltwirtschafts- und Finanzkrise nimmt Gewalt in Familien und Mobbing am Arbeitsplatz zu. Mädchen und junge Frauen stehen unter Druck von Sexismus, Frauenhandel und Prostitution. Aber Frauen erheben den Kopf und kämpfen.

Es entwickeln sich in verschiedenen Ländern sehr dynamische Frauenbewegungen, wie in Nepal, Spanien, Griechenland, Deutschland, Rojava, Kurdistan, Bangladesch, Kambodscha, Süd-Afrika, Venezuela und vielen anderen Ländern. Am 14. Februar 2013 tanzten Millionen von Frauen gegen Gewalt unter der Losung: One Billion Rising. Am 25. November wollen wir vor allem den Mut der Frauen, die gegen Gewalt und Unterdrückung kämpfen, betonen. Tragt eure Anliegen, Wünsche, Forderungen und Visionen in die Demonstrationen und Veranstaltungen! Stärkt die Einheit der internationalen Frauenbewegung!

Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal

Wir Weltfrauen in Europa organisieren uns europaweit im Kampf gegen die sich verschärfende doppelte Ausbeutung und besondere Unterdrückung der Masse der Frauen und stärken die Frauenbewegung in jedem einzelnen Land, in Europa und auf der ganzen Welt! (Im Prozess der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen werden Informationen und Erfahrungen ausgetauscht über die Lage der Frauen und die Kämpfe der Frauen in den verschiedenen Ländern.)

Vom 11. bis 13. Oktober 2013 trafen sich Koordinatorinnen (und eine Beobachterin) aus vier Kontinenten zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Soweto in Süd-Afrika.

„Frauen der Welt erklimmen die höchsten Berge!“ – unter dieser Losung wurde der Aufruf zur 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen verabschiedet, die vom 13. bis 18. März 2016 in Katmandu, Nepal, stattfinden wird:

Frauen der Welt erklimmen die höchsten Berge!

Aufruf zur 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen

13.-18. März 2016

Katmandu, Nepal, Asien

Die Zeiten sind hart – aber die Frauen der Welt kämpfen auch härter!

Ob in mächtigen imperialistischen Staaten oder in armen Entwicklungsländern – Frauen werden ausgebeutet, unterdrückt und erniedrigt. Die derzeitige Weltwirtschafts- und Finanzkrise hat die Lage der Frauen weiter verschlechtert. Sie nimmt vielen das Recht auf ein Leben in Frieden und Würde.

Textilarbeiterinnen in Bangladesch schließen sich zusammen und kämpfen gegen Ausbeutung.  Pflegekräfte in Holland fordern angemessene Löhne und Arbeitsplatzsicherheit. Südafrikanische Frauen erheben ihre Stimme und protestieren gegen Vergewaltigungen. Frauen aus Osteuropa werden als Sexsklavinnen verschleppt. Die mexikanischen Migrantinnen kämpfen ums Überleben und für ein menschenwürdiges Leben. Frauen der verschiedenen Nationen des Mittleren Ostens kämpfen für Demokratie und Freiheit. Landfrauen und Ureinwohnerinnen in Asien und Lateinamerika lassen Blut und Schweiß, um ihr Land und ihre Ressourcen zu verteidigen.

Aber: Armut und Gewalt sind auch die Flammen, die unsere zornigen Kämpfe auflodern lassen. Überall auf der Welt schließen sich die Frauen zusammen und organisieren sich. Sie sprengen die Ketten eines überholten Systems!  Frauen suchen nach einer Perspektive, nach Visionen und einer Zukunft von befreiten Frauen in befreiten Gesellschaften.

Die erste Weltfrauenkonferenz in Caracas, Venezuela im Jahr 2011 hat die verschiedensten Frauenbewegungen der Welt zusammen gebracht und gezeigt: Die Frauen sind erwacht, der Kampf der Frauen ist lebendig und die Frauenbewegung wird weitere Erfolge erzielen! Frauen aus allen Ecken der Erde haben auf der ersten Weltfrauenkonferenz das Vermächtnis des 100. Jubiläums des Internationalen Frauentages aufleben lassen, der von Clara Zetkin und unseren großen Vorkämpferinnen initiiert wurde. Sie haben trotz großer Opfer und Hürden die Saat unseres immer weiter wachsenden Kampf für die Befreiung der Frau gesät.

Jetzt ist die Zeit reif, unsere Zusammenarbeit und unsere Kämpfe auf ein noch höheres Niveau zu heben!

Wir sind gestärkt durch die Erfahrungen und die Inspiration der ersten Weltfrauenkonferenz in Caracas.  Die Frauen rund um den Globus, die für eine bessere Welt für Frauen und die gesamte Menschheit leben und kämpfen, sind aufgerufen zur zweiten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen! Sie findet statt vom 13. bis zum 18. März 2016 in Katmandu/Nepal in  Asien.

Wir rufen die Frauen zum Dach der Welt! Kommt nach Nepal, wo die Frauen eine sehr bedeutende Rolle in der Geschichte der Kämpfe des Volkes gespielt haben. Frauen stehen in den ersten Reihen der Volksbewegung und des Widerstands, um eine bessere Gesellschaft zu erkämpfen.

Weltfrauen! Nehmt teil an der zweiten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen und setzt ein eindrucksvolles Zeichen gegen die Ursachen unserer Unterdrückung, gegen das System, das uns zu einem Leben in Ausbeutung und Unterjochung zwingt. Lasst uns uns zusammenschließen, uns organisieren und mit allen Befreiungsbewegungen zusammen einen Riesenschritt zur Befreiung der Frau machen!

Frauen der Welt vereinigt euch!

Brecht die Ketten von Ausbeutung und Unterdrückung!

Vorwärts mit dem Kampf um die Befreiung der Frau!

Die internationalen Koordinatorinnen der Weltfrauen – 14.10.2013

Download Aufruf deutsch zum 25.11.: 

Download appel 25 novembre en francais:

Es folgt ein Grußwort vom Frauenverband Courage zum 25. November 2013:

https://worldwomensconference.org/fv-courage-grusswort-unsere-internationalen-freundinnen-zum-25-11-2013/

 

Hier eine kleine Auswahl von Straßenaktionen zum 25. November 2013. 131031-Karte 25 NovemberDie Entstehungsgeschichte zum 25. November 2013 finden Sie am Schluss dieses Artikels. Hier zunächst einige Veranstaltungen:

 

Gelsenkirchen:
 


und: 

Der Tanz der Crazy Girls Gelsenkirchen (Break the Chain) – ChoreografieStefanie Böcker zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen kann angesehen werden unter:

http://youtu.be/yGg1w0nliVA

Essen:

Wuppertal:

Mannheim:

Postkarte: 

 

Frankfurt:

Am 25.11.1960 wurden drei junge Frauen in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des Diktators Trujillo verschleppt und ermordet. Die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresia Mirabal stammten aus der Gegend von Santiago. Sie unterstützten die „Bewegung des 14. Juni“, die den Sturz des Diktators Trujillo plante.

Die Schwestern wurden als Las Mariposas („Die Schmetterlinge“) bekannt. So sind die Schmetterlinge zum Symbol des 25. November geworden, der 1981 von karibischen und lateinamerikanischen Frauen zum Gedenktag ausgerufen und 1999 von der UNO als „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ übernommen wurde.

In der Abschlussresolution der 1. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Venezuela heißt es: „ Am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, bekämpfen wir alle Formen der Gewalt gegen Frauen! Besonders klagen wir Gewalt als Folge imperialistischer Aggressionen und Kriege gegen Völker an, in denen die Frauen zu Opfern und Kriegstrophäen werden.“

Weitere Veranstaltungen siehe:

http://fvcourage.de/index.php?option=com_content&view=article&id=490:intern-tag-gegen-gewalt-an-frauen-2013&catid=35:aktivitaetentermine&Itemid=50

Gewalt an Mädchen und Frauen hat viele Gesichter. Einige sind offensichtlich und bedrohen das Leben der Frauen. Sie sind Kriegsopfer, werden im Krieg vergewaltigt, getötet und vertrieben, werden zur Prostitution gezwungen, als Kinder zwangsverheiratet, werden zu Haus im häuslichen Umfeld geschlagen und unterdrückt. Andere Formen sind eher subtil und unterdrücken, behindern Frauen in ihrem Leben. Dazu gehören  Rassismus, Sexismus, sexistische Anmache und Mobbing am Arbeitsplatz, schlechtere Ausbildung und  Bezahlung, Armut, die Last der Verantwortung für das Leben und Überleben der Familie. Die Liste kann unendlich weitergeführt werden.

Wir erleben derzeit auch weltweit die wachsende Solidarität und den Mut der Frauen auf der ganzen Welt, um gemeinsam dagegen anzugehen. Inzwischen wird der 25.11. in vielen Ländern als fester Gedenk- und Kampftag mit zum Teil Aufsehen erregenden aber auch weniger spektakulären Aktionen begangen, die Frauen Mut machen,  ihr Schweigen zu brechen und sich gemeinsam und organisiert zu wehren.

In vielen Städten auf der ganzen Welt wird der 25. November 2013 derzeit vorbereitet. Wir freuen uns über Zuschriften und Berichte.




Fracking – Gift (besonders für Frauen) – Weltweiter Aktionstag am 19. Oktober 2013

Weltweit veranstalten Umweltschützer am kommenden Samstag einen Aktionstag gegenno fracking

Fracking. In den USA, wo Fracking schon viel weiter ausgebaut ist, gibt es eine Auseinandersetzung um die spezielle Auswirkung aller Gifte, die bei Fracking eingesetzt werden  auf Frauen und Kinder (Brustkrebs, Unfruchtbarkeit, und vieles mehr). Weiter Informationen (auf Englisch):

http://www.prwatch.org/news/2012/04/11204/fracking-frenzys-impact-women

In Deutschland finden Aktionen statt in

Berlin: Globale Frackdown 2 Berlin: 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Braunschweig: Globale Frackdown! 2: von 11.00 bis 15.00 Uhr

Dagebüll Hafen: Schleswig-Holstein gegen Fracking: 10.00 Uhr bis 04.00 Uhr

Korbach: No Fracking Way in Nord-Hessen: 1:00 Uhr

Lünne: Baumpflanzung bei ExxonMobile Nun Pad: 5:00 Uhr

Goch (Kleve Kreis, NRW): 9.30 bis 02.00 Uhr

Wagenfeld: Wir bringen Licht ins Dunkel-Fracking: 19.00 bis 21.00 Uhr

Witten: Globale Frackdown: 7:00 Uhr

Weitere Informationen dazu finden Sie unter:

http://www.wir-gegen-fracking.de/

http://www.globalfrackdown.org/events/#germany




Aufruf zum Weltklimatag am 16.11.2013

Bürgerbewegung Kryorecyclingvon Bürgerbewegung Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft- und Klimaschutz e. V.

Aufstehen gegen die globale Klima– und Umweltkatastrophe!

Die Folgen der Zerstörung unserer Umwelt und des Klimas, werden immer dramatischer. Weltklimatag 2013Extremwetter und Naturkatastrophen haben erheblich zugenommen. Die Zahl der Opfer und Schäden steigt. Trotz dieser Warnzeichen werden weiter mehrere 10 Mrd. Tonnen Treibhausgase weltweit emittiert, die natürlichen Rohstoffe rücksichtslos geplündert, die Erde vermüllt, vergiftet und atomar verseucht.

Die politisch Verantwortlichen haben versagt. Seit Jahren beschäftigen sie sich mit der Rettung maroder Banken und des Finanzsystems. Tausende Milliarden Euro wurden dafür bisher ausgegeben. Viele politische Entscheidungen in Deutschland richten sich direkt gegen den dringend notwendigen Klima- und Umweltschutz. Die Auto-, Chemie-, Energie- und andere Industrien nutzen ihre Macht und ihren politischen Einfluss, um Schutzmaßnahmen zu verhindern.

Die Sorge um den Schutz und Erhalt der natürlichen Umwelt und gesunder Lebensverhältnisse beschäftigt immer mehr Menschen. Viele empören sich über die rücksichtslose Ausplünderung der natürlichen Ressourcen und dass Millionen Arbeitende weltweit wie Sklaven behandelt werden. Das kapitalistische Wirtschaftssystem und seine Profitmacherei geraten zunehmend in die Kritik.

Die Alternative

Wie in der Natur, die keinen Müll kennt, müssen auch in der menschlichen Produktion und Konsumtion die stofflichen Kreisläufe geschlossen werden. Durch eine umfassende Kreislaufwirtschaft können der Raubbau an der Natur, die Umwelt- und Klimakrise überwunden werden. In der vorwiegend auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Produktion dagegen, werden bewusst Verschwendung und Verschleiß gefördert, zehntausende künstliche und giftige Stoffe hergestellt und riesige Müllberge geschaffen. Statt Stoffe zu recyceln, werden große Mengen verbrannt. Kreislaufwirtschaft bedeutet auch zerstörerische Entwicklungen wie Massentierhaltung, Fracking, geo-engineering oder CO2-Speicherung entschieden zu bekämpfen.

Der Widerstand

gegen lokale und überregionale umweltzerstörende Projekte ist teilweise erfolgreich. Wie die Anti-AKW-Bewegung, die Bewegung gegen Fracking, gegen Fluglärm oder gegen S 21 zeigen. Der Widerstand ist erfolgreich, wenn er nicht auf die bürgerlichen Parteien vertraut, überparteilich und finanziell unabhängig ist.

Der Faktor Zeit spielt im Kampf um Schutz und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen eine ganz entscheidende Rolle. Es besteht die reale Gefahr, dass dieser Planet in wenigen Generationen sein Gesicht verändern und teilweise unbewohnbar sein wird.

An dieser erschreckenden Perspektive gemessen, hinkt der Widerstand erheblich hinterher. Vorstellungen wie: „Global denken und lokal handeln“ unterschätzen die Notwendigkeit des Zusammenschlusses. Aber es wird immer wichtiger, dass sich Initiativen, Bewegungen und Organisationen, als Teil eines globalen Widerstand verstehen. Die Umweltbewegung wird erheblich an Durchschlagskraft gewinnen, wenn sie breite Schichten der Gesellschaft einbezieht und sich auch international vernetzt.

Die Bürgerbewegung schlägt deshalb den Aufbau einer Umweltgewerkschaft als überparteiliche Organisation vor, die alle relevanten Kräfte der Umwelt- und Arbeiterbewegung zusammenschließt.

Gehen wir am Weltklimatag gemeinsam auf die Straße

Für den gemeinsamen Weg von Umwelt- und Arbeiterbewegung zur Durchsetzung fortschrittlicher Produktionsverfahren der Kreislaufwirtschaft und der erneuerbaren Energien. Wir erteilen der Spaltung „Umweltschutz contra Arbeitsplätze“ eine entschiedene Absage.

Wir unterstützen den weltweiten Widerstand gegen Fracking und gegen die gefährliche CO2-Verpressung im Untergrund und fordern das sofortige Verbot! Kein Neubau von Kohle- und Gaskraftwerken! Für die rasche Durchsetzung von 100% erneuerbarer Energien!

Gemeinsam für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke weltweit!

Wir unterstützen den europaweiten Widerstand gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte.

Für den Aufbau einer Weltbewegung der Völker für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen!

Download Aufruf: 

Mehr Informationen:

http://www.umweltgewerkschaft.org

 




9. März 2013 – Fukushima ist überall – Atomanlagen abschalten!

Quelle: http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima2013.html

Zwei Jahre nach Beginn des Super-GAUfukushima-start

Fukushima ist überall

Die Katastrophe mahnt: Atomanlagen abschalten!

 

Am 9. März, zum zweiten Jahrestag des Super-GAUs von Fukushima und sechs Monate vor der Bundestagswahl, wollen wir mit Deiner Hilfe zeigen, wie viele wir tatsächlich sind. Wir wollen ein Zeichen setzen, an dem niemand vorbei kann. Wir wollen einen deutlich schnelleren Ausstieg einfordern. Bundesweit und in Nachbarländern wird es dazu große Aktionen geben.

Lesen Sie hier weiter.

  • Eine riesige Aktions- und Menschenkette im Abstand von 40 bis 60 Kilometern um das AKW Grohnde, unter anderem mitten durch die Städte Hannover, Hildesheim, Göttingen, Detmold und Minden.
  • Eine große Demo für alle AtomkraftgegnerInnen aus Süddeutschland in Günzburg beim bayerischen AKW Gundremmingen, wo die beiden einzigen verbliebenen Siedewasserreaktoren stehen
  • Eine Demo an der Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW), die trotz angeblichem „Atomausstieg“ munter ausgebaut wird.
  • Eine Demo zum AKW Neckarwestheim
  • Weitere Aktionen finden an vielen Orten auch in benachbarten Ländern und weltweit statt.
  • Für die Anreise zu den drei großen Aktionen haben wir eine Übersichtskarte mit Mitfahrgelegenheiten angelegt.
  • Mahnwachen: Ergänzend zu den Großaktionen am Samtstag ruft .ausgestrahlt für Montag, 11. März, wieder zu bundesweiten Mahnwachen auf, um an die unermesslichen Gefahren durch Atomenergie zu erinnern, um an das Leid der Menschen in Japan zu erinnern, um einen viel schnelleren echten Ausstieg zu verlangen. Unser Tipp: Samstag zu einer der Demos, Montag zur Mahwache! Einen Überblick über bereits angemeldete Mahnwachen kannst Du Dir auf unserer Homepage verschaffen. Hier kannst Du auch Deine Mahnwache anmelden.

Quelle und Anmeldung von Aktionen: http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima2013.html




Pariser Europafrauen: Auswertung des Frauenpolitischen Ratschlags (FPR)

Europafrauen Frankreich

Bilanz des FPR in Deutschland vom 15 und 16. September 2012

1. Wir haben mit drei Frauen aus der Ile de France und mit Fantami und Demba  (Association Kolomba, von Frauen aus  Mali) und unserem Fahrer Jean-Louis teilgenommen.

2. Der Frauenpolitische Ratschlag dient dazu verschiedene Vereinigungen, Organisationen, Parteien und Strömungen in der Frauenbewegung zu treffen. Die Entwicklung der Bewegung wird diskutiert, man möchte den gemeinsame Kampf für die Sache der Frauen ermutigen. Das ganze hat begonnen mit einer morgendlichen Demonstration in der kleinen Stadt Ludwigsburg in der Nähe von Stuttgart.

3. Es haben mehr als 1000 Frauen (und auch Männer) aus einem sehr breiten Spektrum von Organisationen teilgenommen – von der Arbeiterin, die von ihrem Kampf berichtet hat, ihren Platz unter den Männern zu behaupten wie auch von dem gegen den Chef, die stellvertretendende Vorsitzenden des DGB, die Frauen der Organisation „Courage“ in Deutschland, eine Forscherin, eine Bergarbeiterin aus Spanien, eine Frau der größten Frauenorganisation (DFR), eine Nonne, die sich im Kampf gegen Gewalt an Frauen in Afrika engagiert, revolutionäre marxistisch-leninistische Frauen etc etc.: „Von Religion bis Revolution“ war der Titel der Abfolge der Persönlichkeiten, die sich am Samstag eine nach der anderen vorgestellt haben.

4. Am Sonntag haben 5 Pionierinnen ihren Kampf vorgestellt: eine Frau aus Mail, „Emely“ – eine Kassiererin die verurteilt und von ihrer Ladenkette entlassen worden ist, wegen Diebstahl eines Pfandbons in Höhe von 1 Euro – und tatsächlich, weil sie eine aktive Gewerkschafterin ist – und die vor Gericht gewonnen hat, unterstützt von einer breiten Solidaritätsbewegung! Courage, eine Arbeiterin bei Ford … und man hat ihre Schlussfolgerungen diskutiert, wie man sich gegenseitig unterstützen kann und einige Aufgaben für die Frauenbewegung!

5. Warum wir sagen, dass das ein „Gutes Wochenende“ war und warum wir glücklich sind uns was uns besonders gefallen hat:

ñ  Der Respekt gegenüber Menschen mit Behinderungen, die beim Treffen zahlreich waren, auch Frauen mit Babys haben teilgenommen.

ñ  Die Männer haben während der Diskussionen auf die Kinder aufgepasst.

ñ  Die Mädchen und die sehr jungen Frauen, die einen rebellischen Geist haben, gegen den Sexismus. Eine jungen Arbeiterin hat alles berichtet, was man sich so denkt über die Schwierigkeiten der Frauen, sie hat hart gekämpft und gewonnen gegenüber ihren Kumpels/Kollegen, die sie nun akzeptieren – das war sehr ermutigend. Das kam aus dem Leben und das ging ans Herz.

ñ  Man hat andere Informationen bekommen, als im Fernsehen: zum Beispiel gute Infos über Syrien, wo es befreite (autonome) Gebiete von der Rebellen-Strömung gibt.

ñ  Die Jugend haben ihren Platz gefunden in einem Wettbewerb um ein Lied für die Gleichheit der Geschlechter.

ñ  Die Debatte war intensiv – man hat von verkauften Kindern gesprochen, vom Sexismus, vom Sex-Tourismus – das ist mit dem kapitalistischen System verbunden, wo allein das Geld zählt.

ñ  Der Appel, zu kooperieren, um eine machtvolle Bewegung zu werden hat die Dinge in Bewegung gebracht. Clariste aus Mali sagte dazu – es braucht Respekt, man muss sich zuhören!

ñ  Wir haben unseren Baustein zum Erfolg beigetragen:

–  Fantani, die Sängerin, hat „en bambara“ (keine Ahnung, was das ist) für die Frauen von Mali und der ganze Welt, die für ihre Rechte kämpfen, gesungen.

– Mit der Teilnahme an der Demonstration (wir haben eine Versammlung um einen Springbrunnen gemacht, Luftballons fliegen lassen und gesungen und Parolen gerufen)

– mit unserem Paket für die Arbeiter in Griechenland, die die gegen die Senkung ihrer Löhne und für die Wiedereinstellung ihrer Kollegen gestreikt haben. Die gegen das (EU) Kürzungsprogramm gekämpft haben. Die Pakete sind zwischenzeitlich angekommen und verteilt – mit einen großen Dankeschön!

– mit unserem Verkaufsstand (Puppen, Gewürze, Kinkerlitzchen …)

Das Wochenende war sehr gut organisiert: Unterbringung, gemeinsames Essen, Buffet, Stimmung und Kultur.

Das war uns gefehlt hat: Faltblätter der Vereinigung (der eigenen), der Ingwersaft von Youma, das Gebäck von Reinett und ein gutes Essen – das hätten wir tonnenweise verkaufen können. Auf der anderen Seite muss man mehr Leute sein um sich am Stand ablösen zu können und den Diskussionen zu folgen und an den Workshops teilzunehmen (Kämpfe, Tanz, Singen …)

Schlussfolgerungen:

ñ  Den FPR in Frankreich bekannt machen (Aubervilliers, Saint Denis, türkische und kurdische Frauen in Paris, das nächste Mal lange vorher schon einladen); mehr Leute mobilisieren für die wichtigen Ereignisse um unsere Sache mehr zusammenwachsen zu lassen.

ñ  Sich aktivieren für die Frauen in Mali und überall die Gewalt erleiden – in der Situation von Krieg etc. (25. November)

ñ  mit Schwung die drei Tage der kämpferischen Frauenbewegung vorbereiten: 15. Novmber, 8. März, 1. Mai.

Der FPR ist international, weil die Probleme und der Kampf der Frauen international sind. Bei einem solchen Wochenende ist die Idee einer Frauenkonferenz vorgebracht worden. Die 1. Weltfrauenkonferenz hat 2011 in Caracas in Venezuela statt gefunden. Die Delegierten der verschiedenen Kontinente waren eingeladen und haben ihre Versammlung an Tag nach dem FPR durchgeführt, um die Koordinierung und Organisierung der zweiten Frauenkonferenz in die Hand zu nehmen. Sie wird 2016 in Asien statt finden. Der Aufruf, der am Schluss des FPR verabschiedet wurde, sagt: „Schliessen wir uns zusammen mit allen Freundinnen und Kämpferinnen der ganzen Welt. Auf  zur zweiten Weltfrauenkonferenz in 2016. Wir haben eine Welt zu gewinnen! Vamos mujeres!“