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Post aus Mali

Ein Frau aus Mali schreibt uns: Ein gutes und glückliches Neues Jahr 2013! Hier in Bamako sind
resized_resized_mali wir hunderte von Kilometern von der Front entfernt. Angst beherrscht hier das Leben, aber zurzeit hören wir noch keinen Waffenlärm. Auch sind wir genauso wenig wie der Rest der Welt über das informiert, was sich bei uns abspielt. Die Information ist Eigentum der herrschenden französischen Medien, die Alles unter Verschluss halten.

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BERICHT DER 1. AFRIKANISCHEN KONFERENZ DER BASISFRAUEN

Vom 10. bis 14. Juli 2012 fand in Lomé (Togo) das erste Treffen der Pionierinnen der Konferenz der Basisfrauen Afrikas statt, mit Frauen aus 6 afrikanischen Ländern: Südafrika, Marokko, Demokratische Republik Kongo, Burkina Faso, Mali und Togo. Im Hotel Acropolis Guest House trafen sich die Frauen in kleiner Runde und diskutierten über den Start der Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent zur Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Caracas/Venezuela vom 4. bis 8. März 2011.

 

Aufgrund der unterschiedlichen Ankunftszeiten der Delegierten konnten die Arbeiten, die am 10. Juli beginnen sollten, schließlich erst am nächsten Tag, dem 11. Juli gegen 16 Uhr unter Anwesenheit fast aller Teilnehmerinnen beginnen.

 

Mittwoch, 11. Juli

Die Eröffnungsrede wurde von Clariste Moube gehalten, der Delegierten aus Mali, sie begrüßte alle und rief zunächst die Ziele der Konferenz in Erinnerung, bevor die Eindrücke aller Teilnehmerinnen gesammelt wurden.

Nach dieser Kurzauswertung stellte jede Delegierte in der Runde sich selbst und ihre Organisation vor. So konnten wir uns eine nach der anderen gegenseitig kennen lernen und eine herzliche Arbeitsatmosphäre schaffen.

  • Mariam CHIABI, Delegierte aus Marokko ; von der marokkanischen Menschenrechtsvereinigung, ehemalige marxistisch-leninistische Aktivistin an der Universität;
  • Clariste SOH-MOUBE, Delegierte aus Mali ; Forschungsassistentin am Centre Amadou Hampâté BA (CAHBA) und Globalisierungsgegnerin,
  • Marie France BAYEDILA BAWUNINA aus der Demokratischen Republik Kongo, Pastorin der Evangelischen Gemeinschaft im Kongo, Koordinatorin mehrerer Gemeinden (7), Gründerin und Präsidentin des CLEF, (Cercle de Liaison et d’Entraide Féminine, Kreis für Verbindung und gegenseitige Hilfe der weisen Frauen): « die weise Frau baut ihr Haus » ;
  • Marie Paula LOGOSU-TEKO, Delegierte aus Togo, Präsidentin des CLEF; Schulleiterin,
  • Micheline Wendyam KABORE, Delegierte aus Burkina Faso, Präsidentin des Vereins Frauen und Entwicklung, technische Assistentin  für die Handwerkervereinigung Burkina Fasos;
  • Charlie BULELWA, Delegierte aus Südafrika, Aktivistin der radikalen Linken, Gründerin der Bewegung Abanobi (1999), Gewerkschaftsaktivistin.

 

Nach dieser Vorstellung erfolgte eine Definition des Konzepts: Clariste, die an der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Caracas teilgenommen hatte, gab einen kurzen historischen Abriss. Im Anschluss daran gab es zahlreiche Verständnisfragen und Gespräche; danach wurden die Beschlüsse der 1. Konferenz im März 2011 in Caracas vorgelesen.

Nach Klärung des Konzepts und der Ziele der Konferenz wurde ein Programm für das Treffen aufgestellt.

Im Konsens befürworteten alle Delegierten die Idee, am Ende der Arbeiten ein Ablaufblatt, einen Plan für die jährlichen Aktionen und eine Geschäftsordnung zu erstellen. Mit der Erstellung des Programms endete der erste Tag.

 

Donnerstag, 12. Juli

Die Arbeit wurde zeitig am Morgen mit organsatorischen Fragen wieder aufgenommen.

So bestimmten wir entsprechend den Beschlüssen von Caracas

zwei (02) Koordinatorinnen mit einem Mandat von zwei (02) Jahren:

•           Clariste SOH-MOUBE, Delegierte aus Mali; und

            •           Charlie BULELWA, Delegierte aus Südafrika.

zwei (02) Stellvertreterinnen:

•           Mariam CHAIBI, Delegierte aus Marokko; und

            •           Micheline Wendyam KABORE, Delegierte aus Burkina Faso.

Weiterhin wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe pro Region vorgeschlagen, um die Organisation und die Umsetzung der Aktivitäten in jedem Land und zwischen den verschiedenen Teil-Regionen zu erleichtern.

 

Damit wurde eine räumliche Aufteilung Afrikas mit einem Brennpunkt pro Region vorgenommen:

•           Norden: Mariam CHAIBI,

•           Mitte: Marie France BAYEDILA,

            •           Westen: Marie Paula LOGOSU-TEKO

            •           Osten: Milka ISINTA,

            •           Süden: Charlie BULELWA.

 

Die Koordinierung der Tätigkeiten der afrikanischen Konferenz geschieht über Skype-Treffen von 1,5 Stunden an jedem 1. Samstag im Monat ab 10 Uhr WEZ

Alle 2 Jahre ist ein Treffen zur Auffrischung der Koordinierung im Vorfeld der afrikanischen Konferenzen vorgesehen. Die Frauen aus Südafrika und Marokko haben ihr Land für die Durchführung der nächsten afrikanischen Konferenz der Basisfrauen im Jahr 2014 vorgeschlagen; das Ergebnis wird Ende Dezember 2012 erwartet.

All diese Vorschläge werden in der Geschäftsordnung, im Aktionssplan und im Ablaufblatt im Anhang des vorgelegten Berichts aufgeführt.

 

Um 15.30 Uhr fand im Konferenzsaal des Acropolis-Hotels in Lomé ein Treffen zum Gespräch mit der togolesischen Zivilgesellschaft statt. Bei diesem Treffen waren auch etwa 10 Vertreter der Audio-, Radio- und Fernsehsender Togos anwesend.

 

Dieses Treffen fand mit bedeutender Beteiligung und einem freimütigen und vorwärtstreibenden Gespräch statt. Die verschiedenen Vertreter der anwesenden Organisationen bekundeten ihr Interesse und Engagement für das Konzept der Konferenz. Es gab viel Interesse am einzigartigen Charakter der Konferenz und vor allem an ihrem Eintreten für die Interessen der Basisfrauen. Mit großer Hoffnung warten sie auf die Schlussfolgerungen der Arbeiten und die Umsetzung des künftigen Aktionsplans. Auch wurde der Wunsch nach Beteiligung der Männer an dieser hervorragenden Aufgabe geäußert.

In diesen zwei langen Stunden des Austauschs wurden viele Fragen gestellt und diskutiert, unter anderem Fragen bezüglich der Ziele der Konferenz:

  • Wie werden die Bedürfnisse der Basisfrauen in der Umsetzung der Konferenz berücksichtigt?
  • Über welche Mittel werden die Frauen für diese Aktivitäten verfügen?
  • Was wird sich mit der neuen Bewegung im täglichen Leben der Frauen verändern?
  • Welche Aktivitäten sollen in jedem Land durchgeführt werden?
  • Wie wird die Information verbreitet?
  • Welche Hilfsmittel und Strategien werden für die Umsetzung der Aktivitäten eingesetzt, nachdem bei gewissen Strategien bereits vor Ort ihre Begrenztheit deutlich wurde? Und so weiter.

Das Treffen endete gegen 17.30 Uhr mit einem Cocktail, bei dem die TeilnehmerInnen mit den Delegierten sprechen und sich ein wenig über die Erfahrungen in ihren jeweiligen Ländern informieren konnten.

 

Freitag, 13. Juli

Der dritte Arbeitstag sollte für die Ausarbeitung der verschiedenen Dokumente genutzt werden, die zur Beendigung des Treffens vorgesehen waren. So hatten zu Beginn des Nachmittags das Ablaufblatt und der Entwurf für den Aktionsplan schon Form angenommen und der Entwurf der Geschäftsordnung war begonnen. Dann mussten die Konferenzteilnehmerinnen jedoch ihre Arbeit unterbrechen, um der Ministerin für Frauenförderung in Togo einen Besuch abzustatten.

Um 16 Uhr wurden wir von Ihrer Exzellenz Frau H. Olivia AMDJOGBE-KOUEVI, Ministerin für Frauenförderung, in ihrem Büro empfangen. Das Gespräch drehte sich um die afrikanische Konferenz der Basisfrauen, die Ziele der Konferenz und die Wahl des Tagungslandes Togo sowie das Engagement der Vereinigung CLEF und ihre Tätigkeit zur Förderung der Frau in Togo. Frau Ministerin sagte, sie fühle sich durch den Besuch geehrt und beglückwünschte die Konferenzteilnehmerinnen zu ihrer Initiative und ihrem Mut. All diese Ermutigungen und ihre Unterstützung begleiten uns, denn sie schätzt die Zivilgesellschaft und insbesondere die Bewegungen der Frauen als bedeutende Verbündete, die für die Erreichung der Förderungs- und Entwicklungsziele für die afrikanische Frau unumgänglich sind.

Die Konferenzteilnehmerinnen verabschiedeten sich von der Ministerin für Frauenförderung gegen 17 Uhr nach einem Familienfoto und Adressenaustausch.

 

Samstag 18. Juli

 

Die afrikanische Konferenz der Basisfrauen 2012 endete wie sie begann in guter Laune und fröhlicher Stimmung mit einem Festessen bei Frau LOGOSU-TEKO, unserer Gastgeberin, die uns alle nacheinander zu unseren Flugzeugen für den Rückflug begleitete.

Wir verabredeten uns in zwei (2) Jahren in Südafrika oder Marokko.

Erfolgreiches Asientreffen der Weltfrauen in Katmandu

Hallo ihr lieben Frauen in Deutschland!

Gerade ging in Katmandu, Nepal, das Asientreffen der “Weltfrauen” am 28./29.Juli 2012 sehr erfolgreich zu Ende. Kämpferische Frauenbewegung aus 8 Ländern war vertreten: die vier mit Delegierten in Caracas (Indonesien, Philippinen, Bangladesch, Indien) sowie vier neue (Pakistan, VR China, Nepal, Sri Lanka).

Das waren Vertreterinnen der 4 Mio. Textilarbeiterinnen Bangladeschs, von Massenorganisationen bzw. Dachverbänden wie Gabriela, von kämpferischen Frauen in NGOs bis hin zu engagierten Revolutionärinnen aus der ICOR. Geradezu historisch war die gemeinsame Teilnahme von Frauen aus 8 Parteien in Nepal. Sie haben sich gemeinsam entschlossen, in den Prozess der Weltfrauenkonferenz einzusteigen. Trotz widriger Umstände haben sie sich  kollektiv auf das Treffen vorbereitet und sich auf zwei stimmberechtigte Delegierte geeinigt. Und das in einem politischen Umfeld in Nepal, in dem sich die solidarische Zusammenarbeit linker Parteien teilweise im freien Fall grundsätzlicher Konflikte, Spaltungen und Zerwürfnisse befindet. Frauen gehen voran!

Nach ausführlichen Länderberichten wurde begeistert, gründlich,  kritisch-selbstkritisch die 1. WFK in Caracas ausgewertet. Die neuen Koordinatorinnen wurden gewählt und kommen aus Philippinen und Nepal, die Stellvertreterinnen aus Bangladesch und Sri Lanka.

Einhellig wird sich für Asien als Austragungskontinent der 2. Weltfrauenkonferenz 2016 beworben. Frauenorganisationen aus drei (!) Ländern bieten sich als Gastgeberinnen an. Lasst Euch überraschen….

Pläne wurden geschmiedet für die drei Kampftage, die Reise zum 1. Welttreffen der Koordinatorinnen in Deutschland im September und für  gemeinsame Kampagnen in Asien (wie gegen die US Präsenz im pazifisch-asiatischen Raum). Ganz herzliche Grüße gingen an die Frauen in Deutschland und natürlich alle “Weltfrauen”.

Bald geht nun meine Reise durch fünf Länder zu Ende und ich freue mich riesig auf Euch alle und den Frauenpolitischen Ratschlag.

Herzliche Grüße vom Dach der Welt!

Eure Monika Gärtner-Engel

Download Brief: Nepal – Post vom Asientreffen der Weltfrauen

Bericht aus Nepal vom Internationalen Frauentag

Hier der Bericht von Christiane aus Deutschland, die sich zur Zeit in Nepal aufhält und der mit den Worten endet: Nepals kämpferische Frauen wollen raus auf die Straße um gehört zu werden mit ihren Forderungen! Nepals kämpferische Frauen wollen die internationale Zusammenarbeit der Frauen, damit wir gemeinsam mit den Männern die Welt verändern! Kathmandu, 12.03.

Bericht lesen:

Internationaler Frauentag in Nepal – Kopie

Verschiedene Dokumente Europakonferenz Januar 2012

Hier finde Sie die “Spielregeln” zur Durchführung der Europakonferenz sowie den Rechenschaftsbericht der europäischen Koordinatorinnen:

Vorschlag für Spielregeln der 3. Europakonferenz-US-k    in Englisch

Rechenschaftsbericht deutsch:

a 120105 Rechenschaftsbericht HA und MGE zur Europakonferenz text deutsch

Rechenschaftsbericht englisch:

b 120105_Rechenschaftsbericht_HA_und_MGE_zur_Europakonferenz-englisch

Rechenschaftsbericht französisch:

c 120105_Rechenschaftsbericht_-f_-_HA_und_MGE_zur_Europakonferenz französisch

Presseerklärung IWA zur Zunahme von Frauenhandel (deutsch)

Presseerklärung

4.02.2012

 

 

Im Gedenken an den philippinisch-amerikanischen Krieg

Liza Maza von der Internationalen Frauenallianz warnt:

Zunehmende US-Militärpräsenz verstärkt die Prostitution und den Sexhandel mit Filipinas

Die Internationale Frauenallianz (International Women’s Alliance – IWA) schlägt wegen der Politik der USA Alarm, die Militärpräsenz in den Philippinen und der Pazifik-Region in Asien unter dem Projekt “Pazifisches Jahrhundert  Amerikas” zu erweitern. Dieser erneute Vorstoß zur Militarisierung der Region bedeutet den Einsatz von mehr US-Truppen und Kriegsausrüstung und den Erwerb von mehr Einrichtungen und den Zugang für militärische Übungen, schnellen Einsatz der Streitkräfte und die Ausweitung der Stützpunkt-Rechte.

 

Die IWA-Vorsitzende und ehemalige Vertreterin der Gabriela-Frauenpartei sagte: “Die erhöhte US-Militärpräsenz wird die Prostitution und den Sexhandel mit Filipinas innerhalb und außerhalb der philippinischen Grenzen vergrößern.” Sie fügte hinzu: “Filipinas zusammen mit russischen Frauen umfassen bereits die Mehrheit von ausländischen ‘Unterhaltungskünstlerinnen’, die in so genannten Saftbars in der Nähe von US-Basen in Südkorea arbeiten. Viele Filipinas arbeiten ebenfalls als ‘Sängerinnen’ und ‘Tänzerinnen’ in Unterhaltungsbars in der Nähe der US-Basen in Okinawa und auf dem Festland in Japan.” …

Download vollständige Presseerklärung:

Presseerklärung IWA zu Frauenhandel – deutsch