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Erste Ergebnisse der 8. Europakonferenz 2018 in Mannenbach(Schweiz)

1. .

Aktiver Widerstand gegen Kriegstreiberei – Kampf für den Weltfrieden:

Die 8. Europakonferenz der Weltfrauenkonferenzen ruft die Frauen Europas auf:

Aktiver Widerstand gegen die Bombardements durch die USA, Frankreich und Großbritannien!

Aktiver Widerstand gegen diese gefährliche Zuspitzung die den Weltfrieden gefährdet.

Unser Beitrag als Weltfrauen ist es, aktiv am Aufbau einer neuen Friedensbewegung zu arbeiten. Wir schlagen allen Frauen vor, am Montag den 16.4.18 ihren Protest vielfältig zum Ausdruck zu bringen.

 

2. 

 

Die Arbeiterinnen aus Gracanica (Bosnien Herzeogina) von der Schuhfabrik Fortuna stehen seit 16 Monaten in einem harten Arbeitskampf. Sie campieren vor ihrer geschlossenen Fabrik und kämpfen um ihre Arbeitsplätze. Derzeit sind ca. 100 Arbeiterinnen und Arbeiter in den Zelten. Zwei  Vertreterinnen, die auf der Europakonferenz waren, wurden polizeilich erfasst und wegen Aufbau der Zelte angezeigt. Sie haben am 20.4.18 eine Gerichtsverhandlung.

Die Delegierten der Europakonferenz haben beschlossen, den Kampf um ihre Arbeitsplätze  zu unterstützen. Sie erklären sich solidarisch mit der Werksbesetzung der Schuhfabrik Fortuna in Gracanica in Bosnien und Herzegowina. Der von ihnen geplante Protesttag wurde verboten weil an diesem Tag eine Messe stattfindet, an die die regierenden Politiker teilnehmen. Genau darum wollen die Arbeiter*innen ihren Protest durchführen.

Sie bitten um internationale Solidaritätserklärungen gegen das Verbot ihres Protesttages. Bitte sendet sie bis zum 24.4.18 an folgende Adresse bzw. Email: und

Solidaritätserklärungen an folgende Adresse:

Kamp Fortune (Hodzic Rabija)

Ul. Zlatnik Yiljana

75323 Gracanica, Bosnien Herzegowina

Solidarität rund um den Globus für Talukder!

Weltfrauen organisieren innerhalb kürzester Zeit internationale Solidarität mit Joly Talukder und sieben weiteren Gefangenen.

Mitteilung der kommunistischen Partei Bangladesh zu den Verhaftungen, was am 1. April geschah:

1.4.18

Dear Comrade,

This is to inform you that Jolly, the general secretary of Bangladesh Garments Workers Trade Union Centre and other seven leaders of the same organization has been arrested and sent to jail today, 1 April 2018. Few months back regarding trade union movement on some genuine demands of the workers in a particular factory the employers association instituted a false case against the leaders of BGWTUC. The so called accused leaders went to High Court for advance bail in connection with that case. However, High Court granted them bail for four months and asked them to appear before the appropriate Lower Court. It’s a normal practice that when High Court gives a bail, the Lower Court also gives bail. According to the  direction of the High Court Jolly and other leaders (so called accused) appeared before the Lower Court today. However, Lower Court refused to give them bail and sent them to jail. This is unusual. It has been done by the influence of towners association.

We shall again try to go to High Court and ask for bail. We are not sure what High Court will do this time. The process of going to High Court will take some time. In the meantime the leaders will remain in jail.

“Solidarität rund um den Globus für Talukder!” weiterlesen

Grüße aus Katalonien

Aktuelle Meldungen aus der Weltfrauenbewegung

In Deutschland wurde Carles Puigdemont, früherer Regionalpräsident und Repräsentant der Unabhängigkeitsbewegung von Katalonien durch die deutsche Polizei festgenommen. Er wurde in die Haftanstalt in Neumünster gebracht wo er streng bewacht wird wie ein Schwerverbrecher.

Die spanische Rajoy-Regierung ließ den gewählten Vertreter der Katalanen per europäischem Haftbefehl suchen. Sei Vergehen „Rebellion“.

Wir haben unsere Vertreterinnen in Katalonien gefragt, was die Menschen dort zu diesem Vorgehen sagen.

Ihre Antwort:

„Es geht nicht mehr um Unabhängigkeit oder Referendum, es geht um die systematische Verletzung von Rechten in autoritärer Weise durch eine faschistische Regierung. Heute sind ist es die Unabhängige Bewegung, morgen können es wir Gewerkschafter oder irgendjemand sein.
Wenn Sie nicht denken, wie die Regierung es will, werden sie Sie verfolgen.
In einem Referendum, das illegal war,  wurden die wichtigsten Führer inhaftiert. Später zu einem anderen, legalen Referendum, wo 2 Millionen Katalanen für die Unabhängigkeit gestimmt haben gefiel ihnen das das Ergebnis wieder nicht. Sie können, wenn es Demokratie gibt, die Stimme eines Volkes, das durch Politik unabhängig werden will nicht ignorieren.

Grüße an die Weltfrauen aus Katalonien, Barcelona

Erklärung der südafrikanischen Landfrauen zum Internationalen Frauentag 2018

Erklärung der Südafrikanischen Landfrauen-Vereinigung zum Internationalen Frauentag, 8. März 2018 

Heute, am 8. März, findet der Internationale Frauentag statt. Es ist ein historischer Tag, der vor 100 Jahren mit den Kämpfen armer Frauen für den 8-Stunden-Arbeitstag und für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen begann und  der als ein solcher in Erinnerung bleiben muss. Der Internationale Frauentag hat sich im Laufe der Jahrzehnte als Tag für die anhaltenden Kämpfe um existenzsichernde Löhne, gegen Gewalt an Frauen, für Frauenrechte und vor allem gegen das Patriarchat etabliert.

Obwohl inzwischen mehr als 100 Jahre vergangen sind, hat sich seitdem noch nichts Grundlegendes verbessert für Frauen und Mädchen, die auf dem Land leben. Frauen und Mädchen in ländlichen Gebieten der Südafrikanischen Entwicklungskonferenz spielen eine entscheidende Rolle für die Verbesserung der ländlichen Lebensgrundlagen, für das allgemeine Wohlbefinden derer, die auf dem Land leben. Trotzdem erfahren sie wachsende Ungleichheit und sind oft an vorderster Front betroffen, wenn es um die Geringschätzung und Vertreibung infolge des zunehmenden Landraubs in der Region geht, sie haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sind Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt.

“Erklärung der südafrikanischen Landfrauen zum Internationalen Frauentag 2018” weiterlesen

Kurzbericht 8. März 2018 Paris

Paris 9. März 2018 :

Trotz strömenden Regen kamen mehr Frauen und auch Männer als im letzten Jahr zum Treffpunkt am Platz der Republik in Paris. Man merkte deutlich den Aufschwung in der Frauenbewegung. Das Programm war vielfältig und international : Die Regierung Macron wurde mit dem Lied « Parole, Parole » bedacht. Er will sich so sehr gegen Gewalt an Frauen einsetzen, doch wo sind die Mittel und Gelder dafür ? Ein Schrei für den Frieden in Afrîn ! Solidarität mit dem Kampf der stark vertretenen kurdischen Frauen, Forderung der Freilassung der palästinensischen Gefangenen, allen voran der jungen und mutigen Ahed Tamin. Lieder, Tänze, Reden, die ICOR konnte Auszüge aus ihrem Aufruf als Grusswort vortragen, bis dann die Demonstration begann. Eine ermutigende und wichtige Aktion !

 

Grüße aus Indien

Greetings to our comrades of Courage

Women in India fighting to save their homes and land and livelihoods send militant greetings and solidarity to women in Germany. We must unite to fight the violence and discrimination that is devastating our lives.

Here you see a picture of a programme today with some women in Delhi. Their homes have been demolished by the government and you can see how they are living now. But they are all militant women of AIRWO and are fighting for their rights.

Love, Sharmistra

Grüße an unsere Genossinnen von Courage

Frauen in Indien kämpfen um ihr Zuhause zu schützen und das Land und ihre Existenz, sie senden kämpferische Grüße und Solidarität zu den Frauen in Deutschland. Wir müssen uns vereinigen um die Gewalt und Diskriminierung zu bekämpfen, die unser Leben verwüstet.

Hier auf diesem Foto seht Ihr ein Bild über ein aktuelles Programm mit einigen Frauen in Neu Delhi. Ihre Häuser wurden von der Regierung abgerissen und Ihr könnt sehen, wie sie jetzt leben. Aber es sind kämpferische Frauen von AIRWO und sie kämpfen um ihre Rechte.

Viele liebe Grüße, Sharmistra

Internationale Kurzmeldungen

Suse Bader/Europakoordinatorin:

16.10.2017 Im Vorfeld des 2. Welttreffens der Kontinentalkoordinatorinnen zur 3. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen erreichen uns immer wieder Meldungen von den Weltfrauen, die wir gerne publizieren.

„Wir erleben hier gerade eine sehr turbulente Zeit in Südkurdistan mit sehr viel Ungewissheit bezüglich der nahen Zukunft. Ihr habt wahrscheinlich mitbekommen, dass hier ein Unabhängigkeitsreferendum stattgefunden hat. Nach dem Referendum haben sich Türkei, Irak und Iran zusammen getan und allerlei Sanktionen beschlossen. Ständig kommen neue Drohungen hinzu. Außerdem soll sich der Barzani-Clan mit einigen Parteien dazu verständigt haben, die für 1. November angesetzten Wahlen auf 2019 zu verschieben. Das heißt, die Lösung der Krise soll um weitere zwei Jahre vertagt werden, was ein riesen Problem darstellt.

Die irakische Regierung alle internationale Flüge von/nach Südkurdistan gesperrt hat. Der einzige Weg führt über Bagdad, jedoch gilt die Aufenthaltserlaubnis, die Ausländer hier erhalten, nur für krg-Gebiet (autonome Region Kurdistan) d.h. nach irakischem Gesetz sind wir hier eigentlich illegal. Deshalb werden jetzt 420 Dollar Strafe bei der Ausreise von Nicht-Irakern erhoben. … “Internationale Kurzmeldungen” weiterlesen

Grußwort Verdi an Garment Workers Trade Union Centre Bangladesch

Am 24. April jährte sich das schreckliche Unglück von Rana-Plaza / Bangladesh zum 4ten Mal. Damals, 2013 stürzte ein ganzes Fabrikgebäude ein und begrub die darin arbeitenden Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter. Profitgier und tiefste Menschenverachtung waren der Grund, warum keine Sicherheitsvorkehrungen, Fluchtwege oder eine stabile Bauweise das Unglück verhinderte. Mehr als 1.100, hauptsächlich junge Arbeiterinnen, starben, ca. 2.500 Menschen wurden sehr schwer verletzt, viele von ihnen kämpfen heute noch um eine Gesundheitsversorgung und Wiedergutmachung.

“Grußwort Verdi an Garment Workers Trade Union Centre Bangladesch” weiterlesen

Bericht vom außerordentlichen Kongress am 20.11.16 bei KJA (Free Women’s Congress)

Europakoordinatorin
Suse Bader
Germany

 

„Erzählt aller Welt was ihr gesehen und gehört habt! Wir haben nur Angst unsere Freiheit zu verlieren!“

Unsere Solidarität ist die Stimme unserer kurdischen Schwestern überall auf der Welt!

Meine erste Reise als Europakoordinatorin führte mich nach Diyarbakir/Türkei/Nordkurdistan. Die Frauendachorganisation KJA (Free Women’s Congress) hatte zu einem außerordentlichen Kongress am 20.11.16 eingeladen.

Gerne beschloss die 1. Europakonferenz nach der 2. Weltfrauenkonferenz eine Solidaritätsdelegation. Bereits im Juni 2016 war ebenfalls eine Delegation der Weltfrauen auf Beschluss der 2. Weltfrauenkonferenz nach Diyarbakir gereist. Ihr Reisebericht ist eindrucksvoller Ausdruck der staatlichen Gewalt mittels Militär und Polizei gegen die kurdische Bevölkerung. Schon damals wurden Wohnhäuser systematisch zerstört, die Menschen vertrieben, entrechtet, und teilweise krank und mittellos immer weiter verjagt.

Kurz vor Abreise unserer Solidaritätsdelegation hatte die faschistische Erdogan Regierung 370 Organisationen für 3 Monate verboten, ihre Büros gestürmt, Daten, Mitgliederlisten etc. mitgenommen. Sofort hatten Weltfrauen ihre Solidarität ausgedrückt. Nun gab es also eine Gelegenheit, mit eigenen Augen zu sehen, was sich in diesem Land abspielt. 

Unsere Delegation, bestehend aus zwei Frauen und zwei Männer aus Deutschland, Vertreterinnen des Weltfrauenprozesses, ICOR-Vertretung und Übersetzer, fand an der Grenze zur Türkei, exakt vor dem Passkontrollschalter in Istanbul, ein jähes Ende – zwei Delegationsmitgliedern wurde die Einreise verweigert! Sie wurden postwendend in ein Flugzeug zurück nach Deutschland abgeschoben! Ihre Info erreicht uns nur noch per Handy! Willkommen in der Türkei! Zu zweit flogen wir weiter nach Diyarbakir, einer hauptsächlich von Kurden bewohnten Millionenstadt im Osten des Landes. Hier wurden wir von unseren kurdischen Freundinnen  herzlich willkommen geheißen! Sie berichteten uns, dass inzwischen auch der Kongress verboten wurde. Ständig finden neue Verhaftungen statt bzw. müssen sie damit rechnen. Wir fahren mit dem PKW zum Hotel, überall gepanzerte Polizeifahrzeuge, alle öffentlichen Gebäude sind hermetisch durch Zäune und Mauern abgeriegelt und mit bewaffneten Checkpoints versperrt. Wer hinein will, oder dort arbeitet, braucht einen Ausweis. Selbst um in Parks zu kommen, muss man durch Absperrungen. Wir sehen zerstörte und einsturzgefährdete Häuser in denen Menschen wohnen – ein Ergebnis der Blockade und systematischen Bombardierung einzelner Stadtteile. Unsere Freundinnen berichten, dass es in der Altstadt/ Sur noch viel schlimmer aussieht – das sehen wir einige Tage später! Hier gab es eine 7-wöchige Blockade, Kampfjets griffen die kurdische Bevölkerung aus der Luft, Panzer und Maschinengewehrfeuer am Boden an. Sie zerstörten das Zentrum, Wohnhäuser, Moscheen. Die Polizei hindert die Menschen daran, zurück zu gehen, sie dürfen weder Hab noch Gut holen, sie werden mit Gewalt vertrieben. Inzwischen sind alle Zugänge zum Zentrum in Sur durch Betonblöcke versperrt.  Das ist das eigentliche Ziel Erdogans „die Vernichtung bis auf den letzten Kurden“! Es ist blanker Zynismus und Demagogie wenn vielerorts und insbesondere an den öffentlichen, durch türkische Polizei kontrollierten Gebäuden, Plakate der AKP  hängen, zum Tag gegen Gewalt an Frauen!

Doch zurück zum Kongress! In unserem Hotel trafen wir weitere internationale Gastfrauen. Julie Wards, EU-Parlamentarierin der Labour Party, eine Vertreterin für „peace in Kurdistan“ beide aus Großbritannien. Eine junge Abgeordnete des baskischen Parlaments, eine Abgeordnete der Sinn Fein vom nordirischen Parlament, sowie eine Vertreterin der „women in black“ aus Belgrad! Wir alle waren eingeladen, um Beobachterinnen und Botschafterinnen zu sein: „Was im Mittleren Osten stattfindet, betrifft die ganze Welt. Deshalb haben wir alle Freunde gerufen, was wir in Zukunft tun sollen, wie wir stärker zusammen arbeiten können, unsere Politik entfalten.“ (aus der Eröffnungsrede)

Als wir vor dem Gebäude der Versammlungshalle ankamen, war das Gebäude von Polizisten und gepanzerten Fahrzeugen umringt. Wir konnten aber ungehindert hineingehen. Die Kurden selbst kontrollierten jeden Besucher auf Waffen, Spitzel sind in diesen Zeiten normal! Wir werden in einen großen Saal geführt, der sich nach und nach füllt. Die Stimmung ist kämpferisch, lebensfroh, nicht euphorisch, eher ruhig, aber die Frauen freuen sich, wenn ein Wiedersehen in diesen schweren Zeiten zustande kommt. Zeiten, in denen so viele in Haft, verschwunden oder tot sind. 700 Frauen waren trotz aller Schikane der Einladung gefolgt, sie waren aus den kurdischen Gebieten und der Westtürkei gekommen. Meist sind es Vertreterinnen großer Organisationen wie „mother of peace“, „Rojavahilfe“, usw. und Einzelpersonen, Führerinnen der kurdischen Frauenbewegung.

Die folgenden Stunden dieses Meetings sind geprägt von einer ungeheuren Intensität. In Zeiten, wo, wie eine Kurdin sagte: „Der Faschismus (wird) von Tag zu Tag, Stunde zu Stunde schlimmer! Aber wir leisten Widerstand, lassen uns nicht demoralisieren. Vor den Augen der Welt und Europa findet diese Entwicklung statt.“  Die Frauen eröffnen mit ihrem traditionellen Tanz, ihrer Musik! Sie gedenken derer, die gefangen oder ermordet sind. Die Einleitungsrede führt das Ziel des Meetings aus – Beratung und Beschlussfassung zum weiteren Vorgehen nach dem Verbot der Organisationen. „Wir müssen über unsere Zukunft sprechen!“

Zuerst werden alle Gäste auf die Bühne geholt und vorgestellt – zuerst die internationalen, dann die türkischen  Gastfrauen. Wir füllen die Breite der Bühne, sicher sind wir 30 Vertreterinnen! Alle internationalen Gäste sprechen ein Grußwort. Alle werden mit ehrlichem Beifall bedacht. Sind wir doch die Augen und Ohren hinaus in die Länder! In die Welt! So war es mir eine besondere Ehre, die Grüße der Weltfrauen aus 20 Ländern und von 4 Kontinenten zu überbringen! Wie wertvoll die Zusammenarbeit zur gegenseitigen Unterstützung im Weltfrauenprozess ist, damit keine von uns allein gelassen wird. Später treffe ich Özlem Yasak/Koordinatorin des Mittleren Osten, welch eine Freude! Bedeutend auch die Worte von Fatma zu mir: „die kurdische Frauenbewegung hat viel Unterstützung bekommen, besonders aus Europa und sie will solidarisch sein. Ich bin zufrieden (mit dem Meeting) , besonders, dass die internationalen Gastfrauen dabei waren und davon berichten können und dass so viele Vertreterinnen aus der Westtürkei kamen und ihre Solidarität ausdrückten. Das ist wichtig gegen die Isolierung durch die Türkei.“

Es sprechen viele Frauen und überbringen dem Meeting von der Basis ihrer Organisationen die Entschlossenheit, den Kampf weiter zu führen. „wenn Eine gefangen genommen wird, rückt die Andere nach!“ Am Rande finden viele Gespräche statt, werden Interviews gemacht, viele Frauen kommen und danken für die Teilnahme an ihrem Meeting. Es wird getanzt und gelacht, fotografiert. Dann die Schlussdebatte, und die Abstimmung – wir erleben die Geburtsstunde der Bewegung „Tevgera Jinen Azad“ –  „free womens movement“. Ein wunderschönes kurdisches Lied beendet das Meeting und schlagartig leert sich der Saal. Vor dem Gebäude stehen PKW’s zur Abholung der Frauen bereit. Die Polizei lässt uns gehen.

Wir beenden diesen denkwürdigen Tag mit unseren kurdischen Freundinnen bei einem wunderbaren Essen, heißen Diskussionen und verabschieden uns mit dem Vermächtnis, die Wahrheit in unsere Länder zu tragen.