November 25, 2012 – International Day Against Violence On Women – Ideen und Vorschläge

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Nachfolgend finden Sie einige wichtige Fakten, Informationen, Anregungen und Dokumente örtlicher oder bundesweiter Bündnisse und Frauengruppen und Frauenorganisationen wie Frauenverband Courage, Solwodi, Terre des Femmes sowie auch internationale Aktivitäten und Gedanken zur Vorbereitung von Aktivitäten und Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25. November. Die Vorschläge, Aktivitäten und Pläne sind chronologisch (nach ihrem Eingang/Meldung) aufgeführt.

Aufruf Europakomitee der Weltfrauenkonferenz zum 25. November 2012:     Aufruf Europakomitee WFK 25. November 2012 

Aufruf Europakomitee in Englisch: 121114 Call Europe 2511 

24. 11. Aufruf von Courage Essen:

mobile-mitmach-aktion-essen 2411

23.11.: Aufruf von Ceni zum 25.11.2012:

Aufruf zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Vor 52 Jahren wurden die Schwestern Maria, Minerva und Patria Minerva durch die Geheimpolizei der Trujillo-Diktatur in der Dominikanischen Republik vergewaltigt und ermordet. Die drei Schwestern hatten jahrelang gegen die Diktatur Widerstand geleistet. Trotz Gefangenschaft und Folter hielten sie an ihrem Widerstand gegen Faschismus und Unterdrückung fest. Nach ihrer Ermoderung weitete sich ihr Widerstand derart aus, dass die Trujillo-Diktatur zu Fall gebracht wurde. 1936 hatte Maria Teresa Mirabel in einer Rede gesagt: „Vielleicht erwartet uns bald schon der Tod, jedoch macht mir das keine Angst. Wir werden weiter für all das kämpfen, was gerecht ist.“ Für freiheitsliebende Frauen ist eine solche würdevolle Haltung heute wie damals notwendig.

Im Gedenken an die Schwestern  Mirabel wurde der 25.11. zum internationalen Kampftag von Frauen gegen jegliche Form von Gewalt erklärt. Heute bedrohen das patriarchale Herrschaftssystem und die kapitalistischen Kräfte weiterhin unsere Welt mit ihren Feminiziden und ihrer Kriegspolitik. Feminizide werden mit verschieden Methoden in allen Teilen der Welt systematisch verübt. Die Gewalt gegen Frauen steigt weiter an; Lebensräume und Produktionsfelder von Frauen werden durch die Zerstörung von Natur und Umwelt vernichtet; das Trinkwasser wird verseucht; Frauen und Kinder werden in Kriegen ermordet und zur Flucht gezwungen.

Seit sich die kapitalistischen Kriegstreiber mittels ihrer Politik des politischen Islams zu „Propheten der Demokratie und Freiheit“ erklärten und mit Interventionen im Mittleren Osten begannen, leiden Frauen in Ländern wie Irak, Tunesien, Ägypten oder Libyen unter der Verschärfung patriarchaler Gesetze und Normen. In Syrien werden vorrangig Frauen und Kinder im Kreuzfeuer des Esad-Regimes und der bewaffneten Opposition ermordet. In der Türkei werden Frauen durch den AKP-Faschismus mit Unterstützung der USA und der EU über die Ideologie des politischen Islams aus dem öffentlichen Leben zurückgedrängt: Unter dem AKP-Regime erlassene Gebärzwänge, Verbote von Abtreibungen und Kaiserschnitten sollen Frauen auf die Funktion als Gebärmaschinen festschreiben. In der 10-jährigen Regierungszeit der AKP hat die Gewalt gegen Frauen 1400% zugenommen; Gewalt gegen Frauen in Privathäusern und Frauenmorde auf offener Strasse gehören zum Alltag. Die Armee, Polizei und staatlichen Strukturen der AKP stacheln die Gewalt in der Gesellschaft an. Hunderte kurdischer und türkischer oppositioneller Frauen, Anwältinnen, Journalistinnen, Mitarbeiterinnen der Frauenbewegung und Gewerkschaften wurden verhaftet, da sie in der Tradition der Schwestern Mirabel an ihrem Widerstand gegen das AKP-Regime festhielten. Seit dem 12.09.2012 befinden sich politische gefangene Frauen in den türkischen Gefängnissen im unbefristeten Hungerstreik für die Freiheit Abdullah Öcalans und aller politischen Gefangenen, für die umfassende Anerkennung und Gebrauch der kurdischen Sprache.

Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. unterstützt die Forderungen der hungerstreikenden Frauen. Als kurdische Frauen fordern wir die Anerkennung und Achtung aller unserer Menschenrechte als Frauen und als Kurdinnen. Wir fordern die UN, die USA und die EU sowie alle internationalen Kräfte und Staaten auf, ihre Unterstützung für das Unrechtsregime der AKP einzustellen.

Anlässlich des Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2012 gedenken wir der Mirabel-Schwestern und grüßen alle Frauen, die an ihren Kampf anknüpfen, indem sie sich gegen patriarchale Gewalt und staatliche Unterdrückung organisieren. Wir rufen alle Frauen zur Solidarität mit dem Widerstand der Frauen in den Gefängnissen in Kurdistan, in der Türkei und anderen Ländern der Welt auf.

Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V., November 2012
Corneliusstr. 125 – 40125 Düsseldorf – ceni_frauen@gmx.de

Download  Aufruf  CENI: Aufruf CENI _25.11.2012-1

23.11.: Written declaration calling on the EU to ratify the Council of Europe Convention on violence against women!

Brüssel, 23. November 2012] Fünf Mitglieder des Europäischen Parlaments haben einen initiierte schriftliche Erklärung aufgesetzt, fordern die EU auf, die Konvention des Europarates über Gewalt gegen Frauen zu ratifizieren. Sobald die schriftliche Erklärung mit den Unterschriften der Hälfte der Abgeordneten vorliegt, wird es in Kraft treten und als eine starke politische Erklärung des Europäischen Parlaments sein. Zum diesjährigen Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen zu feiern, schlagen wir diese konkrete und einfache Maßnahmen vor: Wir brauchen Ihre Hilfe, um diese 377 Unterschriften (von Europaabgeordneten)  zu bekommen! Nehmen Sie Kontakt zum Abgeordneten Ihres Landes und bitten sie diese, die schriftliche Erklärung 0037/2012 zu unterzeichnen.

Anmerkung Webmasterin: Das Anliegen der Abgeordneten, ein europaweites Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen, ist sehr wichtig. Die Wirksamkeit ihrer Initiative diskussionswürdig. Die Türkei ist bisher das einzige Land, das die unten aufgeführte  Erklärung unterzeichnet hat, während gleichzeitig gerade in der Türkei Gewalt an Frauen (fast) an der Tagesordnung ist, gerade auch staatliche Gewalt und unter der gegenwärtigen Regierung ein regelrechter „Roll-Back“ von Frauenrechten stattfindet. Die Frage kann und muss diskutiert werden, ob es sich bei dieser Initiative eher um eine „Beruhigungspille“ handelt. Trotzdem möchten wir Euch die Initiative zur Kenntnis geben:

Weitere Informationen zu der Initiative: http://www.womenlobby.org/spip.php?article4292&lang=en

Text:  SCHRIFTLICHE ERKLÄRUNG

eingereicht gemäß Artikel 123 der Geschäftsordnung

zum Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt

Britta Thomsen, Mikael Gustafsson, Barbara Matera, Antonyia Parvanova, Raül Romeva i Rueda

Fristablauf: 19.2.2013

0037/2012

Schriftliche Erklärung zum Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt

Das Europäische Parlament,

–             gestützt auf Artikel 123 seiner Geschäftsordnung,

A.           in der Erwägung, dass das erste europaweite Menschenrechtsübereinkommen zum Thema Gewalt gegen Frauen, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, zwar im Mai 2011 verabschiedet wurde, bislang jedoch lediglich von einem Land, der Türkei, ratifiziert worden ist;

B.           in der Erwägung, dass Gewalt gegen Frauen eines der größten Hemmnisse für die Gleichstellung von Frauen und Männern und eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen darstellt, die keine geografischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Grenzen kennt;

C.           in der Erwägung, dass in der EU täglich sieben Frauen durch häusliche Gewalt zu Tode kommen, die Opferzahlen häuslicher Gewalt auf ein Fünftel aller Frauen geschätzt werden und die direkten und indirekten Kosten der Mitgliedstaaten 16 Milliarden EUR jährlich betragen (laut dem Programm Daphne III, 2010);

1.           fordert die Europäische Union dringend auf, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu ratifizieren, und bestärkt die Mitgliedstaaten, dasselbe zu tun;

2.           empfiehlt der Kommission und allen Mitgliedstaaten, bei der Umsetzung des Übereinkommens mit Organisationen der Zivilgesellschaft, die sich mit Gewalt gegen Frauen befassen, zusammenzuarbeiten;

3.           beauftragt seinen Präsidenten, diese Erklärung mit den Namen der Unterzeichner dem Rat, der Kommission, den Mitgliedstaaten, dem Europarat und den Vereinten Nationen zu übermitteln.

21.11.2012

Presserklärung von Terre des Femmes zum 25.12.2012:

Berlin, 15. November 2012. Der 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“. Vor zwölf Jahren hat TERRE DES FEMMES erstmals Fahnen mit der Aufschrift  „Frei leben – ohne Gewalt” gehisst, um ein Zeichen an diesen Tag zu setzen. Seitdem wurde ein weltweites Netzwerk geschaffen, das rund um Gedenktag Aktionen und Veranstaltungen gegen Gewalt gegen Frauen organisiert und die TERRE DES FEMMES-Fahnen und Banner wehen lassen. “Die TERRE DES FEMMES-Fahne entwickelt sich weltweit zum vereinenden Symbol für ein freies und gleichberechtigtes Leben von Mädchen und Frauen“ erklärt Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. Bisher sind über 400 Veranstaltungen rund um den Gedenktag geplant. Informationen zu den in Ihrer Region stattfindenden Aktionen können Sie dem Online-Fahnenaktionskalender entnehmen.

„Menschenrechtsverletzungen an Frauen sind keine Privatangelegenheit, auch wenn Sie im familiären Umfeld geschehen“, mahnt Stolle an.  „Es ist erschreckend, wie viele Mädchen und Frauen immer noch tagtäglich von Häuslicher Gewalt, Zwangsheirat, Genitalverstümmelung oder Zwangsprostitution vor unseren Augen in unserer Nachbarschaft betroffen sind“.

Weltweit ist die Menschenrechtssituation für Mädchen und Frauen immer noch alarmierend: Mehr als 140 Millionen Frauen leiden an weiblicher Genitalverstümmelung. Fast 10 Millonen Mädchen werden zwangsverheiratet, bevor sie 18 Jahre alt werden. Allein in Deutschland haben bereits 25 Prozent der Frauen körperliche oder sexuelle Gewalt oder beides durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt. Etwa 10.000 bis 30.000 Frauen werden jedes Jahr nach Deutschland zur sexuellen Ausbeutung verschleppt. Mit der aktuellen Kampagne „Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!” setzt sich TERRE DES FEMMES dieses Jahr für ein Bleiberecht für die Opfer ein. Anläßlich des Gedenktages wird das Straßentheater der Kampagne am 25. November von 11 bis 12 Uhr vor dem Brandenburger Tor aufgeführt.

Der internationale Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen” geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Mirabal am 25. November 1960. Die drei Frauen hatten sich gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik gewehrt und waren nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst umgebracht worden. Mit der jährlich steigenden Zahl von gehissten Fahnen wird das Vermächtnis dieser drei Frauen eindrucksvoll gewürdigt.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an TERRE DES FEMMES, Christa Stolle, Tel.  030/40504699-0 oder per E-Mail an presse@frauenrechte.de.

20.11.: Aufruf aus Frankfurt:

Kommt am Samstag, dem 24.11.12 um 12 Uhr auf die Zeil/Höhe Hasengasse zum Flashmob mit phantasievollen Aktionen. Bringt Schilder, Trillerpfeifen, Luftballons usw. mit

Anschließend gibt es ein offenes Mikrofon für kurze Redebeiträge, Gedichte, Musik4.

Wir freuen uns auf die Lieder des Beschwerdechors

Download Aufruf/Einladung: 121119-kurzaufruf-Frankfurt zum-25-11-12

18. 11.: Bericht aus Bremen:

In Bremen sind an der Stadtfrauenkonferenz unterschiedliche Frauen und Männer, Gruppen und Organisationen beteiligt.

Alle sind herzlich eingeladen. (Kontakt:uemit.feilke@nord-com.net)

Montag, 26.11.2012, ab 17 Uhr Kundgebung auf dem Hanseatenhof

mit Kultur und Beiträgen am Offenem Mikrofon

(am Ende der Lloyd-Passage, auf dem Platz zwischen C&A und Kaufhof)

organisiert von der Bremer Stadtfrauenkonferenz gemeinsam mit der Bremer Montagsdemo

Download Flyer Seite 1:Flyer 26.11. Seite1 Download Flyer Seite 2: Flyer 26.11. Seite2

16.11.:

Die Organisation „ADHK“ (Demokratische Frauenbewegung Europa) sendet uns einige Bilder von ihrer Veranstaltung am 10. November in Frankfurt: Das war den Abschluss einer einjährige Kampagne der Demokratische Frauenbewegung Europa zum Thema Gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Es waren mehr als  500 Teilnehmer. Frauen, Männer und viele Kinder. Fidan Kivan und Angélica Urrutia vom KFR, haben ein Grußwort für den KFR vorgetragen und kurz auf den Prozess der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen hingewiesen. Ulja Schweizer, Arbeiterin bei Ford, war wegen der Solidarität mit dem Ford-Kollegen in Genk verhindert. Es gab viele Berichte über die Lage der Frauen in Nah/Mittleren Ost und die Situation der politische Gefangenen in der Türkei. Eine direkte Übertragung aus der Türkei war ein Höhepunkt. Eine Tanzgruppe aus Bolivien (sie leben in Paris) sowie eine sehr beindruckende Mädchen Orchesta aus Frankfurt sorgten u. a. für den kulturellen Rahmen. Download Kurzbericht mit Bildern: Kurzbericht Abschlussfeier ADHK Kampagne gegen Gewalt

 

11.11.
Unterschriftensammlung:

Kommunikationszentrum für Frauen zur Arbeits- und Lebenssituation, Kofra e. V, Baaderstr.30, 80469 München, Tel. 089-20 10 450, Fax 089-202 27 47, e-mail: kofra-muenchen@mnet-online.de, Arbeitskreis Frauen aktiv gegen sexuelle Gewalt

Skandalöser Freispruch im Vergewaltigungsprozess Essen: „keine schutzlose Lage“?

Am 10.09.2012 sprach das Landgericht Essen einen als gewaltbereit bekannten 31-Jährigen vom Vorwurf der Vergewaltigung der 15-Jährigen Chantal frei. Das Gericht glaubte der 15-jährigen, dass sie keinen Sex wollte, dass sie das gesagt hatte, auch dass der Mann das gehört hat – aber „es“, das Mädchen, war angeblich nicht in einer „schutzlosen Lage“. „Es“ hätte ja weglaufen können. Diese „Recht“sprechung ist nicht hinnehmbar. Nicht, wenn ein „Nein“ ernst genommen wird.

An den Bundesgerichtshof, D-76125 Karlsruhe:

Ich schließe mich den Forderungen des bff – Bundesverbands Frauenberatungs-stellen und Frauennotrufe an:

► Ich fordere:

►die sinnvolle Anwendung der gültigen Gesetze zum Schutz der sexuellen Selbstbestimmung

►eine Auslegung dieser Gesetze, die deren Intentionen entspricht

►eine breite juristische und fachliche Debatte und zugleich eine Veränderung der Rechtsprechung hinsichtlich des Kriteriums der „schutzlosen Lage“.

Download Unterschriftenaktion: Unterschriftenliste Essener Urteil_Chantal

10.11.
Eine gute Idee der Rostocker Frauen aus dem Jahr 2011: Sie zündeten für jede Frau, die wegen Gewalt im laufenden Jahr in ihrer Stadt Hilfe gesucht hat, ein Licht an:

 

 

 

 

 

 

 

 

08.11.:
Wir in Villingen Schwenningen wollen dieses Jahr den Schwerpunkt auf das Thema häusliche Gewalt legen. So zumindest der Vorschlag einer ATIK-frau beim letzten Treffen. Sie schlug vor ein Haus aus Karton (als Symbol sozusagen) zu basteln. Heute Abend treffen wir uns. Mal sehen was aus dem Bastelabend wird, wie die Idee umsetzbar ist. Ich würde Euch dann Bescheid geben, ob die Idee gut umsetzbar ist, bzw. wie es uns erging. Was schon im letzten Jahr gut ankam: Der städt. Christbaum stand schon direkt neben unserem Infostand, die ATIK-frau behängte den Baum mit Fotos von politischen Gefangenen/Frauen, die vergewaltigt, bzw. gefoltert wurden. ein ehemaliger Brautschleier fand dort ebenso seinen Platz wie unsere Transparente. Ein großes Transparent mit Hinweis auf diesen Tag lag am Boden und darauf am Rand stellten wir typische Frauen-Assecoirs:  Stöckelschuhe, andere feine Schuhe, Handtaschen Handtäschchen!!! drapiert mit wenigen schönen Tüchern!! Liebe Grüße aus VS
07.11.:
Programm von Courage Essen zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ Wir legen zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ diesmal den Schwerpunkt auf das Thema Zwangsprostitution und unterstützen damit in NRW, dem deutschen Hauptumschlagplatz des Frauen- und Mädchenhandels, die bundesweite Kampagne und Unterschriftensammlung von TERRE DES FEMMES: „Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!“ Und wir gehen damit in die nächste Phase unseres Kampfes für das eigenständige Bleiberecht unserer Mitgliedsfrau  Nicole aus Kamerun, die mutig vor ihrem deutschen Ehemann floh, der sie zur Prostitution zwingen wollte. Wir wollen v.a. die bestehenden Gesetze und die Opfer/Täter-Verdrehung angreifen, die weltweit zur Erfahrung der Betroffenen gehört. Sie werden beschuldigt, selbst schuld zu sein, weil sie sich aufreizend anziehen, geldgeil jeden Mann heiraten, um ins gelobte Land zu kommen oder zu blöd sind, um zu wissen, dass sie nur nach Deutschland gelockt werden, um kriminelle Schlepper- und Zuhälterbanden reich zu machen. Wir fordern außerdem  ein „eigenständiges Bleiberecht für alle Frauen!“ statt dem diskriminierenden 3-jährigen Rückgaberecht für Männer, die ihre Frauen „auf Brautschau im Ausland“ (SAT1-Serie!) nach Deutschland geholt haben. Auch Nicole will ausdrücklich alle Frauen ermutigen, sich zu wehren, sich Verbündete zu suchen, die couragierte Haltung, den Frauenverband Courage und die kämpferische Frauenbewegung zu stärken. Veranstaltungen und Aktionen, bei denen wir federführend oder aktiv beteiligt sind: Mo 5., Mi 7. Do 8.11. nachmittags Infostand auf der Messe Mode/ Heim/ Handwerk/Gesundheit Do 15. 11.,  18 Uhr Lesung und Diskussion im Essener Couragezentrum: „Der Wille meines Vaters geschehe…“ Frauenleben in Kamerun mit  der Autorin und Kamerunexpertin Ursula Krebs. Sie hat sich auch bereit erklärt Nicole als Gutachterin beim Prozess beizustehen. Mit afrikanischem Essen und Kultur Fr 16.11., früher Abend, im Lore-Agnes-Haus Essen, Filmvortrag und Diskussion mit Inge Bell: „Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen-das große Geschäft mit der Ware Frau“  Inge Bell ist von TERRE DES FEMMES empfohlene Referentin, hat das Buch mit Lea Ackermann (Solwodi) zusammen geschrieben und ist „Frau Europas 2007“. Sa 24.11. 12 Uhr Mobile Mitmach-Straßen-Aktion (in Planung): Unser Vorschlag ist eine auffällige aber nicht laute „Gänsemarschdemo“ mit 3-4- Kurzkundgebungen mitten im „Internationalen Essener Weihnachtsmarkt“, vom Dom zum Couragezentrum. Im Zentrum hissen wir die TERRE DES FEMMES- Fahne „Frei leben, ohne Gewalt „, es gibt Gelegenheit zu Statements der teilnehmenden Organisationen und Einzelpersonen, Diskussion und Kennenlernen  bei wärmenden Speisen, Getränken und Kulturbeiträgen.

03.11.:
Zahlen und Fakten zur Tötung von Frauen und Männern in Deutschland:
Opfer: Laut Bundeskriminalamt (BKA) wurden im Jahr 2011 in Deutschland 662 Menschen Opfer von Mord und Totschlag – davon 349 Männer und 313 Frauen. Täterbeziehung: Für das Jahr 2011 hat das BKA erstmals ausgewiesen, ob das Opfer eine Paarbeziehung zum Täter hatte. Zuvor war nur allgemein angegeben worden, ob Opfer und Täter verwandt waren. Laut BKA waren insgesamt 26,9 Prozent der Täter aktuelle oder ehemalige Lebenspartner der Opfer, in zwei Dritteln all dieser Fälle waren Täter und Opfer zur Tatzeit verheiratet. Geschlechterverhältnis: 49,2 Prozent aller getöteten Frauen wurden Opfer ihrer Partner. Nur 6,9 Prozent aller ermordeten Männer waren Opfer ihrer Partnerin. Tendenz: Insgesamt fällt die Zahl der Tötungsdelikte seit Jahren. 2003 wurden laut BKA noch 859 Menschen Opfer von Mord und Totschlag. Damals gab es noch 1,0 Opfer pro 100.000 Einwohner, 2011 nur noch 0,8. Quelle: http://www.taz.de/!94738/

01.11.Zahlen und Fakten zum Frauenhandel in Deutschland nach einer Untersuchung von Terre des Femmes vom September 2012:

fakten_frauenhandel_in_sex_ausbeutung Beispiele für die Öffentlichkeitsarbeit gegen Gewalt an Frauen:

 

Bierdeckel   (bitte draufklicken):  bierdeckel oder Tüten (siehe Bild rechts):
Flugblatt von Courage zum 25. November 2012:Download: 121109 Flyer Courage 25. November
Mehr Rechte für die Opfer von Frauenhandel Auf der diesjährigen Fachtagung des Aktionsbündnisses in Ingolstadt zum Thema „Opfer von Frauenhandel – Sprachlos, hilflos, rechtlos?“ wurden zahlreiche Missstände im Umgang mit den Betroffenen deutlich herausgearbeitet. Bei der gestrigen Vollversammlung in München wurden die Erkenntnisse der Tagung noch einmal intensiv diskutiert und es wurde ein gemeinsames Positionspapier zur Lage der Opfer von Zwangsprostitution in Deutschland verabschiedet. Wir würden uns freuen, wenn Sie unser Anliegen teilen, dass den Opfern von Frauenhandel in Deutschland mehr Gerechtigkeit widerfahren muss! Download Positionspapier: positionspapier_aktionsbuendnis_gegen_frauenhandel          Quelle: http://www.gegen-frauenhandel.de/Ideen und Vorschläge aus Gelsenkirchen, Tübingen und Mannheim:
  • Gelsenkirchen Auszug aus der Presserklärung: 2011 wurde die Gewalt an Frauen auf einer Kundgebung angeprangert. Das Frauennetzwerk nahm den Tag zum Anlass, die Gelsenkirchenerin Elisabeth Käsemann, 1977 von der argentinischen Militärjunta ermordet, zu würdigen und eine Gedenktafel zu enthüllen. Für dieses Jahr wird aufgerufen ab Freitag, den 23.11.2012 an und in Gebäuden die Fahne von „Terre des Femmes“ „Frei leben ohne Gewalt“ zu hissen, in ganz Gelsenkirchen diese  Problematik zum Thema zu machen und Flagge zu zeigen. Terre des Femmes freut sich über Berichte von den Initiativen. Am Samstag 24.11.2012 gibt es Infos in der Innenstadt mit anschließendem Gedenken an Elisabeth Käsemann an der Gedenktafel. Abgerundet wird der Nachmittag bei Süppchen und Punsch. Treffpunkte und Zeit wird noch bekannt gegeben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen mit zu machen. Hier die Presserklärung zum Download:
  • 121014 Frauennetzwerk Gelsenkirchen Presserklärung Nein zu Gewalt an Frauen
  • Tübingen: Bisher ist ein Smartmob angedacht am 24.11. auf dem zentralen Holzmarkt- also ein Flashmob mit politischem Inhalt, wo wir Plakate vor uns halten werden mit verschiedenen Forderungen zum 25.11. Gleichzeitig will zumindest Courage einen Infostand dort machen.
  • Am 28.11. planen wir einen Abend beim Mütterzentrum in Reutlingen zum Thema Gewalt an Frauen und wie sich dagegen organisieren am Beispiel Kongo und Kurdistan, mit kurzem Theaterstück und anschließender Diskussion.
  • Mannheim: Wir machen am 11. November ein frauenpolitisches Frühstück; Thema: Frauen als Ware – Menschenhandel in Deutschland“ mit Frau Julia von Krause aus München Sie ist seit 1987 aktiv bei TERRE DES FEMMES, viele Jahre im Bundesvorstand. Autorin der TDF-Ausstellung  “Ohne Glanz und Glamour. Prostitution und Frauenhandel im Zeitalter der Globalisierung”. Seit 2006 ist sie Geschäftsführerin von STOP dem Frauenhandel, Träger der Beratungsstellen JADWIGA, die Opfer von Menschenhandel Hilfe geben. Am Donnerstag, den 22. November um 18:00 Uhr haben wir einen Powerpoint-Vortrag „Gewalt gegen Frauen in Deutschland – Einzelfälle oder ein ernstes Problem?“. Diesen Vortrag haben wir in Courage erarbeitet und er kann auch bei uns bestellt werden: courage-ma@freenet.de. Am 24. November machen wir dann Infostände in der Stadt gemeinsam mit anderen Frauenorganisationen. Hier fehlen uns noch ein paar besondere Ideen zum öffentlichen Auftreten.

Frauenverband Courage Mannheim, 19. September 2012, Interview mit Liza Maza zur Bedeutung des 25. Novembers, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen Liza Maza ist Vorsitzende von IWA (International Women’s Alliance) und des Philippinischen Frauenverbands GABRIELA (National Alliance of Women). Liza war über 3 Legislaturperioden Abgeordnete des Philippinischen Nationalparlaments für die „GABRIELA Women’s Party“. Seit seiner Gründung im Jahr 1984 kämpft GABRIELA für die Rechte der Frauen und ruft Kampagnen ins Leben zur Eliminierung aller Formen von Gewalt gegen Frauen wie zum Beispiel die „Purple Rose-Kampagne“ gegen Frauenhandel oder die Kampagne IVowtoFightVAW. Liza war eine von 12 Referentinnen des Frauenpower-Marathons beim 10. Frauenpolitischen Ratschlag in Ludwigsburg am 15. September 2012. Während ihres anschließenden Besuches konnten wir das nachfolgende Interview mit ihr durchführen:

Liza, wie wichtig ist für Euch der 25. November – der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen?
Der 25. November ist für philippinische Frauen sehr wichtig, weil er die Aufmerksamkeit darauf lenkt, dass philippinische Frauen nach wie vor Gewalt in vielen Formen erleben und für GABRIELA ist wichtig, dass wir das Bewusstsein darüber erhöhen, nicht nur bei den Frauen, sondern auch bei den Männern; und es ist wichtig, aktiv zu handeln und Widerstand zu leisten gegen Gewalt an Frauen.
Welche Aktivitäten habt Ihr in den letzten Jahren im Zusammenhang mit dem 25. November unternommen? Seit mehr als 10 Jahren ist der 25. November einer der wichtigsten Tage, um das Bewusstsein gegen Gewalt an Frauen zu erhöhen. So nehmen wir an diesem Tag in einem bestimmten Jahr jeweils verschiedene Aspekte der Gewalt in den Fokus: in einem Jahr haben wir uns auf das Thema Vergewaltigung konzentriert, in einem anderen auf häusliche Gewalt oder auf Frauenhandel oder auch auf staatliche Gewalt gegen Frauen wie zum Beispiel Hinrichtungen. Darüber hinaus haben wir seit mehr als 5 Jahren eine andauernde Kampagne mit dem Namen „IVOWtofightVOW“, was wörtlich heißt, ich erhebe meine Stimme (I VOW) um zu bekämpfen die Gewalt an Frauen (VIOLENCE ON WOMEN. Im Rahmen dieser Kampagne gehen wir in die Stadtteile, Schulen, Fabriken und Büros, führen Seminare und Veranstaltungen über Gewalt an Frauen durch. Und, am Ende solcher Seminare, klären wir mit denen, die daran teilgenommen haben, dass und wie sie jetzt Teil dieser Kampagne werden. Und wir erhellen individuelle Fälle von Gewalt. Die Frauen, die dann sprechen, sind Überlebende von Gewalt und sie brechen ihr Schweigen, outen sich und sind bereit, über diese Gewalt zu sprechen. Und dies ist ein sehr machtvoller Weg, das Bewusstsein zu schärfen, denn wer die Psychologie der Gewalt kennt, weiß, dass sie einen Menschen entmenschlicht und herabwürdigt und dass dies eine sehr dramatische Erfahrung ist. Aber es ist sehr machtvoll (beeindruckend), wenn Du erlebst, wie eine Überlebende ihr Schweigen gebrochen hat und bereit ist, sich zu organisieren und damit nicht nur für sich selbst zu handeln, sondern auch für andere Opfer. Für die IVOWtofightVOW-Kampagne nutzen wir auch interaktive Poster: Das bedeutet zum Beispiel, dass wir ein Poster vorbereiten, auf dem mit Lippenstift auf Gesicht und Körper der Frau auf dem Foto die Verletzungen einer geschlagenen Frau dargestellt sind. Jede Frau oder jeder Mann, der sich als Unterstützer der Kampagne einträgt, wischt einen kleinen Teil des Lippenstifts (also der Verletzungen der Frau) weg. So wird bildlich deutlich, wie mit jeder Unterstützerin und jedem Unterstützer die Einheit wächst und die Gewalt gegen Frauen zurück gedrängt wird. Wir verteilen auch handtellergroße kleine Flyer, die in jede Handtasche passen, mit Adressen, wohin man sich wenden kann, wenn man von Gewalt betroffen ist. Und wir verteilen kleine Pfeifen, besonders an die Frauen in den Wohngebieten, und die Frauen wissen, dass wenn sie im Falle einer Erfahrung von Gewalt pfeifen, ein Mitglied von Gabriela kommen und intervenieren wird. Diese Pfeifen haben wir bei Demonstrationen zu Hunderten eingesetzt, wenn ein Polizeieinsatz drohte und die Polizei so wissen lassen, dass wir uns gegen Gewalt an Frauen wehren. Frauen in den Wohngebieten, die noch nicht so weit sind, dass sie zu Seminaren oder Veranstaltungen kommen, schlagen wir vor, irgendetwas Lilafarbenes an ihr Haus oder ihre Hütte  zu hängen, eine Schleife, einen Schal, ein Kleidungsstück und versorgen sie auch damit. Lila ist die Farbe der Frauen und mit einer solchen Schleife drücken die Frauen aus, dass sie Teil der Bewegung gegen Gewalt an Frauen sind.
Was denkst Du, hat die Gewalt gegen Frauen zu- oder abgenommen in den letzten Jahren, auf den Philippinen und weltweit? Ja, ich denke, die Gewalt hat zugenommen, in den Philippinen und weltweit. Aber wir haben darüber keine exakten Zahlen. Dies auch deshalb, weil Gewalt oft im Privaten, im häuslichen Milieu passiert. Und ich denke auch, dass wir beachten müssen, dass Gewalt viele Formen hat. Es ist nicht nur die häusliche Gewalt, die Schläge, sondern Prostitution, Frauenhandel, Ehrenmorde. Worüber wir sicher sind, ist, dass die strukturelle Gewalt wie Hunger, Zerstörung von Häusern und Vertreibung, vergifteter Abfall und Verschmutzung der Umwelt zugenommen hat aufgrund der andauernden kapitalistischen Krise.
Was können wir tun? Ich denke, dass Eines sehr wichtig ist: Obwohl dies alles zutrifft auf die Situation der Frauen, ist dies unakzeptabel für uns. Und es ist unakzeptabel für jede zivilisierte Gesellschaft. Und wir sollten weiter Frauen den Mut machen, ihr Schweigen zu brechen und sollten weiter kollektive Widerstandsaktionen durchführen gegen jede Form von Gewalt an Frauen. Und ich denke, für die Verbindung und Solidarität in verschiedenen Ländern ist es wichtig, Informationen auszutauschen über die verschiedenen Widerstandsstrategien der verschiedenen weltweiten Frauenorganisationen, so dass wir voneinander lernen können, stärker werden und dass wir uns gegenseitig inspirieren. IWA hat gerade deshalb auch bei seiner ersten Generalversammlung eine Resolution verabschiedet, dass IWA alle Frauen zu jedem 25. November aufruft, Aktionen zu organisieren und ich weiß, dass die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen dies auch in ihrer Abschlusserklärung festgelegt hat. Es ist gut, sich darüber auszutauschen und sich weltweit mit anderen Organisationen zu vernetzen.
Liza, vielen Dank für das Gespräch!    
Download Interview: Interview with Liza Maza zur Bedeutung 25. November
Weitere Informationen: http://www.ivowtofightvaw.com/

 

Nachfolgend zwei Pressemitteilungen von SOLWODI ( http://www.solwodi.de/ )
zum Thema Sklaverei, Frauenhandel und Prostition: PM SOLWODI Prostitutionsgesetz fördert Menschenhandel und Zwangsprostitution Pressemitteilung SOLWODI zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Sklaverei

Nachfolgend Informationen von Terre des Femmes (    http://frauenrechte.de/  )
zum 25.11.2012: FA_Beteiligungsideen-2012 Ideenpaket_Kampagne_Frauenhandel-2012

KategorienAllgemein