England: „PURPLE TEARDROP CAMPAIGN Stop the Trafficking – Stop the Tears“

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Der Anti-Sklavereitag, der 18. Oktober, wurde in England durch ein Parlamentsgesetz im Jahr 2010 eingeführt,
um das Bewusstsein über moderne Sklaverei zu wecken und Menschen dazu zu inspirieren, sie auszulöschen. Nach diesem Gesetzt wird moderne Sklaverei definiert als Kinderhandel, Zwangsarbeit, Leibeigenschaft und Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung.

Betrug, Täuschung und Gewalt  halten Frauen und Kinder im Sexhandel gefangen. Sie müssen entsetzlichen Bedingungen ertragen und sie verdienen riesige steuerfreie Gewinne für die Menschen, die sie kontrollieren.

Und die Werbung für Sex erhöht die Nachfrage nach Prostitution und treibt den Menschenhandel an. Menschenhandel ist inzwischen die zweitgrößte Quelle der illegalen Gewinne nach dem Drogenhandel, sagt die Europäische Kommission, mit jährlich 32 Milliarden $ Profiten für die Menschenhändler. Nach Angaben der „Human Traficking Foundation (HTF) „gibt es mehr Menschen in Sklaverei heute als in der gesamten 350 Jahre dauernden Geschichte des Sklavenhandels. Jede 8. Betroffene von ihnen ist in Europa. Rund 800.000 Menschen werden jedes Jahr gehandelt. Rund 76 Prozent von ihnen werden zur sexuellen Ausbeutung gehandelt, davon sind 70 Prozent Frauen, rund 17 Prozent Männer, 11 Prozent Mädchen und zwei Prozent Jungen.

Die in England ins Leben gerufene Kampagne mit dem Namen
„Purple Teardrop Campaign Stop the Trafficking – Stop the Tears“
(was sinngemäß heißt: Lila Tränen-Kampagne Stoppt den Menschenhandel – stoppt die Tränen) setzt sich zum Ziel, die britische Regierung dazu zu drängen, Werbung für sexuelle Dienstleistungen zu verbieten. Britische Frauenorganisationen wie zum Beispiel „Sopromist International“ gehen davon aus, dass in Großbritannien ca. 12.000 Menschen gegen ihren Willen im britischen Sexhandel tätig sind.

Weitere Informationen:

http://www.purpleteardrop.org.uk/

 

 

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