Togo: Sexstreik der Frauen gegen jahrzehntelange Präsidentenherrschaft

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Neun verschiedene gesellschaftliche Gruppen und sieben Oppositionsparteien rufen die Frauen zum Sexstreik für eine
Woche auf. Mit dieser Kampfmethode sollen die Männer dazu mobilisiert werden, gegen die jahrzehntelang Herrschaft der Präsidentenfamilie Gnassingbe aufzubegehren und den Präsidenten zum Rücktritt zu zwingen. Der Sexstreik wurde 2003 von liberianischen Frauen als Kampfmittel in einer Kampagne für den Frieden in ihrem Land eingesetzt. Dem Aufruf zum Sexstreik gingen mehrere Demonstrationen gegen den Präsidenten voraus, bei der die Polizei Tränengas einsetzte und über 100 Demonstranten verhaftet wurden.

“Es ist eine gute Sache für uns Frauen diesen Sexstreik zu verfolgen so lange wie unsere Kinder jetzt im Gefängnis sind. Ich glaube, dass wenn wir dran bleiben, werden wir unsere Kinder frei bekommen”, sagte Abla Tamekloe der „Associated Press“.

Weitere Informationen (englisch):

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