Namibia: Erster Erfolg im Kampf gegen Zwangssterilisationen wegen AIDS

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Jennifer Nghatsi, Frauenrechtlerin aus Namibia, klagt die Gesundheitsbehörden in Namibia an, im Jahr 2005 etwa 40 Frauen zwangsweise
sterilisiert zu haben, weil sie sich mit HIV infiziert hatten. Dieser Eingriff wurde ohne das Wissen der Frauen, bei einer Untersuchung durchgeführt. Ein oberstes Gericht in der Hauptstadt Windhuk hat am Montag in einem Urteil bei einer Klage von drei Frauen dem Gesundheitsministerium des südwestafrikanischen Landes “grobe Fahrlässigkeit” vorgeworfen.

Allerdings weigert sich das Gericht bisher, offen zuzugeben, dass es um Zwangssterilisationen wegen AIDS ging. Denn das würde bedeuten, dass den Frauen ein hohes Schmerzensgeld zusteht. Dafür sieht das Gericht bisher „keinen Beweis“.

Die drei Frauen, um deren Klage es ging, fordern vom Staat Entschädigung und Schmerzensgeld in Höhe von einer Million Namibia Dollar (etwa 100.000 Euro).

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