Bangladesh: Film “Living in Darkness”

image_pdfimage_print

Der Spanier Miguel Candela, hat mit dem Film „Living in Darkness“ ein besonders abscheuliches Kapitel der sexuellen Ausbeutung von Mädchen
und Frauen dokumentiert. Mädchen ab dem Alter von 9 oder 10 Jahren leben im Bordell, das sie nicht verlassen dürfen und müssen ca. 1 Dutzend Freier pro Tag für 2 Dollar pro Freier über sich ergehen lassen. Zum Beispiel das Mädchen Lima: Bei einem Familienausflug nach Dhaka haben die Eltern sie einfach zurückgelassen. Ein Mann bot ihr an, bei ihm als Hausangestellte zu arbeiten. Doch seine Kinder schlugen und quälten sie. Sie haute ab und fand Unterschlupf in einer Koranschule. Dort wurde sie von zwei Jungen vergewaltigt. Am nächsten Tag stand eine Frau vor ihr und versprach, ihr Essen und Unterschlupf zu geben. Sie nahm sie mit ins Bordell. Ihren ersten Freier hatte sie mit 14, sagte sie. Aber wahrscheinlich war sie erst zehn oder elf. Seitdem kommen am Tag sieben bis zwölf Männer zu ihr, die zwischen 1,30 und 2,50 Dollar zahlen.

Quellen:
http://www.miguelcandela.com/documentary/bangladesh/brothels/
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bordelle-in-bangladesch-miguel-candela-fotografiert-prostituierte-a-847377.html

Auch wenn der Fotograf mit seinen Bildern versucht, die Frauen würdevoll darzustellen, so ist es doch kritisch zu beleuchten, welche Wirkung von solchen Dokumentationen ausgehen, wenn sie die Verhältnisse als gottgegeben und auswegslos dokumentieren.

Die Dokumentation zeigt auf jeden Fall, wie wichtig und dringend der Kampf der internationalen Frauenbewegung gegen Prostitution, zum Beispiel die Kampagne Purple Rose des Frauenverbands Gabriela

http://www.ivowtofightvaw.com/

http://www.ivowtofightvaw.com/the-purple-rose-campaign/

oder auch die Arbeit von Solwodi

www.solwodi.de

 

 

KategorienAllgemein